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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hameg Mixed Signal Oszi


Autor: Spocki (Gast)
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Hallo Forum,

ich spiele mit dem Gedanken, mir ein gescheites Oszi zuzulegen.

Dabe täte ich mit diesem Hameg hier liebäugeln:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=D161;...

Kennt das jemand? Was würdet Ihr meinen? Oder doch lieber ein flaches 
Tektronix?

Mir erscheinen die technischen Daten jedenfalls ganz brauchbar.

Danke für Eure Antworten.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Nimm Dir besser ein Tektronix 2430A.

Kostet weniger als Deine Hameg, und Du hast was vernünftiges. 150MHz BW 
reichen auch für zukünftige Deiner Projekte.

Sehe gerade eines in www.quoka.de


hth,
Andrew

Autor: Entscheidungsfinder (Gast)
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>  und Du hast was vernünftiges.

Also, Andrew Taylor (marsufant), an deiner Kompetenz muss ich zweifeln, 
denn, wie kannst du die Tek-Gurke mit 100 MS/s dem Hameg-Spitzengerät 
mit 2Gs/s vorziehen?

Auf dem Hameg siehst du bei niedrieger Zeitablenkung vereinzelte 
Nadelimpulse im ns-Bereich, die der Tek nie erkennen wird.


> 150MHz BW reichen auch für zukünftige Deiner Projekte.

Lustig, wie du andere in der Arbeit einschränken willst!


Nene Spoki, lass dich nicht falsch beraten, nimm den Hameg. Jeder 
Tek-Vertriebsingenieur beneidet dich darum.

Autor: Ingo (Gast)
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Hi!

such mal im Forum, da gibt es einige Threads zu den HMs; ich habe ein 
HM2008 und bin sehr zufrieden, vor allem, wenn man mal mit einem der 
kleinen Teks gearbeitet hat, die sind m.E. fürchterlich. Die TDS30xx 
hingegen machen Spaß, kein Zweifel, sind aber eine andere Liga.
Man muss sich halt mit der monochromen Darstellung der HMs zufrieden 
geben, aber man gewöhnt sich daran. Die Möglichkeit des Umschaltens auf 
Analogbetrieb ist nicht zu unterschätzen; wer misst, misst Mist ...


Gruss, Ingo.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Entscheidungsfinder wrote:
>>  und Du hast was vernünftiges.
>
> Also, Andrew Taylor (marsufant), an deiner Kompetenz muss ich zweifeln,
> denn, wie kannst du die Tek-Gurke mit 100 MS/s dem Hameg-Spitzengerät
> mit 2Gs/s vorziehen?

Das habe ich mich auch gerade gefragt:
100MS/s reicht gerade mal für 10MHz Sinus. Die 150MHz Analogbandbreite 
helfen da auch nicht weiter.

Ich habe ein HM1508 und bin auch sehr zufrieden damit. Der 1M Samples 
große Speicher erlaubt das nachträgliche rein und rauszoomen bis zu 
extremen Werten, das ist sehr hilfreich.
Anfangs wollte ich auch irgend ein Oszi mit TFT wegen der 
Farbdarstellung, aber der Analogmodus bei den Hameg Oszis ist echt eine 
schöne Sache, denn da sieht man sofort ob das Signal wirklich so 
aussieht, oder ob der Digitalmodus einem irgendwas vortäuscht, aufgrund 
der falschen Samplerate. Weiterhin hat man im Analogmodus kein Rauschen 
durch den ADC, was vor allem bei Signalen mit großer Dynamik sehr 
hilfreich ist.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Hallo Spocki,

ich habe das HM2008 und bin damit sehr zufrieden.

Ist leicht zu bedienen und hat für den Preis richtig gute Daten.

Das angesprochene 2430A spielt digital in einer deutlich niedrigeren 
Klasse. Schon der Speicher von nur 1K pro Kanal ist heutzutage eher ein 
schlechter Witz. Von PC-Anbindung ganz zu schweigen ...

Das HM2008 ist für den Preis ein echtes Schnäppchen. Ich sehe da nichts 
Vergleichbares mit ordentlichem Vertikalverstärker.

Und es ist immer fein, per Knopfdruck auf Analog umschalten zu können. 
Gerade, wenn es um Spikes oder Rauschen geht, kann man rein digitale 
Oszis schnell vergessen. Und da ich es nicht rumschleppen muss ... ;-)
Außerdem: hier hast Du horizontal 2000 Punkte Auflösung - man sieht auf 
einen Blick deutlich mehr Informationen des Signals.

Noch ein Tipp: bei ELV gibt es das Ding für 2199 Euro .... wenn Du dann 
noch die ELV-Card für ein Jahr nimmst (kann man ja direkt wieder 
kündigen), sparst Du nochmal 60 Euro ;-)

Chris D.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Benedikt K. wrote:
> Entscheidungsfinder wrote:

>>
>> Also, Andrew Taylor (marsufant), an deiner Kompetenz muss ich zweifeln,
>> denn, wie kannst du die Tek-Gurke mit 100 MS/s dem Hameg-Spitzengerät
>> mit 2Gs/s vorziehen?
>
> Das habe ich mich auch gerade gefragt:
> 100MS/s reicht gerade mal für 10MHz Sinus. Die 150MHz Analogbandbreite
> helfen da auch nicht weiter.

Nö, das obige ist Schwachfug. Die 150MHz reichen beim Tek2430A für 
150MHz Sinus.

Was Du ansprichst ist ein 10 Nanosekunden dauerndes Einzelereignis.

Das Durchfahren der Vetikal-Verstärker beim Hameg zeigt dagegen 
interessante Artefakte und Peaks, da die HF-Eigenschaften der Hameg 
Verstärker alles andere als gut sind. Es ist schlicht auf 200MHz 
gequält.
Was da richtig gut sein soll?

Tektronix hat dagegen sehr konservativ. Die Verstärker haben einen 
sauberen Roll-off zu höheren Frequenzen. Da werden keine Signalanteil 
vorgegaukelt. Beim Hameg...



Schön das Ihr alle auf die PC-Anbindung der Scopes abhebt. Das ist 
sicher dann schön, wenn man regelmäßig Dokumentationen machen will. 
Macht Ihr das? Ok, dann mag das von Interesse sein. Für alle die einfach 
"nur" messen müssen, ist das Thema eher nebensächlich. Und hier im Labor 
messe ich zu 99.8% der Zeit nur mit dem Scope.

Aber das mag jeder selbst entscheiden was er benötigt.

hth,
Andrew

Autor: A. K. (prx)
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Andrew Taylor wrote:

> Nö, das obige ist Schwachfug. Die 150MHz reichen beim Tek2430A für
> 150MHz Sinus.

Auch wenn gesampelt statt analog?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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A. K. wrote:
> Andrew Taylor wrote:
>
>> Nö, das obige ist Schwachfug. Die 150MHz reichen beim Tek2430A für
>> 150MHz Sinus.
>
> Auch wenn gesampelt statt analog?

Ja. Wenn Du Dir mal eine Beschreibung im web durcharbeitest siehst Du 
das das Tek nur sampelt.
Denn Hameg Killefit mit Analog/Digital Zwitter-Modus hat sich Tek gleich 
geschenkt.

Autor: A. K. (prx)
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Ok, also offenbar im EQT Sampling. Zu Realtime Sampling steht: "Max. 
Single Shot bandwidth 40MHz". Das passt schon eher zusammen. Ist also 
nicht wirklich die gleiche Klasse wie das HM2008, aber sicherlich in 
vielen Fällen brauchbar.

PS: Falls jemandem der Unterschied nicht klar ist: 
http://www2.tek.com/cmswpt/tidetails.lotr?ct=TI&cs...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich habe mir mal das Datenblatt des Tek2430 angeschaut: Das Oszi kann 
doch nur Realtime samplen, also nur mit 100MS/s, oder? Wie kann man 
damit 150MHz messen?
http://www.teknetelectronics.com/DataSheet/TEKTRON...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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A. K. wrote:
> Ok, also offenbar im EQT Sampling. Zu Realtime Sampling steht: "Max.
> Single Shot bandwidth 40MHz". Das passt schon eher zusammen. Ist also
> nicht wirklich die gleiche Klasse wie das HM2008, aber sicherlich in
> vielen Fällen brauchbar.
>

Nun, ich habe es ja oben beschrieben: Wer gerne Farbdarstellung, lustige 
HF Artefakte und Dokumentations-Features als unverzichtbar einstuft, der 
mag ein Hameg als gut empfinden. Wer 200MHz single shot wirklich 
benötigt, kauft eh was anderes. Ist also eher so die Angabe das der 
Porsche 330 km/h fahren könnte - aber man eh nur einen Feldweg vorm Haus 
hat und deshalb rein garnix davon hat. Außer halt ein gutes Gefühl.

Ich finde es angenehmer wenn das was ein Scope darstellt der Schaltung 
entstammt und NICHT auf Scope-Y-Verstärker Mängel und -Artefakte 
zurückzuführen ist. Ich finde es schon zeitraubend genug eine Schaltugn 
zu debuggen und möchte nicht ständig überlegen wenn ich eine Darstellung 
ansehe: Ist vom Scope ne Macke? Oder ist es in der Testschaltung?

Aber da sind die Ansprüche der Nutzer sicher verschieden, und jeder mag 
das Gerät kaufen was er meint haben zu müssen.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Benedikt K. wrote:
> Ich habe mir mal das Datenblatt des Tek2430 angeschaut: Das Oszi kann
> doch nur normal mit 100MS/s samplen, oder? Wie kann man damit 150MHz
> messen?
>

Tja Benedikt, das hat AK doch mit seinem Beitrag zu erklären versucht. 
Ich denke wir wissen jetzt alle hier das das 2430A kann.
Denn es ist oft genug wiederholt worden.

Autor: A. K. (prx)
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Wird in dem Link oben erklärt. Man tastet im Equivalent Time Mode 
wiederholt zu unterschiedlichen Zeiten ab. Technischer Hintergrund: Ein 
schneller S&H ist billiger als ein schneller ADC und ein schneller 
Speicher.

Nur kann man so natürlich nur Signale erfassen, die sich weitgehend 
identisch wiederholen. Ungefähr wie bei einem Analog-Scope.

Für Einzelerfassung verwendet man den Realtime Mode und dann ist eben 
schon bei 40MHz Sinus(!) Schluss. Will man so die Signalform 
einigermassen erfassen, dann wird üblicherweise mit Samplerate/10 
gerechnet, also ist das Teil im RT Modus bis ca. 10MHz Rechtecksignal 
brauchbar.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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A. K. wrote:
>
> Nur kann man so natürlich nur Signale erfassen, die sich weitgehend
> identisch wiederholen. Ungefähr wie bei einem Analog-Scope. Für
> Einzelerfassung verwendet man den Realtime Mode und dann ist eben schon
> bei 40MHz Sinus(!) Schluss.

Nö. Wenn ich bei so einem Gerät 100MHz anlege, einmalig messen lassen 
sehe ic hein recht sauber aufgelöstes 100MHz Signal.
Die aufbereitung ist also deutlic hkomplexer als Du es hier vereinfacht 
darstellst.

>  Will man so die Signalform einigermassen
> erfassen, dann wird üblicherweise mit Samplerate/10 gerechnet, also ist
> das Teil im RT Modus bis ca. 10MHz Rechtecksignal brauchbar.

Auch das ist Nonsens. Denn, obwohl nicht in der Doku drin, hatten die A 
Versionen schon die 2ns Glitch erfassung. D.h. auch ein Rechteck 
deutlich über 10MHz wird sauber dargestelt.

Ich schlage Du solltest bevor Du hier weitere Mutmassungen abläßt dich 
mal in Ruhe vor genauso ein Gerät setzen und damit arbeiten.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Andrew Taylor wrote:

> Das Durchfahren der Vetikal-Verstärker beim Hameg zeigt dagegen
> interessante Artefakte und Peaks, da die HF-Eigenschaften der Hameg
> Verstärker alles andere als gut sind. Es ist schlicht auf 200MHz
> gequält.

Komisch. Ich habe hier mit dem Hameg deutlich bessere Ergebnisse als mit 
den älteren Teks. Was meinst Du mit Artefakte bei einem analogen 
Verstärker?
Der Frequenzgang des HM2008 unterscheidet sich nicht wirklich von denen 
wesentlich teurerer Geräte anderer Hersteller.

> Tektronix hat dagegen sehr konservativ. Die Verstärker haben einen
> sauberen Roll-off zu höheren Frequenzen. Da werden keine Signalanteil
> vorgegaukelt. Beim Hameg...

... ist man schlauer und drückt für wirklich Wichtiges sowieso datt 
Analog-Knöppken. Genau deswegen habe ich diese Kombination gewählt. Ich 
war es Leid, ständig zwei Scopes auf dem Tisch stehen zu haben und in 
Grenzfällen
sowieso analog messen zu müssen. Das war ganz unabhängig von Hameg, 
Agilent, Tek.

Digital ist natürlich eine feine Sache - um aber eine analoge Schaltung 
wirklich zu optimieren, taugen zumindest die heutigen Geräte noch nicht.

> Schön das Ihr alle auf die PC-Anbindung der Scopes abhebt. Das ist
> sicher dann schön, wenn man regelmäßig Dokumentationen machen will.
> Macht Ihr das? Ok, dann mag das von Interesse sein. Für alle die einfach
> "nur" messen müssen, ist das Thema eher nebensächlich. Und hier im Labor
> messe ich zu 99.8% der Zeit nur mit dem Scope.

Jo. Es ist auf jeden Fall ein nettes Goodie, an das ich mich schnell 
gewöhnt habe - insbesondere für die Qualitätssicherung.

Wichtiger ist mir die Samplerate und vor allem der Speicherplatz.

> Aber das mag jeder selbst entscheiden was er benötigt.

Natürlich :-)

Für mich ist das Hameg tatsächlich eine prima Wahl gewesen - das weiss 
man aber leider auch erst immer nach ein paar Monaten.

Chris D.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Chris D. wrote:
> Andrew Taylor wrote:
>
>> Das Durchfahren der Vetikal-Verstärker beim Hameg zeigt dagegen
>> interessante Artefakte und Peaks, da die HF-Eigenschaften der Hameg
>> Verstärker alles andere als gut sind. Es ist schlicht auf 200MHz
>> gequält.
>
> Komisch. Ich habe hier mit dem Hameg deutlich bessere Ergebnisse als mit
> den älteren Teks. Was meinst Du mit Artefakte bei einem analogen
> Verstärker?

Siehe oben. Peaks und Resonanzeffekte.

Und ja, die Zuleitung war HF-sauber, und korrekt terminiert, etc. Also 
schon eindeutig im Scope lokalisierbar.

> Der Frequenzgang des HM2008 unterscheidet sich nicht wirklich von denen
> wesentlich teurerer Geräte anderer Hersteller.

Kann ich nicht bestätigen. Eher das Gegenteil erlebt.

YMMV.


Andrew

Autor: A. K. (prx)
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Andrew Taylor wrote:

> Die aufbereitung ist also deutlic hkomplexer als Du es hier vereinfacht
> darstellst.

Klär mich mal auf. Interessiert mich wirklich. Reingucken ist eine 
Sache, ich will's aber gerne verstehen.

Ich meine mich übrigens erinnern zu können, dass Tektronix in einem 
Vergleich mit Agilent und anderen Konkurrenten ziemlich auf dem EQT 
Modus rumgehackt hat, weil die aktuellen Teks der Einstiegsklasse 
zufällig grad im RT Modus besser waren als die entsprechende Konkurrenz, 
und auch keinen EQT hatten. ;-)

> Auch das ist Nonsens. Denn, obwohl nicht in der Doku drin, hatten die A
> Versionen schon die 2ns Glitch erfassung. D.h. auch ein Rechteck
> deutlich über 10MHz wird sauber dargestelt.

Wird der Glitch auch entsprechend dargestellt, oder ist das Teil in der 
Lage, auf einen 2ns Glitch zu triggern? Ist ja nicht ganz das gleiche.

Rein technisch würde mich sehr interessieren, wie man mit 100MSps im RT 
Modus ein 40MHz Rechteck so darstellt, dass die Flanken erstens danach 
aussehen, zweitens ungefährt dort dargestellt werden, wo sie im Signal 
sind.

> Ich schlage Du solltest bevor Du hier weitere Mutmassungen abläßt dich
> mal in Ruhe vor genauso ein Gerät setzen und damit arbeiten.

Sorry, aber dafür ist es mir dann doch zu teuer. Und mir geht es um das 
Verständnis der Arbeitsweise, so ist nun mal meine Denkweise. Da bringt 
mich ein Vor-Ort Exemplar nicht weiter.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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A. K. wrote:
>> Ich schlage Du solltest bevor Du hier weitere Mutmassungen abläßt dich
>> mal in Ruhe vor genauso ein Gerät setzen und damit arbeiten.
>
> Sorry, aber dafür ist es mir dann doch zu teuer. Und mir geht es um das
> Verständnis der Arbeitsweise, so ist nun mal meine Denkweise. Da bringt
> mich ein Vor-Ort Exemplar nicht weiter.


Man muß so was nicht kaufen um es zu probieren. Es wird wohl im Lauf der 
Zeit Dir mal jemand über den Weg laufen der sowas hat und der Dich 
probieren läßt.

Danke aber für Deine Bestätigung das Deine obigen Auführungen sicher in 
sich stimmig sind, aber Du leider nie in der Praxis vor so einem Gerät 
die Erfahrung gemacht hast.

Das ist sicher auch für Andere beim Durchlesen des Threads hilfreich.

Du redest von theoretischer Betrachtung. Ich habe mit sowas (2430A) 
gearbeitet. Und würde mir immer wieder, sofern bezahlbar so ein Gerät 
kaufen.
Dank Cris hier im Forum habe ich das etwas stärkere Gerät 2440 erwerben 
können. Gleiche Begeisterung bei mir, Daten halt um den Faktor 2 nach 
oben verschoben.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Andrew Taylor wrote:
> Benedikt K. wrote:
>> Ich habe mir mal das Datenblatt des Tek2430 angeschaut: Das Oszi kann
>> doch nur normal mit 100MS/s samplen, oder? Wie kann man damit 150MHz
>> messen?
>>
>
> Tja Benedikt, das hat AK doch mit seinem Beitrag zu erklären versucht.

Aber wie ich schon bemerkte: Im Datenblatt von der 2400 Serie steht 
nichts von EQT Sampling (oder habe ich das nur übersehen?), sondern nur 
die normalen 100MS/s werden erwähnt.

> Wenn ich bei so einem Gerät 100MHz anlege, einmalig messen lassen
> sehe ic hein recht sauber aufgelöstes 100MHz Signal.

Wie geht das bei 100MS/s? Rein von der Theorie her müsste das nämlich 
0Hz ergeben...

Autor: A. K. (prx)
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Andrew Taylor wrote:

> Man muß so was nicht kaufen um es zu probieren. Es wird wohl im Lauf der
> Zeit Dir mal jemand über den Weg laufen der sowas hat und der Dich
> probieren läßt.

In meiner Umgebung ist das eher unwahrscheinlich.

> Danke aber für Deine Bestätigung das Deine obigen Auführungen sicher in
> sich stimmig sind, aber Du leider nie in der Praxis vor so einem Gerät
> die Erfahrung gemacht hast.

Yep. Recht ordentlichen Analogscopes bin ich schon begegenet, aber 
solchen wie dem 2430A nicht.

> Du redest von theoretischer Betrachtung.

Weil ich bislang der Ansicht war, dass man einen 2ns Glitch mit einer 
Abtastung im Abstand von 10ns nicht adäquat ins Bild kriegt. Und wenn 
Tek das geschafft haben sollte, dann wüsste ich gerne wie. Und das 
kannst du von mir aus gerne einen theoretischen Ansatz nennen.

> Ich habe mit sowas (2430A) gearbeitet. Und würde mir immer wieder,
> sofern bezahlbar so ein Gerät kaufen.

Sachte, ich will dir das Teil doch weder ausreden noch wegnehmen.

Autor: A. K. (prx)
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Benedikt K. wrote:

>> Wenn ich bei so einem Gerät 100MHz anlege, einmalig messen lassen
>> sehe ic hein recht sauber aufgelöstes 100MHz Signal.
>
> Wie geht das bei 100MS/s? Rein von der Theorie her müsste das nämlich
> 0Hz ergeben...

Wobei die Angabe von einer Bandbreite 40MHz bei One Shot nicht von mir 
stammt. Und auch von Tektronix selbst als Samplerate/2,5 errechnet wird.

Ich frage mich allerdings, was Andrew unter einer "einmaligen Messung" 
versteht. Ein sich wiederholendes Signal ein paar Zyklen lang sampeln 
und dann das Bild einfrieren ist nicht das gleiche, wie den Zustand 
eines sich nicht wiederholenden Signals in einem Rutsch sampeln.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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A. K. wrote:
> Andrew Taylor wrote:
>> Danke aber für Deine Bestätigung das Deine obigen Auführungen sicher in
>> sich stimmig sind, aber Du leider nie in der Praxis vor so einem Gerät
>> die Erfahrung gemacht hast.
>
> Yep. Recht ordentlichen Analogscopes bin ich schon begegenet, aber
> solchen wie dem 2430A nicht.


Tja, wie sicher so durchschimmert: Es gibt da schon Unterscheide beiden 
Herstellern.
Ich habe inzwischen so die gesamte Bandbreite von Tek, HP/Agilent, 
LeCroy, Philips,... in dne Händen bzw. in den Händen gehabt.


>
>> Du redest von theoretischer Betrachtung.
>
> Weil ich bislang der Ansicht war, dass man einen 2ns Glitch mit einer
> Abtastung im Abstand von 10ns nicht adäquat ins Bild kriegt. Und wenn
> Tek das geschafft haben sollte, dann wüsste ich gerne wie. Und das
> kannst du von mir aus gerne einen theoretischen Ansatz nennen.

Da mußt Du Dich dann wohl selber durchwurschteln. IMHO git es da ein 
paar gute primer auf den Tek webseiten und Foren. Ich kann Dir nur 
bestätigen das es in der Praxis geht (was ja Tek auch schon in seine 
Unterlagen richtig darstellt).


>
>> Ich habe mit sowas (2430A) gearbeitet. Und würde mir immer wieder,
>> sofern bezahlbar so ein Gerät kaufen.
>
> Sachte, ich will dir das Teil doch weder ausreden noch wegnehmen.

Das war mir klar. Ich sage obiges auch nur so deutlich weil ich mit dem 
Gerätetyp äußerst zufrieden bin. Nach meine Erfahrungen ein tolles 
Gerät. Andere mögen halt das kaufen, was sie meinen haben zu wollen.

Und der TE schrieb ja das es an Meinungen über h2008 und Alternativen 
dazu interessiert war/ist.

Ich denke wir haben es jetzt durchgesprochen, ich laß Euch weiter 
oszillokopieren ;-)

hth,
Andrew

Nachtrag:

> Ich frage mich allerdings, was Andrew unter einer "einmaligen Messung"
> versteht. Ein sich wiederholendes Signal ein paar Zyklen lang sampeln
> und dann das Bild einfrieren ist nicht das gleiche, wie den Zustand
> eines sich nicht wiederholenden Signals in einem Rutsch sampeln.


Ich versteh unter einmaliger Messung genau das was der Wortsinn sagt.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
Datum:

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Benedikt K. wrote:
> Ich habe mir mal das Datenblatt des Tek2430 angeschaut: Das Oszi kann
> doch nur Realtime samplen, also nur mit 100MS/s, oder? Wie kann man
> damit 150MHz messen?

Schau dir es nochmal an. Seite 222 oben. Bis 500ns hast du RT, bei 
weniger EQT

Auch wenn das mal ein schönes Oszi war:
~ Tek hat den Support doch längs eingestellt
~ es gibt bessere Gebrauchtscopes wie das da

Autor: Ingo (Gast)
Datum:

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Jungs, kommt mal zurück zum Thema ...

was mir zum Hameg noch eingefallen ist: die Logicprobes sind natürlich 
im Vergleich zu einem Intronix Spielzeug, eignen sich aber gut, die 
analogen Signale zeitlich besser einschätzen zu können.

Außerdem ist die Hameg-PC-Software leider ein Graus, falls sich in den 
letzten Monaten da nichts erhebliches getan hat.

Bin trotzdem mit dem HM2008 sehr zufrieden; zur Diskussion oben: ich 
weiß ja nicht, was Ihr so macht, aber ich halte eine Möglichkeit der 
Dokumentation eines Signalverlaufs für wesentlich.

Gruss, ingo.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
Datum:

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Michael X. wrote:

> Schau dir es nochmal an. Seite 222 oben. Bis 500ns hast du RT, bei
> weniger EQT

Stimmt, da stehts wirklich als Überschrift. Ich hatte nur nach 
irgendeiner Samplerate im EQT Modus gesucht, aber dazu gibt es keine 
Angabe. Die Angabe in Zeit/div halte ich nämlich für sehr fraglich, denn 
es kann 1 Sample/div sein, oder auch 100 Samples/div. Ersteres 
entspricht 200MS/s, letzteres 20GS/s.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

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Und damit klärt sich auch, wie Andrew zu seinem 100MHz Signal bei 
100MSps kam. Wie schon vermutet war er im EQT-Modus.

Was die 2n Glitches angeht nehme ich entsprechend dem Datasheet an, das
- die Triggerung das hergibt,
- und der analog peak detector die Pegel leidlich wiedergibt.
Womit die wichtigste Information im Kasten ist. Für eine realistische 
Darstellung der Kurvenform reicht das nicht, aber die ist weniger 
wichtig.

PS: Wo gibt es davon ein Datasheet/Manual mit mindestens 222 Seiten?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo

Ich kann vergleichen zwischen Tek2430A , HP65602B , Hameg205/2 Hameg 407
Agilent DSO6012 und noch verschiedene Andere digitale Scopes wie Tek210
aber den wollen wir mal ausen vor lassen.

Zu dem TEK2430 kann ich nur folgendes sagen. Nicht empfehlenswert!!.

Das Gerät hat einen CCD Speicher der mit 100mSamples einließt, und dann 
mit nur!! 2 Megasamples ausgelesen wird. Der ADC in dem Tek4230 kann 
nämlich nur 2 Megasamples. Der Erfolg ist das ein 1MHz Signal schon 
recht ulkig herumeiert. Der ach so schlechte ! HP54602  der nur 20 
Megasamples hat bildet dagegen ein 150MHz Signal fast in Echtzeit dar, 
und eiert nicht, und rauscht auch nicht.
Der Hameg 205 kann zugegebenermaßen nur 20 KHz im digitalen Modus 
darstellen, weil er noch kein Randomsampling kennt, aber rauschen tut er 
im Digitalmodus viel weniger als der tek2430 und auch der Tek210.
Den Hameg 2008 kenne ich jetzt speziell nicht, meines Wissens hat er 
Randomsampling wie der Hameg 407 auch. Was die Übertragungsgüte der 
Analogverstärker bei Hameg betrifft, trixen die viel weniger als 
Tektronix.
Der HM1005 zum Beispiel hat einen ganz sauberen Rollover bei 100MHz und 
bis zur Grenzfrequenz keine Gruppenlaufzeitprobleme, und auch kein 
Überschwingen bei Rechtecksignale. Anders die Tektronix Oszillografen.
Der HM2008 wird im Ablenkverstärker ähnlich aufgebaut sein.

Ich denke , da ich diese Oszillografen alle zur regelmäßigen Überprüfung 
auf den Tisch bekomme , werde ich es wohl beurteilen können, wie sich 
welcher Oszillograf benimmt.

Ralph Berres

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