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Forum: Platinen Auswahl von EMV-Ferriten


Autor: Mille (Gast)
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Hallo,

ich bin gerade bei der Auswahl von EMV-Ferriten um mein 
Prototypen-Steuergerät vor möglichen Störungen zu schützen, dabei kommen 
verschiedene Signaltypen vor:

- analoge Eingangssignale
- Bussignale (CAN)
- PWM-Signale

Platziert ihr bei Prototypenboards grundsätzlich nur mal Pads direkt am 
Stecker für Kondensatoren und EMV-Ferrite (z.B. 0805- oder 1206-Pads) 
oder bestückt ihr schonmal anhand des Signaltypes und denmach 
wahrscheinlich-auftretende Störungen die Bauteile?

Bin grad am Durchstöbern von den Würth-Datenblättern, habe aber nicht so 
richtig ne Idee welche EMV-Ferrite ich verwenden soll?

Außerdem möchte ich einzelne Versorgungsinseln mittels Ferrite zum 
Versorgungssystem anschießen, um Störungen lokal zu halten. Was nimmt 
man da am besten (vielleicht von Würth was)?

lg mille

Autor: hmm.. (Gast)
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Fuer normale Signale, zB RS232 oder so, DC signale, verwende ich einen 
SMD 0603 (1206) Ferriten mit 600 Ohm @ 100MHz, die nenn ich dann die 
1uH, und fuer schnelle Signale (10Mhz) solche mit weniger, zB 40 Ohm @ 
100MHz.

Je nachdem (kann man auch zusaetzlich machen) ein 10..100nF gegen 
Gehaeuse gleich am Pin. Schnelle Signale vielleicht nur noch 1nF. Da 
muss man sich dann ueberlegen, ob der Pin gegenueber einem HF 
Stoersignal als Offen, oder als Kurzen erscheinen soll.

Autor: Mille (Gast)
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Bei den SMD-Ferriten (EMV-Anwendung) sind ja folgende Parameter 
interessant (Anlehnung an die Würth EMV-Ferrite):

- Impedanz bei 100MHz
- DC-Widerstand
- maximaler Nennstrom

Grundsätzlich kann man ja die Leitungsimpedanzen einigermaßen abschätzen 
- dabei habe ich für die Datenleitung eine HF-Impedanz von 100 Ohm und 
für die Versorgungsleitung 10 Ohm gewählt.

Die Bestimmung des maximalen Nennstromes ist ja klar; der DC-Widerstand 
muss möglichst klein sein. Aber wie bestimme ich die benötigte Impedanz 
bei 100MHz? Umso größer dieser Wert, desto größer ist ja auch mein 
erreichter Störabstand... inwieweit hängt dieser Impedanzwert von meinen 
Signalparametern ab (z.B. für ein Analogsignal oder ein PWM-Signal)?
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Impedanz bei 100MHz umso 
größer sein kann, je kleiner die Frequenz des Nutzsignales ist um dieses 
möglichst unbedämpft zu lassen?

Hat jemand schon mit den Würth-Ferriten der Serie 742-792-xx gearbeitet?

lg mille

Autor: Uwe (Gast)
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Hallo Mille,

> Grundsätzlich kann man ja die Leitungsimpedanzen einigermaßen
> abschätzen ...

abschätzen ? Besser wissen (du kennst ja die Geometrien für die LBs und 
den Lagenaufbau), was man diesbezüglich nur schätzen kann sind die 
Fertigungstoleranzen. Diese liegen bei +/- 10%.

> ... dabei habe ich für die Datenleitung eine HF-Impedanz von 100 Ohm ...

100 Ohm sind bei differentiellen Leitungen üblich, bei Single Striplines 
oder Microstrips sind es gewöhnlich 50 Ohm. Wenn du für Single 
Striplines 100 Ohm wählst, brauchst du sehr dünne LBs (ist natürlich vom 
Lagenaufbau abhängig).

> und für die Versorgungsleitung 10 Ohm gewählt.

ist "relativ" viel, aber je nach Lagenaufbau vs. Kosten ein machbarer 
Kompromiss.

Gruss Uwe

Autor: Mille (Gast)
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Danke @ Uwe...

Kann mir jemand speziell bei diesem Punkt weiterhelfen:

Wie bestimme ich die benötigte Impedanz bei 100MHz?
Umso größer dieser Wert, desto größer ist ja auch mein
erreichter Störabstand... inwieweit hängt dieser Impedanzwert von meinen
Signalparametern ab (z.B. für ein Analogsignal oder ein PWM-Signal)?
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Impedanz bei 100MHz umso
größer sein kann, je kleiner die Frequenz des Nutzsignales ist um dieses
möglichst unbedämpft zu lassen?


danke und lg,
mille

Autor: hmm.. (Gast)
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Also, das Nutzsignal sieht die Impedanz gemaess Grafik. Bei DC um die 
0.2 Ohm

Autor: Stefan (Gast)
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Zu den Ferriten gibt's doch Kurven, wo du die Impedanz als Funktion der 
Frequenz siehst. Normalerweise hat es irgendwo eine Resonanz, das ist 
dann die Frequenz die am effektivsten unterdrückt wird. Auf grund von 
Kapazitäten nimmt die Impedanz bei höheren Frequenzen nämlich wieder ab. 
Du solltest dich also fragen, welche Frequenzen du unterdrücken 
möchtest. Dann kannst du den passenden Ferrit/Drossel aussuchen. 
Vielleicht ist ja auch eine Serieschaltung mehrerer Drosseln sinnvoll, 
wo jede in einem anderen Frequenzbereich wirksam ist?

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