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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Tatsächliche Gehälter in der Schweiz

Autor: Arbeitssuchender (Gast)
Datum: 19.05.2009 00:45

Koennten bitte die Schweizer hier im Forum einmal eine Angabe machen,
welches Brutto / Netto sie für ihre Tätigkeit bekommen?

Mir geht es nicht um die Einstigesgehälter, sondern das, was man mit
sagen wir >5 Jahren in der Elektornik und Softwaren bekommen kann.

Bitte möglichst mit Kanton, wegen der Vergleichbarkeit.

Und bitte möglichst keine Kommentare von Dritten, die die Zahlen
hinterfragen.

Danke.

Ich mahe den Anfang:

Ich habe ein Angebot über 115.000 Franken für einen Job im Bereich
Elektrik + Firmware und Projektführung. Die Stelle ist für ETH / Uni
ausgeschrieben und erfordert Mathematik.
Autor: Arbeitssuchender (Gast)
Datum: 19.05.2009 00:47

Ach ja, die Stelle ist im Kanton St. Gallen, auf unbefristet
ausgeschrieben, sie beläuft sich auf 40h und das Netto habe ich noch
nicht ausrechnen können.
Autor: Transfer-Spezialist (Gast)
Datum: 19.05.2009 14:51

> ...und das Netto habe ich noch nicht ausrechnen können.

Das macht nichts. Das können die wenigsten Ingenieure ;-)
Autor: NixSchwitzer (Gast)
Datum: 19.05.2009 22:27

Mir hat man geboten:

ca 105000 (St Gallen) Entwickler
ca 100000 (bei Schaffhausen) Entwickler
ca 125000 (Zürich) Teamleiter

Ein Exarbeitkollege bekommt 108000+Provision(ca 15000) im Vertrieb
Region Zürich
Autor: Arbeitssuchender (Gast)
Datum: 20.05.2009 03:22

Dann sind die 115.000 ja nicht unrealistisch. Könnte mal jemand ein
typisches Netto dazuschreiben?
Autor: Römu (Gast)
Datum: 20.05.2009 06:39

Vergesst  nicht das bei einem schweizer Nettogehalt die Steuern noch
nicht abgezogen sind! Dies gilt es in den Vergleich miteinzubeziehen.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 20.05.2009 10:11

Römu schrieb:
> Vergesst  nicht das bei einem schweizer Nettogehalt die Steuern noch
> nicht abgezogen sind! Dies gilt es in den Vergleich miteinzubeziehen.

Wie kann es dann netto sein? :-/
Autor: Römu (Gast)
Datum: 20.05.2009 11:15

Netto ist in der Schweiz nach Abzug AHV/ALV/NBU etc. sprich die
obligatorischen Abzüge (was ja auch Steuern sind im weitesten Sinn). Die
Steuern an die Wohngemeinde/Kanton werden aber im Folgejahr mittels
Steuererklärung abgerechnet. Siehe Google
Autor: Software Ingenieur (Gast)
Datum: 20.05.2009 11:26

Kanton ZH
124000 Brutto
20 Jahre Berufserfahrung
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 20.05.2009 13:35

Römu schrieb:
> Netto ist in der Schweiz nach Abzug AHV/ALV/NBU etc. sprich die
> obligatorischen Abzüge (was ja auch Steuern sind im weitesten Sinn). Die
> Steuern an die Wohngemeinde/Kanton werden aber im Folgejahr mittels
> Steuererklärung abgerechnet. Siehe Google

Okay, kann man ungefähr sagen, wie hoch der Steueranteil vom Brutto an
Gemeinde und Kanton ist? Unterscheidet sich je nach Ort, ist mir schon
klar. Aber so in etwa, damit man einen Vergleich zu Deutschland hat?
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum: 20.05.2009 15:20

Mark Brandis schrieb:
> Okay, kann man ungefähr sagen, wie hoch der Steueranteil vom Brutto an
> Gemeinde und Kanton ist? Unterscheidet sich je nach Ort, ist mir schon
> klar. Aber so in etwa, damit man einen Vergleich zu Deutschland hat?
Je nachdem, was du noch alles abrechnest..
Such doch mal über Google nach den Regelsteuersätzen in dne Schweizer
Kantonen. Findest du sicher etwas.
Autor: Facharbeiter (Gast)
Datum: 20.05.2009 19:15

toll der tipp, immer bei Google zu suchen. so ein Quatsch!

Schreibt doch einfach mal die Fakten.

Welches Brutto, welöche Steuern, welches Netto. Fertig.

Dass man mal einen Eindruck gewinnt.
Autor: Römu (Gast)
Datum: 21.05.2009 08:31

oke oke ich versuchs mal ... bin kein buchhalter, lasse die
steuereklärung jedes jahr ausfüllen von jemandem.
die besteuerung ist progressiv ..  d.h. wenn man mit 40k was versteurt
ist es mit 80k nicht doppelt sondern einiges mehr


hier gibt es ein tool vom kanton aargau:
http://www.ag.ch/steueramt/de/pub/angebote/steuerb...

auf der rechten seite ist ein pdf "Tarif für die Einkommenssteuer". Der
Betrag der dort steht ist das "steuerbare Einkommen", sprich nach allen
Abzügen die du machen kannst.

Bsp. 40k :  --> 1795 Fr.  dieser Betrag entspricht jetzt 100%
(=Steuerbetrag).
Mein Kanton hat 114% Steuern für den Kanton, sprich von diesen 1795 =
2046 Fr. für den Kanton. Dann kommen die für die Gemeinde (je nach dem
zw. ca 85% bis über 130%). Wenn du in der Kirche bist sind das je nach
Ort zw. 20 und 30% (wieder vom Steuerbetrag).
Die Vermögenssteuer weiss ich nicht genau, bis 100'000Fr steuerfrei für
Alleinstehende, bis 180'000 für verheiratete. (habe ich nie bezahlt da
nicht so viel vorhanden :-)

dann will der staat noch was, das ist dann die bundessteuer, diese ist
aber ein kleinerer betrag der auch wieder auf das "steurbare Einkommen"
bezogen wird (sind wenige hundert franken).

so das wärs in etwa. danke für ergänzungen oder falls ich was vergessen
oder verwechselt habe.
Autor: Schweizer (Gast)
Datum: 21.05.2009 10:23

Grundsätzlich kann man in der Schweiz vom Nette rund 9% an Abgaben (ALV,
AHV, IV) abziehen die direkt vom lohn abgezogen werden...
Weiter kann man bei einem Lohn von 100k SFr von Steuern in der höhe von
etwa 10k ausgehen, im Schnitt. Je nach Kanton und Wohnort (z.b. Zug,
Nidwalden ist tiefer, Genf, Jura höher) variiert das ganze etwas...

Du überlegst dir eine Stelle in SG anzunehmen. bei 115k brutto werden
etwa 9% abgezogen wobei etwa 105k übrigbleiben. Weiter sind beiträge in
die pensionskasse obligatorisch, denke etwa 3k, bleiben 102k.
Je nachdm wirst du somit auf ein geschätztes Steuerbares einkommen von
Rund 90k kommen.
Je nach gemeinde in welcher du im Kanton SG wohnst, zahlst du somit
nochmals zwischen 16k und 19k steuern, bleiben also noch 83k Netto,
wobei du etwa 2-3k noch für die Krankenkasse rechnen musst, du separat
bezahlt werden muss...  (ist von Gemeinde zu Gemeinde
unterschiedlich...) (schau hier für den kanton SG
http://www.steuern.sg.ch/home/sachthemen/eservices...)
Autor: gagamel (Gast)
Datum: 22.05.2009 22:56

das nenne ich mal ein vernüftiges beispiel - danke
Autor: Hüter der legendären Muschis (Gast)
Datum: 23.05.2009 12:20

>Die Vermögenssteuer weiss ich nicht genau, bis 100'000Fr steuerfrei für
Alleinstehende,

Was zählt denn da alles hinzu? Wenn man ein Bankkonto hat, oder auch das
Haus?????

>115k Brutto -> 80k Netto. Damit blieben 50k Euro netto. Ist nicht so sehr viel
besser, als in D oder? Wenn in der Schweiz alles 20% teuere ist, ist der Vorteil
wech.
Autor: Armer Schlucker (Gast)
Datum: 23.05.2009 13:14

Wobei die Kosten schon sakrisch hoch sind.
Waren in Zürich weg(Öpfelchammer) und ham für 2 Flaschen Wein und 1,5
Brotzeitteller 250Fr gelassen.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 23.05.2009 13:18

Ja das ist der Punkt... was man hier an Brutto- und Netto-Gehältern
liest, lässt einen erstmal neidisch werden. Aber wenn man es nicht in
Relation zu den Ausgaben für Miete, Nebenkosten, Essen, Kleidung,
Freizeit etc. sieht, dann sind die Zahlen eigentlich wenig
aussagekräftig.
Autor: Hüter der legendären Muschis (Gast)
Datum: 23.05.2009 14:05

> Waren in Zürich weg(Öpfelchammer) und ham für 2 Flaschen Wein und 1,5
> Brotzeitteller 250Fr gelassen.

Also das ist ja schon gewaltig! In Nürnbergs Umland ist es preiswerter.
Da bekommt man für 7,80 einen kompletten Teller mit Putenbrustfilet in
bester Qualität + Salat. Ein Glas Wein liegt bei 2,80,-. Ein normales
Abendessen hat man für eine Person bit 15,-! Wenn man mit 2 Personen im
Restaurant Essen geht, zahlt man in der Regel um die 60,- mit
Vorspeisen, Nachspeisen und allen Getränken. Das sind weniger als 100,-
Franken, wenn ich richtig rechne.

Wie sind die Supermarktpreise in Zürich?
Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum: 24.05.2009 09:51

Abgesehen vom Kurs (~ 1,5 - 1,6 ) kannst du in der Schweiz von doppelten
€_Preisen in Franken ausgehen. In den teureren Ecken wie z.b Zürich
gehen noch mal 10-20% drauf.

Wohnen ist auch nicht billig und in den Ballungszentren extraordinär oft
lohnt es 20 km in Kauf zu nehmen um die Hälfte für vergleichbaren
Wohnraum in besserer (ruhiger schöner)Lage zu zahlen. Und Mahrzahn ist
in der Deutschschweiz am Rande jeder größeren Stadt zu finden.

Kurz um, in der Schweiz gibt es auch genügend Arme und sozial
Benachteiligte. Jedoch sind die Gemeinden stärker als in D. in der
Pflicht für Arbeit zu sorgen, und tun dies auch, da die RAV_Ausgaben die
Gemeindekassen weit mehr belasten als in D.

Soweit meine Erfahrungen als deutscher Grenzgänger im Rheintal.
Autor: Römu (Gast)
Datum: 24.05.2009 12:31

Du sagst es Winfried. So ist es. Auch in der Schweiz gibt es Armut. In
keinem Land der Welt zahlen Firmen höhere Löhne als nötig wäre
(Ausnahme: Manager:-)
Autor: Transfer-Spezialist (Gast)
Datum: 25.05.2009 08:30

Es gilt noch immer die alte Erkenntniss, das ein Umzug in die Schweiz
nur für Leute interessant ist, die in Deutschland über ein zu
versteuerndes Einkommen von mehr als 100.000,-(+/-) EUR haben.
Autor: Freelancer (Gast)
Datum: 27.05.2009 17:38

>Es gilt noch immer die alte Erkenntniss, das ein Umzug in die Schweiz
>nur für Leute interessant ist, die in Deutschland über ein zu
>versteuerndes Einkommen von mehr als 100.000,-(+/-) EUR haben.
Warum?

Mit der Randbedingung, dass man in der Schweiz dasselbe bekommt (inkl.
Umrechungsfaktor) reichen schon 60.000! Für Anfänger, die in der Schweiz
erheblich mehr bekommen, reichen schon 50k! Hier bekommen die Anfänger
allerding schon geraume Zeit keine 50k mehr. Viele können froh sein,
wenn sie die 40k überklettern. Das sind in Franken <60k. Bekommen kann
man aber in der Schweiz>80k mit einem guten FH-Diplom. Da man weniger
Steuern und Abgaben hat, bleibt einiges über, um die Schweizerpresie zu
akzeptieren.
Autor: aha (Gast)
Datum: 27.05.2009 21:16

Aeh, die Krankenversicherung ist obligatorisch, und nicht im Lohn
enthalten. Dh da gehen noh ein paar Tausender pro Jahr weg. Und die
Zaehne sind in der Krankenversicherung nicht enthalten.
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum: 28.05.2009 08:31

Vorallem kannst du vom Bruttolohn schon mal rund 6-8% wegrechnen, die
alleine für AHV/IV usw. draufgehen.
Je nachdem wo du wohnst kannst du noch massiv höhere Mieten als in
Deutschland einberechnen.
Autor: Freelancer (Gast)
Datum: 28.05.2009 10:54

>6% AHV

Nur 2 Punkte:

- In Deutschland zahlt man vorneweg 15% Krankenversicherung bis zur
Deckelsumme - mit PV zusammen bis zu 7200,- Euro. Davon zahlt der AG
etwa 3500,-. Rentenversicherung sind knapp 20% bis etwa 60.000 also
12000, davon zahlt der AG etwa 6000,-. Arbeitslosenversicherung kommt
auch noch dazu. Wer über 60k hat, kriegt 11.000 abgezogen. Dann zahlt
man bis zu 47% Steuern. Bei 50k sind das für einen Alleinstehenden etwa
12.000. Man hat also nicht mal 2000,- Netto im Monat. Das wären dann
3000,- Franken. Nehmen wir 1000,- Franken mehr für die teure Schweiz,
braucht man demnach 4000,- Franken netto. Das haben die Akademiker dort
locker.

- Ich kenne eine gute Zahl von deutschen Ingenieuren, die in Deutschland
wohnen und zum Arbeiten jeden Tag in die Schweiz fahren. Das sind alles
Erfahrene, die auch zuvor schon ein gutes Gehalt hatten, darunter einen
Projektleiter. Ich nehme an, dass die rechnen können und nicht
drauflegen. Selbst die gut bezahlten Deutschen haben meist weniger, als
70k, bleiben netto nochmal 750,- im Monat = 1250 Franken. Wer in der
Schweiz mehr als 5250,- Netto hat, steht definitiv besser, als jeder
deutsche Ingenieur!
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum: 28.05.2009 15:33

Freelancer schrieb:
> - Ich kenne eine gute Zahl von deutschen Ingenieuren, die in Deutschland
> wohnen und zum Arbeiten jeden Tag in die Schweiz fahren. Das sind alles
> Erfahrene, die auch zuvor schon ein gutes Gehalt hatten, darunter einen
> Projektleiter. Ich nehme an, dass die rechnen können und nicht
> drauflegen. Selbst die gut bezahlten Deutschen haben meist weniger, als
> 70k, bleiben netto nochmal 750,- im Monat = 1250 Franken. Wer in der
> Schweiz mehr als 5250,- Netto hat, steht definitiv besser, als jeder
> deutsche Ingenieur!
Na eben, sie wohnen noch in Deutschland ^^
Und diese 6-8% sind lediglich die Standardabzüge, Steuern, Krankenkasse,
usw sind da noch nicht mit eingerechnet. Aber darüber hat man ja hier
schon in anderen Threads die Erkentnisse gezogen, dass es so einen
enormen Unterschied tatsächlich nicht ausmacht, da müssen wir das hier
nicht auch wieder durchkauen ;)
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 28.05.2009 15:44

Armer Schlucker schrieb:

> Wobei die Kosten schon sakrisch hoch sind.
> Waren in Zürich weg(Öpfelchammer) und ham für 2 Flaschen Wein und 1,5
> Brotzeitteller 250Fr gelassen.

Das habe ich in 10 Jahren Schweiz noch nie geschafft. Das hat wohl eher
mit eurer Weinauswahl zu tun. Wenn ich mir die Karte online angucke,
kosten die Hauptspeisen um die 40 CHF, das Essen war's also wohl
nicht...
Autor: aha (Gast)
Datum: 28.05.2009 17:27

... Menü "Surprise" 112Fr.
Autor: Freelancer (Gast)
Datum: 28.05.2009 19:06

>Na eben, sie wohnen noch in Deutschland ^^
Das ist eher noch ein Nachteil. Sie werden übrigens in der Schweiz
versteuert - haben in einem Fall eine Grenzgängerkrankenkasse.
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 01.06.2009 19:54

>... Menü "Surprise" 112Fr.


Passt mal auf, wenn ihr in der Schweiz einen Vertrag hattet und euch die
AHV im Nachhinein euer "Menü Surprise" serviert: Das sind dann mehr als
112 Sfr.!
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.06.2009 23:19

Freelancer schrieb:
>>Na eben, sie wohnen noch in Deutschland ^^
> Das ist eher noch ein Nachteil. Sie werden übrigens in der Schweiz versteuert

Wer im Ausland wohnt, zahlt in der Schweiz nur 4.5% Quellensteuer, den
Rest im Wohnland.
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 02.06.2009 11:25

Das hiesse, man muss in Franken 5% mehr haben, als das Äquivalent in
Deutschland. Das kann ich mir kaum vorstellen, dass sich das rechnet.
Ich müsste fast 120.000 Franken bekommen, was unrealistisch ist.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.06.2009 19:10

Gregor Altweder schrieb:

> Das hiesse, man muss in Franken 5% mehr haben, als das Äquivalent in
> Deutschland.

Worauf beziehst du das bitte?
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 02.06.2009 20:08

nun, wenn ich in deutschland versteuert werde, muesste ich ja exakt das
deutsche brutto zuzüglich reserve für den quellensteuerabzug haben, also
rund 105%. Dann stellt sich die Frage nach dem aktuellen Brutto und dem
Wechselkurs. Gfs  müsste man dann noch ein paar Franken hinzurechnen
fuer Ausgaben am Arbeitsort.

Wie teuer ist das Kantinenessen in Zürich?

Ich konnte mich bei einer Firma in Bern davon überzeugen, dass fuer ein
Tablett gutes Essen schon mal 15,- Franken fällig sind.
Autor: aha (Gast)
Datum: 02.06.2009 20:38

Also nur wegen der Kohle lohnt es sich nicht. Rappenspalter sollten
zuhause bleiben. Die Umstellung ist viel zu gross.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.06.2009 20:56

Gregor Altweder schrieb:

> nun, wenn ich in deutschland versteuert werde, muesste ich ja exakt das
> deutsche brutto zuzüglich reserve für den quellensteuerabzug haben, also
> rund 105%.

"Wer im Ausland wohnt, zahlt in der Schweiz nur 4.5% Quellensteuer, den
Rest im Wohnland."

Rest != zuzueglich.

Wenn du in Deutschland einen Steuersatz von z.B. 35% hast, zahlst du
4.5% Quellensteuer in der Schweiz und 30.5% Einkommenssteuer in
Deutschland.

> Dann stellt sich die Frage nach dem aktuellen Brutto und dem
> Wechselkurs. Gfs  müsste man dann noch ein paar Franken hinzurechnen
> fuer Ausgaben am Arbeitsort.
>
> Wie teuer ist das Kantinenessen in Zürich?
>
> Ich konnte mich bei einer Firma in Bern davon überzeugen, dass fuer ein
> Tablett gutes Essen schon mal 15,- Franken fällig sind.

Tip: Bleib in Deutschland.
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 02.06.2009 22:24

>Wenn du in Deutschland einen Steuersatz von z.B. 35% hast, zahlst du
>4.5% Quellensteuer in der Schweiz und 30.5% Einkommenssteuer in
>Deutschland.

Ein typischer Rechenfehler vieler Unerfahrener. Die im Ausland gezahlte
Steuer wird NICHT von der deutschen Steuer abgezogen, sondern das
Einkommen verringert sich entsprechend der gezahlten Steuer und wird
behandelt, wie jede andere Ausgabe, eben so, als haette es die Einnahme
nicht gegeben. Es ist, wie ich beschrieben habe: Vom ausländischen
Einkommen werden die dadurch bedingten Kosten abgezogen, wozu eben auch
die Quellensteuer zählt. Also muss man entsprechend mehr haben, um NACH
Abzug der Quellensteuer genau so dazustehen, eben WEIL man nach dem
Abzug zu seinem Brutto kommt, ab dem wieder genau so gerechnet wird, wie
bekannt.

Die Auswirkung merken die meisten dann, wenn sie im Herbst in die
Schweiz ziehen und dan nur 1/4 des Gehaltes in der Schweiz versteuern
können: Dank der Steuerprogression in D zahlt man für den Rest in D
nämlich genausoviele Steuern, während man bei 1/4 in der Schweiz noch
nicht so viel spart.

Ich weiss, wovon ich rede!
Autor: yannik22 (Gast)
Datum: 02.06.2009 22:33

ich hab von bekannten gehört, dass sie in dänemark arbeiten und in dt.
wohnen und wenn ich mich recht erinnere nur in einen land steuern zahlen
- kann das sein? (hab mich bisher nie mit dem thema des auswanders
ebschäftigt)
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 02.06.2009 22:40

Um es nochmals zu verdeutlichen: Wir teilen ein mittleres zu
versteuerndes Einkommen von 40k in 4 Viertel und stellen fest, dass man
für das 4. Viertel am meisten Steuern zahlt, während man fuer das erste
Viertel praktisch nichts zahlt, da Freibetrag + Freigrenze
Vorsorgeauswendungen etwa 10k ergeben.

Arbeitet man nun ein Quartal in der Schweiz, so denken viele , sie
meussten die Steuern fuer 30k in D zahlen. Dem ist NICHT so!!! Man zahlt
für 30k die Steuern zu dem Steuersatz, der bei 40k angefallen wäre. Es
wird quasi das untere Viertel weggenommen, wo sowieo nichts gezahlt
worden wäre. Für dieses zahlt man aber in der Schweiz die vollen
Steuern! Man ist also negativ!

Aehnliches gilt bei der Versteuerung in D, wenn man in D wohnt: Man
zahlt den vollen Steuersatz. Das macht bei der obigen Rechung nicht viel
aus, führt aber bei einem 100% Schweizjahr einfach dazu, dass man für
das gesamte Einkommen voll steuerpflichtig wird. Dieses Einkommen ist
eben nur einfach um die erwähnten 4,5% geringer, als das schweizer
Brutto.

Wenn dann das schweizer Brutto exakt dem Wechselkursbrutto in D
entspräche, fehlen 4,5% Brutto und damit auch entsprechend netto - je
nach Spitzensteuersatz.
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 02.06.2009 22:42

>ich hab von bekannten gehört, dass sie in dänemark arbeiten und in dt.
>wohnen und wenn ich mich recht erinnere nur in einen land steuern zahlen
>- kann das sein?

Das dürfte aehnlich, sein, wobei ich nicht weiss, ob Dänemark eine
Quellensteuer hat. In jedem Fall sollte das deutsche Steuersystem in dem
Fall besser sein, als das Dänische. :-)
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.06.2009 23:23

Gregor Altweder schrieb:

> Ein typischer Rechenfehler vieler Unerfahrener. Die im Ausland gezahlte
> Steuer wird NICHT von der deutschen Steuer abgezogen, sondern das
> Einkommen verringert sich entsprechend der gezahlten Steuer und wird
> behandelt, wie jede andere Ausgabe, eben so, als haette es die Einnahme
> nicht gegeben.

Das ist falsch. Ich habe genuegend Steuererklaerungen als Grenzgaenger
gemacht.

Das kannst du auch hier nachlesen:

http://www.grenzgaenger.de/steuerngg.htm
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.06.2009 23:28

Gregor Altweder schrieb:

> Arbeitet man nun ein Quartal in der Schweiz, so denken viele , sie
> meussten die Steuern fuer 30k in D zahlen. Dem ist NICHT so!!! Man zahlt
> für 30k die Steuern zu dem Steuersatz, der bei 40k angefallen wäre.

In beiden Laendern wird der Steuersatz anhand des Jahreseinkommens
ermittelt und auf den Jahresteil, den man im jeweiligen Land gewohnt
hat, angewandt. Das ist auch das einzig vernuenftige Verfahren.

Wer davon ausgegangen ist, dass er in einem Land mit einem
Jahreseinkommen von 30k und im anderen von 10k veranschlagt wird, ist
einfach nur naiv.

> Es wird quasi das untere Viertel weggenommen, wo sowieo nichts gezahlt
> worden wäre. Für dieses zahlt man aber in der Schweiz die vollen
> Steuern! Man ist also negativ!

Nein, das ist einfach nur Quatsch.
Autor: Mike (Gast)
Datum: 03.06.2009 22:48

Hallo,
ich bin auch gerade am Rechnen. Vor 2 Woche hat ein Headhunter angerufen
und mir eine Position im Raum Basel angeboten, ca. 5 km von der Grenze
zu D.
War gerade zum 2. Gespräch da, wo es auch ums Finanzielle ging.

Gehaltsmässig sieht es etwa so aus:

Jahresgehalt 140000 SFr
- AHV 5.05%
- ALV 1% (aber auf 1% von 126000SFr gedeckelt?)
- UVG Grundsicherung (was auch immer das ist) 0.79%
- Pensionskasse: 9% , scheint aber mit dem Alter bis auf 9.8% zu steigen

Dazu kommen noch die Bundes- und Kantonalsteuer, letztere wohl ca. 15% -
vom Brutto oder netto?, ausserdem noch Helsana (private
Krankenversicherung).
Ich schätze mal, dass so um die 110000 SFR übrigbleiben.

Macht in Euro so ca. 72400, ziemlich genau mein jetziges Brutto :-)
Hier in D gehen aber ca. 30000 für Steuer, KV, RV etc. ab.
Für eine 3-Zimmer-Wohnung müsse man im Basler Land so ca. 2000 SFR ==
1300€ rechnen, ist das realistisch? Macht etwa 10000€ mehr als in D.
Einkaufen wäre ja weiterhin in D möglich, soweit der Zoll mitspielt.
Bleiben 20000€ mehr für den höheren Schweizer Lebenstandard.

Alles in allem ein leichtes Plus für die Schweiz.

Gruss
Mike
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 04.06.2009 13:49

>Wer davon ausgegangen ist, dass er in einem Land mit einem
>Jahreseinkommen von 30k und im anderen von 10k veranschlagt wird, ist
>einfach nur naiv.

Das ist ganz genau so richtig. Du selbst sprachst davon, daß die Anteile
so versteuert werden, wie man anteilig gearbeitet hat, also 1/4 zu 3/4
und so ist es richtig.

>Das ist falsch. Ich habe genuegend Steuererklaerungen als Grenzgaenger
>gemacht.
>Das kannst du auch hier nachlesen:
Wenn Du selbst dort nachliest, wirst du finden, dass ich richtig
gesprochen habe. Wenn Du in Deutschland wohnst, wirst du in D
versteuert! Und zwar komplett! Es macht keinen Unterschied, woher das
Geld kommt und ob dort noch etwas vorher abgezogen wird. Wenn Du in der
Sschweiz umgerechnet 50.000 Euro bekommst, zahlst Du exakt dieselbe
Steuer, wie wenn Du sie in D bekommen hättest. Wenn Du in der Schweiz
aber noch die Q--steuer abgezogen bekommst, muss Du MEHR verdienen.
Punkt. Alles andere sind Milchmädchenrechnungen.

Der entscheidende Punkt ist nun, daß dabei die QSteuer pauschal konstant
4,5% beträgt währned die Steuer in D progressiv ist. Ist ist also sehr
bedeutsam, zu welcher Jahreszeit man wechselt - sieh oben - da es einen
break even Punkt gibt. Für Dauerbeschäftigungen, wie Du sie machst gilt
dann wieder das eingangs erwähnte: In der Schweiz muss mehr verdient
werden!
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 04.06.2009 13:54

>Alles in allem ein leichtes Plus für die Schweiz.
20.000 wären schon ein grosses Plus fuer die Schweiz. Pass aber mal auf:
Dein Wechselkurs ist günstig angenommen. Der kann sich wieder ändern!
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 04.06.2009 19:27

Gregor Altweder schrieb:

> Wenn Du selbst dort nachliest, wirst du finden, dass ich richtig
> gesprochen habe. Wenn Du in Deutschland wohnst, wirst du in D
> versteuert! Und zwar komplett! Es macht keinen Unterschied, woher das
> Geld kommt und ob dort noch etwas vorher abgezogen wird. Wenn Du in der
> Sschweiz umgerechnet 50.000 Euro bekommst, zahlst Du exakt dieselbe
> Steuer, wie wenn Du sie in D bekommen hättest. Wenn Du in der Schweiz
> aber noch die Q--steuer abgezogen bekommst, muss Du MEHR verdienen.
> Punkt. Alles andere sind Milchmädchenrechnungen.

Ist schon lustig, ich habe 5 Jahre als Grenzgaenger gearbeitet, du hast
gerade deinen Abschluss gemacht und 0 Jahre als Grenzgaenger gearbeitet
- aber natuerlich weisst du es besser.

Aus obigem Link:

"Die Quellensteuer wird in Höhe von 4,5 % auf die deutsche
Steuervorauszahlung angerechnet, sofern ein Nachweis darüber erbracht
wird."

Die 4.5% werden also - zum wiederholten Male - NICHT zusaetzlich
abgezogen, sondern 4.5% der Einkommenssteuer, die das deutsche Finanzamt
festlegt, werden in der Schweiz abgefuehrt. Und zwar im Vorraus.
Autor: Gregor Altweder (Gast)
Datum: 05.06.2009 01:34

> du hast gerade deinen Abschluss gemacht
woher hast Du diese falsche Erkenntnis ?
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 05.06.2009 19:30

Gregor Altweder schrieb:
>> du hast gerade deinen Abschluss gemacht
> woher hast Du diese falsche Erkenntnis ?

Sorry, da habe ich mich verlesen, bist ja doch schon seit 2001 fertig.

Hast du noch Fragen zum Thema Grenzgaenger oder ist nun alles geklaert?
Autor: Mario (Gast)
Datum: 09.06.2009 01:27

Servus,
habe als Uni Absolvent (Deutschland, BWL) ein Angebot aus Aargau von
84.000 bekommen. Wie würdet ihr das einschätzen? Kommt man damit
anständig über die runden und kann noch den ein oder anderen Franken
sparen?
Besten Dank im voraus!
Autor: Gast (Gast)
Datum: 09.06.2009 01:48

FH-Ingenieure bekommen - soweit ich weiss - 75.000 bis 80.000 und in
Einzelfällen 85.000. Ich würde noch etwas mehr erwarten, z.B 90.000,
aber in der Schweiz zählt Uni nicht so viel.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 09.06.2009 10:54

Nicht vergessen, Mario hat BWL studiert. Da kann man die
Ingenieurgehälter nur schwer zum Vergleich hernehmen. Hier kann es
leicht passieren, daß man zum Festgehalt noch Provisionen aushandelt,
die erst den Hauptteil des Gehaltes ausmachen.
Autor: Patte (Gast)
Datum: 12.06.2009 17:04

Hi Leute,

nach unzähligen stunden hab ich das Forum hier entdeckt, wie geil!
Lauter erfahrene :)

Wenn ihr mir helft werd ich euch vergöttern :)

Habe meine Arbeit gekündigt und nun eine Firma mit 2 Vertrags-Varianten
->

- Deutscher Vertrag, 56k Euro fix + 20 Variabel + Firmenauto macht
zusammen ca. 85k Euro (single)

- Schweizer Vertrag 98400 CHF fix + 40.000 CHF Variabel + netto
Firmenwagenpauschale von 14.000 CHF im Jahr = zusammen ca. 150.000 CHF

Nun werde ich aber inoffiziell weiter pendeln, da meine Freundin noch
hier wohnt und ich werde mich auch netto an der Miete hier beteiligen
(500 Euro im Monat). Das heisst wenn ich in die Schweiz gehe brauche ich

- ein Auto (ca. 25.000 Euro)
- eine Wohnung (ca. 1000 Euro)

ich würde mich in Deutschland komplett abmelden und in CH anmelden. Die
Frage ist für mich ob sich der ganze Stress rein finanziell lohnen
wird?! Und ich bekomms echt nicht gut ausgerechnet....auf den ersten
Blick lockt Schweiz wg. Versteuerung...aber kann einer der erfahrenen
hier mal sagen was er davon hält?

P.S. Wer das Gehalt viel findet...ist nen Knochenjob, Consulting ;)


DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!
Autor: pfft. (Gast)
Datum: 13.06.2009 12:39

>ein Auto (ca. 25.000 Euro)

prass... ich wuerd was Guenstigeres waehlen.
Autor: Patte (Gast)
Datum: 14.06.2009 22:51

naja, das Auto ist jetzt nicht das Hauptproblem...aber nebenbei...wenn
ich ca. 35.000 km im Jahr fahre gibt es nicht viele Autos mit denen du
das machen kannst die viel günstiger sind...aber eher unwichtige
Diskussion.

Was denkt ihr @Vertragsart?
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 14.06.2009 23:15

Patte schrieb:

> Was denkt ihr @Vertragsart?

Ich denke, dass du dir das gar nicht aussuchen kannst und in der Schweiz
angestellt werden und dort auch versteuern musst.

Ein paar Hinweise stecken hier drin:

http://www.frag-einen-steuerprofi.de/forum_topic.a...

Du solltest dich aber ordentlich beraten lassen.
Autor: Patte (Gast)
Datum: 15.06.2009 22:10

Denke ich nicht...die Firma hat einen Firmensitz sowohl in der Schweiz
als auch in deutschland....was würdet ihr rein monetär davon halten?
Autor: Urs (Gast)
Datum: 16.06.2009 17:20

>Wenn Du selbst dort nachliest, wirst du finden, dass ich richtig
>gesprochen habe. Wenn Du in Deutschland wohnst, wirst du in D
>versteuert! Und zwar komplett! Es macht keinen Unterschied, woher das
>Geld kommt und ob dort noch etwas vorher abgezogen wird. Wenn Du in der
>Sschweiz umgerechnet 50.000 Euro bekommst, zahlst Du exakt dieselbe
>Steuer, wie wenn Du sie in D bekommen hättest. Wenn Du in der Schweiz
>aber noch die Q--steuer abgezogen bekommst, muss Du MEHR verdienen.
>Punkt. Alles andere sind Milchmädchenrechnungen.

Falsch! Als Grenzgänger bist Du auch in der Schweiz
quellensteuerpflichtig, zusätzlich wird in Deutschland Einkommensteuer
fällig. Die gezahlte Quellensteuer wird allerdings auf den deutschen
Satz angerechnet. Kümmern musst Du Dich allerdings selbst darum, bei
Deinem deutschen Finanzamt.

Hinweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbesteuerungsabkommen

Urs
Autor: Gast (Gast)
Datum: 16.06.2009 20:08

Ihr redet an einander vorbei: Der eine meint mit "alles" das, was in der
Schweiz vor der Q-Steuer reinkommt, der andere meint das, was nach der
Q-Steuer in D reinkommt.

Wenn nämlich die Q-Steuer in D berücksichtigt wird (was ja der Fall
ist), dann zahlt man eben soviel, als wäre alles in D erwirtschaftet
worden. Nur kriegt der deutsche Fiskus eben etwas (den schweizer Teil)
weniger.

Bei mir sah eso aus:

Input Schweiz etwas über 73.000 Euro (135,000 Franken) davon Q-Steuer
weg, Rest in D versteuert. Es wird aber so versteuert, als habe man
komlett 73.000 in D gehabt und das Bezahlte wird rausgerechnet. Für den
AN ist es dasselbe!

Für den Selbständigen sieht es anders aus: Er muss nur das versteuern,
was nach Abzug der Schweizerkosten übrig bleibt. Das ist weniger, wobei
er bei unter 3M ganichts abführt.
Autor: Mario (Gast)
Datum: 19.06.2009 19:03

Danke schon mal für die Antworten! Also sieht es wohl so aus, als ob man
mit 84k gut in Zürich über die Runden kommt und noch was weglegen kann.
Das ist die Hauptsache. Gehaltsteigerungen kommen ja dann mit der
Zeit&Leistung von alleine ;-)
Autor: Panzer H. (panzer1)
Datum: 19.06.2009 19:47

Mario schrieb:
> mit 84k gut in Zürich

Meinst Du jetzt Franken oder Euro? ;-)
Autor: pfft. (Gast)
Datum: 19.06.2009 23:01

>Gehaltsteigerungen kommen ja dann mit der Zeit&Leistung von alleine ;-)

traeum mal schoen weiter...
Autor: Mario (Gast)
Datum: 20.06.2009 15:49

Franken natürlich.

Nee is klar, ich arbeite die nächsten 40Jahre für den gleichen Lohn...So
ein Kommentar kannst du dir sparen @pfft
Autor: pfft.. (Gast)
Datum: 20.06.2009 16:30

Ein Arbeitgeber geht nicht von Alleine mit dem Lohn rauf, hat immer eine
ausrede, der Markt ist immer schwierig, die Kunden sind immer
anspruchsvoll, ja, der Wechselkurs, - kennen wir. Der Lohn geht nur bei
einem Wechsel rauf. Und wenn er nicht mer rauf geht, so muss man
Sonderkonditionen aushandeln, etwa, dass man nebenebei noch etwas machen
darf. Schule geben, irgendwas.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 20.06.2009 19:52

> dass man nebenebei noch etwas machen
> darf. Schule geben, irgendwas.
Den Ag will ich sehen, der nebenbei Qualifizierung ermöglicht - statt
Geld - und damit dem Abgang doppelt (mehr Q, weniger G) Vorschub
leistet.
Autor: Gast11 (Gast)
Datum: 30.06.2009 19:54

Habe jetzt mal nachgeschaut.Habe bei 90.000 CHF rund 20% Abzüge
(inklusive Quellensteuer von knapp 9%). Davon geht dann noch die PKV ab
(evtl. noch Zahnzusatz) und das wars. Schon ok, was man dann netto zu
Verfügung hat. So viel kann man gar nicht mehr vertrinken und -essen,
als da nicht über bleiben sollte. Vorausgesetzt mal zahlt sich nicht für
eine Wohnung dumm und dämlich (ist bei mir ausgeschlossen da ich in
einer WG wohne ;-) ).
Autor: Armin D. (waybeach95)
Datum: 02.07.2009 05:43

@Arbeitssuchender (Gast)
- wir sind Auslaender fuer die Schweizer. Wir machen was, was kein
Schweizer mehr machen will.
-In der Schweiz geht nichts automatisch mit dem Lohn. Schon gar nicht
fuer Auslaender.
- Schon mal was von Differenzbesteuerung gehoert ?
Im Endeffekt bist auf plus/minus Null.
- Such Dir was wo Du in BRD wohnen kannst und morgens in die CH zur
Arbeit faehrst. Am besten noch in A tanken. Da sparst Du wirklich.
Getoppt wird das noch wenn Du auf Montagearbeit monatelang unterwegs
bist.

Aber, jeder so wie er kann und will.

Gruss,
beachway95
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.07.2009 11:38

Armin D. schrieb:
> @Arbeitssuchender (Gast)
> - wir sind Auslaender fuer die Schweizer. Wir machen was, was kein
> Schweizer mehr machen will.

Noe.

> -In der Schweiz geht nichts automatisch mit dem Lohn. Schon gar nicht
> fuer Auslaender.

Auch nicht richtig.

> - Schon mal was von Differenzbesteuerung gehoert ?

Das wuerde ich nun gerne erklaert bekommen.

> Im Endeffekt bist auf plus/minus Null.

Auch nicht.

> - Such Dir was wo Du in BRD wohnen kannst und morgens in die CH zur
> Arbeit faehrst. Am besten noch in A tanken. Da sparst Du wirklich.

Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn man am Ende nirgends
zuhause ist.
Autor: Joschua (Gast)
Datum: 02.07.2009 13:37

>@Arbeitssuchender (Gast)
>- wir sind Auslaender fuer die Schweizer. Wir machen was, was kein
>Schweizer mehr machen will.

Ausländer ja, aber das andere sicher nicht.

>-In der Schweiz geht nichts automatisch mit dem Lohn. Schon gar nicht
>fuer Auslaender.

Ja, hast du recht, wer nix leistet fliegt schnell oder kriegt sicher
nicht mehr Lohn.
Das ist auch gut so

>- Schon mal was von Differenzbesteuerung gehoert ?
>Im Endeffekt bist auf plus/minus Null.

Im Schnitt hast du 23-25 Tage Urlaub und eine handvoll Feiertage.
Ausserdem ist bei vielen Firmen 42h Woche und meist wird ein von Zuhause
Arbeiten als nicht nicht erwünscht angesehen.

>- Such Dir was wo Du in BRD wohnen kannst und morgens in die CH zur
>Arbeit faehrst. Am besten noch in A tanken. Da sparst Du wirklich.
>Getoppt wird das noch wenn Du auf Montagearbeit monatelang unterwegs
>bist.
Und dann an der Grenze und vor Tanke über die langen Blechschlagen
aufregen

>Aber, jeder so wie er kann und will.
Genau !!

>Gruss,
>beachway95
Autor: Armin D. (waybeach95)
Datum: 02.07.2009 21:54

Joschua schrieb:

das ist mein Zitat, nicht von Arbeissuchender :
>>- wir sind Auslaender fuer die Schweizer. Wir machen was, was kein
>>Schweizer mehr machen will.

> Ausländer ja, aber das andere sicher nicht.
Sicher doch. In 12 Jahren als Monteur in Uebersee sehe ich das die
bestaendigeren Monteure die Oesterreicher und die Deutschen sind. Die
Schweizer machen nicht lange mit. Ich kann nur aus meiner Branche
berichten.

>>-In der Schweiz geht nichts automatisch mit dem Lohn. Schon gar nicht
>>fuer Auslaender.

> Ja, hast du recht, wer nix leistet fliegt schnell oder kriegt sicher
> nicht mehr Lohn.
> Das ist auch gut so
Um es mal salopp auszudruecken, all die Italiener, Slovaken,
Oesterreicher und Deutschen die in der Schweiz arbeiten bekommen sicher
nicht den Lohn den ein Schweizer bei gleicher Arbeit bekommen wuerde.
Ist auch wurscht, weil, mein Kassensturz am Monatsende muss stimmen.

> Im Schnitt hast du 23-25 Tage Urlaub und eine handvoll Feiertage.
> Ausserdem ist bei vielen Firmen 42h Woche und meist wird ein von Zuhause
> Arbeiten als nicht nicht erwünscht angesehen.
Ja dann rechne mal das was Du in 42h machst runter auf die
durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der BRD. Immer noch im Vorteil
J/N ?
Bei uns ist 40h Wochenarbeitszeit. Im Ausland 50-60h bei Mo-Sa .

>>- Such Dir was wo Du in der BRD wohnen kannst und morgens in die CH zur
>>Arbeit faehrst. Am besten noch in A tanken. Da sparst Du wirklich.
>>Getoppt wird das noch wenn Du auf Montagearbeit monatelang unterwegs
>>bist.
> Und dann an der Grenze und vor Tanke über die langen Blechschlagen
> aufregen

- nee, eben nicht. Als Monteur in Uebersee tanke ich vielleicht 4mal im
Jahr. Bei 24h Oeffnungszeiten der Tankstellen mach ich das Nachts.

>>Aber, jeder so wie er kann und will.
> Genau !!
Eben

Gruss, beachway95
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 02.07.2009 23:09

Armin D. schrieb:

>> Ausländer ja, aber das andere sicher nicht.
> Sicher doch. In 12 Jahren als Monteur in Uebersee sehe ich das die
> bestaendigeren Monteure die Oesterreicher und die Deutschen sind. Die
> Schweizer machen nicht lange mit. Ich kann nur aus meiner Branche
> berichten.

Und jeder Auslaender, der in der Schweiz arbeitet, ist Monteur?
Autor: Armin D. (waybeach95)
Datum: 03.07.2009 01:08

Peter Stegemann schrieb:
> Armin D. schrieb:
>
>>> Ausländer ja, aber das andere sicher nicht.
>> Sicher doch. In 12 Jahren als Monteur in Uebersee sehe ich das die
>> bestaendigeren Monteure die Oesterreicher und die Deutschen sind. Die
>> Schweizer machen nicht lange mit. Ich kann nur aus meiner Branche
>> berichten.
>
> Und jeder Auslaender, der in der Schweiz arbeitet, ist Monteur?

Habe ich nicht behauptet. Siehe meinen letzten Satz :
"Ich kann nur aus meiner Branche berichten."

Lesen und verstehen.

Gruss.
Autor: Aufklärer (Gast)
Datum: 03.07.2009 01:19

Zufällig sind in der Tat viele Ausländer einfach Monteure. Der Grund
liegt darin, dass die Schweizer das nicht machen wollen und nur die
unfähigen Schweizer, die nichts anderes haben, als Monteur arbeiten.
Daher ist es klar, dass der Eindruck entsteht, dass der
durchschnittliche Schweizer Monteur nicht viel taugt.

Reine MAthematik!
Autor: Armin D. (waybeach95)
Datum: 03.07.2009 02:25

Aufklärer schrieb:
> Zufällig sind in der Tat viele Ausländer einfach Monteure. Der Grund
> liegt darin, dass die Schweizer das nicht machen wollen und nur die
> unfähigen Schweizer, die nichts anderes haben, als Monteur arbeiten.
> Daher ist es klar, dass der Eindruck entsteht, dass der
> durchschnittliche Schweizer Monteur nicht viel taugt.

> Reine MAthematik!

@Aufklaerer :
ok, nicht viel taugt kann man nicht sagen. Die wollen einfach nicht
reisen oder von zuhause weg sein ueber laengere Zeit (4 - 9 Wochen). Max
drei Jahre als Auslandsmonteur, dann wieder zuruck in die CH. Sie sind
sehr heimatverbunden. Was ja nicht schlechter oder besser ist als jede
andere Lebenseinstellung. Alles hat Vor-, und Nachteile.
Gruss, beachway95
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
Datum: 03.07.2009 12:38

Die Löhne kann man auch hier gut nachschauen:

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen...

nach Branche, Tätigkeit, Ausbildung, ....
Autor: Nörgler (Gast)
Datum: 03.07.2009 18:06

Sehr unübersichtlicht. Wo findet man die Elektronikingenieure?
Was auffällt: Sind alles Daten aus der Schweiz.
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
Datum: 03.07.2009 18:09

@Nörgler

was?!

Dumme Frage. Ingenieure gehen unter "Forschung und Entwicklung".

> Was auffällt: Sind alles Daten aus der Schweiz.

Hast du den Thread-Titel schon gesehen? "Tatsächliche Gehälter in der
Schweiz"
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 19.07.2009 15:46

Ich habe am Montag ein Vorstellungsgespräch in der Ostschweiz bei einem
Unternehmen mittlerer Größe. Hier wird dann sicherloch auch meine
Gehaltsvorstellung zur Rede kommen. Daher bitte ich euch mal um eine
realistische Einschätzung was ich fordern kann.

Meine Daten:
E-Technik Ingenieur, Uni, Vertiefung Mechatronik
3 Jahre Berufserfahrung im Bereich hardwarenahe Software und Mechatronik
Autor: Mr. Machine (machine123)
Datum: 19.07.2009 16:23

Im Moment ist es schwierig, für Deutsche zahlen wir deshalb nur 40k CHF!
Autor: Daniel D. (dida)
Datum: 23.07.2009 09:42

Tobias Plüss schrieb:
> Die Löhne kann man auch hier gut nachschauen:
>
>
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen...
>
> nach Branche, Tätigkeit, Ausbildung, ....

Irgendwie kann der Rechner nicht stimmen.
Laut dem Rechner verdient einer mit Matura mehr als einer aus der FH
Autor: Gast (Gast)
Datum: 23.07.2009 11:24

Findet euch damit ab, in der Schweiz gibt es mittlerweile nichts mehr zu
holen.

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