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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Frage zu meinem Lebenslauf


Autor: Markus F. (pippo)
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Ich hab damals nach meiner Realschule ne Lehre als Elektroinstallateur 
gemacht, nach 1,5 Jahren musste ich jedoch den Betrieb wechseln, da 
alles ins Ausland verlagert wurde. Hab dann die Lehre auf 3 Jahre 
verkürzt und ging anschließend auf die BOS. Leider bin ich in der 
Probezeit an Englisch hängengeblieben. Daraufhin hab ich den 
Vorbereitungskurs gemacht und bin 7 Wochen nach England auf Sprachreise. 
Im 2. Versuch hab ich dann die BOS mit nem Schnitt von 2,1 geschafft.

Daraufhin hab ich angefangen Mechatronik zu studieren, jedoch kam das 
ganze ins Schleifen, da es mir 1. zu theoretisch (und zum Teil weit an 
der Praxis vorbei) war, 2. die Profs zu arrogant und 3. ich nen Nebenjob 
hatte, der dann durch super Angebote mehr und mehr zu nem Fulltime-Job 
wurde. Im 6. Semester hab ich dann ohne Vordiplom abgebrochen, da ich 
auch mit den Prüfungen ein gutes Stück hinten dran war.

Daraufhin hab ich den Techniker gemacht und nun mit 1,8 bestanden. 
Leider sind die Prüfungen durch Leichtsinnsfehler nicht gut gelaufen, 
sonst wär der Schnitt bei 1,6. Pech gehabt.

Von meiner Lehre besitze ich keinerlei Arbeitszeugnisse, da vom 1. 
Betrieb der Meister kurz vor Ende gestorben ist und der 2. Betrieb mit 
Ende meiner Lehre Pleite war, da ein Großkunde nicht zahlte. Dafür 
bekomm ich vom "Nebenjob" das Beste Arbeitszeugnis, das man bekommen 
kann.

Jetz gehts ans Bewerben und ich frage mich, was sich die Personalchefs 
von meinem Lebenslauf denken. Find ihn ja selbst schon ... Ich weiß, 
dass ich einiges drauf hab, jedoch befürchte ich das nicht die Chance zu 
bekommen, das zu Beweisen zu können.

Meine Schwerpunkte setze ich auf Mikrocontrollertechnik, Steuer- und 
Regelungstechnik und Automatisierungstechnik. Deshalb würde ich gern 
entweder in der Entwicklung arbeiten, oder für ne Produktionsstraße 
verantwortlich sein.

Zu mir: Ich komme aus Bayern und bin 26 Jahre.

Was denkt ihr? Aussichtslos? Sollten besser irgendwelche Dinge 
verschönert werden?

Autor: Gast (Gast)
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Konzentrier dich darauf was du an Ergebnissen erzielt hast, irgendwelche 
Erklärungen oder "Ausreden" für einen vermeintlich lückenhaften 
Lebenslauf kannst man immer noch in einem Vorstellungsgespräch bringen.

Autor: ::: (Gast)
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Ich denke nicht dass man etwas verbessern muss. Ausser vielleicht die 
Ansicht drauf. Also nicht drauf fokussieren was nicht geklappt hat, 
sondern darauf was geklappt hat. Also nicht "das Glas ist leider noch 
halbleer", sondern "das Glas ist schon halbvoll". Bei den wenigsten 
Leuten laeuft der Werdegang geradeaus.

Autor: Tim (Gast)
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so richtige lücken sind das ja nicht
du hast dein Studium halt nicht bestanden
aber einen Notespiegel wirste ja wohl haben.
ne lücke wäre wenn du zb 4 jahre im knast gewesen wärst
oder 4 Jahre arbeitslos oder was ähnliches

Autor: Markus F. (pippo)
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Vom Studium hab ich eigentlich keine Noten mehr. Sollt ich diese 
anfordern, falls sie nicht schon gelöscht wurden?

Autor: Tim (Gast)
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ich würde bei einer Bewerbung folgendes beilegen

Facharbeiterbrief und  Zeugnis der Berufsschule
BOS Zeugnis
Notenspiegel FH/Uni
Technikerzeugnis
Arbeitszeugnis vom Nebejob

das wars

Autor: Markus F. (pippo)
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Ok, danke! Dann frag ich morgen die FH mal, ob die noch was haben. Die 
Noten waren in der FH immer nur ausgehangen.

Autor: Tim (Gast)
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wieviel Prüfungen hast du eigentlich geschrieben?

Autor: MaWin (Gast)
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Das abgebrocheen Studium ist sicher ein fetter Minuspunkt, sagt es dem 
Arbeitgeber doch, dass du dir mehr zutraust, als du dann real schaffst.

Aber die anderen Dinge würde ich so darstellen, wie sie sind, nämlich 
als deutliches Zeichen daß in der Arbeitswelt die Arbeitgeber noch viel 
schlimmer sind.

Autor: Schwups... (Gast)
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@Tim
>ne lücke wäre wenn du zb 4 jahre im knast gewesen wärst
>oder 4 Jahre arbeitslos oder was ähnliches

Für dich ist das wohl das gleiche? Kein Wunder das so viele LZA`s
Probleme haben bei der Jobsuche. Verantwortungslosigkeit gepaart
mit Ignoranz. Das ist genau die richtige Mischung.

@Markus F.

Zu mir: Ich komme aus Bayern und bin 26 Jahre.

Ist doch optimal, Bundesland mit der geringsten Arbeitslosigkeit
und noch ein Greenhorn. Sowas suchen die AG doch.
Tip: Erkundige dich erstmal telefonisch bei dem Betrieb bevor
du sinnlos Bewerbungen schreibst und verschickst.

>Was denkt ihr? Aussichtslos? Sollten besser irgendwelche Dinge
>verschönert werden?

Eh, verschönern? Vielleicht mit nem Grafikprogramm?

Mit der Benotung stehste besser da als wie ein Diplomierter mit
lauter Einser, aber unwissend wo das Ende des Lötkolbens ist.
Oder willst du von Anfang an überfordert werden?
Entwicklungsarbeit setzt sich aus 10% Inspiration und
90% Transpiration zusammen und wenn die Ingenieure endlich mal
die rettende Idee gehabt haben sind die total ausgepowert und wer
macht den Rest? Da hast du einige Vorteile.

Ich sehe da gute Chancen wenn du strategisch an die Sache ran gehst.
Vorteilhaft wäre ein Bewerbertraining. Viel Glück.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Sorry habe das nochmal zusammengefasst...

> Leider bin ich ... kam ins Schleifen, da es mir 1. zu theoretisch (und
> zum Teil weit an der Praxis vorbei) war, 2. die Profs zu arrogant und 3. > ich 
nen Nebenjob hatte, der dann durch super Angebote mehr und mehr zu
> nem Fulltime-Job wurde. Im 6. Semester hab ich dann ohne Vordiplom
> abgebrochen, da ich auch mit den Prüfungen ein gutes Stück hinten dran
> war. Leider sind die Prüfungen... Von meiner Lehre besitze ich keinerlei > 
Arbeitszeugnisse, da vom 1. Betrieb der Meister kurz vor Ende gestorben
> ist und der 2. Betrieb mit Ende meiner Lehre Pleite war, da ein
> Großkunde nicht zahlte.
> Find ihn ja selbst schon ...

Gut das du das schon selber alles seltsam findest.. Finde ich gut das 
dir viele Mut machen wollen, aber du haettest dich um viele Dinge selber 
kuemmern koennen... zu theoretisch/es gibt doch Studienverlaufsplaene 
die erklaeren was kommen wird, Profs zu arrogant/wer bestimmt das? 
Jemand der mit den Pruefungen hintendran haengt... ich bitte dich... 
Nebenjob/unterstell ich dir jetzt einfach das du nicht wusstest was du 
willst...Geld oder Studium usw usw. Ich gebe zu du hattest hier und da 
Pech aber hast selber viel dazu beigetragen...

> Ok, danke! Dann frag ich morgen die FH mal, ob die noch was haben. Die
> Noten waren in der FH immer nur ausgehangen.

Jedoch zeigt mir diese Aussage das du mit dem Studium wirklich wenig am 
Hut hattest.. Bei uns hiess das Leistungskarte und was jederzeit im 
Pruefungsamt einsehbar. Hochschulen muessen die Noten mindestens 10 
Jahre aufbewahren...

Trotzdem viel Glueck und alles Gute..

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Wenn dein Meister gestorben ist, kannst du trotzdem von der Firma
ein Zeugnis verlangen. Du musst aber hingehen und sagen was du willst;
von selbst werden sie es dir offenbar nicht schicken.

Autor: Schwups... (Gast)
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Wenns den Laden noch gibt.

Autor: Markus F. (pippo)
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Sollte man das (durch die Blume) im Bewerbungsschreiben erwähnen, dass 
man sich seines Lebenslauf bewusst ist, aber eine Chance möchte, sich zu 
beweisen?

Autor: ing (Gast)
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@Markus F.: Würde ich nicht machen. Wie schon oben geschrieben: Auf die 
Schwächen geht der Chef beim Vorstellungsgespräch möglicherweise ein. 
Dann solltest du schon was dazu sagen können. Das wichtigste ist aber zu 
zeigen, was du drauf hast. Beispiel: Ich war in Mathe in der Schule sehr 
schlecht. Darauf angesprochen hab ich im Vorstellungsgespräch keine 
Ausrede gesucht, sondern darauf hingewiesen, wie sich meine Mathe-Noten 
im Studium kontinuierlich verbessert haben. Kurz: Stell deinen 
Lebenslauf und deine Fähigkeiten möglichst positiv dar - ohne  zu Lügen.

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