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Forum: Mikrocontroller und Elektronik FI Schalter Mutter Natur und Väterchen Zeit

Autor: Funkamateur (Gast)
Datum: 04.07.2009 09:09

Hallo Leser,
wir haben einen alten Standort in einer Kirche wo es noch einen FI gibt.
Vom Stromlieferanten gibt es die alten Sicherungen und wenn Mutter Natur
einschlägt mit dem Blitz fliegt die Sicherung und der FI oben an den
Glocken raus. Früher gab es unten nur Schraubsicherungen und oben war
nur der Glockenmotor. Heute muss ich immer nach oben zu den Glocken und
ich bin schon sehr alt um raufzuklettern. Gibt es eine Möglichkeit oben
einen neuen FI oder etwas anderes einzubauen damit ich nur unten die
Sicherung erneuern muss und oben geht dann von selbst so nach 15 bis 30
Minuten der FI oder was neueres selber wieder rein. Die Motoren sind so
robust gebaut da war in den letzten Jahren und Jahrzehnten nie was dran
und gerade hier an der Kirche kommt öfters mal der Blitz mit Mutter
Natur und schlägt ein und ich als Väterchen Zeit werde immer älter und
brauche mal einen Nachfolger oder etwas Technik von euch jungen Spunden.
Also gibt es einen FI oder was neueres was nach 15 oder 30 Minuten wenn
das Gewitter vorbeigezogen ist das automatisch wieder den Strom für die
Glocken freigibt ohne das ich raufklettere.
Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
Datum: 04.07.2009 09:28

Sprich doch mal mit dem Elektriker daß er den FI nach unten setzt. Nach
deiner Beschreibung gibt es keinen Grund warum der im Turm sitzen muß.
Sollte der Elektriker doch einen Grund nennen warum er das nicht machen
möchte: Lass es uns wissen.


liebe Grüße
Frank
Autor: Christian Kreuzer (christian_rx7)
Datum: 04.07.2009 09:33

Ich weiß ja nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Österreich
benötigt man für fest angeschlossene Geräte (wovon ich bei einer
Kirchenglcke ausgehe) gar keinen FI.
Wenn doch benötigt, dann nach unten setzen oder einen FI mit
automatischer Wiedereinschaltung verwenden.

Christian
Autor: Funkamateur (Gast)
Datum: 04.07.2009 09:34

Hallo Frank,
der Elektriker meinte ich würde das Ding überbrücken aber die
Versicherung sagt dann zahlen wir nicht. Gibt es da nicht einen dritten
Weg. Einen FI der nach einer gewissen Zeit automatisch wieder reingeht
so nach 15 bis 30 Minuten oder eine Schaltung Hardware wenn möglich mit
ATMega32 oder so um das irgendwie auf einer kleinen Platine selber zu
löten.
Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
Datum: 04.07.2009 09:37

was spräche denn dagegen, in erster Näherung nur die Komponenten (FI und
Sicherung )  "nach unten" zu bringen? Dann sparst du dir die Kletterei,
und deine Versicherung ist auch glücklich.
Autor: Funkamateur (Gast)
Datum: 04.07.2009 09:42

Hallo Christian,
der FI mit automatischer Wiedereinschaltung wie heisst das Ding und
welcher Hersteller würdest du da empfehlen denn das Ding sollte über
Jahre und Jahrzehnte laufen bis zu meinem Nachfolger oben im Kirchtum.
Autor: Ulrich (Gast)
Datum: 04.07.2009 10:03

Einen FI Schalter, der automatisch wieder einschaltet wird man kaum
kriegen. Normalerweise sollte ein FI Schalter sehr selten bis nie
Auslösen (außer für den Test alle paar Monate). Da kiregt man schon eher
welche die sich nur mit einem Schlüssel wieder zurücksetzen lassen.

Die saubere Lösung wäre wirklich den FI Schalter nach unten zu verlegen.
Das sollte für den Elektricker kein großer Aufwand sein.

Wobei es bei einem Motor auch auch nicht sicher ist, das das wirklich
ein FI schalter ist, das könnte auch ein Motorschutzschalter sein. Für
das Verlegen sollte das aber keinen Unterschied machen. Es könnte
höchstens sein, das die Vorschriften verlangen das oben ein Schalter ist
um die Glocke dort auszuschalten zu können.
Autor: NurEinGast (Gast)
Datum: 04.07.2009 10:06

ALso wenn ich bei Google "FI mit automatischer Wiedereinschaltung"
eingebe, dann finden sich da einige Antworten. So etwas gibt es also.

Dein Elektriker sollte in der Lage sein so eine FI zu besorgen und
einzubauen.

Gruss
NurEinGast
Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum: 04.07.2009 10:58

Funkamateur schrieb:
> Hallo Frank,
> der Elektriker meinte ich würde das Ding überbrücken aber die
> Versicherung sagt dann zahlen wir nicht.

Welche Versicherung, die Lebensversicherung oder die
Gebäudeversicherung.

Ein FI hilft nur gegen Personenschäden (Fehlerstrom beim Berühren),
gegen schmorende Kabel (Brandschutz) hilft er genau 0,nix.

Ehe das Kabel soweit verbrannt ist, daß sich Schutzleiter und Phase
berühren, ist schon längst ne offene Flamme entstanden.
Da helfen nur Kabel mit UL-Zulassung.


Peter
Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
Datum: 04.07.2009 11:17

Funkamateur schrieb:
> Hallo Frank,
> der Elektriker meinte ich würde das Ding überbrücken aber die
> Versicherung sagt dann zahlen wir nicht.

Ich schrieb ja auch nicht daß er es überbrücken soll, sondern daß der FI
ans andere Ende des Kabels soll.

> Gibt es da nicht einen dritten
> Weg. Einen FI der nach einer gewissen Zeit automatisch wieder reingeht
> so nach 15 bis 30 Minuten

So etwas gibt es. Es gibt auch Fernantriebe die "normale" Geräte wieder
einschalten können.
Ich würde an deiner Stelle aber vorher fragen was die Versicherung
dazu sagt, wenn sie schon auf einen FI besteht.

> oder eine Schaltung Hardware wenn möglich mit
> ATMega32 oder so um das irgendwie auf einer kleinen Platine selber zu
> löten.

Das ist jetzt ein Scherz oder? Auf der einen Seite sagst du die
Versicherung besteht auf einem FI, auf der anderen willst du was selbst
zusammenlöten. Das passt nicht wirklich zusammen.
Außerdem ging es ja darum daß nach einem Blitzschlag etwas zu tun, da
würde ich mir an deiner Stelle Gedanken machen was eigentlich der AVR
macht wenn der Blitz einschlägt.


liebe Grüße
Frank
Autor: HildeK (Gast)
Datum: 04.07.2009 11:22

>Ich schrieb ja auch nicht daß er es überbrücken soll, sondern daß der FI
>ans andere Ende des Kabels soll.
Und da gehört er auch hin - was soll er denn oben im Glockenturm, wo eh
kaum ein Mensch hinkommt? Aber wenn dieser Mensch auf dem Weg zum Turm
einen Nagel einschlägt und das Kabel trifft, dann wäre es schon sehr
hilfreich, wenn der FI bereits wirken könnte.
Autor: Andi D. (xaos)
Datum: 04.07.2009 11:48

was für FI ist das überhaupt ?
mir kommt das nicht so vor, als sei das ding zum personen schutz
installiert (15-30mA) sondern zum schutz des motors (300mA++
Fehlerstrom) das macht schon nen unterschied...
Autor: Martin Martin (mageb)
Datum: 04.07.2009 12:41

Hallo, ich bin Elektriker und ich stimme auch voll zu das ein FI im
Glockenturm absolut keinen sinn macht. Der gehört auf jeden Fall nach
unten. Weglassen oder einen einbauen der von alleine wieder einschaltet
würde ich auf keinen Fall empfehlen. Wenn wirklich eine Blitz einschlägt
geht sonst noch viel mehr kaputt.
Aber ich glaube auch eher das das ein Motorschutzschalter ist. Ist da
vieleicht ein Aufkleber mit F Eins drauf und nicht FI. Ein Foto währe
hilfreich. Man könnte diesen aber auch durch einen Lastschalter
ersetzten und den Motorschutzschalter unten in dein Glockensteuerung
einbauen. Einen Lastschalter damit man die Glocke im Notfall auch oben
abschalten kann. Das sollte aber jeder gute Elektriker auch vorschlagen.
In welcher Stadt ist denn die Kirchen? Schöne Grüße Martin
Autor: Thorsten (Gast)
Datum: 04.07.2009 15:29

Wenn es ein FI-Schutzschalter ist, dann hat dieser wahrscheinlich einen
Fehlerstrom von 300 mA und ist somit dort zu Brandschutzzwecken
eingebaut. Inwieweit der wegen des Brandschutzes dann nach unten verlegt
werden darf, bin ich mir nicht sicher.
Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum: 04.07.2009 17:11

Thorsten schrieb:
> Inwieweit der wegen des Brandschutzes dann nach unten verlegt
> werden darf, bin ich mir nicht sicher.

Es dürfte selbst der simpelsten Natur klar sein, je früher eine
Schutzeinrichtung montiert wird, umso wirksamer ist sie. Unten ist der
FI also eindeutig besser.

Wer aber einmal verkohlte Kabel gesehen hat, dem dürfte klar sein, daß
ein FI genau null Wirkung bezüglich Brandschutz hat.
Selbst völlig verkohltes PVC ist stabil genug, die Isolation zwischen
den Leitern aufrecht zu erhalten.
Erst mechanische Einwirkung läßt die Kohle abfallen, das ist z.B. in
Flugzeugen ein Problem.


Peter
Autor: Ulrich (Gast)
Datum: 04.07.2009 17:41

Der einzige vernünftige Grund den Fi nicht unten zu habe, wäre wenn das
Kabel zu wenig Adern hat um da N und PE zu trennen, und dann ober
irgendwie noch eine Erdverbindung gemacht wird.

Den Fi Schalter da obe zu haben ist schon wegen des normalerweise
nötigen Tests alle paar Monate unpraktisch.

Für einen Motor sollte ein 30 mA FI Schalter auch schon reichen, wenn da
nicht ein Umrichter dran hängt. Einer mit mehr Fehlstrom wäre eher für
Umrichter, andere HF Geräte oder einige Elektrische Heizelemente. Die
300 mA FI s sind auch kaum für den Personenschutz gedacht, sondern halt
zu Verhinderung von Bränden durch schmorende Kabel oder Verteiler.
Autor: NurEinGast 1 (Gast)
Datum: 04.07.2009 18:08

Hallo Funkamateur,
was hällst du von
http://www.spaelti-ag.ch/typo3/fileadmin/upload/pd...
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum: 04.07.2009 18:13

Dieser FI Schalter hat aber für Deutschland noch keine VDE Zulassung.
Autor: NurEinGast 1 (Gast)
Datum: 04.07.2009 21:21

Hallo Helmut,
danke für die Info aber der Standort ist eine Kirche und hier gilt
Kirchenrecht und nicht VDE Recht. Die Kirche ist international
unabhängig ausgerichtet genauso wie die Funkamateure und die haben ihre
eigenen Messgeräte mit Eichsticker und internationale Messlabor und
beschränken sich nicht auf das Messlabor des VDE. Auch ist man dort
objektiver, nichtkommerziell, Banken unabhängig, Kritikoffen mit
Gästebuch, AGB offen für Punkt 9.2 um auch falls ein Fehler bei der VDE
auftritt man es auch zurückkoppeln bzw. weiterentwickeln kann. Die VDE
ist nicht der Papst sondern macht auch Fehler und lässt auch
Fehlerkorrekturen zu. Der Kunde ist beim VDE nicht König. Der Punkt 10
spricht für sich man will Deutsches Recht und alle anderen Länder sind
... Wir leben in Europa und andere Länder andere Sitten und wenn die VDE
mal nicht Recht hat und die Kirche das mit Hilfe der Funkamateure
feststellt dann sollte man nicht mit Juristen drohen sondern sein
Messlabor modernisieren und weiterentwickeln. Ich bin hier nur ein Gast1
und auch der VDE hat seine Berechtigung. Aber er ist nur ein e.G. und
nicht mehr und nicht weniger. Deshalb weil der VDE keine Zulassung gibt
bleibt die Welt nicht stehen. Experimentieren darf jeder Funkamateur und
Elektriker und ein Messlabor mit geeichten Geräten darf jeder kaufen und
pflegen und wenn nunmal die Funkamateure im DARC das machen und hegen
und pflegen und der VDE das nicht und die solche neuen internationale
Produkte testen, messen und Datenblätter erstellen und teilweise in
Packet Radio und im Internet oder auf der Kurzwelle vorlesen und
kritisch beurteilen bevor der VDE seine Zulassung rausgibt ist das ihr
gutes Recht und jeder Elektriker darf das auch. Ob nun der VDE das macht
oder nicht.
Autor: Pier S. (bigpier)
Datum: 05.07.2009 09:50

Von Möller giebt es Wiedereinschaltblöke für alle Möller FI´s !!!


Gruß
Pier
Autor: space (Gast)
Datum: 05.07.2009 14:04

Moin,

egal ob Motorschutz- oder FI-Schutzschalter ist es
egal wo die Geräte in der Leitung sitzen, wie
einige schon geschrieben haben. Bei verteilten
Anlagen haben viele Firmen in der Werksnorm stehen,
dass Reparaturschalter gesetzt werden müssen. Das ist
besonders sinnvoll, wenn der Motor von der Steuerung
oder den Sicherheitsorganen nicht gesehen werden
kann.
Also: Austauschen des FIs oder Motorschutzschalters
gegen einen Reparaturschalter im Glockenturm und ver-
legen des FIs oder Motorschutzes an einen besser
zugänglichen Ort.
Viel Erfolg
Stefan
Autor: pcb (Gast)
Datum: 05.07.2009 14:10

Das mit den Blitzen sage ich nur: Gott wollte es so.
Einfach beten, beten, beten, dann wird der Blitz mal mich treffen und
nicht deine Kirche!

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