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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gehaltsverhandlung


Autor: Blubb (Gast)
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Hallo,

ich habe mal eine Frage:
ich als Dipl.-Informatik Absolvent hatte ein Vorstellungsgespräch als 
Softwareentwickler. Im ersten Gespräch habe ich meinen Gehaltswunsch mit 
verhandelbaren 44.000 / Jahr betitelt.

Die Firma hat nun Interesse bekundet und möchte mich einstellen. Ich 
gehe davon aus, dass es ein weiteres Gespräch geben wird, in dem das 
Gehalt konkret verhandelt wird. Wie tief würdet ihr euch bei der ersten 
Anstellung nach der Uni handeln lassen? Ab welchem Bereich fängt "unter 
Wert" an?

Danke!

Autor: Gast (Gast)
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Für alles mehr als 40k solltest du froh und dankbar in diesen Tagen 
sein.

Autor: Oh weh... (Gast)
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Du kommst von der Uni? Hast du ueberhaupt Programmiererfahrung? Das muss 
man schon wissen, wenn man deine Gehaltsmoeglichkeiten diskutieren soll.

Autor: Neo (Gast)
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Es kommt wohl auch ein bisschen drauf an wo die Firma angesiedelt ist. 
In München bekommst du sicher mehr als auf dem flachen Land. Außerdem 
gibt es auch einflussreiche Gewerkschaften. Wenn es z.B. IG-Metall ist 
solltest du die 44k schon kriegen. Ich bin erst mit Elektrotechnik 
fertig geworden und meine Mitstudierenden liegen zwischen 38 k und 54 k 
@ 40 h. Wobei die 54 k schon abartig viel sind, für nen 
Berufseinsteiger.

Autor: Blubb (Gast)
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Das Ganze spielt sich im Ruhrgebiet ab. Programmiererfahrung habe ich, 
durch Tätigkeiten als Werkstudent.

Autor: Gast (Gast)
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> Das Ganze spielt sich im Ruhrgebiet ab. Programmiererfahrung habe ich,
> durch Tätigkeiten als Werkstudent.

Im Pott solltest du mit dem Gehalt erst recht mehr als zufrieden sein!

Autor: Blubb (Gast)
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Hallo,

nun habe ich ein Angebot der Firma:

Probezeit (6 Monate) : 35.000,- Euro
Monat 7 - 12 : 37.000,- Euro
Monat 12 - 24 : 39.000,- Euro.
Ab Monat 24 : 41.000,- Euro


Das liegt natürlich schon weit unter den von mir angepeilten 44.000 €. 
Andererseits sehr kurzer Weg zur Arbeit, anscheinend sehr gutes Klima 
und letzendlich besser als Arbeitslos nach der Uni.

Was würdet ihr tun? Evtl einen Gegenvorschlag bzgl des Lohns 
unterbreiten?

Danke!

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Kannst ja versuchen 35/38/41/44 k Euro vorzuschlagen. Mit dem dezenten 
Hinweis, dass 44k Euro nach zwei Jahren durchaus nicht sinnlos 
übertrieben ist ;-) Ob sie drauf eingehen ist die andere Frage. Gutes 
Betriebsklima, kurzer Weg klingt ja mal schon sehr vernünftig.

Autor: Oi (Gast)
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> Das Ganze spielt sich im Ruhrgebiet ab. Programmiererfahrung habe ich,
> durch Tätigkeiten als Werkstudent.

Als Softwareentwickler kannst du in Deutschland auch 100k kriegen - 
aber nicht als ambitionsloser Programmierer. Mit ein paar Taetigkeiten 
als Werkstudent bist du fern ab von ersterem und wirst dich am Anfang 
mit Gehaeltern begnuegen muessen, wie sie Fachinformatiker kriegen - du 
hast die naechsten 2-3 Jahre praktisch noch nicht ausgelernt.

Autor: Blubb (Gast)
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Hallo Mark,

danke für Deine Antwort. Wie schätzt du das Angebot grundsätzlich ein? 
Habe ich einfach eine unrealistische Vorstellung mit meinen 44k und 
unnötig enttäuscht?

Grüße

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Oi schrieb:
> Als Softwareentwickler kannst du in Deutschland auch 100k kriegen -
> aber nicht als ambitionsloser Programmierer.

Diese Unterscheidung ist eher akademisch; man trifft sie häufig bei 
denjenigen Uni-Professoren an, die noch nie in ihrem Leben in einer 
Firma an einem richtigen Software-Projekt mitgearbeitet haben. ;-)

Blubb schrieb:
> danke für Deine Antwort. Wie schätzt du das Angebot grundsätzlich ein?
> Habe ich einfach eine unrealistische Vorstellung mit meinen 44k und
> unnötig enttäuscht?

Das kommt nicht zuletzt drauf an, in welcher Branche man ist und welche 
Größe die Firma hat. Für eine "kleine Klitsche" ;) wäre das Angebot gar 
nicht so übel.

Außerdem kannst Du nach zwei, drei Jahren immer noch die Firma wechseln 
und eine Gehaltssteigerung erreichen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Blubb schrieb:
> Hallo,
>
> nun habe ich ein Angebot der Firma:
>
> Probezeit (6 Monate) : 35.000,- Euro
> Monat 7 - 12 : 37.000,- Euro
> Monat 12 - 24 : 39.000,- Euro.
> Ab Monat 24 : 41.000,- Euro

Na da haben Sie Dich ja ganz schoen gelinkt :D Nichtmal ansatzweise das, 
was Du gefordert hast ;)

> Das liegt natürlich schon weit unter den von mir angepeilten 44.000 €.
> Andererseits sehr kurzer Weg zur Arbeit, anscheinend sehr gutes Klima
> und letzendlich besser als Arbeitslos nach der Uni.

Ganz ehrlich? Fuer 37k wuerd ich's an Deiner Stelle nicht machen. Aber 
gut das musst Du ja selber wissen... 40k muessen drinnen sein.

Autor: Blubb (Gast)
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Hallo Mark,

ja, das ist kein großer Konzern.
Eine Frage ist - ist es eine Sackgasse, oder macht es Sinn als Absolvent 
auch unter dem Wunschgehalt zu arbeiten und dann beispielsweise nach 2 
Jahren zu wechseln? Immerhin hat man in der Zeit Berufserfahrung 
gesammelt und kann ggf. etwas mehr Lohn verlangen.

Oder ist es vielleicht doch besser noch zu warten und sich weiter zu 
bewerben? Wie würdet ihr euch in dieser Situation verhalten?

Danke!

Autor: Oi (Gast)
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> Diese Unterscheidung ist eher akademisch; man trifft sie häufig bei
> denjenigen Uni-Professoren an, die sowieso noch nie in ihrem Leben an
> einem richtigen Software-Projekt mitgearbeitet haben. ;-)

Vieleicht solltest du mal weniger oberflaechlich lesen. Der Unterschied 
zwischen Jemandem, der sich fuer seinen Bereich engagiert und dort vor 
und waehrend dem Studium aktiv Erfahrungen sammelt und Jemandem, der 
sein Studium absitzt und wegen der Kohle noch ein bisschen in seinem 
Bereich jobbt, ist gewaltig.

Deswegen hat der Eine das Zeug zum kreativen, eigenstaendigen Entwickler 
und der andere eben nur zum (Aus-)Programmierer, der tut, was er gesagt 
bekommt. Und das erklaert auch schnell mal den Faktor Unterschied bei 
Produktivitaet und Gehalt.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Blubb schrieb:
> Hallo Mark,
>
> ja, das ist kein großer Konzern.
> Eine Frage ist - ist es eine Sackgasse, oder macht es Sinn als Absolvent
> auch unter dem Wunschgehalt zu arbeiten und dann beispielsweise nach 2
> Jahren zu wechseln?

Macht auf jeden Fall Sinn.

> Immerhin hat man in der Zeit Berufserfahrung
> gesammelt und kann ggf. etwas mehr Lohn verlangen.

Nicht nur gegebenenfalls. Bei einem Wechsel wären dann in der Regel so 
10 bis 20 Prozent mehr Gehalt drin.

> Oder ist es vielleicht doch besser noch zu warten und sich weiter zu
> bewerben? Wie würdet ihr euch in dieser Situation verhalten?

Da die Arbeitsmarktsituation im Moment eher bescheiden ist, könnte das 
Dein Plan sein:

1.) Diesen Job annehmen und ihn gut machen.
2.) Wenn es wieder Jobs in Hülle und Fülle gibt :-) einfach aus dem 
aktuellen Job heraus bewerben. Wenn ein besseres Angebot da ist, 
annehmen. Wenn nicht, bleibt man eben bei dem was man hat. Solche 
Notwendigkeiten wie Miete, Altersvorsorge, Versicherungen, ... sind halt 
doch nicht ganz von der Hand zu weisen.

> am Anfang mit Gehaeltern begnuegen muessen, wie sie Fachinformatiker
> kriegen

So wenige Worte, so viel Unsinn.

Autor: Blubb (Gast)
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Hallo,

die haben auf meinen Vorschlag reagiert und nun liegen wir bei

> Probezeit (6 Monate) : 35.000,- Euro
> Monat 7 - 12 : 37.000,- Euro

> Monat 12 - 24 : 40.000,- Euro.
> Ab Monat 24 : 42.000,- Euro

Ich werde das Angebot annehmen. Vielen Dank für die Ratschläge hier

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Genau, so würd ich es auch machen. Und nach 2 Jahren BE, ggf früher je 
nach WirtLage, neu verhandeln oder was neues suchen - dann mit Erfahrung 
ganz andere Möglichkeiten. Und es bewahrt uns vor weiteren Alg1 und 
Schlitzestemmerdiskussionen hier...

In NRW kriegte man 07/08 man auch kaum mehr. In BaWü näherte man sich 
aber den "abartigen 54k" :)

Klaus.

Autor: Oi (Gast)
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> Nicht nur gegebenenfalls. Bei einem Wechsel wären dann in der Regel so
> 10 bis 20 Prozent mehr Gehalt drin.

Diese Behauptung ist natuerlich voellig absurd. Wie soll denn das auch 
gehen? Irgendwann ist man an der Decke und das ziemlich schnell.

> So wenige Worte, so viel Unsinn.

Du produzierst hier mit Abstand (seit wodim weg ist) die meissten 
Stusspostings.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Oi schrieb:
>> Nicht nur gegebenenfalls. Bei einem Wechsel wären dann in der Regel so
>> 10 bis 20 Prozent mehr Gehalt drin.
>
> Diese Behauptung ist natuerlich voellig absurd. Wie soll denn das auch
> gehen? Irgendwann ist man an der Decke und das ziemlich schnell.

Natürlich kann man nicht andauernd den Job wechseln, was sich jeder 
halbwegs intelligente Mensch wohl selbst denken kann. Innerhalb der 
üblichen und sinnvollen Zeiträume jedoch gilt diese Faustregel durchaus.

Quelle:
http://www.springer.com/engineering/book/978-3-540-23495-1

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