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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik symmetrische Spannungsquelle / Trafo


Autor: Andre (Gast)
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Hallo,

ich möchte einen Funktionsgenerator von der Seite

http://www.dieelektronikerseite.de/index.htm

Unter: Schaltungen --> Projekte --> Funktionsgenerator
(der direkte Link scheint nicht zu funktionieren :-(

nachbauen. Diese Schaltung wird über die symmetrische Spannungsquelle 
mit Strom versorgt.

Dazu habe ich folgende Frage/n:

 - Da (siehe Link oben) wird eine Sicherung (100 mA) verwendet. Welche 
Charakteristik muss denn diese Sicherung aufweisen? Flink, mittelträge 
oder träge? Welche Sicherung erfüllt ihren Zweck und brennt nicht sofort 
durch?


- Und nun zum Printtrafo: In der Beschreibung/Schaltplan steht 
"Transformator 9V/min. 1,8VA"

Ich habe mir einen beim Reichelt bestellt (Art.-Nr.: EI 30/23 209) Die 
Leistung dieses Printtrafos beträgt 2,8 VA, ABER nur 1,4 VA pro Ausgang 
(2x9 Volt). Kann es sein, dass mein Printtrafo zu "schwach" ist?

- Und die letzte Frage:  Um den Trafo mit der Steckdose zu verbinden, 
liegt mir ein dreiadriges Kabel vor. Die Phase und der Nullleiter gehen 
zum Trafo und was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung? Wenn ich 
meine Schaltung in einem metallischen Gehäuse unterbringe, dann einfach 
mit dem Gehäuse verbinden, also erden...

Und falls das Gehäuse aus Plastik sein soll? Kann man dann einfach diese 
dritte Ader (Erdung) "ignorieren" (z.B. mit Schrumpfschlauch isolieren, 
bzw. "Wegknipsen")? ...


Danke!

Autor: HildeK (Gast)
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> - Da (siehe Link oben) wird eine Sicherung (100 mA) verwendet. Welche
>Charakteristik muss denn diese Sicherung aufweisen? Flink, mittelträge
>oder träge? Welche Sicherung erfüllt ihren Zweck und brennt nicht sofort
>durch?
Es wird jede gehen. Nimm eine flinke oder mittelträge.

>- Und nun zum Printtrafo: In der Beschreibung/Schaltplan steht
>"Transformator 9V/min. 1,8VA"
Es steht im Schaltplan drin, dass jede 9V 100mA können sollten. Dies 
passt auch locker zu der Schaltung. Das wären 1.8W für den ganzen Trafo. 
Deiner sollte mit 2.8VA reichen.

>- Und die letzte Frage:  Um den Trafo mit der Steckdose zu verbinden,
>liegt mir ein dreiadriges Kabel vor. Die Phase und der Nullleiter gehen
>zum Trafo und was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung? Wenn ich
>meine Schaltung in einem metallischen Gehäuse unterbringe, dann einfach
>mit dem Gehäuse verbinden, also erden...
Richtig, auch die Schaltungsmasse. Diese dritte Ader ist übrigens 
gelb-grün!
Bei einem Plastikgehäuse sollte aber auch all das Leitende geerdet sein, 
was du berühren kannst. So z.B. der GND oder auch Gehäuseschrauben, die 
innen metallisch blank sind.
Unter bestimmten Bedingungen kann das anders gewählt werden, wenn z.B. 
der Trafo speziell dafür ausgerüstet ist. Ebenso müssen (große!) 
Abstände der Netzseite zu der Sekundärseite eingehalten werden - und 
noch vieles andere. Dein Leben und das deiner Mitmenschen kann davon 
abhängen!
Dafür gibt es einschlägige Bestimmungen, die ich aber nicht parat habe. 
Kann man beim VDE kaufen.
Aus deiner Fragestellung entnehme ich, dass du auf dem Gebiet wenig 
Ahnung/Erfahrung hast, deshalb rate ich dir dringendst, einen Fachmann 
hinzuzuziehen.

Autor: Ulrich (Gast)
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Der gezeigte Trafo hat nur 1,8 VA. Ein etwas größerer typ ist kein 
Problem. Wenn der Trafo 2,8 VA hat, könnte man, wenn man nur eine 
Wicklung nutzt etwa 2/3 der 2,8 VA also rund 1,8 vA entnehmen.

Bei der Sicherung ist es auch relativ egal ob Flink oder träge. Die 
kleinen Trafos sind eigentlich kurzschlußfest, die Sicherung spricht nur 
bei einem groben Schaden der Pirmärwicklung an.

Eine der Gleichrichter könnte man sparen wenn man die Spulen direkt 
verbindet und das so macht wie üblich. Vor die Regler gehört 
normalerweise auch noch ein kleiner Kondensator. Dafür sind 2200 µF 
reichlich groß, da würden auch 470 µF schon reichen.

Der LM741 ist nicht gerade die beste Wahl aus Ausgangstreiber. Ein 
NE5534 oder ähnliches wäre besser, und ist sogar Pinkompatibel.

Autor: Ganymed (Gast)
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>Welche Charakteristik muss denn
>diese Sicherung aufweisen?

Die Sicherung kannst Du vergessen!
Ein 2,8VA Trafo nimmt unter 20mA
aus dem Netz auf und ist Kurzschluss-
fest. Den braucht man nicht absichern.

>Kann es sein, dass mein Printtrafo zu "schwach" ist?

Der reicht schon.

>was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung?

Ich rate Dir dringend zu einem soliden Kunststoff-
gehäuse. Auch der Isolationsabstand zwischen
den 230V Anschlüssen und vor allem zwischen
Prim- und Sekundärseite des Primtrafos müssen
ausreichend groß sein (min 8mm).

Und hier noch eine guter Tipp.

230V AC können Ihre Gesundheit schädigen.
Fragen Sie Ihre Elektrofachkraft oder lassen
sie es.

Autor: Andre (Gast)
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// "... Richtig, auch die Schaltungsmasse... "

Wenn ich dann die Schaltungsmasse auf das Erdpotenzial lege, dann ist 
mein "Funktionsgenerator" geerdet.

Nun will ich aber die Kennlinien von bestimmten Bauelementen an einem 
Oscilloskop darstellen und das wird problematisch, da die beiden Geräte 
(Frequenzgenerator und Oszilloskop eine gemeinsame Masse haben).

Wie kann ich dieses Problem lösen?

Ein NF-Übertrager 1:1?

Autor: eaehavelich (Gast)
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Hallo Andre,

empfehlenswert für solche Projekte ist:

- kein Netzschalter, die Zuleitung auf kürzestem Weg zum Trafo

- keine Sicherung, der Trafo ist in diesem Fall Kurzschlußfest

- keinesfalls die Ausgangsmasse (GND) erden

Gruß Andreas

Autor: Ulrich (Gast)
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Unter normalen Bedingungen, auch bei Kurzschluß auf der Sekundärseite 
wird die Sicherung nicht ansprechen. Die ist nur für den Fall, das der 
Trafo einen Schaden an der Primärwindung kriegt. Da dann eventuell nur 
noch ein Teil der Wicklung übrig ist, ist da eine Sicherung schon noch 
sinnvoll, denn bis die 16 A Haussicherung anspricht, kann da schon 
einiges schmelzen.

Den Schalter würde ich auch weglassen.  Bei der geringen Leistung würde 
ich sonst auch eher vorschlagen ein fertiges Steckernetzteil zu nehmen 
und den Hifsabgriff in der Mitte per OP bereit zu stellen. Eine Spannung 
von 12 V Gesamt sollten reichen.

Autor: HildeK (Gast)
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eaehavelich (Gast) schrieb:
>- keinesfalls die Ausgangsmasse (GND) erden
Aber nur dann, wenn du die elektrische Sicherheit garantieren kannst! 
Kannst du das bei dem Aufbau von Andre?

Ein Steckernetzteil ist hier die allerbeste Empfehlung.

Autor: Exe (Gast)
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Ulrich schrieb
""Eine der Gleichrichter könnte man sparen wenn man die Spulen direkt
verbindet und das so macht wie üblich.""

Das kann man so nicht stehen lassen. Bei Verwendung von 2 GLEICHEN 
Festspannungszwergen kann man die beiden Sekundärspulenhälften NICHT 
verbinden um einen der Gleichrichter zu sparen.
Die Schaltung genau ansehen.
Verwendet man EINE Brücke und eine mittelangezapfte Sekundärspule dann 
braucht man 7809 und 7909. Man kann auch durch Kunstschaltung nur eine 
Art von Zwerg fahren aber die symmetrische Lösung ist vorzuziehen.
Der Hinweis: ....das so macht wie üblich.....
hilft einem newcomer nicht

An HildeK
Ja, 100mA mittelträge würde ich auch nehmen und wenn der Trafo keine 
"eingewickelte" Thermosicherung hat unbedingt eine Sicherung. Ich sah 
auch schon abgeschmorte SteckerNTs. Da wurde wieder blauäugig 
argumentiert dass der KS-fest sei.
Dass aber auch Isolationsfehler in der Primär den Helden abfackeln 
können soweit KEINE Thermo eingewickelt ist wurde ignoriert. Ich sah 
auch schon "dauergekurzschlusste" Thermos. Sicher ist sicher und der 
Aufwand praktisch Null.

Autor: Tom (Gast)
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@HildeK: Amen.

Ein 9V~-Steckernetzteil hat jeder, der früher ein Modem hatte, 
herumliegen und kann damit mit 2 Dioden und 2 Elkos eine symmetrische 
Spannungsversorgung erzeugen, notfalls betriebt man die Schaltung mit 
einfachen 12V und koppelt das Ausgangssignal über Elko aus. Die 
Schaltung ist in beiden Fällen erdpotentialfrei, was für einen 
Frequenzgenerator nur Vorteile hat.

Die billigen Trafos in den Steckernetzteilen haben dank 
Zweikammerwicklung eine kleinere Kapazität zwischen Netzspannung und 
Sekundärwicklung als "richtige" Trafos.

Fazit: Steckernetzteil. Billiger, besser, sicherer.


Buchautoren, die in aktuellen Bauvorschlägen Antik-Schrott wie den 
LM741, der in der gezeigten Schaltung fast an die slew-rate-Grenze 
gerät, verbauen, obwohl passendere OPs nicht mal teuerer sind, würde ich 
sowieso nur begrenzt trauen...

Autor: Andre (Gast)
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Hallo noch mal,

ich bin noch wach ;-) und muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich 
entschieden habe, etwas mehr Erfahrung auf diesem Gebiet zu sammeln und 
sich erst dann mit dem Bau von Netzteilen zu beschäftigen...


Mein Steckernetzteil, welches ich bis jetzt benutzt habe, kann die 
Ausgangsspannunng von 3 V bis 12 V liefern...

Und dieses Netztteil werde ich dann versuchen zu einer symmetrischen 
Spannungsquelle umzufunktionieren...

Eine Schaltung, die ich dazu gefunden habe, ist die Folgende:

 http://www.dieelektronikerseite.de/Lections/Symmet...

Mal schauen was daraus wird...

Und vielen Dank  für die freundliche Unterstützung!

Autor: Ich (Gast)
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Bei der symmetrischen Spannungsquelle kannst Du alles nach Ausgang OPV 
weglassen für die Versorgung des Funktionsgenerators. Ansonsten müsste 
in der Schaltung noch was verändert werden.

Autor: Immer derselbe (Gast)
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Hi Ich
Der 081 sollte den geringen Strom des 2206 samt 741 bringen und so kann 
man indeed auf den Rest verzichten.
Dazu den Verdoppler nach Tom aus 9V Wechsel und fertig.
Oder 2x9.1V Z-Dioden an die 2200uF.

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