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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik NF-Symmetrierer


Autor: mario (Gast)
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Hallo Forum!

Zur Ansteuerung eines Quadraturmodulators muss das NF-Signal symmetrisch 
vorliegen. Zur Zeit ist es aber nur "single-ended" (Gibts eigentlich 'ne 
deutsche Bezeichnung dafür?) und ich steh total auf dem Schlauch. Es ist 
ein Audiosignal aus einer Soundkarte. NF-Übertrager scheiden aus, da die 
viel zu groß sind und ich SMD-Bauteile brauche. OPVs als Differenzierer 
funktionieren nur in der anderen Richtung. Hat jemand nen Tip für mich, 
wie ich das am besten machen könnte?

Viele Grüße
mario

Autor: Gast (Gast)
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OPV als Verstärker mit Faktor -1?

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Invertiere dein Audiosignal mit einem als Inverter geschalteten OPV. Das 
Originale Signal ist +, das Invertierte ist -.

Gruß,
Magnetus

Autor: mario (Gast)
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Ahhh... klar. Ich Depp! Spricht was dagegen das + Signal auch durch 'nen 
OPV mit der Verstärkung 1 zu schicken, damit keine Laufzeitunterschiede 
auftreten? Oder ist das bei max. 20 kHz nur Verschwendung?

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Verschwendung

Autor: yalu (Gast)
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Wenn ich dich richtig verstanden habe, hat der Modulator differentielle
Eingänge. Muss das Eingangssignal wirklich symmetrisch sein in dem
Sinne, dass die Summe der beiden Eingangsspannungen 0 ist? Wenn nicht,
leg doch einfach den positiven Eingangspin an das Signal und den
negativen auf GND.

Autor: HildeK (Gast)
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>Zur Zeit ist es aber nur "single-ended" (Gibts eigentlich 'ne deutsche 
>Bezeichnung dafür?)
Wird auch in Deutschland als "asymmetrisch" bezeichnet.

Autor: mario (Gast)
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yalu: Es geht um einen ADL5385. in dessen Datenblatt steht: "The 
baseband inputs QBBP, QBBN, IBBP, and IBBN must be driven from a 
differential source." Deswegen mach ich das mal lieber.

HildeK: Danke!

Autor: mario (Gast)
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Hallo nochmal!

Ich muss noch einmal eine Frage loswerden. Das Projekt geht durch die 
differentiellen Eingänge des des Modulators auf wie Bauschaum. Was 
könnte denn schlimmstenfalls passieren, wenn ich das so mache, wie yalu 
vorgeschlagen hat? ...also den positiven Eingangspin an das Signal und 
den
negativen auf GND.
Das Invertieren mit OPVs benötigt ja eine symmetrische 
Spannungsversorgung, die ich aber nicht habe. Wenn ich die mit einem 
anderen OPV erzeuge, muss auch der Modulator an die neu entstandene 
virtuelle Masse, da die Signale sonst auf einem anderen Potential 
liegen. Das wiederum könnte aber Probleme geben, da der Modulator im 
Betrieb 'ne Menge Strom zieht - eigentlich zu viel für symmetrische 
Spannungsversorgung. Das ist ein echtes Dilemma für mich, zumal ich das 
auch nicht einfach mal ausprobieren kann, da mir die Technik zum Löten 
des Modulators fehlt.

VG
mario

Autor: mario (Gast)
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Hier ist mal noch die betreffende Textstelle aus dem Datenblatt des 
Modulators:

Baseband Inputs
The baseband inputs QBBP, QBBN, IBBP, and IBBN must be driven from a 
differential source. The nominal drive level of 1.4 V p-p differential 
(700 mV p-p on each pin) is biased to a common-mode level of 500 mV dc.
The dc common-mode bias level for the baseband inputs can range from 400 
mV to 600 mV. This results in a reduction in the usable input ac swing 
range. The nominal dc bias of 500 mV allows for the largest ac swing, 
limited on the bottom end by the ADL5385 input range and on the top end 
by the output compliance range on most Analog Devices DACs.

Gute Nacht
mario

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

steht ja da.  Die Eingänge brauchen 500mV Bias +/-350 mV Signal.

Autor: mario (Gast)
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Hallo!

Für mich klingt das so, als kämen die 500 mV Bias intern vom Modulator. 
Das ist aber nicht das Problem, die +/- 350 mV kann ich einstellen - 
aber eben nur an einem der beiden Pins die ja eigentlich symmetrisch 
betrieben werden sollen.
So wie ich das sehe, ist doch das Schlimmste was passieren kann ein 
geringerer Modulationsgrad, da nicht mehr die 1,4 V p-p anliegen sondern 
nur noch die Hälfte. Es kann aber auch sein, dass der Modulator unwillig 
reagiert, wenn man den negativen Pin auf Masse legt.

VG
mario

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

schau dir mal diesen Link 
http://www.linear.com/pc/downloadDocument.do?name=6404f.pdf an.

Es gibt auch eine Design-Note Nr 454 von LT die ich aber auf der 
Homepage nicht gefunden habe. Hätte ich aber in Papierform hier.

Autor: yalu (Gast)
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Ich habe mir inzwischen das Datenblatt auch angeschaut. Wenn ich es
richtig interpretiert habe, ist es bei diesem Baustein nicht möglich,
einen der Eingänge einfach auf GND zu schalten.

  "Nominal characterized ac signal swing is 700 mV p-p on each pin (150
  mV to 850 mV)."

GND=0V ist also zu wenig.

  "The dc common-mode bias level for the baseband inputs can range from
  400 mV to 600 mV."

Der "common-mode bias level" ist die halbe Summe der beiden
Eingangsspannungen. Wählt man für eine von beiden konstant 500mV, so
darf sich die andere (also die Signalspannung) zwischen 300mV und 700mV
bewegen, damit die zitierte Bedingung erfüllt ist. Damit ist die
maximale Amplitude des Eingangssignals aber auf 200mV eingeschränkt.

Du könntest die Eingänge also prinzipiell folgendermaßen beschalten:
             1µ 
             | |          |
     NF -----| |----+-----| IBBP
             | |    |     |
                   .-.    |
                   | |    |
               47k | |    |
                   | |    |
                   '-'    |
                    |     |
  500mV ------------+-----| IBBN
                          |

Die 500mV gewinnst du z.B. über einen Spannungsteiler. Wegen

  "These high impedance inputs must be externally dc-biased to 500 mV dc
  and driven from a low impedance source."

Damit die "low impedance" efüllt ist, muss dem Spannungsteiler evtl. ein
Impedanzwandler nachgeschaltet werden. Vielleicht geht es aber auch
ohne, wenn man bei der Dimensionierung der Widerstände den Bias-Strom
von -70µA berücksichtigt. Ganz im Sinne des Erfinders ist diese
Vorgehensweise aber sicher nicht :)

Irgendwie habe ich aber das flaue Gefühl, dass der ADL5385 nicht der
optimale Modulator für deine Anwendung ist. Du willst ein NF-Signal
(also <20kHz) auf ein Trägersignal modulieren. Wie hoch ist die
Trägerfrequenz? Welches Signal liegt am zweiten BB-Eingang des
Quadraturmodulators an? Was soll das Ganze werden?

Autor: mario (Gast)
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Hallo,

und erstmal vielen Dank an euch zwei. Der Verstärker von LT sieht gut 
aus - da werd ich mich gleich mal einlesen.
yalu: Die 500mV BIAS kommen also nicht, wie fälschlicherweise von mir 
angenommen, aus dem Modulator selbst? Das ganze fängt am mir über den 
Kopf zu wachsen...
Werden soll das eine DRM-Sendestrecke zur Vorführung der 
Quadraturmodulation. Als Software verwende ich DReaM, welch die I- und 
Q-Signale analog am Soundkartenausgang bereitstellt. Die Trägerfrequenz 
kommt von einer DDS und soll im UKW-Bereich liegen. In der Theorie 
beherrsche ich das Thema, wenn ich das so sagen darf - aber ich habe 
nicht mit den vielen Fallstricken der realen Bauteile gerechnet. 
Notfalls werde ich eben doch noch eine symmetrische Betriebsspannung 
anlegen müssen. Mal sehen, was das letztendlich wird.

...und bevor sich hier wieder ganz schlau Köpfe melden um mir 
mitzuteilen, dass der Betrieb der Baugruppe in dieser Form nicht legal 
ist: Das weiß ich! Es sollen nur ein paar Messungen mit geringer 
Leistung durchgeführt werden und das in einem Gebäude, durch dessen 
Außenwände nachgewiesen nichts nach außen durchdringt - danach landet 
das Ding wieder für ein Jahr im Schrank.

Vielen Dank nochmal und viele Grüße
mario

Autor: Layouter (Gast)
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Ringkern Uebertrager?

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