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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Logicport wirklich gut??


Autor: Harald H. (hhoopi)
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Hallo Digitalaufzeichner,
Ich habe mir über die Arbeitsstelle einen Logicport zugelegt, weil sehr 
viel Lob ausgesprochen wurde. Dieses Teil hat mittlerweile auch einen 
CAN-Interpreter, der in der letzten Softwareversion aber noch nicht 
sauber programmiert wurde.
Ich habe einige Probleme mit dem Gerät, die ich vielleicht aus Doofheit 
nicht hinbekomme:
Ich benötige einen kompletten Datenzug mit 500KHz Takt und das mit 3,5ms 
Aufzeichnung, da dann erst alle Daten übertragen sind.
-> Bekomme ich nicht hin... Wenn ich den notwendigen Takt aus der 
Aufzeichnung wegnehme, dann ja. Der Schei...Speicher ist einfach zu 
klein. Ich brauche aber den Takt, um die genauen Einstiegspunkte der 
seriellen Übertragung festzustellen.
Außerdem spiele ich viel mit den Cursorn A-F herum und habe 
festgestellt, dass ein Verschieben eines Cursors auf eine andere 
Datenflanke ein Verschieben des gesamten Signalzuges um einen bestimmten 
Betrag verursacht. Verschiebe ich dann einen anderen Cursor, um die Zeit 
zu messen, springt das Signal wieder zurück und der erste Cursor steht 
daneben?! Dies muss ein Programmfehler sein, denn in der Schaltung 
verschiebt sich mit Sicherheit nichts, wenn ich in der 
Logicport-Software herumspiele.
Ich bin einigermaßen enttäuscht von dem Gerät und werde es wieder 
veräußern, um tief in die Tasche zu greifen und mir den großen Digiview 
zu holen, wenn mir hier im Forum nicht einer sagt, ich bin zu doof für 
das Teil. Ich habe viel Positives gehört, aber leider viel Negatives 
erfahren, vielleicht mach ich etwas falsch....
hhoopi.

Autor: Derek (Gast)
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Hallo,

ok, wenn Du es so haben möchtest:

Du scheinst zu d.... zu sein. ;-)


Für den Preis hat der Logicport einen großen Speicher.

Ein Verschieben der Cursor verschiebt die Skala, nicht das Signal.
Achte auf den Triggerpunkt, der bleibt an seiner Stelle.

Ich habe das Ding jetzt 1 1/2 Jahre und u.a. schon einen
selbst designten 16-Bit Bus ähnlich SCSI zwischen drei AVRs debuggt.

Ich kann wirklich nicht schlechtes über den Logicport schreiben.

Preis / Leistung ist IMHO top.

Gruß
Derek

Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
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Hi

kann ich bestätigen. Wir haben das Teil auch in der Firma und es war 
schon hin und wieder hilfreich. Manchmal muss man mit den Eingangspegeln 
etwas spielen um das Flackern an Flanken zu reduzieren was sonst 
ziemlich heftig auf die Speichertiefe durchschlägt. Aber ansonsten: 
Prima Gerät aus dem man aber mit etwas Softwareaufwand sicher noch etwas 
mehr herausholen könnte.

Matthias

Autor: Elektron (Gast)
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Hallo,
vieleicht mal zu deinen Problem:
du kannst dem Trigger beibringen X-Takte an einen bestimmten Pin 
abzuwarten und dann erst die Aufzeichnung starten.

Autor: BinGast (Gast)
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Sehr schönes Gerät mit tollem Funktionen.

Der RS232 Interpreter ist mir aber Subjektiv etwas zu genau. Die 
Baudrate muß schon bei kleinen Abweichungen angepaßt werden.

Leider hat er nur 3 Interpreter SPI 232 und Can. Weiß jemand wie man 
andere Protokolle (z.B. DS OneWire) anpassen kann?

Autor: BinGast (Gast)
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Ach so, zu deinem Takt Problem.

Das ist eine Frage der Speichertiefe. Das Gerät komprimiert sehr gut 
(wenn eingeschaltet). Bei einem Takt wird dieser natürlich bei jedem 
Flankenwechsel aufgezeichnet und der Speicher läuft schnell voll.

Das Gerät hat einen externen Takteingang. Würde ich mal über den Weg 
versuchen. Bei mir hat das wunderbar geklappt.

Autor: BinGast (Gast)
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Das Cursorproblem erledigt sich durch RTFM (read the f..... manual). 
Stichwort cursor snap.

Autor: R. W. (quakeman)
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Die geringe Speichertiefe ist wirklich ein Problem, sobald man CLK 
Leitungen mit protokolliert. Mir ist das bei einem SPI Signal 
aufgefallen, bei welchem ich wegen der SPICLK Leitung auch nur eine 
geringe Anzahl Pakete am Stück erfassen konnte. 2048 Bytes pro Kanal 
sind nicht wirklich die Welt. Aber mit geeigneten Triggern konnte ich 
bisher zum Glück immer noch zum Ziel kommen. Bisher bin ich ganz 
zufrieden mit dem LogicPort, vor allem bei diesem Preis.

@Harald H.:
Hast du Intronix mal angeschrieben wegen deinen Problemen?
Ich hatte ein kleines Problem mit der Darstellung der Software unter 
Vista64 und auf meine Mail wurde schnell geantwortet. Nach zig Mails hin 
und her ist herausgekommen, daß es wohl ein Vista64 Bildschirmtreiber 
Problem ist. Aber der Support war sehr hilfsbereit und freundlich.

@BinGast:
Hast du mal bei Intronix nachgefragt, ob Support für OneWire evtl in 
Planung ist oder ob es eine Möglichkeit gibt eigene Interpreter zu 
integrieren?

Ciao,
     Rainer

Autor: BinGast (Gast)
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Rainer,

hab ich noch nicht versucht, der "Leidensdruck" war auch nicht groß 
genug. Ist aber ein guter Tip.

Wenn es wirklich nötig ist lange Protokolle aufzuzeichnen gibt es laut 
Handbuch die (theoretische) Möglichkeit mehrere parallel zu betreiben. 
Kommt bei mir aber nicht vor.

Autor: Harald H. (hhoopi)
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Hallo Logicport-Nutzer,
Zum Glück bin ich nicht gleich erschlagen worden, als ich das Teil in 
Frage stellte. Es ist wahrscheinlich alles eine Frage der Anwendung. Ich 
benötige unbedingt den "schnellen" Takt im Vergleich zu einem 3,5ms - 
Datenstrom. Dabei läuft der Speicher voll. Und mit Verlaub - der ist 
wirklich mickrig. Das Verschieben des Signals ist wahrlich vorhanden, 
hier werde ich mal den Hersteller kontaktieren. Es ist so, dass das 
Triggersignal an einer Stelle stehen bleibt, wobei aber ein weiteres 
Start-Signal mal später und mal früher anfängt, wenn ich einen Cursor 
verschiebe. Und das Verhalten hat eindeutig mit der Software zu tun, da 
es auf meinem Oszi nicht auftaucht und es auch völlig unlogisch wäre, 
wenn es aus der Schaltung kommt. Die Software verrechnet sich da 
irgendwie und setzt das zweite Signal an die falsche Stelle - nicht 
viel, aber immerhin.
Ich habe mittlerweile mit einem Digiview100, welcher ungefähr das 
Gleiche kostet, da alles Zubehör dabei ist, dasselbe Signal sauber und 
vollständig aufzeichnen können. Die 100MHz reichten dafür allemal aus. 
Leider hat auch der Digiview einige Nachteile wie weniger Features, nur 
18 Eingänge, schlechtes Energiemanagement des USB-Anschlusses.
Vielleicht sollte man den Vorschlag einiger Kollegen aufgreifen und sich 
ständig beim Hersteller melden. Ich denke, so werden viele 
Verbesserungen irgendwann automatisch einfließen.
hhoopi

Autor: Christian R. (supachris)
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Naja, Speicher kostet halt Geld. Wir benutzen hier den MS32 von Lecroy, 
der hat dann gleich 1M Speicherpunkte pro Kanal. Kostet aber gut das 
10-fache des LogicPort.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Dieses Teil hat mittlerweile auch einen
>CAN-Interpreter, der in der letzten Softwareversion aber noch nicht
>sauber programmiert wurde.

Das muss ich bestätigen.
Ich habe mir das Teil privat zugelegt für meine Atmels.

Habe es aber mal zu Testzwecken auf Arbeit an nem CanOpen Netzwerk dran.

Ist der Bus sehr wenig belastet (ein PDO alle 10ms), dann funktioniert 
alles bestens. Habe ich aber einen Teilnehmer, der mehrere PD=s pro 10ms 
senden will, dann sieht der Logikport nur noch taktähnliches Gewackel 
auf der Leitung. Interpretieren kann er das nicht. Ich vermute, ihm 
fehlt der korrekte Anfang, da es wohl sofort hintereinander gesendet 
wird.

Wenn ich Zeit habe, versuche ich mal so ein Stück per Hand zu 
interpretieren.

Aber trotzdem, das ist ein klasse Teil. besonders zu dem Preis.

Autor: Olaf (Gast)
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> Naja, Speicher kostet halt Geld.

Klar, vor allem wenn er mit 500Msample beschrieben werden soll. Ich gehe 
mal davon aus, hatte noch keinen Anlass den LA aufzuschrauben, das da 
nur ein fettes FPGA drin ist und die den internen Speicher genommen 
haben.

Sobald man da externen Speicher dran haengt werden die Kosten geradezu 
explodieren.

Allerdings wuerde ich wirklich mal gerne wissen was den Entwickler der 
Kiste veranlasst hat ausgerechnet den falschen USB Stecker an seinem 
Geraet zu verwenden.

Olaf

Autor: Christian R. (supachris)
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Olaf wrote:

> Allerdings wuerde ich wirklich mal gerne wissen was den Entwickler der
> Kiste veranlasst hat ausgerechnet den falschen USB Stecker an seinem
> Geraet zu verwenden.


Naja, Nachbau aus Schiena. Die hatten doch an den Nachbau des Evertool 
auch eine USB-A Buchse dran gefummelt. Sind halt kleine Fehler bei 
Copy-Paste, darauf muss man sich in dem Preissegment einstellen ;)

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>das da nur ein fettes FPGA drin ist und die den internen Speicher genommen
>haben.

Ja. Ist ein Cyclone von Altera. Mit internem Speicher und nem FDTI245.

Autor: R. W. (quakeman)
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Matthias Lipinsky wrote:
> Ist der Bus sehr wenig belastet (ein PDO alle 10ms), dann funktioniert
> alles bestens. Habe ich aber einen Teilnehmer, der mehrere PD=s pro 10ms
> senden will, dann sieht der Logikport nur noch taktähnliches Gewackel
> auf der Leitung. Interpretieren kann er das nicht. Ich vermute, ihm
> fehlt der korrekte Anfang, da es wohl sofort hintereinander gesendet
> wird.

Das klingt wirklich nach einem Fehler im Interpreter. Auch wenn ich mich 
wiederhole, bitte melde das per Mail dem Hersteller. Davon hast nämlich 
nicht nur du etwas sondern auch jeder andere LogicPort Benutzer, wenn 
die Software dahingehend verbessert wird. :)

Ich habe bisher noch nichts mit CAN gemacht, aber da das noch auf meiner 
TODO steht wäre es schon gut, wenn der LogicPort das richtig 
interpretieren würde.

Aber mal zu dem Thema der Speichertiefe. Anscheinend wird ja ein FPGA 
verwendet und der interne Speicher für die Kanäle benutzt. Ich kenne 
mich zwar nur ein wenig mit FPGAs aus (FPGA Praktikum an der Uni), aber 
ich weiß zumindest soviel, daß man den internen Speicher "relativ" frei 
verwenden kann. Dementsprechend drängt sich mir der Gedanke auf, wieso 
dieser nicht anhand der aktivierten Eingangskanäle aufgeteilt wird. Bei 
34 Kanälen mit jeweils 2048 Samples wären das insgesamt 69632 Samples. 
Wieso könnte man dann nicht bei z.B. nur 8 aktivierten Kanälen diesen 
komplett darauf aufteilen. Das wären dann 8704 Samples pro Kanal. Ich 
vermute mal, daß der FPGA per USB umprogrammiert werden kann.
Wäre mal eine Idee als Verbesserungsvorschlag. :)

Ciao,
     Rainer

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Wieso könnte man dann nicht bei z.B. nur 8 aktivierten Kanälen diesen
>komplett darauf aufteilen.

Ich vermute mal, das das ein Routingproblem im FPGA sein könnte...


>Das klingt wirklich nach einem Fehler im Interpreter....

Hm.. Ich werde mir die Tage mal die Zeit nehmen, das nochmal aufzunehmen 
und abzuspeichern. Dann kann das ja eingereicht werden...

Autor: R. W. (quakeman)
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Ich hatte damals auch Screenshots von dem Problem gemacht gehabt. Später 
hatte ich dann sogar noch ein Live-Video vom Desktop aufgenommen, in 
welchem man das Problem anhand der Abläufe sehr schön sehen konnte. 
Dafür gibt es eine opensource screencapture Software von 
http://camstudio.org/

Ciao,
     Rainer

Autor: Tobias (Gast)
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Hallo,
weil ich hier von CAN-Interpreter-Problemen bei hohen Transferraten 
lese: Ist bekannt ob die inzwischen behoben sind?
Weil ich mir einen LogicPort für ein Projekt zulegen wollte das mit 
einem 1MBit CAN Bus mit teilweiser hoher Bus-Last ausgestattet sein 
soll. Da bringt mir ein Logic Analyzer mit schwächelndem Interpreter 
nicht sehr viel.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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Tobias schrieb:
> Hallo,
> weil ich hier von CAN-Interpreter-Problemen bei hohen Transferraten
> lese: Ist bekannt ob die inzwischen behoben sind?
> Weil ich mir einen LogicPort für ein Projekt zulegen wollte das mit
> einem 1MBit CAN Bus mit teilweiser hoher Bus-Last ausgestattet sein
> soll. Da bringt mir ein Logic Analyzer mit schwächelndem Interpreter
> nicht sehr viel.

Ich würde behaupten, dir bringt dabei der Logikportnicht viel.

Wenn du da die CAN-Frames analysieren willst, ob zB die selbstgesendeten 
Frames korrekten Inhalt haben oder sowas, würde ich dir den PCAN 
Explorer oder ein vergleichbares Analysertool empfehlen.

Der Logikport eignet sich eher, zu prüfen, ob die Signale auf dem Bus 
korrekt kommen. Also ob der Sender auf Frames, oder nur Unsinn erzeugt..

Ich hab auch so einen Logikport, und der (in meinen Augen) einzige 
Nachteil ist der begrenzte Pufferspeicher. Du wirst also nicht ewig, 
bzw. viele Frames mitschreiben können....

Autor: Tobias (Gast)
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das ist klar dass sich der LP kein z.B. CANanlyzer oder CANape ersetzt, 
es würde mir auch nicht darum gehen den BUS Verkehr ansich zu überprüfen 
sondern nur einzelne Frames anzusehen falls beim Empfänger nichts 
ankommt oder sonstiges Fehlverhalten auftritt. Aber das sollte dann 
schon auch bei 1MBit möglich sein.

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