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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Z Dioden mit hoher Impulsfestigkeit


Autor: Andreas K. (homer5785)
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Hallo!

Ich verwende für eine kleine Hilfsspannungsversorgung an einer 
Halbbrückenschaltung eine Kapazität als Vorwiderstand für eine 
16V-Z-Diode.

Bedingt durch die hochfrequente (50kHz) Arbeitsweise bei nahezu 
ideal-rechteckförmigem Signal kommt es zu starken Strompulsen durch die 
Z Diode.

Leider finde ich in den Datenblättern zu Z Dioden keine Angaben zur 
Impulsfestigkeit. Manchmal werden Angaben zur einmaligen 
Impulsfestigkeit gemacht, ich brauch das ja aber wiederkehrend...

Kennt ihr da Angaben/Typen dazu?

Danke für Antworten...


Andi

Autor: Ich (Gast)
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Belastbarkeit/Z-Spannung würde ich sagen. Warum nicht einen Widerstand 
nehmen? Nur ein Kondensator wird auf Dauer nicht gut gehen.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Andreas,

> Leider finde ich in den Datenblättern zu Z Dioden keine Angaben zur
> Impulsfestigkeit. Manchmal werden Angaben zur einmaligen
> Impulsfestigkeit gemacht, ich brauch das ja aber wiederkehrend...
Leider enthält Deine Beschreibung ebenso dürftige Hinweise (Schaltung, 
Höhe der Impulsströme). Vielleicht läßt sich ja an der Schaltung auch 
noch was optimieren.

Vermutlich kannst Du aber sogenannte TVS-Dioden 
(Überspannungsschutzdioden) verwenden. Sie sind auf hohe Impulsströme 
ausgelegt. Achte mal auf die Angabe der Pulsströme für die jeweiligen 
Testsignale. Dort geht es um zwei bis dreistellige Amperezahlen:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=0;INDE...

Für 15V kannst Du z. B. diese Diode verwenden:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=A46;G...

Wenn Du näher an die 16V herankommen willst, kannst Du ja noch eine 
normale Diode oder zwei Zenerdioden in Reihe schalten. Allerdings ist 
die Durchbruchspannung strom- und temperaturabhängig, d. h. 100% genau 
wirst Du die 16V ohnehin nicht treffen.

Die Zahl am Ende des Bauteilnamens ist die Zenerspannung.
A   bedeutet unidirektional (d. h. wie eine Zenerdiode)
CA  bedeutet bidirektional  (d. h. wie zwei parallelgeschaltete
                             Zenerdioden ohne Vorwärtsdurchbruch)


Gruß,
  Michael

Autor: Ganymed (Gast)
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In den Datenblättern von Z-Dioden
ist der thermische Widerstand
in Abhängigkeit von der Impuls-
belastung angegeben.
Daraus kann man die Belastung der
Z-Diode abschätzen.

siehe Blatt 6 der Anlage

Autor: Ganymed (Gast)
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In diesem Datenblatt wir sogar
eine genaue Aussage über die
Impulsstromfestigkeit gemacht.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Andreas K. (homer5785)

>Ich verwende für eine kleine Hilfsspannungsversorgung an einer
>Halbbrückenschaltung eine Kapazität als Vorwiderstand für eine
>16V-Z-Diode.

Klingt recht unsinning. Ein Kondensatornetzteil funktioniert anders und 
hat meist auch noch einen kleinen Vorwiderstand.

>ideal-rechteckförmigem Signal kommt es zu starken Strompulsen durch die
>Z Diode.

Woruch sinnlos haufenweise Leistung verbraten wird. ICh denke deine 
Schaltung hat einen Denkfehler.

Poste mal einen Schaltplan. Ich vermute du brauchst eine 
Hilfsstromversorgung für einen High-Side Treiber. Dort treten bei 
korrekter Dimensioneierung aber keine starken Pulse durch die Z-Diode 
auf.

TVS Dioden halten zwar viel aus, lösen aber nciht das Problem der 
schlechten Schaltung.

MFG
Falk

Autor: Trafowickler (Gast)
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Sog. "Suppressordioden" ( Gehäuse und grundsätzliche Funktion ähnlich
1 Watt-Z-Dioden ) waren mal für kurzzeitig 1,5 kW spezifiziert ( gibt's 
die noch ? ).

Autor: Thomas O. (kosmos)
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wäre ein LC Filter nichts um die Impulse etwas zu glätten also ne kleine 
Spule in Reihe und noch ein Kondensator parallel? Dahinter könnte man 
dann noch eine solche Diode in Sperrichtung gegen Masse schalten und die 
Spule fungiert als Begrenzungswiderstand. Welche Leistung liefert dieses 
Netzteil?

Schau mal nach P6KE (600 Watt kurzzeitig) oder 1,5KE (1500 Watt 
kurzzeitig)

Autor: Dr. Sepic (Gast)
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Ich hatte mal das Problem, dass ich Suppressordioden mit hoher Toleranz 
(1% benoetigte). Z-Dioden gab es mit dieser Toleranz, Suppressordioden 
nicht. Dann hatte ich Kontakt mit Microsemi und ein Entwickler hat mir 
geschrieben, dass die Z- und Suppressordioden genau gleich seien. Der 
einzige Unterschied ist, dass die Suppressordioden auf Pulsbelastbarkeit 
nach der Herstellung getestet werden, Z-Dioden nicht.

Autor: Andi (Gast)
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Spät, aber immerhin:

Danke für den Hinweis mit den TVS Dioden, genau das suche ich.

An einem Vorwiderstand, der diese Spitzen wegmacht würde eine immense 
Verlustleistung entstehen, deshalb kann ich ihn nicht einsetzen.

Danke nochmal...

Andi

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