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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik cos phi von Energiesparlampe


Autor: Energiesparlampe (Gast)
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Liebes Forum,

nachdem mein altes Energiemessgerät seinen Geist aufgegeben hatte bzw. 
ohne Verbraucher angeblich 120 Watt flossen, fand ich beim großen C auf 
dem Grabbeltisch für 20 EUR den Energy Logger 3500. Der bietet nicht nur 
einen SD-Karten-Slot und eingebaute Aufzeichnung, sondern listet neben 
der Wattzahl außerdem auch Daten wie aktuelle Spannung, Frequenz, 
Stromfluss, Wirk- und Scheinleistung sowie cos phi und Unterscheidung 
induktiver/ohmscher/kapazitiver Verbraucher.

Nun zu meiner Frage:
Alle damit gemessenen Energiesparlampen weißen einen cos phi von 
teilweise nur 0.5 auf, und zwar selbst die guten OSRAMs. Meinem 
Verständnis nach muss auch der Blindstrom in den Kraftwerken erzeugt und 
zu mir transportiert werden.

Geht der "Plan" der EU, den Klimawandel noch rechtzeitig durch das 
Glühlampenverbot zu verhindern, trotzdem auf, oder ist die Sache mit den 
Energiesparlampen eine schöngeredete Wirkungsgradlüge?

Oder taugt einfach der Energie Logger vom großen C nichts?

Danke und Gruß

Autor: Christoph Z. (rayelec)
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Was ich sicher sagen kann ist, dass solche Messgeräte NICHTS taugen! Um 
Energieeinsparmöglichkeiten in unserem Büro auszuloten, mussten wir 
sämtliche Verbraucher ausmessen (PCs, Bildschirme, Drucker, billige 
Steckernetzgeräte, Kopierer...). Wir hatten drei verschiedenen solche 
billigen Energimessgeräte zur Verfügung. Das Resultat war katastrophal, 
Abweichungen zwischen den Messgeräten betrugen je nach Messobjekt 
+100%/-50%. Fazit: ABSOLUT UNTAUGLICH. Nur bei rein ohmschen Lasten 
funktionieren sie, bei komplexen Lasten wie z.B. Schaltnetzteilen 
versagen sie komplett.
Aus der Patsche geholfen hat uns schliesslich ein Fluke 435 Mains 
Analyzer. Dieses Gerät misst wirklich genau, kostet aber die Kleinigkeit 
von 5000 Euro.

Für eine grobe Abschätzung deines Verbrauchs kannst du die Angaben auf 
der Lampe verwenden, das ist genauer als dein Schätzeisen. Um den den 
cos(phi) zu bestimmen, müsstest du ein Oszilloskop verwenden. Dabei 
würdest du dann auch feststellen, dass am Verbraucher die Spannung und 
vor allem der Strom alles andere als sinusförmig verlaufen!

Gruss
Christoph

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Meiner Erfahrung nach stimmt die aus Energiesparlampen aufgedruckte 
Leistung recht gut mit der aufgenommenen Wirkleistung nach der 
Aufheizphase überein.
Wenn das Leistungsmessgerät also bei einer 11W Energiesparlampe auch 
wirklich 11W anzeigt, dann kann man dem glauben. Sind es dagegen z.B. 
15W oder mehr, dann würde ich das Teil dahin bringen wo es herstammt.
Die meisten Energiesparlampen die ich gemessen hatte, hatten einen 
Leistungsfaktor von um die 0,4-0,7, also eine in etwa doppelt so hohe 
Scheinleistung als Wirkleistung.

Eine PFC wird bei kleinen Energiesparlampen nur selten verbaut, wieso 
auch, es verringert nur den Gewinn der Hersteller, denn wer ist bereit 
freiwillig mehr Geld auszugeben für etwas das nur dem Energielieferanten 
einen Nutzen bringt.

Autor: Ulrich (Gast)
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Für die Energiesparlampen mit elektronischem Vorschaltgerät manch die 
Angabe von cos Phi nicht so richtig sinn. Das sind zwar kleine ohmschen 
verbraucher, aber die Abweichung liegt mehr in der Kurvenform und nicht 
nur in einer Phasenverschiebung. Da wäre die Angabe eine Powerfaktors 
sinnvoller.

Die billigen Leistungsmessgeräre sind immer mit Vorsicht zu sehen. Viele 
sind nicht gerade genau, einige sogar eine Echte Frechheit (z.B. Die 
Leistungsmessung stimmt nur bei ohmschen Verbrauchern. Und das steht 
sogar so in der Anleitung). Gerade bei kleinen Verbrauchern wie 
Energiesparlampen oder dem Standby verbraucht kommten noch zusätzliche 
Probleme dazu.

Es könnte aber auch gute günstige Geräte geben, denn die Chips für 
Elektronischen Stromzähler sind nicht so teuer (ca. 3 EUR), und damit 
kann eine ausreichende Genauigkeit erreicht werden.

Autor: Beobachter (Gast)
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Annahme= Einspeisespannung sei hinreichend sinusförnmig ... :

GESAMT-Scheinleistung = U(eff) mal I(eff)

Wirkleistung = U(eff) mal I(Grundschwingung,eff) mal Leistungsfaktor

( Ist die Einspeisespannung ebenfalls verzerrt, muss man ggf. die 
Schein- und Wirkleistungen auch der Oberschwingungen mitberechnen und 
dann alles zusammenzählen. )


=> Vergleichsmessung mit ohmscher Last ?

Autor: Martin (Gast)
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Hier ist ein Projekt, das den Aufbau eines Wirkleistungsmessgerätes 
beschreibt

Beitrag "Wirkleistungsmessgerät"

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Also so schlecht sind viele der Leistungsmessgeräte gar nicht wie manche 
hier behaupten.

http://www.energiekosten-messgeraet.info/downloads...

Es ist natürlich klar, dass wenn jemand nur 1W messen will der 
Messfehler groß ist, weil die Geräte nur einen 3kW Bereich haben.
Im Bereich größer 10W sind die aber schon überraschend gut.

Autor: Gast (Gast)
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Christoph Z. (rayelec) wrote:

> Was ich sicher sagen kann ist, dass solche Messgeräte NICHTS taugen!

Das ist absolut dummes Zeug. Wieder mal eine Verallgemeinerung wie sie 
im Buche steht. Gerade die Energiekosten Messgeräte von Conrad sind sehr 
gut. Das ist hinlänglich belegt. Sie sind auch alles andere als billig 
in ihrer Klasse, Die Billigen kosten 9,90 EUR und gibt's bei Tschibo 
oder im Baumarkt. Der Energielogger von Conrad kostet das 5-Fache.

> Das Resultat war katastrophal,
> Abweichungen zwischen den Messgeräten betrugen je nach Messobjekt
> +100%/-50%. Fazit: ABSOLUT UNTAUGLICH.

Bei welchen Lasten denn? War da überhaupt eines der Conrad Baureihe 
dabei?

> Nur bei rein ohmschen Lasten
> funktionieren sie, bei komplexen Lasten wie z.B. Schaltnetzteilen
> versagen sie komplett.

Außer ohmschen lasten und Schaltnetzteilen gibt es auch noch die häufige 
einfache Phasenverschiebung. Da funktioniert gerade der Conrad 
Energiechecker tadellos. Und Schaltnetzteil ist auch nicht 
Schaltnetzteil. Wenn die PFC komplett fehlt dann wird's schon mal 
schwierig, aber dann ist auch das SNT Schrott.

Autor: Peter (Gast)
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> Sie sind auch alles andere als billig
> in ihrer Klasse, Die Billigen kosten 9,90 EUR und gibt's bei Tschibo
> oder im Baumarkt. Der Energielogger von Conrad kostet das 5-Fache.

auch für 20€ würde ich nicht allzuviel erwarten
> fand ich beim großen C auf
> dem Grabbeltisch für 20 EUR den Energy Logger 3500

Autor: Gast (Gast)
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> auch für 20€ würde ich nicht allzuviel erwarten

für 20 Euro kriegst du noch keines

achte mal auf die Auszeichnungen

Conrad 125331

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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@ oben

> Da wäre die Angabe eine Powerfaktors
> sinnvoller.

LoL,

wie nennt man denn wohl die Angabe des  cos(phi) hierzulande?

guude
ts

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Thomas S. schrieb:
>> Da wäre die Angabe eine Powerfaktors
>> sinnvoller.
>
> LoL,
>
> wie nennt man denn wohl die Angabe des  cos(phi) hierzulande?

Leistungsfaktor != cos(phi)!

Begründung, siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cos_phi

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Das mein Herr ist Klugscheißerei!

Aber nenn Du es ruhig POWERFAKTOR, wenn Dir das mehr Power gibt.

guude
ts

Autor: Dummchen (Gast)
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Benedikt's Hinweis macht schon Sinn. Wie will man bei 
nicht-sinusförmigen Strömen von "EINER Phase" sprechen? Der Begriff 
taucht eher im Zusammenhang mit EINER Welle auf, dort wo Stetigkeit 
vorhanden ist und nicht mit einem (oder mehreren) Peak(s), die im 
Stromverlauf bedingt durch die SNT der Sparlampen gängig sind. Dort 
besteht der Peak aus MEHREREN Wellen (Oberschwingungen), die alle 
verschiedene Winkel haben, P ist also eine komplexe Größe von der erst 
der Betrag zu bilden ist, um dann wie gewohnt den Leistungsfaktor 
(Powerfactor) zu bestimmen.

Der Wirkfaktor cos(phi) ist der Spezialfall des verallgemeinerten 
Leistungsfaktors lamba.

Benedikt stimmst du zu?

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Wie in der c't geschrieben, gibt es durchaus für 10€ schon Messgeräte 
die genauer 2% messen (bei Lasten >4W). z.B. das KD-302 von Reichelt.

> http://www.energiekosten-messgeraet.info/downloads...

Offtopic: Das Niveau des Forums fällt leider zusehends, wie man am 
Beitrag über mir erkennen kann.

Autor: Energiesparlampe (Gast)
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Zunächst vielen Dank für die Antworten.

Zur Klarstellung, das Energiemessgerät kostet eigentlich 50 EUR, ist 
aber ein Auslaufmodell (C-ArtNr. 125323) und daher der günstige Preis. 
Da das Gerät klar die verschiedenen Typen von Verbrauchern unterscheidet 
und darstellt, und Wirk- und Scheinleistung getrennt voneinander 
ausweist, gehe ich davon aus, dass diese Messung halbwegs vernünftig 
ist.

Die angezeigte Wirkleistung stimmte immer mit der aufgedruckten 
Watt-Angabe überein.

Trotzdem nochmal die Frage: der angegebene cos phi ist mit ~0,5 
tatsächlich der Realität entsprechend, soweit das hier bestätigt wurde. 
Verbraucht die Energiesparlampe durch die hohe Scheinleistung nun 
"ökologisch" und technisch betrachtet tatsächlich das Doppelte?

Ich versuche immer alle Welt davon zu überzeugen, wie grün und 
umweltfreundlich der Einsatz von Energiesparlampen ist, dazu darf das 
Ding  aber am Ende nicht plötzlich versteckt die doppelte Leistung 
verbrauchen, sonst sähe die Ökobilanz schlecht aus, insbesondere 
gegenüber der LED.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Ich meinte den Beitrag von 20:59, nicht den "Dummchen (Gast)".

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Äppler und Chips stehen bereit...


guude
ts

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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> der angegebene cos phi ist mit ~0,5 tatsächlich der Realität entsprechend.
> Verbraucht die Energiesparlampe durch die hohe Scheinleistung nun
> "ökologisch" und technisch betrachtet tatsächlich das Doppelte?

Nein, nur Wirkleistung muss erzeugt werden. Scheinleistung ist die 
Leistung die das Gerät zu verbrauchen scheint. Diese Energie muss im 
Kraftwerk nicht erzeugt werden.

Allerdings ist die Blindleistung (Scheinleistung minus Wirkleistung) 
technisch schlecht, da sie Verluste in den Leitungen und Transformatoren 
erzeugt. Diese Verluste sind allerdings nur geschätzte 5-10% der 
Blindleistung.

Autor: Dummchen (Gast)
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> Trotzdem nochmal die Frage: der angegebene cos phi ist mit ~0,5
> tatsächlich der Realität entsprechend, soweit das hier bestätigt wurde.
> Verbraucht die Energiesparlampe durch die hohe Scheinleistung nun
> "ökologisch" und technisch betrachtet tatsächlich das Doppelte?

Nein, sie verbraucht nicht das Doppelte. Sieh das einfach mal so, 
"verbraucht" wird nur dort wo Leisung in Wärme umgesetzt wird, also nur 
bei Wirkleistung. Der aufgenommene Blindstrom (Bleindleistung) "pendelt" 
im Netz zwischen kapazitiven und induktiven Verbrauchern (im Idealfall 
hebt sich das im Netz auf). Deswegen werden/wurden Leuchtstofflampen mit 
Drosselspulen mit Kondensatoren bestückt, die den Blindstrom der Drossel 
aufnehmen u. wieder abgeben, so dass nach außen hin kein überhöhter 
Strom auftritt.

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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>Blindleistung (Scheinleistung minus Wirkleistung)

...das Niveau steigt wieder zusehends...

guude
ts

Autor: Michael (Gast)
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Thomas S., dann trag doch mal was zur Niveausteigerung bei und laber net 
nur rum.

Autor: Fralla (Gast)
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Lamdba ist P/S, egal ob sinusförmig oder nicht!

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Fralla schrieb:
> Lamdba ist P/S, egal ob sinusförmig oder nicht!

Das hat ja auch keiner bestritten, es geht darum, dass der 
Leistungsfaktor Lambda=|P|/S (egal ob jetzt mit oder ohne Betrag) nur 
bei linearen Lasten gleich cos(phi) ist. Jedem Messgerät dass also cos 
phi anzeigt ist also streng genommen bei nichtlinearen Lasten nicht 
wirklich zu trauen. Ein Artikel der das ganze schön beschreibt, findet 
sich hier:
http://www.splatco.com/tips/pwrfact/pfarticl.htm

Autor: Trafowickler (Gast)
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Annahme:
Die speisende Spannung ( z.B. 50 Hz) sei rein sinusförmig, dann ist:

cos(Phi) = Leistungsfaktor der GRUNDSCHWINGUNG ( 50Hz ), und daher

die Wirkleistung  P= U(eff) mal I(Grundschwingung,eff) mal cos(Phi)

Der gesamte Leistungsfaktor Lambda berücksichtigt zusätzlich auch die 
Verzerrungen des Stromes, in Bezug auf die Wirkleistung.
Ist z.B. eine Gleichrichterschaltung angeschlossen, ist der 
Gesamt-Effektivwert des Stromes u.U. deutlich höher als der 
Grundschwingungseffektivwert.

( Es gibt genug z.B. Ärger z.B. mit der 3. Oberschwingung in 
Drehstromnetzen, da sich die 150Hz-Ströme der Phasen im Mittelpunkt 
NICHT herausheben, auch bei gleicher Phasenbelastung. )

Speziell bei Einweggleichrichter-Schaltungen ist der Unterschied
zwischen cos(phi) und Lambda also keinesfalls "Peanuts"  !

Ist die speisende Wechselspannung ebenfalls verzerrt ( 5% Klirrfaktor 
ist da nichts Extremes ), bestimmt sich der gesamte Leistungsfaktor 
genaugenommen aus ALLEN Teilschwingungen von Strom und Spannung mit der 
jeweiligen Verschiebung.

Autor: Trafowickler (Gast)
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> Jedem Messgerät dass also cos phi
> anzeigt ist also streng genommen bei nichtlinearen Lasten nicht
> wirklich zu trauen.

Diese Art Messgeräte multiplizieren intern vermutlich Strom und Spannung 
und bestimmen die mittleren Summen.
Von daher sollten sie per def. "Lambda", nicht nur cos(phi)
anzeigen (?):

Ich hatte mal leihweise vom EVU ein verbreitetes Energie-Messgerät ( vom 
blauen Claus ).
Ein 40W-Lötkolben, einmal ohne Vorschalt-Diode angeschlossen, einmal 
mit, erbrachte auf 3% genaue Halbierung der angezeigten Wirkleistung.

Autor: Gast (Gast)
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Trafowickler (Gast) wrote:

> Ich hatte mal leihweise vom EVU ein verbreitetes Energie-Messgerät ( vom
> blauen Claus ).
> Ein 40W-Lötkolben, einmal ohne Vorschalt-Diode angeschlossen, einmal
> mit, erbrachte auf 3% genaue Halbierung der angezeigten Wirkleistung.

Wozu hast du das Beispiel gebracht? Was soll das aussagen?

Autor: Gast (Gast)
Datum:

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Ich muß Traffowickler recht geben.
wenn wir hier einmal von Netzstabilität anfangen,
dann weiß man ja wohl, daß Leistungselektronik (nichts anderes
ist in neuen Energiesparlampen und Netzgeräten für Halogen- oder
LED-Strahler verbaut) alles ist, aber bestimmt nicht grade hilfreich.

Netzbetreiber müssen jährlich immense Mengen an Blindleistung 
einspeisen,
damit die Netze stabil bleiben. Von den Oberschwingungen einmal ganz zu 
schweigen.

Ach so und die Behauptung Scheinleistung wäre Leistung die das
Gerät zu verbrauchen scheint ist ein wenig zu stark vereinfacht.

Tatsache ist doch, daß wir uns nicht nur Gedanken um unsere eigene
Geldbörse machen müssen, sondern unseren energetischen Haushalt einmal 
regional, national und sogar global betrachten müssen.

Was dabei rum kommt, wenn man zu kurz denkt, haben wir in Australien 
gesehen. Die haben sich mehrfach ihr Netz weggeschossen, weil plötzlich
die Oberschwingungen das Netz destabilisiert haben.

Autor: Pet30 (Gast)
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Ich weiß dass das das Thema hier seit 3 Jahren bereits "TOT" ist, aber 
eine Anmerkung an die Leihen besonders Herrn A.Schmidt:


Alexander Schmidt schrieb am Datum: 09.08.2009 21:52:

,, .....Scheinleistung ist die
Leistung die das Gerät zu verbrauchen scheint. Diese Energie muss im
Kraftwerk nicht erzeugt werden....."




ALso um es richtig zu stellen, Ist diese zittierte Behauptung von 
A.SAchmidt völliger Blödsinn!

Ein Kraftwerk Erzeugt NUR eine Scheinleistung!!!

Demnach muss das Kraftwerk selbstverständlich die Scheinleistung der 
Energiesparlampe erzeugen!

Die Scheinleistung ist die Gesamtleistung z.b. einer Energiesparlampe. 
Sie ist jedoch nicht die "Verbrauchte" Leistung, die als Physikalische 
Größe (Wirkung) an die Umwelt abgegeben wird, denn das ist die 
Wirkleistung.
Die scheinleistung setzt sich aus Wirk und Blindleistung zusammen. D.h. 
ein Teil der Scheinleistung Wirkt als Licht/Wärme etc. und ein Teil 
bleibt "unverbraucht" als Blindleistungsanteil ("Blindgänger da kein 
Physikalischen Effekt bzw. verlust") in der Leitung/Netz.

Wenn wie Herr Schmidt behauptet, das Kraftwerk die Scheinleistung NiCHT 
erzeugen müsste, so könnte z.B. nicht die Erfloderliche Zündspannung 
einer Leuchstofflampe erzeugt werden, womit die Lampe schon mal garnicht 
zünden/Leuchten würde.

Nach untersucheung einiger Fachleute stellte sich herraus das die 
Scheinleistung einer Energiesparlampe durchaus deutlich über 50 % der 
Wirkleistung liegt.

Wir als Endverbraucher merken davon nichts, da wir mit unserem 
Haus-Leistungzähler nur die geringe Wirkleistung erfassen.

Der einzige Positive Effekt bei der ESL ist eben nur dieser, das wir 
verbraucher weniger zahlen, weil wir weniger verbrauchen.
ABer diese Ersparnis ist für jeden Einzelnen nicht besonders zu spüren, 
da das Licht nur einen sehr geringen Teil der gesamtverbrauchst 
ausmacht.

Nachteile der ESL:

- Ungesudes Lichtspecktrum -> Gesundheit/Depressionen (-> SEIT Einführng 
der ESP enormer Zuwachs von "Burn out/Depressionen" siehe Medien)
- Durch höhrere Scheinleistung und nebeneffekte im Netzt,
   Mehr Aufwendung durch Kraftwerke -> CO2 Steigt!
- Quecksilber -> Umweltbelastung
- Strahlung (E-Smog)
- höhrerer Prudktionsaufwandt -> CO2 Anstieg
- höhrerer Entsorgungsaufwandt -> CO2 Anstieg
- Kein Recykling -> Quecksilberglaspulver landet in Fässern und wird in 
einem Endlager (ähnlich Atommüll) gelagert. -> Umweltverschmutzung
- Trägt im Winter nicht zum Raumklima in der Wohnung bei
   (Bei der Glühbirne sind die Wärmenebenwirkung nicht als 
Verlustwirkung anzusehen sonder addieren sich in Kalten Tagen zum 
raumklima, wobei die Heizleistung der Raumheizung reduziert wird. Bei 
der ESL dagegen muss durch die fehlende wärmewirkung diese durch 
höhreren Raumheizungsleistung ergänzt werden.)

Nachweise (PRotokolle, Messergebnisse, Dokumentationen etc) zu den 
bennanten Punkten Liegen mir vor und können angefragt werden.

LG

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Mir scheint du ersetzt alte Inkompetenz durch neue??

Die Eingangsleistung in Form des Energiesträgers ins Kraftwerk ist 
wiederum reine Wirkleistung! Die abgangsseitige 'überflüssige' 
Blindleistung ist nichts anderes als pendelnde Energie zwischen Quelle 
und Senke. Also müssen die Leitungen/Trafos stärker ausgelegt werden, 
nicht jedoch das eigentliche Kraftwerk. In der Turbine ist es ähnlich 
der Energiesparlampe ein Spezialfall: Es geht Wirkleistung rein, und 
liegt Scheinleistung auf der anderen Seite 'an'. Durch die enorme Masse 
der Turbine kann sich die Scheinleistung aber auf der Antriebsseite 
nicht negativ bemerkbar machen. Nur die Spule muß natürlich wieder 
größer sein, was den Wirkungsgrad etwas senkt.

Klar, für das Kraftwerk ist ein reiner ohmscher Verbraucher natürlich 
der ideale Lastfall.

Bei den Oberwellen praktisch das gleiche Spiel!

Vielleicht kommt ja ein Kraftwerker vorbei und erklärt es noch genauer.


Was das Quecksilber angeht:
Das ist ausreichend auf Wiki erklärt. Man erkauft sich zwar 
<recycelbares> Quecksilber in der ESL, spart sich aber noch mehr davon 
im Braunkohleabbau ein! Zumindest gesamtwirtschaftlich gesehen.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Hallo Pet30,

in der Tat war mein Beitrag vor drei Jahren umgangssprachlich formuliert 
und etwas oberflächlich. Daher werde ich mich hier präziser ausdrücken.

Pet30 schrieb:
> Ein Kraftwerk Erzeugt NUR eine Scheinleistung!!!

Das ist soweit richtig.

> Demnach muss das Kraftwerk selbstverständlich die Scheinleistung der
> Energiesparlampe erzeugen!

Nein, die Blindleistung wird nicht nur in Kraftwerken erzeugt. Sie kann 
und wird auch durch Kompensationsanlagen erzeugt. In Industrieanlagen 
mit vielen induktiven Lasten (Motoren) werden dazu Kondenstorbatterien 
parallel zum Netz geschaltet.

Da eine ESL aus einem Gleichrichter mit nachfolgendem Kondensator 
besteht, entsteht hier hauptsächlich Verzerrungsblindleistung. Diese 
wird auch durch Trafos bereitgestellt. Somit muss nicht die gesamte 
Blindleistung vom Kraftwerk erzeugt werden.
Man kann sich leicht vorstellen, wie die Stromspitzen vom Gleichrichter 
von der Induktivität des Trafos "plattgedrückt" werden.


> Die scheinleistung setzt sich aus Wirk und Blindleistung zusammen.

Genauer gesagt gilt:
Scheinleistung² = Wirkleistung² + Blindleistung²


> Wenn wie Herr Schmidt behauptet, das Kraftwerk die Scheinleistung NiCHT
> erzeugen müsste, so könnte z.B. nicht die Erfloderliche Zündspannung
> einer Leuchstofflampe erzeugt werden, womit die Lampe schon mal garnicht
> zünden/Leuchten würde.

Moderne Leuchtstoffröhren haben, wie praktisch alle ESLs, ein EVG und 
werden elektronisch gezündet, das Netz hat daran keinen direkten Anteil.


> Nach untersucheung einiger Fachleute stellte sich herraus das die
> Scheinleistung einer Energiesparlampe durchaus deutlich über 50 % der
> Wirkleistung liegt.

Das mag schon stimmen, nur sorgt die Blindleistung nur für relativ 
geringe Verluste.

mfg
Alexander Schmidt

Autor: Erich (Gast)
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Nette Diskussion.

Bei ESL (Energiesparlampen) gibt es unterschiedliche Typen, mit und ohne 
"Power Faktor control".
Siehe folgende Präsentation (ACHTUNG: 6.6  MByte)
http://standby.iea-4e.org/files/otherfiles/0000/00...

Lt. Folie 10 wird unterschieden nach ...

= No Power-Factor Control
= Passive Power-Factor Control
= Valley-Filling (or equivalent)
= Active Power-Factor Control

Interessant in diesem Zusammenhang ist hier auch die Sammlung von 
Schaltungen diverser ESL
http://www.pavouk.org/hw/lamp/en_index.html

Autor: Peter Dannegger (peda)
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ESL brauchen keine PFC. Die Schwelle wurde schon mit Bedacht auf >=75W 
gesetzt. Und 75W-ESL dürften selten sein.


Peter

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Abdul K. schrieb:

> Die Eingangsleistung in Form des Energiesträgers ins Kraftwerk ist
> wiederum reine Wirkleistung! Die abgangsseitige 'überflüssige'
> Blindleistung ist nichts anderes als pendelnde Energie zwischen Quelle
> und Senke.

Nur in Pumpspeicherwerken ist es anders. Da "pendelt" die Energie auch. 
:-)
Gruss
Harald

Autor: Pet30 (Gast)
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Ich liefer dann morgen mal ein paar Dokumente / Links  nach zum Thema.

ZU den Energiesparlampen solltet Ihr dringend auch mal die 
Reportage/Film  „Bulb Fiktion“ anschauen.
Bei Youtube : http://www.youtube.com/watch?v=GxGrmKt_AGM

LG

Autor: Pet30 (Gast)
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Hier nochmal ein Link einer ESL Analyse:

http://bmb.lcd.lu/science/Power_factor_and_harmoni...




@ Abdul K.:
DU solltest hier bei deiner Kompetenzbewertung mal halblang machen!

Die Pendelnde Energie belastet das Netz. Durch die erhöhte Blindleistung 
entstehen Verstlustleistungen als Wirkleistung in den Kabelnetzten, 
Trafos, Generatoren etc. Somit "Verpufft" ein Teil der Pendelenergie im 
umkehrschluß im Netz und muss dadurch vom Kraftwerk getragen werden bzw. 
das Kraftwerk wird in dieser Art Belastet.

 Wobei wie schon erwähnt,nicht die Angaben auf den ESL-Verpackung zur 
Co2- emission herangezogen werden dürfen sondern eben die Scheinleistung 
mit dem beschreibenen "Schmutzeffekt". DIe Angabe auf der Packung einer 
ESL ist NUR der Verbrauchswert aber NICHT der Netzbelastungswert!! 
Dadurch ergeben sich andere Co2 Auslegungen als es die EU in Ihrer 
"Wunschberechung" getan hat.

Hinzu kommt bei der Co2 Auslegung der Glühlampe der Effekt der 
RaumKlima-Wärmeaddition und der eneorm geringere Herstellungs- und 
Entsorgungsprozesses als Vorteil hervor, der auch kaum Betrachtet wurde.





Fazit:
Rechnet man also ,dass die ESL

1)nicht die tatsächliche Lebensdauer wie Herstellerseitig angegeben 
(wurde in Test belegt) erreicht,
2)  Schmutzeffekte und somit die erhöhte Netzbelastung liefert,
3) die Entsorgungs- und Produktionsprozesse, (+ die Tatsache, das man 
solche ESL nicht in den Müll werfen DARF sondern mit seinem PKW diese in 
eine Recykling-Abfallsation bringen muss, was wieder Energie kostet 
(Benzinverbrauch))
4) Nicht zum Raumklima beiträgt, wobei die Heizung diese Energie 
ergänzen muss
5) und as der Energieverbrauch der Beleuchtung nur ein minimalen Anteil 
am gesamten Verbrauch einnimmt...

=> Ist die Enregiesparlampe von der Co2 Emmision nicht mehr der 
Glühlampe überlegen und als "Umweltschutz" -Argument keineswegs haltbar.


Daneben die schon beschriebenen Effekte der Umweltverschmutzung 
Gesundheitsgefährdung.



DIe Große Frage warum das ganze dann durch die EU in Wege gebracht wurde 
uhd wem es eigentlich nützt:

-Verfahren der Einführung dieser Energiewende mit der ESL der EU ist ein 
Witz (Fehlende Beteiligung, Falsche Grundberechung wie vorbeschrieben). 
(DIe eigentliche "freie" Fachwelt Warnte und klagte dagegen)



Wer und wie Profitiert davon:

1. -> Ahnunglose Bürger (Im falschen Glauben den Umweltschutz zu 
unterstützten) bezahlt weniger Strom (Wirkleistung) => Profitanteil 
jedoch SEHR SEHR gering, da ESL deutlich Teuerer als Glühlampe + ESL 
Lebensdauer wird zudem nich erreicht. Zudem Beleuchtungsverbrauch im 
huashalt Anteilig sehr sehr gering an Gesamtverbrauch.

2.-> Lampenhgersteller durch gezwungenermassen Verkauf von Leuchten. => 
Anteil am Profit kann sich sehen lassen

3.-> Die EU/ Die Regierung durch Steuereinnahmen (Mehrwertsteuer jeder 
ESL beim Verkauf)+ Bezinverbrauch (Ökosteuer) der LKW der die vielen ESL 
Bestellung ausführen müssen + Energiekosten und Umsatzsteuer der 
Hersteller. => Profit erheblich bedutsam.

(Dumme Bemerkung nebenbei:) Profitverwendung->  Politiker Diätenerhöhung 
+ EU Rettungschirm + marode Banken (=> die Oberste Elite bedient sich)



LG

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Und das war jetzt deine Kompetenz? Naja, dürftig.

An einer Glühlampe kann man nicht mehr genug verdienen, deswegen werden 
ESL und LEDs eingeführt.

Autor: gascht (Gast)
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Hat er doch gesagt!

Gascht

Autor: Sunny J. D. (der_nachtfuchs)
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Abdul K. schrieb:
> An einer Glühlampe kann man nicht mehr genug verdienen, deswegen werden
> ESL und LEDs eingeführt.


War schon 1924 die Erkenntnis, worauf Westinghouse, GE und Osram ein 
Cartell zur Reduzierung der Lebensdauer von Glühlampen aufgestellt 
haben.

Die "Idee" der Kompaktleuchtstofflampem zusammen mit horrenden 
Entwicklungskosten, entstand im Jahr 1970. Jahre später hat man die 
eingestampfte Erfindung wieder ausgepackt und als "Energiesparlampe" 
werbefähig gemacht.


Peter Dannegger schrieb:
> ESL brauchen keine PFC. Die Schwelle wurde schon mit Bedacht auf >=75W
> gesetzt. Und 75W-ESL dürften selten sein.

Hab schon 200-Watt-ESLs für Terrarien gesehen, die keinen PFC enthalten.

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