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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Suche Frequenz Wandler 230v 50Hz auf 110v 60Hz


Autor: HansDampf (Gast)
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Suche Frequenz Wandler 230v 50Hz  auf 115v 60Hz (Deutsch auf USA)

Fuer meine Hobby Holzwerkstatt die aus mehreren Geraeten aus den USA 
besteht suche ich einen Frequenz Wandler im Bereich von 3kW Leistung.

Geraete wie z.B. Schwingschleifer, Standbohrmachine, Dickehobel, 
Abrichthobel, Kreissaege usw sind zu betreiben

Motorenaustausch empfiehlt sich nicht da es zu viele einzelne Geraete 
sind.

Gibt es eine Moeglichkeit einen Frequenz Wandler der 3 Phasen liefert 
irgendwie an einen Einphasen Motor anzuschliessen oder ist das 
unmoeglich ?

Vielen Dank

Autor: Peter (Gast)
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Die meisten Geräte werden auch mit 110V/50Hz problemlos funktionieren, 
da reicht ein Trafo...

Autor: Tobias (Gast)
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Die Maschinen werden wahrscheinlich nur ein bissl langsamer laufen mit 
50Hz, aber das sollte nicht das Problem sein. Aber woher hast du denn 
diese ganzen Geräte aus den USA?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Findest Du zu Dutzenden in ebay, Stichwort Frequenzumrichter.


> Gibt es eine Moeglichkeit einen Frequenz Wandler der 3 Phasen liefert
> irgendwie an einen Einphasen Motor anzuschliessen oder ist das
> unmoeglich ?

Motor-Generator-Kombinationen können sowas wie einphasige Belatung ab. 
Aber Du willst wohl kaum diese zentnerschwere Technik der 60er Jahre 
einsetzen :)

Autor: Michael (Gast)
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Da wird die Brühe teurer als das Fleisch.
3KW für eine Kreissäge oder Dickte ist sicher etwas knapp bemessen (ca. 
13A an230V ). Für diese bietet sich der Motorenaustausch Drehstrom an. 
Auch wegen der Laufruhe.
Preiswerte gebrauchte gibt es da genug. Ansonsten einen fetten 
Spartrafo, der ist robust und preiswert zu haben. Die Kleingeräte neu 
kaufen.
Für Hobby geht das, als Gewerbe taugt die Anordnung eh nicht!

Autor: oszi40 (Gast)
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Manchmal ist der Transport teurer als der Nutzen. Siehe letzte 
Diskussion.
Beitrag "220V 60Hz Motor an 220V 50Hz"

Bei ortsveränderlichen Geräte hätte ich gar keine Lust, extra noch einen 
schweren Trafo mit herumzuschleppen. Eine 1000W-Handbohrmaschine ist für 
30€ zu finden.

Autor: Hans Dampf (Gast)
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Danke fuer die Beitraege...

die Frequenzwandler die ich auf ebay gefunden habe haben meistens 3 
Phasen output.
Alles ueber 300Euro hab ich mir noch nicht angeschaut, da es fuer mich 
zu teuer ist.

Ich arbeite seit 5 Jahren hier in den USA und deshalb hat sich hier so 
einiges an hochwertigen Geraeten angesammelt. Das Preis 
-Leistungsverhaeltnis ist einfach unschlagbar. Da ich naechstes Jahr 
wieder nach Deutschland umziehe, moechte ich meine "Sammlung" nicht 
aufgeben.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Hans Dampf schrieb:
> Danke fuer die Beitraege...
>
> die Frequenzwandler die ich auf ebay gefunden habe haben meistens 3
> Phasen output.

Nur so macht das ja auch Sinn.

Drum schrieb ich ja deutlich: Das kriegst Du halt nur in Form von 
antiker MotGen Ausführung.

Also für kleieneren Geräte wie schon von anderen gepostet: 230/115 Volt 
Trafo vorschalten, und mit der Drehzahlreduktion leben.

> Alles ueber 300Euro hab ich mir noch nicht angeschaut, da es fuer mich
> zu teuer ist.
>
> Ich arbeite seit 5 Jahren hier in den USA und deshalb hat sich hier so
> einiges an hochwertigen Geraeten angesammelt.

Welche Hersteller im Holzmaschinen bereich sollen  das denn sein 
bittschön?

<  Das Preis
> -Leistungsverhaeltnis ist einfach unschlagbar.


Ich denke Du kaufst Dir in Deutschland mal was von Scheppach und und wir 
reden dann nochmal nachdem Du das auch unter P/L-Aspekt verglichen hast. 
Ok?


> Da ich naechstes Jahr
> wieder nach Deutschland umziehe, moechte ich meine "Sammlung" nicht
> aufgeben.

Ok, wenn es unter dem Aspekt ist "ich häng dran", dann mag das Sinn 
machen.

Aber ansonsten würde ich sagen: "garage sale" und weg das Zeuch.

Autor: Hans Dampf (Gast)
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Zum P/L Verhaeltnis kann ich nur sagen das man fuer 400Euro keine 
gescheite Tischkreissaege oder Gaehrungssaege mit als Sliding Compound 
Miter Bevel + Laser 12 inch Blatt bekommt. Besonders bei den immer 
haeufigeren "Sonderangeboten" wegen der schlechten Wirtschaftslage.

DeWalt und Makita sind sehr wohl was brauchbares. Bei dem Umtauschkurs 
kommt selbst Scheppach nicht hinterher (Sind schoene Geraete keine Frage 
aber auch ein stolzer Preis )

In manchen Sachen sind die Amis einfach inovativer da hier viel mehr aus 
Holz gebaut wird als in Deutschland. Zwar legt die Mehrheit nicht so 
viel Wert auf Praezession aber wenn man sucht dann findet man auch das 
Richtige.

Stihl Motorsaegen z.B. sind bis zu 40% billiger als in Deutschland...

Autor: oszi40 (Gast)
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Thema Preis/Leistung (W):
-Dann rechne mal noch den Transport und die Trafos dazu.
-Dann arbeite mit einer 2000W-Handkreissäge mit 10kg "Schlepptrafo" auf 
dem Dach....

z.B. :-) 
http://www.statron.de/produkte/stelltransformatore...

Autor: Hans Dampf (Gast)
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:-)
den Trafo hab ich eh schon und der Transport wird bezahlt... egal 
wieviel ich dabei habe.

Da ich keine Geraete ausleihe und auch nicht mit diesen wohin fahre 
bleibt alles bei mir in der Werkstatt.

Autor: oszi40 (Gast)
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Kleiner Tip am Rande: Gut einpacken Seetransport macht feucht und 
muffig.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Hans Dampf schrieb:
> Zum P/L Verhaeltnis kann ich nur sagen das man fuer 400Euro keine
> gescheite Tischkreissaege oder Gaehrungssaege mit als Sliding Compound
> Miter Bevel + Laser 12 inch Blatt bekommt. Besonders bei den immer
> haeufigeren "Sonderangeboten" wegen der schlechten Wirtschaftslage.

Och, diese Art Angebote gibt es hier auch seit geraumer Zeit.

>
> DeWalt und Makita sind sehr wohl was brauchbares. Bei dem Umtauschkurs
> kommt selbst Scheppach nicht hinterher (Sind schoene Geraete keine Frage
> aber auch ein stolzer Preis )

Makita mag ich zustimmen, DeWalt (zumindest was ich testen konnte): Na 
ja, irgendwie ist da die Meinung ähnlich wie vielr anderer Poster in 
de.rec.heimwerken: Sollte man vor Kauf sorgfältig abwägen ;-((

Nun, 10 inch sind hierzulande für den DIYer das angesagte. Für die von 
Dir beschrieben Variante ist es dann Scheppach TKG260e bzw. 260i.
Die 260e liegt so um 200 Euro, Bereich 120 bis 240 Euro.
Die 260i ist naturgemäß teurer.
Es macht aber wenig Sinn, ein präzies Gerät wie die TKG mit dem von Dir 
beschriebenen Low-Budget-Geräten zu vergleichen. Schließlich hat ja auch 
ein Lada ausgezeichnete P/L-Eigenschaften beim Fahren verglichen mit dem 
P/L eines Porsche 911 Bi-Turbo :)  Unten mehr dazu.

Für das was Du beschreibst, ist wohl die 260e (bis auf den Durhcmesser) 
der passende Vergleich.
Wobei mir bis heute ein Laser nicht nötig erschien, aber da hat wohl 
seinen eigenen Spieltrieb.

>
> In manchen Sachen sind die Amis einfach inovativer da hier viel mehr aus
> Holz gebaut wird als in Deutschland.

Na ja, aber beim Holzbearbeitungsmashcinebau müßte dann in den letzten 4 
Monaten dort ein Quantensprung gewesen sien. Denn bei meinem letzten 
Besuch im Februar in Nord-US und Kanada: Da sah ich nix innovatives in 
diversen Fachmärkten bzw. Hardware-Stores.

> Zwar legt die Mehrheit nicht so
> viel Wert auf Praezession

Genau. Es ist ist bilig verarbeitet,  wenig maßhaltiger Schnitt, lautes 
Laufgeräusch.
Ich habe da nie den Sinn gesehen auf Präzision zu verzichten, weil ich 
lieber einmal Säge/bohre und es paßt. Als 2-3 Stücke Holz zu vermurksen, 
weil
- die Gehrung auswandert.
- der Bohrer der Standbohrmaschine deutliches Spiel hat.
- etc.

Das, was die dort erhältlichen Geräte billiger sein mögen, legt man am 
Materialmehrverbrauch drauf.
Klar, wenn man mal eben was zusammenschludern will, dann taugt euch eine 
Billigsäge.
Aber ansonsten ist das US-HW_Stor-Teil nur für'S Ablängen von Brennholz 
geeignet.


> aber wenn man sucht dann findet man auch das
> Richtige.

Also solide gefertigte, präzise werkelnde Holzmaschinen sind in US nicht 
so deutlich billiger.
"Richtige" kann natürlich auch heißen, für bescheidene Ansprüche gerade 
ausreichend.

>
> Stihl Motorsaegen z.B. sind bis zu 40% billiger als in Deutschland...

Mercedes und Porsche Automobile dort  auch :))

Aber keine Sorge, beim Import zurück nach D wird die Spanne dank 
deftiger Zoll-Zahlungen wieder kleiner.

Autor: Sommerente (Gast)
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Dieselaggregat mit 110V 60Hz ??

Autor: Hans Dampf (Gast)
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Dieselaggregat ist mir auch schon eingefallen besonders bei der 
Ueberland Stromversorgung hier in dier Stadt kommte es haeufig zu 
Stromausfaellen wenn es mal wieder kraeftig geregnet hat.


Zoll wird nur faellig wenn die Gerate innerhalb von 6 Monaten vor 
Rueckreise gekauft worden sind... aelltere sind Zollfrei :-)

Autor: stefan doering (Gast)
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Hallo zusammen, interessant zu lesen!

Ich lebe seit sechs Jahren in Canada und gehe nun zurueck nach 
Deutschland!
Habe eine kleine Hobby werkstatt, mit Dewalt mitre saw 718, Makita 
Kompressor, staender bohrmaschine usw.
Stehe vor dem gleichen Problem: hier verkaufen, bekomme sehr wenig Geld 
fuer diese Tools, dann der starke Euro!
Das laesst mich ueberlegen die Klamotten mit zu nehmen und mir ein zwei 
Trafos zu kaufen.
Frage : wieviel langsamer laeuft eine Bohrmaschien, eine Flex, die Kapp 
und Gaehrungs saege mit 50Hz? ist das wesentlich?
Der Kompressor laeuft der ueberhaupt mit transformator?
Klar, erforderte Leistung plus 30% also brauche ich nen 3000W trafo!
Wuerde mich ueber alle inputs und Erfaehrungsberichte freuen- Danke
stefan

Autor: D. V. (mazze69)
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stefan doering schrieb:
> Frage : wieviel langsamer laeuft eine Bohrmaschien, eine Flex, die Kapp
> und Gaehrungs saege mit 50Hz? ist das wesentlich?

Die Netzspannung beträgt in Kanada 110/120 V, 60 Hz.
Haben dich die Bären und die Kälte um den Verstand gebracht?

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Die meisten Deiner aufgelisteten Maschinen verwenden einen hoch 
drehenden Universalmotor. Dem ist die Frequenz völlig egal, wenns sein 
muß läuft der auch mit Gleichspannung (die Phasenanschnittsteuerung zur 
Drehzahlregelung aber nicht). Der Kompressor wird einen Asynchronmotor 
haben und hierzulande etwas langsamer drehen. Dadurch sinkt die 
Förderleistung geringfügig, aber ich denk der würde mit einem Trafo 
locker laufen.

Autor: Johannes E. (cpt_nemo)
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stefan doering schrieb:
> Frage : wieviel langsamer laeuft eine Bohrmaschien, eine Flex, die Kapp
> und Gaehrungs saege mit 50Hz? ist das wesentlich?

Die Netzfrequenz hat doch eigentlich nur bei Drehstrommotoren einen 
Einfluss auf die Drehzahl.

Ein Reihenschlussmotor sollte mit 50 Hz nicht langsamer laufen als mit 
60 Hz, solange die Spannung passt.

Ein Asynchron-Drehstrommotor läuft um den Faktor 5/6 langsamer. 
Zusätzlich wird er etwas übererregt betrieben (höherer Blindstrom), es 
könnte also sein, dass er etwas wärmer wird als bei 60 Hz.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Johannes E. schrieb:


> Die Netzfrequenz hat doch eigentlich nur bei Drehstrommotoren einen
> Einfluss auf die Drehzahl.

In Amerika werden auf Grund des dort fehlenden Drehstroms auch
grössere Motore als Kondensatormotore gebaut. Da ist die Dreh-
zahl natürlich auch frequenzabhängig. Zusätzlich muss bei 50Hz
statt 60Hz möglicherweise auch der Kondensator getauscht werden.
Gruss
Harald

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Ich denke nicht, daß man den Kondensator tauschen muß. Aber Du würdest 
natürlich auch die noch die Zuleitung austauschen und nur spezielle 
50Hz-Kabeltrommeln verwenden, damit sich die Impedanz nicht ändert... 
oder wie?!

Autor: oszi40 (Gast)
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stefan doering schrieb:
> Klar, erforderte Leistung plus 30% also brauche ich nen 3000W trafo!

Dann fliegt der flinke 16A LS-Automat evtl. schon im Einschaltmoment 
raus wenn Du den Trafo ansteckst? Vergleiche mal Deine Werkzeug-Preise 
z.B. mit denen hier und entscheide dann selbst: 
http://www3.westfalia.de/   od. www.idealo.de

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Wenn der Trafo mit seinem Einschaltstrom die Sicherung schmeißt, ist 
doof. Entweder gute alte Schmelzsicherung oder Trafo-Softstart.

Daß er seine Geräte behalten will kann ich schon irgendwie verstehen.

Autor: Deneriel (Gast)
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Also ich sehe da genug Möglichkeiten - aber alle bedeuten einen gewissen 
Aufwand ;-)

Bei Betrieb von 60Hz Motoren an 50Hz geht die Abwärme bei gleicher 
Leistung etwas rauf, bzw. die entnehmbare Leistung etwas runter, im 
Verhältnis der Netzfrequenz.
Bei Synchronmotoren sinkt dazu die Drehzahl.
Kondensatormotoren werden höchstwahrscheinlich laufen, da die 
Kondensatorkapazität jetzt nicht hochpräzise sein muss. Auch hier ist 
halt etwas weniger Leistung zu erwarten. Das sind eigentlich 
Drehstrommotoren und mit dem Kondensator wird denen die 3. Phase 
vorgegaukelt. Passt der Wert nicht genau, passt der Phasenversatz halt 
nicht ganz und die Motorleistungsabgabe ist halt auch etwas "unrund" 
Sofern man die nicht immer auf Anschlag belastet, sollte das erstmal 
kein Problem sein.

Als saubere Lösung würde ich versuchen a)
Kleingeräte mit Trafo zu betreiben, Großgeräte auf Drehstrommotoren 
umzurüsten*
oder b)
ein zusätzliches 110V-Netz in der Werkstatt zu installieren.

Bei a) kann der Teufel natürlich im Detail liegen, wenn es um 
unterschiedliche Flansche, zöllige und Metrische Normen, usw. geht.
Für b) sind die Komponenten hierzulande selten und teuer, und wenn du 
das offiziell haben willst brauchst du einen geistig flexiblen 
Elektriker. Das ist aber ein untergeordnetes Problem.



Mögliche Komponenten wenn du nicht umrüsten willst:
- Spartrafo 230V/110V
Der Ausgang ist nicht galvanisch vom Netz getrennt, im Fehlerfall 
sprechen die vorhandenen Schutzmaßnahmen an (LS + FI => Breaker + RCD).
Für größere Leistungen wird das unhandlich und problematisch, aber für 
die Handbohrmaschine oder dergleichen durchaus brauchbar. Die Dinger 
gibts auch fertig zu kaufen.
Die Netzfrequenz beträgt 50Hz.

- Zentraler Trafo
Man kann einen dicken Drehstrom-auf-Wechselspannungs-Trafo einsetzen der 
dann gleich auch noch 110V ausspuckt. Da bekommt man recht 
unproblematisch ordentlcih Leistung umgesetzt. Ist halt recht schwer das 
gute Stück und vermutlich nicht Lagerware. Aber ein Trafowickler kann 
sowas auf Basis eines Drehstromtrafos problemlos anfertigen. 300€ Budget 
wird es aber übersteigen.
Dazu kommt dann halt eine Verteilung und NEMA-Equipment. Schutzmaßnahmen 
müssen nach dem Trafo getroffen werden, das wird also ein vollwertiges 
Netz mit eigenem Sicherungskasten (bzw. Schrank, wo der Trafo gleich mit 
unterkommt).
Netzfrequenz auch hier: 50Hz.

- rotierender Umformer
Antike Technik, aber Rock-Stable.
Du besorgst dir drüben einen ausreichend leistungsstarken 
Wechselstromgenerator für 110V und nimmst ihn mit. Den könnte man auch 
hier wickeln lassen, wenn die Fracht aber nix kostet...
Hier baust du den mit einem Getriebe (Übersetzungsverhältnis 5:6) an 
einen Drehstrommotor dran. Im einfachsten Fall eine stabile Kette mit 
zwei passenden Kettenrädern).
So wurde früher für die Bahntechnik auch 16 2/3Hz Wechselstrom erzeugt, 
nur da waren Motor und Generator passend gewickelt und auf einer Welle 
untergebracht.
Normgeneratoren für 60Hz brauchen halt eine andere Drehzahl und es 
dürfte einfacher sein die anzupassen als einen besonderen Typ Generator 
zu besorgen.
Ergebnis: 110V bei 60Hz - dahinter kommt dann wieder ein 
Sicherungskasten und ein separates 110V-Netz. Die Maschinen wissen 
nichts von der Reise um die halbe Welt, denn der Strom schmeckt "wie 
daheeme".
Haken: So ein Umformersatz ist mechanisch, und alles andere als 
Geräuschlos.

- Frequenzumrichter
Wäre die optimale Lösung. Aber - in der Form 3ph in, 1ph Out halt nicht 
so gängig. Eine USV macht das Gleiche, die kleinen sind aber nicht auf 
Dauerlast ausgelegt und Motoren ziehen beim Anlaufen einen vielfach 
höheren als den Nennstrom. Die sind daher ungeeignet.
Je nach Größe kann man den Maschinen jeweils einen eigenen Umrichter 
verpassen oder einen dicken Umrichter anstelle des Umformersatzes oben 
benutzen. So macht es die Bahn heute auch ;-)
Haken: Der Preis

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Die meisten Frequenzumrichter stört es nicht, wenn man nur eine Phase 
beschaltet. Bessere FUs lassen sich auch vielfältig parametrisieren, so 
daß sie 120V/60Hz bei voller Leistung erzeugen können (und nicht 
400V/60Hz) Aber 3..5kW pro Phase wird schon ein großes und entsprechend 
teures Gerät. Ich würd es vorher mit 50Hz probieren oder den Motor bzw. 
das ganze Gerät wechseln.

Autor: Johannes E. (cpt_nemo)
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magic smoke schrieb:
> Die meisten Frequenzumrichter stört es nicht, wenn man nur eine Phase
> beschaltet.

Das Problem ist aber, dass die üblichen Frequenzumrichter keinen 
Neutralleiter haben. Man kann also ein 1-phasiges Gerät nicht einfach so 
an eine Phase anschließen.

Weiterhin sind Frequenzumrichter für den Betrieb eines Motors gemaacht, 
die brauchen eine induktive Last am Ausgang.

Man kann da nicht einfach irgendwas anschließen. Wenn man sich mit einem 
Frequenzumrichter ein 60 Hz erzeugen möchte, braucht man mindestens noch 
einen LC-Filter am Ausgang, der sie PWM herausfiltert.

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Dann klemmt man das einphasige Gerät einfach zwischen zwei Phasen. Das 
hab ich auch selbst schon gemacht und es hat doch tatsächlich 
funktioniert.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Johannes E. schrieb:
> Wenn man sich mit einem
> Frequenzumrichter ein 60 Hz erzeugen möchte, braucht man mindestens noch
> einen LC-Filter am Ausgang, der sie PWM herausfiltert.

Auch nicht. Die Induktivität der Motoren (und das ist ja die primäre 
Anwendung eines FU) kommt mit der PWM prima klar, bzw. filtert sie. 
Filter für die PWM haben nur Wechselrichter - FU hingegen nicht.

magic smoke schrieb:
> Dann klemmt man das einphasige Gerät einfach zwischen zwei Phasen. Das
> hab ich auch selbst schon gemacht und es hat doch tatsächlich
> funktioniert.

Jo, das funktioniert gut. Ich betreibe seit Jahren zwei normale 
Ventilatoren (Decken- und Standventilator) über die gesamte Heizperiode 
auf diese Art.

Gegen den FU spricht hier nur die benötigte hohe Leistung. Ansonsten ist 
das die saubere Lösung.

: Bearbeitet durch User
Autor: J. Ad. (gajk)
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Andrew Taylor schrieb:

> Aber ansonsten würde ich sagen: "garage sale" und weg das Zeuch.

Vor allem weil die Geräte ja nicht gerade im Bereich Handgepäckgewicht 
anzusiedeln sein dürften.

Auf jeden Fall VORHER die Transportkosten abklopfen.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Spinneridee: Man nimmt einen AVR-Receiver mit 5x1000W und speist 
phasenversetzt einen 60-Hz-Ton ein. Hinter den AVR kommt dann nur drei 
Trafos und....

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Tja, wieso eine Class-D-Endstufe wohl so eine verblüffende Ähnlichkeit 
mit einem Wechselrichter hat...?

Autor: J. Ad. (gajk)
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magic smoke schrieb:
> Tja, wieso eine Class-D-Endstufe wohl so eine verblüffende
> Ähnlichkeit
> mit einem Wechselrichter hat...?

Drum gibt es doch auch diesen Spruch, wie ging er noch:

Der Amp im Haus erspart das Schweißgerät.

:-)

Autor: Magic Smoke (magic_smoke)
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Auf jeden Fall zieht er bei mir bei Bedarf genau so viel Leistung...

:)

Autor: Johannes E. (cpt_nemo)
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Matthias Sch. schrieb:
> Die Induktivität der Motoren (und das ist ja die primäre
> Anwendung eines FU) kommt mit der PWM prima klar, bzw. filtert sie.

Ja, wenn man nur einen Motor anschließt, geht das; dafür sind die FUs ja 
auch gemacht.
Wenn man aber z.B. eine Bohrmaschine mit elektronischer Drehzahlregelung 
und/oder X-Kondensator anschließt, gibt es mit Sicherheit Probleme. Hast 
du das auch schon mal getestet?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Johannes E. schrieb:
> Wenn man aber z.B. eine Bohrmaschine mit elektronischer Drehzahlregelung
> und/oder X-Kondensator anschließt, gibt es mit Sicherheit Probleme. Hast
> du das auch schon mal getestet?

Wir sollten langsam anfangen, zwischen Klein- und Grossgeräten zu 
unterscheiden. Eine Bohrmaschine aus den USA mit herüberzubringen ist 
vermutlich sowieso nur sinnvoll, wenn das was ganz spezielles ist, und 
da ist vermutlich die Spartrafoversion die empfehlenswerteste.
Du kannst aber natürlich am FU einen 1:1 Trafo betreiben, der den PWM 
Krams abfiltert.

Bis ca. 600W ist auch ein Trafo noch gut handhabbar, zumal der 
Bohrmaschine und dem Schwingschleifer die Netzfrequenz wurscht ist.
Ob sich das alles aber lohnt, kann nur der TE entscheiden.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
Datum:

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Matthias Sch. schrieb:

> Wir sollten langsam anfangen, zwischen Klein- und Grossgeräten zu
> unterscheiden. Da ist vermutlich die Spartrafoversion die empfehlens-
> werteste.

"Grossgeräte" arbeiten eigentlich eher mit 230/240V. Da braucht man
auch keinen Trafo.
Gruss
Harald

Autor: Johannes E. (cpt_nemo)
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Matthias Sch. schrieb:
> Du kannst aber natürlich am FU einen 1:1 Trafo betreiben, der den PWM
> Krams abfiltert.

Hast du das schon mal probiert? Wenn du einen "normalen" 50 Hz-Trafo am 
FU-Ausgang betreibst, macht der das nicht lange mit. Auch hier braucht 
man einen LC-Filter zwischen FU-Ausgang und Trafo.

Autor: Johannes E. (cpt_nemo)
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Matthias Sch. schrieb:
> Johannes E. schrieb:
>> Wenn man aber z.B. eine Bohrmaschine mit elektronischer Drehzahlregelung
>> und/oder X-Kondensator anschließt, gibt es mit Sicherheit Probleme. Hast
>> du das auch schon mal getestet?
>
> Wir sollten langsam anfangen, zwischen Klein- und Grossgeräten zu
> unterscheiden.

Auch "Großgeräte" enthalten oft mehr als nur einen Motor, man sollte da 
etwas vorsichtig sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Johannes E. schrieb:
> Hast du das schon mal probiert? Wenn du einen "normalen" 50 Hz-Trafo am
> FU-Ausgang betreibst, macht der das nicht lange mit.

Doch, natürlich macht der das mit. Warum auch nicht - die Induktivität 
des Trafos erfüllt die gleiche Funktion wie die Motorwicklung. Und klar, 
das ich das schon probiert habe. Dafür ist ja mein 3-Phasen Umrichter 
aus dem Wettbewerb ein ideales Versuchsobjekt. Ich habe mit dem Dings 
schon alles mögliche ausprobiert - inklusive Betrieb von DC-Motoren, 
Trafos, Leuchtstoffröhren usw.

Johannes E. schrieb:
> Wir sollten langsam anfangen, zwischen Klein- und Grossgeräten zu
>> unterscheiden.
>
> Auch "Großgeräte" enthalten oft mehr als nur einen Motor, man sollte da
> etwas vorsichtig sein.

Du weisst aber schon, was ich meinte, oder? Die Bohrmaschine kannst du 
ja immer noch am Wechselrichter betreiben - oder eben über einen Trafo.

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