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Forum: HF, Funk und Felder PC-Einsteckkarte EMV-prüfen, wie?


Autor: Wolfgang (Gast)
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Hallo,
ich bin gerade dabei eine PCIe-Einsteckkarte (PCIe x4) für den PC zu 
entwickeln, die später möglicherweise auch verkauft werden soll.

Mein Problem ist jetzt: Wie sieht üblicherweise ein Prüfaufbau für eine 
EMV-Messung einer solchen PCIe-Karte aus. Denn ich möchte ja nicht den 
PC messen und stören, sondern nur die Karte selbst.

Wie machen das die großen Hersteller von solchen Karten?

Gruß
Wolfgang

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Eine Karte wird nicht gemessen, sondern nur ein Gesamtsystem. Denn 
alleine ist die Karte ja nicht lauffähig. Definiere ein System und laß 
das durchpfeifen. Vergiß die nötigen Kabel/Leitungen nicht.

Autor: CE-Blüten (Gast)
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Von wegen "im System" :
 ELSA VICTORY Erazor-4

 Hauppauge/WinTV PAL-B/G 44804

 CREATIVE CT4810

 ATI rage 128

 SPEA/MERCURY P64V,

um nur einige ältere PC-Karten zu nennen.
Da klebt überall CE drauf, neben EMI, FCC usw..

Beim ASUS USB/MIR sind 2 Buchsen, 2 Elkos,
1 Stiftleiste, einige C`s und R`s drauf,
also nichts Aktives, und trotzdem auch CE, oder dann erst recht.

Autor: Dieter S. (accutron)
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CE alleine sagt ja noch gar nichts. Was steht da in der 
Konformitätserklärung? Möglicherweise beinhaltet dann CE lediglich die 
Versicherung, dass beim Einbau der Karte keine Verletzungsgefahr 
besteht.

Dieter

Autor: oszi40 (Gast)
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Wenn Du die Karte wirklich verkaufen willst, wäre nebenbei noch das 
dazugehörige Betriebssystem ganz interessant. Zeitkritische 
Busgeschichten, Verträgichkeiten mit anderen Steckeinheiten usw. sollte 
man auch nicht unterschätzen.

Wunderliche EMV-Erscheinungen beim PC müssen nicht unbedingt von der 
einen Steckeinheit kommen. Oft sind auch externe Störquellen über lange 
Anschlussleitungen oder Spannungsprobleme auch für das Einschleppen 
verantwortlich.

Ein interessanter Fall war z.B. der Fahrdraht der Eisenbahn in ca. 20m 
Entfernung. Nach Umzug auf abgewandte Hausseite war der regelmäßige 
Rechenfehler verschwunden.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Mir ist klar, dass das EMV-Verhalten der Einsteckkarte sehr stark vom 
umgebenden System (Hardware und Software) abhängt. Leider sind es auch 
gerade die PCs, die bei EMV-Messungen aussteigen. Bisher habe ich nur 
PCs ausserhalb der Messkabine verwendet, um über ein abgeblocktes Kabel 
die korrekte Funktion des eigentlichen Prüflings in der Messkabine 
überprüfen zu können. Mit was für einem Prüfaufbau messen die ihre 
Karten?

Aber, wenn ich mir Konformitätserklärungen für PCIe-Karten (NI 
PCIe-8255R und andere) und von namhaften Herstellern wie z.B. NI.com 
ansehe, dann listen die EMV-Normen wie EN 61236-1 und EN 61236-2 zzgl. 
Unternormen auf. Bei diesem Hersteller bekomme ich Zweifel an der 
Richtigkeit der Erklärung, da er ebenso die Niederspannungsrichtlinie 
und die EN 61010-1 nennt. Haben die wirklich Spannungen >50VAC bzw. 
>75VDC auf ihren Karten?.

Bei der Konformitätserklärung für die Grafikkarte GV-N98TZL von Gigabyte 
sieht es noch schlimmer aus. Die listen sogar EN 61000-3-2 und EN 
61000-3-3. Seit wann hat eine Grafikkarte AC-Spannungsversorgung aus dem 
Hausnetz? Zudem sind die gelisteten EN 50082-1 und EN 50082-2 seit 
etlichen Jahren nicht mehr gültig...und das bei einer 
Konformitätserklärung datiert auf den 29.07.2008!!

Hat sich da eigentlich jemand mal mit dem Thema überhaupt beschäftigt 
oder schreiben die einfach irgendwas zusammen und solange keiner 
nachhakt ist's gut?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Wolfgang wrote:
> Seit wann hat eine Grafikkarte AC-Spannungsversorgung aus dem Hausnetz?

Schau mal hier, sowas gibts wirklich:
http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_ha...

Autor: mmmk (Gast)
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Es gibt für PCI Express garantiert Testadapter (= Verlängerungskarte) um 
die Abgeschirmt vom Reset des Systems testen zu können ...  man muss ja 
kein normales PC Gehäuse verwenden...

Autor: oszi40 (Gast)
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-Ob ein Verlängerungsadapter in zu sinnvollen Messergebnissen führt, 
habe ich schon auf Grund der Laufzeiten ein paar kleine Bedenken bei 
zeitkritischen Bussystemen. Bir mir gabs oft Ärger nach Verlängerung, 
auch wenn die Adapter noch so schöön aussahen. Deshalb lasse ich da seit 
langer Zeit die Finger davon. Für statische Strom-Messungen mag ein 
Adapter ja durchaus brauchbar sein.

-Ob alle Hersteller immer die neuesten EN benutzen weiß ich auch nicht. 
Es könnte aber sein, daß gewisse Ausschreibungen, die vor Jahren 
erstellt wurden, auf "historische EN" pochen...

-Wenn ich so was prüfen müßtE, würde ich die Karte für meine persönliche 
Sicherheit testen UND einer kompletten, lieferfähigen Referenz-PC von 
der Stange zum Prüflabor / TÜV geben. Das hat den  kleinen Vorteil, daß 
man bei eventuellen Ausschreibungen nicht nochmals Zeit + Geld für 
zusätzliche Zertifizierungen aufwenden muß.

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