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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MOSFET mit hohen Gate-Vorwiderstand.


Autor: Randy (Gast)
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Hallo,

ich jage gerade Störungen in einem Stromregler. Aktivität auf einem SPI 
Bus in der Nähe koppelte Spurs in den Stromausgang. Jetzt bin ich soweit 
dass ich die Störungen weg kriege indem ich einen Tiefpass (1k/1nF) vor 
das Gate des MOSFETs schalte (wird von einem OP angesteuert). Hat 
allerdings den Nachteil dass ich einen Draht auf die Platine löten muß 
(kommerzielles Teil, soll verkauft werden, sieht unschön aus). Der 1k 
vor dem Gate alleine tut es auch, wohl zusammen mit der Gatekapazität. 
Nur habe ich im Hinterkopf dass der Widerstand vor dem Gate 10 Ohm nicht 
überschreiten soll weil der MOSFET dann schwingen kann. Wie also den 
Transistor beschalten? Nur den 1k vor das Gate? Oder einen 1k/1n 
Tiefpass? Oder sollte nach dem Tiefpass noch ein 10 Ohm vor das Gate? 
(Letztere Lösung verursacht noch mehr gepfriml auf dem PCB, will ich nur 
machen wenn unbedingt sein muß)

Vielen Dank
Randy

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Randy schrieb:

> Nur habe ich im Hinterkopf dass der Widerstand vor dem Gate 10 Ohm nicht
> überschreiten soll weil der MOSFET dann schwingen kann.

Eher umgekehrt: Bei fehlendem Widerstand kann der Mosfet schwingen. 
Meist liegt der Gatewiderstand im Bereich von 20-100 Ohm.

Autor: MaWin (Gast)
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Du meinst, deine Störungen kommen,n weil der uC bei SPI den Takt 
verliert und den MOSFET unsaber ansteuert ?

Sollte man dann nicht dort im programm das Problem suchen ?

1k vor dem Gate hat den Nachteil, dass die Gate-Kapazitaet nicht nur zum 
Source, sondern auch zum Drain wirkt, Spannungsschankungen an den D/S 
Anschluessen wirken sich also kapazitiv spannungsteilermässig auf das 
Gate und damit die Konstanz deines geregelten Stromes aus.

Der MOSFET wird sozusagen durch die Spannungsschankungen am Drain auf- 
und zugedreht, weil das gate nicht 'fest' genug mit einer Spannung 
verbunden ist, und Cigs locker kleiner werden kann als 1k je nach 
Frequenz bzw. Steilheit des Signals.

Autor: Randy (Gast)
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> Du meinst, deine Störungen kommen,n weil der uC bei SPI den Takt
> verliert und den MOSFET unsaber ansteuert ?

Nein, der Stromregler ist an der SPI-Aktivität nicht direkt beteiligt. 
Nur durch Störungen die sich irgendwie einkoppeln. Sogar wenn ich den 
Regler galvanisch getrennt an einem Labornetzteil betreibe sehe ich 
Spikes wenn der Bus aktiv ist - das Kabel geht in der Nähe vorbei, das 
kann man jetzt nicht mehr ändern. Außerdem war ich erschrocken wie 
empfindlich der Stromregler auf EMV von außen reagiert.


> 1k vor dem Gate hat den Nachteil, dass die Gate-Kapazitaet nicht nur
> zum Source, sondern auch zum Drain wirkt,

Nun gut, Drain hängt an Vcc, die Last hängt am Source und der Mess-Shunt 
ist am GND. Aber du hast schon recht, so ein hochohmiger Punkt ist 
prädestiniert dafür sich Störungen einzufangen. Also doch ein C vom Gate 
zum GND. (oder zum Source?) Wieviel ist da anzuraten? Ciss des 
SUP75N06-08 ist immerhin 4n8...
Ein Tiefpass an der Stelle scheint die Lösung zu sein, hohe 
Regelgeschwindigkeit ist nicht wichtig.

Randy

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Jetzt bin ich soweit dass ich die Störungen weg kriege indem ich einen
> Tiefpass (1k/1nF) vor das Gate des MOSFETs schalte
Hört sich nach Problemen im Layout an... :-/
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