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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Platine vergießen statt Gehäuse


Autor: Martin (Gast)
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Ist es für kleine Stückzahlen (hier 20) eine Option, die Platine (40 mm 
x 80 mm, 20 mm hoch) zu vergießen statt aufwändig ein Gehäuse fertigen 
zu lassen? Hat jemand Erfahrung mit dieser Technik und kann mir eine 
Firma empfehlen?

Autor: geb (Gast)
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Zuerst stellt sich die Frage,womit man die Elektronik vergießt.
In Frage kommen:
2 Komponenten Silikone (ziemlich weich)
Polyurethane (weich bis fest)
Epoxydharz(fest)

Auf keinen Fall Essigsäurebasierende Silikone verwenden(wie 
Sanitärsilikon)
Beim Epoxypharz muss man unbedingt Füllstoffe (z.B. Quarzsand od. 
Glaskugeln)beigeben, weil sonst durch den Härtungsschwund große 
mechanische Spannungen entstehen.
Super wäre eine Vakuumvergießanlage, wenn man absolut keine Lunker haben 
will(z.B bei Hochspannungsgeschichten).
Sonst besorge dir einfach eine kunststoffschachtel(eher flexibel)als 
Form,Trennmittel, und gieß das Ding ein. Ein wenig Tüftelei ist's immer, 
bis man das gewünschte Ergebnis erhält.

Autor: zwieblum (Gast)
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hab's bisher immer selber gemacht. mit silikonnegativform funktioniert's 
bestens. zum ausgießen nimmst "kunstholz" oder epoxyd.

Autor: MaWin (Gast)
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> zu vergießen statt aufwändig ein Gehäuse fertigen

Nein.

Zum Vergiessen brauchst du eine Aussenform, normalerweise bleibt die 
dran :-) und dient als oprisch schöne Aussenschicht,
und alle Vergussmassen schrumpfen beim aushärten und reissen damit an 
den eingegossenen Bauteilen, und du weisst hinterher nich mal warum 
deine Schaltung nicht mehr geht, denn sie ist ja nicht zerstörungsfrei 
wieder rauszubekommen. Bei deiner Dicke brauchst du eine Trennschicht 
zwischen Verguss und Bauteil, meist taucht man die Platinen dazu vorher 
in Silikonkautschuk, und müsstest noch dafür sorgen, dass das Schrumpfen 
nicht zu unebenen Oberfächen führt. Das kannst du ziemlich vergessen, 
ein Plastikgehäuse ist billiger. Bei nur 10 Stück kann man das auch aus 
dem vollen fräsen.

Autor: Stefan_KM (Gast)
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> Bei deiner Dicke brauchst du eine Trennschicht zwischen Verguss und Bauteil,

Quatsch.

Vergießen mit Silikon ist die einfachste Lösung. Sicher brauchst du ein 
Gehäuse, damit dir deine Vergussmasse nicht weg läuft. Trennschicht 
zwischen Verguss und Vergussmasse ist nicht erforderlich. PETERS bietet 
einiges an, auch speziell für das Vergießen von Elektroniken.

Autor: MaWin (Gast)
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Vergiessen mit Silikon bringt kein Gehäuse, Silikon bleibt weich.

Autor: Martin (Gast)
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Vielen Dank für eure Informationen und Tipps. Der Aufwand scheint mir 
recht hoch zu sein, um auf diese Art und Weise zu einem Gehäuse zu 
kommen. Gibt es Firmen die so etwas professionell anbieten?

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Martin schrieb:
> Vielen Dank für eure Informationen und Tipps. Der Aufwand scheint mir
> recht hoch zu sein, um auf diese Art und Weise zu einem Gehäuse zu
> kommen. Gibt es Firmen die so etwas professionell anbieten?

Kaum. In fast allen Fällen wird auch bei vergossener Elektronik 
(DC-DC-Wandler u.Ä. ein speziell zum Vergiessen geeignetes Gehäuse 
verwendet, wie z.B. von OKW. Gussmasse allein sieht auch beschissen aus.

Gruss Reinhard

Autor: juppi (Gast)
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Heißkleber ,wie sie in den Klebepistolen benutzt werden.

Bei einem Billigadapter(Pollin,Reichelt) USB-Ser wurde das gemacht.
Die kleine Platte konnte sehr gut von dem Kleber wieder befreit werden.

Autor: Martin (Gast)
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Nach den bisherigen Beiträgen, ist das Vergießen für mich gestorben. 
Bliebe noch die Gehäuse aus einem Kunststoffblock fräsen zu lassen. Es 
sollte sich jemand endlich einmal hinsetzen und eine variables 
Universalgehäuse entwerfen.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Martin schrieb:
> sollte sich jemand endlich einmal hinsetzen und eine variables
> Universalgehäuse entwerfen.

Du meinst parametrierbar, so wie MeinGehäuse = UniversalGehäuse (X,Y,Z) 
?

Das gibt es wohl nicht aber für deine Grösse gibt es garantiert was 
passendes, siehe mal bei:

http://www.okw.com/OPD-WebSite/advsearch.okw?locale=de

Die haben 4500 Typen, und das ist nur EIN Hersteller.

Gruss Reinhard

Autor: Markus Burrer (Firma: Embedit Mikrocontrollertechnik) (_mb_)
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Ich kenne jetzt die Platine nicht oder welche Anforderungen sonst noch 
gestellt werden, aber wie wäre es mit Einschrumpfen in einen 
Schrumpfschlauch? So wie man es z.B. für Akkupacks bekommt

Autor: David Meier (darkmoin)
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Hallo,

will mich mal anschließen, habe einGehäuse und will es gerne vergießen, 
so dass kein Käufer die elektronik nachbauen kann.

Kann mir dazu jemand sagen, was dafür sinnvoll wäre?

Autor: Gehäusle (Gast)
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David Meier schrieb:
> so dass kein Käufer die elektronik nachbauen kann.

@David Meier (darkmoin)
Vergiss es! Wer Deine super-duper 
Weltraum-/Atom-/Spionage-/Dingsbums-Elektronik sehr intensiv 
kennenlernen will den hindert auch keine noch so gute Vergussmasse, 
glaube mir!

Autor: Endgültige Lösung (Gast)
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Hochofen

Autor: Martin Vogel (oldmax)
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Hi
Hast du die beiträge gelesen? Da steht es ziemlich eindeutig drin. Auch 
wenn seit 2009 viel Zeit vergangen ist, das Problem beim dauerhaften 
Vergießen, sozusagen als Kopierschutz, wird sich nicht geändert haben. 
Aber wenn es so hochgeheime Produkte sind .....
Gruß oldmax

Autor: Michael Knoelke (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)
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David Meier schrieb:
> Kann mir dazu jemand sagen, was dafür sinnvoll wäre?

Eine gewisse Erfindungshöhe und eine moderne MCU mit einem halbwegs 
effektiven Ausleseschutz.

Autor: MaWin (Gast)
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David Meier schrieb:
> Kann mir dazu jemand sagen, was dafür sinnvoll wäre?

Zu begreifen, daß deine Schaltung nicht schützenswerter Kinderkram ist 
der in Null-Komma-Nichts von einem erfahrenen Elektroniker nachbaubar 
wäre - auch ohne den Verguss zu öffnen.

Und wenn es sich wirklich lohnt, die Schaltung nachzubauen, dann ist der 
Verguss das kleinste Problem. Er behindert nur deine ehrlichen Käufer, 
die nach deinem Ableben als Anbieter das Teil reparieren (lassen) 
müssen.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Reinhard Kern schrieb:
> Die haben 4500 Typen, und das ist nur EIN Hersteller.

Hier ist noch einer: http://www.strapubox.de/

Irgendein passendes Standardgehäuse  wirst du auf jeden Fall finden. 
Sieht auch allemal besser aus. Vergiessen sieht doch aus wie hingesch...

mfg.

Autor: Martin Vogel (oldmax)
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Hi
Wenn es wirklich so weltbewegend ist, es gibt Firmen, die machen sowas 
und das ganze ist dann auch nicht viel größer als ein Tintenkleks. 
Findet man z.B. in LED-Lampen oder Taschenrechnern. Aber da het es wohl 
eher mechanische Gründe, warum der Controller nicht zugänglich ist...
Gruß oldmax

Autor: oszi40 (Gast)
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MaWin schrieb:
> Verguss das kleinste Problem. Er behindert nur deine ehrlichen Käufer,
> die nach deinem Ableben als Anbieter das Teil reparieren (lassen)

Viel schlimmer noch. Der TS verrät und nicht WAS er vergießen möchte. Je 
nach Vergussmasse verändern sich auch elektrische Eigenschaften wie die 
Kapazität und der Isolationswiderstand. Bei HF-Anwendungen ist die 
Schaltung hinterher wahrscheinlich total verstimmt und die Frequenz 
weggelaufen.

Autor: KPS (Gast)
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Also zur Info, wir von KPS Dosiertechnik vergießen Elektro Platinen und 
haben entsprechende Maschinen vor Ort zum Vergießen und können auch 
entsprechende Maschinen zum vergießen anbieten. Dabei kann die Platine 
je nach Material Wasserdicht und sogar stoßfest gemacht werden. Möglich 
wäre aber auch eine Wärmeableitende Vergussmasse, z.B. bei hoch 
belasteten Mikroprozessoren oder Chips. z.B. bei Smartphone Prozessoren 
oder ähnlichen kompakten Bauteilen wäre das Sinnvoll.
Mehr Infos gibts bei uns auf der Homepage, einfach googeln.

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