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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Relais verhält sich seltsam


Autor: S. N. (sp00ky-n1)
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Hallo

habe gerade ein kleines Problem mit einem Relais. Ich möchte eine Lampe 
mit einem Bewegungsmelder schalten. Um Bewegungsmelder und Lampe 
galvanisch zu trennen, wird ein Relais verwendet.

Jetzt tut dieses Relais allerdings Dinge, die ich nicht verstehe. Wenn 
ich die Lampe einschalte, höre ich im Relais ein sehr leises klicken. An 
den Einganspins liegt eine Spannung von etwa 13V, wobei das Relais 
bereits ab 11V schaltet. Die Ausgangspins sind allerdings immer noch 
hochohmig. Wenn ich nun warte, bis der Bewegungsmelder sich ausschaltet 
und mich dann davor bewege, schaltet sich die Lampe ein. Diesesmal ist 
das Klicken des Relais deutlich lauter, allerdings liegen immer noch nur 
13V an den Eingangspins der Spule.

Hat jemand eine Ahnung, wodurch dieses Verhalten verursacht wird? Bin 
schier am Verzweifeln.


Grüße,

Sebastian.

Autor: Herr...Dingsda (Gast)
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Das wird ein Relais sein, dass für eine Spannung von 18V ausgelegt ist. 
Die Spule schafft es zwar, den Schaltkontakt zu bewegen aber nicht 
völlig umzulegen!
Welche Technischen Daten hat den das Relais genau?

Autor: S. N. (sp00ky-n1)
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Hm, das hab ich mir auch schon überlegt. Laut Datenblatt schaltet es ab 
16.2V an, bei 2.8V wieder aus. Ist ein Leistungsrelais von Tyco, 
Widerstand der Spule sind 1.44k. Dass der Kontakt nicht richtig 
geschlossen wird habe ich auch schon überlegt.

Das komische ist nur, dass es sich bei besagter Lampe um die Lampe auf 
unserer Toilette handelt und sie bisher immer tadellos funktioniert hat. 
Erst vor kurzem hatte sie plötzlich komische Macken. Habe daraufhin die 
Lampe mal geöffnet und das bereits eingebaute Relais als Problemquelle 
identifiziert. Also hab ich mir das gleiche Relais noch mal gekauft und 
eingebaut.

Was aber insegsamt so seltsam ist, dass das Relais nach dem Einschalten 
am Lichtschalter nicht schaltet. Wartet man, bis der Bewegungsmelder die 
Lampe ausschaltet und bewegt sich dann, schaltet sich die Lampe ein.

Würde es vielleicht helfen, ein Relais mit einer niedrigeren 
Schaltspannung zu verbauen?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Sebastion,

>Würde es vielleicht helfen, ein Relais mit einer niedrigeren
>Schaltspannung zu verbauen?

Wie sieht denn die Relaisspeisung aus?

Kai

Autor: MaWin (Gast)
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> An den Einganspins liegt eine Spannung von etwa 13V

Zwischen den Eingangspins,
oder von einem Pin nach Masse?

Letztes kann einfach nur heissen, dass das Relais mit einem NPN oder 
NMOSFET nach Masse geschaltet wird, und so lange es aus ist, noch 
abgeklemmt ist.

Dann misst du auch am anderen Pin 13V, und zwischen den Pins 0V.

Autor: S. N. (sp00ky-n1)
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Ja, wie die Speisung aussieht.. Gute Frage, da ich keinen Schaltplan zur 
Verfüfung habe. Ich kann lediglich sagen, dass das Relais mithilfe des 
generierten Stroms geschalten wird und nicht direkt durch eine Spannung. 
(Das neue Relais hat einen etwas höheren Innenwiderstand und die 
abfallende Spannung ist entsprechend dem Widerstandsverhältnis größer)

Und nein, ich messe zwischen den Pins. Das ist ja das, was mich 
interessiert. Multimeter, eine Messleitung an den einen, die andere an 
den anderen Pin -> 13V

Ich bin grad auch am überlegen, einfach ein Relais mit höherem 
Widerstand zu besorgen. Den Strom kann ich ja berechnen, so dass ich auf 
die entsprechende Spannung komme.

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Sebastian Neiß schrieb:
>
> Ich bin grad auch am überlegen, einfach ein Relais mit höherem
> Widerstand zu besorgen. Den Strom kann ich ja berechnen, so dass ich auf
> die entsprechende Spannung komme.

Durch Erhöhung des Widerstandes des Relais wird die Spannung nicht 
steigen, sondern der Strom sinken, so daß das Relais noch weniger 
Leistung zur Verfügung hat. Nimm ein 12V-Relais und fertig!

Autor: HildeK (Gast)
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Wieso diskutiert ihr alle über das Relais?
Laut Datenblatt sei seine min. Anzugsspannung 16.2V und Sebastian Neiß 
misst 13V. Es kann sich damit kaum anders verhalten ...
Zumal sich das neue Relais genauso darstellt.

Versuche mal herauszufinden, warum da nur 13V ankommen.

Autor: kurz (Gast)
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@HildeK:  Danke, endlich mal ein vernünftiger Gedanke


Sebastian Neiß schrieb:
> Ich kann lediglich sagen, dass das Relais mithilfe des
>generierten Stroms geschalten wird und nicht direkt durch eine Spannung.

Un wie sieht so etwas praktisch aus? Oder in klarem Deutsch? Oder als 
Schaltplan?

Sebastian Neiß schrieb:
> Ich bin grad auch am überlegen, einfach ein Relais mit höherem
> Widerstand zu besorgen. Den Strom kann ich ja berechnen, so dass ich auf
> die entsprechende Spannung komme.

Und wie ist das zu verstehen?

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Der Bewegungsmelder hat ein Kondensatornetzteil für 26V, die durch 2 in 
Reihe geschaltete 13V Zenerdioden stabilisiert werden. Wenn eine Z-Diode 
durchgeschossen ist, bleiben die eingangs erwähnten ca. 13V nach.

Autor: S. N. (sp00ky-n1)
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Dirk J. schrieb:
> Der Bewegungsmelder hat ein Kondensatornetzteil für 26V, die durch 2 in
> Reihe geschaltete 13V Zenerdioden stabilisiert werden. Wenn eine Z-Diode
> durchgeschossen ist, bleiben die eingangs erwähnten ca. 13V nach.

Das ist tatsächlich die Ursache, vielen Dank. Habe die eingebauten 
Z-Dioden überprüft und eine der beiden ist kaputt. Wäre es nun 
sinnvoller, eine Ersatzdiode einzubauen? Oder doch lieber ein 12V Relais 
kaufen?

Gruß und Danke.

Autor: kurz (Gast)
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Reparatur: defekete Teile ersetzen und testen
Basteln: alles andere

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Das ist tatsächlich die Ursache, vielen Dank. Habe die eingebauten
>Z-Dioden überprüft und eine der beiden ist kaputt.

Deswegen mag ich diese "Kondensatornetzteile" nicht. Bei jeder schnellen 
Störung wirkt der Kondensator wie ein Kurzschluß und führt zu einer 
dramatischen Überlastung der Teile hintendran. Wundert mich sowieso, daß 
"Kondensatornetzteile" überhaupt erlaubt sind. Dabei gibt es doch 
mittlerweile ganz winzig kleine Netztrafos, die auch nicht mehr so heiß 
werden. Aber kostet eben mehr...

Kai Klaas

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