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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Infrarot Datenübertragung. > 20m. Wenig Streulicht erwünscht. Gefährdung Augenlicht?


Autor: Waldemar F. (wally)
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Hallo liebe Leute.

Diesmal habe ich enige Fragen zu Infrarot (IR), IR-Laser (-Klassen) und 
Verträglichkeit des Auges.

Vorhaben:
Ich möchte gelegentlich ein paar Byte per IR Licht mit einem 
Mikrocontroller (uC) (Sender) an einen Empfänger übertragen.

Anforderungen:
- Der Abstand zwischen Sender und Empfänger sollte am besten über 20m 
liegen.
- Wenig Streuung des Strahls vom Sender aus. Also wenn ca. 20cm (am 
liebsten nur 5cm) neben einem Empfänger noch ein Empfänger ist, sollte 
dieser nicht reagieren. Eine Adressierung der Empfänger ist doof, weil 
die gleichen Daten gesendet werden sollen und man nie weiß welcher 
Empfänger gerade kommt.
- Man soll nicht blind werden falls man es mal ins Auge bekommt bzw. mal 
bei > 1m Entfernung in den Laser schaut (Wie z.B. bei einer Fernseher- / 
Radiofernbedinung)

Genaueres:
Ich habe schon einige IR LEDn im Netz gefunden. Alle haben 
unterschiedliche mW Angaben usw.. Bei manchen IR Laser stehen sogar 
Laser-Klassen dabei. Beim nachschlagen der Bedeutung dieser Klassen 
musste ich feststellen, dass es dem Auge schadet. Bei weiterem 
Recherchieren musste ich lesen, dass es einfach möglich ist einen 
leistungsstarken IR Laser zu bauen und damit in wenigen Sekunden Leute 
blind zu machen. Die "Opfer" spüren angeblich einen Stich und sind 
danach blind. Dies würde ich gerne vermeiden wenn ich mit dem IR Zeug 
rumbastle. Worauf muss ich achten? Vielleicht auf die max. mW? Oder gibt 
es eine einfache Methode die Intensität zu messen um zu erfahren, dass 
es ungefährlich für das Auge ist? Kann ich überhaupt eine solche 
Entfernung (>20m) erreichen ohne die Intensität auf ein 
augenschädigendes Maß zu erhöhen?

Ich habe mir überlegt um die Streuung zu vermeiden entweder einen 
fertigen Laser zu nehmen (15€ - 20€) oder mir einfach eine IR LED zu 
nehmen, ne kleine Linse davor mit nem nahen Brennpunkt, LED in den 
Brennpunkt und zack kommen die Lichtstrahlen fast Parallel aus der 
Linse. Das das nicht einfach einzustellen ist glaube ich gerne. Vor 
allem verstellt es sich womöglich mit der Zeit durch Wärmeeinfluss usw.. 
Was würdet ihr machen?

Hat schon jemand Erfahrung mit Datenübertragung per IR gemacht? Auf 
wieviel Meter seid ihr gekommen mit welchen Dioden? Wie würdet ihr eine 
Streuung des Lichtes vermeiden (umso kleiner umso besser)? Bis zu 
welcher Leistung habt ihr die LEDn betrieben und konntet unbeschadet ins 
Licht schauen? Findet man irgendwo Informationen darüber was die Grenzen 
der IR Belastbarkeit des Auges sind? Da fällt mir gerade ein (wenig mit 
meinem Vorhaben zu tun): Was ist wenn 2 Sender in ein Auge strahlen. 
Damit beide Strahlen positiv interferieren muss es schon viel glück 
haben - oder? Gibt es klare Brillen die IR- (und meinetwegen auch UV-) 
Strahlen wegfiltern?


Erstmal Danke, dass ihr bis hierher gelesen habt. Weiteren Dank für die 
Hilfestellung und das Teilen eurer Informationen mit mir :D


Viele Grüße
Waldemar Fech

Autor: Mathias O. (m-obi)
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Als eins kann ich schonmal sagen, Infrarot ist für das menschliche Auge 
ohne Hilfsmittel NICHT sichtbar. Also keine Augengefährdung.

[Hinweis eines Moderators]
23.07.2009 Rufus t. Firefly

Diese Aussage ist gefährlicher Unsinn.

Autor: Waldemar F. (wally)
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Huhu.
Genau das dachte ich mir auch. Aber wurde durch viele Quellen des 
anderen belehrt. UV und Gamma Strahlen sieht man auch nicht ... 
schädigen aber bekannter Weise auch unheimlich ... Habe sogar im Netz 
irgendwo eine Diskussion darüber gefunden, dass IR LEDn unter das 
Waffengesetz fallen sollen (verrückte aber verständliche Forderung) weil 
diese unsichtbaren Strahlen jemanden Blind machen können und der Täter 
sich in großer Entfernung unbemerkt aus dem Staub machen kann.

Ich verstehe auch nicht wirklich wie das funktionieren soll. Denn unser 
Auge hat keine Rezeptoren um Elektromagnetische Wellen mit dieser 
Wellenlänge zu "sehen". Dennoch ist die Strahlung vorhanden (wie man 
leicht mit einer Kammera (Handy) feststellen kann).
Doch anderer Seits funktioniert z.B. der Laser im CD-Laufwerk auch mit 
IR. Ebenso viele Kassen usw. und da steht auch, dass man nicht 
reinschauen soll - wohl berechtigt.

Dennoch vielen Dank für deine Antwort. Ich bin gespannt was sonst noch 
kommt :)

Bitte teste es nicht in ein IR Laser (mit einer Reichweite von >20m) 
hineinzuschauen um mir das Gegenteil zu beweisen.

Grüße
Waldemar

Edit:
Hier ist ein Beitrag aus dem Forum der genau das bestätigt was ich 
sagte:
Beitrag "Re: Reichweite von Infrarotlicht/Laser berechnen"

Autor: Daniel (Gast)
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Die Schädigung kommt wohl durch die hohe Intensität zustande.
(grosse Leistung auf sehr kleine Fläche) Damit kann man nicht
nur Auge schädigen, sondern auch Haut verbrennen ;)
Mit diesen Spektrum "sehen können" hat das absolut nichts zu tun.

Vom Basteln würde ich abraten, denn es braucht nur einmal zu passieren.
Reflexion etc. muss man auch bedenken. Ich glaube für jeden
Spektrum gibt es eine Laserschutzbrille, die würde ich dir auch
empfehlen. Besonders wenn du den Brennpunkt suchst, kannst du
unbeabsichtigt den Strahl woanders hinlenken.

Autor: Waldemar F. (wally)
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Huhu Daniel,

es ist richtig, dass die Schädigung durch die Intensität auftrifft und 
nicht durch das Spektrum. Das habe ich auch nicht gesagt.

Ich glaube die Lösung bezüglich der schädlichen Intensität ist 
folgendermaßen anzusetzen:

Wenn man eine normale IR LED nimmt, diese ab und zu in Betrieb hat (wie 
eine Fernbedienung), damit dann, sagen wir aus 10-20cm ins Auge 
leuchtet, dann passiert "nichts" (schädliches). Denn die LED hat einen 
bestimmten Strahlungswinkel, sagen wir 60°. Somit strahlt nur ein sehr 
geringer Teil der ursprünglichen Intensität gerade aus. Also kommen in 
diesem Abstand (wie in jedem anderen) ein Teil parallele Strahlen ins 
Auge. Somit ist es Möglich eine IR LED mit sagen wir 500mA kurzzeitig zu 
betreiben und bei 10-20cm Abstand keinen Schaden zu nehmen. Denn es 
kommt quasi nur ein Bruchteil des gestrahlten Lichtes parallel am Auge 
an und erzeugt im Brennpunkt des Auges auf der Netzhaut nicht genug 
Wärme um diese zu schädigen.
Würde man um die selbe LED eine Sammellinse anbringen und dann das Licht 
z.B. mit einer weiteren Linse zum parallel-strahlen bringen, so würde 
die gesamte Intensität der LED parallel auf das Auge treffen und eine 
hohe Energie im Brennpunkt des Auges in Wärme umsetzen => man schädigt 
sein Auge.
Man könnte aber auch folgendes machen: Man nimmt eine IR LED mit 
Sammellinse und meinetwegen einer weiteren um das Licht schön parallel 
zu machen. Dieser gibt man allerdings nicht mehr 500mA sondern nur noch 
4mA (habe gerade keine Ahnung ob das zum Strahlen reicht). Somit hat man 
(vielleicht / müsste man nachrechnen) die gleiche Intensität in dem 
parallelen Licht wie zuvor bei 10-20cm ohne Linse. Somit hätte man einen 
ungefährlichen Laser der allerdings wahrscheinlich trotzdem nur die 
gleiche Reichweite besitzt wie die IR LED ohne Linse, allerdings 
verbraucht dieser viel weniger Strom da nicht sinnlos Licht in alle 
Richtungen gesendet wird.
Ich frage mich eben bis zu welcher Intensität man gehen darf.



Bezüglich dieses Problem fällt mir ein Stichwort ein: Lasergame. Das ist 
eine Art Paintball, nur wird nicht mit Farbkugeln (Gelatine + 
Lebensmittelfarbe) geschossen sondern mit "Laser". Man schießt sich also 
mit IR Licht ab. Meist hat man auch einen sichtbaren Laserpointer 
montiert damit der schütze besser sehen kann wohin er geschossen hat. Es 
wird dennoch ein IR Signal gesendet damit die Weste des Gegners erkennt 
wer ihn getroffen hat usw. um später Auswertungen zu machen.
Diese Waffen, ausgestückt mit IR ?Laser?, "schießen" in der Tat auf 
mehrere Meter. 20-50m sind da locker drin. Ich wüsste nur zugern wie die 
das machen. Denn ich kann mit Gewissheit sagen, dass es nicht wie eine 
Fernbedienung funktioniert wo es reicht in die nähe zu zielen. Es ist 
tatsächlich nur ein Streuungsradius von max 10cm vorhanden.
Aber die Feldanbieter die ebenfalls diese Waffen zur Verfügung stellen 
müssen doch damit rechnen, dass mal oder öfter ein IR Strahl das Auge 
trifft. Das macht mich jetzt extrem neugierig.

Denn umso länger ich darüber nachdenke umso mehr passt dieses Modell zu 
meinen Vorstellungen:
- Ab und zu einige Byte übertragen
- > 20m Reichweite
- nicht schädigend für das Auge (?)
- Man weiß nie welcher Empfänger kommt (Sender sendet immer das gleiche)

Ich hoffe, dass ich meine Problemstellung anhand dieses Beispieles 
nochmal deutlicher machen konnte.
Also: neues Ziel zum leichter merken: Lasergame nachbauen.

Danke für den wertvollen Hinweis mir von dem selber basteln abzuraten. 
Sowas kann sprichwörtlich ins Auge gehen. Was hällst du von der Idee 
eine Art LED-Vorrichtung zu machen und die Linse erst mit einem 
sichtbaren Licht einzustellen? Brennpunkt sichen ist eigentlich nicht 
sooo schwer. Man schaltet das Licht ein, setzt die Linse davor und lässt 
den erzeugten Strahl z.B. an die Wand leuchten. Durch vor und 
zurückbewegen wird der Kreis ander Wand größer und kleiner, da wo er am 
kleinsten ist ist der Brennpunkt. Farbige LED raus, IR rein, nochmal mit 
Digitalkammera an die Wand schauen, notfalls korrigieren. Mit etwas 
Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein kann ich mir gut vorstellen, dass 
soetwas machbar ist. Andere Variante: Eine Art Röhrchen nehmen, Schlitz 
rein, Linse in den Schlitz, IR LED ins Röhrchen, Strom an die LED, mit 
Digicam an der Wand den Kreis beobachten und die LED vor bzw. 
zurückschieben (im Röhrchen), wenn fertig einfach mit Klebeband oder 
sonstwie justieren.
Dann fällt mir jetzt sogar eine Methode ein um eine ungefährliche 
Strahlung einzustellen. Man nimmt eben eine Fernbedinung usw. wovon man 
weiß, dass es ungefährlich ist, leuchtet in ein Empfänger und misst 
(irgendwie) die Intensität. Dann nimmt man das Röhrchen mit der IR-LED 
und leuchtet in den selben Empfänger, durch herabsetzen des Stromes kann 
man die Intensität des "Laser"s ebenfalls runtersetzen und auf 
ungefährlich einstellen :)


Grüße und erstmal gute Nacht - bis Morgen (Heute)
Waldemar

Autor: F. V. (coors)
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Intensitaet hin oder her, der springende Punkt ist, dass das Gewebe das 
Licht absorbieren kann. Dadurch wird viel Energie an das Gewebe 
uebertragen, wodurch der Schaden entsteht.

Wer mehr wissen will kann einfach mal nach Nd:YAG Laserunfaellen 
googlen, das ist Licht mit der Wellenlaenge 1064nm, also IR. Gibt da 
viele grausige Unfaelle zu, da die Laser in nahezu jeder Uni benutzt 
werden.

Generell ist alles schlecht fuer dich, was nicht ohne Absorption oder 
Streuung durch dich und dein Gewebe kann unabhaengig davon, was es fuer 
ne Wellenlaenge ist.

Daher wuerde ich die Finger von IR Lasern lassen, solange du dich nicht 
100%ig informiert hast. Falls du es dennoch machen willst solltest du 
versuchen durch geschicktes Pulsen des Signals die Intensitaet so gering 
wie nur moeglich zu halten.

Ne gute Informationsquelle sind auch die Laser-Klassen, wo eine 
klassifizierung der potentiellen gefahren direkt mit erklaert wird.


Davon angesehen kannst du Laser nicht beliebig "dimmen", da ein 
bestimmter Threshold erreicht werden muss, wodurch du ne minimale 
Ausgangsleistung hast. Informiere dich also erst und kauf dir dann das 
passende Equipment.


Hoffe das raeumt alle Zweifel aus. Was du vorhast kann im wahrsten Sinne 
ins Auge gehen.

Autor: Michael (Gast)
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>20m ist aber ein seeeeeehr dehnbarer Begriff!!
Meinst Du also um 20m +-2m oder geht es auch um 50 oder 100 oder gar 
noch mehr Meter??

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Als eins kann ich schonmal sagen, Infrarot ist für das menschliche Auge
> ohne Hilfsmittel NICHT sichtbar. Also keine Augengefährdung.
Dass man den IR-Strahl nicht sieht macht IR-Laser so abartig 
gefährlich. Da reicht dann schon die Laserklasse 1 aus, um verblitzte 
Augen zu bekommen (wie wenn man in die Sonne geschaut hätte).
Siehe Abschnitt Laserklassen in http://de.wikipedia.org/wiki/Laser

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Mathias O. (m-obi)

>Als eins kann ich schonmal sagen, Infrarot ist für das menschliche Auge
>ohne Hilfsmittel NICHT sichtbar. Also keine Augengefährdung.

Komsche Logik. Was ich nicht sehe tut nicht weh. UV ist auch unsichtbar, 
genauso wie Röntgenstahrung etc. . . .

Autor: Gast (Gast)
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Sinnloser Post, da schon längst addressiert. Aber manche müssen eben 
nicht lesen, man kann froh sein, wenn Sie ein Zitat+Einzeilergemisch 
ablassen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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In den letzten beiden DUBUS-Heften http://www.dubus.org/ war ein Artikel 
von australischen Funkamateuren, die mit zusammengerechnet 60 Watt an 
Leistungs-Leuchtdioden über Lichtstreuung an Wolken Entferungen über 200 
km überbrückt haben.
Sie betonen, dass die Vorschriften der Luftfahrtbehörde in der Nähe von 
Flughäfen nicht mehr eingehalten würden.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Du solltest keinen Laser einer anderen Klasse als 1(M) benutzen.
Die Geschichte mit der Adressierung durch Bündelung solltest du auch 
überdenken, schließlich kann es immer zu (ungewollten) Reflexionen 
kommen.
20m sollten mit einem IR-LED-Array erreichbar sein, wenn man mit einer 
Trägerfrequenz arbeitet... Der Betrieb wird aber bei extremen 
Sonnenschein schwieriger.

Autor: IR-Gast (Gast)
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Hallo!

Ich hatte mal beruflich mit einem ähnlichen Projekt zu tun. Allerdings 
war dort die Anforderung, eine Übertragung über kürzere Distanzen (bis 
5m) im diffusen Gesamtumfeld. Bei einer Punktbündelung sollten aber eine 
vergleichbare Intensität ausreichen.

Generell ist zu sagen:
1. Auch bei IR-LEDs ist die entsprechende Laserschutzverordnung 
einzuhalten. Auch da können punktuelle Intensitäten erreicht werden, die 
das AUGE schädigen können (z.B. Verblitzen).

2. Um eine Adressierung der Empfänger, sprich ein geeignetes Protokoll 
wird man nicht herumkommen, wenn nicht eine Glasfaser direkt zum 
Empfänger führt. Die Streuung ist bei Freifeldübertragung immer gegeben. 
Fehlempfang ist somit immer da, wenn die Empfänger so nahe beisammen 
sind.

3. Störungen durch Fremdlicht (Sonne, Lampen, ... = konstante 
Einstrahlung) können durch angepasste optische Filter und Detektion auf 
dynamische Änderung vermindert, bzw. ausgeschlossen werden. 
Üblicherweise sendet man mit einer bestimmten Modulation (z.B. 
Taktfrequenz) und nur diese wird als gültig akzeptiert. Gleichanteile 
durch Hochpässe herausfiltern.

4. Als Anregung könnte das dienen
http://ronja.twibright.com/
LAN-Anbindung weglassen und eigenes Protokoll verwenden. Dann könnte es 
gehen. Bei bedarf auch mehr abspecken.

Vielleicht konnte ich mit diesen Anregungen weiterhelfen.

MfG

Autor: Peter (Gast)
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Also funktionieren tut so etwas bei uns ca. 30m. IR-Fernsteuerung einer 
Baumaschine. Im Sender sind mehrere IR-Dioden verschalten.

Autor: Waldemar F. (wally)
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Gute Morgen :D

Danke für die vielen Beiträge. Eure Argumente sind alle einsehbar. 
Dennoch halte ich an dem Beispiel Lasergame fest. Da beschießen sich 
spieler auf mehrere Meter 10-30m. Die Waffen sind "sehr" genau (auf 10m 
vielleicht eine Streuung von 10cm). Wenn also 2 Gegner nebeneinander 
stehen, sagen wir ein Abstand von 30cm haben, wird nur der eine 
getroffen, der andere nicht. Soweit ich das richtig verstanden habe gibt 
es sensoren auf den Schultern und der Brust, in Leipzig (da wird 
Lasergame angeboten) tragen die Spieler sogar Stirnbänder mit 
Empfängern. Wie kann dieses perfekte Beispiel für meine Anforderungen 
funktionieren, die Laserbestimmungen in Deutschland erfüllen (ist 
erlaubt, nicht illegal, nicht schädlich) und arbeitet mit IR.

Bezüglich dieses Beispieles bin ich mir sicher, dass *keine 
Adressierung* der Empfänger stattfindet. Da die Waffe schließlich nicht 
weiß wen sie trifft.
Es ist selbstverständlich, dass die IR Diode nicht dauerhaft leuchtet 
sondern Pulse sendet. Dies erhöht garantiert die Reichweite, da 
kurzzeitig mehr Strom durch die Diode gejagt wird, und ist 
ungefährlich weil es sich hier bei der Übertragung um mikro Sekunden 
handelt.
Außerdem werden viele dieser Spiele bei Tageslicht durchgeführt. Somit 
kommen die ohne Störung durch Fremdlicht zurecht. Verständlich, da ein 
kleines Protokoll die Übertragung regelt. Nur logische Bitfolgen 
werden erfasst.

@ STK500-Besitzer
Wie weit können Laser der Klasse 1 M senden? Laut google und Wiki 
scheinen diese Laser in der Klasse für das Auge ungefährlich.
mit wievielen LEDs im Array kann / sollte ich rechnen? Ist dies dann 
immernoch ungefährlich? Über extremen Sonnenschein mache ich mir keine 
Sorgen. Man kann den Empfänger ja in ein schwarzes Röhrchen schieben 
womit man mit dem IR genau rein treffen müsste. Einige Lasergame anlagen 
besitzen übrigens schwarze Wände um Reflektionen zu vermeiden.

@ Peter
Sind diese IR Strahlen ungefährlich? Ich schätze, dass es unheimlich 
gestreut wird, damit man nicht exakt auf den Empfänger der Baumaschine 
zielen muss. Weißt du welche und vielleicht sogar wieviele IR-Dioden 
verwendet wurden? Kam eine Linse zum Einsatz?

@ Michael
Ich mache mich an der > 20m Marke nicht fest. Umso weiter umso besser. 
Hauptsache es bleibt ungefährlich.

@ F. V. (coors)
Erstmal danke für dein ausführlichen Beitrag. Leider sind noch nicht 
alle Zweifel beseitigt. Alles was du sagtest ist richtung und nur 
deswegen lasse ich noch die Finger von IR-Dioden die ich mit ner Linse 
bündle.
Ich denke immernoch über mein Argument nach. Wenn eine normale IR-Diode 
ungefährlich ist (siehe Ferbedienung und die vielen Posts hier im 
Forum), nahezu in alle Richtungen leuchtet, so kann ich doch einfach ein 
Sensor nehmen und mich mal im Raum bewegen. An unterschiedlichen Stellen 
wird die Intensität eben höher und geringer. Der Aufbau der Diode lässt 
vermuten, dass die meißte Intensität des ausgestrahlten Lichtes direkt 
vor der Diode ist und mit zunehmendem Abstand abnimmt (Streuung), da die 
Lichstrahlen nicht parallel aus der IR-Diode kommen. Doch unmittelbar 
vor der IR-Diode sind diese Strahlen nahezu parallel. Im Abstand von 
10-20cm von der Diode sind immernoch (zwar weniger) nahezu parallele 
Strahlen vorhanden. Wenn ich nun mit meinem Sensor, sei es mittels 
Spannungsabfall oder sonst was, bei diesem Abstand die Intensität 
feststelle, an dieser Stelle eine Linse anbringe die diese noch nahezu 
parallelen Strahlen bricht und weiterhin mit einem viel kleinerem 
Streuungswinkel weiterführt, so würde ich bei einem größeren Abstand, 
sagen wir einige Meter, die gleiche Intensität messen (wenn die Luft 
nicht wäre (Streuung durch Atome in der Luft)).
Dann könnte ich doch einfach schon früher eine Linse vor die Diode 
setzen, diese aber schwächer leuchten lassen, so dass die gleiche 
Intensität am Empfänger ankommt. Somit spare ich mir sinnloses 
abstrahlen in alle Richtungen und Strom. Selbstverständlich kann man die 
LED nicht beliebig dimmen, ich dachte ich hätte dies auch irgendwo 
erwähnt. Dennoch könnte man sicher durch irgend ein Abdunkeln (hier 
meine ich die IR Wellenlängen) der Linse oder sonstwas ein Dimmen 
erzwingen und mittels mehr oder weniger Strom feineinstellungen machen. 
Notfalls eine "schlechtere" Diode nehmen. Allerdings mache ich mir 
darüber keine Sorgen da sowieso mehrere IR-Dioden (Array) nötig sind um 
überhaupt eine einigermaßen große Reichweite zu erreichen. Man könnte 
also (vielleicht) sagen, dass man sagen wir 5 IR-Dioden in einem Array 
womöglich durch eine IR-Diode mit Linse ersetzen könnte, wenn man (wie 
von mir gewünscht) nur einen bestimmten Punkt anvisieren möchte.
Hast du immernoch einige Hinweise für mich oder stimmt etwas an meinen 
Aussagen nicht? Dann lass es mich bitte wissen :)



Also wenn jemand Erfahrungen mit der Funktionsweise von Lasergame 
gemacht hat oder weiß wie diese funktioniert, wäre ich äußerst an diesen 
interessiert. Ich habe übrigens dem Lasergame Verein in Leipzig eine 
Anfrage gestellt über die ungefährdung des Auges sowie die Streuung. 
Hoffentlich gibt da engagierte Mitglieder die sich die Zeit nehmen um 
mir zu antworten.


Viele Grüße
Waldemar

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Man kann den Empfänger ja in ein schwarzes Röhrchen schieben
>womit man mit dem IR genau rein treffen müsste.

Wenn du den Sender auch noch in ein Röhrchen verpackst, dann bist du auf 
der sicheren Seite.

Autor: Fralla (Gast)
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Mich würde interessieren welcher Laser bei Duellsimulatur verwendet 
wird. Wird bei Östereichischen Bundesheer und auch bei der Bundeswehr 
eingesetzt. (Vermutlich in vielen anderen Armeen auch)

Da beschießt man sich mit einem Infrarot Laserstrahl der über mehrere 
hundert Meter Entfernung. Als Panzergrendadier wurde ich von einem 
Leopard mit dem Bord MG getroffen werden (ca 500m Entfernung). Es werden 
dabei auch die Identitätsnummer des Schützen, Waffen- und Munitionsart 
übertragen. Danch kan man auswerten wer wenn wann, wo und womit auf 
welche Entfernung getroffen hat. Jedoch muss man keine Schutzbrille oder 
ähnliches tragen.

Wie funktioinieren dieses Teile? Extrem kurze Impulse? Eine gewisse 
Energie muss bei diesen Entferungen ja dahinter sein...

MFG

Autor: Waldemar F. (wally)
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Hallo Leute.

@ Fralla
ja das würde mich auch interessieren. Wahrscheinlich ein sehr ähnliches 
System.


Ich habe mir übrigens noch folgendes überlegt:
Man baut zwischen Diode und Transistor (zum schalten der Diode) einen 
Kondensator in Reihe und erzeugt somit einen Hochpass. So wäre 
sichergestellt, dass nur schnelle Schaltvorgänge (Datenübertragung) die 
Diode zum Leuchten bringen würde und kein versehentlicher Kurzschluss 
oder eine Fehlfunktion des uC oder des Transistors der die Diode 
dauerhaft zum leuchten bringen würde.
Was haltet ihr davon? Wie groß / klein müsste ich die Kapazität des 
Kondensators ansetzen und welche Art von Kondensator sollte ich 
benutzen? Wie kann man das berechnen? Natürlich ist es abhängig von der 
Schaltzeit, ich weiß allerdings nicht wie schnell man den Transistor 
ansteuern könnte bzw. wie schnell die Diode reagieren kann. Aber der 
Kondensator kann ja etwas größer dimensioniert sein um wirklich nur bei 
Kurzschlüssen / Dauerstrom eine Sicherheitsfunktion zu übernehmen. Ich 
wüsste nur gerne wie klein schon zu klein ist ... wären 0,47 uF zu 
wenig? Habe kein Oszi und kann somit keine Zeiten messen :S ...


Grüße
Waldemar

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