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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Umfrage: alle glücklichen Ings. bitte hier melden


Autor: MINTMAN (Gast)
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Ich bin bald Ing. und happy damit! Wer ist noch von seinem Beruf 
überzeugt und warum?

Meine Argumente:

- interessante Tätigkeit
- hohes Gehalt
- viele freie Arbeitsplaetze
- Beruf mit Zukunft

Autor: P. S. (Gast)
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MINTMAN schrieb:
> Ich bin bald Ing. und happy damit! Wer ist noch von seinem Beruf
> überzeugt und warum?

Was heisst denn hier noch, du bist es doch noch gar nicht.

Autor: <> (Gast)
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Ja. ich bin immer noch happy damit. Als Superbimbo kann ich mir fast 
alles erlauben, ausser allenfalls das Gehalt zu verdoppeln. Termine 
beliebig ueberziehen... Spezifikationen eigenmaechtig aendern, ... und 
am schluss wenn's laeuft sind trotzdem alle happy.

Autor: the boogieman (Gast)
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Ich würde lieber am Fließband stehen, Schichten schieben und nur die 
Hälfte verdienen wollen.

Autor: WTF? (Gast)
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...ist denn ein Superbimbo? Ein Affe?

Autor: Stasi Oberst a.D. (Gast)
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Es scheint mir MINT ist ein VDI-Spitzel, der hier gute Laune verbreiten 
soll.

Autor: Gast (Gast)
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Ich bin auch glücklich mit meinem Leben und Beruf als Ing.
habe monatlich knapp über 3000 Euro Netto zur Verfügung(ledig und 30 
Jahre jung) und jährlich fast 2 Monate Urlaub.. dazu interessante 
berufliche Aufgaben.. keine WE-Arbeit.. keine Überstunden..
Ich glaube, dass ich mit diesen Eigenschaften zu den glücklichsten und 
wohlhabendesten 1% der Bevölkerung gehöre..
In welcher Berufsgruppe ist es möglich im Alter 30 diesen Zustand zu 
erreichen.. ? Also wir lassen mal Sportler, Schauspieler ,Politiker und 
CEO ähnliche Leute mal draußen.. von denen gibt es in der ganzen 
Bevölkerung prozentual gesehen sowieso nicht so viele..
Also dann..

Ärzte ? (viel Stressig und mit 30 noch nicht mal Facharzt)
Piloten ? (vielleicht ja.. aber wieder viel mit "Reisen" verbunden.. 
also kein "ruhiges" Leben)
Anwälte ? (wieder viel Stressig und "trockene" Arbeit ohne Kreativität.. 
aber finanziell durchaus vergleichbar.. )

Also Leute.. als Ing ist man gar nicht so schlecht gestellt wenn man 
überdurchschnittliche Leistung vorzeigt.. Kopf hoch..

Autor: John Michael Dorian (Gast)
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>> ...ledig und 30 Jahre jung...

>> ...mit diesen Eigenschaften zu den glücklichsten und wohlhabendesten...

wohlhabend ja, aber wirkich glücklich?

Autor: Jay (Gast)
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Wieso ist der Ingenieursberuf kreativ? Ist doch auch nur Schema F.

Autor: the boogieman (Gast)
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Jay wrote:
> Ist doch auch nur Schema F.

Joar, wenn man bei Siemens arbeitet...

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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> (ledig und 30 Jahre jung)

Wird als Ingenieur auch die nächsten 30 Jahre so bleiben.

Viel Spass mit deinem Geld!

Autor: Dingsda (Gast)
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>> (ledig und 30 Jahre jung)
>Wird als Ingenieur auch die nächsten 30 Jahre so bleiben.

Wenn er mit 60 noch 30 Jahre jung ist, wäre doch super.

Autor: jo (Gast)
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Ja ja, immer alles kaputt reden ihr vollspasten..., so ne drepresiven 
spasti ings würde ich auch nicht einstellen...

Autor: Gast (Gast)
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Leute.. ihr macht überhaupt keinen Sinn..
mit 60 noch 30 Jahre jung.. bla bla.. also
bitte ein wenig sinnvolle Beiträge..

Also der einzige Kritikpunkt ist, dass ich ledig bin oder was ?
Wenn oben genanntes Profil verheiratet und 3500 Netto wäre(Steuerklasse 
Änderung ;) ), hättet ihr
nix zu sagen oder was ? verstehe nicht..
Glaubt ihr, dass es direkt so heißt, dass man Frauenlos ist wenn
man "ledig" ist oder wie ? also mach bitte ein wenig Sinn mit
euren Kommentaren.. Danke..

Autor: holger (Gast)
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@ Gast

>Glaubt ihr, dass es direkt so heißt, dass man Frauenlos ist wenn
>man "ledig" ist oder wie ? also mach bitte ein wenig Sinn mit
>euren Kommentaren.. Danke..

Du bist kein Ing.

Autor: Harald (Gast)
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Ich bin schon lange Ing. und inzwischen nicht mehr happy damit!

Meine Argumente:

- langweilige Tätigkeit
- mickriges Gehalt Gehalt
- keine freien Arbeitsplaetze
- Beruf ohne Zukunft


Bin halt bei Siemens.

Autor: holger (Gast)
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@Harald
>Ich bin schon lange Ing. und inzwischen nicht mehr happy damit!

Ich auch nicht. Suche noch nen Partner für ne Frittenbude.
Hat mehr Zukunft als als Ing. zu arbeiten. Interesse?

Autor: lol (Gast)
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lol, ihr habt doch alle burn out aber werdet doch Berufsschullehrer ist 
auf jedn fall ein entspannter beruf.

Autor: Jankey (Gast)
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bin 25, Ing, und total glücklich mit meinem Beruf, beste Idee meines 
Lebens in die Handyentwicklung einzusteigen :-)

Autor: holger (Gast)
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>bin 25, Ing, und total glücklich mit meinem Beruf, beste Idee meines
>Lebens in die Handyentwicklung einzusteigen :-)

Was machst du da? Das Tastenlayout?

Autor: Dan (Gast)
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Ich bin 24 und hab gerade für 2000 Netto angefangen. Kanns nur 
bestätigen, was der Vorredner meinte, war die beste Entscheidung, ich 
entwickle am Airbus mit.

Autor: Jo (Gast)
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Berufsanfänger mit 2.000 € netto

Ich hab vor 20 Jahren angefangen - gleiche Tarifgruppe unterstellt würde 
ich jetzt 2.080 € netto verdienen. Somit hat sich seit dem nichts 
verändert.

3.000 € netto mit ein paar Jahren BE: nicht schlecht!
Entspricht ca. 65k brutto (St-Kl. I).
Tätigkeit?
Wo?
Bei wem?

Autor: Jo (Gast)
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Zieleinkommen (Median, brutto) sollte sein:

BE 0  40-45k

BE 5  60k

BE 10 70k

BE 20 80k

Auch ein gutes Einkommen kann glücklich machen. :-)

Autor: Junkie (Gast)
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Da studier ich lieber Chemie.
Wenn ich mit dem Job/Gehalt unglücklich bin, kann ich mir immernoch 
Zeugs kochen, das mich glücklich macht.

Autor: Gast (Gast)
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hallo

der Ing kann ein kreativer Beruf sein , wenn man nicht
gerade ein Angestellter in einer Firma ist .

Geld macht nicht glücklich , es beruhigt nur ungemein.

Wieweit die "Weibsleut" glücklich machen - nun wir
haben auch schon eine Scheidungsquote von annähernd 50%
tendenz steigend.

In summa betrachtet war es ein Fehler sowas zu studieren
und das zum Beruf machen zu wollen.

Da die Wirtschaft mindestens 8 Jahre braucht um wieder
auf das letzjährige Niveau zu gelangen ist absehbar, daß
der typische Ingenieur bis dahin längst wieder entsorgt
wurde. Denkt dran, ab 35 ist man verrostet in dem Metier.

Autor: Gast (Gast)
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> Ich würde lieber am Fließband stehen, Schichten schieben und nur die
> Hälfte verdienen wollen.

Mach doch. Das kann jeder haben.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Hallo,
ich wuerde wieder das gleiche Ing.-Studium waehlen.
War eigentlich schon seit meinem 8. L.-Jahr klar, wo ich mit 
Schaltkreisen rumbastelte. Meine Oma besorgte mir die 4,5V 
Flachbatterien.

Ich habe mich nicht von der Frage leiten lassen, was wird gesucht, wo 
hat man viel Chancen, sondern was interessiert mich.

Arbeitsmaessig schaut es jetzt schlecht aus, das gibt mir viel Zeit fuer 
eigene Basteleien.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Gast schrieb:

> der Ing kann ein kreativer Beruf sein , wenn man nicht
> gerade ein Angestellter in einer Firma ist .

Zumindest kann ich das als hinreichend bejahen :-)

> Geld macht nicht glücklich , es beruhigt nur ungemein.

Etwas Geld für die Grundbedürfnisse sicherlich - alles darüberhinaus ist 
unwichtig.

> Wieweit die "Weibsleut" glücklich machen - nun wir
> haben auch schon eine Scheidungsquote von annähernd 50%
> tendenz steigend.

Mein Weib ist sehr zufrieden - zumal ich als "Heimarbeiter" immer bei 
ihr sein kann.

> In summa betrachtet war es ein Fehler sowas zu studieren
> und das zum Beruf machen zu wollen.

Sehe ich vollkommen anders - und nu? :-)

> Denkt dran, ab 35 ist man verrostet in dem Metier.

Bei mir (jetzt 38) ging es eigentlich ab 35 erst so richtig los.
Anscheinend wird man erst im "Alter" so richtig kreativ :-)

Chris D.

Autor: Auchglücklich (Gast)
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Ich bin fast 40 und hab es auch nie bereut! Verdiene fast 6000 NETTO als 
Vertriebsingenieur. Also Leute, studiert Naturwissenschaften und wenn 
ihr fleissig seid könnt ihr euch auch mal nen Porsche leisten ;)

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Verdiene fast 6000 NETTO als Vertriebsingenieur. Also Leute, studiert 
>Naturwissenschaften und wenn ihr fleissig seid könnt ihr euch auch mal nen 
>Porsche leisten ;)

Wer was in der Hose hat, braucht keine Porsche... ;)

Autor: Auchglücklich (Gast)
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Mein Johnny ist so lang, da brauch ich den Porsche, damit die 
Beschleunigung stimmt^^

Autor: bitte mehr ! (Gast)
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>Mein Johnny ist so lang, da brauch ich den Porsche, damit die
>Beschleunigung stimmt^^

Deinen Sprüchen nach bist Du wahrscheinlich tatsächich 
Vertriebsingenieur.

Autor: Bach (Gast)
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>>Mein Johnny ist so lang, da brauch ich den Porsche, damit die
>>Beschleunigung stimmt^^

>Deinen Sprüchen nach bist Du wahrscheinlich tatsächich
>Vertriebsingenieur.

BWLer...

Autor: Lümmel (Gast)
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ich mach die Kohle mit Aktien in einem Jahr , was du in 10 Jahren an 
Aufträgen aquirierst.

Autor: Christian R. (supachris)
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Also ich bin mit meinem Job glücklich. Hab 2,5 Jahre BE und leite 
inzwischen ein kleines Team von Hardware-Entwicklern in einem Fraunhofer 
Institut. Die Arbeit macht Spaß und ist interessant. Immer was neues, es 
wird nie langweilig. Dazu die Möglichkeit, immer das allerneueste zu 
benutzen. Exzellente Messtechnik und Geräteausstattung. Nur selten mal 
Terminstress, viel Krativität und nahezu völlige Freiheit bei der 
Entwicklung. Von dem Geld wird man sicher kein Millionär, es ist aber 
viel mehr, als man zum Leben braucht. In 2 Wochen heirate ich, wir haben 
eine schöne Wohnung, ein Auto, was bezahlt ist, eine hohe Sparquote und 
können als Doppelverdiener sehr gut leben. Ich glaub, das könnte ich 
einige Jahre aushalten. Manchmal nervt die Politik im Institut etwas, 
aber irgendwas ist ja immer. E-Technik zu studieren, was die beste 
Entscheidung meines Lebens bisher und mein Fraunhofer-Job ein 
Glücksgriff.

Autor: Harald aus Erlangen (Gast)
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Zum Thema glücklich kann ich noch ein Beispiel von heute beisteuern:

In der Kantine hatten wir heute den Plausch über die Projekt und 
Kostensituation, dabei war ein Neuer, der seit ein paar Wochen als 
Experte im Team ist. Er kommt von einem Dienstleister, bei dem er 
offenbar das erste mal angestellt ist - keine Ahnung, was er vorher 
gemacht hat. Der jammert den ganzen Tag, wie schlecht er dort wegkommt, 
haben ihn offenbar ziemlich über den Tisch gezogen, mit 
Gehaltsveranschlagung, weil sie wegen so einem Kurzprojekt kein 
Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zahlen, so kommt er mit eimem Gehalt im 
unteren Drittel weg.

Der ist so demotiviert, dass er schon während der Arbeitszeit offen 
surft und angekündigt hat, nach seinem Ausstieg (Projektende ist DEZ) 
sofort zur Konkurrenz zu rennen, um wieder als Berater tätig zu werden. 
Na Mahlzeit! Die Geschäftsleitung stellt keinen ein, nimmt nur externe 
und die lernen hier das neueste Knowhow und schleppen es hinterher zur 
Konkurrenz. Im Prinzip müsste man diese Leute nur im Keller arbeiten 
lassen, damit sie nichts mitkriegen, anderweitig beschäftigen oder 
besser gleich nach hause schicken, weil der Schaden grösser ist, als der 
Nutzen.

Von einem anderen war noch die Rede, der sitzt so fest im Sattel, dass 
er sich alles erlauben kann und man kann ihm nicht kündigen, weil er der 
einzige verbliebene ist, der sich noch mit einem alten System auskennt. 
Der kommt kaum noch zur Arbeit, hat lauter Fehlstunden und macht immer 
krank. Er rückt auch sein Wissen nicht raus, macht er einfach so. Aber 
er kann sich es leisten.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Harald aus Erlangen schrieb:

> Von einem anderen war noch die Rede, der sitzt so fest im Sattel, dass
> er sich alles erlauben kann und man kann ihm nicht kündigen, weil er der
> einzige verbliebene ist, der sich noch mit einem alten System auskennt.
> Der kommt kaum noch zur Arbeit, hat lauter Fehlstunden und macht immer
> krank. Er rückt auch sein Wissen nicht raus, macht er einfach so. Aber
> er kann sich es leisten.

Womit eine wichtige Erkenntnis sich wieder mal bestätigt:

Wissen ist Macht

Und noch besser ist es, wenn man Wissen besitzt, das kein anderer hat 
:-)
Das führt dann zu der Frage an alle Jammerer:

Welches unentbehrliches Wissen habt ihr? Was ist Euer 
Alleinstellungsmerkmal?

Chris D.

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo,

der Thread macht ja mal wieder ein wenig Mut - scheint es ja doch noch 
einige Ingenieure zu geben, die glücklich sind und ihre Wahl nicht 
bereuen. Es ist schon traurig, wie depressiv einige hier ihre Lage als 
Ingenieur schildern. Das Problem ist aber nicht die gewählte 
Fachrichtung, das Problem ist ihre Einstellung  und ihr Auftritt 
gegenüber anderen ... das verwechseln sie leider .. und sind unfähig, 
dies zu analysieren.

Merke: Der Empfängerhorizont entscheidet (über die eigene Karriere), 
nicht die eigene Lebensansicht und das eigene Gerechtigkeitsgefühl.

Wer das kapiert hat (und über Fähigkeiten verfügt und auch will!), macht 
sogar (fast zwangsläufig) Karriere. Es gibt gar keinen Grund, in einer 
kapitalistsisch ausgerichteten Gesellschaft Menschen mit Fähigkeiten und 
Willen, das Geld und den Erfolg zu verweigern, der Ihnen entsprechend 
Ihrer Leistung zusteht. Nur durch motivierte Menschen, kannn das Kapital 
seinen eigenen Wert steigern! Das weiß das Kapital sehr wohl und 
"belohnt" entsprechend.

Aber zurück zum Kern:

Ich kann - heute - und erst recht zukünftig - jedem jungen Menschen, der 
eine Technik Begabung besitzt ... und auch den Intellekt, ein 
wissenschaftliches Studium mit guten Noten in kurzer Zeit zu 
absolvieren, nur empfehlen, ein Ingenieurstudium zu wählen:

Die (technischen) Probleme, die auf die Weltbevölkerung in der näheren 
Zukunft noch zu kommen werden, schaffen für Ingenieure lebenslange 
krisensichere Arbeitsplätze! Im Moment sorgen sich die Menschen noch um 
die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise (da mögen die BWLer und 
Wirtschaftsjuristen noch vorrangig gefragt sein), in einigen Jahren 
werden die Menschen sich (beispielsweise) um ihre (sichere) 
Energieversorgung sorgen ... - jeden Tag auf's Neue, da werden 
händeringend fähige Ingenieure gesucht werden, weil Technik zur 
wirklichen Überlebensfrage wird! Momentan kann sich ja noch keiner 
wirklich vorstellen, dass Strom einmal rationiert werden wird ... und 
Benzin nicht mehr aus der Zapfsäule fliesst ...! ... wir leben halt 
immer noch in einer glücklichen Zeit - trotz aller Probleme.

Und welcher Politiker hat schon Interesse, die Dinge beim Namen zu 
nennen ... Nach der Wahl ist vor der Wahl .... Immmer!

Was meine Person angeht: Mir hat das Ingenieurstdium (und ein 
angeschlossenes Wirtschaftsstudium) zu einer Karriere bis hin zum 
Geschäftsführer (vor ca. 15 Jahren) verholfen (bin jetzt im 25. 
Berufsjahr).

Mein Gehalt möchte ich hier nicht nennen - das wäre nicht angemessen, es 
ist aber sicherlich bei weitem nicht so hoch wie das von Herrn Dr. 
Ackermann oder Herrn Dr. Wiedeking - es reicht aber dennoch reichlich, 
um uns ein wohlhabendes, (geld-)sorgenfreies Leben zu gestalten.

Den Kontostand meines Girokontos kenne ich (meist) nicht, ich nehme aber 
an, dass es wie immer 5- stellig im Plus ist - immer um ca. ein oder 
zwei Netto- Monatsgehälter.

Meine Frau arbeitet nicht, kümmert sich um unsere Familie (und natürlich 
um mich - Danke, liebe Frau) und ist damit der wesentliche Rückhalt für 
unsere! Karriere, ohne sie wären wir nicht da wo wir heute stehen - SIE 
schaut übrigends auch auf den Kontostand und legt das Geld ab einer 
gewissen Grenze an ... *-) !

Wir haben keine Gütertrennung vereinbart ... das ist für mich eine 
Ehrensache ... es ist eben UNSERE Karriere. Sie verlässt sich auf mich, 
ich mich auf Sie - das muss so fundiert sein wie das Grundgesetz, sonst 
klappt's nicht im Leben. Und wir sind beide zum zweiten Mal verheiratet 
... wir haben da schon eine gewisse Lebenserfahrung, wie es nicht 
funktioniert.

Unser einziges Kind wird demnächst in den USA studieren ... und wir 
können uns den berühmten Pool mit 2 Autos > 300 PS in der Doppelgarage 
leisten und fahren jedes Jahr 2 Wochen zum Skiing in die Rockys ...! 
Auch dieses Klischee stimmt.

Alles das mit einem Ingenieurstudium und sogar mit einer Fachrichtung 
(Maschinenbau), die ich witzigerweise beruflich gar nicht mehr im Kern 
vertrete. Ich führe heute ein Industrieunternehmen, das sich vorrangig 
mit Software und Elektronik (und ein wenig Maschinenbau) als weltweiter 
Marktplayer bewegt und in einigen Regionen nach Umsatz Marktführer ist - 
studiert habe ich Maschinenbau - an einer TU.

Resumee: Studium ist ein MUSS - schnell und mit gutem Abschluss!

Zweitstudium (WiWi) ist äusserst hilfreich - Promotion ebenfalls, beides 
zusätzlich braucht man nicht.

Die Fachrichtung ist (eher) unwichtig - habe im Maschinenbau (fachlich!) 
nie gearbeitet. Wichtig ist heute, dass ich technisch interdisziplinär 
bin. Elektronik und Software ist mein privates Hobby .. da bin ich 
technisch mittlerweile (als Autodidakt) genauso fit wie die studierten 
Fachleute. Genau diese technische Fachrichtung brauche ich aber 
witzigerweise primär in meinem Job - nicht den studierten Maschinenbau!

Resumee: Auch das Ingenierstudium ist eine solide Basis, um 
(Geld-)sorgenfrei und vielleicht sogar glücklich zu leben. Und es wird 
dieses in der Zukunft mehr als jedes andere Studium garantieren!

Es geht dabei auch gar nicht um den kurzfristigen Erfolg und um den 
Spitzenverdienst: Wer im Alter von (zukünftig 70 Jahren) den 
Summenstrich bei seiner Pensionierung zieht und dann immer noch gesund 
ist, eine Familie hat und durchghend (einen) Job(s) in seinem Leben 
hatte, der gehört mit Sicherheit zu den glücklichsten Menschen seiner 
Generation. Danach gilt es zu streben. Das Ingenieurstudium macht's mit 
Sichehrheit möglich. Und wer darin scheitert, wird vielleicht auch in 
anderen Fachrichtungen scheitern (siehe meine Einleitung oben).

Viel Erfolg Euch allen - von einem glücklichen Ingenieur, der sofort 
wieder Ingenieur werden würde!

Autor: Weissbier (Gast)
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>Das führt dann zu der Frage an alle Jammerer:

>Welches unentbehrliches Wissen habt ihr? Was ist Euer
>Alleinstellungsmerkmal?

>Chris D.

Entschuldigung, aber selten so eine dümmliche Frage gelesen.
Was hat das eine mit dem Anderen zu tun? Bei 80 Mill Menschen kann nicht
jeder ein fachliches "Alleinstellungsmerkmal" lol haben.

Autor: Weissbier (Gast)
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>Das Problem ist aber nicht die gewählte
>Fachrichtung, das Problem ist ihre Einstellung  und ihr Auftritt
>gegenüber anderen ... das verwechseln sie leider .. und sind unfähig,
>dies zu analysieren.


Blödsinn! Wenn es keine Jobs gibt oder die Jobs beschi**en bezahlt 
werden hilft mir auch das beste Auftreten nicht. Typische Schönrederei. 
Jeder Kommentar zwecklos.

Autor: Weissbier (Gast)
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>Ich führe heute ein Industrieunternehmen, das sich vorrangig
>mit Software und Elektronik (und ein wenig Maschinenbau) als weltweiter
>Marktplayer bewegt und in einigen Regionen nach Umsatz Marktführer ist -
>studiert habe ich Maschinenbau - an einer TU.

Na super, dann bist Du ja ein typischer Ingenieur und weisst genau wie 
die Lage im Land ist! Vllt. solltest mal ne Woche Praktikum bei nem 
Sklavenhaendler machen, um den Bodenkontakt wiederzugewinnen?!

Autor: Weissbier (Gast)
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> jeden Tag auf's Neue, da werden
> händeringend fähige Ingenieure gesucht werden, weil Technik zur
> wirklichen Überlebensfrage wird!

oh mein gott, reine propaganda!

Autor: Panzer H. (panzer1)
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John Schmitz schrieb:
> Merke: Der Empfängerhorizont entscheidet (über die eigene Karriere),
> nicht die eigene Lebensansicht und das eigene Gerechtigkeitsgefühl.
>
> Wer das kapiert hat (und über Fähigkeiten verfügt und auch will!), macht
> sogar (fast zwangsläufig) Karriere. Es gibt gar keinen Grund, in einer
> kapitalistsisch ausgerichteten Gesellschaft Menschen mit Fähigkeiten und
> Willen, das Geld und den Erfolg zu verweigern, der Ihnen entsprechend
> Ihrer Leistung zusteht. Nur durch motivierte Menschen, kannn das Kapital
> seinen eigenen Wert steigern! Das weiß das Kapital sehr wohl und
> "belohnt" entsprechend.

Hm, auch der Kapitalismus wird von Menschen gemacht, also hängt es zu 
einem nicht unerheblichen Tel vom (Wohl)wollen dieser Spezies ab, was 
man selbst wird.
Richtig, der Empfängerhorizont entscheidet auch, aber muss man sich bis 
zur Unkenntlichkeit verbiegen, damit man positiv wahrgenommen wird? ;-)

Autor: Dana (Gast)
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Denke auch diese Ansichten sind schön idealistisch aber heute absolut 
realitätsfern

Autor: John Schmitz (student)
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Panzer H. schrieb:
> John Schmitz schrieb:
>> Merke: Der Empfängerhorizont entscheidet (über die eigene Karriere),
>> nicht die eigene Lebensansicht und das eigene Gerechtigkeitsgefühl.
>>
>> Wer das kapiert hat (und über Fähigkeiten verfügt und auch will!), macht
>> sogar (fast zwangsläufig) Karriere. Es gibt gar keinen Grund, in einer
>> kapitalistsisch ausgerichteten Gesellschaft Menschen mit Fähigkeiten und
>> Willen, das Geld und den Erfolg zu verweigern, der Ihnen entsprechend
>> Ihrer Leistung zusteht. Nur durch motivierte Menschen, kannn das Kapital
>> seinen eigenen Wert steigern! Das weiß das Kapital sehr wohl und
>> "belohnt" entsprechend.
>
> Hm, auch der Kapitalismus wird von Menschen gemacht, also hängt es zu
> einem nicht unerheblichen Tel vom (Wohl)wollen dieser Spezies ab, was
> man selbst wird.
> Richtig, der Empfängerhorizont entscheidet auch, aber muss man sich bis
> zur Unkenntlichkeit verbiegen, damit man positiv wahrgenommen wird? ;-)

Kann schon sein - wage ich nicht zu bestreiten!
Ich für meine Person habe immer versucht dabei authentisch zu bleiben. 
Das hat mir in einer Station den Rauswurf bescherrt ...! Das muss man 
dann aber auch ohne Grollen abkönnen ... ich habe mich darüber 
jedenfalls nicht öffentlich beschwert, sondern gelernt, wann ich wann 
etwas sage.
Deshalb bin ich aber noch lange nicht die berühmte Fahne im Wind. Das 
kann man sich als Führungsperson schon gar nicht leisten ... sonst 
"führt" man nämlich nicht! Man muß halt die entsprechende Balance finden 
- das ist die Kunst.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Weissbier schrieb:

> Entschuldigung, aber selten so eine dümmliche Frage gelesen.

Sie ist nicht dümmlich - aus dieser Reaktion sehe ich, dass Du sie Dir 
nur noch nie gestellt hast.

> Was hat das eine mit dem Anderen zu tun? Bei 80 Mill Menschen kann nicht
> jeder ein fachliches "Alleinstellungsmerkmal" lol haben.

Aber sicher geht das - und es reicht ja meist schon, wenn es nur einige 
wenige gibt, die das Merkmal haben. Exklusivität ist natürlich noch 
besser :-)

Aber dafür müssten die Leute, die jammern, endlich mal anfangen, sich 
und ihre Situation zu analysieren, anstatt zu jammern.

Ins Leid zu fallen und auf andere neidisch zu sein ändert exakt 
nichts.

Der einzige, bei dem man sofort und umfassend etwas ändern kann, ist 
man selbst.

Aber man muss das eben auch wirklich wollen und sich selbst eben auch 
unangenehme Fragen stellen und ehrlich beantworten.

In diesem Sinne,
Chris D. (freut sich jeden Morgen sehr auf sein Büro/Labor/Werkstatt)

Autor: John Schmitz (student)
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Weissbier schrieb:
>>Ich führe heute ein Industrieunternehmen, das sich vorrangig
>>mit Software und Elektronik (und ein wenig Maschinenbau) als weltweiter
>>Marktplayer bewegt und in einigen Regionen nach Umsatz Marktführer ist -
>>studiert habe ich Maschinenbau - an einer TU.
>
> Na super, dann bist Du ja ein typischer Ingenieur und weisst genau wie
> die Lage im Land ist! Vllt. solltest mal ne Woche Praktikum bei nem
> Sklavenhaendler machen, um den Bodenkontakt wiederzugewinnen?!

Exakt - die Lage im Land kennt man recht gut, wenn man auf dem 
Leuchtturm in die Ferne (360°) schaut - jedenfalls sieht man weiter, als 
wenn man (noch) an seiner Eingangstür steht!

Das meine ich jetzt ohne Provokationsabsicht, sondern damit will ich nur 
sagen,ich sehe ja Tag ein - Tag aus die Marketingflyer dieser 
"Sklavenhändler" in der Personalabteilung. Unser Personalchef weiß ein 
Lied davon zu singen.

Personal von "Sklavenhändlern" stellen wir nicht ein - aus Prinzip 
nicht. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Ein ganz einfacher Grund: Die Marge, die diese Leute einstecken teile 
ich lieber zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf. "Sklavenhändler" 
sind nur eine Ausgeburt einer falschen Wirtschaftspolitik / 
Sozialpolitik, die einige Leute fälschlicherweise (meist die 
"Besserwisser") in den letzten Jahren gewählt haben, weil sie glauben, 
dadurch eine grössere soziale Sicherheit zu erlangen.

Das Gegenteil ist der Fall: In einer globalen Wirtschaft gibt es kein 
soziales Netz ... auch wenn es sich jeder wünscht! Unsere Mitbewerber 
kommen aus China und Sükorea, ....! Schwimmen lernen ist angesagt - für 
jeden von uns!

Wenn wir (als Firma) nicht das bessere Preisleistungsverhältnis bieten, 
dann kaufen unsere Kunden nicht bei uns (gilt auch für auch die 
deutschen Kunden !!!) ... und unsere Mitarbeiter müssen ebenfalls zum 
"Sklavenhändler", weil wir Insolvenz anmelden mussten!

GENAU SO HERUM - UND NUR SO HERUM dreht sich unsere Erde nach Milliarden 
von Jahren - und nicht andersherum.

Und solange diese Besserwisser keinen festen Bezugspunkt im All gefunden 
haben, um die Drehrichtung der Erde endlich in die andere Richtung zu 
pushen, so lange wird das so bleiben ...!

Bin ich fest überzeugt von - als Ingenieur - hat man mir an der Uni so 
beigebracht - da war ich noch ungläubig ... und so erlebe ich es leider 
seit 25 Jahren im Job!

Autor: John Schmitz (student)
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Ein (weiteres) kleines Beispiel - warum man auch als Ingenieur 
"schwimmen lernen" muß:

http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,638918,00.html

(Wetten, dass Mercedes bald folgt ...?!)

Zwei gute Studienfreunde von mir (beide 50J. - gutsituiert, ~ 150K€ 
Brutto Jahreseinkommen) arbeiten in der Motorenentwicklung bei BMW und 
Mercedes in leitender Funktion ... in sogenannter !"Sozialer Sicherheit" 
im Großkonzern - eben bei den ersten Markenunternehmen in dieser Welt!

Zukünftig werden diese Art von Motoren keine Käufer mehr finden ... ! 
Darum steigt BMW konsequenterweise aus!

Was heisst das für meine Freunde (... und das nicht erst jetzt):

Meine Freunde haben seit ca. zwei Jahren  7/24h die Angst im Kopf!
Die Automobilkonzerne stehen mit dem Rücken an der Wand ... 
Verbrennungsmotoren in der heutigen Form sind out (und damit diese Art 
der Autos auch!).  Und beide haben in den letzten 25 Jahren 
(un-)glücklicherweise nicht anderes gemacht, als Verbrennungsmotoren zur 
absolut technischen Perfektion getrieben - eine grandiose Leistung! Ich 
habe ehrlich sehr großen Respekt vor ihnen!

Was nun? Meine Freunde haben ihr Leben lang Motorentwicklung betrieben - 
25 Jahre durchgängig in Treue (oder Naivität) beim gleichen Arbeitgeber 
- auch - wie sie heute zugeben, weil es so schön bequem war ...! Am 
Wochenende immer Testwagen zum Nulltarif etc. ...! Glückliche 
Ingenieure! Wie oft habe ich sie (... in jungen Jahren darum beneidet, 
als ich mir diese Autos noch nicht selbst leisten konnte ...).

Heute beissen sie sich sonst wohin, dass sie nicht einmal in 25 Jahren 
die Branche gewechselt haben und hoffen, dass ihre Arbeitgeber noch 
mindestens 10 Jahre (am besten 15 Jahre) mit der Verbrennungstechnologie 
durchhalten ...!

Was ich damit sagen will: Der Mensch (auch der Ingenieur) neigt dazu, in 
Trägheit zu verharren ... ! Das kann sich einmal rächen!

Und Glück ist immer relativ ...! Die Kunst ist es, sein Glück (verteilt) 
bis an die Rente zu "erschwimmen" ... und um dann auch noch in der 
Rentenzeit glücklich zu sein - und die kann sehr lang werden.

Dazu gehört auch, alle 5 - 10 Jahre einmal den AG - besser sogar die 
Branche - zu wechseln - möglichst von sich aus (mit Umzug etc.) ...!

Und ein Umzug macht (temporär) gar nicht glücklich ... das kann ich 
sagen!
Ich selbst bin etliche Jahre zwischen Familie und Job gependelt - 
Wochenend-Ehe ...! Sehr glücklich war ich in DIESEN Jahren überhaupt 
nicht!

Aber ich habe immer gekämpft, um wieder ein Stück glücklicher zu werden 
...! Und das Kämpfen hält mich lebendig ... so wie einen das "Schwimmen" 
lebendig hält. Und - so meine ich- es hat sich gelohnt (jedenfalls bis 
heute, mal sehen was die Zukunft noch bringt ...)

Das Problem der Ingenieure, die sich beklagen, ist kein fachspezifisches 
Problem:

Es ist ein Problem diser globalen Welt (aller Menschen), so wie die 
Dinosaurier auch zu ihrer Zeit ein Problem hatten - leider mit 
tragischem Ausgang!

Die Ingenieure an sich haben dabei immer noch die besten Chancen, Ihr 
Glück dennoch zu machen ... aber man muss sich "bücken" ... und das kann 
sehr, sehr sehr unbequem sein - auch mit jahrelangen starken 
(seelischen) Schmerzen! Es ist viel leichter, diese Schmerzen zu 
ertragen, wenn man sie bekämpft, anstelle sich fortwährned hierüber 
lautstark zu beklagen, dadurch werden sie nicht weniger!

Und wenn ich die ungelernten Arbeiter in unserer Produktion sehe, die 
für 13,-- Euro Brutto arbeiten, was sollen die erst sagen ....?

Schlaumeier, der mir jetzt vorschlägt, warum ich ihnen nicht einfach 
26,-- Euro zahle, um sie ein wenig glücklicher zu machen ...! An mir 
soll's nicht liegen, fürchte nur, nach einigen Monaten sind sie noch 
unglücklicher - und ich dazu, weil ich mir auch einen neuen Job suchen 
muss!

Das ist die "Leuchtturm Realität"!

Autor: Jay (Gast)
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@John SChmitz

Ein Bekannter meinte mal, dass der Sklavenhändler etwa das das doppelte 
seines Bruttoeinkommens kassiert. Lohnt sich das für die Unternehmen 
überhaupt??

Autor: KUG Gast (Gast)
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Glücklich als Ing. durch mehr Nettostundenlohn bei weniger Arbeit...

</Ironie>
Ich habe eine gute Möglichkeit gefunden meinen Nettostundenlohn in 
dieser Krise zu steigern: Kurzarbeit!

z.B.:
*Nettostundenlohn regulär 10Eur/h
*durch KUG um 45% reduzierte Arbeit
*verheiratet mit Kind

=> 5.50Eur/h_red vom Arbeitgeber + 4.50Eur/h_red * 67% vom Arbeitsamt = 
8.52Eur/h_red

h_red (reduzierte Stunde):da die Stunde nun um 45% auf 33min reduziert 
ist ergibt das h=60/33*h_red

=> 8.52Eur*1.82/h = 15.51Eur/h (!!Steigerung um über 50%!!) und das mit 
45% weniger arbeiten, das ist doch was  ;P
</Ironie>

Autor: John Schmitz (student)
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Jay schrieb:
> @John SChmitz
>
> Ein Bekannter meinte mal, dass der Sklavenhändler etwa das das doppelte
> seines Bruttoeinkommens kassiert. Lohnt sich das für die Unternehmen
> überhaupt??

Das Doppelte nicht ganz - aber 70% - 80% kenne ich sehr wohl.

Die gängigen Überlegungen, die für den Sklavenhändler sprechen lauten 
immer wie folgt:

(Im folgenden ist mit Mitarbeiter geschlechtsunspezifisch immer (m/w) 
gemeint)

1. Wenn der (neue) Mitarbeiter eine "Pflaume" ist, werde ich ihn "mit 
einem Telefonanruf beim Sklavenhändler" auf Tagesbasis sofort wieder 
los, ohne großartige direkte Lohnfortzahlungs- und Sozialkosten (die 
"Angstkosten" eines jeden Unternehmens)

2. Niemand weiss, wie die Produktionsauslastung in der nahen Zukunft 
aussieht (allgemeines Problem des Welthandels).
Mit Leiharbeitern kann man sich ohne "Folgekosten" und ohne Betriebsrat! 
sofort an die neue Auslastungssituation anpassen. Insbesondere bei 
ungelernten Tätigkeiten.

3. Wenn der Mitarbeiter gut ist, kann ich ihn ja übernehmen, also 
Probezeit ist ja auch inbegriffen - sorgloses Testen über unbegrenzte 
Zeitdauer ...! Super!

In Summe: Der Manager - geplagt von allen tagtäglichen Sorgen - ist 
diese (nicht unerhebliche Sorge !!!) im Tagesgeschäft los ... und er 
kann sich auf die "wichtigen" Dinge konzentrieren. Das ist ihm (zu)viel 
Geld wert.

Und zudem: Nur ein ganz kleiner Prozentsatz - bezogen auf die 
Unternehmensgrösse) - in höherwertigen Positionen - wird über 
Sklavenhändler besetzt - wegen zu langer Einarbeitungszeiten ...!

Wie schon gesagt, ich denke anders:

In der Tat sind stehen die höheren Kosten in keinem Verhältnis zum 
Nutzen (immer die Notfallsituation ausgenommen)!

Ich stelle lediglich befristet ein (muß man sich aber juristisch sehr 
gut auskennen), viele Befristungen haben Formmängel und die befristeten 
Verträge sind per Gesetz (geschätzt >25%) von Anfang an unbefristete 
Verträge - weiss nur keiner.

Die befristeten Mitarbeiter erkennen das meist gar nicht ... genauso 
viele Arbeitgeber ebenfalls nicht - also eine Pattsituation ;-) ! Gilt 
insbesondere für Verlängerungen ...!

Am liebsten wären mir, 4 Wochen Kündigungszeit - ohne Betriebsrat (der 
kann ja ernsthaft sowieso nicht viel ausrichten) und ich habe die Ruhe, 
der Mitarbeiter bleibt immer schön fleissig, weil er weiß, dass er um 
seinen Job ein Leben lang besorgt sein muss. Der Job gewinnt eine neue 
Wichtigkeit, daruch wird aber der Mitarbeiter nicht unglücklicher ... 
auch wenn es keiner glaubt. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und 
gewinnt Vertrauen in seine eigene Leistungsfähigkeit.

Das klingt total hart - aber - warum sollte ich denn einen Mitarbeiter 
kündigen, wenn ich ihn brauche (Stichwort Leistungsträger) ?????? Ich 
muss ja erst einmal einen besseren finden. Den jetzigen Mitarbeiter 
kenne ich mit allen Stärken und Schwächen. Wer weiss, was danach kommt.

Da denkt keiner drüber nach, alle denken nur an die "böse" 
Kündigungssituation.

Und in diesem Forum fühlt sich doch wohl jeder, der über die 
Ungerechtigkeit des Arbeitsmarktes meckert als Leistungsträger - oder 
nicht ??? Also - warum die Angst?

UND: Wenn die Gesetzgebung so aufgelockert wäre, dann würde der 
gekündigte Mitarbeiter auch sofort wieder einen Job finden, weil kein 
neuer Arbeitgeber Angst vor einer zu langen Bindung hat.

Ca. 5% unserer Stellen im Unternehmen besetze ich nicht, weil ich 
"Angst" vor den "Langzeitkosten" aus einer kapazitiven Überbesetzung 
habe. Lieber lasse ich Überstunden "kloppen" und stelle lediglich 
befristet ein ...!

Wie hoch ist die momentane Arbeitslosenquote in Deutschland ???

----------------------------------------------------------------

Ihr könnt mich auslachen - aber:

Ich habe meinem Arbeitgeber (der Gesellschafterversammlung) eine 
Probezeit von 5 !!! Jahren (mit einer Kündigungsfrist 3 Monate zum 
Monatsende) angeboten - die haben erst gedacht, ich sei verrückt ... und 
wolle sie auf den Arm nehmen!

Konnte sie nur beruhigen, in dem ich sagte, ein Geschäftsführer hat doch 
ein Leben lang Probezeit - nicht wahr?

Dann haben sie sich mit ernster Miene innerlich gefreut - toll - keine 
Abfindung an den GF wenn es hart wird, haben aber meine (relativ hohe) 
Gehaltsforderung im Gegenzug geschluckt (gutes Gefühl bei ihnen - Risiko 
minimiert).

Nach einem Jahr haben sie mir "überraschend" einen 3 - Jahresvertrag 
angeboten (soziale Sicherheit für mich und meine Familie ... Nachtigall, 
ich hör Dir trapsen ...) - habe ich abgelehnt, dafür mehr Geld verlangt 
- und habe ihnen erklärt, wie toll es doch für sie sei, im Krisenfall 
keine Abfindung zahlen zu müssen (betretenes Schweigen ...). 
Zähneknirschend haben sie das Gehalt erhöht.

Heute denken die Gesellschafter, hoffentlich ist der GF "glücklich" und 
haut uns nicht ab ... und sie lassen mich in Ruhe meinen Job machen weil 
sie Angst davor haben, sich einen neuen GF suchen zu müssen, wenn sie 
mir auf den Wecker gehen. Ich kann also relativ frei agieren! Idealfall 
für den GF!

Ist doch lustig - oder nicht ???

Ich wäre nicht so entspannt (glücklich), wenn ich ab dem 2. Jahr 
permanent über meine Vertragsverlängerung nach 3 Jahren nachdenken 
müsste ....!

Das ganze gilt nicht nur für Geschäftsführer ...! Da sollte man in Ruhe 
mal ohne Emotionen drüber nachdenken!

In Summe (über > 5 Jahre) kostet die Gesellschafter meine Taktik mehr 
...!

Aber aus meiner Sicht hätte ich NICHT mehr Sicherheit mit einem 3- 
JahresVertrag ... der muss ja immer wieder verlängert werden. Und 
psychologisch ist die Hürde für den Neuabschluß immer wieder höher - 
gegen mich. Aber eine Kündigung schiebt man immer wieder hinaus ... man 
weiss ja gar nicht, ob man einen besseren GF (zum gleichen Preis) 
findet.

Und Ausprobieren funzt nicht ... frühestens nach einem Jahr weiss man, 
ob der neue GF was taugt .... dann können aber schon Millionen den Bach 
runter sein ... (dagegen bin ich Kleingeld wert !)

So simpel können die Überlegungen sein!

Autor: gast (Gast)
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ich bin happy mit meinen pillen lol

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  John Schmitz (student)

>Meine Freunde haben seit ca. zwei Jahren  7/24h die Angst im Kopf!

Au weia! Sich sinnlos nen Kopf machen über so lange Zeit.
Typisch für übersättige Menschen. Jammern auf hohem Niveau.

>Die Automobilkonzerne stehen mit dem Rücken an der Wand ...

Naja, ist wohl leider so. Die fetten Jahre sind erstmal vorbei.

>Verbrennungsmotoren in der heutigen Form sind out (und damit diese Art
>der Autos auch!).

Käse. Der Hype um die E-Autos ist erstmal noch ein Hype. Da wird sich in 
den nächsten 5 Jahren nicht sehr viel bewegen, von nennenswerten 
Prozenten am Amrktvolumen mal ganz zu schweigen.
Erstmal müssen die Überkapazitäten weg, und da müssen einige Firmen dran 
glauben. Und auch viel Zulieferer.

>Was nun? Meine Freunde haben ihr Leben lang Motorentwicklung betrieben -
>25 Jahre durchgängig in Treue (oder Naivität) beim gleichen Arbeitgeber
>- auch - wie sie heute zugeben, weil es so schön bequem war ...!

Eben. Wer wechselt in so einer Situation? KEINER! Warum auch?

>Was ich damit sagen will: Der Mensch (auch der Ingenieur) neigt dazu, in
>Trägheit zu verharren ... ! Das kann sich einmal rächen!

Ja, aber niemand verlääst einen laden der gut läuft.

>Und Glück ist immer relativ ...! Die Kunst ist es, sein Glück (verteilt)
>bis an die Rente zu "erschwimmen" ... und um dann auch noch in der
>Rentenzeit glücklich zu sein - und die kann sehr lang werden.

Naja, deine freunde haben sicher ein "paar" Reserven. Und morgen werden 
die auch nicht gehen müssen. Alles halb so wild.

>Dazu gehört auch, alle 5 - 10 Jahre einmal den AG - besser sogar die
>Branche - zu wechseln - möglichst von sich aus (mit Umzug etc.) ...!

Unsinn.

>Aber ich habe immer gekämpft, um wieder ein Stück glücklicher zu werden
>...! Und das Kämpfen hält mich lebendig ... so wie einen das "Schwimmen"
>lebendig hält.

Niemand kämpft aus lieber langer Weile.

>Es ist ein Problem diser globalen Welt (aller Menschen), so wie die
>Dinosaurier auch zu ihrer Zeit ein Problem hatten - leider mit
>tragischem Ausgang!

jaja ;-)

>Die Ingenieure an sich haben dabei immer noch die besten Chancen, Ihr
>Glück dennoch zu machen ... aber man muss sich "bücken" ... und das kann
>sehr, sehr sehr unbequem sein - auch mit jahrelangen starken
>(seelischen) Schmerzen!

Hör bitte auf deine persönliche Leidensgeschichte als Lösung zu 
verkaufen.

MFG
Falk

Autor: Aktionär (Gast)
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>Ein Bekannter meinte mal, dass der Sklavenhändler etwa das das doppelte
>seines Bruttoeinkommens kassiert. Lohnt sich das für die Unternehmen
>überhaupt??
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kosten für den Dienstleister in der 
Bilanz der Firma nicht als Lohnkosten aufgeführt werden sondern als 
Aufwendungen. Das hat Vorteile für Aktionäre. Deshalb bedienen sich 
hauptsächlich große Dax-Unternehmen an Dienstleistern. Für mittlere 
Unternehmen ist das ein Minus-Geschäft, da ist ein befristete 
Arbeitsvertrag optimaler.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ John Schmitz (student)

>Am liebsten wären mir, 4 Wochen Kündigungszeit - ohne Betriebsrat (der
>kann ja ernsthaft sowieso nicht viel ausrichten) und ich habe die Ruhe,
>der Mitarbeiter bleibt immer schön fleissig, weil er weiß, dass er um
>seinen Job ein Leben lang besorgt sein muss.

Dieser Satz ist schlicht abartig!

> Der Job gewinnt eine neue
>Wichtigkeit, daruch wird aber der Mitarbeiter nicht unglücklicher ...

Ach neee? Totaler Widerspuch innerhal zweier aufeinanderfolgender Sätze. 
Tolle Leistung!

>Das klingt total hart - aber - warum sollte ich denn einen Mitarbeiter
>kündigen, wenn ich ihn brauche (Stichwort Leistungsträger) ??????

U.a. aus niederen, persönlichen Instinkten. Stichwort Mobbing. Wenn 
gleich das nur in einigen Fällen so ist.

MfG
Falk

Autor: Entwickler (Gast)
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Hallo John Schmnitz,

herzlichen Glückwunsch, dass Du es so gut getroffen hast.
Du hast Deine Situation sehr positiv dargestellt und es war sicherlich 
das Beste für Dich.

Wenn sich hier viele Leute ärgern, hängt das wohl hauptsächlich damit 
zusammen, dass die Situation der Ingenieure in den Medien viel zu 
positiv dargestellt wird. Es gibt nun mal die Interessengruppen BDI und 
VDI. Die beauftragen die Werbeagenturen, die entsprechenden Botschaften 
in den Medien zu platzieren. Da sind z.B. mitten in der 
Wirtschaftskriese ( bei der der Stellenabbau dank Kurzarbeit noch gar 
nicht richtig begonnen hat ) solche Aussagen wie "60.000 Fachkräfte 
fehlen".

Du hast schon recht, die Zukunft Deutschlands wird maßgeblich durch 
seine Fachtkräfte bestimmt. Und da ist es für Deutschland äusserst 
wichtig, dass man für die Zukunft genügend junge Leute begeistern kann.

Allerdings haben in den letzten 10 Jahren innnerhalb der Betriebe enorme 
Personalführungsoptimierungen stattgefunden, so dass die 
Arbeitswirklichkeit der Ingenieure vielfach nicht mehr sehr positiv ist.
Ich kann das mit Bestimmtheit durch meine Beschäftigung bei mehreren 
Unternehmen sagen. Besonders beim letzten, das dank guter Pressearbeit 
und der Teilnahme am Wettbewerb "Deutschlands beste Arbeitgeber" einen 
sehr guten Ruf nach aussen hat. Nach meinem Wechsel weg von diesem 
Unternehmen kamen viele ehemalige Arbeitskollegen auf mich zu und ich 
kann sagen die Quote liegt so bei 50% die Bewerbungen schreiben und 
Wechselabsichten haben.

Und das trifft genau die heutige Situation: Mehr Schein als Sein, 
Aufpolieren des Aussenbildes durch Pressearbeit.

Meiner Meinung nach trifft für viele Entwicklungsingenieure das zu, was 
Marc im diesem Thread
Beitrag "Warum habt ihr Elektrotechnik studiert?"
etwas übestpitz fomuliert hat:

>ET - ich war der Meinung die Gesellschaft braucht Ings und ich wollte
>was tun wo ich gebraucht werde. Ausserdem wollte ich auch was
>Anspruchsvolles studieren. Nun hat mich die Realitaet eingeholt, magere
>Gehaelter, langweilige, monoton wiederholte Tätigkeit, Kollegen welche
>gute Sklaven abgeben -> typisch Ingenieure eben, keine Frauen im Büro,
>schlechte Arbeitsmarktlage, behandelt werden wie ein Idiot. Im Prinzip
>sind die Jahre des Studiums und die Jahre der Berufseinarbeitung
>verlorene Jahre. Meine Hoffnungen wurden in keiner Beziehung wahr. Bin
>auch den Lügen der Hochschule und Medien über unsere tollen
>Berufsaussichten aufgesessen. Das einzige wozu der Job taugt ist das
>Üerleben.

( ok, Ingenieure lernen halt schon im Studium, Sachverhalte in 
Extremfällen darzustellen um ein Problem zu analysieren. Das mit dem 
Überleben is nicht ganz so schlimm )

>Aber dafür müssten die Leute, die jammern, endlich mal anfangen, sich
>und ihre Situation zu analysieren, anstatt zu jammern.

Vom Jammern halte ich auch nichts. Letzendlich muss man immer bereit 
sein, das Heft selbst in die Hand zu nehmen.
In meinem Fall habe ich immer die Firma gewechselt, wenn's mir nicht 
mehr gefallen hat.

In einem unserer Besprechungszimmer hing ein Kalenderblatt von Schott. 
Dor stand

"stay fascinated"

Über diesen Spruch habe ich oft nachgedacht, denn es ist gar nicht so 
einfach, fasziniert zu bleiben. Um fasziniert zu bleiben, muss man 
nämlich etwas interessantes Tun und darf sich niemals der Monotonie 
unterordnen. Ja und für mich war es das Richtige: Wenn ich nicht mehr 
fasziniet war, bin ich gegangen. Und ich kann sagen: Obwohl es schwierig 
war, hat es sich immer gelohnt!

Ich finde, dass die Ingeniuere das viel zu selten tun und viel zu 
leidensfähig sind. Wenn alle öfters wechseln, würde das bestimmt den 
Wert der Fachkräfte erhöhen.
Ich persöhnlich werde demnächst der Industrie tschüss sagen und mich in 
ein staatliches  Besschäftigungsverhätnis begeben. Dort kann ich dann 
hoffentlich in den Ferien weiterhin meinen naturwissenschaftlichen und 
elektrotechnischen Leidenschaften und meiner immer noch immer brennenden 
Leidenschaft für neue Technologien fröhnen.

>Heute beissen sie sich sonst wohin, dass sie nicht einmal in 25 Jahren
>die Branche gewechselt haben und hoffen, dass ihre Arbeitgeber noch
>mindestens 10 Jahre (am besten 15 Jahre) mit der Verbrennungstechnologie
>durchhalten ...!

So ist es. Der Wert des Wissens eines Ingenieurs steht und fällt mit der 
Technologie, mit der er sich beschäftigt. Ich kann mich noch gut an die 
Zeit erinnern, als die ganzen MainFrame Administratoren arbeitslos 
wurden, weil die PCs kamen. Wer als als Berufsanfänger aus versehen bei 
einer Technologie platziert die nach 20 Jahren verschwindet, hat 
wahrscheinlich mit 50 ein ernsthaftes Problem ( nämlich die 17 Jahre bis 
zur Rente zu überbrücken ).

>Und ein Umzug macht (temporär) gar nicht glücklich ... das kann ich
>sagen!

Dem schließe ich mich an. Ein neues, funtkionierendes soziales Netzwerk 
aufzubauen dauert seine Zeit und ist ziemlich anstrengend. Hat man dann 
neue Freunde gefunden, ist man dann schon wieder zu einem neuen 
Standortwechsel gezwungen.
Es gab allerdings eine Zeit in der von Arbeitgebern und Politik 
größtmögliche Flexibilität von den Arbeitnehmern gefordert wurde.
Aber in Deutschland ist die Sozialstruktur nicht wie in den USA, wo man 
an einem Tag die besten Freunde findet und am nächsten Tag alle schon 
wieder vergessen hat. (Meine These: In den USA rührt das sicher noch aus 
der Zeit der Planwagen und der Neubesiedelung bei der man darauf 
angewiesen war, schnell Kontakt aufzunehmen und sich zu helfen.) Beim 
Schwaben hingegen dauert das schon mal 20 Jahre, bis man akzeptiert 
wird.

Aus diesem Grunde: Wir sollten uns auf unsere Stärken konzentrieren und 
uns nicht auf Lug und Trug, schnelle Scheingeschäfte mit schnellen 
Gewinn und die Manipulation der eingenen Mitarbeiter, des eigenen Volkes 
einlassen. Was wir brauchen ist Zusammenhalt und Ehrlichkeit und keine 
Propaganda des VDI und BDI in den Medien.

Autor: John Schmitz (student)
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Falk Brunner schrieb:
> @ John Schmitz (student)
>
>>Am liebsten wären mir, 4 Wochen Kündigungszeit - ohne Betriebsrat (der
>>kann ja ernsthaft sowieso nicht viel ausrichten) und ich habe die Ruhe,
>>der Mitarbeiter bleibt immer schön fleissig, weil er weiß, dass er um
>>seinen Job ein Leben lang besorgt sein muss.
>
> Dieser Satz ist schlicht abartig!
>
>> Der Job gewinnt eine neue
>>Wichtigkeit, daruch wird aber der Mitarbeiter nicht unglücklicher ...
>
> Ach neee? Totaler Widerspuch innerhal zweier aufeinanderfolgender Sätze.
> Tolle Leistung!
>
>>Das klingt total hart - aber - warum sollte ich denn einen Mitarbeiter
>>kündigen, wenn ich ihn brauche (Stichwort Leistungsträger) ??????
>
> U.a. aus niederen, persönlichen Instinkten. Stichwort Mobbing. Wenn
> gleich das nur in einigen Fällen so ist.
>
> MfG
> Falk

Das genau ist völlig abartig ...!

Wenn man Deiner Interpretation folgt, haben die Unternehmen ja nichts 
anderes im Sinn, als Mitarbeiter zu mobben und zu quälen - so ein 
Quatsch.

Mobbing kommt als Ausnahmesituation immer vor - so wie es Kriminalität 
gibt - aber es ist die Ausnahme.

Auf so etwas kann man ja nur kommen, wenn man keine Ahnung hat, was im 
Wirtschaftsleben nun wirklich essentiell abgeht. Da bleibt gar keine 
Zeit für Mobbing - wenn gearbeitet wird!

Ich kann Dir nur raten, mal einige Monate im Vertrieb (vielleicht sogar 
als Vertriebsingenieur gegen ausländische Anbieter) zu arbeiten, dann 
weisst Du, wo das Geld für die Löhne alle 30 Tage herkommt und wir hart 
es ist, an das Geld der Kunden zu kommen, damit die Löhne bezahlt werden 
können. Dann weisst Du auch, wieviel Sorgen der Geschäftsführer Monat 
für Monat hat, dass die Löhne pünktlich gezahlt werden können und Du 
weisst, was nun wirklich unfair im Leben ist und wie ungerecht diese 
Welt sein kann.

Danach wirst Du um wichtige Lebenserfahrungen reicher sein. Es wird dir 
wirklich helfen - mach es! Es wird Dir helfen zu verstehen, warum die 
Unternehmen so handeln wie sie handeln. Danach kannst Du gerne mit mir 
weiterdiskutieren.

Alles andere bleibt verquerte Phantasie von Nichtwissenden.

Autor: John Schmitz (student)
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Entwickler schrieb:
> Hallo John Schmnitz,
>
...
> Wenn sich hier viele Leute ärgern, hängt das wohl hauptsächlich damit
> zusammen, dass die Situation der Ingenieure in den Medien viel zu
> positiv dargestellt wird. Es gibt nun mal die Interessengruppen BDI und
> VDI. Die beauftragen die Werbeagenturen, die entsprechenden Botschaften

Sehe ich ein wenig anders:

1. Einen guten Ingenieur zu kriegen ist nicht einfach!
2. Einen guten BWLer zu vernünftigem Geld zu bekoomen ist auch nicht 
einfach!
3. Einen arbeitslosen Geisteswissenschaftler zu niedrigem Gehalt 
einzustellen ist total einfach
4. Einen arbeitslosen Syndikus mit2. Staatsexamen einzustellen ist total 
einfach

Wieviele Mitarbeiter braucht denn nun ein technologisch geprägtes 
Unternehmen von jeder Gruppe ?

Für mein Unternehmen gilt:

Wir suchen 10 gute Ingeniuere (Gruppe 1)
Wir suchen 1 guten Controller mit guten Informatikkenntnissen (Gruppe 2)
Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 3
Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 4

So sieht's in der Realität aus!

Und wir finden nicht die Qualität, die wir brauchen, um wettbewerbsfähig 
zu sein. Und wir annoncieren fortwährend im Internet. Und wir zahlen 
zumindest mittelprächtig (Fluktuation der Akademiker ~ 2%).

Insofern ist an den Pressemeldungen sehr wohl etwas dran!

Es bewerben sich auch viele Falks bei uns - aber was soll ich mit denen 
bei dieser negativen Lebenseinstellung zum Wirtschaftsleben anfangen ?

Wenn ich Falk Brunner zum Kunden schicke, dann muß ich ja Angst haben, 
den Auftrag, evtl. sogar den Kunden zu verlieren.
Ich will doch nicht das Problem von Falk Brunner zu meinem Problem 
machen.

Und weil viele andere Entscheider so wie ich denken ... hat Falk auf 
Dauer ein Problem in seinem Berufsleben. Aus dem Kreislauf kommt er nur 
raus, wenn er dies erkennt und seine gelebte Einstellung (auch 
innerlich) ändert.

So einfach sind die Dinge. Und die Einstellung von Falk wird in seiner 
schriftlichen Bewerbung herauszulesen sein. Und damit wird er erst gar 
nicht eingeladen .... usw. usw. usw.

Autor: Gast (Gast)
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> Und wir finden nicht die Qualität, die wir brauchen, um wettbewerbsfähig
> zu sein. Und wir annoncieren fortwährend im Internet. Und wir zahlen
> zumindest mittelprächtig (Fluktuation der Akademiker ~ 2%).

Das ist Marktwirtschaft: entweder ordentlich blechen oder auf Qualität 
verzichten.
Ich jammere ja auch nicht vor der Politik über einen z.B. 
Oszilloskopmangel weil ich mir kein Tektronix-Oszilloskop leisten kann 
;P

Autor: Detlef (Gast)
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@John Schmitz

haste schon recht bei den ing istes immer noch besser als bei
den geisteswissenschaftlern!!

eine bekannte von mir hat soziale arbeit studiert

was denkt ihr stelle die bei der stadt ein eine 1 euro jobber
oder nen absolventeb
bitte ratet mal

Autor: John Schmitz (student)
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Ich "bleche" nur dann mehr, wenn wir den Profit damit gleichzeitig 
erhöhen können.

Wer geht in Vorleistung - der Mitarbeiter oder das Unternehmen ...?

Autor: Gringo (Gast)
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Jep so ist es: ich denke auch die meisten Ings. jammern nicht wegen der 
schlechten Lage momentan, die einfach im System begründet liegt.

Die meisten Ings, die ich kenne jammern weil man Ihnen mal hohe 
Hoffnungen gemacht hat, die dann herbe enttaeuscht wurden!

Die Schuldigen sind also in erster Linie Vereine wie die 
Bundesregierung/die Medien/Hochschulen/BDI und BDA und nicht die 
Arbeitnehmer!

Hätte ich zB. gewusst wie die tatsächliche Lage auf dem Ingenieursmarkt 
ist, haette ich lieber Bio oder Medizin studiert.

MfG!

Autor: Gringo (Gast)
Datum:

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Arbeitgeber statt nehmer lol.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  John Schmitz (student)

>>>Das klingt total hart - aber - warum sollte ich denn einen Mitarbeiter
>>>kündigen, wenn ich ihn brauche (Stichwort Leistungsträger) ??????

>Wenn man Deiner Interpretation folgt, haben die Unternehmen ja nichts
>anderes im Sinn, als Mitarbeiter zu mobben und zu quälen - so ein
>Quatsch.

Hat keiner behauptet. Du hast nach möglichen Kündigungsgründen gefragt.

>Mobbing kommt als Ausnahmesituation immer vor - so wie es Kriminalität
>gibt - aber es ist die Ausnahme.

Hab ich auch so geschrieben!

> U.a. aus niederen, persönlichen Instinkten. Stichwort Mobbing. Wenn
> gleich das nur in einigen Fällen so ist.

>Wirtschaftsleben nun wirklich essentiell abgeht. Da bleibt gar keine
>Zeit für Mobbing - wenn gearbeitet wird!

Die grossen VEBs haben genug Zeit dafür. Und manchmal auch kleine 
Firmen.

>Ich kann Dir nur raten, mal einige Monate im Vertrieb (vielleicht sogar
>als Vertriebsingenieur gegen ausländische Anbieter) zu arbeiten, dann
>weisst Du, wo das Geld für die Löhne alle 30 Tage herkommt und wir hart
>es ist, an das Geld der Kunden zu kommen, damit die Löhne bezahlt werden
>können.

Ich hab keine Lust in ein Haifischbecken zu springen, wenn ich nicht mal 
schwimmen kann.

>wirklich helfen - mach es! Es wird Dir helfen zu verstehen, warum die
>Unternehmen so handeln wie sie handeln. Danach kannst Du gerne mit mir
>weiterdiskutieren.

Und du meinst das allein ist Begründuung für jegliche Massnahmen? C'mon!

MFG
Falk

Autor: John Schmitz (student)
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Gringo schrieb:
> Jep so ist es: ich denke auch die meisten Ings. jammern nicht wegen der
> schlechten Lage momentan, die einfach im System begründet liegt.
>
> Die meisten Ings, die ich kenne jammern weil man Ihnen mal hohe
> Hoffnungen gemacht hat, die dann herbe enttaeuscht wurden!
>
> Die Schuldigen sind also in erster Linie Vereine wie die
> Bundesregierung/die Medien/Hochschulen/BDI und BDA und nicht die
> Arbeitnehmer!
>
> Hätte ich zB. gewusst wie die tatsächliche Lage auf dem Ingenieursmarkt
> ist, haette ich lieber Bio oder Medizin studiert.
>
> MfG!

Interessant ... die Mediziner sind also im Gegensatz zu den Ingenieuren 
zufriedener ...!

Dann verfolge ich wohl die falschen Tagesschau Nachrichten. Die 
Tagesschau, die ich empfange zeigt unzufriedene Ärzte en masse - 
Ingenieure sind da wohl bescheidener ... und beschweren sich nicht ???

Autor: Techniker (Gast)
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Bin kein Ingenieur und vielleicht deshalb glücklich!
Arbeite als Entwickler schon eine Weile.

Gruss

Autor: Judas (Gast)
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schade das wir nimmer so viele juden hier haben sonst könnten wir denen
für allse die schuld geben

Autor: Paul (Gast)
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Meine Klassenkameradin aus dem Abi hat Biochemie studiert. Sie mußte ins 
Ausland (USA), weil sie in Dtl. keinen adäquaten Job gefunden hat.

Die Mediziner, die keine Praxis haben, schieben 34-h-Schichten für eine 
lächerliches Gehalt. Die Alkoholiker- und Selbstmordrate ist bei 
Medizinern so hoch, wie bei keiner anderen Berufsgruppe.

Also ehrlich, ich bin mit meinem Ing.-Beruf auch nicht super glücklich, 
weil langweilig, aber bei anderen ist auch nicht alles Gold, was glänzt.

Autor: Ingenieur in Kurzarbeit (Gast)
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John Schmitz schrieb:
> Wieviele Mitarbeiter braucht denn nun ein technologisch geprägtes
> Unternehmen von jeder Gruppe ?
>
> Für mein Unternehmen gilt:
>
> Wir suchen 10 gute Ingeniuere (Gruppe 1)
> Wir suchen 1 guten Controller mit guten Informatikkenntnissen (Gruppe 2)
> Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 3
> Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 4
>
> So sieht's in der Realität aus!

Bei einem solchen Ingenieur Mangel wundert es mich, dass dort keine 
einzige Ingenieur-Diplomarbeit gesucht wird.
Wenn ihr 'wirklich' sucht und nur wartet was der Markt hergibt, dann 
kann man euch auch nicht helfen. Man kann sich auch 'passende' 
Ingenieure 'ranzüchten'.


John Schmitz schrieb:
> Ich "bleche" nur dann mehr, wenn wir den Profit damit gleichzeitig
> erhöhen können.
>
> Wer geht in Vorleistung - der Mitarbeiter oder das Unternehmen ...?

Ach so, ein Unternehmen welches nicht in 'gutes' Personal investiert und 
dann rumjammert... schon klar.
Ganz nebenbei: das Gehalt kommt am Monatsende, so streckt der 
Mitarbeiter seinen Teil des Vertrags vor ;P


John Schmitz schrieb (29.07.2009 11:44):
> Dazu gehört auch, alle 5 - 10 Jahre einmal den AG - besser sogar die
> Branche - zu wechseln - möglichst von sich aus (mit Umzug etc.) ...!

Regelmäßig Branche wechseln, "geblecht" werden und direkt Profit 
abwerfen... kann es sein, dass du noch in den 'goldenen' 
Ingenieurszeiten den Bereich in Richtung Vertrieb gewechselt hast?


<zum Topic>
Für die Kollegen die noch Ingenieure aus Berufung sind anstatt 
Laberbacken und Powerpoint-Selbstdarsteller:

Mein Vater, Ingenieur a.D., hat mir damals zu meiner Diplomübergabe 
geraten: 'Wechsel nie in den Vertrieb, da kommst du nicht mehr raus und 
dort wirst du als Ingenieur nicht glücklich'.
</zum Topic>

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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>> Ich würde lieber am Fließband stehen, Schichten schieben und nur die
>> Hälfte verdienen wollen.
>
>Mach doch. Das kann jeder haben.

Na eben nicht! Denk mal an Herrn Schäuble ;)

Autor: John Schmitz (student)
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Ingenieur in Kurzarbeit schrieb:

> Mein Vater, Ingenieur a.D., hat mir damals zu meiner Diplomübergabe
> geraten: 'Wechsel nie in den Vertrieb, da kommst du nicht mehr raus und
> dort wirst du als Ingenieur nicht glücklich'.

Darauf zu antwworten macht mir wirklich Freude:

Ich habe meine Laufbahn in einem grossen Computerkonzern begonnen - als 
Software-Ingenieur, was auch immer dassein mag.

Nach ca. 1 Jahr hat man versucht, mich mit Geld in den Vertrieb zu 
locken, ich hätte dazu die ideale Persönlickeit .... blablabla!

Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Vertriebskollegen als "gescheiterte 
Ingenieurspeziesîes" angesehen ... und mich als den wahren 
(erfolgreichen) Ingenieur gesehen ... Vertrieb also unter meiner Würde 
...!

In den folgenden fast 10 Jahren bin ich dann aber immer (als 
Beratungsingenieur ) mit dem Vertrieb auf "Feindberührung" gewesen .... 
und das meiste in meinem Leben (und für das Leben .. und für meine. 
Jetzige Position) habe ich in dieser Zeit gelernt:

1. Der Kunde egal wie schwierig muss Dein Freund werden (vice versa), 
ansonsten bin ich erfolglos.
2. Nicht der AG bezahlt Dich ... Der Kunde bezahlt Dich!
3. Nicht der Entwickungsingenieur hat die grössten Herausforderungen zu 
lösen sondern der Vertriebsingenieur ... technische Probleme kann man 
lösen ...!
4. Nicht das bessere Produkt entscheidet den langfristigen Erfolg des 
Unternehmens, sondern der bessere Vertrieb

....

997. Jeder Mitarbeiter im Unternehemen ist Teil des Vertriebs!
998. Vertrieb KANN ein Leben lang sehr viel Spass machen ... wenn man 
erfolgreich bleibt! Wehe man hat Misserfolg.
999. Ohne diese vertrieblich aktiven Erfahrungen wäre ich heute nicht GF 
...!
1000. Ab 50 muss man es geschafft haben ... dann hat man eine 
erfolgreiche Mannschaft, die akquiriert ... und man selbst unterzeichnet 
allerhöchstens die Verträqge mit dem Kunden!
1001. Einen Bewerber im Vertrieb stelle ich persönlich ein. Einen 
Entwicklungsingenieur begrüsse ich aus Zeitgründen erst nach seiner 
Einstellung (sehr herzlich).

Am allerwichtigsten bei aller Vertriebseuphorie:  Vernachlässige nie 
Dein technisches Detailwissen, damit Du mit den Entwicklungsingenieuren 
noch alle Details diskutieren kannst ... dann wirst Du sogar von diesen 
respektiert. Und das Wissen vertiefe ich jeden Tag in diesem Forum ... 
ein ganz grosses Lob!

Aus dieser "Gesellenzeit" sind die Vertriebskollegen meine besten 
Freunde ... zu meinen Entwicklerkollegen habe ich keinen Kontakt mehr 
... alle sehr nett. aber die Parties sind stinklangweilig.

Damit ist eine Menge zum Vertrieb gesagt ... aber immer lediglich ein 
Snapshot!

Autor: Christian R. (supachris)
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John Schmitz schrieb:

> Am allerwichtigsten bei aller Vertriebseuphorie:  Vernachlässige nie
> Dein technisches Detailwissen, damit Du mit den Entwicklungsingenieuren
> noch alle Details diskutieren kannst ... dann wirst Du sogar von diesen
> respektiert. Und das Wissen vertiefe ich jeden Tag in diesem Forum ...
> ein ganz grosses Lob!

Leider gibts solche Vertriebler nicht in der Realität. Sollte das bei 
dir wirklich so sein, wärst du die absolute Ausnahme.

Autor: Ingenieur in Kurzarbeit (Gast)
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@John Schmitz:

sehr gut geschrieben:)

Das mit dem '...dort wirst du als Ingenieur nicht glücklich' hat mit 
meiner Bastelleidenschaft zu tun. Das 'Wechsel nie in den Vertrieb, da 
kommst du nicht mehr raus...' passt wohl zu jedem.

Meinereiner, nun Anfang 40 und noch Entwickler muss sich nun auch 
langsam umschauen.

Irgendwann sind die Zeiten des Junior-Ings vorbei: 
Problemlösungsfeuerwehr auf Hard-/Softwareebene, riskante Konzepte wagen 
und durchsetzen die ältere Kollegen gemieden haben und die Dokumentation 
wird teils nach dem Feierabend geschrieben... aber das kann man nicht 
bis zur Rente bis 65 oder auch 67 durchziehen.
Irgendwann sind aus Konzepte Produkte geworden die gepflegt werden 
wollen, das bringt dem AG mehr als ihn 'basteln' zu lassen,
die Aufstiegschancen nähern sich maximal dem des technischen 
Produktmanagers oder Projectmanagers für neue Entwicklungen (solange man 
QM mit dem nötigen Papier für neue Zulassungen füttert).

<noch ein Zitat - diesmal vom Schwiegervater, MaschBau-Ing und nun GF>
'Stelle dich immer mit dem QM und der IT gut, dann laufen die Projekte 
besser'
</Zitat>

Ich denke schon, das man als Ingenieur glücklich sein kann (auch in 
Kurzarbeit ;P )


Meine Erfahrung bislang zum Topic-Starter (ahoi Junior, Viel Glück):
> - interessante Tätigkeit
Bei experimentierfreudigen Arbeigebern auf jeden Fall.

> - hohes Gehalt
Rechne lieber nie deinen Stundenlohn bei 'interessante Tätigkeit'en 
nach. Da bist du froh wenn deine Überstunden und/oder Resturlaub aus dem 
Vorjahr nicht verfallen.

> - viele freie Arbeitsplaetze
Ja, aber nicht soviele wie vor 10 Jahren. Es gibt nun viele freie 
Junior-Stellen für 25k-35k.

> - Beruf mit Zukunft
Kommt auf die Fachrichtung an. MINT ist ein ziemlich breitgefächerter 
Begriff.... mit MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, 
Technik) kann man in den meisten Bundesländer zur Zeit gut 
Quereinsteigerlehrer mit Beamtenstatus und Pension werden ;P

Die MINT-Kampagne hat nichts mit 'Diplom Ingenieure' zu tun.

Autor: Ingenieur in Kurzarbeit (Gast)
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>John Schmitz schrieb:

>> Am allerwichtigsten bei aller Vertriebseuphorie:  Vernachlässige nie
>> Dein technisches Detailwissen, damit Du mit den Entwicklungsingenieuren
>> noch alle Details diskutieren kannst ... dann wirst Du sogar von diesen
>> respektiert. Und das Wissen vertiefe ich jeden Tag in diesem Forum ...
>> ein ganz grosses Lob!

> Leider gibts solche Vertriebler nicht in der Realität. Sollte das bei
> dir wirklich so sein, wärst du die absolute Ausnahme.

Es gibt wirklich noch solche Vertriebler.

Die 'untauglichen' Vertriebler mit EMail-Subjects wie: "ich kann nicht 
verkaufen weil...", "ich brauche ... ASAP damit der Deal läuft" kann man 
sehr gut trennen von denen, die sich mit der Arbeit/Produkt und dem 
Entwickler auseinandersetzen. Vor meiner Kurzarbeit hat sich mein AG zum 
Glück von Ersteren gelöst :)

Zweiteres gibt es wirklich noch...

Autor: Ingenieur in Kurzarbeit (Gast)
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Nachtrag bevor ich pennen gehe:

> Die 'untauglichen' Vertriebler mit EMail-Subjects wie: "ich kann nicht
> verkaufen weil...", "ich brauche ... ASAP damit der Deal läuft" kann man
> sehr gut trennen von denen, die sich mit der Arbeit/Produkt und dem
> Entwickler auseinandersetzen.

Ein guter Verkäufer verkauft das, was verkauft werden muss.
Der 'Untaugliche' sucht Ausreden warum er nicht verkaufen kann.

Autor: Christian R. (supachris)
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Ingenieur in Kurzarbeit schrieb:
> Nachtrag bevor ich pennen gehe:
>
>> Die 'untauglichen' Vertriebler mit EMail-Subjects wie: "ich kann nicht
>> verkaufen weil...", "ich brauche ... ASAP damit der Deal läuft" kann man
>> sehr gut trennen von denen, die sich mit der Arbeit/Produkt und dem
>> Entwickler auseinandersetzen.
>
> Ein guter Verkäufer verkauft das, was verkauft werden muss.
> Der 'Untaugliche' sucht Ausreden warum er nicht verkaufen kann.

Früher (TM) hat ein Vertriebler mal das verkauft, was es zu verkaufen 
gab. Heute wird erst verkauft und dann wird den Entwicklern gesagt, was 
wann fertig zu sein hat. Ob das nun überhaupt möglich ist oder nicht. Um 
solche Details kümmern sich die Vetriebler meist nicht. Geht bei uns 
leider auch schon los diese Masche. "Wir haben 20 Wochen Lieferzeit für 
die Hardware, dann muss die noch getestet und in betrieb genommen 
werden" "Na gut, da können wir ja in 12 Wochen liefern". Ahja.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

habe mir das hier mal durchgelesen und bin sehr froh das doch noch 
soviele leute glücklich sind.

Ich bin 25Jahre und seit 2Monaten fertig mit meinem Studium.

Ob ich glücklich bin kann ich so noch nicht sagen.

Bin sehr froh in der Krise einen Job gefunden zu haben(Dienstleister im 
Automotiv) und das Betriebsklima ist 1000 mal besser als bei meiner 
Diplomarbeit´s Firma.

Soweit passt das also.

Bin zur Zeit noch in der Einarbeitungszeit und habe somit noch kein 
Projekt an die Hand bekommen.

Das Stuidum habe ich durchschnittlich abgeschlossen, also kein 
Überflieger.


Bin gespannt wie meine Zukunft dann wird =)

Aber bin frü alles offen und Arbeitswillig.


gruß

Autor: Paul (Gast)
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>Aber bin frü alles offen und Arbeitswillig.

Keine Bange, das wird sich schnell ändern :-)

Autor: Michael S. (msk) Benutzerseite
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John Schmitz schrieb:
>
> Am liebsten wären mir, 4 Wochen Kündigungszeit - ohne Betriebsrat (der
> kann ja ernsthaft sowieso nicht viel ausrichten) und ich habe die Ruhe,
> der Mitarbeiter bleibt immer schön fleissig, weil er weiß, dass er um
> seinen Job ein Leben lang besorgt sein muss.
[...]
> Ihr könnt mich auslachen - aber:
>
> Ich habe meinem Arbeitgeber (der Gesellschafterversammlung) eine
> Probezeit von 5 !!! Jahren (mit einer Kündigungsfrist 3 Monate zum
> Monatsende) angeboten - die haben erst gedacht, ich sei verrückt ... und
> wolle sie auf den Arm nehmen!

Wieso sollten wir Dich auslachen? Du machst genau das, was die junge 
Manager-Generation besonders gut kann: Kosten und Risiken auf andere 
verteilen und sich selber vor allem bei den Einnahmen beteiligen. 
Während Du Deinen Mitarbeitern 4 Wochen Kündigungsfrist und befristete 
Beschäftigungsverhältnisse zumuten möchtest, darf es für Dich dann doch 
nur eine unbefristete Anstellung mit akzeptabler Kündigungsfrist sein. 
Sauber! Da verwundert auch nicht, dass Du die "Hilfe" der Sklaventreiber 
nicht in Anspruch nehmen möchtest: Sind doch Deine eigenen 
Anstellungsbedingungen vergleichbar, bei geringeren Kosten.

Das Schöne am Markt ist, dass Spitzenkräfte es nicht nötig haben, sich 
auf solche Anstellungsbedingungen einlassen zu müssen und einen großen 
Bogen um Buden mit solchen Bedingungen machen können. :)

> So simpel können die Überlegungen sein!

Du hast aber Deine Leser zu simpel eingeschätzt.

Autor: Glücklicher (Gast)
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Bin auch ein glücklicher Ing...aber erst wenn das Wochenende vor der Tür 
steht...

Autor: John Schmitz (student)
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Michael S. schrieb:
> John Schmitz schrieb:
>>
>> Am liebsten wären mir, 4 Wochen Kündigungszeit - ohne Betriebsrat (der
>> kann ja ernsthaft sowieso nicht viel ausrichten) und ich habe die Ruhe,
>> der Mitarbeiter bleibt immer schön fleissig, weil er weiß, dass er um
>> seinen Job ein Leben lang besorgt sein muss.
> [...]
>> Ihr könnt mich auslachen - aber:
>>
>> Ich habe meinem Arbeitgeber (der Gesellschafterversammlung) eine
>> Probezeit von 5 !!! Jahren (mit einer Kündigungsfrist 3 Monate zum
>> Monatsende) angeboten - die haben erst gedacht, ich sei verrückt ... und
>> wolle sie auf den Arm nehmen!
>
> Wieso sollten wir Dich auslachen? Du machst genau das, was die junge
> Manager-Generation besonders gut kann: Kosten und Risiken auf andere
> verteilen und sich selber vor allem bei den Einnahmen beteiligen.
> Während Du Deinen Mitarbeitern 4 Wochen Kündigungsfrist und befristete
> Beschäftigungsverhältnisse zumuten möchtest, darf es für Dich dann doch
> nur eine unbefristete Anstellung mit akzeptabler Kündigungsfrist sein.
> Sauber! Da verwundert auch nicht, dass Du die "Hilfe" der Sklaventreiber
> nicht in Anspruch nehmen möchtest: Sind doch Deine eigenen
> Anstellungsbedingungen vergleichbar, bei geringeren Kosten.
>
> Das Schöne am Markt ist, dass Spitzenkräfte es nicht nötig haben, sich
> auf solche Anstellungsbedingungen einlassen zu müssen und einen großen
> Bogen um Buden mit solchen Bedingungen machen können. :)
>
>> So simpel können die Überlegungen sein!
>
> Du hast aber Deine Leser zu simpel eingeschätzt.

Eher schätze ich Dich als ein wenig unerfahren ein:

Hast Du Dir mal überlegt, was die Gesellschafterversammlung macht, wenn 
der (Allein-)GF nach 4 Wochen Kündigung von Bord ist ??? "Wird schon 
irgendwie weiter gehen ..." oder wie?

3 Monate muss man der Gesellschafterversammlung als Minimum anbieten, 
sonst schliesst der Vorsitzende den Vertrag erst gar nicht mit einem GF 
ab ...!
3 Monate braucht man immer, um einen Interims GF zu besorgen und um eine 
vernünftige Übergabezeit der Geschäfte zwischen beiden GFs zu haben - 
oder denkst Du, den holen die von der Zeitarbeit, mit täglichen 
Rückgaberecht ...! Und ich spreche mal gerade vom Interims-GF, nicht vom 
regulären GF!!!

Bei Dir scheint die passende Besetzung einer GF-Position wohl nicht als 
sehr wichtig für den positiven Geschäftsverlauf angesehen zu werden ...!

Ich will die Bedeutung eines Geschäftsführers für ein Unternehmen in 
diesem Forum nicht überbewerten (da könnten leicht einige 
Emotionalitäten hochschwappen, bzw. Missverständnisse hochkommen), aber 
was denkst Du, wie lange ein Segelschiff ohne Kommando im Sturm auf dem 
Atlantik wohl seinen geforderten Kurs hält?
Und eine Schönwetterperiode habe wir ja derzeit wohl kaum in der 
Weltwirtschaft.

Und für einen GF, der einen neuen Job sucht, kannst Du mal locker 12 
Monate ansetzen, bis er den entsprechenden gefunden hat - oder er 
gefunden worden ist ...!

Da  reichen die formalen Kriterien (Studium, Abschlußnote, 
Berufserfahrung, Branchenerfahrung, Organisationsverantwortung, 
Umsatzverantwortung, Gewinnerzeilung in den letzten Jahren, 
Mitarbeiterführung, Span of Control, 2- 3 Referenzen nahmhafter 
Persönlichkeiten (die auch wirklich alle angefragt werden)... nicht aus, 
die müssen sowieso stimmen.

Da muss zusätzlich auch noch die menschliche Chemie zwischen den 
Gesellschaftern und dem GF stimmen ... bis hin zur Farbzusammenstellung 
des Outfits ...! Von der Farbe des Ziffernblattes der Armbanduhr will 
ich erst gar nicht reden ... - wenn die Ehefrauen der Gesellschafter 
dabei sind ... habe ich alles schon erlebt!

Ich habe eine Geschäftführung vor ca. 10 Jahren angetreten, da hat die 
(internationale) Personalberatung zuvor 250! Bewerber gecheckt ...!

10 von ca. 100 der ersten Vorauswahl sind in das engere Verfahren 
gerutscht, 5 haben einen halbtägigen Psycho Test machen müssen, 3 haben 
sich die Gesellschafter über mehrere Wochen an den Wochenenden in einem 
zweistufigen Verfahren angeschaut (mit Ehefrau vorstellen, sogar Sohn 
vorstellen, 2. Führungsebene begrüssen, Mittagessen, Abendessen und und 
und ...)

Und parallel dazu sind mit allen dreien die ersten Vertragsverhandlungen 
begonnen worden. Der ganze Prozess hat vom Erstkontakt bis zum 
Vertragsabschluß 6 Monate gedauert ....!

Also mit 12 Monaten Arbeitslosigkeit hat ein GF immer zu rechnen, wenn's 
durchschnittlich läuft.

Und da ist es für den GF relativ unwichtig, ob 4 oder 12 Wochen 
Kündigungszeit. Vom Arbeitslosengeld kann er genau so gut oder schlecht 
wie der Konstruktions-Ingenieur leben ... will er aber nicht!

Es scheint wohl einigen in diesem oder ähnlichen Threads gar nicht 
bewusst zu sein, dass auch um die Position der Geschäftsführung sich 
einige 100 Bewerber "klopfen", wenn eine solche Position in der FAZ 
(Internet) ausgeschrieben wird.
Das "viele" Geld wollen sehr sehr viel Leute verdienen ... ist doch klar 
... und was ein GF zu tun hat, das kann ein jeder halbwegs intelligente 
Mensch ja sowieso!

Um eine GF Position bewerben sich nicht nur bewiesene GFs, sondern auch 
gestandene Bereichsleiter um die 38+, die alle schon gezeigt (objektiv 
belegt!) haben, was sie können und nun voller Dynamik die nächst höhere 
Position anstreben. Und die werden von der Gesellschaftersammlung sehr 
wohl ernst genommen ...! (Ich war auch einmal Bereichsleiter).

Noch eine kleine andere Anmerkung an dieser Stelle:

Ich muß demnächst betriebsbedingt Leute entlassen - Ich habe meine 
Bereichsleiter hierüber unterrichtet - welche Abteilungen betroffen 
sind.

Da sind einige blass geworden und haben mir gesagt, dass sie selbst aus 
moralischen und menschlichen Gründen dies nicht können, ob ich diesen 
Job für sie übernehme, sie hätten so etwas ja auch noch nie gemacht.

Was glaubt Ihr, wie ich eine solche Führungskraft bewerte ???
Ich entlasse auch nicht gern Mitarbeiter, aber ich tue es wenigstens und 
kneife nicht. Das musste ich mir auch erst beibringen, dafür gibt es 
kein Trainee-Programm.

Leute einstellen macht mir auch sehr viel mehr Spass als Leute zu 
entlassen. Leute einstellen in einer wirtschaftlichen Boomzeit kann aber 
ein jeder!

So viel zu einem "glücklichen" Ingenieur (in einer 
Geschäftsführungsposition).

Autor: Ing (Gast)
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John Schmitz


du biwst hier unser held

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  John Schmitz (student)

Komischer Nickname als Geschäftsführer. Was will uns dewr Psychiologe 
damit sagen . . .?

>Hast Du Dir mal überlegt, was die Gesellschafterversammlung macht, wenn
>der (Allein-)GF nach 4 Wochen Kündigung von Bord ist ??? "Wird schon
>irgendwie weiter gehen ..." oder wie?

Ich fürchte, dass Planlosigkeit und Kurzsichtigkeit verbreiteter sind 
als wir alle denken.

>3 Monate muss man der Gesellschafterversammlung als Minimum anbieten,
>sonst schliesst der Vorsitzende den Vertrag erst gar nicht mit einem GF
>ab ...!

War vielleicht bei dir so.

>3 Monate braucht man immer, um einen Interims GF zu besorgen und um eine
>vernünftige Übergabezeit der Geschäfte zwischen beiden GFs zu haben -

;-)
Im Zuge der allgemeinen Amerikanisierung werden Mitarbeiter, und erst 
recht leitende oder gar Geschäftsführer im Falle eines vorzeitigen, 
"verspannten" Endes des Arbeitsvertrages SOFORT von ihrer Aufgabe 
freigestellt. Ich rede hier von Stunden, keinesfalls Tagen. Ein 
friedliche Übernahme der Geschäfte gibt es da eher selten.

>Bei Dir scheint die passende Besetzung einer GF-Position wohl nicht als
>sehr wichtig für den positiven Geschäftsverlauf angesehen zu werden ...!

Käskopp.

>was denkst Du, wie lange ein Segelschiff ohne Kommando im Sturm auf dem
>Atlantik wohl seinen geforderten Kurs hält?

Keine Frage. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Schlechte 
Führungsarbeit ist schlimmer als schlechte Mitarbeiter.

>Und für einen GF, der einen neuen Job sucht, kannst Du mal locker 12
>Monate ansetzen, bis er den entsprechenden gefunden hat - oder er
>gefunden worden ist ...!

Mag sein, spielt aber im Zeitalter des "Just in time" immer weniger eine 
Rolle. Es lebe der Aktionsmus.

>Da  reichen die formalen Kriterien (Studium, Abschlußnote,
>Persönlichkeiten (die auch wirklich alle angefragt werden)... nicht aus,

>Da muss zusätzlich auch noch die menschliche Chemie zwischen den
>Gesellschaftern und dem GF stimmen ... bis hin zur Farbzusammenstellung
>des Outfits ...! Von der Farbe des Ziffernblattes der Armbanduhr will
>ich erst gar nicht reden ... - wenn die Ehefrauen der Gesellschafter
>dabei sind ... habe ich alles schon erlebt!

;-)
Und nur allzuleicht lassen sich die Damen und Herren von solchen 
Äusserlichkeiten blenden.

>10 von ca. 100 der ersten Vorauswahl sind in das engere Verfahren
>gerutscht,

Ist für viele andere, bedeutend einfachere Stellen nicht anders.

 >5 haben einen halbtägigen Psycho Test machen müssen,

Accessment Center. Dito. Alles nix Aussergewöhnliches. Wenn gleich ich 
die Wirksamkeit dieser Massnahme bezweifle.

> 3 haben
>sich die Gesellschafter über mehrere Wochen an den Wochenenden in einem
>zweistufigen Verfahren angeschaut (mit Ehefrau vorstellen, sogar Sohn
>vorstellen, 2. Führungsebene begrüssen, Mittagessen, Abendessen und und
>und ...)

Hoppla? Was gehen die meine privaten Verhältnisse an? Es geht ums 
BUSINESS, nicht um das Einheiraten in den Familienclan!
Dann doch lieber die russische Methode. Richtig einen zusammen saufen. 
Sto gram! Nastarowje!

>Und parallel dazu sind mit allen dreien die ersten Vertragsverhandlungen
>begonnen worden. Der ganze Prozess hat vom Erstkontakt bis zum
>Vertragsabschluß 6 Monate gedauert ....!

Tja.

>Also mit 12 Monaten Arbeitslosigkeit hat ein GF immer zu rechnen, wenn's
>durchschnittlich läuft.

Mag sein, das ist aber bei den schon höheren Gehalt mit eingerechnet.

>Und da ist es für den GF relativ unwichtig, ob 4 oder 12 Wochen
>Kündigungszeit. Vom Arbeitslosengeld kann er genau so gut oder schlecht
>wie der Konstruktions-Ingenieur leben

Ach herje!

>Es scheint wohl einigen in diesem oder ähnlichen Threads gar nicht
>bewusst zu sein, dass auch um die Position der Geschäftsführung sich
>einige 100 Bewerber "klopfen", wenn eine solche Position in der FAZ
>(Internet) ausgeschrieben wird.

Hat keiner behauptet.

>Das "viele" Geld wollen sehr sehr viel Leute verdienen ...

Und sich das Leben voll vom Job diktieren lassen. Auch eine Philosophie.

> ist doch klar
>... und was ein GF zu tun hat, das kann ein jeder halbwegs intelligente
>Mensch ja sowieso!

Mein Ironiedetektor zuckt ein wenig ;-)

>Da sind einige blass geworden und haben mir gesagt, dass sie selbst aus
>moralischen und menschlichen Gründen dies nicht können, ob ich diesen
>Job für sie übernehme, sie hätten so etwas ja auch noch nie gemacht.

tja, das ist weiss Gott ein Scheissjob!

>Was glaubt Ihr, wie ich eine solche Führungskraft bewerte ???

Schlecht, weil sie nicht den notwendigen Mumm haben, schwierige 
Entscheidungen zu fällen. Aber wirkliche Entscheidungen sind IMMER 
schwierig. Leichte sind keine, das ist einfach der Lauf der Dinge.
Aber es gibt halt fachliche Führungsaufgaben und menschliche.

>So viel zu einem "glücklichen" Ingenieur (in einer
>Geschäftsführungsposition).

Nun, jeder der mal halbwegs klar und entspannt drüber nachdenkt und ein 
wenig Lebenserfahrung hat (und das heisst automatisch auch schlechte), 
wird relativ schnell sehen, dass mit der Höhe der Position nicht nur das 
Gehalt steigt, sondern auch die Verantwortung und Belastung. Ich meine, 
überprortional. Sprich, der Wirkungsgrad Aufwand / Geld sinkt. Schlecht!

Ergo -> Finger weg von Führungspositionen, wenn man nicht gerade ein 
Geld- oder Karrierejunkie ist.

MfG
Falk

Autor: Jo (Gast)
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Herr Schmitz,

vielen Dank für Ihre sehr informativen Beiträge!

Hoffentlich lassen Sie sich auch weiterhin nicht von Kommentaren 
Unerfahrener irritieren.

Die Realität wollen viele nicht sehen oder nicht wahrhaben.

Ich freue mich bald wieder von Ihnen lesen zu können.

Beste Grüße

Jo

Autor: John Schmitz (student)
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Ing schrieb:
> John Schmitz
>
>
> du biwst hier unser held

Danke!

Autor: John Schmitz (student)
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Jo schrieb:
> Herr Schmitz,
>
> vielen Dank für Ihre sehr informativen Beiträge!
>
> Hoffentlich lassen Sie sich auch weiterhin nicht von Kommentaren
> Unerfahrener irritieren.
>
> Die Realität wollen viele nicht sehen oder nicht wahrhaben.
>
> Ich freue mich bald wieder von Ihnen lesen zu können.
>
> Beste Grüße
>
> Jo

Vielen Dank,

leider bleibt mir demnächst wenig Zeit, hier zu posten. Habe momentan 
Urlaub ...!

Wer ernsthaft Tips für die eigene Entwicklung sucht, dem empfehle ich 
ganz dringend diese URL (Falk Brunner und Freunde werden da erst richtig 
ihre Emotionen pflegen können - da habe ich mich in diesem Forum in 
meinen Kommentierungen noch "zensiert" und behutsam ausgedrückt ...):

http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/akt...

In der (frei zugänglichen) Datenbank sind sehr lesenswerte Analysen und 
Empfehlungen (> Tausend!) zu allen Fragen der beruflichen Entwicklung - 
für den Studienabgänger bis zum beruflichen Senior, der um seinen 
Arbeitsplatz bangt! Dr. Heiko Mell beantwortet immer eine spezifische 
Frage oder Situation in seiner Antwort. Sie sind thematisch 
recherchierbar. 10 Jahre Datenbasis sind auch ein guter Snapshot 
zwischen gestern und heute ... ob sich die Berufswelt in ihrem Verhalten 
zwischen AG und AN sich im Kern geändert hat, muss jeder selbst lesen 
... ich glaube eher nicht.

Als Appetizer vielleicht sogar einmal diese Ergebnisliste für die 
"Absolute Beginners" unter den Lesern ...

http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/akt...

Gerade Berufseinsteiger können sich eine Menge Frust ersparen, wenn sie 
sich mit der Sicht und den "Riten" der anderen Seite en detail 
auseinandersetzen. Warum in alle Fettnäpfe reinstapfen, wenn man sie 
durch vorhergehende Analyse leicht überspringen kann ?!

Ich beziehe die VDI-Nachrichten seit meinem Vordiplom ... die Seite 
Heiko Mell ist Pflichtlektüre und spannender Krimi zugleich gewesen - 
bis heute! Ich habe zuerst auch gedacht, der Mann sei total parteiisch 
... aber heute weiß ich, er hält lediglich den Spiegel der Zeit in 
seiner Hand.

Kleine Warnung:
Nix für Jungendliche unter 18, Idealisten und Weltverbesserer - die 
Realität boxt hier mit der Faust des Schwergewichtlers ...!

Autor: Michael S. (msk) Benutzerseite
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John Schmitz schrieb:
> Eher schätze ich Dich als ein wenig unerfahren ein:
>
> Hast Du Dir mal überlegt, was die Gesellschafterversammlung macht, wenn
> der (Allein-)GF nach 4 Wochen Kündigung von Bord ist ??? "Wird schon
> irgendwie weiter gehen ..." oder wie?

Natürlich, wie konnte ich nur vergessen, dass Du als Geschäftsführer so 
wahnsinnig wichtig bist, dass Deine Kündigungsfrist selbstverständlich 
länger sein muss als die des "einfachen Fußvolks". LOOL
Nein, nicht ich bin unerfahren, sondern Du nimmst Dich ein wenig zu 
wichtig. Aber damit bist Du als Geschäftsführer nicht alleine. Viele 
überschätzen ihre Wichtigkeit (und auch ihre Fähigkeiten).

Aber so kann man natürlich auch begründen, dass das "Wasser predigen und 
Wein trinken" doch gar nicht so falsch ist. ;)

Zur "Wichtigkeit der Geschäftsführer": Wenn ein Geschäftsführer 
gekündigt werden soll, dann sind 4 Wochen noch viel zu lange, denn das 
wären 4 Wochen mehr, in der der der Firma weiter schaden kann. In der 
Regel werden die sofort kalt gestellt und dürfen daheim bleiben (bei 
Lohnfortzahlung). Und selbst die Arbeitslosigkeit ist auf GF-Ebene ein 
wenig anders: In der Regel verhindern Wettbewerbsklauseln, dass man eine 
gewisse Zeit lang zu direkten Wettbewerbern geht - federn das aber auch 
finanziell entsprechend ab.

Autor: Gast (Gast)
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Michael S. (msk) wrote:
> Zur "Wichtigkeit der Geschäftsführer": Wenn ein Geschäftsführer
> gekündigt werden soll, dann sind 4 Wochen noch viel zu lange, denn das
> wären 4 Wochen mehr, in der der der Firma weiter schaden kann. In der
> Regel werden die sofort kalt gestellt und dürfen daheim bleiben (bei
> Lohnfortzahlung). Und selbst die Arbeitslosigkeit ist auf GF-Ebene ein
> wenig anders: In der Regel verhindern Wettbewerbsklauseln, dass man eine
> gewisse Zeit lang zu direkten Wettbewerbern geht - federn das aber auch
> finanziell entsprechend ab.
Wie schön, wenn die Welt so einfach wäre g
Sehr vielversprechend, wenn der GF daheim bleibt und sich niemand mehr 
um die internen Belange kümmert. Wieso macht man nicht gleich die Firma 
dicht? ^^ Einen Interims-GF einzuarbeiten dauert nun mal seine Zeit und 
diese kann man verkürzen, wenn der alte GF wenigstens mithilft.
Aber knuffige Sichtweise unserer Welt hast du :)

Autor: Stefan B (Gast)
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Ein GF ist kein Fußballtrainer.... :-P

Autor: Mellone (Gast)
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der Mell scheint nen promovierter Kaffesatzleser zu sein , noch nie hab 
ich soviel hereininterpretierte Scheisse gelesen

Autor: Inquisitor (Gast)
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Donnerlüttchen, da wird ja ein richtiger Führerkult betrieben. Uhren in 
Augenschein genommen, Männer von Männer und deren Frauen beäugt und den 
elitären gegenseitig Nachwuchs vorgestellt. Fehlt nur noch, dass die 
Gemächter entblößt und auf den Tisch zur Begutachtung gelegt werden.

Autor: Entwickler (Gast)
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>der Mell scheint nen promovierter Kaffesatzleser zu sein , noch nie hab
>ich soviel hereininterpretierte Scheisse gelesen

Ja, die VDI-Nachrichten lese ich auch schon recht lange ( mehr als 10 
Jahre ) und der Herr Mell war immer mein persöhnliches Hassobjekt ( 
Übrigens ging das nicht nur mir so, sondern auch meinen Studienfreunden, 
die jetzt alle Entwickler wie ich sind ).
In so fern war der Mell schon immer das Sprachrohr der Großindustrie, 
der die Karriere vom Fachspezialist zum gegeelten Manager propagiert 
hat.
Falls ihm jemand einen Leserbrief geschrieben hat, dass er 40 ist und 
als Entwickler keine Zukunft mehr sieht, war die lakonische Antwort 
meist in der Art: selbst doof, hättest Du mal meine Karrieretipps 
gelesen.
Dass jemand was aus Berufung und nicht aus Karrieregründen tut, kommt im 
Mell'schen Universum nicht vor.

Autor: Entwickler (Gast)
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John Schmitz schrieb:

>Für mein Unternehmen gilt:

>Wir suchen 10 gute Ingeniuere (Gruppe 1)
>Wir suchen 1 guten Controller mit guten Informatikkenntnissen (Gruppe 2)
>Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 3
>Wir suchen 0 Mitarbeiter aus Gruppe 4

>1001. Einen Bewerber im Vertrieb stelle ich persönlich ein. Einen
>Entwicklungsingenieur begrüsse ich aus Zeitgründen erst nach seiner
>Einstellung (sehr herzlich).

Ich nehme an ihr sucht nur Vertriebler.

>Ich muß demnächst betriebsbedingt Leute entlassen - Ich habe meine
>Bereichsleiter hierüber unterrichtet - welche Abteilungen betroffen
>sind.

Oha, die Zeiten änder sich bei euch ziemlich schnell, oder?

Autor: Blubb (Gast)
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Ich bin völlig zufrieden.

Seit 2008 eine sehr interessante und gut bezahlte Werksstudi-Stelle.
Diplomarbeit-Abgabe 15.7
Festeinstellung bei einer anderen Firma ab 1.9

Gibt nichts zu klagen :)

Autor: Harald (Gast)
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GF? Das heisst doch Girlfriendsex oder? Machst Du auch spanisch und 
russisch?

Autor: Jo (Gast)
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Harald,
wenn schon, dann aber richtig: GFS

GF sollte als Abkürzung eigentlich bekannt sein. :-)

Autor: A.Nonym (Gast)
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Tjo, das ist eine schwierige Frage. Ich fange noch dieses Jahr meine DA 
an. Was ich danach mache, weiß ich noch nicht.
Mein Industriepraktikum was dermassen demotivierend, dass ich jetzt auf 
jeden Fall schon einmal weiß, dass ich in diesem speziellen Bereich 
nicht tätig sein möchte. Was ich hoffe ist, dass es in anderen Bereichen 
interessanter und abwechslungsreicher ist.

Autor: jep (Gast)
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Wenn du noch jung bist denke ueber ein Anschlussstudium nach! Oder PHD 
usw. In der Industrie verdirbst Dir momentan nur die gute Laune, 
Gehälter sind dermassen im Arsch das mans auch gleich sein lassen 
kann...verdiene nur 2750 mit 2 Jahren Erfahrung! Brutto lol... Hab 
Schulden und kann mir nur C&A Klamotten leisten.

Autor: Blubb (Gast)
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jep :

dann machst du etwas falsch. ich verdiene ab dem 1.9 knapp 3000 € , nach 
den 6 monaten probezeit 3333€. als frischer absolvent,

aber vielleicht sind die gehälter als dipl.-inf. einfach höher

Autor: A.Nonym (Gast)
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jep: Ja, PhD überlege ich mir. Das muss ich mir aber nochmal ganz genau 
überlegen. Immerhin sind das idR. 3 Jahre in denen ich an etwas/jemanden 
thematisch gebunden bin. Aber ich denke, dass das ganze hin und her 
überlegen jetzt erstmal eh nichts bringt. Erstmal DA schreiben und dann 
weiterschauen.

Autor: A.Nonym (Gast)
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@ Blubb:

Das sind keine 40k im Jahr. Ich würde mich höflichst bedanken und mir 
einen anderen Arbeitgeber suchen.

Autor: Blubb (Gast)
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Warum? Ich bin zufrieden, die Stelle ist keine 10 Minuten weg.
40k nach 1 Jahr, 42k nach 2.

Autor: jep (Gast)
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blubb: wo arbeitest denn?

Autor: Blubb (Gast)
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Ich arbeite in Essen bei einer kleineren Web-Firma

Autor: Zefix (Gast)
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"Web 2.0" mein persönliches Unwort 2007.
Mein Beileid ...

Autor: anonymer Siemenser (Gast)
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> Jep so ist es: ich denke auch die meisten Ings. jammern nicht wegen
> der schlechten Lage momentan, die einfach im System begründet liegt.

Ich kenne schon Leute, die unter der Lage leiden. Die Firmen nutzen die 
WWK gnadenlos aus. Neuanfänger arbeiten für 10% weniger. Das gilt auch 
für Erfahrene!!!

Momentan gibt es so viele Ausgeschiedene von Quimonda, dass man nur 
rufen muss und hat 10 physikerfahrene Ingenieure, mathematisch 
orientierte Softwareleute etc.

Die steigen für Gehälter ein, für die man 2007 keinen Anfänger bekommen 
hätte.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  anonymer Siemenser (Gast)

>Ich kenne schon Leute, die unter der Lage leiden. Die Firmen nutzen die
>WWK gnadenlos aus.

Jain.

> Neuanfänger arbeiten für 10% weniger. Das gilt auch
>für Erfahrene!!!

Was aber in vielen Branchen auf grund der Auftragslage nun mal 
verständlich ist. Und lieber mit 90% einsteigen, als 100% vom Onkel 
Hartz.

>Momentan gibt es so viele Ausgeschiedene von Quimonda, dass man nur
>rufen muss und hat 10 physikerfahrene Ingenieure, mathematisch
>orientierte Softwareleute etc.

Tja, so ist die Marktwirtschaft. Aber das ist nicht ewig so. Weder der 
Boom, noch die Krise.

MFG
Falk

Autor: hm (Gast)
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Jep. Das geht wie ein Sinus hoch und runter boom-kriese-boom-kriese.... 
es kann nicht immer boomen, weil es kein grenzenloses wachstum gibt. 
wichtig ist das man in der boomphase schafft sich die taschen 
vollzuhaun.
achja, langfristig werden auch die boom phasen kürzer und flacher, da 
deutschland sich den kuchen jetzt mit der globalisierten welt teilen 
muss, ist aber nicht zu ändern so ist das leben. :)

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  hm (Gast)

>Jep. Das geht wie ein Sinus hoch und runter boom-kriese-boom-kriese....

Als harmonische Schwingung (=Sinus) würde ich diese Achterbahnfahrt nun 
wahrlich nicht titulieren wollen.

>es kann nicht immer boomen, weil es kein grenzenloses wachstum gibt.

Sag das mal den Kapitalisten.

>wichtig ist das man in der boomphase schafft sich die taschen
>vollzuhaun.

Krankes System. Überfressen und Magerkur. Fressanfälle und Kotzen. Nicht 
gut.

>achja, langfristig werden auch die boom phasen kürzer und flacher, da

Ja, wie beim Herzinfarkt. Da pumpt das Herz auch immer schneller mit 
immer kleinerem Volumen . . .

>deutschland sich den kuchen jetzt mit der globalisierten welt teilen
>muss, ist aber nicht zu ändern so ist das leben. :)

Unser Kuchenstück ist im Moment schon noch sehr ordenltich, wenn gleich 
ma Schmelzen.

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