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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage: Hochohmig


Autor: Gast (Gast)
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Hallo !

http://www.strippenstrolch.de/1-2-12-der-reflexkop...

Auf der Seite sieht man 2 Schaltungen mit einem Reflexkoppler, einmal 
mit Transistor, und einmal mit CMOS, dabei ist der eingang des Detektors 
hochohmig.

Kann mir wer an dem Beispiel erklären wozu man diesen Hochohmig schaltet 
??

Hochohmig bedeutet doch, dass nur sehr sehr wenig Strom durch diese 
Leitung fließt, warum aber ist das notwendig ? Was wäre wenn der 
Widerstand nicht da wäre ??

Autor: Olli R. (omr) Benutzerseite
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> Hochohmig bedeutet doch, dass nur sehr sehr wenig Strom durch diese
> Leitung fließt, warum aber ist das notwendig ? Was wäre wenn der
> Widerstand nicht da wäre ??

U=R*I

Ein Blick ins Datenblatt sagt, wie R3 zu dimensionieren ist.

R3 sollte demnach (Figure 5) eher im Bereich 50 (47)kOhm angesetzt 
werden. Damit sollte sich auch ein uC direkt ansteuern lassen.

Guck mal lieber hier, das erscheint mir sinnvoller:

http://www.kreatives-chaos.com/artikel/liniensenso...

Olli

Autor: flätz (Gast)
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> Hochohmig bedeutet doch, dass nur sehr sehr wenig Strom durch diese
> Leitung fließt

Das stimmt zwar auch, ist aber lediglich ein Sonderfall. Allgemeiner 
spricht man von hochohmig, wenn:

1) Eine große Spannungsänderung nur eine kleine Stromänderung 
hervorruft,

2) Eine kleine Stromänderung eine hohe Spannungsänderung zur Folge hat.

Die Definition von groß und klein ist natürlich sehr schwamming, und ist 
vom Anwendungsgebiet abhängig. Für einen "typischen 
Schwachstromelektroniker" sind 10 Ohm recht klein, und 1 Mohm schon sehr 
groß.


> Kann mir wer an dem Beispiel erklären wozu man diesen Hochohmig schaltet

Wenn etwas Licht auch den Fotoempfänger fällt, saugt der Kollektor einen 
gewissen Kollektorstrom in sich hinein. Würde man jetzt (in Gedanken) 
von außen verschiedene (positive) Spannungen an den Kollektor anlegen, 
würde der Kollektorstrom sich dadurch kaum ändern. Der Kollektor ist 
also hochohmig.
Nun wird der Kollektorstrom über einen Widerstand geleitet. Je 
hochohmiger der Widerstand, um so höher wird der vom Kollektorstrom 
hervorgerufene Spannungsabfall am Widerstand. Eine kleine 
Lichtschwankung führt zu einer Schwankung des Kollektorstromes, welches 
in eine große Spannungsschwankung am großen Kollektorwiderstand 
umgesetzt wird. Die Empfindlichkeit des Empfängers hängt also von der 
Größe des Widerstandes ab.
Dieser entstandene Ausgäng wird durch eine angeschlossene Folgestufe 
belastet. Je hochohmiger die Folgestufe, um so weniger wird die 
Empfindlichkeit des Empfängers reduziert.


> Was wäre wenn der
> Widerstand nicht da wäre ??

Das wäre der hochohmigste Widerstand, welcher überhaupt möglich wäre. 
Der kleinste Kollektorstrom ruft einen theoretisch unendlich hohen 
Spannungsabfall am Widerstand hervor. In der Realität kann die 
Kollektorspannung hier aber nicht kleiner werden als ungefähr 0V. Daher 
bleibt der Kollektor immer auf Low. Auch kann kein realer Kollektorstrom 
mehr fließen, weil eben keine leitende Verbindung mehr vorhanden ist. 
Hier stößt die Schaltungsfunktion an ihre Grenzen.

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