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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Galvanische trennung Testen


Autor: Ajo (Gast)
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Hallo,
ich habe eine Platine entworfen, der für zwei Interfaces Ganvanische 
Trennung
besitzt.
Jetzt heisst das, dass ich die Galvanische Trennung testen muss.
Meine frage lautet, wie kann man das am schlausten testen?
Ideen.....ESD Pistole.....oder eine def. Strom schicken?

Für eure hilfe wäre ich dankbar.
Grüsse,
Ajo

Autor: Lupin (Gast)
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Einfach ein paar Testpunkte gegeneinander mit nem Isolationsprüfgerät 
prüfen.

Testspannung und Isolationswiderstand musst du dann schon selbst in ner 
Prüfvorschrift festlegen.

Autor: Ajo (Gast)
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Wenn ich kein Isolationsprüfgerät im Labor habe, kann ich das auch mit
einem def. Strom testen?
z.b. 5mA durch jagen.
Das hätte den vorteil, dass ich es in meine Betriebnahme-Platine 
integrieren könnte. Somit hätten die in der Produktion ein Handgriff und 
ich könnte diese Test automatisieren.

Autor: Peter (Gast)
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wie willst du denn 5mA durch eine Galvanische trennung bekommen?

Autor: Lupin (Gast)
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Du kannst einfach eine beliebige Spannung anlegen und prüfen das kein 
Strom fließt. Eine Aussage über den Isolationswiderstand bekommst du so 
aber nicht (das geht nur mit entsprechend hoher Prüfspannung, da Riso 
wohl irgendwo im Mega/Giga-Ohm Bereich sein sollte).

Autor: oszi40 (Gast)
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Schau mal ob Du ein ähnliches Gerät mit einer DIN-Angabe findest.
Das könnte erste Hinweise auf die nötige Prüfzeremonie geben.

Bevor Du was elektrisch mit 3kV prüfst, achte erst mal auf die nötigen 
Abstände bei der angegebenen Spannung. Nicht jeder beliebige Aufbau mit 
Optokoppler ist automatisch dafür geeignet.

Autor: Demo (Gast)
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Hallo,

mit welchen Hilfsmitteln kann ich denn die galvanische Trennung 
(GMR-Effekt) des CAN-Transceivers "L41050TA" testen/messen/untersuchen?

Beste Grüße.

Autor: Demo (Gast)
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Ich korriegiere, die richtige Bezeihnung lautet IL41050TA.

Autor: RAY (Gast)
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Ajo schrieb:
> Hallo,
> ich habe eine Platine entworfen, der für zwei Interfaces Ganvanische
> Trennung
> besitzt.
> Jetzt heisst das, dass ich die Galvanische Trennung testen muss.
> Meine frage lautet, wie kann man das am schlausten testen?
> Ideen.....ESD Pistole.....oder eine def. Strom schicken?
Was isolierst Du denn - und was meinst Du mit Testen?
Du kannst jetzt einfach testen, ob dein Interface 2,5kV Testspannung 
aushält -> Hochspannungsgenerator anlegen und den sich einstellenden 
Strom messen, dann kannst Du dir den Isolationswiderstand ausrechnen, 
oder mit einem max. zulässigen Strom vergleichen (z.B. deine erwähnten 
5mA).
Das sagt aber noch nichts aus, ob deine Isolation für den angedachten 
Zweck geeignet ist: willst Du z.B. 'nur' die Steuerelektronik eines nach 
außen voll-isolierten Gerätes von der Hochspannungsseite isolieren 
brauchst Du normalerweise eine funktionale Isolation. Willst Du dagegen 
z.B. einen Steuerteil mit einer berührbaren DSUB-Buchse von der 
Netzseite einer Leistungselektronik trennen brauchst Du min. eine 
Basisisolierung besser eine verstärkte Isolierung.
Der Unterschied ergibt sich daraus, dass im ersten Fall bei Versagen der 
Isolierung deine Steuerelektronik den Geist aufgeben kann. Im zweiten 
Fall stirbt im schlimmsten Fall ein Mensch, der zufällig gerade deine 
DSUB-Buchse berührt, weil er wissen will warum das Teil nicht mehr geht.
Je nach Anwendung sind also verschiedene Isolationsarten vorzusehen, die 
auch verschieden aufzubauen sind: Mindestabstände, Prüfspannungen etc.
Hast Du dir in dieser Hinsicht schon irgendwelche Gedanken gemacht - 
bzw. ist da Wissen vorhanden?
Einfach mit einer ESD-Pistole draufzuhalten und dann zu sagen, dass die 
Isolation gut ist, wenn die Schaltung danach noch tut ist definitiv 
keine gute Idee.

Autor: RAY (Gast)
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OK sehe grad- da hat mal wieder jemand eine Leiche ausgegraben - aber 
auch für einen IL* gilt - erst einmal überlegen, welche Isolation 
brauche ich- dann ergeben sich daraus die Testkriterien.

Autor: Demo (Gast)
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Die Isolation, die ich erreichen will, ist es meine Platine von den 
physikalischen CAN-Bus zu trennen. Dafür habe ich den CAN-Trancseiver 
"IL41050" mit integrierter galvansicher Trennung gewählt.

Nun möchte ich die galvanische Trennung untersuchen. Und daher war meine 
Frage, ob es irgendwelche Prüfgeräte oder Testaufbauten gibt, die 
galvanische Trennung zu testen.

Danke.

Autor: RAY (Gast)
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> Die Isolation, die ich erreichen will, ist es meine Platine von den
> physikalischen CAN-Bus zu trennen. Dafür habe ich den CAN-Trancseiver
> "IL41050" mit integrierter galvansicher Trennung gewählt.
>
> Nun möchte ich die galvanische Trennung untersuchen. Und daher war meine
> Frage, ob es irgendwelche Prüfgeräte oder Testaufbauten gibt, die
> galvanische Trennung zu testen.
OK - da auf beiden Seiten Niederspannung ist es also nur eine 
funktionale Isolierung.
 Der Baustein garantiert lt. Spezifikation 2,5kVrms Spannungsfestigkeit 
und eine Betriebsspannung von 300Vrms. Die Frage ist, was willst Du 
weiter an der Isolation Testen - normalerweise sind die Teile vom 
Hersteller geprüft.

Zum Prüfen kann man ganz einfach auf einen fertigen Isolationstester 
zurückgreifen, oder Du nimmst eine Hochspannungsquelle und ein 
Amperemeter, dass entsprechend kleine Ströme messen kann.
Du kannst jetzt natürlich selbst noch einmal entweder 2,5kVrms oder 
3,5kVdc Testspannung anlegen und mit Hilfe eines hochohmigen Shunts 
messen, wie viel Strom dann fließt und dies mit der Bauteilspezifikation 
abgleichen. Dabei sollte aber beachtet werden, dass so ein Test nur eine 
Sekunde dauern sollte. Wer prüfen will, ob der Baustein die angegeben 60 
Sekunden Prüfspannung aushält, muss danach den Baustein entsorgen, weil 
die Isolation vorgeschädigt ist und das Ende ihrer Lebensdauer 
eigentlich schon erreicht hat.
 Welche Erkenntnisse sollen den bei der Untersuchung der Isolation 
gewonnen werden?

Autor: Demo (Gast)
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Ok, danke erstmal für die Informationen.
Was genau bedeuet die Angabe 2,5kVrms Spannungsfestigkeit und 300Vrms 
Betriebsspannung?  RMS steht ja für quadratischen Mittelwert.

Zusätzlich ist im Datenblatt 30kV/µs unter dem Begriff transient 
immunity zu finden. Was versteht man unter diesen Begriff?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Demo schrieb:
> Ok, danke erstmal für die Informationen.
> Was genau bedeuet die Angabe 2,5kVrms Spannungsfestigkeit und 300Vrms
> Betriebsspannung?  RMS steht ja für quadratischen Mittelwert.
>

230Vrms eben, kennst du doch.


> Zusätzlich ist im Datenblatt 30kV/µs unter dem Begriff transient
> immunity zu finden. Was versteht man unter diesen Begriff?

Das ist die maximale Slew-rate, die der Baustein über die 
Isolationsstrecke verkraftet, ohne aus dem Tritt zu kommen.

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