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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zeitverzögerungsschaltung 230V Relais


Autor: Hannes (Gast)
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Hallo,

ich suche nach zwei einfachen Schaltungen, die auf eine 230V 
Wechselspannung reagieren.

Schaltungsteil 1:

soll wenn die 230V da sind, ein Relais für 1-10Sekunden (einstellbar 
über Poti o.ä.) festhalten.
(nur auf steigende Flanke reagieren)

Schaltungsteil 2:

soll wenn die 230V verschwinden, ein Relais für 1-10Sekunden festhalten.
(nur auf fallende Flanke reagieren)

Beide:

Die beiden 230V eingänge sollen getrennt nach aussen geführt sein und 
galvanisch getrennt. Die Relais getrennt nutzbar (1 Schließer 12vb dc 
wenige mA).

Die Zeiteinstellung muss nicht Millisekunden genau sein, es wäre schön 
wenn es der selbe Schaltkreis erledigen könnte.

Die Schaltung selbst soll aus einer 230V Spannung (AC) versorgt werden, 
die dauernd da ist und den dritten 230V Eingang bildet.

Beim einschalten der Versorgung, darf kein Relais anziehen.

Was würdet Ihr mir empfehlen.

Viele Grüße,
Hannes

Autor: Moritz (Gast)
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Also bei einstellbaren Zeiten (Impulslängen) fallen mir am einfachsten 
Monoflops ein. Da kannst du dann auch dein Poti für die Impulslänge dran 
hängen.
Um die Eingänge galvanisch abtrennen zu können, habe ich dir eine 
Schaltung in den Anhang geschmissen.

Zur Spannungsversorgung: einfaches Trafonetzteil mit Festspannungsregler

Gruß

Moritz

Autor: oszi50 (Gast)
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z.B. evt. Finder Multifunktions-Zeitrelais 80.01.0.240.0000  ?

Multifunktions-Zeitrelais mit folgenden Funktionen: Ansprechverzögerung, 
Einschaltwischer, Blinker-impulsbeginnend, Rückfallverzögerung, 
Ansprech-/Rückfallverzögerung, Impulsumformer.

auch Conr#d Artikel-Nr.: 503089 - 62

Autor: Hannes (Gast)
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...ja, das relais ist was, für den ersten teil der Schaltung 
(Wischerfunktion) aber nicht für den zweiten, zumindest habe ich diesen 
nicht im Datenblatt gefunden. Zur Übersicht habe ich mal die gewnschte 
Funktion angehängt.

Die aufgeführte art der galvanischen Trennung halte ich für etwas 
gewagt, schade das die Bauteilbezeichnungen fehlen.

Gruß,
Hannes

Autor: Moritz (Gast)
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Kannst du mir mal sagen, warum das gewagt sein soll. Jeder Widerstand 
hält mind. 200V aus, was soll da was passieren? Die Widerstände musst du 
halt selbst dimensionieren, ich weiß ja nicht, was für nen Optokoppler 
du verwendest, ebenso den Vorwiderstand des Optokopplers. Un der Pull-Up 
hinten ist ja eigentlich auch klar.

Wie willst den du sonst galvanisch trennen, einen Übertrager rein 
machen? Geht natürlich auch, jedoch viel teurer.

Autor: Martin Winterhoff (mawin)
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Moritz schrieb:
> Kannst du mir mal sagen, warum das gewagt sein soll. Jeder Widerstand
> hält mind. 200V aus, was soll da was passieren?

Wenn du mal etliche Widerstände ausgetauscht hast die eben das nicht 
aushalten, dann weißt Du was da passiert:

die Dinger werden im besten Fall reihenweise hochohmig.


Wobei 200VAC noch übler sind als 200VDC

Es macht also durchaus Sinn, das auf mind. 2 Widerstände auftzuteilen, 
wenn es langfristig funzen soll.

Autor: Moritz (Gast)
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Ich hab es hier auf 4 Widerstände aufgeteilt. Das heißt, dass nicht mal 
60V am Widerstand anliegen. Und da soll was ausfallen??? Das ist schon 
ein wenig weit hergeholt!
Ich geb dir allerdings in manchen Fällen schon recht. Wenn man 
Metallfilm- Widerstände einsetzt, werden die nach einem Überschlag 
hochohmig. Aber nicht bei 60V !!!
Es kann natürlich sein, wenn man diese bei 200V betreibt, dass irgenwann 
was passiert.
Aber gewagt ist es dann trotzdem nicht, weil diese ja hochohmig werden. 
Das Gerät funktioniert halt nicht mehr.

Autor: Martin Winterhoff (mawin)
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Moritz schrieb:
> Ich hab es hier auf 4 Widerstände aufgeteilt.
>  Das heißt, dass nicht mal
> 60V am Widerstand anliegen.

s.o.  Ich bezog mich eindeutig auf die von Dir genannten 200V,

> Und da soll was ausfallen??? Das ist schon
> ein wenig weit hergeholt!

Nicht weit hergeholt bei 200V, sondern einfach Resultat jahrelanger 
Reparaturerfahrung.

> Ich geb dir allerdings in manchen Fällen schon recht. Wenn man
> Metallfilm- Widerstände einsetzt, werden die nach einem Überschlag
> hochohmig.

Auch ohne Überschlag kann es dazu kommen. Und ebenso trifft es 
Kohleschicht Widerstände.

Lediglich Kohlemasse-Widerstandsausführung ist da (etwas) toleranter.


> Aber nicht bei 60V !!!

s.o.

> Es kann natürlich sein, wenn man diese bei 200V betreibt, dass irgenwann
> was passiert.

Eben darüber schrieb ich als Antwort auf Deine genannten 200V.

> Aber gewagt ist es dann trotzdem nicht, weil diese ja hochohmig werden.
> Das Gerät funktioniert halt nicht mehr.

Soso. Interessante merkbefreite Einstellung hast Du.
Schon mal an die Folgen solch sinnfreier Ausfallszenarien gedacht?
Hast Du wohl nicht.


Gut durchdachtes Schaltungs-Design vermeidet eben auch solche Ausfälle.

Autor: Moritz (Gast)
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Das ist durchdacht, sonst hätte ich keine vier Widerstände verwendet, 
sondern nur einen.
Von mir aus kann man noch eine Sicherung in Reihe machen, oder sogar 
noch einen Varistor parallel.
Aber im Grunde sind wir uns ja einig, wir haben nur ein wenig aneinander 
vorbei geredet.
Allerdings muss ich sagen, dass ich in meiner langen Arbeitszeit als 
Elektroniker keine Probelme mit defekten Widerständen hatte. Wenn welche 
defekt waren, war was anderes ausgefallen, das dann den Widerstand 
überlastet hat. Oder halt mechanisch defekt, SMD-Widerstände gebrochen.

Wo hast du denn solche Ausfälle gehabt?

Autor: Hannes (Gast)
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Hallo,

bitte nicht streiten.

Mein Plan war es, einen kleinen Trafo aus der Gert Reihe für beide 230V 
Eingänge zu verwenden.

Für die Monoflop Funktion habe ich bis jetzt ein 74121 angepeilt.

Für die gewünschten Werte (Zeit von 1-10s) habe ich bei einem 
Kondensator von 470uF einen Widerstand von 3k bis 30k erechnet, mit der 
Formel aus dem Datenblatt.

Der 74121 besitzt einen invertierten Eingang, damit kann ich beide 
Wünsche erschlagen, hoffe ich. Jetzt muss ich sehen, wie das ganze sich 
beim Einschalten der Versorgungsspannung verhält.

Vielleicht noch Vorschläge/Erfahrungen?

Gruß,
Hannes

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