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Forum: Offtopic sollte Staatsform angepasst werden?


Autor: Ich (Gast)
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Muss den die Staatsform der BRD nicht mal langsam angepasst werden?

Die angeblich Demokratie ist doch durch Demokratur ersetzt.

siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratur

Autor: _Patrick_ (Gast)
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dann mach doch mal einen Vorschlag. Demokratur ist keine Staatsform

Autor: Ich (Gast)
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wie wäre es mit DDR

Deutsch Diktaturische Republik

und als Regierungsform die Parlamentarische Diktatur

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Hm, wohin denn?

Ich hol schonmal das Popcorn, wer bringt die Cola?

Ein Einzelner/Einzelne (Gleichberechtigung...) an der Spitze muss ja 
nicht schlecht sein, solange derjenige "edel" bleibt...

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Man muß aber ehrlicherweise bekennen, daß man eine Demokratie nicht 
verordnen sondern leben muß!
Selbst Francis Bacon hatte mal über die englische Demokratie 
geschrieben: der englische Souverän sei nur an einem Tage, dem Wahltage, 
wirklich frei - aber der Gebrauch dieser Freiheit sei erbärmlich.

Demokratie setzt Geistmenschen voraus, welche selbst denken wollen und 
können - ansonsten sind die Bürger selbst in einer potentiellen 
Demokratie so souverän wie ein schwacher absolutistischer Herrscher 
souverän im Würgegriff seiner Hofschranzen ist.
Dann verkommt die Demokratie zur Oligarchie, also die Herrschaft 
derjenigen, welche als Einzige wirklich die Hebel der Macht ergreifen 
und die Massen einfach am Nasenring durch die Manege schleifen.

Wir tolerieren momentan so viele Unglaublichkeiten in unserem Land - ist 
es da ein Wunder daß mit immer mehr Hohn auf uns herabgesehen wird?

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Nachsatz: ich finde die Idee Machiavellis wirklich nicht schlecht: eine 
Staatsform aus den Elementen der 3 Grundstaatsformen Monarchie, 
Aristokratie und Demokratie, welche bewußt gegeneinander gerichtet sind. 
So halten sich alle 3 auf Trab und der Ausfall einer Säule läßt die 
anderen stehen.
Man muß es nur so einrichten, daß keine Säule die andere beseitigen 
kann.

Aber schon das Prinzip der persönlichen Verantwortung könnte Wunder 
wirken. Dann überlegt man sich zweimal, ob man auf Dauer unfinanzierbare 
Wahlkampfbonbons verteilt.

Aber so, wie es bis jetzt läuft, laufen wir mit Volldampf einem 
Bürgerkrieg und mittelalterlichen Zuständen entgegen.

Dann werden nicht mehr Mikrocontroller, sondern Trinkbecher gelötet...

Autor: A. K. (prx)
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Rüdiger Knörig schrieb:

> Aber so, wie es bis jetzt läuft, laufen wir mit Volldampf einem
> Bürgerkrieg und mittelalterlichen Zuständen entgegen.

Bürgerkrieg zwischem wem?

Autor: Katzeklo (Gast)
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Vielleicht sollte/könnte man es Idiokratie oder Moneykratie nennen. Oder 
eine Mischform aus beidem: viele Dumme lassen sich von wenigen 
Geldsäcken regieren.
Das unsere Politiker nur Marionetten sind ist ja wohl mehr als 
offensichtlich.
Ich bin ja nach wie vor für eine ganz gepflegte Revolte.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ich weiß nicht was ihr habt.

Die Bundesrepublik ist doch der freiheitlichste Staat , den es je
auf deutschem Boden gab.

So hab ichs wenigstens mal auf der Schule gelernt.

Aber vielleicht könnte man diese epochale Weisheit ja noch durch das 
passende Zitat von George Orwell ergänzen:

   Krieg ist Frieden

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ich weiß nicht was ihr habt.
>
> Die Bundesrepublik ist doch der freiheitlichste Staat , *den es je*
> auf deutschem Boden gab.

Könnte sogar was dran sein. Die Betonung liegt auf "deutsch". <:-)

Autor: gast (Gast)
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Autor: Hihi (Gast)
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Ameisenstaat

Autor: Ghast (Gast)
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Ich ergänze mal:

http://www.zeitgeistmovie.com/ sollte jeder mal gesehen haben


http://www.thevenusproject.com/ wird darin vorgestellt

Autor: garst (Gast)
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>http://www.thevenusproject.com/ wird darin vorgestellt

Unter anderem da, lohnt sich denke ich als Anregung zum Überdenken 
entsprechender Alternativen. Sowohl Zeitgeist als auch auch Addendum 
regen neben den wenigen alltäglichen Problemen immer mal wieder gerne 
zum Nachdenken an. Besonders anregend wirken solche 
"Verschwörungs"-Theorien, wenn zuvor entsprechende Propaganda-Sendungen 
aka Maybrit Illner mit Gästen wie Eichel, Steinbrück und Konsorten 
konsumiert wurden.

Autor: mr.chip (Gast)
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Holt euch ne direkte Demokratie, ich kenne da ein kleines Land mit 
vielen Bergen, das damit sehr gute Erfahrungen macht :-)

Vorteil: Politiker sind nicht nur alle 4 Jahre auf das Volk angewiesen.

Autor: ..... (Gast)
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garst (Gast) wrote:

> Besonders anregend wirken solche
> "Verschwörungs"-Theorien, wenn zuvor entsprechende Propaganda-Sendungen
> aka Maybrit Illner mit Gästen wie Eichel, Steinbrück und Konsorten
> konsumiert wurden.

Da hast du was nicht richtig verstanden. Dort werden nur Fragen 
gestellt, beispielsweise diese hier:

Frage von Maybritt Illner an Peter Ramsauer (CDU) in der Sendung vom 
14.05.2009

Zitat

"Warum hat man das Gefühl, dass sich die Union so eigenartig zurückhält 
beim Kampf gegen die Steueroasen?"

Ja, da kommt Herr Ramsauer schon etwas in Schleudern.

Dazu zwei Sätze von Dieter Ondracek (Deutsche Steuer Gewerkschaft):

Zitat

"Wenn man nur an einem Tag am Flughafen Düsseldorf Stichproben macht, 
dann kommt man auf 1.000.000 EURO Steuerhinterziehung."

Zitat

"Allein eine Bank (die mir berichtete) in der Schweiz hat Tarnkonten für 
52.000 Deutsche eingerichtet, mit Minimum Einlage von 1. Millionen 
Euro."

Jetzt bellt die Schweiz und jault laut auf, weil endlich mal ein 
Abgeordneter des Deutschen Parlaments den Arsch in der Hose hat und 
offen ausspricht, was Abläuft beim Thema Steueroasen. Da sollte sich die 
CDU mal ein Beispiel dran nehmen, aber die fällt statt dessen noch ihrem 
eigenen Koalitionspartner aus Wahltaktischen Gründen in den Rücken und 
macht gegenüber der Schweiz den Bückling. Ein Armutszeugnis für eine dem 
Steuerzahler verpflichtete Volkspartei.

Autor: ..... (Gast)
Datum:

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Zitat

"Allein eine Bank (die mir berichtete) in der Schweiz hat Tarnkonten für
52.000 Deutsche eingerichtet, mit Minimum Einlage von 1. Millionen
Euro."

d.h. alleine in dieser von Herrn Ondracek als nicht mal besonder groß 
bezeichnete Bank werden sage und schreibe mindestens 52 Milliarden Euro 
am Deutschen Fiskus vorbei geparkt und entsprechend viel Geld der 
Gesellschaft entzogen. Wenn man jetzt noch die anderen etlichen 
Steueroasen hinzurechnet kann man sich vorstellen, wieviel Geld der 
Solidargemeinschaft wirklich entzogen wird. Geld, das durch den 
einfachen Steuerzahler ersetzt werden muss, der keine Möglichkeiten hat 
seine paar Euros außer Lande zu bringen, weil ihn eine Schweizer 
Tarnkontenbank in Windeseile mit einem abfälligen Grinsen freundlich 
hinauskomplimentieren würde.

Autor: aha (Gast)
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Interessanterweise kann man auf den Kanalinseln unter englschem Recht 
Trusts errichten die viel weniger Fragen stellen. Oder in Delaware, 
zufaelligerweise an der US Westkueste, gibt's ne Aktiengesellschft ohne 
Fragen ohne Garnichts. Immer noch. Das  bedeutet es existiert ein 
vitales Interessen an solchen Moeglichkeiten, und die sollen nun 
bevorzugt werden.

Ob das Geld irgendwo in einer Bank liegt, oder im Garten vergraben ist, 
ist nicht der grosse Unterschied.

Autor: garst (Gast)
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>Da hast du was nicht richtig verstanden.

Keine Sorge, das bekomme ich schon hin. Einfach mal genau lesen, welche 
Personen genannt wurden. Und zudem ging es allgemein um solche 
Propagandasendungen, in denen in feinem Zwirn gekleidete, teils junge 
dumme Menschen zum munteren Applaus angehalten werden.

>Dort werden nur Fragen gestellt

Dort wird seltsamen Menschen mit teils erschreckend wenig Fach- und 
Allgemeinwissen eine Plattform für die Verbreitung deren fragwürdiger 
Weltsicht gegeben.

>"Allein eine Bank (die mir berichtete) in der Schweiz hat Tarnkonten für
>52.000 Deutsche eingerichtet, mit Minimum Einlage von 1. Millionen
>Euro."

Und Phillip Morris bekommt EU-Agrarsubventionen für das Untermischen von 
Zucker in Tabak. Ist alles etwas seltsam momentan, jeder macht was 
irgendwie möglich ist, abhängig davon, wie informiert der Einzelne ist.

Autor: P. S. (Gast)
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..... schrieb:

> Dazu zwei Sätze von Dieter Ondracek (Deutsche Steuer Gewerkschaft):
>
> Zitat
>
> "Wenn man nur an einem Tag am Flughafen Düsseldorf Stichproben macht,
> dann kommt man auf 1.000.000 EURO Steuerhinterziehung."

Ein guter Punkt - wenn ein Land ein Problem mit Steuerhinterziehung hat, 
muss es das im eigenen Land loesen. Denn die Hinterziehung findet im 
Wesentlichen dort statt.

> Zitat
>
> "Allein eine Bank (die mir berichtete) in der Schweiz hat Tarnkonten für
> 52.000 Deutsche eingerichtet, mit Minimum Einlage von 1. Millionen
> Euro."

Das ist ganz einfach bluehender Unsinn. Eine Bank plaudert mir Herrn 
Ondracek ueber "Tarnkonten" fuer Deutsche und dann auch noch ueber 
konkrete Zahlen. Wischiwaschi.

> Jetzt bellt die Schweiz und jault laut auf, weil endlich mal ein
> Abgeordneter des Deutschen Parlaments den Arsch in der Hose hat und
> offen ausspricht, was Abläuft beim Thema Steueroasen.

Ehrlich waere, bei solchen Diskussionen die eigenen Schweinereien 
nicht zu uebersehen.

Btw: Kein halbwegs vernuenftiger Mensch wuerde eine Oase austrocknen 
wollen...

Autor: ..... (Gast)
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Peter Stegemann (pst) wrote:

>> Dazu zwei Sätze von Dieter Ondracek (Deutsche Steuer Gewerkschaft):
>>
>> Zitat
>>
>> "Wenn man nur an einem Tag am Flughafen Düsseldorf Stichproben macht,
>> dann kommt man auf 1.000.000 EURO Steuerhinterziehung."

> Ein guter Punkt - wenn ein Land ein Problem mit Steuerhinterziehung hat,
> muss es das im eigenen Land loesen. Denn die Hinterziehung findet im
> Wesentlichen dort statt.

Na klar, aber dazu muss es eine politische Bereitschaft geben und da 
zeigt sich sich CDU eher taub und blind, nur bei H4-Empfängern und bei 
Online-Durchsuchungen, da zeigt sich die Christdemokratische Partei 
gerne übereifrig.

>> Zitat
>>
>> "Allein eine Bank (die mir berichtete) in der Schweiz hat Tarnkonten für
>> 52.000 Deutsche eingerichtet, mit Minimum Einlage von 1. Millionen
>> Euro."

> Das ist ganz einfach bluehender Unsinn. Eine Bank plaudert mir Herrn
> Ondracek ueber "Tarnkonten" fuer Deutsche und dann auch noch ueber
> konkrete Zahlen. Wischiwaschi.

Das ist gar kein Blödsinn. Derartige Informationen werden mittlerweile 
offen ausgetauscht und glaube nur nicht, dir Bundesregierung wüsste 
nichts von diesen Tarnkonten, es ist nur einfacher sich das Geld beim 
kleinen Steuerzahler zu holen als an die Pfründe der Kapitalbesitzer 
heran zu gehen.

>> Jetzt bellt die Schweiz und jault laut auf, weil endlich mal ein
>> Abgeordneter des Deutschen Parlaments den Arsch in der Hose hat und
>> offen ausspricht, was Abläuft beim Thema Steueroasen.

> Ehrlich waere, bei solchen Diskussionen die eigenen Schweinereien
> nicht zu uebersehen.

Nun hier geht es zuerst einmal um die Milliarden die in der Schweiz von 
wohlhabenden Deutschen vor dem Finanzamt mit System versteckt werden. 
Dann gibt es natürlich auch noch zahlreiche andere Steueroasen, die 
ebenfalls im Fokus stehen, die man sich ebenfalls mal vorknöpfen sollte. 
Das Geld was dort hin geschafft wird fehlt der gesamten Deutschen 
Gesellschaft für die Zukunft unserer Kinder, das sollte JEDEM klar sein!

> Btw: Kein halbwegs vernuenftiger Mensch wuerde eine Oase austrocknen
> wollen...

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ..

Autor: A. K. (prx)
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..... schrieb:

> "Wenn man nur an einem Tag am Flughafen Düsseldorf Stichproben macht,
> dann kommt man auf 1.000.000 EURO Steuerhinterziehung."

Die Amis machen das anders. Die sammeln die vakanten Steuern direkt bei 
den Ministern ein. Obama hatte auffällig grosse Schwierigkeiten, Leute 
dafür zu finden die steuerlich sauber waren.

Autor: P. S. (Gast)
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..... schrieb:

> Das ist gar kein Blödsinn. Derartige Informationen werden mittlerweile
> offen ausgetauscht und glaube nur nicht, dir Bundesregierung wüsste
> nichts von diesen Tarnkonten, es ist nur einfacher sich das Geld beim
> kleinen Steuerzahler zu holen als an die Pfründe der Kapitalbesitzer
> heran zu gehen.

Fuer einen Moment dachte ich, du waerst keiner von den ueblichen 
Verschwoerungstheoretikern. Schade.

>> Ehrlich waere, bei solchen Diskussionen die eigenen Schweinereien
>> nicht zu uebersehen.
> Nun hier geht es zuerst einmal um die Milliarden die in der Schweiz von
> wohlhabenden Deutschen vor dem Finanzamt mit System versteckt werden.

Ist ja in Deutschland inzwischen Volkssport, die Probleme und die Schuld 
bei anderen zu suchen, damit man sich selbst nicht bewegen muss.

Ich wuerde mir in Deutschland mal Gedanken darueber machen, wie das Geld 
in Deutschland so einfach verschwinden kann?

>> Btw: Kein halbwegs vernuenftiger Mensch wuerde eine Oase austrocknen
>> wollen...
> Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ..

Tja, dann sollte der Deutsche Finanzminister vieleicht mal aufhoeren, so 
doofe Vergleiche in die Welt zu setzen.

Autor: ..... (Gast)
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Peter Stegemann (pst) wrote:

> ..... schrieb:

>> Das ist gar kein Blödsinn. Derartige Informationen werden mittlerweile
>> offen ausgetauscht und glaube nur nicht, dir Bundesregierung wüsste
>> nichts von diesen Tarnkonten, es ist nur einfacher sich das Geld beim
>> kleinen Steuerzahler zu holen als an die Pfründe der Kapitalbesitzer
>> heran zu gehen.

> Fuer einen Moment dachte ich, du waerst keiner von den ueblichen
> Verschwoerungstheoretikern. Schade.

Was bitte hat das mit Verschwörungen zu tun? Du solltest mal besser die 
Reden deiner Bundestagsabgeordneten mitverfolgen, dann wüsstest du auch, 
dass die Kapitalverschieberei ALLEN bekannt ist. Der Zoll weiß aufgrund 
von Stichproben ebenfalls bestens bescheid. Es gab vergangentlich immer 
wieder verdeckt gefilmte Situationen von Scheinanlegern in Schweizer und 
Österreichischen Banken.

Und noch was zum Thema "Verschwörrungstheoretiker". Wenn dir einer vor 
der Finanzkrise hier im Forum diesen Zusammenbruch (der lapidar als 
Finanzkrise bezeichnet wird) als bevorstehendes Szenario angekündigt 
hätte, wie hättest du wohl darauf reagiert? Ich glaube wir wissen die 
Antwort beide.

>> Nun hier geht es zuerst einmal um die Milliarden die in der Schweiz von
>> wohlhabenden Deutschen vor dem Finanzamt mit System versteckt werden.

> Ist ja in Deutschland inzwischen Volkssport, die Probleme und die Schuld
> bei anderen zu suchen, damit man sich selbst nicht bewegen muss.

Dann sollten diejenigen die Kapitalflucht betreiben die Schuld ERST MAL 
BEI SICH SELBER suchen und nicht den Staat für alles verantwortlich 
machen. Das gehört nämlich auch zur Wahrheit. Manche können den Hals 
einfach nicht voll genug bekommen, DAS ist das Problem.

> Ich wuerde mir in Deutschland mal Gedanken darueber machen, wie das Geld
> in Deutschland so einfach verschwinden kann?

Da sollte man sich in der Tat viel mehr Gedanken machen, warum es nicht 
möglich ist Kapitalflucht effektiv zu bekämpfen. Es scheint einigen hier 
am Willen zu fehlen, besonders den sog. Christlichen Parteien ..

>>> Btw: Kein halbwegs vernuenftiger Mensch wuerde eine Oase austrocknen
>>> wollen...
>> Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ..

> Tja, dann sollte der Deutsche Finanzminister vieleicht mal aufhoeren, so
> doofe Vergleiche in die Welt zu setzen

Der doofe Vergleich war doch von dir.

Autor: P. S. (Gast)
Datum:

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..... schrieb:
> Peter Stegemann (pst) wrote:

>> Fuer einen Moment dachte ich, du waerst keiner von den ueblichen
>> Verschwoerungstheoretikern. Schade.
> Was bitte hat das mit Verschwörungen zu tun?

Du behauptest, die Politik wuerde absichtlich nichts gegen die 
Kapitalbesitzer unternehmen. Hast du dafuer Belege?

> Und noch was zum Thema "Verschwörrungstheoretiker". Wenn dir einer vor
> der Finanzkrise hier im Forum diesen Zusammenbruch (der lapidar als
> Finanzkrise bezeichnet wird) als bevorstehendes Szenario angekündigt
> hätte, wie hättest du wohl darauf reagiert? Ich glaube wir wissen die
> Antwort beide.

Was ist deine Antwort? Die Immobilienkrise war keine Ueberraschung, es 
war lange absehbar, dass sie kommen wuerde, nur nicht unbedingt wann. 
Auch nicht, dass die USA die Dummheit begehen wuerden, Banken pleite 
gehen zu lassen, was die Krise massgeblich verschaerft, aber nicht 
ausgeloest hat. Ich weiss sogar ziemlich genau, wann ich zum ersten Mal 
mit Kollegen ueber das Thema diskutiert habe, das war 2001 nach dem 
Platzen des neuen Marktes. Ein Genie musste man dazu auch nicht sein, es 
gab genug kritische Zeitungsartikel. Aber die Immobilienblase hat so 
schoen lange die Weltwirtschaft aufgewaermt (aufgeheizt kann man kaum 
sagen), dass es keinen recht interessiert hat.

>> Ist ja in Deutschland inzwischen Volkssport, die Probleme und die Schuld
>> bei anderen zu suchen, damit man sich selbst nicht bewegen muss.
> Dann sollten diejenigen die Kapitalflucht betreiben die Schuld ERST MAL
> BEI SICH SELBER suchen und nicht den Staat für alles verantwortlich
> machen. Das gehört nämlich auch zur Wahrheit. Manche können den Hals
> einfach nicht voll genug bekommen, DAS ist das Problem.

Voellig anderes Thema. In Deutschland werden Steuern hinterzogen und 
Deutschland versucht anderen Laendern die Schuld dafuer in die Schuhe zu 
schieben. Darum geht es.

>> Ich wuerde mir in Deutschland mal Gedanken darueber machen, wie das Geld
>> in Deutschland so einfach verschwinden kann?
> Da sollte man sich in der Tat viel mehr Gedanken machen, warum es nicht
> möglich ist Kapitalflucht effektiv zu bekämpfen. Es scheint einigen hier
> am Willen zu fehlen, besonders den sog. Christlichen Parteien ..

Schon wieder... was tun den die anderen Parteien?

>>> Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ..
>> Tja, dann sollte der Deutsche Finanzminister vieleicht mal aufhoeren, so
>> doofe Vergleiche in die Welt zu setzen
> Der doofe Vergleich war doch von dir.

Ich habe doch den Vergleich von Laendern mit alternativem Steuersystem 
mit Oasen nicht aufgebracht. Und ich habe hier auch nicht angefangen ihn 
zu verwenden.

Autor: ..... (Gast)
Datum:

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Peter Stegemann (pst) wrote:

> Du behauptest, die Politik wuerde absichtlich nichts gegen die
> Kapitalbesitzer unternehmen. Hast du dafuer Belege?

Nicht gegen den Kapitalbesitz, der ist ja nicht verboten, sondern gegen 
die Steuerflucht. Ich behaupte nicht, es würde gar nichts unternommen, 
nur leider viel zu wenig. Du brauchst Belebe? Dafür gibt es genug 
Belege, z.B. die viel zu seltenen Stichproben, die der Zoll Dank zu 
wenig personal nicht ausdehnen kann. Ist dir eigentlich nicht 
aufgefallen, dass der deutsche Finanzminister von seinem 
Koalitionspartner kaum Unterstützung erhält beim Angehen der 
Steueroasen? Ich habe einige Diskussionen der Schweizer und Ösis 
mitbekommen (Finanzminster usw.). Selten solche getretenen Hunde 
gesehen. Voll erwischt, sage ich da nur und jetzt will man nicht am 
Pranger stehen. Aber Tatsache ist, dass deren Banken systematisch durch 
entsprechende Angebote deutsche Steuerflüchter anziehen zu versuchen und 
das schon seit Jahren (mit Erfolg). Was unsere Christdemokratische 
Partei betrifft, da verweise ich mal auf MI:

Frage von Maybritt Illner an Peter Ramsauer (CDU) in der Sendung vom
14.05.2009

Zitat

"Warum hat man das Gefühl, dass sich die Union so eigenartig zurückhält
beim Kampf gegen die Steueroasen?"

Das ist nicht aus dem luftleeren Raum gegriffen, dieses Gefühl gibt es 
bei vielen schon lange. Zu oft gab es entsprechende Berichte und wenn 
man die Bundestagsreden der CDU-Vertreter mitverfolgt weiß man bescheid.

> Was ist deine Antwort?

Worauf? Es ging um angebliche Verschwörungstheorien.


> Voellig anderes Thema. In Deutschland werden Steuern hinterzogen und
> Deutschland versucht anderen Laendern die Schuld dafuer in die Schuhe zu
> schieben. Darum geht es.

Diese Schuld gibt es auch. Das fängt damit an, dass die Schweiz sich 
bisher weigerte mit deutschen Finanzbehörden bei Verdacht auch 
Steuerhinterziehung zusammenzuarbeiten, während die USA mittlerweile 
alle Informationen erhalten.

> Schon wieder... was tun den die anderen Parteien?

Was heißt schon wieder? Die anderen Parteien? Die regieren nicht und 
sind deswegen auch nicht in der Verantwortung. Tatsache ist, dass die 
SPD (Finanzminister Steinbrück) wenigstens mal in dieser Sache den Arsch 
in der Hose hat und Tacheles mit der Schweiz, Österreich und 
Liechtenstein geredet hat. Das hätte ich mir mal von einem 
finanzpolitischen Sprecher der CDU gewünscht. Statt dessen fällt die 
Union über Steinbrück her und schwächt damit die deutsche Position 
erheblich.

Autor: P. S. (Gast)
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..... schrieb:
> Peter Stegemann (pst) wrote:

>> Du behauptest, die Politik wuerde absichtlich nichts gegen die Kapitalbesitzer 
unternehmen.
>> Hast du dafuer Belege?
> Nicht gegen den Kapitalbesitz, der ist ja nicht verboten, sondern gegen die 
Steuerflucht. Ich
> behaupte nicht, es würde gar nichts unternommen, nur leider viel zu wenig. Du 
brauchst
> Belebe?

Du bringst schon wieder nur Theorien, aber keine Belege dafuer, dass 
absichtlich nichts unternommen wird. Du solltest in die Politik gehen 
- viel Text, aber keine Antwort auf eine einfache Frage.

> Belege, z.B. die viel zu seltenen Stichproben, die der Zoll Dank zu wenig 
personal nicht
> ausdehnen kann.

Ich komme mehrfach im Monat an die Deutsch-Schweizer Grenze. Die ist nie 
unbesetzt.

> Ist dir eigentlich nicht aufgefallen, dass der deutsche Finanzminister von 
seinem
> Koalitionspartner kaum Unterstützung erhält beim Angehen der Steueroasen?

Es ist mir positiv aufgefallen, dass man sich von diesem Herrn 
distanziert. Abgesehen davon schweifst du schon wieder ab, die Frage 
ging nicht um die "Steueroasen", sondern um die Steuerflucht, die in 
Deutschland stattfindet. In der Schweiz findet keine statt und fuer das 
von Deutschen dort angelegte Geld werden auch Steuern abgefuehrt. Was 
der deutsche Finanzminister will, ist schlicht und einfach pauschal die 
Kontodaten aller Deutschen - ein ungeheuerlicher Vorgang, der jeden 
Deutschen, der ein Konto in der Schweiz hat, pauschal unter Verdacht 
stellt. Hier geht's wohl weniger um eine Steueroase, als um eine 
Rechtsoase inmitten der Willkuerwueste.

> Ich habe einige Diskussionen der Schweizer und Ösis mitbekommen (Finanzminster 
usw.).
> Selten solche getretenen Hunde gesehen.

Peinlich beruehrt und betroffen ueber das "neue Deutschland" wohl eher. 
Man fuehlt sich uebelst erinnert an die Begehrlichkeiten die in 
Deutschland immer dann erwachen, wenn es von inneren Problemen 
abzulenken gilt.

>> Was ist deine Antwort?
> Worauf? Es ging um angebliche Verschwörungstheorien.

Die Antwort von der du behauptet hast, wir wuerden sie beide kennen. Ich 
habe dir meine Antwort gegeben, wo ist deine?

> Diese Schuld gibt es auch. Das fängt damit an, dass die Schweiz sich bisher 
weigerte mit
> deutschen Finanzbehörden bei Verdacht auch Steuerhinterziehung 
zusammenzuarbeiten,
> während die USA mittlerweile alle Informationen erhalten.

Das ist beide Male nicht richtig. In Deutschland vergisst man leider 
manchmal, dass die Schweiz kein deutsches Bundesland ist, sondern ein 
souveraener Staat, dessen Gesetze zu respektieren sind. Und in einem 
Rechtstaat kann sich der Staat eben nicht nach Belieben die Kontodaten 
der Buerger beschaffen. Schon gar nicht auf Knopfdruck.

> Tatsache ist, dass die SPD (Finanzminister Steinbrück) wenigstens mal in dieser 
Sache den
> Arsch in der Hose hat und Tacheles mit der Schweiz, Österreich und Liechtenstein 
geredet
> hat.

Tatsache ist, dass Steinbrueck auftritt wie der Krawalldeutsche, den die 
Nachbarlaender immer fuerchten und mit Vergleichen um sich wirft, die so 
dumm wie inakzeptabel sind. Wer seine Nachbarn mit Indianern vergleicht, 
die die (deutsche) Kavallerie zur Ordnung rufen muss, kann nicht ganz 
dicht sein. Dass sich in Deutschland da kein Widerstand regt, ist ein 
trauriges Zeichen dafuer, was in dem Land los ist. Irgendwie haben die 
Deutschen immer noch nicht begriffen, dass Indianer & Kavallerie nicht 
Karl May, sondern Voelkermord bedeutet.

Waere Steinbrueck eine ehrliche Haut, wuerde er zuerst mal der 
Steuerflucht von Schweizern in die deutsche Grenzregion ein Ende setzen. 
Aber die ist natuerlich kein deutsches Problem. Und die 
Steuerfluchtburgen innerhalb der EU auch nicht.

Autor: ..... (Gast)
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Peter Stegemann, kannst du eigentlich auch mal lesbaren Text 
produzieren? Selten so ein zerklüftetes Geschreibsel hier im Forum 
gesehen.

Peter Stegemann (pst) wrote:
> Abgesehen davon schweifst du schon wieder ab, die Frage
> ging nicht um die "Steueroasen", sondern um die Steuerflucht, die in
> Deutschland stattfindet.

Steuerflucht und Steueroasen sind untrennbar miteinander verbunden.

Peter Stegemann (pst) wrote:
> In der Schweiz findet keine statt und fuer das
> von Deutschen dort angelegte Geld werden auch Steuern abgefuehrt.

Das ist eine ziemlich dreiste Lüge und Falschbehauptung. Welcher 
schweizerische Bankenlobbyist hat dir diese Antwort in den Mund gelegt? 
Das Geld was in der Schweiz in anonymen Konten und Stiftungen geparkt 
ist, erfährt niemals freiwillig eine Meldung bei deutschen Finanzämtern. 
Hast du etwa schon den Fall Zumwinkel vergessen? Was meinst du wieviel 
seiner Artgenossen seitdem die Möglichkeit zur straffreien Selbstanzeige 
genutzt haben? Das sind nach Angaben der Finanzbehörden nicht wenige. 
Ist aber dennoch nur die Spitze des berühmten Eisbergs. Wenn allein in 
Düsseldorf am Flughafen bei eine zufälligen Routinekontrolle eine 
Millionen Euro Bargeld die in Richtung Schweiz "fliegen" zusammenkommen, 
dann sagt das sehr viel über Steuerflucht aus. Das kannst du dir gerne 
mal vom Zoll erläutern lassen.

Peter Stegemann (pst) wrote:
> Das ist beide Male nicht richtig. In Deutschland vergisst man leider
> manchmal, dass die Schweiz kein deutsches Bundesland ist, sondern ein
> souveraener Staat, dessen Gesetze zu respektieren sind. Und in einem
> Rechtstaat kann sich der Staat eben nicht nach Belieben die Kontodaten
> der Buerger beschaffen. Schon gar nicht auf Knopfdruck.

Das ist beides schlicht falsch. Die Schweiz hat mit der USA ein Abkommen 
geschlossen (unter dem Druck der Vereinigten Staaten), um 
Steuerhinterziehung amerikanischer Staatsbürger aufzudecken. Es gibt 
kein Bankgeheimnis in der Schweiz vor Amerikanischen Finanzbehörden. Du 
bist einfach nicht richtig informiert in der Thematik.

Zweitens kann kein europäisches Land sich auf Souveränität berufen, wenn 
es andere Staaten dazu animiert, Schwarzgeld bei sich zu parken. Genau 
das macht sowohl die Schweiz als auch Österreich (und einige andere 
Länder bzw. Inseln).

Peter Stegemann (pst) wrote:
> Tatsache ist, dass Steinbrueck auftritt wie der Krawalldeutsche, den die
> Nachbarlaender immer fuerchten und mit Vergleichen um sich wirft, die so
> dumm wie inakzeptabel sind.

Bei den Vergleichen gebe ich dir recht, was den Krawall anbetrifft, den 
halte ich für unumgänglich. Alles andere hat in der Vergangenheit nicht 
gefruchtet. Schöne Reden und wohlfeile Appelle helfen nicht die Bohne. 
Nur wenn man diese Steueroasen offen benennt, erreicht man auch eine 
offene Diskussion und hoffentlich auch Änderung im Verhalten. Im übrigen 
hat die Schweiz bereits zugesagt, das ihr Bankgeheimnis demnächst nicht 
mehr für ausländische Kontoinhaber gilt. Das muss sich aber in der 
Praxis erst noch zeigen. Noch ist davon nichts zu sehen.

Du solltest bei allem mal eines nicht vergessen, die vielen Milliarden 
die hier von einer sog. gut situierten Schicht illegal in "Sicherheit" 
gebracht werden fehlen dem deutschen Gemeinwesen für wichtige Aufgaben. 
Dieses Geld muss von den Bürgern die sich daran nicht beteiligen wollen 
oder auch können ersetzt werden. Das ist unsolidarisch, unfair und zudem 
schlicht kriminell. Hier geht es nicht darum dem Staat ein Schnippchen 
zu schlagen, sondern hier geht es um große Summen, die noch dazu der 
reinen Luxusbereicherung dienen und nicht irgend eine Not auslösen, wenn 
sie bei uns ordnungsgemäß versteuert würden. Die CDU die hier 
entscheidend mit die Verantwortung trägt zeigt sich komischerweise bei 
großen als Schwarzgeld verbrachte Summen vergleichsweise lax, während 
den Normalverdiener, Geringverdiener und Hartz-IV Empfänger die 
komplette Kontrollwut des eigenen Staates trifft (hier zeigt sich die 
CDU plötzlich wieder emsig und kleinlich). Das ist eine 
Ungleichbehandlung die für viele unerträglich geworden ist und das muss 
man offen aussprechen.

Autor: ..... (Gast)
Datum:

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Ich empfehle dir mal dies hier durchzulesen

"Warum Peer Steinbrück Recht hat"

http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Wa...

zwei Zitate daraus

"Der Bundesfinanzminister findet es unerträglich, dass einige Staaten in 
Europa mehr oder weniger offen unversteuertem deutschem Geld Asyl 
gewähren."

"Erfreulich wäre es, wenn sich mehr Politiker - auch in Deutschland - 
locker machten und geradeheraus sagten, was ihnen nicht passt. Aber 
anders als der Finanzminister verwenden Berliner Vorderbänkler viel Zeit 
darauf, mit feuchtem Beinkleid unangenehme Botschaften so zu 
verschwurbeln, dass die meisten sie nicht verstehen und die Übrigen 
nicht beleidigt sind. Wenn mehr Minister reden würden wie Peer 
Steinbrück, dann könnten mehr Menschen begreifen, was Politiker wirklich 
wollen. Und man müsste nicht drei verschiedene Zeitungen lesen, um nach 
einem G8-Gipfel zu verstehen, ob die Welt gerettet ist oder nicht."

Autor: A. K. (prx)
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Stil <=> Substanz

Man kann durchaus der Ansicht Steinbrücks sein, aber als Politiker mit 
Aussenwirkung, noch dazu eines in Europa ziemlich dominanten Staates, 
sollte man etwas sensibler vorgehen.

Man möge sich mal vorstellen, was sich hierzulande an Empörung und 
Antiamerikanismus regt, wenn ein Amerikaner ähnlich über die Deutschen 
herzieht. Sowas führt reflexhaft zu einer Solidarisierung gegen den 
Agressor. Und ist somit zwar geeignet, den eigenen "Stammtisch" zu 
bedienen, behindert aber Bewegung in der Substanz. Denn der so 
gescholtene kann nun ohne Gesichtsverlust nur noch schlecht nachgeben.

Autor: P. S. (Gast)
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..... schrieb:

> Peter Stegemann (pst) wrote:
>> Abgesehen davon schweifst du schon wieder ab, die Frage
>> ging nicht um die "Steueroasen", sondern um die Steuerflucht, die in
>> Deutschland stattfindet.
> Steuerflucht und Steueroasen sind untrennbar miteinander verbunden.

Nun erklaere doch bitte mal, was du eigentlich unter Steuerflucht 
verstehst? Mir scheint, viele haben ueberhaupt nicht begriffen, um was 
fuer Vergehen es hier wirklich geht. Auch der Herr Steinbrueck nicht.

> Peter Stegemann (pst) wrote:
>> In der Schweiz findet keine statt und fuer das
>> von Deutschen dort angelegte Geld werden auch Steuern abgefuehrt.
> Das ist eine ziemlich dreiste Lüge und Falschbehauptung. Welcher
> schweizerische Bankenlobbyist hat dir diese Antwort in den Mund gelegt?
> Das Geld was in der Schweiz in anonymen Konten und Stiftungen geparkt
> ist, erfährt niemals freiwillig eine Meldung bei deutschen Finanzämtern.

Es gibt schon seit Jahren keine anonymen Konten fuer Auslaender mehr in 
der Schweiz. Du guckst zu viele Hollywood-Filme.

> Hast du etwa schon den Fall Zumwinkel vergessen?

Wie viel Geld hatte der in der Schweiz?

> Wenn allein in
> Düsseldorf am Flughafen bei eine zufälligen Routinekontrolle eine
> Millionen Euro Bargeld die in Richtung Schweiz "fliegen" zusammenkommen,
> dann sagt das sehr viel über Steuerflucht aus.

Dann hast du ja Problem und Loesung schon erkannt. Geld wird heimlich 
in's Ausland geschafft und das kann an der Deutschen Grenze verhindert 
werden.

> Das ist beides schlicht falsch. Die Schweiz hat mit der USA ein Abkommen
> geschlossen (unter dem Druck der Vereinigten Staaten), um
> Steuerhinterziehung amerikanischer Staatsbürger aufzudecken. Es gibt
> kein Bankgeheimnis in der Schweiz vor Amerikanischen Finanzbehörden. Du
> bist einfach nicht richtig informiert in der Thematik.

Quelle?

> Zweitens kann kein europäisches Land sich auf Souveränität berufen, wenn
> es andere Staaten dazu animiert, Schwarzgeld bei sich zu parken. Genau
> das macht sowohl die Schweiz als auch Österreich (und einige andere
> Länder bzw. Inseln).

Wie schoen, dass du immer die Sauereien der EU-Staaten nicht zitierst 
und auch nicht kommentierst. Es ist faktisch falsch, was du hier 
schreibst, worauf ich schon zweimal hingewiesen habe.

> Du solltest bei allem mal eines nicht vergessen, die vielen Milliarden
> die hier von einer sog. gut situierten Schicht illegal in "Sicherheit"
> gebracht werden fehlen dem deutschen Gemeinwesen für wichtige Aufgaben.

Dem Gemeinwesen fehlen auch die Millionen, die von der Masse der 
"normalen" Mitbuerger hinterzogen werden. Steuerhinterziehung ist in 
Deutschland ein Massenproblem, nicht eines einer elitaeren Schicht. Den 
Rest ignoriere ich Mal freundlich, Straftat ist Straftat, egal von 
welcher sozialen Schicht begangen.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

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Peter Stegemann (pst) wrote:

> Hier geht's wohl weniger um eine Steueroase, als um eine
> Rechtsoase inmitten der Willkuerwueste.

100% richtig

> Peinlich beruehrt und betroffen ueber das "neue Deutschland" wohl eher.
> Man fuehlt sich uebelst erinnert an die Begehrlichkeiten die in
> abzulenken gilt.

Geht mir als in Österreich lebenden ehemaligen DDR-, und 
ZwangsBundesbürger nicht anders. Die Peinlichkeit welche ich in 
Vorarlberg lebend als "Deutscherwiderwillen" dank Herrn Steinbrücks 
Attaken gegen die Schweiz ertragen muss ist dabei nichmal das 
Schlimmste, sondern wird noch getoppt durch den Anspruch ganz Europa 
habe nach seiner Pfeife zu tanzen.

> In Deutschland vergisst man leider manchmal, dass die Schweiz kein
> deutsches Bundesland ist, sondern ein souveraener Staat, dessen Gesetze
> zu respektieren sind.

Wie war.

Es wird auch gern "vergessen", das die Schweizer Neutralität eben auch 
ihre Historischen Ursachen in der Innereuropäischen Politik der 
vergangenen Jahrhunderte hat, als Deutschland nun wahrlich selten die 
Rolle des "Weißen Ritters" spielte. Dazumal haben alle Seiten immer 
wieder gern die Dienste der heute so gescholtenen Schweizer angenommen.
Und nur weil seit gut 700 Jahren zum ersten mal knapp 10 Jahre lang eine 
zerbrechliche Ruhe zwischen den Dauerfeinden rings um die Schweiz 
herrscht sollen die Ihre Neutralität und Souveränität aufgeben???

Hier sind sich Wölfe einig, das letzte Schaf fressen zu wollen, nur ist 
das Schaf kein dummes Schaf, sondern hat seinerseits die Wölfe schon 
lange an der Leine.

Autor: Einer für 'ne direktere Demokratie (Gast)
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Was an einigen ausländischen Banken so schlimm sein soll, kann ich nicht 
verstehen. Das Problem sind doch die Gesetzesbrecher, die ihr Geld ins 
Ausland schaffen, und nicht die dortigen Banken! Soll mit dem Geschimpfe 
über die sog. "Steueroasen" einfach von der Tatsache abgelenkt werden, 
dass die Steuerhinterzieher Deutsche sind, die eigentlich hier 
belangt werden müssten? Um bei der Analogie "Oase" zu bleiben: Wenn es 
illegal ist, eine Oase aufzusuchen, warum will man dann die Oase 
zerstören? Würde man es hier im Inland schaffen, die Steuerhinterzieher 
zu packen, verlören die ausländischen Banken ihr Geschäft von ganz 
allein, hätten dann aber keinerlei Grund, das Vorgehen Deutschlands zu 
kritisieren. Die jetzige Politik des dauernden Angreifens unabhängiger 
Staaten ist einfach peinlich!

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