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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Berührungsloser Taster funktioniert nicht


Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Hallo liebe Community,

Ich beschäftige mich in meiner Freizeit mit Casemodding, also dem 
Modifizieren von PC-Gehäusen. Da ich in meinem nächsten Werk einen 
Berührungs-Taster zum Anschalten meines Rechners realisieren will, bin 
ich im Web auf den Bausatz eines berührungslosen Tasters der Firma ELV 
gestossen.
Hier könnt ihr die Anleitung/das Datenblatt finden: 
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/BLT1/5...

Nun bin ich im Thema Elektrotechnik eher ein Laie und habe soweit alles 
wie beschrieben verkabelt. An die Anschlüsse UB+ und GRND habe ich, weil 
das Ganze batteriebetrieben gestaltet werden soll, einfach eine 
9Volt-Batterie angeklemmt. Jetzt zu meinem Problem: Beim Messen der 
Ausgangsspannung zeigt mein Multimeter GAR NICHTS (0 V) an, selbst bei 
Berührung.

Nun bin ich auf einen Thread hier im Forum gestossen, wo ich schon eine 
leichte Vorahnung bekommen habe, wo der Hase begraben liegen könnte: 
Beitrag "Kapazitiven Sensor Taster an USB-Relais-Karte - Anschluss wie!" (Stichpunkt: Rv).
Nun stehe ich vor dem Problem: Was soll ich machen? Wenn der 
Vorwiderstand wirklich notwendig war, habe ich meine Schaltung jetzt 
zerstört? Wo könnte sonst das Problem liegen? Gibt es eine einfache 
Lösung?

Ich wäre sehr dankbar für Antworten, zumal ich noch 5 Wochen bis zur 
Fertigstellung meines Gehäuses Zeit habe.

Ein verzweifelter
Christian Busch

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Beim Messen der Ausgangsspannung zeigt mein Multimeter
> GAR NICHTS (0 V) an, selbst bei Berührung.
Der Transistor T1 (an ST6) kann nur gegen GND durchschalten. Er gibt an 
diesem Pin von sich aus keine Spannung aus. Wenn du zwischen ST5 und ST6 
einen Widerstand (z.B. 4,7kOhm) schaltest, dann wirst du besser dran 
sein.
Dieser Widerstand zieht im Ruhezustand den Pegel an ST6 auf +Ub, bei 
Betätigung sind an ST6 dann 0V. Ob du mit diesen Pegeln was anfangen 
kannst, das steht auf einem anderen Blatt...

> Wenn der Vorwiderstand wirklich notwendig war, habe ich meine
> Schaltung jetzt zerstört?
Nein.

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Naja, den Sinn erfüllt diese Schaltung dann nichtmehr, wenn bei 
Berührung die Spannung auf 0V fällt. Sollte ja genau andersrum sein xD. 
Aber irgendwie muss das doch funktionieren...

Autor: Oliver (Gast)
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>Sollte ja genau andersrum sein xD.

Nö. Sollte genau so sein. :-) Das ist halt ein Ausgang, der nach Masse 
schaltet.

Zum einschalten des Rechner-Netzteils brauchst du dsoch sowieso einen 
Kontakt, der schliesst, keine feste Spannung.
Häng ein kleines Relais zwischen ST5 und Ausgang. d.h. zwischen Plus und 
Ausgang. Das schaltet dann, wie du es willst. Freilaufdiode nicht 
vergessen.

Oliver

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Also ich hab jetzt mal getestet und hab mal mit einem x-beliebigen 
Widerstand (glaub warn so um die 10k) ST5 und ST6 verbunden. Leider gibt 
mein Multimeter immer noch nicht das gewünschte Ergebnis ab. Immernoch 
0V

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Wie hast du denn die Schaltung konfiguriert / gejumpert?

a) Toggle (JP1)
b) Taster (JP2)
c) Timer  (JP3)

Autor: Oliver (Gast)
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>Leider gibt mein Multimeter immer noch nicht das gewünschte Ergebnis ab. 
>Immernoch 0V

Du kannst dranbauen, was du willst, du wirst an keinem Ausgang der 
Schaltung im eingeschalteten Zustand 5V rausbekommen. Die Schaltung 
funktioniert nunmal anders.

Der Transistor verbindet im eingeschalteten Zustand den Ausgang mit 
Masse. Es gibt ohne externe Zusatzelemente oder einen Umbau der 
Schaltung keine Möglichkeit, daraus 5V zu machen.

Am einfachsten ist es, wie schon gesagt, ein Relais an die Schaltung zu 
hängen, das dann den Einschalttaster des PC's ersetzt. Mit seinem einen 
Anschluß hängt die Relaisspule an 5V, mit dem anderen Anschluß am 
Transistor. Solange der sperrt, kann kein Strom zur Masse fliessen, das 
Relais bleibt ausgeschaltet. Schaltet der Schalter, wird der Transistor 
leitend, gibt den Weg zur Masse frei, Strom fliesst durchs Relais, und 
es schaltet ein.

5V am Asugang lassen sich auch mit einem weiteren Transistor und ein 
paar Widerständen erzielen, oder mit einem Umbau der Schaltung auf einen 
anderen Ausgangstransistor.

Oliver

Autor: Niklas Gürtler (erlkoenig)
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Falls dein PC ein ATX-Netzteil hat, ist es doch sehr praktisch, dass 
dein Taster den Ausgang auf 0 Volt (Masse) zieht, denn laut Wikipedia 
(http://de.wikipedia.org/wiki/ATX-Format#Pinbelegung) haben diese 
Netzteile beim Anschluss fürs Motherboard einen Pin Nummer 14 (bzw. 16, 
ab ATX 2.2), der, wenn er auf Masse (0 V) gezogen wird, das Netzteil 
einschaltet. Wenn du deinen Schalter an die 9V-Batterie angeschlossen 
hast, verbinde noch den Minus-Pol der Batterie mit einem Masse-Anschluss 
des Netzteils (z.B. Pin 3, 5, 7, ...), und den Ausgang des Schalters mit 
Pin 14 (bzw. 16, ab ATX 2.2). Wenn du dann den Schalter betätigst, 
sollte sich das Netzteil einschalten. (Habs noch nie probiert, aber aus 
Wikipedia so zusammengereimt)
Vermutlich wäre es sinnvoll, Pin 14 bzw. 16 dann nicht mit dem 
Motherboard zu verbinden. Hoffentlich ist es möglich, an die Pins dieses 
Anschlusses dranzukommen, vielleicht hilft ja das Aufschneiden eines 
Verlängerungskabels...

Autor: Gregor L. (Gast)
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Hab jetzt nicht nachgezählt welche Pin Nummer es ist, aber Du brauchst 
nur die grüne Leitung vom Netzteil auf Masse ziehen und das Ding 
schaltet sich ein ...

Autor: Niklas Gürtler (erlkoenig)
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Aber bitte vorsichtig basteln (vorher Stecker ziehen), wie du selber 
weißt hat so ein Netzteil eine Leistung von mehreren hundert Watt, ein 
Kurzschluss dürfte da sehr unangenehm werden. Und auf eine eventuell 
eingebaute Sicherung würde ich bei einer solchen 
Billig/Massen-Produktion nur bedingt vertrauen.

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Huihuihui, da liest man sich ja tot an Antworten.

Zu der ersten Frage: ich hab den als Taster gejumpert.

Leider bin ich anscheinend so ein Laie, dass ich alle Antworten 2mal 
durchlesen muss, um sie überhaupt ansatzweise verstehen zu können 
(Schande über mein Haupt).
Aber nochmal: Ich habe bei Berührung der Kontaktfläche KEINE 
Spannungsveränderung an den beiden Ausgängen.

Nochmal der Aufbau bei mir, oder wie ich ihn mir gedacht habe:

UB+ (ST1) - Plus-Pol einer 9V Blockbatterie
GND (ST2)- Minus-Pol der 9V Blockbatterie
ST3 - Anschluss an die Kontaktfläche
ST4 - Anschluss an die Kontaktfläche
Ausgang+ (ST5) - Anschluss an Relais (Noch nicht gemacht, nur Spannung 
zwischen ST5 und ST6 gemessen)
Ausgang - (ST6) - Anschluss an Relais (Noch nicht gemacht, nur Spannung 
zwischen ST5 und ST6 gemessen)

So langsam habe ich das Gefühl, ich habe mir da zu viel Hoffnung 
gemacht, dass das einfach zu lösen geht.
Wie sollten die einzelnen Pins (ST1-ST6)angeschlossen werden?
Ich habe hier noch ersatznetzteile rumfliegen, da kann ich testen.

Danke für eure Geduld :)

Autor: Niklas Gürtler (erlkoenig)
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ST6 müsstes du mit Pin 14 bzw. 16 des Netzgeräts verbinden, ST5 ist ja 
nur mit der Betriebsspannung verbunden.
Hast du bei dir eine LED herumliegen, um testen zu können, ob der Sensor 
überhaupt richtig funktioniert? Dann schließ die mal so an:
ST5 -- Widerstand (mind 470 Ohm) -- (Anode) LED (Kathode) -- ST6
Die LED sollte bei Aktivierung des Sensors angehen. Wenn sie das nicht 
tut, funktioniert der Sensor nicht so, wie er soll.
Falls du keine LED hast:
Wie hast du denn die Spannung mit dem Multimeter gemessen?
So sollte es gehen: Widerstand zwischen ST5 und ST6 (10 kOhm oder so) 
schalten, Minus-Pol des Multimeters an den Minus-Pol der Batterie, 
Plus-Pol des Multimeters an ST6. Normalerweise müsste das Multimeter 9V 
anzeigen, und wenn der Sensor aktiviert wird, sollte es 0V anzeigen.

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Also, hab das mit der LED mal versucht. nix leuchtet. Weiterhin hab ich 
beim Ausprobieren leider die Pole der Batterie vertauscht. Ergebnis: 
Rauch. Das wars wohl.
Also nach ner anderen Lösung suchen. Habt ihr so auf die Schnelle ne 
Idee? Da wär noch das da: 
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0...

Autor: Niklas Gürtler (erlkoenig)
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Conrad-Links funktionieren nicht; gib die Artikelnummer an.

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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700385 - 62

Autor: Niklas Gürtler (erlkoenig)
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Zitat aus dem Datenblatt:
> wahlweise P-MOS-open-drain- oder N-MOS-open-drain- Ausgang
Offenbar kannst du dir sogar irgendwie aussuchen, ob der bei Aktivierung 
(+) oder (-) an Ausgang liefert.

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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damit bin ich schon wieder überfordert xD Der sollte bei berührung nur 
so viel spannung liefern, dass ein Relais schaltet, dann hätte ich ja 
alle Probleme los...
Daraus folgere ich, dass ich einen p-mos brauche, oder?

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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ach, und nebenbei: ein n-mos kostet gleich das Doppelte.

Autor: Oliver (Gast)
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>Daraus folgere ich, dass ich einen p-mos brauche, oder?

Lös dich doch mal von der Vorstellung, daß "Ein" immer "5V am Ausgang" 
bedeuten muß.

Stell dir vor, du hast eine Batterie, ein paar Drähte, ein Relais und 
einen Schalter, und möchtest das Relais mit dem Schalter schalten. 
Schalter geschlossen = Relais ein.

Da ist es völlig egal, ob du den Schalter in die Plus- oder in die 
Minus-Leitung des Relais einbaust - in beiden Fällen schaltet das Relais 
ein, wenn der Schalter geschlossen wird. Mal es dir auf, dann wird es 
sofoert klar.

Genauso ist das mit diesen Ausgängen - der eine Transistortyp entspricht 
dem Schalter in der Plus-Leitung, der andere dem in der Minus-Leitung. 
Schalten wird dein Relais in beiden Fällen, du musst es nur mit dem 
anderen Draht an das jeweils richtige Potential (+ oder Masse) hängen.

Oliver

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Das Keyword conrad liefert hier im Forum zusammen mit der Bestell-Nr. 
700385 gleich den Link.

Du solltest aber besser den nicht rastenden 700344 - 62 nehmen und das 
Relais genau wie im Datenblatt gezeichnet anschließen.
Für 9V: Rv zur Sicherheit so ca. 1kOhm, Diode 1N4148

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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also ichn peil garnix mehr. jetzt hab ich das ding so aufgebaut, wie 
angezeigt. Das tolle:
Geht nicht.
Vorallem auch die tolle beschriftung von dem ding, was was ist. Da sind 
3 Kabel, die aus dem sensor rausgehen: grau, grau und grau mit rotem 
strich. Was kommt wo dran? in der Anleitung steht davon auch nix...

Autor: Oliver (Gast)
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>Da sind 3 Kabel, die aus dem sensor rausgehen:
>Was kommt wo dran? in der Anleitung steht davon auch nix...

Das ist eine Anleitung für die PISA-Generation, da braucht man sich nur 
die Bilder anzusehen. Leute, die Lesen können, sind dafür 
überqualifiziert :-)

Leg den Sensor so vor dich hin, wie im Bild gezeigt, dann ist links 
Spannungsversorgung +, in der Mitte der Schaltausgang, und rechts Masse.

Oliver

Autor: Christian Busch (crackdavid)
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Genau, eine bescheuerte Anleitung einfach nur. Jetzt funzts^^

Danke für die Hilfe, genial

Autor: Hendi (Gast)
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Hallo ich weis zwar nicht ob hier noch jemand reinschaut aber ich hab 
auch Probleme mit dem ELV teil (habs nachgebaut) aber es funktioniert 
nicht und ich hab keine Ahnung warum. Die LED (hab ich angeschlossen wie 
oben geschrieben)  leuchtet nicht hab dann ma son bisschen an der 
Schaltung rumgemessen und es werden auch verschiedene V-Zahlen angezeigt 
aber wenn ich die Sensorfläche( eine Kupferleiterplatte ca. 27x27 mm mit 
geschirmten Kabel an ST3 un ST 4angeschlossen) berühre verändert sich 
nix
bin schon ziemlich verzweifelt und hoffe es kann mir jemand helfen
danke schonmal

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