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Forum: Offtopic Spenden von der Steuer absetzen.


Autor: Kalle (Gast)
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Hallo!

Ich bin erst neu im berufsleben und wollte mal wissen, was "Spenden von 
der Steuer absetzen" eigentlich bedeutet.

Sagen wir ich habe im Jahr 1000E Einkommenssteuer und habe 200Euro z.B. 
an den WWF gespendet. Bekomme ich die 200Euro komplett wieder oder 
werden die nur vom zu versteurnden Gehalt abgezogen, so dass ich von den 
gespendeten 200 Takken nur nen "Bruchteil" wiedersehe?

Vielen Dank,
Kalle

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Du mußt die 200 Euronen, die du gespendet hast, nicht vesteuern.

Voraussetzung ist allerdings eine Spendenquittung, die vom Finanzamt 
anerkannt wird.

Autor: Denis (Gast)
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Spenden vermindern das Einkommen vor Steuern um den Spendenbetrag.
Der Ausdrück "von der Steuer absetzen" ist irreführend und zeigt wie gut 
das Propagandasystem des deutschen Staates funktioniert.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Denis schrieb:
> Spenden vermindern das Einkommen vor Steuern um den Spendenbetrag.
> Der Ausdrück "von der Steuer absetzen" ist irreführend und zeigt wie gut
> das Propagandasystem des deutschen Staates funktioniert.

Was ist daran irreführend?

Autor: Guru (Gast)
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Werden Spenden nicht nur zu 50% angerechnet? ist zumindest die Info die 
ich habe.

Autor: Leonore Nr.1 (Gast)
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> das Propagandasystem des deutschen Staates funktioniert.

Das ist eine umgangssprachliche Redewendung ohne Bezug zum konkreten 
Steuerrecht. Mit Propaganda hat das nichts zu tun.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Form und Inhalt einer "steuerwirksamen Zuwendungsbestätigung" nach §10 
EStG sind genau vorgeschrieben. Das Absetzen vom zu versteuernden 
Einkommen funktioniert nur, wenn genau so eine formgerechte 
Zuwendungsbestätigung vorliegt. Diese muß als Anlage zur 
Einkommenssteuererklärung beigefügt werden.

Übrigens ist ein Absetzen nur bis zur Höhe von 10% des zu versteuernden 
Einkommens möglich. Man kann sich also nicht um die Einkommenssteuer 
drücken, indem man eine gemeinnützige Einrichtung gründet, dieser einen 
entsprechend hohen Betrag spendet und sich dann dort als Mitarbeiter 
"Aufwandsentschädigungen" zahlt.

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Moin,

ich habe das so verstanden:

> Sagen wir ich habe im Jahr 1000E Einkommenssteuer und habe 200Euro z.B.
> an den WWF gespendet.

Bei 1000€ Steuer sage ich mal, das zu versteuernde Einkommen im Jahr 
wird 12000€ betragen haben (abh. von pers. Situation).

Die 200€ Spenden werden dann davon abgezogen. D.h. es müssen 11800€ an 
stelle von 12000€ verstuert werden. Insofern stimmt m.E. die Aussage:

> dass ich von den gespendeten 200 Takken nur nen "Bruchteil" wiedersehe

Die 200€ sind etwa 1,5% des Jahreseinkommens, daher kannst Du etwa 1,5% 
also 15€ an dem zu versteuerndem Einkommen abziehen...

Gruß

Andreas

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Uboot- Stocki schrieb:

> Die 200€ sind etwa 1,5% des Jahreseinkommens, daher kannst Du etwa 1,5%
> also 15€ an dem zu versteuerndem Einkommen abziehen...

Sollte lauten:

Die 200€ sind etwa 1,5% des Jahreseinkommens, daher bekommst Du etwa 
1,5% also 15€ von Deinen Spenden zurück.

Gruß

Andreas

Autor: Fungo (Gast)
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Ich denke auch, dass ein Großteil der Bevölkerung irgendwie denkt, "von 
der Steuer absetzen" heißt, dass man das, was man da eben absetzt bzw. 
den Betrag dafür, von seinem Steuergeld wiederbekommt.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Falsch. Normalerweise gehst du bei der Einkommenssteuer ja wie folgt 
vor:

Du nimmst dein Einkommen, ziehst Pauschbeträge, Sonderausgaben und den 
Freibetrag ab. Das ist dann dein zu versteuerndes Einkommen. Das 
multiplizierst du mit deinem Steuersatz. Dadurch erhältst du das, was du 
an Einkommenssteuer bezahlen musst. Wobei das mit der Lohnsteuer 
verrechnet wird, die dein Arbeitgeber für dich schon jeden Monat bezahlt 
hat. Normalerweise geht das ja auf, so daß viele Arbeitnehmer nicht zur 
Einkommenssteuer veranlagt werden. Das kann man aber freiwillig tun, 
wenn die abzugsfähigen Ausgaben nachgewiesen werden können und größer 
sind als die Pauschbeträge.

Im Beispiel einer Zuwendung könntest du den Zuwendungsbetrag (z.B. 200 
Euro an WWF) von dem zu versteuernden Einkommen abziehen. Deshalb 
verringert sich deine Steuerschuld um diesen Betrag, multipliziert mit 
deinem Steuersatz. So einfach ist das.

Bei 50% Steuersatz würden sich also Staat und Arbeitnehmer die Zuwendung 
an WWF teilen.

Jedoch können maximal 20% der Einkünfte als Sonderausgaben abgezogen 
werden. Die 10% aus meinem letzten Post waren ein Irrtum. Das bedeutet 
nichts anderes, als daß du bei 50.000 Euro Jahreseinkommen nicht mehr 
als 10.000 Euro Spenden als Sonderausgaben abziehen kannst. Aber wenn 
man mehr als 20% seines Jahreseinkommens spenden kann, hat man entweder 
ein trickreiches Steuersparmodell entdeckt oder gehört zu den eher 
Besserverdienenden.

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