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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik GPS Datenlogger Eigenbau


Autor: Niels Keller (niels-k)
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Ich habe mir erlaubt diesen Beitrag zu schreiben, da ich überzeugt bin, 
dass einige Benutzer ein solches Gerät gerne verwenden würden. Ich 
möchte also darum bitten, dass dieser Beitrag nicht als Prahlerei 
angesehen wird – das ist er nämlich bestimmt nicht, denn dafür ist die 
Ausführung schlicht zu einfach gestaltet. [Ich lehne im Übrigen, bei 
einem möglichen Nachbau, jede Gewährleistung oder Garantie auf Funktion 
ab.]

Eine kleine Einführung: Ich fahre gerne mal mit dem Rad. Dabei hat es 
mich öfters gestört, dass ich nicht in der Lage bin, meine gefahrene 
Strecke in 4 Dimensionen grafisch betrachten zu können. Einfache 
Datenlogger, zeichnen i. d. R. die Uhrzeit und die Koordinaten auf – 
mich interessierte aber auch die Höhenangabe. Daher habe ich mich mit 
der Entwicklung eines kleinen GPS-Loggers beschäftigt, der möglichst 
kostengünstig für rund 30 Euro Teilekosten zu haben ist.

Da das ganze Ding recht umfangreich ist, werde ich mich mit meinen 
Erklärungen auf das Nötigste beschränken. Bei Fragen einfach hier melden 
dann werde ich es ausführlich erklären.

Die Ideenfindung: Ich entschloss mich als Komponenten einen Atmega32 zu 
verwenden. Da ich schnelle Erfolge sehen wollte, habe ich als 
Programmiersprache Bascom verwendet. Die Platine sollte mit einfachen 
Mitteln herstellbar sein – daher wurde auf die Entwicklung einer 
geätzten Platine verzichtet. Alles wurde auf eine Punktrasterplatine 
gesteckt und mit Litzen verbunden. Als GPS Maus sollte eine Royaltek 
RGM-2000 zum Einsatz kommen. Diese Maus zeichnet sich durch ein 
angemessenes Preis/Leistungsverhältnis aus. Die Maus kann man über 
gewisse Auktionshäuser günstig erwerben. Die Schnittstelle zur Außenwelt 
soll durch ein Display und eine serielle Schnittstelle sowie eine Status 
LED erfolgen. Um auch in dunklen Umgebungen die Position ermitteln zu 
können, hat das Display eine zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung. Das 
Gesamt“system“ soll in einem Gehäuse Platz finden, wobei die Maus auf 
dem Gehäuse befestigt werden soll. Die Funktionsart, also ob das Gerät 
an einem PC angeschlossen ist, oder sich gerade im Einsatz befindet soll 
über einen Kippschalter einstellbar sein. Die Datenauswertung – sprich 
die grafische Auswertung - soll an einem PC mit einer kostenfreien 
Software, z. B. GNU Octave erfolgen. Die Energieversorgung soll durch 4 
AA – Akkus (mit zusammen 5.3 Volt) gesichert werden.

Die Komponenten:
1 x Atmega32 (mit 1 MHz internem Oszillator – so wie er ausgeliefert 
wird)
1 x IC-Socket für Atmega32
1 x GPS-Maus Royaltek RGM-2000
4 x Optokoppler 4N28
5 x 250 Ohm Widerstand
1 x Diode
1 x LED
1 x TTL-Pegelwandler
1 x Display (H77410)
1 x Kippschalter
1 x Tastschalter für die Displaybeleuchtung
1 x Batteriehalterung
1 x Cliphalterung für Batteriehalterung
Etwa 2 Meter Litze und natürlich Lot. Zur Befestigung der Komponenten am 
Gehäuse guten Klebstoff oder ähnliches Material verwenden.

Die Umsetzung: Die Punktrasterplatine so zuschneiden, dass diese 
zusammen mit der Batteriehalterung in das Gehäuse passt. Vergleiche 
hierzu das Bild. Anschließend auf der Punktrasterplatine die Komponenten 
so setzen, dass diese alle Platz finden. Und gemäß der unten stehenden 
Anschlussbelegung verbinden. In das Gehäuse eine Einsparung für das 
Display, den Pegelwandlerausgang (PC-Verbindung), den 
Betriebswahlschalter und für den Schalter für die Hintergrundbeleuchtung 
des Displays vorsehen.

Anschlussbelegung (kann auch aus Quelltext ersehen werden, daher kurz 
gehalten):
Display auf Atmega:
------------------------
DB4: PB0
DB5: PB1
DB6: PB2
DB7: PB3
Enable: PB4
Rsel: PB5

Betriebsartschalter:
-----------------------
Geht auf PA0. Der Schalter ist so zu schalten, dass er entweder Masse 
oder VCC auf den Pina.0 gibt.

Optokoppler (dienen als eine Art Multiplexer für die serielle 
Kommunikation):
----------------------
Optokoppler1: PD7
Optokoppler2: PD0
Optokoppler3: PC1
Optokoppler4: PA2

LED: Geht auf PB6.

Bei den Optokopplern und der LED muss darauf geachtet werden, dass diese 
mit einem Widerstand von rund 250 Ohm geschützt werden. [Rs=250 Ohm 
ausreichend bei Imax=20mA und Us=4.5 (Spannungsabfall an Schutzdiode)].

Was ist die Aufgabe der Optokoppler?
Die GPS-Maus sendet in regelmäßigen Abständen ihre Daten über ihre 
serielle Schnittstelle mit 3,3 Volt Pegel. Die Daten sollen die Serielle 
Schnittstelle des Mikrocontrollers erreichen. Die uP soll aber auch in 
der Lage sein, Daten über seine serielle Schnittstelle an einen PC zu 
schicken. Damit es dabei zu keinen Kollisionen kommt, werden die Daten 
von der uP in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebszustand „gelenkt“. 
Damit die GPS-Maus keinen Schaden nimmt, sollte ein Widerstand in ihren 
Empfangskanal gesetzt werden. Dieser muss so ausgelegt sein, dass er die 
Spannung von 5 Volt so teilt, dass 3.3 Volt bei der Maus ankommen. In 
der anderen Richtung – also von Maus zu uP – darf kein Widerstand 
gesetzt werden. Der Atmega erkennt übrigens das 3.3 Volt Signal der 
GPS-Maus. Vergleiche hierzu das Bild. Die Schalter sind hier 
stellvertretend für die Optokoppler.

Der Atmega muss nun noch mit seinen Versorgungsanschlüssen verbunden 
werden. Also VCC, GND, AREF, AVCC. Das Display und den Pegelwandler 
ebenfalls an die Versorgung anbinden.

Alles angeschlossen?
Dann muss jetzt nur noch der Quellcode kompiliert werden und auf den 
Atmega überspielt werden. Atmega in den IC-Socket einsetzen und los 
geht’s.

Was zeigt das Gerät?
Vergleiche hierzu auch die Bilder.

Fenster1:
Es wird die aktuelle Uhrzeit (Sommer und Winterzeit über Quellcode 
einstellbar) und die Position inkl. Höhe ausgegeben.

Fenster2:
Es wird die zurückgelegte Strecke, die Anzahl der aufgenommen Punkte und 
die Fahrzeit angezeigt.

Fenster3:
Es wird der nächstgelegene Ort und die Entfernung dahin angezeigt.

Wie groß ist der Stromverbrauch der Anordnung?
Der Stromverbrauch liegt bei 150 mA bei 5.3 Volt. Mit einer 2500 mAh – 
Akkuzelle kann man davon ausgehen, dass nach rund 15 Stunden Schluss 
ist.

Kann man den Stromverbrauch senken?
Ja das geht - dazu muss man den Pegelwandler abklemmen und die GPS-Maus 
über das Programm Sirf Demo in einen Modus bringen, in dem sie nur alle 
10 Sekunden die Position ausgibt.

Wie konfiguriert man das Gerät?
Dazu wird das Gerät an die Serielle Schnittstelle des PCs angeschlossen 
– das kann auch über einen USB-Serielladapter gemacht werden. Auf 
PC-Seite wird nun das Programm Hyperterminal (4800 Bps, 1, kF, kP) 
geöffnet und das Gerät über den Betriebswahlschalter in die Betriebsart 
PC gesetzt.  Es erscheint ein Menü (vgl. Bild). Durch die Eingabe über 
die Tastatur des PC können nun in den Submenüs Einstellungen vorgenommen 
werden. Dabei kann auch die Schrittweite, mit der Datenpunkte 
aufgezeichnet werden, geändert werden.

Wie gibt man die Daten aus?
Dazu wird Menüpunkt 2 gewählt. Vorher im Hyperterminal auf Text 
aufzeichnen umstellen. Die Textdatei anschließend so formatieren (oben 
und unten wegschneiden), dass nur noch der Datensatz enthalten ist.

Wie plottet man Daten?
Dazu wird das Ablaufprogramm (vgl. Zip-File) geöffnet und anschließend 
laufen gelassen. Fertig. Noch ein paar Scrennshots machen und fertig ist 
die Tourzusammenstellung.

Einige Anmerkungen:
-  Damit ich meine genaue Position nicht auf den Meter genau herausgebe, 
habe ich einige Datenpunkte im Quelltext geändert.
-  Es können  rund 1000 Ortschaften im Speicher hinterlegt werden
-  Es sind 120 Wegpunkte abspeicherbar.

- Bei Fragen bitte fragen!!!!!!!!!!!!

- Das Gerät (Quelltext und Auswertung) darf gerne privat (und nicht 
gewerblich) nachgebaut und verwendet werden.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Anbei der Quelltext und ein File zum Testen.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Niels Keller wrote:
> Anbei der Quelltext und ein File zum Testen.

Man benötigt zum Ausführen des m.Files entweder Matlab oder GNU Octave. 
Das ganze wurde aber mit Octave geschrieben und wurde auch mit Matlab 
getestet.

Octave muss man installieren und anschließend im Kommandofenster in das 
entsprechende Verzeichnis wechseln (cd - wie im DOS), dann Dgps.m 
ausführen (Eingabe von Dgps und Enter). Es kommt dann das Ergebnis.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Auf diesem Bild im Beitrag ist der Logger besser zu erkennen. Hatte ich 
schon vor einiger Zeit mal eingestellt. Dort ist auch beschrieben, wie 
die Maus an einen PC angeschlossen wird.

Beitrag "GPS RGM-2000 richtig an den PC anschließen"

Autor: Matthias Larisch (matze88)
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Die grafische Auswertung gefällt mir sehr gut - den Datenlogger an sich 
gibt es in diversen Formen ja bereits in der Code- & Artikelsammlung von 
diversen Autoren. Schade, dass man dafür Matlab benötigt, sonst würde 
ich das glatt mal mit meinem GPS Logger testen :-)

Achso: Dieser Beitrag hier wäre in der Codesammlung besser aufgehoben...

Autor: der peterle (Gast)
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> Schade, dass man dafür Matlab benötigt, sonst würde
> ich das glatt mal mit meinem GPS Logger testen :-)
Äh, nein, GNU Octave reicht und das ist kostenlos... ;-)

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Wieviel Stunden kann das Gerät aufzeichnen und wo werden die Daten dazu 
abgespeichert?

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Wolfgang-G wrote:
> Wieviel Stunden kann das Gerät aufzeichnen und wo werden die Daten dazu
> abgespeichert?

Energietechnische Grenze: Das Gerät wird mit 4 x 2600 mAh AA-Ni-MH 
betrieben. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei rund 150 mA, das 
bedeutet, dass das Gerät rund 15 Stunden betrieben werden kann (unter 
guten Temperaturbedingungen auch noch 17 Stunden).

Speichergrenze: Die Daten werden aktuell im SRAM gespeichert. Das 
bedeutet, dass nur rund 1.5kByte Speicher zur Verfügung stehen. Die 
Punkte werden in gleichmäßigen WEG-Abständen aufgenommen. Bewegt man 
sich also nicht, so werden auch keine Punkte aufgenommen (z. B. im 
Biergarten, natürlich Alk.frei ;-)). Insgesamt können im SRAM 120 Punkte 
gespeichert werden. Fährt man 60 km, so wird alle 500 m ein Punkt 
aufgenommen.

Ausblick: Ich habe - das sieht man auch auf den Bildern - noch einen 
zusätzlichen IC geplant (eine I2C-Speichererweiterung). Damit kann dann 
ein Vielfaches an Punkten gespeichert werden. Es wird gegenwärtig auch 
an einer MMC-Speicherkarte entwickelt, die dann die Daten aufzeichnet 
(allerdings nur zur internen Speicherung, sprich ohne Dateisystem).

Autor: JetztAber (Gast)
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Ich wuerd die Optokoppler weglassen, die bringen nichts. Dann einen 
Mega324 mit zwei Schnittstellen, und von vorneweg einen Datenflash zB 
AT45DB041

Autor: Niels Keller (niels-k)
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JetztAber wrote:
> Ich wuerd die Optokoppler weglassen, die bringen nichts. Dann einen
> Mega324 mit zwei Schnittstellen, und von vorneweg einen Datenflash zB
> AT45DB041

Das ist durchaus denkbar. Die Optokoppler haben aber einen großen 
Vorteil. Man kann Datenströme beliebig manipulieren. So kann die Maus z. 
B. direkt zum PC durchgeschalten werden (benötigt werden dann zwei 
zusätzliche OKs - zur Nutzung von kommerzieller PC-Software).

Natürlich ist mir bewusst, dass 120 Punkte nicht viel sind. Daher 
werden, während das Gerät Datenpunkte verarbeitet, die Optokoppler kurz 
so geschaltet, dass ein (Pocket)PC, der möglicherweise an die Serielle 
Schnittstelle (hinter dem Pegelwandler) angeschlossen ist, Datenpunkte 
erhält und weiter verarbeiten kann.

Momentan bin ich noch unschlüssig, ob es überhaupt Sinn macht eine 
Speichererweiterung in Form einer MMC-Karte zu integrieren. Irgendwie 
wird das Gerät dann zu aufwendig, zu teuer und auch zu energiehungrig.

Autor: neuer Gast (Gast)
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Interessantes Projekt! Nur bin ich etwas über die Preise dieser 
GPS-Mäuse erschrocken.

Gruß

Autor: JetztAber (Gast)
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Die Optokoppler saugen MilliAmpere fuer wenig. Nim einen Mega324. 
Vergiss MMC, schon der Stecker kostet ein Vermoegen. Ein AT45DB041 
bietet 1Megabit, 128kbyte, und braucht extrem wenig Strom, 1-2 mA 
waehrend dem schreiben und wenige uA passiv.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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JetztAber wrote:
> Die Optokoppler saugen MilliAmpere fuer wenig. Nim einen Mega324.
> Vergiss MMC, schon der Stecker kostet ein Vermoegen. Ein AT45DB041
> bietet 1Megabit, 128kbyte, und braucht extrem wenig Strom, 1-2 mA
> waehrend dem schreiben und wenige uA passiv.

Das kann ich bestätigen - die OK ziehen ganz ordentlich was weg. Ich 
werde aber bei einem Atmega32 bleiben - die Stunde Laufzeit hin oder 
her.

Ich dachte an ein EEPROM 24CXX - das lässt sich leicht anschließen und 
kostet wenig.

Die MMC - Karte würde ich direkt anlöten, also ohne Adapter.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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neuer Gast wrote:
> Nur bin ich etwas über die Preise dieser
> GPS-Mäuse erschrocken.

Die Maus Royaltek RGM2000 kostet durchschnittlich 6 Euro mit Porto. 
Finde ich ganz günstig. Aber sie hat eben auch nur einen SirfII-Chip.
Das muss man bei dem Preis dann wohl in Kauf nehmen.

Autor: neuer Gast (Gast)
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>Die Maus Royaltek RGM2000 kostet durchschnittlich 6 Euro
> mit Porto.

ich hab nur was zw. 79-99 € gefunden. Hast du da mal einen link?

Autor: Niels Keller (niels-k)
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neuer Gast wrote:
>>Die Maus Royaltek RGM2000 kostet durchschnittlich 6 Euro
>> mit Porto.
 > ich hab nur was zw. 79-99 € gefunden. Hast du da mal einen link?

Bei ebay nach Artikelnummer 190283125089 bzw. 120396838522 oder RGM 2000 
suchen. Das ist hier keine Werbung sondern nur ein Beispiel von vielen.

Autor: PJ (Gast)
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Warum nicht gleich eine SD-Karte für die Daten nehmen?
Siehe z.B. http://www.ulrichradig.de/home/index.php/avr/mmc-sd

Alle 500m ein Punkt wäre mir viel zu wenig. Jede Sekunde einer wäre 
schon eher nach meinem Geschmack. Dann kann man damit auch Photos den 
Punkten zuordnen (genau gestellte Zeit in beiden Geräten vorausgesetzt) 
oder es auch gut für OpenStreetMap benutzen.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>schon der Stecker kostet ein Vermoegen.
jeder hat andere Vorstellungen von Vermögen. Ein Steckverbinder für eine 
micro-SD karte kostet bei CSD 1,95€

Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
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Hi

und ein RGM 3800 kostet in der Bucht 59,00€, speichert ~500k Punkte in 
einstellbaren Abständen von 1 - 60 Sekunden, läuft mit zwei AAA Akkus 
über 8 Stunden und liefert dann per USB *.nmea Dateien ab. Aber hier 
gehts ja ums Basteln an sich. Dem RGM fehlt zur Perfektion eigentlich 
nur noch ein µSD Slot.

Matthias

Autor: Gast (Gast)
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Es hat noch keiner grundlos gemotzt ... Respekt !

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>Es hat noch keiner grundlos gemotzt ... Respekt !
keine Zeit- die Ostereier werden noch gesucht

Autor: Niels Keller (niels-k)
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der peterle wrote:
>> Schade, dass man dafür Matlab benötigt, sonst würde
>> ich das glatt mal mit meinem GPS Logger testen :-)
> Äh, nein, GNU Octave reicht und das ist kostenlos... ;-)

Habe eben mal ausprobiert, wie man die 3D-Darstellung verbessern kann. 
Sollte einer Matlab verwenden, so kann er die Punkte sogar kubisch 
interpolieren lassen - das führt dazu, dass die 3-D-Welt noch runder 
aussieht. Anbei ein kleiner Vergleich.

Im m.-File muss dann anstatt 'linear' 'cubic' eingetragen werden.
ZI = griddata(osten,norden,hoehe,XI,YI,'cubic');"

Leider geht diese Darstellung nur für  Nutzer von Matlab.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Habe eine neue Darstellung ausprobiert. Diesmal mit der 
Matlab-Oberfläche "guide" erstellt. Es gibt einen neuen Diagrammtyp und 
eine verbesserte Darstellungsform in Form eines Höhenprofils über der 
zurückgelegten Strecke.

Demnächst werden die Daten direkt vom Logger an Matlab übergeben. Dafür 
wird aber noch etwas Zeit benötigt.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Und hier der Quelltext.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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EEPROM-Erweiterung!!!
---------------------

Habe das Gerät mit einem EEPROM erweitert. Anstatt 120 Punkte können nun 
5333 Punkte abgespeichert werden. Der EEPROM ist ein 24C512 (I2C).

Anbei ein Vergleich zwischen alter und neuer Genauigkeit. Gerade das 
Thema Auflösung ist interessant. Die RGM-2000 scheint geradezu von der 
Bewegung zu leben - also die Genauigkeit ist bei Bewegung deutlich 
höher.

Werde, wenn ich mal mehr Zeit habe, darüber berichten.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Anbei der Quelltext der überarbeiteten Datenauswertung mit Matlab. Die 
neu hinzu gekommenen Funktionen sind:

- Berechnung der Geschwindigkeit,
- Darstellung der Geschwindigkeit über dem Weg,
- Darstellung der Geschwindigkeit als Profil in der örtlichen Lage,
- Darstellung der Geschwindigkeit in Abhängigkeit zur Höhe.

Da die Messpunkte beim Logger nicht in zeitgleichen Abständen 
aufgenommen werden, folgt für die Geschwindigkeit, dass diese für einen 
gemeinsamen Zeitwert (Logger zeichnet nur Minuten und keine Sekunden 
auf) gleich groß sind. Die Geschwindigkeit ist also ein gemittelter 
Wert, der auf den ersten Datenpunkt bezogen ist. Daher ist am Anfang die 
Geschwindigkeit gleich 0 (obwohl eine Bewegung vollzogen wurde).

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Hier der Bascom-Quelltext des Loggers. Dieser Quelltext enthält alle 
bisher beschriebenen Änderungen. Dies sind:

- Speicherung im EEPROM
- Verbesserte Selbstdiagnose
- EEPROM Testroutine (allg. Funktion + Speicherung von Integer und 
Single)
- Datenwiederherstellung
- Optimierte Berechnung der Streckenparameter


Im Quelltext sollte ein möglicher Nutzer die letzten Zeilen mit seinen 
eigenen Ortschaften auffüllen. Dazu empfiehlt es sich die Koordinaten z. 
B. von folgender Seite zu holen.

http://www.gorissen.info/Pierre/maps/googleMapLocationv3.php

Die Koordinaten dann in Verbindung mit dem entsprechenden Ortsnamen in 
einer Tabelle zusammenstellen. Anschließend in der bestehenden 
Formatierung ergänzen. Insgesamt können so noch rund 1000 Ortschaften 
fest gespeichert werden.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Ich wurde jetzt bereits mehrfach gefragt, ob es auch möglich ist, diesen 
Logger mit einer anderen GPS-Maus zu "bauen". Das kann ich eigentlich 
ganz einfach zu beantworten:

Gibt die GPS-Maus ihre Daten im NMEA-Format aus, und man möchte keine 
Änderungen am Quelltext vornehmen, dann sollte der NMEA-String den 
folgenden (Positions-)Aufbau haben:
'1=Uhrzeit
'2=Norden
'3=N
'4=Osten
'5=E
'6=Position Fix Indicator (0=not available|1-3=valid)
'7=Satelittenanzahl
'8=Genauigkeit
'9=Höhe

Die Datenrate der Maus sollte auf 4800Bps eingestellt sein - hat sie 
eine andere Datenrate, ist man in der Lage die Baudrate im Quelltext
$baud = 4800 'hier neue Baudrate eintragen

zu ändern.

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>...NMEA-String den folgenden (Positions-)Aufbau haben:
>'1=Uhrzeit
>'2=Norden
>'3=N
>'4=Osten
>'5=E
>'6=Position Fix Indicator (0=not available|1-3=valid)
>'7=Satelittenanzahl
>'8=Genauigkeit
>'9=Höhe

Das ist kein NMEA-String. Sag doch einfach (wahrscheinlich) GGA und 
fertig. Da weiss jeder was gemeint ist.

MfG Spss

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Hi, ja klar ist das kein NMEA-String: Das soll nur die Reihenfolge in 
diesem String verdeutlichen (diese kann von Einstellung zu Einstellung 
varieren ...) - der String, der für den Loggger von Interesse ist, sieht 
dann wie folgt aus:
$GPGGA,072730.438,4809.0000,N,00836.0000,E,1,04,2.8,550.3,M,48.0,M, [usw.]

Autor: ... ... (docean) Benutzerseite
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Der GPRMC Satz wäre besser, den sollte jeder Empfänger haben...

siehe auch:http://www.kowoma.de/gps/zusatzerklaerungen/NMEA.htm

Autor: Niels Keller (niels-k)
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... ... schrieb:
> Der GPRMC Satz wäre besser, den sollte jeder Empfänger haben...

Ganz klar enthält dieser GPRMC Satz mehr Informationen, nur für den 
Nachbau dieses speziellen Loggers ist er überflüssig, da der Logger nur 
den minimalistischen Standart GPGGA-Datensatz auswertet.

Autor: vlad (Gast)
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eine günstige Variante für einen SD-Kartenadapter ist sich eine mini 
oder Mikro-sd-Karte zu kaufen.
Den Adapter löet man dann auf das board und die micro-karte ist 
austauschbar.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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vlad schrieb:
> eine günstige Variante für einen SD-Kartenadapter ist sich eine mini
> oder Mikro-sd-Karte zu kaufen.

Habe ich auch schon probiert und das geht mit den großen SD-Karten auch 
ganz gut. Aber hier verwende ich kein SPI, da ich mich für einen EEPROM 
als Speicherstätte entschieden habe. Der EEPROM sitzt dann auf einem 
Socket. Habe hier mal ein Bild von einem neuen kleineren Loggermodell. 
Da sieht man auch ganz schön die Größe mit den ganzen Änderungen, die 
bisher vollzogen wurden.

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Es ist soweit - in der Codeammlung gibt es eine vollständige 
Montageanleitung:

Beitrag "GPS Datenlogger Eigenbau Montageanleitung"

Autor: Sascha Spitzmüller (sascha112)
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Hallo,
Nils Gratulation...tolles Projekt werde ich mir mal näher anschauen.
Gibt es neben der tollen bebilderten Montageanleitung auch einen 
Schaltplan ? Quck-and-dirty tut´s dann brauche ich mir nicht alles aus 
dem Bilderbuch zusammenstückeln. Schaltungen entwickle ich selbst.

Gruß Sascha

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Sascha Spitzmüller schrieb:

> Gibt es neben der tollen bebilderten Montageanleitung auch einen
> Schaltplan ?

Hallo Sascha,
da das hier ein recht betagtes Testprojekt war, hatte ich mir nicht die 
Mühe gemacht einen Schaltplan in sauberer Form (Schematikeditor) zu 
erstellen. Das handschriftliche Gekrakel von damals habe ich nicht mehr 
zur Hand. Ist aber nicht sehr aufwendig. Solltest Du einen erstellt 
haben, sei doch so gut und stelle ihn hier ein - es werden Dir 
sicherlich einige dafür danken...
Grüße
Niels

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