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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Handwerker + Berufserfahrung = Techniker?


Autor: Norbert (Gast)
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Also vorhin, als ich in einem vorigen Diskussionsthread diese Formel 
gesehen habe

Techniker + Berufserfahrung = FH-Ing. (Bachelor)

mußte ich herzhaft lachen denn in meinem Unternehmen (Telekom AG) gilt 
mittlerweile nun schon seit einiger Zeit folgende Formel:

Handwerker mit Hauptschulabschluß + Berufserfahrung >= Techniker

Und ich weiß aus sicheren Quellen, dass diese Verfahrensweise auch in 
anderen großen Unternehmen Deutschlands mitterweile mehr und mehr zur 
gängigen Praxis wird.

Ich habe in der Formel ganz bewußt größer-gleich geschrieben, denn 
solche Leute werden, man höre und staune, teilweise bereits 
FH-Ingenieuren gleichgesetzt und das schon bei wenigen Jahren 
Berufserfahrung. Tja, das schmeckt den Technikern bei uns noch viel 
weniger, als einem Ingenieur, der sich mit der Gleichsetzung zu einem 
Techniker konfrontiert sieht. Und man erkennt auch sehr schnell, dass 
der Rechtfertigungsjoker "Berufserfahrung" ein Argument ist, das sehr 
schnell nach hinten losgehen kann.

Wie ist sowas möglich? Ganz einfach, da stecken starke Gewerkschaften, 
wie VerDi dahinter, die solche Praktiken, dank der letzten Änderungen 
unserer Betriebsverfassungsrechte, die Ende der 90er durch rot-grün 
durchgeführt wurden, mittels massivem Druck des Betriebsrates problemlos 
durchsetzen können und oft ist das selbst den Unternehmen heutzutage gar 
nicht mal so unwillkommen.

Die Stellen werden unter "Mitwirkung" des Betriebsrats entsprechend 
ausgeschrieben (gesucht wird Blabla oder mit gleichwertiger 
Berufserfahrung) und schwupps, sitzt der Wunschkandidat auf dem Posten 
und der Ingenieur oder der Techniker, dem die Stelle eigentlich von 
seiner Qualifikation her zustehen würde, geht leer aus und darf dann die 
Faust in der Tasche machen.

Ich denke mal, wir sollten diese Grabenkriege zwischen Technikern und 
Ingenieuren lieber beenden und sollten gleichzeitig an einem Strang 
ziehen und dafür sorgen, dass sich Bildung auch morgen noch in unserem 
Land lohnt und entsprechend honoriert wird. Jeder von uns sollte stolz 
auf sein persönliches know-how sein, das sicherlich individuell 
verschieden ist  und auf das, was er in seinem Leben erreicht hat, egal 
ob Techniker, Bachelor, Dipl.-Ing. oder Dr.-Ing.

Jeder sollte sich daher sehr gut überlegen, wo er bei der kommenden 
Bundestagswahl sein Kreuz auf dem Wahlzettel plaziert denn sonst kann es 
schnell passieren, dass sowohl Ingenieure, wie auch Techniker, schon 
morgen beide auf dem Verlierertreppchen stehen.

Soweit zu diesem Thema.

Gruß, Norbert

Autor: Eine Meinung (Gast)
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Warum ist er jetzt verblödet, wenn er eine Praxis in gewissen Firmen 
anspricht?

Es gibt einige Firmen, in denen die Stellen passend gemacht werden, 
damit Vitamin B-Leute ihre Stellen bekommen. Irgendwo müssen Verwandte, 
gute Bekannte oder Vereinskollegen unter kommen.

Das sah ich schon öfters.

Autor: IGBT (Gast)
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Bei uns gibt es sogar ungelernte, die es zum Vorarbeiter und 
Abteilungsleiter geschafft haben! Und wurden damit Vorgesetzte von 
Facharbeitern!

Autor: Oliver Dippel (unixconf)
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Es gibt Hauptschüler die ein ganzes Haus bauen können,
und es gibt Ing. die nicht mal ein Sack Zement heben können !!!!

Wenn würdet ihr vorziehen ;-)

DBD
 Olli

Autor: Gast (Gast)
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>Es gibt Hauptschüler die ein ganzes Haus bauen können,
>und es gibt Ing. die nicht mal ein Sack Zement heben können !!!!

>Wenn würdet ihr vorziehen ;-)

Für Planung und Organisation des Bauvorhabens immer noch den Ingenieur 
und zum Zemnet schleppen den Hauptschüler natürlich.

Autor: Schwups... (Gast)
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>Es gibt Hauptschüler die ein ganzes Haus bauen können,
>und es gibt Ing. die nicht mal ein Sack Zement heben können !!!!
Sehe ich auch so und hab ich schon unter Beweis gestellt.

>Für Planung und Organisation des Bauvorhabens immer noch den Ingenieur
>und zum Zemnet schleppen den Hauptschüler natürlich.

Der Hauptschüler(natürlich mit erfolgreicher Berufsausbildung
und -erfahrung) kann auch die Planung und Organisation übernehmen.
Das habe ich schon erfolgreich unter Beweis gestellt.
Nur den von zugelassenen Ingenieuren nach geltendem Baurecht(?)
auszuarbeitenden Standsicherheitsnachweis ist und bleibt deren
Aufgabe. Hätte ich auch gekonnt da ich dafür einen Bildungsnachweis
habe aber nicht die dafür nötige Zulassung. Zumindest konnte ich
dadurch bei der Berechnung eines Ing. noch Mängelbeseitigung vornehmen.

Autor: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten .. (Gast)
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Hallo zusammen,

vielleicht sollten wir einfach alle Fachschulen, Hochschulen und 
Universitäten abschaffen. Wozu braucht man noch qualifiziertes Personal? 
Anscheinend reicht ein Hauptschulabschluss und ein wenig Berufserfahrung 
aus, um all diese Aufgaben übernehmen zu können. Erstaunlicherweise 
tritt diese Meinung immer nur in den technischen Bereichen auf. Da 
herrscht die Meinung, das kann ich mir alles selbst beibringen, dafür 
brauche ich keine Fachausbildung oder ein "blödes" Studium. Treiben wier 
das Ganze auf die Spritze und zeigen mal an einem vergleichbaren 
Beispiel, wie grotesk dieser Vergleich ist: Man kommt mit einer 
Blinddarmentzündung ins Krankenhaus und bekommt vor Ort gesagt: "Guten 
Tag! Ich bin der Arzt, zwar kein richtiger, aber ich bin Hauptschüler 
mit 10 Jahren Berufserfahrung im Pflegedienst. Meine Qualifiaktion sind 
5 Jahre TV-Erfahrung in der Scharzwaldklinik und ich durfte auch schon 
mal bei einer Bein-OP zuschauen. Ich werde ihren Blinddarm entfernen". 
Genau an diesem Punkt würde mich dann das Gesicht unserer 
"Super"-Hauptschüler interessieren, theoretisch müssten sie der Meinung 
sein, das was ich durch "zuschauen" auf dem Bau gelernt habe, hat der 
"Arzt" halt durch "zuschauen" im OP gelernt. Das ist völlig in Ordnung, 
ich muss überhaupt keine Angst haben ... Unsere Hauptschüler sollten mal 
langsam wieder zur Besinnung kommen und die natürliche Bildungshierachie 
anerkennen.

Gruß

Autor: Oliver Dippel (unixconf)
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Unechter Arzt ?

Gab es auch schon,
und der wurde sogar Oberarzt ;-)

Autor: Jay (Gast)
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Der Vorposter hat recht: Im medizinischen Bereich würde es sowas nicht 
geben! Der Anzeigentext würde niemals lauten "abgeschlossenes Studium 
mit Facharztausbildung ODER vergleichbarer Berufserfahrung..."

Autor: Jay (Gast)
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Für Hamburg und Bremen suchen wir

Diplomingenieure (m/w)
Techniker (m/w)
Zu Ihren Aufgaben gehört:

■Elektronische Systeme und Komponenten in Luft- und Raumfahrt
■technologisch anspruchsvolle Systeme für 
Stromversorgung/Energiemanagement, Kommunikation, Datenerfassung und 
-verarbeitung
■Erstellung von Bauunterlagen für elektrische Baugruppen und 
Leitungsbündel
■Integration der elektrischen Baugruppen und Leitungsbündel im Flugzeug
■Technische Unterstützung und Betreuung in den Fertigungs- und 
Endmontage-Linien

Als Diplomingenieur oder Techniker der Fachrichtung 
Elektrotechnik/Elektronik oder wenn Sie über eine vergleichbare 
Ausbildung verfügen, bringen Sie die richtigen Voraussetzungen mit. 
Praxiserfahrungen in der Konstruktion/Entwicklung von elektrischen 
Baugruppen/Leitungsbündeln sind ein Muss. Kenntnisse in der 
Luftfahrzeugtechnik, insbesondere in Airbus-Verfahren, sind ein Plus.

Was ist eine vergleichbare Ausbildung? Ich habe schonmal ein Flugzeug im 
Fernsehen gesehen. Reicht das auch?

Autor: Matthias (Gast)
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Ich sag nur: ERA.

Seitdem dieser neue Tarif eingeführt wurde, lauten die Stellenanzeigen 
bei uns: "Sie sind Ingenieur (TU/FH) oder besitzen vergleichbare 
Berufserfahrung...."
Zu verdanken ist dies der IG-Metall, Dankeschön !

Auf der einen Seite verstehe ich, daß Leistung unabhängig von Titeln 
belohnt werden muß. Andererseits frage ich mich, warum ich überhaupt 
studiert habe...

Autor: P. S. (Gast)
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Ich verstehe diesen Titelwahn in Deutschland nicht. Am Ende zaehlt doch 
lediglich die Kompetenz und nicht, wie sie erworben wurde. Deswegen 
lohnt sich ein Studium natuerlich trotzdem, denn das sind einige Jahre, 
in denen man sich voll auf den Aufbau von Kompetenzen konzentrieren und 
das auch leicht nachweisen kann.

Autor: Koogel (Gast)
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>Unsere Hauptschüler sollten mal
>langsam wieder zur Besinnung kommen und die natürliche Bildungshierachie
>anerkennen.

Erkenn Du erstmal an, dass deine Beiträge der niedrigsten Stufe dieser 
Hierarchie noch zuunterst liegen könnten! Schwätzer!

Autor: Paul (Gast)
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Hallo

Ich verstehe vor allem hier im Board nicht den Anspruch auf eine gute 
Position, die sich ausschließlich nur auf den Ausbildungsgrad stützt.

Leute, es gibt so viele clevere Leute, die nie eine Chance zu einer 
guten Ausbildung hatten und trotzdem was drauf haben. Jemanden nur nach 
seiner schulischen Qualifikation zu beurteilen, ist ja schon 
diskriminierend.

Ich habe eher das Gefühl, hier sind einige Leute nicht in der Lage sich 
vernünftig zu verkaufen, das ist auch eine Qualifikation.

Ich klammer mal Vitamin-B-Bevorzugte aus, die gab es schon immer und 
wird es auch immer geben. Gegen solche Leute anzukommen ist einfach 
schwer, das Problem hat man in Firmen auch mit Familienangehörigen und 
der Sekretärin vom Chef usw...

Bei so manch einem Mediziner würde ich z.B. eine zusätzliche 
handwerkliche Ausbildung wünschen, bevor man ihn auf die Menschheit 
loslässt. Da gibt es genügend Unfähige, die sich mit fachlich und 
praktisch gut ausgebildeten Kollegen dann nur aufgrund ihres Abschlusses 
gleichstellen wollen - fair ist das auch nicht.

Aber im Grunde genommen spricht doch nichts dagegen eine Stelle mit 
jemanden zu besetzen, der sich mit der Materie auskennt. Ich kenne auch 
einige Akademiker, die von nichts eine Ahnung haben, aber immer mit 
ihrem Titel prahlen, umgekehrt gibt es auch völlig unbegabte Techniker. 
Die Person muss einfach auf die Stelle passen und in der heutigen Zeit 
muss sich derjenige dort auch beweisen, sonst ist der auch schnell 
wieder raus.

Wenn die Leistung im Betrieb nicht kontrolliert wird, habt ihr eher ein 
strukturelles Problem und solltet daran arbeiten.

Aber es ist ja leichter die Schuld irgendjemanden aufs Auge zu drücken.

In diesem Sinne!

Paul

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Jay.

Ungeeignetes Beispiel. :-) "Vergleichbare Ausbildung" ist nur 
Überleitung zum Knackpunkt: "Kenntnisse in der
Luftfahrzeugtechnik, insbesondere in Airbus-Verfahren, sind ein Plus."

D.h. Du kannst dir eine Bewerbung abschminken, wenn Du nicht schon in 
der
Luftfarzeugbranche, speziell in der Airbus Fertigung oder bei einem dazu 
passenden Zulieferer gearbeitet hast. Für Leute, die zwar in der 
Luftfahrttechnik gearbeitet haben, aber eben nichts mit Airbus zu tun 
haben, sehe ich keine Chance, überhaupt in ein Vorstellungsgespräch zu 
kommen. Bei Leuten aus dem airbusdunstkreis ist das anders, aber der 
Katalog von Anforderungen vorneweg engt den Kreis der Bewerber schon 
extrem ein......ich vermute sogar, das die Bewerbung auf eine spezielle 
Person zugeschneidert ist, so eng wie er ist. Vermutlich muss derjenige 
auch nur ganz kurz eingearbeitet werden. ;-)

Ich denke, der Personalchef weiss schon, wer sich da bewirbt und in den 
Kreis der engeren Bewrber kommt. Nur politische Machtfragen oder ein 
extremer Zufall können dann das Ergebnis beeinflussen. :-)
Beweisbar ist das aber kaum.

Merke: In 90% aller Fälle kennen Personalcheffs denjenigen, den sich auf 
einer Stelle sehen wollen, schon, wenn Sie ein so enges 
Anforderungsprofil schreiben. Falls nicht, werden Sie tatsächlich ein 
Problem haben, eine solche Spitzenkraft zu finden.

Ein weiteres Zenario, wo so enge Anforderungen denkbar sind, ist, wenn 
irgendeine Instanz in der Firma dort eine Einstellung wünscht, aber eine 
mit der Personalabteilung verbündete Instanz das nicht möchte. Dann wird 
natürlich das Anforderungsprofil auch so gestaltet, das sich niemand 
findet....."sorry, wir haben es versucht, aber es war kein Passender zu 
finden."

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Paul (Gast)
Datum:

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Bernd Wiebus hat schon Recht. Ein erfahrener Personaler läßt sich nicht 
blenden. Da kann man noch so tolle Einlageblättchen, 
Beglaubigungsschreiben usw. bringen.

Die ganze Diskussion muß in zwei Aspekten gesehen werden.

1. Ein Titel gibt retrospektiv! Auskunft über eine in der Vergangenheit 
erbrachte Leistung. Hinter einem Techniker stehen 2 Jahre Fachschule, 
hinter einem FH-Diplom die FHR/Abi und 4 Jahre Studium an der FH usw. 
Daran änder 100 Jahre BE nichts

Von diesem Punkt aus kann man nicht sagen, daß alles gleich ist: 
Bachelor ist demnach auch was anderes als FH-Diplom!

2. Was später durch unterschiedliche Weiterbildung oder Intellekt 
dazukommt und für den Beruf nützlich ist, ist völlig individuell.

Wenn man vergleicht, sollte man auch normierte Dinge vergleichen:
Also: Techniker < Bachelor <(=) FH-Diplom < Uni-Diplom = Master
Oder: (Techniker + BE) < (Bachelor + BE) <(=) (FH-Diplom+ BE) usw.

Wo steht ein Ingenieur mit BE, wenn der Techniker + BE angeblich Ing 
ist?

Autor: Habe fertig! (Gast)
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>Ich habe eher das Gefühl, hier sind einige Leute nicht in der Lage sich
>vernünftig zu verkaufen, das ist auch eine Qualifikation.

Ja da ist was dran! Sich gut zu verkaufen ist heutzutage die wichtigste 
Qualifikation. Deswegen kommen Möchtegern-Fachkräfte in vielen Firmen 
oft weiter wie gut ausgebildete Ingenieure. Wenn diese Einstellung so 
weiterherrscht, dann können wir unseren Industriestandort bald 
dichtmachen!

Ich finde es schon dreist die Leistung die jemand während seines 
Studiums erbringen mußte derart abzuwerten wie es hier im Forum einige 
Leute tun. Da ich vor meinem Studium schon eine Ausbildung absolviert 
habe weiß ich sehr gut einzuschätzen was der Unterschied zwischen 
Fachausbildung und Ingenieursstudium ist.

Autor: Jiro (Gast)
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Zur Anmerkung Haubtschule+Berufserfahrung= Techniker ist mal wieder eine 
Behaubtung die nicht stimmt, da fehlt noch die Berufsausbildung und die 
2 Jahre für den Techniker. Unser problem ist leider das der Titel 
Techniker nicht geschützt ist.

Autor: Paul (Gast)
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@ Jiro: Dieser Thread ist als Metapher zu sehen, zu der Aussage mancher 
Techniker: Techniker + Berufserfahrung = Ingenieur.

Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
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Um mal noch was zusätzliches zwischenrein zu werfen:

wie viele Hauptschüler bekommen denn ne Lehre als Elektroniker?

Als Elektriker vielleicht gerade noch so, aber zumindets bei größeren 
Firmen siehste in IT, Elektronik usw fast nur noch mittlere Reife und 
abi vertreten.

Und wenn es ein Hauptschüler schafft so etwas zu ergattern, dann bekommt 
er ja mit ende der Ausbildung auch die mittlere Reife anerkannt und ist 
damit ja eigentlich auch kein "Hauptschüler" mehr.


Um meinen Standpunkt auch mal wieder deutlich zu machen:

Hauptschule + Ausbildung+BE = Techniker ist genauso vermessen wie
Techniker +  BE = Ing

Aber für beide sollte es eine Möglichkeit geben die nächste Stufe gut zu 
erreichen, in dem seine bisherigen Leistungen anerkannt und SINNVOLL 
ERWEITERT werden.

Der Facharbeiter zum Techniker kann das, nennt sich eben 
Technikerschule.

Der Techniker hat gegenübger dem "normalen" Fachabiturient einen 
schlechten Standpunkt, weil eben vieles unberücksichtigt bleibt.

Was mMn fehlt ist ein Teilzeitstudium dass sich wirklich die Ziele setzt 
die Lücken zwischen einem Techniker und einem Bachelor zu füllen. Nicht 
mehr und nicht weniger.

Keiner soll was umsonst bekommen, und keiner soll unnötig lange 
rummachen.

Just My 2 Cent

Autor: Matthias (Gast)
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> er ja mit ende der Ausbildung auch die mittlere Reife anerkannt und ist
> damit ja eigentlich auch kein "Hauptschüler" mehr.
Ja, heutzutage bekommt man immer was 'extra': Der Azubi seine mittlere 
Reife, der FH-Absolvent den Zugang zur Uni und bei Real-Kauf kriege ich 
5 Tafeln Schokolade zum Preis von 4.

> Was mMn fehlt ist ein Teilzeitstudium dass sich wirklich die Ziele setzt
> die Lücken zwischen einem Techniker und einem Bachelor zu füllen. Nicht
> mehr und nicht weniger.
Als ob wir in diesem Land nicht schon genug Ausbildungs- und 
Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten hätten...

Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
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Find ich sinnvoller als in 3 Monaten aus LKW-Fahrern Fernmelder machen 
zu wollen.

Funfhundertachtundzwölfzigtausen verschiedene Elektronik-Ingenieure 
brauchen wir aber, ja?

Autor: Jan (Gast)
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>Handwerker mit Hauptschulabschluß + Berufserfahrung >= Techniker

Diese Gleichung hast du dir jetzt aber selbst ausgedacht.
Die Gleichsetzung Techniker=Ingenieur findet relativ oft in der Realität 
z.B. in den Stellenanzeigen statt. Es liegt eher an dem fliessenden 
Aufgabenbereich zwischen Techniker und Ingenieur, was natürlich 
Ingenieuren nicht schmeckt.
Selbst wenn man persönlich etwas ausdenkt, wird es immer noch Quatsch 
bleiben wenn Realität dabei ganz anders aussieht.

Autor: Paul (Gast)
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>der FH-Absolvent den Zugang zur Uni

70% der FH-Asbolventen haben Abi und hätten sofort an eine Uni gehen 
können. Und schaut mal ein Abi an und ein FH-Studium. Gegen das 
FH-Studium ist das Abi larifari, sonst würden nicht so viele 
Abiturienten aus der FH fliegen.

Autor: Usle (Gast)
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Uni und bei Real-Kauf kriege ich 5 Tafeln Schokolade zum Preis von 4.



ja das will ich sehen da hams dann wahrscheilich die 100 gramm tafeln
zu 70gramm dekradiert und dann bekommst du 5

Autor: Horst (Gast)
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>> und der Ingenieur oder der Techniker, dem die Stelle eigentlich von
>> seiner Qualifikation her zustehen würde

Kann der Handwerker mit Berufserfahrung die Aufgaben dieser Stelle 
lösen?
Wenn ja, wo ist das Problem?
Wenn nein, dann ist es nur eine Ausrede, daß ja der Betriebsrat und die 
rot-grüne Politik an der Besetzung schuld sind.

Autor: IGBT (Gast)
Datum:

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>Auf der einen Seite verstehe ich, daß Leistung unabhängig von Titeln
>belohnt werden muß. Andererseits frage ich mich, warum ich überhaupt
>studiert habe...
Für die Eintrittskarte in große Konzerne. Unabhängig von der Leistung. 
Woher soll der Personaler auch wissen, ob der Ing. eine Niete ist. Das 
stellt sich erst viel später heraus. Die Reaktionszeit (in großen 
Konzernen) ist sehr lang, da ist schon die Probezeit vorbei...

Autor: Michael S. (msk) Benutzerseite
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Jan schrieb:
> Die Gleichsetzung Techniker=Ingenieur findet relativ oft in der Realität
> z.B. in den Stellenanzeigen statt. Es liegt eher an dem fliessenden
> Aufgabenbereich zwischen Techniker und Ingenieur, was natürlich
> Ingenieuren nicht schmeckt.

Das liegt eher an der Einführung von ERA und der damit verbundenen 
Möglichkeit, die Löhne zu drücken. Wer als Ingenieur einen solchen 
Techniker-Job annimmt, ist selber Schuld.

Autor: Lothar (Gast)
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Gesucht wird im Optimalfall ein Ingenieur, der zum Gehalt eines 
Technikers arbeitet. Beim Vorstellungsgespräch heißt es dann: 
"Eigentlich haben wir diese Stelle für einen Fachschulabsolventen 
gedacht, mehr zu bezahlen sind wir nicht bereit" Ich habe es mir 
abgewöhnt, mich auf solche Stellen zu bewerben, es ist i. d. R. 
Lohndrückerei oder ein unbefriedigender Job für einen Ingenieur, der aus 
der Enwtwicklung kommt (Arbeitsvorbereitung, Bauüberwachung).

Autor: Gast (Gast)
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"Das liegt eher an der Einführung von ERA und der damit verbundenen
Möglichkeit, die Löhne zu drücken. Wer als Ingenieur einen solchen
Techniker-Job annimmt, ist selber Schuld."

Das gabs auch schon davor, das Techniker auf Ingenieurstellen arbeiten 
und auch entssprechendbezahlt werden.

Autor: Bierbaron (Gast)
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Wieviel Berufserfahrung brauch ich denn, dass ich mir meinen Dr.-Ing. 
anrechnen lassen??

Handwerker + 2 Jahre Berufserfahrung + Studium + x Berufserfahrung = 
Dr.-Ing

Das wär doch was!?

Autor: Schwups... (Gast)
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Alter=25 + 35 Jahre Berufserfahrung

Autor: Lothar (Gast)
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>Wieviel Berufserfahrung brauch ich denn, dass ich mir meinen Dr.-Ing.
>anrechnen lassen??

>Handwerker + 2 Jahre Berufserfahrung + Studium + x Berufserfahrung =
>Dr.-Ing

>Das wär doch was!?

In der Regel reichen 3 Jahre BE: Beispiele gab's genug.

Vom Ing. grad. zum Dipl.-Ing. (FH) durch 3 Jahre BE

Autor: Matthias (Gast)
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> Wieviel Berufserfahrung brauch ich denn, dass ich mir meinen Dr.-Ing.
> anrechnen lassen??

> Handwerker + 2 Jahre Berufserfahrung + Studium + x Berufserfahrung =
> Dr.-Ing

Bei den Doktoren geht diese Gleichung selbstverständlich nicht mehr auf, 
weil die noch Standesdünkel besitzen und ihre Pfründe zu verteidigen 
wissen.

Dem einfachen Ingenieur ist ein solches Denken längst abgekommen und er 
unterzieht sich dem Leistungsdiktat, frei nach dem Motto: Naja, wenn er 
bessser ist soll er auch mehr kriegen. Volkswirtschaftlich und objektiv 
vernünftig, subjektiv gesehen die reinste Selbstzerstörung. 
Normalerweise ist doch niemand so blöd und läßt andere freiwillig in 
sein Revier eindringen.

Autor: Gast (Gast)
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Handwerker + Berufserfahrung = Techniker?,Tja Warum nicht.

Mittlerweile können IHK Handwerker, Betriebwirt und sonstige mit Titeln 
wie Bacholer Prof (CCI). oder Master Prof. (CCI) schmückeln.

Es gibt jetzt fogl. Titel von IHK
Bachelor of Tourism (CCI)
Bachelor of Trade and Commerce (CCI)
Master of Business Management (CCI)
Bachelor Professional of Corporate Management (CCI)
Bachelor of Business Administration (CCI)
Master of Business Administration (CCI) = MBA (CCI)

Bald bekommt ein Friseur den Titel Bacholer of Arts (CCI). Und 
irgendwann in der Zukunft wird sowas wie Dr.(CCI) auch akzeptiert.


die Zeiten ändern sich.

Autor: Gast (Gast)
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>Unser problem ist leider das der Titel Techniker nicht geschützt ist.
Sorry. Aber soviel ich weiß ist Techniker ein Berufsbezeichnung wie 
Maler, Frisör ! kein Titel.
Dr. ist ein Titel. Diplom-... ist ein akadem. Grad.

Autor: Ein Ing (Gast)
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Autor: Gast (Gast)
Datum: 04.08.2009 11:36

>>Mittlerweile können IHK Handwerker, Betriebwirt und sonstige mit Titeln
>>wie Bacholer Prof (CCI). oder Master Prof. (CCI) schmückeln.


Das ist aber illegal. Wer es in Deutschland tut, macht sich strafbar.

Autor: Gast (Gast)
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Ingenieur ist auch nur eine Berufsbezeichnung ;-)

Autor: Ein Ing (Gast)
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Aber eine geschützte ....

Autor: der mechatroniker (Gast)
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Na ja, die BAs durften ja auch keine akadem. Grade, dafür aber durchaus 
ihren Dipl.-Ing. (BA) vergeben. Anscheinend geht man davon aus, dass ein 
Klammerzusatz jegliche Verwechselungsgefahr ausschließt -- dann dürfen 
die IHKs auch den Master of the Universe (IHK) vergeben ;-)

(Wofür steht denn CCI?)

Autor: Paul (Gast)
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>Dr. ist ein Titel. Diplom-... ist ein akadem. Grad.

Stimmt nicht ganz:

*Prof. ist ein Amtstitel

*Dr., habil., Diplom (Uni/TH/TU), Diplom (FH), Bachelor (Uni/FH), Master 
(Uni/FH) sind akademische Grade

HS.-Ing. ist ein Hochschulgrad

Dipl. (BA), Bachelor der BA, Ing. (grad.), Dipl.-Ing (FH) -> staatlich 
nachdiplomiert sind staatliche Titel

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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deine Mutter + Berufserfahrung + deine Schwester = Ing.

Autor: peter (Gast)
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chamber of commerce in etwa ihk

Autor: Gast (Gast)
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>Das ist aber illegal. Wer es in Deutschland tut, macht sich strafbar.

und warum finde ich in Xing immer noch so viele Bacholer of irgendwas 
und viele IHKs werben immer noch damit ?

Autor: Ein Ing (Gast)
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Autor: Gast (Gast)
Datum: 04.08.2009 16:12

>>und warum finde ich in Xing immer noch so viele Bacholer of irgendwas
>>und viele IHKs werben immer noch damit ?


Nur weil es viele machen, heisst nicht gleich, es ist nicht illegal.

Warum viele IHKs es trotzdem machen, fragt man am besten die IHKs.

Autor: Schlaumeier (Gast)
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Anschein ist das Problem mit dem Titel Bacholer Prof. vom Tisch. Ich 
kann keine Beschlüsse, keine Gesetzesänderung oder sonst. Artikeln zum 
diesem Thema finden, die älter als 1 jahr ist.

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