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Forum: HF, Funk und Felder Ist Digitalradio tot?


Autor: Odieodie (Gast)
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DSR, Worldspace-Radio, DAB und DRM sind (wie ich es sehe) weg vom 
Fenster.
Was kommt (und geht) als nächstes?
Warum kommt Digital-Radio nicht aus den Strümpfen?
Anscheinend ist nur Internet-Radio (gibt's bei Angelika auch als 
WLAN-Handheld 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=I66...) 
die alleinige Zukunft?!

Autor: Peter (Gast)
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weil vermutlich 90% der leute keine Probleme mit dem normalen Radio 
haben. Nach einer Umstellung sich aber sehr viele neue Radios 
(Radio-Wecker, Auto-Radios, gleich neues Auto weil kein Din-Schacht, 
usw) kaufen müssen nur um am ende die gleiche Musik zu hören.

Autor: amtar (Gast)
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Ja, so sehe ich das auch.
Im UKW Bereich braucht der Endnutzer digital einfach nicht!
Für die Handvoll Kurzwellenhörer gibts DRM, das sich dort ja auch 
einigermaßen verbreitet hat.

Autor: ms (Gast)
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So siehts aus.

Es gibt aber auch nur beschissene oder sauteure empfänger für DAB. Und 
kein Mensch brauchts. Warum also extra bezahlen. UKW Qualität reicht 
vollkommmen aus.

Autor: John Small (linux_80)
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Hallo,

daheim höre ich per Sat-Receiver digital Radio, kommt aber auf den 
Sender an ob's akustisch was hermacht.
Überall sonst per UKW.

Autor: Georg A. (Gast)
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DAB ist nicht tot, es ist eher ein Zombi und es hat noch keiner die 
Silberkugel gefunden, um es endgültig loszuwerden ;) Ich mache mit DAB 
seit gut 10 Jahren rum und es wurde schon so oft totgesagt, dass ich es 
gar nicht mehr zählen kann. Allerdings fallen unter die Unzählbarkeit 
auch die Ankündigungen von "Jetzt pushen wir mal DAB aber richtig".

DAB hat(te) IMO folgende Probleme:

1) Es ist nur Radio. Dank Dudelfunk interessiert es so recht keinen. 
Klassikhörer sind selten und die Autoradiohörer haben sich ans Gerausche 
gewöhnt.

2) Es war zu früh und damit zu teuer. DAB könnte heute jeder popelige 
MP3-Playerprozessor dekodieren, '95 war das halt noch aufwendiger.

3) Es wurde immer mit Blick aufs Auto vermarktet. Ist zwar schön, aber 
nicht die Masse und macht es noch teurer als ohnehin nötig. In GB gabs 
schon früh DAB-Radios fürs Haus.

4) Es hatte mit DVB-T/H Konkurrenz im eigenen Land, und zwei Systeme 
(Norden DVB, Süden DAB) gleichzeitig geht in D ja gar nicht.

5) Die Bundeswehr hat eine Leistungserhöhung auf Kanal 12 bis vor 1-2 
Jahren blockiert, damit war der Inhouse-Empfang eher mau.

6) Es gab viel FUD von der DVB-T/H-Lobby bis hin zu handfesten Lügen.

- Dass das Original-DAB von '95 einen alten Codec (MPEG2-Audio, war da 
so 4 Jahre alt) war immer der grösste Aufhänger. Dass in D mit DVB-T 
2003 ein über 10 Jahre alte Videocodec (MPEG2) eingeführt wurde, wurde 
unterschlagen.

- DAB wurde immer zu geringe Bandbreite vorgeworfen (nur 1.xMBits/s vs. 
12-14Mbit/s). Vergessen wurde nur, dass es auch nur 1/4 eines 
DVB-T-Kanals benötigt. Mit gleichen Modulationsparametern für DVB-T und 
4*DAB ist der Unterschied eher marginal. Die Physik lässt sich nicht 
besch..ssen...

- Ebenso wurde bemängelt, dass man bei DAB nur so 7-8 Radioprogramme 
unterbekommen kann, während DVB-T 20-30 schafft. Leider wurde auch 
übersehen, dass man die alle an eine zentrale Stelle bringen muss, das 
ist bei DAB schon immer ein Theater. Soviele Programme muss man auch 
erst mal haben. TV zum Auffüllen ist nicht so gut, der Fehlerschutz für 
mobiles Radio ist teuer... Dafür haben sie jetzt bei DVB-T2 auch einen 
Viertel-Kanal-Mode eingeführt ;)

Dafür kann man aber sagen, dass DVB-H in D trotz grossem Marktingpomp 
und Big Playern schon wesentlich "toter" ist, das ging wirklich schnell. 
Das Geschäftsmodell war stark so auf Geldverdienen ausgelegt, dass es 
keiner wollte. Und die Fortschritte bei den DVB-T-Empfängern haben den 
ganzen Umstand bei -H schneller überholt, als es die Krawattis wahrhaben 
wollten. Ausgleichende Gerechtigkeit :)

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Soweit ich weiss ist "alte" DAB aber eigentlich tot. Jetzt wird doch 
schon DAB+ eingeführt, oder?

Autor: FM-Scanner (Gast)
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Nur mal so 'ne Überlegung:

Es gibt Frequenzen im VHF-I- und im VHF-III-Band.
Die wurden früher als TV-Kanäle genutzt ( 2-4, 5-12 ).

Jeder dieser TV-Kanäle entspricht aktuell 4 Fernseh-Programmen bzw.
16 ( oder 32 ? ) Radio-Kanälen in ca. UKW-Qualität.

Derzeit wird DVB-T ( fast ) nur noch über UHF gesendet.
Also wären diese VHF-Kanäle, so nicht für Stasi- oder ähnliche Zwecke 
zur Erhaltung der Volksgesundheit genutzt, auch eine Möglichkeit ...

Wie trivial wäre es, diese Frequenzen für Digital-Radio zu nutzen, JEDER 
Billig-DVB-T-Empfänger kann das ...

KEIN Mensch bräuchte mehr DAB, SAT, ..., sondern nur noch eine oft eher 
kleine Antenne, 'n Stück Draht, um Radio zu hören
( UND TV zu gucken ! ), OHNE Premiere und sonstigen Abo-Scheiss, um 
multimedial praktisch wunschlos glücklich zu werden ...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> Es gibt Frequenzen im VHF-I- und im VHF-III-Band.

VHF-Band 1 ist Auslaufmodell, da folgt kein Rundfunk nach -- wird
wohl schon wegen der großen Antennen niemand wollen.

Keine Ahnung, was mit Band 3 wird.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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"wohl schon wegen der großen Antennen niemand wollen."

Funkfernsteuerung hat u.a. 27 MHz / 11 Meter, wird z.B. auf 0,5 m langen 
Schiffsmodellen benutzt.

VHF-I hat ca. 50 MHz / 6 Meter.

CLC-Antenne, Antenne mit Verlängerungsspule, Wendelantenne, warum soll 
das alles nicht gehen ?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> Funkfernsteuerung hat u.a. 27 MHz / 11 Meter, wird z.B. auf 0,5 m langen
> Schiffsmodellen benutzt.

Klar: mit miserablem Antennenwirkungsgrad.  Die billigen Babyphone
mit einem MC3371 kannste schon hinter der nächsten Hausecke nicht
mehr hören.

> VHF-I hat ca. 50 MHz / 6 Meter.

Ja, ein durchaus beliebtes Amateurfunkband. ;-)  Allerdings bauen
die Leute dort auch wirklich dann Antennen der entsprechenden Größe
auf.

> CLC-Antenne, Antenne mit Verlängerungsspule, Wendelantenne, warum soll
> das alles nicht gehen ?

Weil's alles Pfusch ist (mehr oder minder).  Physik kann man nunmal
nicht überlisten, weder durch Handauflegen noch durch Anbringen einer
Verlängerungsspule.  Das bleibt auch danach nur ein Notnagel, d. h.
dein Antennengewinn bewegt sich in einem Bereich, in dem man ihn in
,,Antennenverlust'' umtaufen sollte.

Autor: Dieter S. (accutron)
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@Jörg:
Die Verlängerungsspule ist aber keineswegs ein Überlisten der Physik. 
Sie arbeitet sehr wohl MIT den Gesetzen der Physik. Und eine Antenne, 
die nicht die optimale Länge hat, bekommt durch die Verlängerungsspule 
durchaus eine merkliche Verbesserung.

Dieter

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dieter S. schrieb:

> Die Verlängerungsspule ist aber keineswegs ein Überlisten der Physik.

Nur im Sinne von: du kannst damit zwar Anpassung erreichen, aber eben
keiner geometrisch größeren Antenne ebenbürdig werden (mal unter der
Voraussetzung, dass letztere ebenfalls irgendwie angepasst betrieben
wird).

> Sie arbeitet sehr wohl MIT den Gesetzen der Physik. Und eine Antenne,
> die nicht die optimale Länge hat, bekommt durch die Verlängerungsspule
> durchaus eine merkliche Verbesserung.

Ja, das bekommt sie, aber ihr Gesamtwirkungsgrad bleibt trotzdem
recht bescheiden.  Ich habe gerade mal geguckt, für die typischen
CB-Antennen findest du keine Herstellerangaben über Gewinne.  Würden
die Dinger Gewinn machen, wären die Hersteller sicher nicht kleinlich
mit den Angaben. ;-)  Du kannst also für so einen 1 m langen Stab mit
Verlängerungsspule davon ausgehen, dass du irgendwo bei -1...-2 dBi
,,Gewinn'' bist.

Eine UHF-Antenne gleicher Baugröße dürfte dagegen schon gut bei 15 dBi
liegen.

Da du für Hörunkanwendungen sowieso nur die quasioptische Sicht benutzen
willst (schon der Senderdichte und folgenden Interferenzen wegen),
nützt dir die gelegentlich mögliche nicht-quasioptische Ausbreitung
bei 50 MHz für diesen Zweck auch herzlich wenig.  Wenn's aber sowieso
quasioptisch ist, gibt's keinen Grund, nicht gleich das obere Ende
von VHF oder UHF für den Hörfunk zu nehmen.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Zum Thema:
http://www.radioforen.de/showthread.php?t=33992

Internetradio ist für daheim ja ne praktische Sache (wenn man DSL oder 
ähnliches hat ;)), aber für unterwegs noch lange nichts für Otto-Normal.

Autor: UMTS-User (Gast)
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Für unterwegs gibts UMTS...

Autor: Jadeclaw (Gast)
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@Georg A.: DAB ist noch lange nicht tot. Das Problem ist, es ist nur in 
DL ziemlich tot. Und das liegt mitnichten an der Technik, sondern 
schlicht an den Dummköpfen in Politik und Behörden. Dazu noch der 
Lobbyismus der privaten Radioveranstalter, die unbedingt die 
Überbelegung auf UKW beibehalten wollen, um zu verhindern, daß den 
etablierten Privatsendern Konkurrenz erwächst. Dazu kommt, auf DAB wären 
alle Sender gleich gut empfangbar, das ist etwas, was die Privaten 
fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Gleich unter Gleichen, da müßte 
man ja Qualität bieten, ein unvorstellbarer Gedanke im privaten 
deutschen Dummfunk.

Schaut man nämlich ins Ausland, dann sieht man deutlich, in anderen 
Ländern läuft DAB. In Australien ist jetzt im Mai der große Launch, in 
der Schweiz gehen DAB-Radios weg wie geschnitten Brot, in Frankreich 
steht der Zeitplan, für 3 Regionen sind da die Ausschreibungen durch, in 
Paris, Nizza und Marseille geht es ende des Jahres los, usw., usw. Es 
ist nur Deutschland, das - mal wieder - nichts auf die Reihe bringt. 
Typisch deutsch eben, kein Konzept und ewiges Herumgeeiere.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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UMTS-User schrieb:
> Für unterwegs gibts UMTS...

Wo?

Auf 25km Arbeitsweg hab ich nur auf den letzten 2-3km UMTS.

UMTS ist noch lange nicht so flächendeckend wie UKW, GSM genauso. DAB 
hab ich keinen Vergleich. Zumindest bei mit zu Hause gings, und in sehr 
guter Qualität.

Zudem frage ich mich sehr ob die Handynetze es aushalten wenn jeder 
Radiohörer per 128k-Stream hört...

Autor: Gast (Gast)
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DVB-T und WLAN wird das Rennen gewinnen, auch bei Hörfunk. Andere 
digitale Hörfunksysteme haben nie die notwendige Verbreitung erreicht 
und werden aussterben. DVB-T ist durch das Fernsehen verbreitet und wird 
dann auch fürs Radio verwendet. DRM wird eine Nische für die Kurzwelle 
bleiben.

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Die UMTS-Infrastruktur ist bei weitem noch nicht soweit, als das es als 
Radioersatz herhalten könnte. Bereits bei der jetzigen Nutzung gibt es 
Engpässe, dazu die fehlende Netzabdeckung. Ein weiteres Problem: 
Datenflatrates gibt es nur gegen Geld und Festverträge, wer ein Problem 
mit der Schufa hat, bleibt davon ausgeschlossen. Radio muß aber für alle 
erreichbar bleiben. Also, GPRS/UMTS/LTE sind deshalb keine Lösung.

Gruß
Jadeclaw

Autor: Jadeclaw (Gast)
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@Gast 16:22 : Radio über DVB-T ist in Deutschland politisch nicht 
gewollt. Und genau deshalb wird es das nicht geben. So einfach ist das. 
Willkommen im Beamtenstaat.

Und was WLAN anbelangt, wie soll das bei Tempo 200 auf der Autobahn 
funktionieren?

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Gast (Gast)
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> Und was WLAN anbelangt, wie soll das bei Tempo 200 auf der Autobahn
> funktionieren?

Dafür gibts DVB-T. Und soviele Verrückte, die mit 200 über die Autobahn 
brettern gibt es ja auch nicht. Die brauchen eher die Feuerwehr, die sie 
dann rausschneidet, als ein Digitalradio.

Autor: EslebeFM (Gast)
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Digitalradio ist wohl zu allgemein.
DAB is wie oben geschrieben ein Zombi den man hoffentlich bald in 
Frieden ruhen läßt.
SDARS, IBOC und Co leben noch.

Im UKW Bereich gibts in Zukunft FMeXtra:
http://www.diru-beze.de/

Unter Veröffentlichungen und Rundfunktechnik findet man einiges zu 
diesem Thema.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>DVB-T und WLAN wird das Rennen gewinnen, auch bei Hörfunk. Andere
>digitale Hörfunksysteme haben nie die notwendige Verbreitung erreicht und
>werden aussterben.
DAB hat zumindest schon ein (fast) flächendeckendes Sendenetz. Da ist 
man bei DVB-T noch sehr weit weg. Von WLAN ganz zu schweigen.

Ich fände es auch sehr wichtig das das zumindest europäisch einheitlich 
ist. Zur Zeit wäre das wohl auch DAB.

Autor: Georg A. (Gast)
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Habe ich da IBOC gehört? Das interessiert in USA auch nicht wirklich. 
Die normale FM-Reichweite sinkt schon deutlich. Ist also beim Simulcast 
eher unpraktisch. IMO schon gleich eine Totgeburt...

An sich ist es heute ohnehin recht egal, nach welchem Standard man 
sendet. Mit SDR stört das nicht mehr wirklich. Insbesondere der ewige 
Kampf DAB vs. DVB-T ist eigentlich nur noch politisch, aber nicht mehr 
technisch begründet. Wer DVB-T kann, kann auch DAB. Kombi-Chips gibts ja 
schon (Siano&Co).

Aber ohne die Privaten wird Digital-Radio in D weder so noch so was. Und 
nachdem es denen egal ist, wie sie gehört werden, wollen sie jede 
zusätzliche Ausgabe ohne mehr gewonnene Hörer vermeiden. In Bayern 
werden die Privaten bei DAB ziemlich subventioniert, und trotzdem sind 
sie eher träge bis ablehnend, was die Nutzung der neuen digitalen 
Features betrifft. Wir wollten zB. mal Radio Gong für ihr DAB-Programm 
einen Dateninserter samt Installation und Anbindung ans Playoutsystem 
schenken. Da könnte man mit einer Wand noch konstruktiver reden...

Den Privaten wäre es ingesamt wohl am liebsten, wenn es nur für ihren 
einen Sender einen speziellen Standard gäbe. Schon der 
DAB-Multiplexzwang jetzt ist ihnen zuwider, weil es kein 
Unterscheidungsmerkmal mehr gibt. Wenn jetzt noch 30-40 andere Programme 
im selben DVB-T-Bouquet sind, wirds noch schlimmer und es muss teuer 
über die Telekom bzw. deren Subfirmen organisiert werden, Alternativen 
gibts da AFAIK nicht.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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"Weil's alles Pfusch ist (mehr oder minder).  Physik kann man nunmal
nicht überlisten, weder durch Handauflegen noch durch Anbringen einer
Verlängerungsspule.  Das bleibt auch danach nur ein Notnagel, d. h.
dein Antennengewinn bewegt sich in einem Bereich, in dem man ihn in
,,Antennenverlust'' umtaufen sollte."

Na, toll.
( Verlängerungsspulen etc. haben mit "Handauflegen" wenig zu tun. )

1) Fragt sich, wie dann WLAN und Handies in der Realität zurecht kommen.
1-2 GHz kommen durch Betonwände ( in Häusern oft gegeben ) auch nicht 
besonders ungeschwächt hindurch ...

2) Die Physik wird mit Verlängerungsspulen/Wendelantennen etc. nicht 
"überlistet".

3) Was spricht dagegen, den Frequenzbereich von z.B. VHF-I, so er denn 
frei ist, NICHT auch zu nutzen ???

Und weiter:

Was spricht dagegen, ALLE Frequenzbänder, also auch DAB ( 138 MHz, oder 
wo auch immer das sein mag ), zusammen in EINEM einzigen DVB-T-Standart 
inkl. Radio zu nutzen ???

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> ( Verlängerungsspulen etc. haben mit "Handauflegen" wenig zu tun. )

Mit einer ,,Verlängerung'' der Antenne aber eben auch nichts.

Sie minimieren die Verluste, aber es bleiben Verluste.

> 1) Fragt sich, wie dann WLAN und Handies in der Realität zurecht kommen.

Weil sie in einem Frequenzbereich arbeiten, wo man mit Antennen
im Bereich von lambda/4 (wenigstens annähernd) arbeiten kann.

Aus dem gleichen Grunde haben sich eben die Handyfon-Anbieter nun
nicht gerade auf das VHF-Band 1 gestürzt...

> 3) Was spricht dagegen, den Frequenzbereich von z.B. VHF-I, so er denn
> frei ist, NICHT auch zu nutzen ???

Dass er für den Zweck nicht optimal ist.  Neben der Antennengröße
kommen noch die dort häufiger anzutreffenden (zur Freude halt der
Funkamateure) Fernausbreitungsbedingungen hinzu, die dann nur noch
zu Interferenzen zwischen den Sendern führen.

Als man das Band 1 für den Fernsehrundfunk eingeführt hat, war an
UHF in Konsumgüterelektronik schlicht nicht zu denken.  Daher war es
halt damals erst einmal die sinnvollste Option.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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"... die dann nur noch zu Interferenzen zwischen den Sendern führen. 
..."


Bei DCB-T führt angeblich der Mehrwegeempfang oft zu besseren 
Ergebnissen ( jedenfalls innerhalb von ca. 100 km ).

=> "Gleichwellennetz"

Autor: Bernhard (Gast)
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>Bei DCB-T führt angeblich der Mehrwegeempfang oft zu besseren
>Ergebnissen ( jedenfalls innerhalb von ca. 100 km ).

Mehrwegeempfang meint den Empfang des gleichen Senders über mehrere 
Wege, Jörg spricht von Fernausbreitung, also der Empfang eines völlig 
anderen Senders in Tausend oder Zweitausend Kilometern Entfernung.

Autor: Georg A. (Gast)
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Wenn man nur einen Sender hat, wäre VHF sicher nicht schlecht. 
Allerdings ist die länderübergreifende Koordinierung mit den 
potentiellen Überreichweiten nicht so einfach. Ist ja schon im Band 3 
ein ziemliches Gewürge...

Auch das mit dem Gleichwellennetz klingt nur in der Theorie und im 
Ergebnis für den Enduser gut. Im Bayern-DAB auf 12D sendet zB. der 
Wendelstein deutlich früher als alle anderen Sender und das noch mit 
recht geringer Leistung, weil er sonst aufgrund seiner guten Position 
alle weiter entfernten Sender stark stören würde. Das Guardintervall 
selbst im Mode 1 reicht da nur knapp bis zum Nordrand Münchens... Daher 
sind die alle Sender dann nach Norden hin immer etwas später dran, um 
den Wendelstein als Lückenfüller auszunutzen. Das muss alles geplant 
werden. Mit noch mehr Reichweite wirds immer schlimmer, hat man zwei so 
Leuchttürme, kann es evtl. gar nicht mehr aufgehen.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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Jedenfalls wurden die VHF-Kanäle 2-4 jahrzehntelang im Analog-PAL-TV 
genutzt.

Und das war allemal kritischer hinsichtlich Mehrwegeempfang als DVB-T.

Der Systemgewinn von DVB-T gegenüber Analog-PAL soll 13 dB (!) betragen.

An meinem Empfangsort ( mittig zwischen Bremen und Hamburg, lt. 
Reichweitenkarte "Aussenantenne zwingend nötig" ) habe ich über 50% 
"Feldstärke" gemäss (Billig-)Empfängeranzeige.

Antenne: 50cm lange UHF-Einfach-Yagi/unter Dach, danach passive 
2-fach-Verteilung und je 10m Koax-Schnur.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> Und das war allemal kritischer hinsichtlich Mehrwegeempfang als DVB-T.

Es geht nicht um Mehrwegeempfang, sondern um ,,Überreichweiten''
(aus Sicht der Fernsehempfänger) bzw. ,,gehobene Ausbreitungsbeding-
ungen'' (aus Sicht der Funkamateure).

Dass du in den letzten Jahren keine wirklichen Interferenzen mehr
dort erlebt hast, dürfte eher an der insgesamt nur noch sehr dünnen
Senderbesetzung im Band 1 gelegen haben.  Ich kann mich noch an
x-beliebige Fernseher-Bedienungsanleitungen aus meiner Kindheit
erinnern, die alle auf das Problem von Interferenzen bei Fernaus-
breitung eingegangen sind -- das war damals offenbar ein gängiges
Phänomen.

> Der Systemgewinn von DVB-T gegenüber Analog-PAL soll 13 dB (!) betragen.

Und, was hilft dir das gegen Interferenzen (von nicht miteinander
synchronisierten Systemen natürlich)?

> An meinem Empfangsort ( mittig zwischen Bremen und Hamburg, lt.
> Reichweitenkarte "Aussenantenne zwingend nötig" ) habe ich über 50%
> "Feldstärke" gemäss (Billig-)Empfängeranzeige.

Sehr gute Aussage.

Autor: FM-Scanner (Gast)
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> "Es geht nicht um Mehrwegeempfang, sondern um ,,Überreichweiten''
> (aus Sicht der Fernsehempfänger) bzw. ,,gehobene Ausbreitungsbeding-
> ungen'' (aus Sicht der Funkamateure)."

=> Funkfernsteuerungen für Flugmodelle gehen doch mit 35 MHz ???
Was ist denn da bei "Überreichweiten" ?


"Der Systemgewinn von DVB-T gegenüber Analog-PAL soll 13 dB (!) 
betragen.
> Und, was hilft dir das gegen Interferenzen (von nicht miteinander
> synchronisierten Systemen natürlich)?"

=> Denkbar wären kleine Sender mit 100 W o.ä., die dann auch bei 
"Überreichweiten" nicht so leicht woanders hin können...


"An meinem Empfangsort ( mittig zwischen Bremen und Hamburg, lt.
Reichweitenkarte "Aussenantenne zwingend nötig" ) habe ich über 50%
"Feldstärke" gemäss (Billig-)Empfängeranzeige.
> Sehr gute Aussage."

Kann sich halt nicht jeder z.B. einen R+S FSM 20 o.ä. für zu Hause 
leisten ...


( Als ich noch klein war, habe ich auch mal TV aus Spanien geguckt, auf 
Kanal 2. )

Autor: Georg A. (Gast)
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"Denkbar wären kleine Sender mit 100 W o.ä., die dann auch bei
"Überreichweiten" nicht so leicht woanders hin können..."

Viel zu teuer. Da ja alles typisch deutsch auch weltuntergangssicher 
sein muss, kommt da nur das Edelste in Frage. Durch die recht engen 
vorgschriebenen Kanalmasken muss dann auch noch ein steiler 
Topfkreisbandpass dahinter. Da liegt dann so ein Senderchen bei 
>>100kEUR. Auch wenn das ein heutiger PC auf der linken Backe modulieren 
kann...

Und dann brauchst du die Zuführung. In Bayern kommt DAB über Satellit in 
einem Standard, den keiner kennt (ETI). Für den Empfänger dazu bist du 
sicher nochmal 10kEUR los. Eine gescheite GPS-Zeitreferenz mit <0.01ppm 
und minimalem Jitter muss für die SFN-Synchronisation auch noch sein, 
sonst wars das mit der Gleichwelle.

Im Ergebnis ist das ca. 60cm Höhe im Rack, das (typisch D) dann bei der 
Telekom für ein nicht geringes Entgelt gehoused werden muss. Wartung 
(Reset drücken...) kostet extra...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> => Funkfernsteuerungen für Flugmodelle gehen doch mit 35 MHz ???
> Was ist denn da bei "Überreichweiten" ?

Wird dort kein großes Problem sein:

. die Leistung ist auf 100 mW ERP begrenzt, damit ist man selbst
  bei Ausbreitung über Ionosphärenreflektionen wohl schnell an
  der Rauschgrenze des Empfängers

. die Antennenwirkungsgrade sind miserabel (die Modelle sind ja in
  der Regel kleiner als lambda/4, also als etwa 4 m)

. die Empfänger werden vermutlich selten in der Empfindlichkeit auf
  Maximum gezüchtet sein, da das für die geplante Anwendung (es muss
  ja weniger als ~ 1 km überbrückt werden) weder notwendig noch
  sinnvoll ist

Das heißt aber nicht, dass das dort gar nicht auftreten kann.

> => Denkbar wären kleine Sender mit 100 W o.ä., die dann auch bei
> "Überreichweiten" nicht so leicht woanders hin können...

Du müsstest dann entweder das Sendernetz dichter machen oder die
Empfänger empfindlicher.  In letzterem Falle hättest du rein gar
nichts bezüglich der Fernausbreitung gewonnen: da ja alle dann mit
dieser Leistung senden, bleiben die Interferenzen (auf insgesamt
niedrigerem Niveau) bestehen, solange die empfangenen Signale halt
nicht unter der Rauschgrenze sind.

100 W sind ja auch nicht gerade 100 mW (wie bei Modellfunk), mit
100 W kommt man bei einer Ionosphärenreflektion locker quer durch
Europa (bezogen auf die Fernsehbandbreite -- bezogen auf eine für
Audio notwendige Bandbreite genügen dafür bereits 5 W, wie dir wohl
jeder CB-Funker erzählen kann, der sich schon mal durch Stationen
aus Spanien und Italien gestört gefühlt hat).

Wenn du die Senderdichte aber ohnehin erhöhen willst, dann kannst
du ja auch gleich wieder das viel breitere UHF-Band benutzen statt
des schmalen Handtuchs, das sich da VHF-Band 1 nennt.  Da passten
ja gerade mal 3 Kanäle mit Videobandbreite rein.

> ( Als ich noch klein war, habe ich auch mal TV aus Spanien geguckt, auf
> Kanal 2. )

Genau, eine Es-Reflektion, wie sie für diese Frequenzen nicht
untypisch ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sporadic-E

Autor: FM-Scanner (Gast)
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"Wenn du die Senderdichte aber ohnehin erhöhen willst, dann kannst
du ja auch gleich wieder das viel breitere UHF-Band benutzen statt
des schmalen Handtuchs, das sich da VHF-Band 1 nennt."

Ergo: Nix verschenken; 3 TV-Kanäle im VHF-I-Band als DVB-T-"Radio" 
codiert entsprächen weit mehr Radio-Sendern ( und erst recht noch viel 
mehr Radio-Programmen ! ) als derzeit im UKW-Band zu empfangen sind.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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FM-Scanner schrieb:

> Ergo: Nix verschenken; 3 TV-Kanäle im VHF-I-Band als DVB-T-"Radio"
> codiert entsprächen weit mehr Radio-Sendern ( und erst recht noch viel
> mehr Radio-Programmen ! ) als derzeit im UKW-Band zu empfangen sind.

...dafür wären sie inkompatibel mit derzeitigen Empfängern, und wegen
des dazwischen liegenden 4-m-Bandes würde sich auch jeder hier schwer
tun, einen Empfänger zu bauen, mit dem man den Bereich von 50 bis 108
MHz durchgehend empfangen kann.

Ganz davon abgesehen: die Summe aller Radioprogramme ist konstant.
Warum willst du die Inhalte also noch weiter streuen?

Autor: FM-Scanner (Gast)
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> "...dafür wären sie inkompatibel mit derzeitigen Empfängern, und wegen
> des dazwischen liegenden 4-m-Bandes würde sich auch jeder hier schwer
> tun, einen Empfänger zu bauen, mit dem man den Bereich von 50 bis 108
> MHz durchgehend empfangen kann."

Mein oben zitierter Billig-DVB-T-Kasten ist offenbar relativ frei nach 
Frequenz einstellbar ( Frequenz-Synthesizer oder so ? )

> "Ganz davon abgesehen: die Summe aller Radioprogramme ist konstant.
> Warum willst du die Inhalte also noch weiter streuen?"

Es ging doch ursprünglich darum, Radio-Empfang per "Digital" 
kampfwertzusteigern ???

Wie praktisch wäre es, neben dem alten FM-Radio ALLES, also TV + Radio, 
mit einem einfachem, ca. 40 € kostenden Empfänger, empfangen zu können ?

Sinngemäss geht's doch so ähnlich auch mit derzeitigen DVD-Playern !


Ist der Hinderungsgrund dafür eventuell der, dass dann zwangsläufig

a) nur ca. halb soviele Set-Top-Boxen etc. verkauft würden oder

b) irgendwelche Bürokratien, die Übertragungsnormen bestimmen, 
schlagartig überflüssig würden ???

Autor: Georg A. (Gast)
Datum:

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"Ist der Hinderungsgrund dafür eventuell der..."

Nein. Die Privaten wollen einfach nicht, ausser man schiebt ihnen ganz 
viel Geld in den Hintern, was aber keiner machen wird. Die haben ihre 
Hörer, mit DVB-T würden es sicher nicht mehr. Eher im Gegenteil: Durch 
die dann gleich gute Empfangbarkeit aller Sender (ist ja alles in einem 
Bouquet) könnten evtl. Hörer zu den etwas exotischeren Nischenradios 
abwandern. Gaaaanz schlecht, insb. am Land draussen, wo es meist ja nur 
Antenne* gibt. Ist ja nicht so, dass Antenne* nur deswegen soviele Hörer 
hat, weil denen das Programm so gut gefällt...

Für die ÖRs wäre es auch organisatorisch dagegen kein grosses Problem, 
da gibt es ja schon über DVB-S den Mux mit allen ARD-Radioprogrammen. 
Den müsste man nur aufsplitten und "Transmodulieren".

Autor: FM-Scanner (Gast)
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Senderkürzel-Übersetzungen:

FFH            = Funk für Hirnlose

FFN            = Funk für Norddeppen

Antenne Bayern = Einheitsprogramm zur Beruhigung der Insassen in
                 geschlossenen Anstalten

...

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Ich glaube nicht dass Digitalradio eine große Zukunft hat.

Für den Mainstream ist UKW nach wie vor ausreichend und wegen den vielen 
vorhandenen Endgeräten nicht so einfach zu ersetzen, wenn nicht irgend 
jemand eine große Kampagne anstößt.

Als Zweitsystem für die die mehr Auswahl haben möchten ist Digitalradio 
auch von zweifelhaftem Nutzen, weil je größer die Auswahl, desto weniger 
lohnt sich Rundfunk. Dann ist es u.U. sogar effizienter nur gezielt zu 
übertragen was und wo es gefordert wird, sprich Internet, und mobil über 
UMTS. Da hat auch jeder schon das passende Empfangsgerät daheim oder in 
der Tasche.

Autor: andi (Gast)
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Wer sich für das Thema DAB interessiert:
http://pro-digitalradio.de/phpBB2/

Ich nutze DAB seit ca. 8 Jahren im Auto und bin auch heute noch von dem 
sehr guten Empfang begeistert. Wo UKW längst Mono und verrauscht ist, 
geht DAB (selbst ohne Gleichwellenempfang) immer noch gut.

Vielleicht sollte UKW besser aufpassen dass es nicht stirbt :)
http://thomastepe.blogspot.com/2009/01/schaltet-sa...

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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DAB kann meiner Meinung nach technisch gar nicht funktionieren. Dafür 
sind die Frequenzen zu hoch und die vorgesehende Bandbreite zu gering. 
In den Frequenzbereichen, die zur Zeit für DAB vorgesehen sind kann sich 
die Welle nur "quasioptisch" ausbreiten. Die Folge davon ist, dass schon 
hinter dem nächsten Berg oft schon kein Empfang mehr möglich ist. 
Transatlantische Verbindung sind sehr selten.

Autor: Georg A. (Gast)
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"die zur Zeit für DAB vorgesehen sind"

Huh, verwechselst du das was? Der DAB-Frequenzbereich ist Band 3 
(180-230MHz) und für lokale Sachen noch das L-Band (1.4GHz). Band 3 ist 
weit weg von quasioptisch.

"Transatlantische Verbindung sind sehr selten."

Die will da auch keiner.

Autor: andi (Gast)
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@christian Berger
Ich hatte eigentlich die gleichen Bedenken, aber das Band 3 funktioniert 
in der Hinsicht hervorragend.
Beim L-Band hast du allerdings recht, das wird schon von Wald massiv 
geschluckt. So konnte ich das Lokale Ensemble München wegen dem L-Band 
in 40 km Entfernung nicht empfangen, obwohl vom Olympiaturm gesendet. 
Zeitgleich gingen auf dem Band 3 die abgestrahlten Testsender vom 
BR-Funkhaus (auch über weite Strecken) problemlos rein, obwohl hier 
quasi vom Keller von München aus gesendet wurde.

Inzwischen ist das München Ensemble auch auf Band 3.

Autor: R. Freitag (rfr)
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Gibt es eigentlich Selbstbau bei digitaler Mittel- und Kurzwelle?
Gruss
Robert

Autor: Gast (Gast)
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> Gibt es eigentlich Selbstbau bei digitaler Mittel- und Kurzwelle?
> Gruss

Ja selbstverständlich.
http://www.fading.de/drm.php
http://www.b-kainka.de/drm.htm
http://www.mydarc.de/de8msh/drm/

Autor: rick (Gast)
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Christian Berger schrieb:
> DAB kann meiner Meinung nach technisch gar nicht funktionieren. Dafür
> sind die Frequenzen zu hoch
> In den Frequenzbereichen, die zur Zeit für DAB vorgesehen sind kann sich
> die Welle nur "quasioptisch" ausbreiten. Die Folge davon ist, dass schon
> hinter dem nächsten Berg oft schon kein Empfang mehr möglich ist.

Da frage ich mich allerdings wieso unsere Handys so gut funktionieren 
(da sind die Frequenzen noch höher), selbst innerhalb von Gebäuden, auch 
bei mir im Keller.

> Transatlantische Verbindung sind sehr selten.

Dafür ist DAB/DAB+ auch nicht gedacht.



Mittlerweile hat sich gerätetechnisch ja was getan. Es gibt schon ganze 
DAB+ Empfänger für unter 40€ und Sticks für 20€. Leider sind solche 
Empfänger nicht in Smartphones eingebaut. Dort setzt man leider noch auf 
Analog-UKW was mehr schlecht als recht funktioniert.
Da ist die Verlockung groß, den Spaß mal auszuprobieren. Das 
Programmangebot und die Abdeckung hat sich in letzter Zeit auch sehr 
verbessert.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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Exhumation: Das Ausgraben eines bereits bestatteten Leichnams


PS
> Es gibt schon ganze DAB+ Empfänger für unter 40€

Dann gibt es nächstes Jahr DAB++ und wir werfen wieder alles weg!

Autor: Hans Franz (Gast)
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Christian Berger schrieb:
> Transatlantische Verbindung sind sehr selten.

Schon mal eine transatlantische Verbindung im jetzigen UKW-Bereich 
gehabt?

Autor: Bertl (Gast)
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1. Leichenschänder

2.
rick schrieb:
> Da frage ich mich allerdings wieso unsere Handys so gut funktionieren
>
> (da sind die Frequenzen noch höher), selbst innerhalb von Gebäuden, auch
>
> bei mir im Keller.

Wieviel UKW Sendemasten hast du denn so im Nachbarumfeld?

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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rick schrieb:

> Da frage ich mich allerdings wieso unsere Handys so gut funktionieren
> (da sind die Frequenzen noch höher), selbst innerhalb von Gebäuden, auch
> bei mir im Keller.

Weil die Mobilfunknetze aus tausenden von Basisstationen bestehen, von 
denen immer eine in der Nähe ist.

Transatlantische Verbindungen gibts nur extrem selten im UKW-Bereich, 
auch ein Grund warum man da halt nur lokale Sender hat.
Man könnte vielleicht einen großen Nutzen aus DAB ziehen in dem man 
nationale Muxe einführt, die dann im ganzen Land in einem großen SFN 
laufen, und jedes Land hat seine eigenen Frequenzen. Dann kann man die 
Sendeleistung hochsetzen und hat dann immerhin im Nachbarland noch 
Empfang.

Autor: DAW (Gast)
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Müssen wir bald unseren UKW-Empfängers in den Mülleimer werfen? Daß 
sollte Schade sein.

Autor: MaWin (Gast)
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> Müssen wir bald unseren UKW-Empfängers in den Mülleimer werfen?

Informier' dich:
http://www.teltarif.de/dab-plus-radio-multimedia-u...

Autor: fonsana (Gast)
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Christian Berger schrieb:
> Sendeleistung hochsetzen und hat dann immerhin im Nachbarland noch
> Empfang.

Das werden die "Rechteinhaber" schon zu verhindern wissen.

fonsana

Autor: herbert (Gast)
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ms schrieb:
> Es gibt aber auch nur beschissene oder sauteure empfänger für DAB. Und
> kein Mensch brauchts. Warum also extra bezahlen. UKW Qualität reicht
> vollkommmen aus.

Für dich ja,aber UKW mit einem portablen Radio ist empfangsmäßig ein 
Graus.DAB+ dagegen in einem gut versorgtem Gebiet ist sehr viel 
besser.Da liegen auch die Vorteile gegenüber analog UKW.Wer gerne Radio 
hört will auch beim spazieren gehen nicht auf sein Programm 
verzichten.Wenn  mein gerade in Arbeit befindlicher PLL-VFO fertig ist 
werde ich mal versuchen einen empfindlichen MW Rx mit dem Ziel AFN auf 
873 khz gut zu hören auf den Basteltisch zu bringen.Einen MP3 Player hab 
ich mir nur für´s Krankenhaus gekauft weil da UKW ziemlich dürftig rein 
ging.

Autor: Digitalradio (Gast)
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Gerade im mobilen Einsatz ist DAB+ gegenüber UKW-Analog klar im Vorteil.

Also nicht immer alles schlecht reden, nur weil es neu ist. Wir können 
ja nicht für ewig in der Steinzeit bleiben.

Auf digital-TV hätte ich verzichten können. Die zusätzlichen Werbe- und 
Bibelsender brauche ich nicht. Ein Fortschritt ist es aber trotzdem. Auf 
den Ausbau von DAB+ freue ich mich.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> Wir können ja nicht für ewig in der Steinzeit bleiben.

Komisches Argument!
Deshalb sollen wir plötzlich alle 200*10^6 UKW-Radios wegwerfen? Warum 
nicht parallel laufen lassen. Falls dann wirklich in 10 oder 20 Jahren 
keiner mehr UKW hört, dann meinetwegen.

Und nur weil jemand meint, mit DAB+ hören alle plötzlich wieder Radio. 
Das wird so nicht passieren. Die Menschen konsumieren heute die 
unterschiedlichste Medien, das verteilt sich. Das Radio wird die 
Einschaltquoten der Vergangenheit nie wieder erreichen, ob digital oder 
analog.

Bevor nicht sicher ist, welcher Standard sich für die nächsten 20 Jahre 
durchsetzt, werd ich mir in der Richtung nichts kaufen. Die Obsoleszenz 
hat hier inzwischen einen Zweijahresrhytmus erreicht.

Autor: herbert (Gast)
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B e r n d W. schrieb:
> Deshalb sollen wir plötzlich alle 200*10^6 UKW-Radios wegwerfen? Warum
> nicht parallel laufen lassen. Falls dann wirklich in 10 oder 20 Jahren
> keiner mehr UKW hört, dann meinetwegen.

Mußte auch gar nicht! Und...jedes DAB+ Gerät kann auch ganz normal 
analog UKW.Früher als ea noch nicht soviel HF -Schrott in der Luft gab 
da konnte man noch einigermaßen zu Fuß auch Radio hören.Das ist vorbei 
weil im Umkreis von Zehn Meter fünf Leute mit ihrem Handy spielen und 
und und.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> Mußte auch gar nicht! Und...jedes DAB+ Gerät kann

Die analoge Komlettabschaltung war aber politisch gewollt und schon 
beschlossen. Glücklicherweise sind die wieder etwas zurückgerudert. Man 
kann nur Vermutungen anstellen, was oder wer die treibende Kraft 
dahinter war.

Autor: J. Ad. (gajk)
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B e r n d W. schrieb:
>> Mußte auch gar nicht! Und...jedes DAB+ Gerät kann
>
> Die analoge Komlettabschaltung war aber politisch gewollt und schon
> beschlossen. Glücklicherweise sind die wieder etwas zurückgerudert. Man
> kann nur Vermutungen anstellen, was oder wer die treibende Kraft
> dahinter war.

Die analogen Satelliten haben sie doch auch einfach abgeschaltet, ebenso 
das terrestrische TV. Jetzt gibt es nur noch DVB-T und Digital-Sat.

Ein großer Wehschrei ist deswegen nicht durch die Republik gegangen, 
obwohl es sicher eine Reihe von Alt-TV-Glotzern gegeben haben dürfte, 
die per Zimmerantenne gesehen habe und eine Menge von Sat-Nutzer, die 
ihre Analog-Tuner in die Tonne treten konnten.

DAB+-Radios habe ich schon für 70 € gesehen. Und da wird noch nicht das 
Ende der Fahnenstange erreicht sein. Also warten wir es ab.

Wenn man nicht gerade günstig wohnt hat man vom UKW-Radio auch nicht so 
das pralle Hörerlebnis sondern allenfalls eine Handvoll verrauschter 
Sender.

Autor: Westfunk (Gast)
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Für alle aus dem Tal der Ahnungslosen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting

Dort gibts laberfreie Informationen.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Westfunk schrieb:
> Für alle aus dem Tal der Ahnungslosen:
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting
>
> Dort gibts laberfreie Informationen.

laberfrei?

"DAB-Radiogeräte werden derzeit auch unter der 40 €-Marke angeboten..."

Vielleicht ginge es in die richtige Richtung, wenn man "derzeit" durch 
ein konkretes Datum ersetzen würde.

Aber solche Dinge fallen den ach so strengen Wiki-Zensoren ja nicht auf.

Autor: Ad. Absurdum (Gast)
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J. Ad. schrieb:
> laberfrei?

Man muss den Nichtswissern nur die Schippe hinhalten, und schon ....

Autor: dirk (Gast)
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B e r n d W. schrieb:
> Deshalb sollen wir plötzlich alle 200*10^6 UKW-Radios wegwerfen? Warum
> nicht parallel laufen lassen. Falls dann wirklich in 10 oder 20 Jahren
> keiner mehr UKW hört, dann meinetwegen.

Es gibt doch als Übergangslösung den Parallelbetrieb bis 2025, der 
sicher wieder verlängert wird wie damals bei der Einführung von 
DigitalTV.

B e r n d W. schrieb:
> Und nur weil jemand meint, mit DAB+ hören alle plötzlich wieder Radio.

Wer meint das?

B e r n d W. schrieb:
> Die Menschen konsumieren heute die
> unterschiedlichste Medien, das verteilt sich. Das Radio wird die
> Einschaltquoten der Vergangenheit nie wieder erreichen, ob digital oder
> analog.

Ja und?
Sollen wir deshalb für ewig auf dem technischen Stand von 1925 stehen 
bleiben? Analoges Radio funktioniert im Mobilbetrieb nicht wirklich 
zufriedenstellend. Aufwändige Antennen sind da oft nicht möglich.

Autor: Georg A. (georga)
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> Vielleicht ginge es in die richtige Richtung, wenn man "derzeit" durch
> ein konkretes Datum ersetzen würde.

Einfach mal die Scheuklappen abnehmen...

Pure One MII ab 33EUR.
Philips AE9011 ab 38EUR (beides guenstiger.de).

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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Pure One MII & Philips AE9011

Iiiiigittiggittt was sind das denn für Dinger, das hat ja noch nicht mal 
Brüllwürfel-Qualität.

> für ewig auf dem technischen Stand von 1925 stehen

Da gab es noch kein UKW. Immer noch kein richtiges Argument.

Autor: Georg A. (georga)
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> das hat ja noch nicht mal Brüllwürfel-Qualität.

Ok, das Pure ist arg spartanisch. Das Philips ist ganz OK, hat auch 
einen Kopfhörerausgang. Aber es gibt sie jedenfalls ;)

Autor: Berndt (Gast)
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ist glaube, ich habe noch nie DAB gehört. Weder über SAT noch sonst wie

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Ich selbst habe zwar seit etwa einem Jahr einen DAB+-Empfänger, sehe 
aber trotzdem keine Ablösung der analogen UKW-Technologie in Deutschland 
in der nächsten Zeit.

Das Argument "Die Zukunft ist digital" überzeugt mich nicht. Digital hat 
erst dann Vorteile, wenn man dadurch unterschiedliche Inhalte auf 
denselben Medien speichern und transportieren kann. Hier geht es aber 
nur um Audio-Signale, die für die meisten Zwecke als 
Hintergrundbeschallung in Büro und zu Hause qualitativ mit UKW 
ausreichend gut transportiert werden können.

Speziell der Ansatz von DAB+ als bundesweites Medium geht zudem an der 
Struktur unserer Radiolandschaft total vorbei, die sehr lokal ausgelegt 
ist. Durch eine bundesweite Ausstrahlung steigen die Abgaben an die GEMA 
vermutlich erheblich, die Werbeeinnahmen/Rundfunkgebühren jedoch nicht. 
Wie sol man das finanzieren? Jenseits der Technologie müssen sich daher 
erst ganz andere Strukturen entwickeln und das wird sehr lange dauern.

Autor: Thomas (Gast)
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Digitalradio soll auch keine Vorteile für den Konsumenten bringen.
Der Vorteil ist ganz einfach der deutlich geringere Bandbreitenbedarf.

Autor: Georg A. (georga)
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> Der Vorteil ist ganz einfach der deutlich geringere Bandbreitenbedarf.

Gegenüber UKW? Das nimmt sich nicht viel. Noch dazu wo UKW ohnehin keine 
Bandkonkurrenz hat. Im Gegenteil, DAB hatte sie bis vor kurzem nocht mit 
DVB-T im Band 3 und hat sie bei 230MHz immer noch 
(Sendeleistungsbeschränkung wg. Militärkram nebenan).

Autor: hier egal (Gast)
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B e r n d W. schrieb:
>> für ewig auf dem technischen Stand von 1925 stehen
>
> Da gab es noch kein UKW. Immer noch kein richtiges Argument.

Nach Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/UKW-Rundfunk#Geschichte

| 1925 fand zwischen Jena und Kahla die erste UKW-Übertragung der Welt durch
| Professor Abraham Esau statt.

Autor: andi (Gast)
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Im Auto ist UKW einfach überholt, in der Praxis schalten die Radios 
schon recht früh auf Mono um, trotzdem gibt es Rauschen durch schwache 
Signale oder Mehrwegeempfang. Ich habe vor DAB Zeiten sehr aktiv UKW 
gehört, und auf gute UKW-Autoradios Wert gelegt, hatte einen Blaupunkt 
Paris.

Ich empfange mit dem Kenwood DAB4551U (DAB+) Autoradio (mit dem Auto in 
der Garage stehend) z.B. das Augsburger DAB Ensemble, das von einem! 
Sender in 80 km Luftlinie mit lächerlichen 3,6 KW abgestrahlt wird, die 
Qualität ist einwandfrei. Natürlich gibts starke Aussetzer, wenn ich 
versuche in meiner Gegend das Ensemble zu hören. Nun ist die Praxis aber 
ein Gleichwellennetz mit vielen Sendern, die nicht annähernd so weit 
entfernt sind. Der Empfang ist dadurch sehr gut, Funklöcher im 
ausgebauten Gebiet hatte ich in den letzten 10 Jahren selten.

Autor: LF (Gast)
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andi schrieb:
> Im Auto ist UKW einfach überholt


Nicht nur dort ist diese Technik absolut vorgestrig. Das schwächste 
Glied in der Übertragungskette beim analogen UKW-FM-Rundfunk stellt 
meiner Meinung nach das verwendete MPX-Übertragungsverfahren dar. Es 
wurde vor rund 60 Jahren entwickelt und gilt heute als technisch völlig 
überholt. Im Vordergrund stand damals  die Kompatibilität des 
Stereosignals zu den weit verbreiteten Mono-Radios. Ein mittelmässiger 
technischer Kompromiss, aber keineswegs eine gute Lösung für 
erstklassigen Stereoempfang.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> 1925 fand zwischen Jena und Kahla die erste UKW-Übertragung der Welt

Da steht aber auch:
Der erste europäische UKW-Sender wurde am 28. Februar 1949 in 
München-Freimann ...

> Im Auto ist UKW einfach überholt

Da mein Auto noch ein paar Jahre hält, hab ich erst in 8 oder 10 Jahren 
eins mit der dann aktuellen Technik. Und ich bin mir nicht sicher, ob 
das dann DAB+ sein wird. Momentan wird diskutiert, die Autos miteinander 
zu vernetzen. Auch das hat Vor- und Nachteile.

Autor: fonsana (Gast)
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andi schrieb:
> Im Auto ist UKW einfach überholt, in der Praxis schalten die Radios
> schon recht früh auf Mono um, trotzdem gibt es Rauschen durch schwache

Das wird aber durch den Bloedsinn ausgeloest, dass an heutigen Autos 
keine ordentlichen Antennen mehr verbaut werden. Da geht Optik vor 
Funktion (z.B. 4cm Alustab oder Scheibenantennen hinten links oder 
aehnlicher Unfug). Anschliessend wird dann auf das "veraltete" UKW 
geschimpft.

fonsana

Autor: Adblocker (Gast)
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Jadeclaw schrieb:
> @Georg A.: DAB ist noch lange nicht tot. Das Problem ist, es ist nur in
> DL ziemlich tot. Und das liegt mitnichten an der Technik, sondern
> schlicht an den Dummköpfen in Politik und Behörden. Dazu noch der
> Lobbyismus der privaten Radioveranstalter, die unbedingt die
> Überbelegung auf UKW beibehalten wollen, um zu verhindern, daß den
> etablierten Privatsendern Konkurrenz erwächst.

Namentlich genannt ist das der Verband Privater Rundfunk und Telemedien 
e.V aka VPRT.

Hier die Website der Lobbyisten http://www.vprt.de/
WARNUNG: Der Umgang mit Lobbyisten kann den Blutdruck erhöhen und den 
Geldbeutel leeren.

Autor: Holler (Gast)
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Detlev T. schrieb:
> Speziell der Ansatz von DAB+ als bundesweites Medium geht zudem an der
> Struktur unserer Radiolandschaft total vorbei, die sehr lokal ausgelegt
> ist.

Dafür gibts bei DAB das sog. L-Band bei knapp 1,5 GHz: Geringe 
Reichweite, eben lokal. Modene Autoradios können das. Wird aber z.Z. in 
D kaum genutzt.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> WARNUNG
Mist, zu spät!

> Die Neuordnung der nationalen Vermarktung wird ein interessantes
> Wirtschaftsfeld. Tino Utassy, BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG

Da ist doch was im Busch? Was wird da neu geordnet?

> Beim Schutz des geistigen Eigentums besteht noch großer
> Handlungsbedarf. Dr. Torsten Rossmann, N24

Es gibt kein geistiges Eigentum. Es gibt das Urheberrecht. Der Urheber 
sollte mehr Rechte bekommen, der Vermarkter weniger.

> Auch die Privaten müssen an Leerträgerabgabe und Kneipenrecht beteiligt
> werden. Hans-Dieter Hillmoth

Die Leerträgerabgabe gehört weg.

> Radio muss seinen Stellenwert als Massenmedium weiter ausbauen und
> stärken. Dr. Udo Becker

Wird es aber nicht, es wird mit mehr anderen Medien konkurrieren müssen.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

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> Dafür gibts bei DAB das sog. L-Band bei knapp 1,5 GHz:

Gab es, im wesentlichen aber auch nur in D. Ist inzwischen aber obsolet 
und alle Sendernetze da sind AFAIK inzwischen ins Band 3 umgestiegen. 
Der Grund sind die schlechteren Ausbreitungsbedingungen, das teurere 
Sendeequipment und der erhöhte Aufwand im Empfänger. Um das loszuwerden, 
wurde ja DVB-T aus Band 3 verbannt, damit ist eine Menge Platz auch für 
lokale DAB-Ensembles geschaffen...

Autor: Heinz (Gast)
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fonsana schrieb:
> Das wird aber durch den Bloedsinn ausgeloest, dass an heutigen Autos
> keine ordentlichen Antennen mehr verbaut werden. Da geht Optik vor
> Funktion (z.B. 4cm Alustab oder Scheibenantennen hinten links oder
> aehnlicher Unfug). Anschliessend wird dann auf das "veraltete" UKW
> geschimpft.

Trotzdem funktionieren die modernen Dinger im Auto besser als die Radios 
mit langer Stabantenne von vor 15 Jahren. Ist doch gut, dass es durch 
DAB+ noch besser wird.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Georg A. schrieb:
>> Vielleicht ginge es in die richtige Richtung, wenn man "derzeit" durch
>> ein konkretes Datum ersetzen würde.
>
> Einfach mal die Scheuklappen abnehmen...
>
> Pure One MII ab 33EUR.
> Philips AE9011 ab 38EUR (beides guenstiger.de).

New York hat "derzeit" 1,4 Mio. Einwohner. Einfach mal die Scheuklappen 
abnehmen.

Der "derzeitige" Reichskanzler ist Adolf Hitler. Einfach mal die 
Scheuklappen aufmachen.

Autor: Bernd H. (geeky)
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Bei meiner letzten Autoradio-Recherche (schon bestimmt ein Jahr her) 
hatte ich den Eindruck dass die Autoradiohersteller DAB+ wohl noch nicht 
so recht trauen. Den wenigen Geräten die DAB+ konnten, fehlten andere 
mir wichtige Features (Dinge wie Bluetooth, Stationstasten(!), USB-Slot)

Autor: Holler (Gast)
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Das mit den Autoradios bessert sich: BT, USB und "Stationstasten" kannst 
du vielerorts auch schon ab Werk bekommen, wobei echte, haptische Tasten 
allmählich aus der Mode kommen. So wie bei den Smartphones sind es dann 
eher Softkeys.

Autor: utuiltgligt (Gast)
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Holler schrieb:
> haptische Tasten
> allmählich aus der Mode kommen. So wie bei den Smartphones sind es dann
> eher Softkeys.

Das kann bei Autoradios aber gefährlich werden, weil man Softkeys nicht 
blind bedienen kann. Aus dem gleichen Grunde sind Fernbedienungen ohne 
Tasten ziemlich sinnlos.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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>> mit dem Neustart von DAB+ im August 2011
>> Mit einem DAB Receiver der alten Generation ist der
>> Empfang von DAB+ Programmen hingegen nicht möglich!

Hiermit garantiere ich,
dass DAB+ mindestens 10 Jahre lang der Standard bleibt.

Bitte ausfüllen:
Nachname:__________________
Vorname:___________________
Strasse:___________________
PLZ/ORT:___________________

Unterschrift:______________

Autor: Holler (Gast)
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utuiltgligt schrieb:
> Das kann bei Autoradios aber gefährlich werden, weil man Softkeys nicht
> blind bedienen kann.

Das ist der Preis der Komplexität: alle Funktionen eines modernen 
Infotainment-Systems würde auf separaten Tasten zu einer unzumutbaren 
Knöpfchenzahl führen. Und Doppel/Dreifachbelegungensind auch nicht toll.

Autor: Georg A. (georga)
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> Hiermit garantiere ich, dass DAB+ mindestens 10 Jahre lang
> der Standard bleibt.

Hiermit wird garantiert, dass Pferdewagen noch die nächsten 100 Jahre 
lang fahren und Wagen mit Selbstzünder verboten bleiben.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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@ Georg A.

> Das Guardintervall selbst im Mode 1 reicht da nur knapp
> Hiermit wird garantiert, dass Pferdewagen

Aha, da fühlt sich ein Insider auf den Schlips getreten.

Du kannst noch nichtmal garantieren, daß es DAB+ in 2 Jahren noch gibt. 
Es gibt dann in regelmäßgen Abständen DAB+2, DAB++, DAB-Ultra usw. und 
immer ist es nicht mehr kompatibel. Warum sollte also jemand dafür Geld 
ausgeben? Das ist wie zu den Anfangszeiten von HD-Ready.

Autor: Georg A. (georga)
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> Aha, da fühlt sich ein Insider auf den Schlips getreten.

Insider?

Entschuldigung, dass ich mich mit DAB seit 1999 ausgiebig beschäftigt 
habe und daher einen ganz guten Einblick in die Technik an sich (hat 
noch jemand hier einen DAB-Sender just for fun gebaut?) und auch das 
politische/pseudo-technische Drumherum/Hickhack. Dabei habe ich aber 
auch wirklich alle Argumente Pro und Contra von allen möglichen und 
unmöglichen Seiten mitbekommen, ebenso wie die unzähligen "jetzt gehts 
richtig los" und "es ist tot"-Prophezeiungen.

Schlips?

Mir persönlich ist das "Wohlergehen" von DAB relativ egal, ich bin 
flexibel. Es ist halt ein Telekom-Standard mit Stärken und Schwächen, 
für sein Alter hat er erstaunlich viele Stärken... Der politische 
Hauptgegner, der den Durchbruch in D aufgehalten halt, kam von der 
DVB-T/H-Seite, und da wurde halt von beiden Lagern pseudotechnisch 
argumentiert, im wesentlich Bullshit, um die eigenen Marktinteressen zu 
kaschieren. Dass DAB und DVB-T technisch gesehen nahezu identisch sind, 
ist da untergegangen.

Was mir aber wirklich massiv auf den Senkel geht, ist die 
Betonkopfmentalität. In dem Forum wird immer über den Untergang des 
Ingenieurstandorts Deutschland geredet. Es ist ja auch kein Wunder, wenn 
bei einer Anschaffung von "derzeit" 40-80EUR erstmal gefragt wird, ob 
der Standard die nächsten 10 Jahre überlebt.

Hallo??? Die letzten 20 Jahre verpennt oder in der Mongolei wandern 
gewesen? Dass irgendwas Technisches inzwischen länger als ein Jahrzehnt 
lebt, ist inzwischen vorbei. Komischerweise interessiert es aber bei 
anderen Sachen keinen, und die kosten viel mehr Geld.

VHS/Videobandaufzeichnung-überhaupt tot. Aktueller Standard: Jeder macht 
was anderes (Codec x Medium), Bluray-Struktur gerade so vorherrschend. 
In 5 Jahren? Keine Ahnung.

DAT/MD tot.

In 2-3 Jahren wird DVB-T obsolet (sagt nur von den Offiziellen grad 
keiner laut und gibt nur "Frequenzplanungsgründe" für die 
T2-Reservierung vor). Das war aber schon bei der Einführung in D klar.

Das gute alte ISDN stirbt, gibt nur noch VOIP. Obs SIP länger gibt? 
Keine Ahnung, h.323 hat gerade mal 3 Jahren gehalten, bis es tot war.

HDTV mit h.264 wirds auch nicht mehr lange machen (ich geb im noch 5 
Jahre), die Bandbreiteneinsparungen mit h.265 sind zu verlockend.

etc. pp.

Autor: W.S. (Gast)
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Leute, laßt doch die blöden Vergleiche. Das ist albern.

DAB hätte seine Chance gehabt, wenn es erstens mal mit ausreichender 
Senderstärke, sodann mit breitem Senderangebot, weiters mit garantierter 
Laufzeit von mindestens 10 Jahren gestartet wäre - und wenn es 
tatsächlich besser als UKW wäre.

Ist aber nicht. Selbst im Berliner Großraum war das Angebot mickrigst, 
die Tonqualität nicht besser als UKW und sobald sich jemand im Zimmer 
bewegt, bricht der Ton mit einem lauten Klirren abrupt ab.

Jetzt ist DAB tot, es wird von DAB+ geschwafelt und Zweifel über die 
Lebensdauer von DAB+ sind berechtigt. Es hatte ja schon früher mal ein 
digitales Satellitenradio gegeben, wo sich ne Menge Leute einen teuren 
Empfänger gekauft hatten, der anschließend nur noch Schrottwert hatte.

Die Konsumenten haben also bereits zweimal mit digitalem Radio nen 
Reinfall erlebt. Da wundert es wohl niemanden, wenn gerade junge Leute 
auf Radio komplett pfeifen und sich ihre akustische Bedröhnung per 
Internet holen - und ich glaube nicht, daß sie in späteren Jahren sich 
dann nochmal umorientieren und zu Radiohörern werden.

Ansonsten gibt es noch einige handfeste technische Bedenken:
a) der Stromverbrauch. Am Sender kann man wohl einiges an Kilowatt 
einsparen, dafür braucht man für DAB+ wegen des Kompressionsverfahrens 
eine satte Rechenleistung, die eben nicht mehr mit einigen Milliwatt wie 
für den FM-Demodulator und den Stereodekoder auskommt, sondern 1..5 Watt 
kostet - nur zum Dekodieren. Das macht in Summe bei einigen 
hunderttausend Hörern mehr aus als die eingesparten Sendekosten.

b) Bandbreite. Das Fernsehband 3 ist quasi freigeräumt, kann also 
reichlich Bandbreite bieten, um mit einer simpleren und stromsparenderen 
Codierung arbeiten zu können und trotzdem ein breites Programmangebot 
bieten zu können.

c) Die Klangqualität. Die Kompression bei DAB+ ist m.W. verlustbehaftet. 
Damit kriegt man es eben nicht hin, Audiophile oder mal bloß Leute zu 
interessieren, die die Kompressionsartefakte nicht hören mögen. Ich 
weiß, daß auch auf UKW inzwischen dieser Mist üblich ist, hab grad 
vorhin bei Klassikradio leise gedreht, weil mir bei einigen Stücken 
dieses MP3-Hintergrundgeklirre auf die Nerven geht. Wenn DAB+ bei der 
Audioqualität schon Federn läßt, ja was bleibt denn dann noch an 
Argumenten übrig?

d) Bürokratisches. Analoge Sendungen kann man entweder senden oder 
nicht. Digitale Sendungen kann man hingegen verschlüsseln und die Hörer 
gängeln, weitere Gebühren, Lizenzen usw. abpressen - ob aus schierem 
Profitstreben oder sonstigen Gründen.

Kurzum: DAB+ mag unsereinen neugierig machen, aber es gibt massive 
Bedenken - zu Recht.

W.S.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> Dass irgendwas Technisches inzwischen länger als ein Jahrzehnt
> lebt, ist inzwischen vorbei.

Ja, genau zu dieser Geschichte haben wir eine komplett andere 
Einstellung. Die Bedingungen, wann ich was kaufe, bestimme immer noch 
ich. Sollen die den Umsatz doch mit Leuten wie Dir machen. Mir macht 
auch die deutsche Medienlandschaft keinen Spass mehr, mein Bedarf geht 
gegen Null.

> In dem Forum wird immer über den Untergang des
> Ingenieurstandorts Deutschland geredet.

Dieses Wegwerf-Zeugs ist eh aus China. Kein Problem, ich finde schon 
genügend andere Geldsenken. Es gibt dort auch Ingenieure, die sich 
drüber freuen.

Und zur Not läuft mal das Internet-Radio. Da ist das Angebot nochmal 
deutlich größer und internationaler. Ich brauch die Top 3 hoch und 
runter nicht und Moderatoren, die vertraglich geregelt überall 
reinquasseln.

VHS ist schon lange tot, dem kräht kein Hahn nach. VHS wurde durch die 
Multimedia-Möglichkeiten des PCs überholt. Das war auch ein natürlicher 
Vorgang.

Autor: Georg A. (georga)
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@W.S.:

Viele deiner technischen Argumente sind leider falsch, allein die 1W 
sind Werte von Dekoderchips aus dem Jahr 2000. Aber lassen wir das...

@BerndW:

Du darfst kaufen oder nicht was du willst. Aber das "Standard"-Argument 
ist keins.

> Dieses Wegwerf-Zeugs ist eh aus China.

DAB wurde zu grossen Teilen in Deutschland entwickelt. Bosch war da ganz 
früh dabei und hat eine tolle Entwicklungsleistung sowohl algorithmisch 
als auch in der ASIC-Integration vollbracht. Tja, heute sind diese Chips 
im wesentlichen alle aus Asien (China, Taiwan, Korea), die hatten den 
längeren Atem und etwas mehr Begeisterung für den Multimediakram. Und so 
werden es halt immer weniger in D, die anspruchsvolle 
Elektronikentwicklung in dem Bereich machen. Irgendwann wird's dann auch 
in der Steinzeit-Automobilindustrie vorbei sein. Die hat ja jetzt schon 
den Anschluss in der Hybridtechnik verpasst.

Achja, fällt mir in dem Zusammenhang noch ein: Interview mit einem 
Grundig-Damager so ca. 1984 zur Ankündigung der damals unerhörten 
Kombination von Videokamera und Bandmaschine (aka Camcorder) von 
Kodak: "Wir sehen keinen Markt darin".

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ihr denkt immer an das 1,95 € Radio aus der Kornflakespackung und 
beschwert euch, dass ein digitales Radio teurer ist. Euch ist der 
Support evtl. nicht lang genug.

Aber ist ein dediziertes Radio überhaupt noch von Bedeutung. Heute hat 
fast jedes Smartphone einen FM-Empfänger mit drin. Da müsste halt 
einfach DAB+ mit drin sein. Das Autoradio wird es auch bald nicht mehr 
in der Form geben. Es wird ein PC eingebaut, mir SDR-Software. Der kann 
dann alles. Man muss nur die Mediaplayer-Software updaten. Anstatt einer 
Stereo-Alnage steht ein Mediacenter im Wohnzimmer, also ein PC mit 
SDR-Empfänger.

Die Technik wird leistungsfähig und billig. Das ganze Zeug kann einfach 
nebenbei mit abfallen.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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> Die hat ja jetzt schon den Anschluss in der Hybridtechnik verpasst.

Dieses Argument zieht nicht. Für lange Autobahnfahrten ist der Hybrid 
unnötig schwer, da ist ein reiner Diesel eindeutig besser dran. Der 
Hybrid schneidet nur so gut ab, weil die das Laden der Batterie vor dem 
Losfahren im Normzyklus nicht mitgezählt wird. Da entstehen aber die 
Abgase im Kraftwerk, der CO2 Ausstoss ist dort möglicherweise noch 
höher.

Der einzige Vorteil, man kann mit dem Hybrid elektrisch in die 
Innenstadt, ohne Dreck zu machen. Für reine Kurzstrecken tuts aber ein 
"nur" Elektroauto oder der öffentliche Nahverkehr. Bei letzterem gibt es 
auch kein Parkplatzproblem.

Möglicherweise läuft uns China mit den Elektroautos den Rang ab. Die 
stecken richtig Aufwand in die Batterieforschung und in USA haben sie 
dieses Thema 2012 auch entdeckt (A Manhattan project for batteries).

Autor: mike (Gast)
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B e r n d W. schrieb:
> Und zur Not läuft mal das Internet-Radio. Da ist das Angebot nochmal
> deutlich größer und internationaler.

Ach? Internetradio?
Wer garantiert dir, dass der Anbieter für dein Internetradio in 10+ 
Jahren noch existiert und dir Inhalte für dein Radio liefern kann? Im 
Endeffekt ist da die Zukunftssicherheit nicht besser als bei einem DAB+ 
Radio.

Autor: Olaf (Gast)
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> Kurzum: DAB+ mag unsereinen neugierig machen, aber es gibt massive
> Bedenken - zu Recht.

Ich muss W.S weitestgehend zustimmen. Die Erfahrung zeigt das es besser 
ist von DAB die Finger zu lassen. Digitale Uebertragung mag technisch 
machbar und sinnvoll sein. Sie koennte sicher sogar technisch besser 
sein. Aber aus politischen Gruenden wird das kaputt gemacht. Ich will 
kein neues Uebertragungsverfahren wo ich mir fuer die naechsten 20Jahre 
nicht sicher sein kann die alten Empfaenger zu benutzen. Ich will nichts 
wo irgendwelche geldgeilen Hansel darueber urteilen wollen ob ich etwas 
aufzeichen darf oder nicht. Ich will ein System wo z.B wirklich 100% 
Qualitaet mit maximaler Dynamik ohne rumgepfusche uebertragen wird. All 
das was heutige Radiosender bereits dem UKW antun muesste ins Endgeraet 
verlagert werden und ist dann abschaltbar.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund der hier noch nicht genannt 
wurde. Die Radioqualitaet ist in den letzten 20Jahren immer schlechter 
geworden. Und zwar nicht nur der Technik, sondern vor allem auch der 
Inhalte. Einer der Gruende duerfte sein das wir heute viel mehr 
Radiosender haben, aber eine genauso grosse Bevoelkerung. Es steht also 
immer weniger Geld pro gesendeter Radiominute zur Verfuegung. Hinzu 
kommt das die Herstellung von Qualitaet in der Branche personalintensiv 
ist. Und das in Zeiten wo Personalkosten immer entscheidender werden. Es 
hat Gruende warum es kaum noch Schuhmacher, Fotografen und echte Baecker 
mehr gibt. Fuer hirntote Callinshows mit Werbung wuerde aber auch 
Mittelwelle reichen.

Das fuehrt dazu das ich nicht bereit bin fuer DABx auch nur einen Euro 
auszugeben! Das sollte der Branche doch Angst machen. Wie kommt es das 
jemand wie ich der sich als Azubi jede Mark abgespart hat um sich einen 
der ersten DATs zu kaufen, unter anderem um Radio aufzunehmen, heute 
jedes Interesse verloren hat? Vielleicht sollte sie mal ihre 
kaufmaennische Leitung an den naechsten Baum haengen und sich wieder auf 
alte Tugenden besinnen?
Ich muss daher leider sagen, es ist egal ob UKW oder DAB. Wichtig ist 
nur das die Geraete einen Ausschalter haben.

Olaf

Autor: herbert (Gast)
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Olaf schrieb:
> Ich will ein System wo z.B wirklich 100%
> Qualitaet mit maximaler Dynamik ohne rumgepfusche uebertragen wird.

Es scheitert daran ,dass die Endgeräte bei weitem nicht mehr das sind 
was sie vor 30 jahren waren.Heute baut man Radios auf dem Platz den 
früher ein Bandfilter eingenommen hat.Qualität zum Beispiel für ein 
Tascheradio hat seinen Preis in der Größe.Der Trend immer alles kleiner 
zu machen und für die Bedienung eine Lupe und eine Pinzette mitzuliefern 
war der Tod guter Radios.Dazu noch jede Menge HF -Schrott in der Luft 
und aus ist es mit vernünftig Radio hören.Unterwegs-Radio ist teilweise 
eine Zumutung.Wennst eine Parkbank in der Sonne gefunden hast die 
eigentlich gut wäre mag man nicht sitzenbleiben weil der Lieblingssender 
nur krächzt und das Handy vom Nachbarn zu hören ist.Im Unterwegsradio 
liegen nicht die Priorotäten der Abzocker in Sachen Kommunikationsucht.

Autor: Holler (Gast)
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Oh man, das tut schon weh was manche hier in völliger Ahnungslosigkeit 
absondern.

Man kann zu DAB+ stehen wie man will, es kann sich durchsetzen oder auch 
nicht, alles möglich. Und das eintönig-gleichförmige Radioprogramm der 
Endlosschleifendudelsender wird gerade durch DAB+ aufgelockert, z.B. im 
D-Radio Wissen oder Sunshine Radio für Technofreaks.

Totaler Blödsinn sind aber paschale Statements wie "früher war alles 
viel besser" oder die deutschen (Auto-)Hersteller verschlafen irgend 
etwas.

- die Radios sind heute - um Längen - besser als früher: fahrt mal mit 
einem modernen Autoradio (mit UKW Phase Diversity) im Bergland oder 
verschatteten Großstädten herum und vergleicht das mal mit einem Gerät 
von vor 20 Jahren.

- Auch kleine Radios können richtig gut sein: habe ein FM-Radio im iPod 
5 nano. Selbst beim Joggen hört man kaum Störgeräusche.

- DAB+ klingt sehr gut. Der AAC-Codec wird auch beim iPod oder zusammen 
mit modernen Videocodecs auf der BlueRay Disk verwendet. Besser als UKW 
ist er allemal.

- Man bekommt von deutschen Autoherstellern DAB+ in neuen Fahrzeugen. 
Haben das z.B. franz. Hersteller auch im Angebot?
Blöd sind die z.T. hohen Zusatzkosten, das stimmt.

Autor: Joachim Drechsel (Firma: JDCC) (scheppertreiber)
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Es wird eher von der kaufmännischen Seite her ausgehen, nicht
von der technischen.

Ich höre praktisch nur DLF, früher habe ich dazu extra eine
Richtantenne im Dach gehabt (100 kW Senderlein weit weg direkt
daneben hat der Dudelfunk geblasen).

Heute höre ich das übers Internet. Ganz einfach, der PC läuft ja eh.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Georg A. schrieb:
>
> Was mir aber wirklich massiv auf den Senkel geht, ist die
> Betonkopfmentalität. In dem Forum wird immer über den Untergang des
> Ingenieurstandorts Deutschland geredet. Es ist ja auch kein Wunder, wenn
> bei einer Anschaffung von "derzeit" 40-80EUR erstmal gefragt wird, ob
> der Standard die nächsten 10 Jahre überlebt.
>
> Hallo??? Die letzten 20 Jahre verpennt oder in der Mongolei wandern
> gewesen? Dass irgendwas Technisches inzwischen länger als ein Jahrzehnt
> lebt, ist inzwischen vorbei. Komischerweise interessiert es aber bei
> anderen Sachen keinen, und die kosten viel mehr Geld.
>

Da könnte ich auch meinem Analog-Receiver hinterherheulen, der hat es 
gerade mal 12 Jahre "gemacht" und ist jetzt wertlos.

Von der ästhetischen Verunglimpfung der Wohnzimmer derer, die nun eine 
DVB-T-Antenne aufstellen mussten mal ganz abgesehen.

Viel schlimmer hat es aber die Besitzer von C-Netz-Telefonen getroffen. 
Die investierten 5000 DM und haben heute nix mehr davon.

Ach ja, es gibt auch Skifahrer, die sich jedes Jahr das neue Modell 
kaufen und das Vorjahresmodell gehört dann zum alten Eisen.

Strategie kann daher nur sein, dass man sich bei einer neuen Technik 
nicht gleich das Super-Duper-Gerät für 2000 Euro kauft sondern bei 
Interesse mal bei einem 50-Euro-Gerät den Sack zumacht.

Was ein Normalbürger pro Jahr an abgelaufenen Lebensmitteln, hart 
gewordenem Brot etc. in die Tonne wirft, wird ebenfalls an die 50 € 
herankommen.

Autor: Olaf (Gast)
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> - Man bekommt von deutschen Autoherstellern DAB+ in neuen Fahrzeugen.
> Haben das z.B. franz. Hersteller auch im Angebot?
> Blöd sind die z.T. hohen Zusatzkosten, das stimmt.

Nein, bei Autos ist noch etwas anderes viel bloeder.

Wenn du dir ein neues Auto kaufen wuerdest und dich entscheidest DAB 
haben zu wollen, dann bist du vermutlich erstmal viel Kohle los. 1kEuro? 
Keine Ahnung, ich kenne die Preise nicht.
Und dann nach zwei Jahren geht es nicht mehr. Weil es dann ja DAB+ gibt, 
oder DAB++? Oder auf einer neuen Frequenz gesendet wird die dein total 
veraltetes Geraet nicht kann.
Und dann kannst du noch nichtmal durch extra viel neue Kohle was dran 
aendern weil das Radio heute ja fester integraler Bestandteil des Autos 
geworden ist. (In meinem Auto ist z.B Radio+Navi+Telefon eine einzige 
Einheit)

Da wuerde man sich als Autokaeufer doch SEHR verarscht vorkommen oder?

Und jetzt ueberlegt mal wie euer Verhaeltnis von Radio hoeren im Auto zu 
sonst so ist. Ich schaetze mal bei mir 9:1. Also ein weiterer Grund von 
DAB die Finger zu lassen.

Oh..und noch was. Ich weiss garnicht was ihr alles fuer Empfangsprobleme 
mit UKW habt. Ich will nicht sagen das ich da noch nie eine Stoerung 
hatte, aber das ist so selten und so wenig das ich das noch nie als 
Problem wargenommen habe.

Olaf

Autor: xyz (Gast)
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Olaf schrieb:
> Und dann kannst du noch nichtmal durch extra viel neue Kohle was dran
> aendern weil das Radio heute ja fester integraler Bestandteil des Autos
> geworden ist. (In meinem Auto ist z.B Radio+Navi+Telefon eine einzige
> Einheit)

Natürlich kannst du durch viel Kohle ein anderes Radio einbauen lassen. 
Vielleicht ist es auch nur ein Softwareupgrade.

Autor: Georg A. (georga)
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> Da wuerde man sich als Autokaeufer doch SEHR verarscht vorkommen oder?

Ich würde mir als Autokäufer sehr verarscht vorkommen, wenn die ganze 
Autofirma pleite geht. Sollte ich mir jetzt wirklich noch einen Opel 
kaufen? Wie lange machts Fiat noch? Wann haben die Chinesen genug Wissen 
von Volvo abgezogen und machen es dicht?

Tja, fällt unter allgemeines Konsumrisiko. Ich finds halt nur komisch, 
gerade bei einem Radiosystem diese Argumente rauszukramen.

Autor: Holler (Gast)
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Klar kommt man sich verarscht vor, wenn die je nach Hersteller 100-300 
Euro Mehrkosten für DAB nach zwei Jahren für die Tonne sind. Mein 
DAB-Küchenradio ist auch nur noch Elektroschrott.

Und ein Software-Update ist eher Ausnahme als Regel: da müsste das 
Design auf einem entsprechend leistungsfähigen DSP basieren, der aber 
mehr kostet als ein unflexibler Spezialchip.

Wenn es die (Geld-) Politik zulässt und das Programmangebot, 
Senderdichte- und Leistung entsprechend wächst und die Gerätepreise 
fallen hat DAB+ eine Change.
Aber nur dann: wie schon oft hier bemerkt: UKW ist ausentwickelt und auf 
einem so hohen Niveau angekommen, dass es Alternativen schwer haben. Im 
Auto wird man auf absehbare Zeit wesentlich öfter DAB-Empfangslücken 
haben als das eine Störung im UKW-Empfänger durchschlägt.

Autor: herbert (Gast)
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Holler schrieb:
> - Auch kleine Radios können richtig gut sein: habe ein FM-Radio im iPod
> 5 nano. Selbst beim Joggen hört man kaum Störgeräusche.

Ich leih dir mal mein Sony Portable.Ich habe aber auch noch ein paar 
andere die auch nur krächzen.Eine Ausnahme macht da ein altes Grundig 
Stereo Porti.Das geht auch dann noch vernünftig wenn alles was ich sonst 
habe nur noch krächzt.Nix PLL ,keine Speicher nur einfacher Drehko aber 
halt auch jede Menge Filter drinnen. Da man in der größe von einem 
Autoradio vernünftige Empfängertechnik zur Verfügung hat ist doch 
normal.Ist ja auch genug Platz da.Autoradios waren schon immer weit 
vorne in der EmpfangsleistungWenn du nicht in irgendeinem Ballungsgebiet 
joggen gehst kannst sogar mit Schrott Glück haben.Die alten Sachen gehen 
tatsächlich besser mit dem Dreck um das die moderne Zeit so produziert 
und das sogar mit einem Kopfhörer als "Empfangsdraht".Ich wohne 
allerdings in einem Ballungsgebiet mit wenigstens fünf Handyumsetzer im 
Umkreis von einigen Hundert Meter.

Autor: Holler (Gast)
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Ich sage ja nicht dass alle alten, analogen FM-Empfänger schlecht sind. 
Die meisten moderen Konzepte sind aber besser. Außerdem brauchen analoge 
Filter zuviel Platz, der auch in einem modernen Autoradio knapp ist:
da sind heute leistungsfähige embedded-Rechner mit Netbook-artiger 
Rechnleistung für Navigation und Oberflächenanimation untergebracht, mit 
Gigabytes an Speicher. Dazu vielkanälige Verstäker mit >100W Leistung, 
Kühlung, DVD-LW, SD-LW, ...

Die modernen Empfängerkonzepte haben auch nicht weniger Filter, die aber 
sind digital. Die Chips kommen von NXP (früher Philips Semi., ganz 
früher Valvo), Silicon Labs, Maxim, Telechips, ...

Im iPod nano steckt ein SiLabs-Chip. Durch Mobilfunk läßt der sich nicht 
stören. Ein richtig starker UKW-Sender fehlt hier, kann nichts dazu 
sagen.

Autor: klaus (Gast)
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Für ein DAB+ Radio zum Anschluss an die Stereoanlage zahlt man locker 
mal 200Euro. Das ist einfach Wucher. Auch bekommt man kaum tragbare 
Geräte, die auch MP3 von Stick oder SD-Karte abspielen können. Also bei 
dem dürftigen Geräteangebot wundert mich die mangelnde Akzeptanz von 
DAB+ nicht.

Autor: abc (Gast)
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klaus schrieb:
> Auch bekommt man kaum tragbare
> Geräte, die auch MP3 von Stick oder SD-Karte abspielen können.

Ebay-Artikel Nr. 290833568435

Autor: J. Ad. (gajk)
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klaus schrieb:
> Für ein DAB+ Radio zum Anschluss an die Stereoanlage zahlt man locker
> mal 200Euro. Das ist einfach Wucher. Auch bekommt man kaum tragbare
> Geräte, die auch MP3 von Stick oder SD-Karte abspielen können. Also bei
> dem dürftigen Geräteangebot wundert mich die mangelnde Akzeptanz von
> DAB+ nicht.

Zu Beginn des Mobilfunkzeitalters gab es auch nur wenige Geräte. Ein 
Siemens S4 und vielleicht einen Knochen von Alcatel.



Es wäre doch der Wahnsinn, wenn gleich 300 verschiedenen Geräte auf den 
Markt kämen.

Andererseits: sicher käme dann einer auf die Idee, ne Zeitschrift 
"dab-eiseinistalles" aufzulgen.

Autor: Z. Kuckuck (Gast)
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abc schrieb:
> klaus schrieb:
>
>> Auch bekommt man kaum tragbare
>> Geräte, die auch MP3 von Stick oder SD-Karte abspielen können.
>
> Ebay-Artikel Nr. 290833568435

Das ist sogar ein Gerät mit dem man auf SD-Karte AUFZEICHEN kann!

Das habe ich sonst noch nirgends entdeckt.

Autor: fonsana (Gast)
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Da blendest Du aber so einiges aus.

Georg A. schrieb:
> VHS/Videobandaufzeichnung-überhaupt tot.
Nein, auch heute noch kann man VHS-Videorecorder benutzen. Das mache ich 
haeufiger.

> DAT/MD tot.
Nein, auch heute kann man noch DAT oder MD benutzen.

> Das gute alte ISDN stirbt, gibt nur noch VOIP. Obs SIP länger gibt?
> Keine Ahnung, h.323 hat gerade mal 3 Jahren gehalten, bis es tot war.
Das ist das Problem des Telefonanbieters, nicht meines.  Und der stellt 
mir eine Box zur Verfuegung, an die ich meine ISDN-Anlage anstecke.

> HDTV mit h.264 wirds auch nicht mehr lange machen (ich geb im noch 5
> Jahre), die Bandbreiteneinsparungen mit h.265 sind zu verlockend.
Gut dass ich auch davon die Finger gelassen habe.

Georg A. schrieb:
> Tja, fällt unter allgemeines Konsumrisiko. Ich finds halt nur komisch,
> gerade bei einem Radiosystem diese Argumente rauszukramen.
Das wird wohl daran liegen, dass es wahrscheinlich nicht mehr als 50 
Bundesbuerger geben wird, die dann nicht betroffen waeren. Alle anderen 
muessen verzichten oder loehnen, nein schlimmer: Verzichten schuetzt in 
der neuen Verzion der GEZ nicht vor dem Loehnen.

Und wenn es dann ein DABxx-fahiges Radio fuer ein 2005 gebautes 
Premiummodell eines deutschen Hersteller sein soll, wird man wohl 
vierstellige Summen anlegen muessen.

Ich werde jedenfalls von DABxx die Finger lassen, so lange es geht.

fonsana

Autor: Fontanella sana (Gast)
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fonsana schrieb:
> Ich werde jedenfalls von DABxx die Finger lassen, so lange es geht.

Empfehlenswerter Konsumverzicht. Allerdings etwas unkreativ für dieses 
Forum.

Ein interessantes Projekt wäre es, mal billige DAB+ Geräte einem reverse 
Engeneering zu unterziehen. Ich vermute, dass man da interessante 
Features finden könnte.

Autor: Olaf (Gast)
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> > Ebay-Artikel Nr. 290833568435

> Das ist sogar ein Gerät mit dem man auf SD-Karte AUFZEICHEN kann!

Das ist vor allem eine sehr lustige Bananenkiste. Hier haben doch ein 
paar Leute rumgejammert das sie ja mit UKW ach so boese Empfangsprobleme 
haetten. Etwas das ich weder mit meinem Autoradio noch zu hause 
nachvollziehen kann.
Wo ich das aber lustigerweise ebenfalls gemerkt habe das ist bei meinem 
Handy. Ich ja auch kein Wunder. Die Teile haben garkeine Antenne sondern 
nutzen mehr schlecht als recht den Kopfhoerer mit.

Und wie arbeitet diese DAB-Witzkiste? Nein Danke. Da wuerde ich ja eher 
eine Kiste DAB kaufen und die trinken.

> Ein interessantes Projekt wäre es, mal billige DAB+ Geräte einem
> reverse Engeneering zu unterziehen.

Was erwartest du da ausser einem Spezial-ASIC wo du vermutlich schon ein 
NDA unterschreiben muesstest nur um die Schuhgroesse des Entwicklers zu 
erfahren?
Von dem ganzen Rest garnicht zu reden...

Olaf

Autor: Georg A. (georga)
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> Und wie arbeitet diese DAB-Witzkiste? Nein Danke.

FM != COFDM. Verbogende Frequenzgänge mit Löchern sind bei DAB kein 
grosses Problem.

Autor: Salut (Gast)
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Fontanella sana schrieb:
> billige DAB+ Geräte einem reverse
> Engeneering zu unterziehen

Hier gibt's nur Laberköppe die nich mal ne Lamentiermaschine bedienen 
können.

Autor: B e r n d W. (smiley46)
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Also ich brauch zum Lamentieren nicht mal eine Maschine.

Autor: Georg A. (georga)
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Genau, wer weiss schon, ob man in zwei Jahren noch Lamentieren darf... 
;)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hier mal Senf von mir:

Warum wird man bei Euch so oft mit "entweder" und "oder" konfrontiert?

Bei uns wird UKW über Land und DAB wird Kanada-weit über Sirius- oder 
XM-Radio Satellit mit Hunderten von Kanälen gesendet. Wer DAB hören will 
braucht sich nur das entsprechende Gerät kaufen, Monatliche Subscription 
zahlen, und fertig - los.

Da kannst Du dann vom Osten bis zum Westen im ganzen Land flächendeckend 
tausende kM weit im Auto dieselbe Station hören. Viele Autoradios und 
neuere Autos sind serienmäßig damit ausgerüstet.

Warum geht das in D nicht? Dann würde man diesen Kontroversen schon gar 
nicht haben. Bei uns gibt es in der Öffentlichkeit solche Diskussion 
überhaupt nicht. Ich finde der Hauptgrund ist dass man den 
Leuten/Zuhörern keine Wahl gegen will. Die Politik und der Kommerz weiß 
wie üblich alles besser... . Nur haben sie offensichtlich nicht die 
Rechnung mit den "dummen" Kunden gemacht.

Wir haben schon einige Zeit HD-TV über Sender, Satellit und Kabel. Kein 
Mensch hat sich damals über die Umstellung aufgeregt weil einfach die 
Zeit für diese Umstellung wirklich da war. Solange das Programm gut ist, 
ziehe ich HD vor. Die Qualität der Programme lässt viel auf sich 
wünschen übrig.

Ich finde jedenfalls unsere Lage bei weitem angenehmer wie bei Euch zur 
Zeit. Ich hoffe dass in D letzten Endes mal wieder die Vernunft zum Zug 
kommt. Es würde mich ankotzen wenn man die schönen alten Geräte nicht 
mehr verwenden könnte. Ich erfreue mich jeden Tag immer noch an meinem 
alten Grundig Satellit 6001. Der Klang lässt sich immer noch hören;-)


mfg,
Gerhard

Autor: Holler (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Warum geht das in D nicht?

XM/Sirus ist Bezahl-Radio, d.h. man muss ein Abo abschliessen.

Ich glaube nicht dass das in D funktioniert. Zumindest Bezahl-Fernsehen 
ist mehr oder weniger gescheitert.

Ich würde DAB auch mehr mit HD-Radio in den USA vergleichen. Keine 
Ahnung ob das auch in Kanada läuft. Wenn ja, würde mich mal die Relevanz 
interessieren.

Wie DAB ist auch HD ein digitales Zusatzangebot, was die 
Anschaffungskosten erhöht, aber wo man kein Abo braucht..

Autor: Sputnik (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich erfreue mich jeden Tag immer noch an meinem
> alten Grundig Satellit 6001. Der Klang lässt sich immer noch hören;-)

Und geht der KW-Trommeltuner noch? Danach eignetsich das schöne Teil nur 
noch für FM.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Musste den AF185 in der HF-Vorstufe auswechseln - Das war nicht gerade 
einfach. (Der hatte einen BE Schluss) Jetzt funktioniert er wieder 
wunderbar. 0.5uV-2uV Empfindlichkeit auf den meisten Bändern. Trotz dem 
großen Alter funktionieren die Schaltfederkontakte noch einwandfrei.

Nur ist auf KW leider nicht mehr so viel los und die vielen lokalen 
(digital erzeugten) Störträger tragen ihrerseits bei das 
Empfangsvergnügen zu mindern. Abgesehen davon kommt man im Internet 
weiter;-)

Ich höre meist nur auf UKW.

mfg,
Gerhard

Sputnik schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich erfreue mich jeden Tag immer noch an meinem
>> alten Grundig Satellit 6001. Der Klang lässt sich immer noch hören;-)
>
> Und geht der KW-Trommeltuner noch? Danach eignetsich das schöne Teil nur
> noch für FM.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Holler schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Warum geht das in D nicht?
>
> XM/Sirus ist Bezahl-Radio, d.h. man muss ein Abo abschliessen.

Ist nicht zu schlimm. Ist ja ein freiwilliger Entschluss ob man es 
bezahlen will. Wer's nicht mag der hört halt auf UKW. Bei den großen 
Entfernungen muss man auf UKW beim Fahren öfters die Sender wechseln. Da 
ist Satellitengestützter Empfang wieder sehr angenehm. In den Bergen 
sind große Empfangslücken.
>
> Ich glaube nicht dass das in D funktioniert. Zumindest Bezahl-Fernsehen
> ist mehr oder weniger gescheitert.

Gibt es bei uns nur beim Kabel oder Satelliten Service. Ist 
uninteressant.
>
> Ich würde DAB auch mehr mit HD-Radio in den USA vergleichen. Keine
> Ahnung ob das auch in Kanada läuft. Wenn ja, würde mich mal die Relevanz
> interessieren.

HD Radio auf Landbasis gibt es zumindest nicht in meiner Provinz. 
Vielleicht in Ontario. Muss ich erst mal nachstoebern.
>
> Wie DAB ist auch HD ein digitales Zusatzangebot, was die
> Anschaffungskosten erhöht, aber wo man kein Abo braucht..

HD-TV wird bei uns auch über Sender abgestrahlt.

Autor: fonsana (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> XM-Radio Satellit mit Hunderten von Kanälen gesendet. Wer DAB hören will
> braucht sich nur das entsprechende Gerät kaufen, Monatliche Subscription
> zahlen, und fertig - los.

Geht in D nicht, weil jeder schon von der GEZ abgezockt wird. Doppelt 
bezahlen wollen dann zu wenige.

fonsana

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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Heinz schrieb:
> Trotzdem funktionieren die modernen Dinger im Auto besser als die Radios
> mit langer Stabantenne von vor 15 Jahren. Ist doch gut, dass es durch
> DAB+ noch besser wird.

Also wie das vor 15 Jahren war, weiß ich nicht, damals war ja RDS schon 
fast üblich.
Aber eine Demo von 1991, sprich vor grob 21.5 Jahren, hab ich damals mal 
gesehen.

Hier übrigens eine Fernsehsendung zu dem Thema:
Youtube-Video "IFA-Visionen 3. September 1991 Teil 1 von 2"
Auch schön das schicke Kofferraumgerät. :)

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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fonsana schrieb:
> Geht in D nicht, weil jeder schon von der GEZ abgezockt wird. Doppelt
> bezahlen wollen dann zu wenige.

Das ist Unsinn, in den USA zahlen die Leute einfach viel mehr für Radio 
und Fernsehen. Das war schon immer so auch schon in den 1980gern. In den 
USA sind $50-$100 pro Monat für Kabelfernsehen völlig normal.
Das läuft dann auf Equipment, das noch schlechter gewartet ist als bei 
uns. Hier mal ein Beispiel für einen "Fernsehzeitungskanal" da drüben.
Youtube-Video "The Saddest Prevue Guide That Ever Lived"

Autor: fonsana (Gast)
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Christian Berger schrieb:
> Das ist Unsinn, in den USA zahlen die Leute einfach viel mehr für Radio
> und Fernsehen. Das war schon immer so auch schon in den 1980gern. In den
> USA sind $50-$100 pro Monat für Kabelfernsehen völlig normal.

Nein, ich habe fuer die 5 lokalen Sender nichts extra bezahlt. Auch fuer 
das Radio habe ich nichts extra bezahlt. (Ausser Donation an meinen 
Lieblingssender).

Es geht in D auch nicht darum, DABxx zusaetzlich zu etablieren, sondern 
wiedermal um staatlichen Zwang fuer Alle, sich fuer alle Radios Ersatz 
zu beschaffen.
Wer weiss, wer da welche Umschlaege verteilt hat.

fonsana

Autor: herbert (Gast)
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Christian Berger schrieb:
> Heinz schrieb:
>> Trotzdem funktionieren die modernen Dinger im Auto besser als die Radios
>> mit langer Stabantenne von vor 15 Jahren. Ist doch gut, dass es durch
>> DAB+ noch besser wird.

Vor fünfzehn jahren war auch der HF-Müll mit dem die analogen Empfänger 
ihre liebe Not haben noch nicht so groß.Mag gar nicht daran denken was 
da an Weihnachten noch dazu gekommen ist.Der heimische UKW -tuner an der 
Hausantenne hat sicher keine Probleme aber alles mobile und na klar 
alles portable uns  wegen der einfachheit mit Kopfhörer als Antenne.Von 
nix kommt nix.Wird wohl eines Tage so hinauslaufen ,dass Rundfunk nur 
via Satellit zu haben sein wird.

Autor: hier was eintragen (Gast)
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klaus schrieb:
> Für ein DAB+ Radio zum Anschluss an die Stereoanlage zahlt man locker
> mal 200Euro. Das ist einfach Wucher.

Das ist bei WLAN-Radios leider genauso!

Autor: hier was eintragen (Gast)
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abc schrieb:
>> Auch bekommt man kaum tragbare
>> Geräte, die auch MP3 von Stick oder SD-Karte abspielen können.
>
> Ebay-Artikel Nr. 290833568435

Bisher habe ich mit Radios im MP3 oder Handyformat nur sehr schlechte 
Erfahrungen gemacht. Wenn man Glück hat, geht mal ein Sender. Es wäre 
ein riesen Fortschritt, wenn das mit DAB+ wirklich besser wäre.

Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Bei uns wird UKW über Land und DAB wird Kanada-weit über Sirius- oder
> XM-Radio Satellit mit Hunderten von Kanälen gesendet. Wer DAB hören will
> braucht sich nur das entsprechende Gerät kaufen, Monatliche Subscription
> zahlen, und fertig - los.
> ...
>
> Warum geht das in D nicht?

Reden wir vom Rundfunk ?

Wir zahlen hier zwangsweise Rundfunkgebühren, ohne auch nur die 
geringste Chance zu haben, auf das Sendegeschehen der ÖffRechtlichen 
auch nur den geringsten Einfluß zu haben - und da schreibst du von 
"Monatliche Subscription zahlen, und fertig"...

Genau da hast du einen sehr wesentlichen Punkt angesprochen - 
versehentlich vermute ich mal. Mit digitaler Übertragung kann man sehr 
einfach Leute vom Empfangen ausschließen (=erpressen), mit analoger 
Übertragung geht das nicht, da ist Rundfunk exakt das, was das Wort 
sagt, nämlich für alle und ohne künstliche Beschränkungen.

Man kann das alles auf verschiedene Weisen sehen.

Im Grunde habe ich nix gegen die Existenz ÖffRechtlicher Anstalten, da 
sie in meinem Verständnis immer noch einen Bildungs- und Kulturauftrag 
haben (sollten). Aber ich habe etwas gegen selbstgefällige Feistheit, wo 
sich Programmdirektoren, Redakteure und andere Leute in der Sicherheit 
wiegen können, daß sie ja völlig unabhängig von ihrer Leistung monatlich 
ihr Geld kriegen und lustig ihr Ego pflegen ohne Beachtung ihrer 
Kundschaft. Das neue GEZ-Modell ist ein Schritt in die verkehrte 
Richtung. Ich hätte es lieber gesehen, wenn ich meine Gebühren 
wenigstens zweckgebunden zahlen könnte: Also selber festlegen könnte, 
welchem Sendekanal sie zugute kommen sollen, damit man als Hörer 
wenigstens einen kleinen Einfluß ausüben kann. Aber eines sollte klar 
sein: Wenn man schon per Verordnung zum Geldzahlen gezwungen ist, dann 
erwartet man selbstverständlich eine ordentliche Nachhaltigkeit, 
langfristige Stabilität und garantierten öffentlichen Zugang. Also keine 
digitalen Eintagsfliegen.

Das andere Geschäftsmodell, also keine Gebühren, verschlüsselte 
Sendungen und ein monatlicher Freischaltcode gegen Bares ist das 
Gegenteil - und da der Geschäftshorizont hierbei ohnehin nur nach 
Monaten zählt, ist auch der Wechsel der Hardware inbegriffen. Die Kultur 
und der Bildungsauftrag kommen hier nicht vor, dafür wird einem keine 
Zwangsgebühr für abgehobene uneffektive Sendeanstalten abgepresst. Ich 
würde dieses Modell nicht sonderlich mögen.

W.S.

Autor: hier was eintragen (Gast)
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W.S. schrieb:
> Im Grunde habe ich nix gegen die Existenz ÖffRechtlicher Anstalten, da
> sie in meinem Verständnis immer noch einen Bildungs- und Kulturauftrag
> haben (sollten).

Die Staatsmedien haben höchstens einen (inoffiziellen) 
Propagandaauftrag.

Autor: wird nicht angezeigt (Gast)
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hier was eintragen schrieb:
> Die Staatsmedien haben höchstens einen (inoffiziellen)
> Propagandaauftrag.

Und welchen Auftrag haben die kommerziellen?
Wahlkampf für die F.D.P.?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Bei uns wird UKW über Land und DAB wird Kanada-weit über Sirius- oder
>> XM-Radio Satellit mit Hunderten von Kanälen gesendet. Wer DAB hören will
>> braucht sich nur das entsprechende Gerät kaufen, Monatliche Subscription
>> zahlen, und fertig - los.
>> ...
>>
>> Warum geht das in D nicht?
>
> Reden wir vom Rundfunk ?
>
> Wir zahlen hier zwangsweise Rundfunkgebühren, ohne auch nur die
> geringste Chance zu haben, auf das Sendegeschehen der ÖffRechtlichen
> auch nur den geringsten Einfluß zu haben - und da schreibst du von
> "Monatliche Subscription zahlen, und fertig"...
>
Bei uns gibt es keine Rundfunkgebühren (mehr). Die öffentliche CBC 
Rundfunkgesellschaft muss sich zum Teil selber versorgen. Außer einigen 
"Public Radio" Stationen wie z.B. CKUA die sich durch Spenden selber 
finanzieren müssen gibt es noch eine Vielzahl von kommerziellen Radio 
auf UKW und MW im Niedrigst Niveau.

Hier einige unserer Stationen:
http://en.wikipedia.org/wiki/CBC_Radio
http://en.wikipedia.org/wiki/CBC
http://www.cbc.ca/radio/
http://www.ckua.com/


Ich bin der Ansicht dass die Rundfunkgesellschaften Ihre Existenz selber 
erhalten sollen wie z.B CKUA. Das fördert die Qualität. Gesellschaften 
die vom Staat finanziert werden (wie in D) neigen zum 
Selbstverherrlichen und zur Verschwendung.

Allerdings muss auch fairerweise gesagt werden dass Staatlich 
unterstütztes Radio ein Kulturbringer sein kann welcher beim 
kommerziellen Radio vollkommen ausgelassen wird. Wer produziert denn 
sonst noch hochwertige Eigenprogramme wie z.B die BBC und auch CBC? In 
der Hinsicht wird wahrscheinlich von den Staatlichen in D noch viel 
produziert.

Ich finde gegen Abo Radio wie Sirius/XM nicht viel falsches. Wer es 
haben will muss zahlen und wenn es ihm nicht gefällt kann man 
aussteigen. Der Steuerzahler braucht niemand zu finanzieren.

> Genau da hast du einen sehr wesentlichen Punkt angesprochen -
> versehentlich vermute ich mal. Mit digitaler Übertragung kann man sehr
> einfach Leute vom Empfangen ausschließen (=erpressen), mit analoger
> Übertragung geht das nicht, da ist Rundfunk exakt das, was das Wort
> sagt, nämlich für alle und ohne künstliche Beschränkungen.

DAs sehe ich genau so. "Digital equals Control"
>
> Man kann das alles auf verschiedene Weisen sehen.
>
> Im Grunde habe ich nix gegen die Existenz ÖffRechtlicher Anstalten, da
> sie in meinem Verständnis immer noch einen Bildungs- und Kulturauftrag
> haben (sollten). Aber ich habe etwas gegen selbstgefällige Feistheit, wo
> sich Programmdirektoren, Redakteure und andere Leute in der Sicherheit
> wiegen können, daß sie ja völlig unabhängig von ihrer Leistung monatlich
> ihr Geld kriegen und lustig ihr Ego pflegen ohne Beachtung ihrer
> Kundschaft. Das neue GEZ-Modell ist ein Schritt in die verkehrte
> Richtung. Ich hätte es lieber gesehen, wenn ich meine Gebühren
> wenigstens zweckgebunden zahlen könnte: Also selber festlegen könnte,
> welchem Sendekanal sie zugute kommen sollen, damit man als Hörer
> wenigstens einen kleinen Einfluß ausüben kann. Aber eines sollte klar
> sein: Wenn man schon per Verordnung zum Geldzahlen gezwungen ist, dann
> erwartet man selbstverständlich eine ordentliche Nachhaltigkeit,
> langfristige Stabilität und garantierten öffentlichen Zugang. Also keine
> digitalen Eintagsfliegen.
>
Du siehst das ähnlich wie ich.

> Das andere Geschäftsmodell, also keine Gebühren, verschlüsselte
> Sendungen und ein monatlicher Freischaltcode gegen Bares ist das
> Gegenteil - und da der Geschäftshorizont hierbei ohnehin nur nach
> Monaten zählt, ist auch der Wechsel der Hardware inbegriffen. Die Kultur
> und der Bildungsauftrag kommen hier nicht vor, dafür wird einem keine
> Zwangsgebühr für abgehobene uneffektive Sendeanstalten abgepresst. Ich
> würde dieses Modell nicht sonderlich mögen.

Stimme zu.

mfg,
Gerhard
>
> W.S.

Autor: Nachtprogramm (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Allerdings muss auch fairerweise gesagt werden dass Staatlich
> unterstütztes Radio ein Kulturbringer sein kann welcher beim
> kommerziellen Radio vollkommen ausgelassen wird.

Ja, und genau das ist der Grund, weshalb ich mir demnächst ein DAB+ 
kaufen werde. Ich ertrage das nevige Gedoodle nicht mehr. Und ich hasse 
Werbung bis auf den Tod. Das Sendernetz der Kulturprogramme wurde 
ausgedünnt und nun bringt DAB+ genau dort Rettung für meine Nerven, wo 
UKW-Kultur zurückgefahren wurde.

Autor: martin (Gast)
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wird nicht angezeigt schrieb:
>> Die Staatsmedien haben höchstens einen (inoffiziellen)
>> Propagandaauftrag.
>
> Und welchen Auftrag haben die kommerziellen?
> Wahlkampf für die F.D.P.?

Die kommerziellen haben den "Auftrag" bessere Inhalte als die 
Konkurrenten zu bringen. Andernfalls hört sie niemand mehr und die 
Werbeeinnahmen brechen weg. Immer noch besser als Staatspropaganda. Das 
ist genauso wie mit den Testberichten der Stiftung Warentest. Die sind 
auch nicht zu gebrauchen, weil das Testpersonal entweder keine Ahnung 
hat oder gezielt falsch bewertet. Die können vielleicht Schweißnähte von 
Fahrrädern beurteilen. Aber bei Akkuladegeräten, GPS-Empfängern und 
Computertechnik usw sind die überfordert.

Autor: W.S. (Gast)
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martin schrieb:
> Die kommerziellen haben den "Auftrag" bessere Inhalte als...

Nanana..
Die Realität sieht doch ganz anders aus. Grob gesagt, müssen die 
Kommerziellen das bedienen, was die eher ungebildete Masse von sich aus 
mag, weil es von denen eben die meisten gibt und somit der größte 
Werbeerfolg zu erwarten ist.

Das ist was ganz anderes, als "bessere Inhalte" oder wie ich das 
verstehe eben "was für Bildung" rüberzubringen, also etwas, das den 
Bildungsstand der Hörer zu verbessern in der Lage sein könnte. Das wird 
vom ungebildeten Dödel in aller Regel überhaupt nicht gemocht und 
folglich nicht gehört.

Was bleibt da für Sender mit irgendeiner kulturellen Ambition übrig? Nur 
Spartenrundfunk für ein recht schmales Marktsegment. Wie schwierig das 
auf die Dauer ist, sieht man hier an der Gratwanderung der Inhalte beim 
Klassikradio.

Nee, ich sehe sehr wohl einen gewichtigen Grund für ÖffRechtliche - aber 
eben auch die häßliche Kehrseite in Form von Selbsherrlichkeit, 
Uneffizienz und Desinteresse an den Hörern, für die man ja eigentlich da 
ist.

Kleines Beispiel: genau JETZT hab ich mich mal kurz durch die 
ÖffRechtlichen auf meinem Radio durchgeklickt, Ergebnis: auf allen 
Kanälen wird gelabert, die Redakteure sind so selbstverliebt, daß sie 
sich am liebsten selbst reden hören, ist manchmal ganz nett, aber 
weitaus häufiger wäre mir Musik lieb. Die findet sich genau JETZT nur 
bei Jazzradio-Berlin (selbst Klassikradio labert über einen Film, den 
ich garantiert nicht anschauen will).

Tja, was fehlt, ist eigentlich nur etwas Kontrolle über die 
ÖffRechtlichen, damit sie sich drauf besinnen, daß sie eigentlich für 
die Radiohörer da sind - und nicht umgekehrt.

W.S.

Autor: Paul I. (Gast)
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W.S. schrieb:
> Das ist was ganz anderes, als "bessere Inhalte" oder wie ich das
> verstehe eben "was für Bildung" rüberzubringen, also etwas, das den
> Bildungsstand der Hörer zu verbessern in der Lage sein könnte. Das wird
> vom ungebildeten Dödel in aller Regel überhaupt nicht gemocht und
> folglich nicht gehört.

Die Politik will ja keine gebildeten Bürger.

W.S. schrieb:
> Was bleibt da für Sender mit irgendeiner kulturellen Ambition übrig?

Was redest du von kulturellen Ambitionen? Was soll das sein? Klassische 
Musik- und Theateraufführungen, alte Gedichte usw? Diese Themen gehören 
zu recht in ein Spartenprogramm und jeder kann sich das antun, der will. 
Das hat für mich mit Bildung nichts zu tun. Da kann die offizielle 
Politik das so oft als Bildung definieren wie sie will. Sinnvolle 
Bildungsinhalte wären Sendungen zur Geschichte, Rechtswesen, Betriebs- 
und Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. 
Denn das ist das was eine Industrienation bewegt und ihre Zukunft 
bestimmt. (Aber da versagen ja selbst unsere Schulen, weil da der 
Schwerpunkt immer auf die sogenannte Kultur gelegt wird und die 
Mathematik genauso vernachlässigt wird wie Physik und Chemie. Von Recht 
und Wirtschaft hört man in Schulen sogar gar nix) Nur ist dafür Radio 
denkbar ungeeignet und die Politik will derartige Bildung nicht. Radio 
ist nach wie vor vorwiegend ein Medium das nebenher läuft. Da will der 
Zuhörer sich berieseln lassen und nicht viel denken.

Autor: Svenska (Gast)
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In Australien hatte ich das Vergnügen, im Outback den Verlust sämtlicher 
UKW-Sender zu beklagen. Macht ja nichts, auf MW ging es ja noch - eine 
Weile. Da mag DAB nützlich sein. Später gab es keine empfangbaren Sender 
mehr, also muss Satellitenradio her (hatte ich allerdings nicht).

In Europa ist das anders, da müssen Sender nicht mit einem Standort 
einen halben Kontinent abdecken. Mit einem guten Empfänger ist UKW 
hinreichend gut, mit einem schlechten Empfänger macht beides keinen 
Spaß. Wenn kein (oder nur begrenzter) Mobilbetrieb nötig ist, gibt es 
ohnehin genug Alternativen - digital (DVB-S, DVB-C) und analog (UKW aus 
dem Kabel mit weniger Störungen) oder einfach der Möglichkeit besserer 
Antennen. DAB bringt da einfach nichts außer dem, was CI+ gegenüber CI 
auszeichnet: Dem willkürliche Sperren von Funktionalität bei 
gleichzeitig anfallenden Kosten für Endnutzer.

Die Kosten sind nicht das Problem, wenn man einen Mehrwert bekäme. 
Kriegt man bei DAB aber nicht, um die Kosten zu rechtfertigen. Sender 
wie "Antenne Bundesland", BB-Radio oder PSR brauche ich nicht nur nicht 
digital, sondern überhaupt nicht.

Autor: Funkloch (Gast)
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Welche Antenne brauch ich für DAB/DAB+?

Autor: Henrik (Gast)
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Svenska schrieb:
> Die Kosten sind nicht das Problem, wenn man einen Mehrwert bekäme.
> Kriegt man bei DAB aber nicht, um die Kosten zu rechtfertigen. Sender
> wie "Antenne Bundesland", BB-Radio oder PSR brauche ich nicht nur nicht
> digital, sondern überhaupt nicht.

Ganz schön vermessen, die eigenen Bedürfnisse als Maßstab zu nehmen, ob 
DAB einen Mehrwert bringt oder nicht.

Unabhängig von der technischen Diskussion, diese kurzsichtig auf den 
eigenen Denkhorizont begrenzte Sicht der Dinge scheint mir wenig 
hilfreich.

Henrik

Autor: Georg A. (georga)
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Eine für 174-230MHz aka Band 3. Das entspricht den TV Kanälen 5-12. 
Brauchts aber eigentlich nur im Auto (Kombiantenne), weil die normalen 
UKW-Antennen mit Verstärker das Band ausfiltern. Oder wenn man mit 
seinem Wohnzimmer-Radio Fernempfang machen will... Meistens gehen ganz 
normale Stabantennen.

Autor: fonsana (Gast)
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Henrik schrieb:
> Ganz schön vermessen, die eigenen Bedürfnisse als Maßstab zu nehmen, ob
> DAB einen Mehrwert bringt oder nicht.

Wie sonst? Beduerfnisse anderer kann man nicht zum Massstab nehmen, weil 
man die nur sehr selektiv kennt.
Ich stimme hier allerdings voll und ganz zu:

Svenska schrieb:
> Die Kosten sind nicht das Problem, wenn man einen Mehrwert bekäme.
> Kriegt man bei DAB aber nicht, um die Kosten zu rechtfertigen. Sender
> wie "Antenne Bundesland", BB-Radio oder PSR brauche ich nicht nur nicht
> digital, sondern überhaupt nicht.

Und ich bin der Meinung, dass es ca. 70-90 % der Bevoelkerung genau so 
geht.

fonsana

Autor: herbert (Gast)
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Henrik schrieb:
> Unabhängig von der technischen Diskussion, diese kurzsichtig auf den
> eigenen Denkhorizont begrenzte Sicht der Dinge scheint mir wenig
> hilfreich.

Unterschreibe ich auch...

Autor: W.S. (Gast)
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Paul I. schrieb:
> Was redest du von kulturellen Ambitionen? Was soll das sein?

Wie bitte? Was menschliche Kultur sein soll? Ich für meinen Teil sehe 
durchaus erheblichen Raum für Lebensinhalte jenseits von Atmung, 
Stoffwechsel und Fortpflanzung. Bildung gehört dazu und sie ist - wie 
der Name schon sagt - nicht angeboren, sondern muß eben erst geBILDET 
werden. Betrifft kunturelle Bildung in gleicher Weise.

Bei solchen Zeilen wie den deinigen frag ich mich nach dem Sinn der 
menschlichen Gesellschaft.

Kopfschüttel...

W.S.

Autor: W.S. (Gast)
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..kulturelle...

Autor: klaus (Gast)
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W.S. schrieb:
> Wie bitte? Was menschliche Kultur sein soll? Ich für meinen Teil sehe
> durchaus erheblichen Raum für Lebensinhalte jenseits von Atmung,
> Stoffwechsel und Fortpflanzung. Bildung gehört dazu und sie ist

Zu Bildung gehört nur ein ganz kleiner Teil von dem was dein 
Deutschlehrer Bildung nennt! Der "Sinn der menschlichen Gesellschaft" 
besteht ganz sicher nicht im Auswendiglernen von alten Gedichten und dem 
Besuch von Theateraufführungen. Es gibt Menschen, die interessieren sich 
überhaupt nicht für Literatur und Theater. Das ist ihr gutes Recht. 
Deswegen sind es keine schlechteren  "Sozialwesen". Die Entscheidung, ob 
und in welchem Umfang man sich für diese Dinge interessieren will, 
sollte jedem selbst überlassen werden und sollte nicht von den Schulen 
aufgezwungen werden wie heutzutage üblich. Deutschland lebt von 
Forschung, Entwicklung und industrieller Anwendung. Deshalb müssten die 
Schwerpunkte in der Schule (Bildung) auch bei Mathematik, 
Naturwissenschaft und Technik liegen.

Autor: klaus (Gast)
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Rechtswesen und Wirtschaftswissenschaften müssten ebenfalls Thema in den 
Schulen und in Bildungsmedien sein. Aber zu diesen Themen habe ich in 
der Schule noch nie etwas gehört.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Also, es gibt kleine Radios für unter 40 Euro, die haben UKW und DAB+ 
mit dabei.

Was soll ich mir da nen Kopp machen, ob das Digitalradio tot ist?

Autor: HF-Werkler (Gast)
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DAB wird auch durch die 192tausenste Wiederbelebungsversuche nur durch 
künstliche Massnahmen im Wachkoma gehalten Die Empfänger werden zwar 
inzwischen billiger, aber die Inhalte nicht besser, sondern sehr 
einseitig/eingeschränkt. Es gibt keinen Lebenszweck, der in die Sache 
auch nur annähernd etwas Schwung reinbringt.

Ich habe einen DAB_Stick, aber wenn ich den auspacke, ist der höchstens 
einen Tag am Rechner. Im Auto nutze ich UKW, weil ich da den gerade 
gewählten Sender bis zum Absinken im Rauschen hören kann, und nicht bis 
das Radio plötzlich verstummt. Der Frust, wenn der Sender mitten im Satz 
oder Lied abschaltet, ist weitaus grösser, als das langsame und 
allmähliche akzeptieren des Signalverlusts.

klaus schrieb:
> Rechtswesen und Wirtschaftswissenschaften...
Ich leg noch Sozialkompetenz, Gesundheit und "Ingenieursdenken" mit 
dazu. Das wäre aber nicht gut, da ist doch Kultur im deutschen 
Schulunterricht wesentlich harmloser, damit kann man nicht viel (aktiv) 
anstellen und nicht viel verstehen, nur (passiv) zuschauen/zuhören. Aber 
vielleicht ist die Form und Umsetzung des Bildungswesens ein Teil der 
geplanten Volksdummheit, damit man Unsinn, Verschwendung und Misserfolg 
besser verkaufen kann. Aber das wäre hier jetzt viel zu OT...

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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HF-Werkler schrieb:
> Aber das wäre hier jetzt viel zu OT...

OT wohl aber keieswegs zu viel, eher viel zu wenig. Aber das 
Politisieren ist ja unerwünscht hier im Forum sowohl, als auch überall 
wo es sonst nötig oder sinnvoll wäre.

Deine politischen Ansichten sind nur gefragt falls sie das Politische 
System legitimieren. ;)


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