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Forum: Offtopic Netzteile und Bezug zur Umgebung


Autor: aaaaa (Gast)
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Hallo,

da ich bisher meine Schaltungen entweder über "alte" Computernetzteile, 
Batterien oder USB versorgt habe hatte ich folgendes Problem noch nicht:

Ich hatte mir ein paar 12V Netzteile vom Schrottplatz geholt und 
getestet. Die funktionierten auch noch meistens und es kamen schöne 12V 
raus. Aber auch bei anderen Geräten hab ich gemerkt, dass man teilweise 
so ein merkwürdiges Kribbeln in den Fingern bekommt wenn man die 
Metallgehäuse anfasst. Beispielsweise auch wenn der Laptop mit Batterie 
läuft, die externe Festplatte aber am Stromnetz hängt. Dann spürt man 
beim leichten Berühren von Metallteilen so ein Kribbeln.
Genau das gleiche, teils stärker, teils schwächer, tritt auch bei diesen 
Netzteilen auf.
Wenn man dann im AC-Modus die Spannung zwischen Schutzleiter und 12V + 
bzw. - misst, kommt man auf schöne Spannungen von bis zu knapp 100V, die 
aber keinen Strom liefern können.
Das gleiche passiert auch bei schon fertigen Geräten, daher denke ich 
nicht dass es ein Fehler ist.
Computernetzteile haben GND mit dem Schutzleiter verbunden soweit ich 
weiß. Dort tritt das Problem ja nicht auf.

Jetzt zu den Fragen:
1. Wenn ich nun eine dieser Schaltungen mit "Kribbelnetzteil" an den PC 
hänge, dann riskiere ich es doch, dass was kaputtgeht, oder? GND vom PC 
liegt auf 0V. Die 5V (z.B. ein TTL-Signal) der Schaltung liegt dann 
irgendwo bei ca. 100V rum. Würde das dann bedeuten dass beim Einstecken, 
falls die Verbindung von beiden Massen(nennt man das hier noch so?) erst 
NACHER geschieht, dass dann was kaputt geht, weil 100V anstatt 5V 
anliegen?
2. Wenn das - der Schaltung mit GND vom PC verbunden ist, gibt es dann 
Probleme?
3. Ist dieses Kribbeln gefährlich bzw. warum ist das so bei manchen 
Netzteilen und bei anderen nicht?
4. Das - wird man nicht einfach manuell mit dem Schutzleiter verbinden 
dürfen, oder?

Wollte lieber erstmal fragen bevor noch was kaputt geht/es gefährlich 
wird! :-)

Autor: winne (Gast)
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Das Problem rührt tatsächlich vom fehlenden Bezugspotential her.
Somit schweben die Ausgangspotentiale der schutzisolierten 
(Schalt)Netzteile irgendwo zwischen 0 und 230V. Ein definiertese 
Nullptential gibt es ja bei ortsveränderlichen Geräten mit Eurostecker 
nicht. Willst du dieses, so mußt du zuerst alle Massepunkte miteinander 
verbinden.

Autor: aaaaa (Gast)
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Danke für deine Antwort! So in etwa hatte ich mir das schon vorgestellt 
vom Grund her.
Also dieses Kribbeln fühlt sich sehr nach 50Hz an. Schaut so aus als 
würden sich da geringst Ladungen verschieben.

Bei Reichelt hab ich das gefunden: SNT MW25-05
Wär es bei dem möglich Schutzleiter und - vom Ausgang zu verbinden?

Ist das bei tragbaren Geräten unüblich, dass den Schutzleiter mit dran 
haben? Ist das eben einfach so weil es sein darf, oder weil es sein 
MUSS? Also wärs illegal oder gefährlich wenn ich ein Nullpotential bei 
solchen Geräten hätte? Oder ist das wieder nur eine Kostenfrage gewesen, 
weil Eurostecker billiger sind?

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