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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Tantal ersetzt Elko und Folienkondensator (?)


Autor: SMD-Fan (Gast)
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Hi,

ich würde gerne bei meinem SMD-Board bei dem es darauf ankommt, dass es 
möglichst flach ist, gerne auf die dicken und hohen Zylinder-Elkos 
verzichten. Aber ohne Kondensator zum Glätten der Spannung vor und nach 
dem Spannungsregler geht es wohl nicht.

Ich schildere meine Idee:
Normalerweise nimmt man einen Elko und einen Folienkondensator zum 
Entstören. Der dicke und träge Elko puffert "Stromausfälle", der 
Folienkondensator macht die kleinen Rippel raus. Daher dachte ich: Ein 
Tantal kondensator kann beides: Er reagiert schnell genug um die Rippel 
zu filtern, hab aber auch genug Kapazität um "Stromausfälle" zu puffern.

Liege ich da richtig?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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An deiner Stelle würde ich einen SMD-KerKo und einen kleinen Alu-Elko 
(Höhe je nach Kapazität und Spannung nur etwa 5mm) verwenden. Tantals 
gehen auch, die sind aber nicht ganz pflegeleicht, was das Verhalten bei 
Stromspitzen betrifft. Nach dem Spannungsregler ok, davor aber eher 
gefährlich. Auf einen keramischen Kondi würde ich aber auch da nicht 
verzichten. Um welche Grössenordnung von Strom und Spannung geht es 
denn?

Autor: SMD-Fan (Gast)
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Es geht um maximal 250mA. 5mm finde ich aber schon recht viel. Der 
Tiny13 im MLF-Format ist höchstens halb so hoch. Wäre schön, wenn ich da 
drunter bleiben könnte.

Autor: HildeK (Gast)
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Es gibt Kerkos (mindestens) bis 47µF mit max. 3mm Höhe.
Auch die Tantal-Elkos in SMD sind nicht hoch. Tantal ist ok, man sollte 
aber etwas mehr Abstand halten von der Nennspannung zur max. Spannung 
der Tantals. Also, keine 6.3V-Typen an 5V verwenden, sondern dann auf 
die 10V-Typen gehen.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Ich schildere meine Idee:
> Normalerweise nimmt man einen Elko und einen Folienkondensator zum
> Entstören. Der dicke und träge Elko puffert "Stromausfälle", der
> Folienkondensator macht die kleinen Rippel raus. Daher dachte ich: Ein
> Tantal kondensator kann beides: Er reagiert schnell genug um die Rippel
> zu filtern, hab aber auch genug Kapazität um "Stromausfälle" zu puffern.
Grundsätzlich würde ich zwischen den Kondensatoren am Eingang und am 
Ausgang unterscheiden.

Die Kondensatoren am Eingang puffern die Energieversorgung, während die 
Kondensatoren am Ausgang ein Schwingen des Reglers verhindern.

Eingangsseitig:
Wenn Du das Gerät eingangsseitig mit Wechselstrom (50 Hz/60Hz) und einem 
Gleichrichter betreibst, wirst Du kaum um einen großen Kondensator 
herumkommen. Das kann ein Elko sein, kann aber ggf. auch ein 
Keramikkondensator sein. Schau Dir zum Beispiel einmal diese 
Kondensatoren an:
http://de.farnell.com/jsp/search/browse.jsp;jsessi...
100µF Keramikvielschicht in 1206. Die 10µF gibt es auch in 0805. Beachte 
aber die vergleichbar kleinen Durchbruchspannungen.

Betreibst Du das Gerät eingangsseitig ohnehin mit Gleichstrom, reicht 
wahrscheinlich auch ein 100nF-Kondensator aus.


Ausgangsseitig:
Ausgangsseitig sollen die Kondensatoren vor allem ein Schwingen 
verhindern. Hier würde ich 100nF und "noch zusätzlich irgendwas 
Größeres" nehmen.


Gruß,
  Michael

Autor: SMD-Fan (Gast)
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Ich betreibe das Gerät mit einem Akku. Ist also alles unkritisch?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Naja, bei einem Akku und dem Strom würde ich Eingangsseitig mindestens 
100nF und allenfalls parallel dazu 1uF Keramik verwenden. Ausgangsseitig 
wie schon gesagt 100nF und "irgendwas grösseres". 1uF sollte da auch 
passen. Gibt's beides in SMD und schön klein. Einfach auf die 
Spannungsfestigkeit achten.

Autor: Bensch (Gast)
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Die meisten Hersteller verzichten auf Tantals, weil sie

1. kritisch in der Anwendung sind. Speziell die billigen Tropfentantals 
neigen gern zum Abbrennen.
2. aus politischen Gründen sind sie nicht gerade angesagt.

Sie werden eigentlich nur da genommen, wo es aus Platzgründen unbedingt 
nötig ist (Handies z.B.), aber auch da gibt's ja inzwischen keramische 
mit hoher Kapazität.

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