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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Rumgeschlampt und Ratlos, was tun?


Autor: Schludermax (Gast)
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Hallo, ich hoffe ihr könnt mir vielleicht ein paar Ratschläge zu meinem 
folgenden Problem geben.

Vor ca. 1 1/2 Jahren hab ich ein Kleingewerbe angemeldet gehabt. Bin 
auch zum Steuerberater und hab mich da mal über das ganze gefrickel was 
bei so einem Kleinunternehmen steuerlich zu beachten ist informiert.

Alles gut und schön. Wollte dann auch durchstarten...nur leider kam dann 
alles anderst.  So 1 Monat später hatte ich einen schweren Unfall und 
lag gute 3 Monate im Krankenhaus. Kaum hatte ich mich einigermaßen 
erholt kam der nächste Schicksaalsschlag, ich hatte erfahren das meine 
Mutter an Krebs erkrankt ist. Wenige Monate später ist sie dann leider 
auch verstorben. Und als das nicht schon alles bescheiden genug wäre, 
stellt sich auch noch einige Wochen darauf herraus das meine 
Schwiegermutter ebenfalls daran erkrankt ist.

Ihr hoffe ihr könnt euch nun sicher vorstellen das dass alles ziemlich 
viel für einen sein kann. Besonderst in dieser kurzen zeitlichen 
Abfolge. Also ich hab in der ganzen Zeit echt mit mir zu tun gehabt und 
bin auch jetzt noch psychisch ziemlich im Eimer. Schleppe mich 
eigentlich momentan nur von Tag zu Tag ohne wirklich am Leben oder so 
teil zu nehmen.

In der ganzen Zeit hab ich mich aus obigen Gründen nicht wirklich um 
irgendwas was mein Kleinunternehemn angeht gekümmert. Naja, nun bin ich 
dabei mich so langsam wieder auf zu rappeln und versuche irgendwie 
wieder in die Spur zu kommen.

Nun zu meinem eigentlichen Problem.

Wie schon gesagt hab ich mich in der ganzen Zeit um nix gekümmert.
Nun denke ich habe ich ein ziemlich großes Problem!
Als Kleinunternehmer soll man ja in regelmäßigen Abständen eine 
Steuererklärung machen.

Das hab ich leider nicht gemacht. Hab eben einfach nicht wirklich drann 
gedacht, und wenn es mir dann doch mal in den Sinn kam, hab ich's 
irgendwie immer auf die lange Bank geschoben, und wieder verschoben und 
verdrängt.

Merkwürdigerweise hat sich das Finanzamt auch nicht wirklich dafür 
interessiert. Hab jedenfall nie Post von denen bekommen.

Meine Frage nun: Wie bekomm ich das am besten geregelt? Was blüht mir 
schlimstenfalls? Werd ich demnächst gesiebte Luft atmen?
Soll ich mich selbst beim Finanzamt anzeigen? Einfach hin gehen und 
versuchen zu erklären und auf Milde hoffen?

Eins noch dazu: Umsätze hab ich bisher, wegen obig geschilderte 
Ereignisse, nicht gemacht.

Ich weiß, ist keine Rechtberatung hier. Aber ich bin ziemlich Ratlos und 
weiß nun nicht was ich machen soll.

Wäre euch aber trotzdem für jeden Tip dankbar.

: Verschoben durch Admin
Autor: Frank (Gast)
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Wenn du keine Umsätze machst und keine Gewinne hast, schuldest du dem 
Finanzamt auch kein Geld.

Umsatzsteuer- und Einkommenssteuererklärung wollen die im günstigsten 
Fall nur eimal im Jahr von dir (hängt vom Volumen ab). Bei größeren 
Beträgen können die dich dazu verpflichten, vierteljährlich oder gar 
monatlich eine Voranmeldung abzugeben und auch zu bezahlen - machen sie 
beim (kleinen) Neueinsteiger meist nicht. Also keine Panik.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir für die Zukunft nur raten, bloß nicht 
auffallen. Immer brav und pünktlich Erklärungen abliefern, aber nie auch 
nur einen Furz mehr als unbedingt nötig, dann hast du deine Ruhe.

Frank

Autor: Gast (Gast)
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Ich würde in jedem Fall einen Steuerberater zu Rate ziehen, der findet 
schon irgendeine Begründung die fehlende Steuererklärung nachtzureichen.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Du kannst eine Steuererklärung auch nachreichen.
Als Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer-Auszeichnung) brauchst du auch 
keine Umsatzsteuer-Voranmeldung machen. Wenn dein Geschäft mehr oder 
weniger ruht, musst du es höchstens im Einkommensteuer-Jahresausgleich 
angeben. Wenn du allerdings irgendwas für deine "Firma" gekauft hast, 
was du auch steuerlich geltend machen willst, könnte es sein, dass dein 
Finanzamt auf dich wegen "Liebhaberei" zukommt.
Hierbeio handelt es sich um "gefähliches Halbwissen", das aus einer 
gewissen eigenen Erfahrung im Bereich des Kleingewerbetums meinerseits 
entstanden ist (also nicht rechtverbindlich, sondern eher ratschlägig).

Entweder den Steuerberater oder das zuständige Finanzamt aufsuchen.
Auch Finanzbeamte sind Menschen...

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Hast du überhaupt schon ne Steuernummer für das Unternehmen angemeldet?

Ich würde mir da keinen so großen Kopf machen, geh zum FA hin, und sag 
das du eine Frage bezüglich der Steuererklärung für dein 
Kleinunternehmen (und ggf beantragung einer Steuernummer) hast.

Bei uns wirst du dann an den entsprechenden Sachbearbeiter verwiesen.
Wenn du noch keine Steuernummer hast, nimm das als Anzatz zu erklären 
das du das für dein Gewerbe beantragen möchtest.
hast du schon eine beantragt, dann sag einfach das du aus persönlichen 
Gründen es verpaßt hast für das lezte Jahr dioe Steuererklärung zu 
machen, und du das gerne Nachholen möchtest und was zu tun ist.

Schlimmstenfalls kann es sein das dir ein Ordnungsgeld oder wie das 
heißt wegen verspäteter Abgabe/Anmeldung bezahlen mußt, aber wie schon 
angesprochen, da sitzen ganz normale Menschen und wenn du Bereitschaft 
zeigst das ganze nachzuholen wird dir sicher keiner den Kopf abreißen, 
gerade dann wenn es eh keine Umsatz/Gewinn gab.

Zumindest hier bei mir muß ich sagen ist das Finazamt immer sehr 
hilfbereit gewesen bei beantwortung von Fragen etc. obwohl ich auch 
shconmal vergessen habe ein Formular einzureichen ;)

Autor: schwups.... (Gast)
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>...das meine Schwiegermutter ebenfalls daran erkrankt ist.
Mein Beileid, vor allem weil du deine Schwiegermutter gemocht hast,
was eher selten der Fall ist(so die Lobby).

>Wie schon gesagt hab ich mich in der ganzen Zeit um nix gekümmert.
> Wie bekomm ich das am besten geregelt?
Wovon hat du denn inzwischen gelebt?
Such dir lieber einen vertrauensvollen Geschäftspartner
(keine Verwandschaft oder Freunde. Nachbarn, ehemalige 
Schul/Arbeitskollegen wären dagegen okay),der dich bei deiner
Selbständigkeit sinnvoll unterstützt. Natürlich gilt das auch
andersrum.

>Als Kleinunternehmer soll man ja in regelmäßigen Abständen eine
>Steuererklärung machen.
Solange das Finanzamt nicht schreit ist das nicht so schlimm und
kann man zeitnah nachreichen.

>Was blüht mir schlimstenfalls? Werd ich demnächst gesiebte Luft atmen?
Gewiß nicht, solange du keine Steuern von erheblichem Umfang
hinterziehst. Ohne Umsätze dürfte das allerdings unmöglich sein. 
Allenfalls einen Säumniszuschlag kann das kosten wenn die Behörde mahnt. 
Ist aber nicht viel.

>Soll ich mich selbst beim Finanzamt anzeigen? Einfach hin gehen und
>versuchen zu erklären und auf Milde hoffen?
Ne, dafür gibt es keinen Grund. Ist doch dein Problem wenn du
dich hängen läßt und das ist nun mal nicht strafbar, sofern
dadurch niemand geschädigt wird.

>Eins noch dazu: Umsätze hab ich bisher, wegen obig geschilderte
>Ereignisse, nicht gemacht.
Dann schreibst du in deiner Steuererklärung Einnahmen:Null
und Ausgaben, das, was steuerlich absetzbar ist als Verlustvortrag.
Den Rat, das mal den Steuerberater machen zu lassen kann ich nur
unterstützen weil der davon auch mehr Ahnung hat.

Jetzt würde ich aber in die Hände spucken und mit dem Gewerbe
durchstarten, bevor vielleicht kein Kapital mehr da ist(Annahme). 
Schicksale muß man verkraften. So ist eben das Leben.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Eben.
Jetzt die Erklärungen machen, abgeben und gut.

Aber nicht noch ewig warten; irgendwann kommen dann die Briefe
wg. fehlender Abgabe der St.-Erklärungen.
JETZT machen, bevor wieder jemand stirbt oder so!

Autor: Schludermax (Gast)
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Danke erstmal für eure Ratschläge.

>>...das meine Schwiegermutter ebenfalls daran erkrankt ist.
>Mein Beileid, vor allem weil du deine Schwiegermutter gemocht hast,
>was eher selten der Fall ist(so die Lobby).

Ja, hab sie sehr gemocht. War wohl in der Schwiedergmutterwelt eine 
riesen Ausnahme...

>>Wie schon gesagt hab ich mich in der ganzen Zeit um nix gekümmert.
>> Wie bekomm ich das am besten geregelt?
>Wovon hat du denn inzwischen gelebt?

Naja, das Kleingewerbe läuft nebenberuflich.
Und im Job hab ich Urlaub und anschließend Freistellung gehabt. Und mich 
sonst eben so in den Job geschleppt. War zwar da aber das wars auch 
schon. Hab einen ziemlich verständnisvollen Chef. Gott sei dank. 
Größteneteils von dem gelebt was auf dem Konto ist.

>Such dir lieber einen vertrauensvollen Geschäftspartner
>(keine Verwandschaft oder Freunde. Nachbarn, ehemalige
>Schul/Arbeitskollegen wären dagegen okay),der dich bei deiner
>Selbständigkeit sinnvoll unterstützt. Natürlich gilt das auch
>andersrum.

Auf was bezieht sich das?

>>Als Kleinunternehmer soll man ja in regelmäßigen Abständen eine
>>Steuererklärung machen.
>Solange das Finanzamt nicht schreit ist das nicht so schlimm und
>kann man zeitnah nachreichen.

Naja, zeitnah ist das ja nicht mehr wenn ich jetzt eine Steuererklärung 
für's vergangene Jahr einreiche, oder?

>>Was blüht mir schlimstenfalls? Werd ich demnächst gesiebte Luft atmen?
>Gewiß nicht, solange du keine Steuern von erheblichem Umfang
>hinterziehst. Ohne Umsätze dürfte das allerdings unmöglich sein.
>Allenfalls einen Säumniszuschlag kann das kosten wenn die Behörde mahnt.
>Ist aber nicht viel.

Hmm, hoffe ich mal dass das so ist.

>>Soll ich mich selbst beim Finanzamt anzeigen? Einfach hin gehen und
>>versuchen zu erklären und auf Milde hoffen?
>Ne, dafür gibt es keinen Grund. Ist doch dein Problem wenn du
>dich hängen läßt und das ist nun mal nicht strafbar, sofern
>dadurch niemand geschädigt wird.

Na was ich so gehört hab ist ja das Finanzamt bei sowas nicht gerade gut 
drauf zu sprechen, wenn es darum geht das einer seinen Pflicheten nicht 
nachkommt.

>>Eins noch dazu: Umsätze hab ich bisher, wegen obig geschilderte
>>Ereignisse, nicht gemacht.
>Dann schreibst du in deiner Steuererklärung Einnahmen:Null
>und Ausgaben, das, was steuerlich absetzbar ist als Verlustvortrag.
>Den Rat, das mal den Steuerberater machen zu lassen kann ich nur
>unterstützen weil der davon auch mehr Ahnung hat.

Ja, Steuerberater ist wohl das Beste. Wollte eben nur schonmal vorher 
wissen ob ich die Zahbürste einpacken kann.

>Jetzt würde ich aber in die Hände spucken und mit dem Gewerbe
>durchstarten, bevor vielleicht kein Kapital mehr da ist(Annahme).
>Schicksale muß man verkraften. So ist eben das Leben.

Naja, am Kapital solls nicht scheitern.
Stimmt, so ist das Leben. Aber so einfach ist das mit dem verkraften 
eben manchmal nicht. Bin zwar sonst 'n ziemlich harter Knochen, aber 
wenn's um Famile geht dann bin ich weich wie Butter. Und sowas zu 
erleben wünsch ich echt keinem.



Steuernummer war auch noch keine erteilt. Und über die Firma gekauft hab 
ich auch nix.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Schludermax schrieb:
> ...
> Steuernummer war auch noch keine erteilt. Und über die Firma gekauft hab
> ich auch nix.


Wie geht das denn? Die Ausgaben, die man leider hat und absetzen muss,
sind doch das Interessante.
Wenn du dir Papier, Stift, Rechner, Festplatten und was man halt so
zum Arbeiten braucht, privat kaufst und dann die EInnahmen voll
versteuerst, weil es keine Ausgaben gibt, machst du irgendwas falsch.

In Jahren in denen es schlecht läuft (mehr Ausgaben als Einnahmen,
also mehr Vorsteuer an Lieferanten bezahlt als selbst an Umsatzsteuer
von Kunden eingenommen), bekommt man die USt-Differenz vom FA
erstattet. Aber natürlich nur, wenn man nicht alles privat kauft
und für die Arbeit verwendet.

Autor: Schludermax (Gast)
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Ich hab ja bisher noch nichts für meine Firma zusätzlich gekauft gehabt. 
Hab ich aber oben schon geschrieben, oder?

Autor: Jürgen (Gast)
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Schreibe dem Finanzamt den Fall und mache ein Steuererklärung.

Einmal UST, einmal Einkommensteuererklärung. Die werden die höchstens 
eine Strafe aufbrummen, bei mir waren es mal 50,- je verzögerten Montat!

Autor: schwups.... (Gast)
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>Auf was bezieht sich das?
(Ich hoffe deine Frage richtig verstanden und in den
richtigen Zusammenhang gebracht zu haben).
Wenn man sich einen Partner zur Unterstützung sucht, muß man auch
gleichermaßen mal für den Partner da sein und den unterstützen wenn
der irgendwelche Schwierigkeiten hat. Schließlich muß man sich
aufeinander verlassen können.
Ansonsten kann so eine Partnerschaft nicht funktionieren.
Anders ausgedrückt, jeder muß den anderen motivieren,
oder gegebenenfalls Aufgaben mitübernehmen können.

>Na was ich so gehört hab ist ja das Finanzamt bei sowas nicht gerade gut
>drauf zu sprechen, wenn es darum geht das einer seinen Pflicheten nicht
>nachkommt.
Die ZAhlungsmoral der Deutschen ist höchst unterschiedlich und
irgendwie muß der Staat ja zu seinem Geld kommen damit er seine
gesetzlichen Pflichten erfüllen kann.
Auf solche Schauergeschichten würde ich nicht all zu viel geben
weil der Wahrheitsgehalt gar nicht überprüfbar ist und die Rahmen-
bedingungen, vor allem die der eigenen Versäumnisse, gern unter den
Tisch gekehrt werden, um selbst ein gute Figur zu machen und dem
Finanzamt als böse Behörde den schwarzen Peter zuzuschieben.
Wenn man sich wohl verhält kann man mit der Behörde Probleme
immer besprechen und selbst wenn man nicht zahlen kann, landet
man deswegen nicht wirklich im Knast, sondern muß dann nur die
eidesstattliche Versicherung abgeben und dann Steuerschulden
in zumutbaren Raten abstottern.
>Steuernummer war auch noch keine erteilt.
Dann hast du von Amts wegen noch gar nicht begonnen.
Laß dir erstmal die Nr. zuteilen, mach einen Businessplan (für
dich selbst und evtl. auch für andere, wenn danach verlangt wird).
Dann kannste los legen.
Was willste denn machen? Dienstleistung, Produktion oder Handwerk?

Autor: Schludermax (Gast)
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Ach so meinst du das wegen Geschäftspartner. Ja stimmt natürlich, wenn 
man denn einen hat ist das natürlich selbstverständlich dass man sich 
gegenseitig stützt.

Na wäre das alles nicht so gelaufen wie es gelaufen ist, hätt ich da 
bestimmt mal drüber nachgedacht noch jemanden mit ins Boot zu holen. 
Aber zum damaligen Zeitpunkt wollt ich das erstmal allein angehen und, 
später hat es mich eben erstmal nicht wirklich interessiert. Andere 
Sachen im Kopf gehabt.

Schwerpunk ist der Dienstleistungsbereich für andere Gewerbetreibende 
die sich Firmen mit Wasserkopf nicht leisten wollen oder können.

Danke nochmal für die vielen Ratschläge.

Autor: schwups.... (Gast)
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>Schwerpunk ist der Dienstleistungsbereich für andere Gewerbetreibende
>die sich Firmen mit Wasserkopf nicht leisten wollen oder können.

Da kenn ich auch einen Kleingewerbetreibenden der das eine oder andere
nicht gebacken bekäme wenn man nicht ein wenig Hilfestellung leisten
würde. Viel Glück.

Autor: jl (Gast)
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mach dir da keine Sorgen. Du hast letztes Jahr das kleingewerbe 
angemeldet und kannst alles (Bilanz und Umsatzsteuererklärung - beides 
bei dir 0) im Rahmen deiner regulären Steuererklärung abgeben. Die 
sollte zwar bis Mai abgegeben sein, aber bis Ende September/Oktober 
kümmert sich niemand um dich. Eventuell sagen sie dir dass du deine 
Umsatzsteuererklärung im Januar für das Jahr 2009 abgeben sollst (gilt 
auch wenn du auf Ust verzichtest). Das ist aber alles. Zu spät ist es 
noch nicht.

Autor: ulf (Gast)
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Eigene Erfahrung:
Bei Problemen mit dem FA immer den Sachbearbeiter persönlich aufsuchen. 
Nicht schreiben, keine eMail, nicht anrufen, sondern das Problem von 
Angesicht zu Angesicht klären und das Ganze vor allem unvoreingenommen 
angehen.
Die Beamten machen auch nur ihre Arbeit, und haben die gleichen 
menschlichen Probleme, wie jeder andere auch. Im persönlichen Gespräch 
lassen sich die eigenen Probleme wesentlich besser schildern und 
ausregeln. Ein Frage-Antwort-Spiel per Mail dauert lange, führt zu 
Missverständnissen und nervt auf Dauer.

Meine Vermutung:
Wenn Du deinen Fall kurzfristig angehst und mit dem FA klärst, ist kaum 
mit negativen Konsequenzen zu rechnen. Wie du schilderst, sind keine 
Steuern angefallen und das FA hat bestimmt besseres zu tun, als formelle 
Fehler ohne Schaden zu sanktionieren.

Autor: Dirk (Gast)
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Ich stimme Ulf zu.
Ich hatte das Ganze auch mal, 2 Unglücksfälle kurz hintereinander - ein 
Todesfall sowie nach schwerem Autounfall meine Frau monatelang im Koma 
-, in der Zeit habe ich auch nix anderes gemacht, als im Krankenhaus zu 
sein.

Bin dann nach über einem Jahr auch persönlich ins Finanzamt und habe mit 
meiner Sachbearbeiterin das Ganze geklärt. Sie war sehr bemüht und wir 
haben drei Stunden zusammen gesessen. Danach war das Ganze wieder in der 
Spur.

Also geh einfach hin, erklär das Ganze, dann klappt das schon.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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jl schrieb:
> mach dir da keine Sorgen. Du hast letztes Jahr das kleingewerbe
> angemeldet und kannst alles (Bilanz und Umsatzsteuererklärung - beides
> ...

In diesem ist das keine Bilanz, sondern eine Gewinn- und 
Verlustrechnung.

Aber sonst: ja. Ausfüllen, abgeben, fertig.
Solange nichts angemahnt wurde, braucht man auch nicht lange Gespräch
suchen etc. (auch wenn das bei wirklichen Problemen tatsächlich immer 
gut
ist).
Mit dem Nachreichen der Erklärungen ist die Kuh vom Eis; es fallen
nur (falls Steuern gezahlt werden müssen und die Erklärungen nicht 
fristgerecht waren) Zinsen an, die vom FA anhand der Erklärungen
ausgerechnet werden und mit dem Bescheid angefordert werden.

Autor: Arc Net (arc)
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Klaus Wachtler schrieb:
> In Jahren in denen es schlecht läuft (mehr Ausgaben als Einnahmen,
> also mehr Vorsteuer an Lieferanten bezahlt als selbst an Umsatzsteuer
> von Kunden eingenommen), bekommt man die USt-Differenz vom FA
> erstattet. Aber natürlich nur, wenn man nicht alles privat kauft
> und für die Arbeit verwendet.

Kleinunternehmerregelung: Es darf keine USt in Rechnung gestellt werden 
und schon gar kein Vorsteuerabzug gemacht werden.

> jl schrieb:
>> mach dir da keine Sorgen. Du hast letztes Jahr das kleingewerbe
>> angemeldet und kannst alles (Bilanz und Umsatzsteuererklärung - beides
>> ...

> In diesem ist das keine Bilanz, sondern eine Gewinn- und
> Verlustrechnung.

Auch keine G+V, sondern nur die Einnahmenüberschussrechnung

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Arc Net schrieb:
> Klaus Wachtler schrieb:
>> In Jahren in denen es schlecht läuft (mehr Ausgaben als Einnahmen,
>> also mehr Vorsteuer an Lieferanten bezahlt als selbst an Umsatzsteuer
>> von Kunden eingenommen), bekommt man die USt-Differenz vom FA
>> erstattet. Aber natürlich nur, wenn man nicht alles privat kauft
>> und für die Arbeit verwendet.
>
> Kleinunternehmerregelung: Es darf keine USt in Rechnung gestellt werden
> und schon gar kein Vorsteuerabzug gemacht werden.

Falls man diese Regelung in Anspruch nimmt.
Es steht jedem frei, das nicht zu tun und das Geld nicht zu 
verschenken..



>
>> jl schrieb:
>>> mach dir da keine Sorgen. Du hast letztes Jahr das kleingewerbe
>>> angemeldet und kannst alles (Bilanz und Umsatzsteuererklärung - beides
>>> ...
>
>> In diesem ist das keine Bilanz, sondern eine Gewinn- und
>> Verlustrechnung.
>
> Auch keine G+V, sondern nur die Einnahmenüberschussrechnung

Stimmt, sorry; falschen Begriff genommen.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Falls man diese Regelung in Anspruch nimmt.
>Es steht jedem frei, das nicht zu tun und das Geld nicht zu
>verschenken..

Wurde oben ja schon geschrieben: Es handelt sich um ein Kleingerwerbe.
Die "Blödsinn" mit der Umsatzsteuer hatte ich auch angefangen. 
Irgendwann fragte der Buchhalter eines Kunden, wieso ich die 
Umsatzsteuer ausweisen würde. Als Kleinunternehmer bringt das nichts, 
nur dem Kunden auch noch Papierkram.
Umsatzsteuer (oder auch Märchensteuer genannt) geht doch hinten raus, 
wie sie vorne reinkam. Man kann zwar die Ausgaben gegenrechnen, aber 
bringen tut das auch nicht wirklich was. Man kann Büromaterial auch so 
geltend machen...

Autor: schwups.... (Gast)
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@STK500-Besitzer
>Umsatzsteuer (oder auch Märchensteuer genannt) geht doch hinten raus,
>wie sie vorne reinkam. Man kann zwar die Ausgaben gegenrechnen, aber
>bringen tut das auch nicht wirklich was. Man kann Büromaterial auch so
>geltend machen...
So ganz stimmig ist das aber nicht, oder nur missverständlich.
Richtig ist, das die Umsatzsteuer, oder auch Mehrwertsteuer,
ein Durchlaufposten ist.
Hast du 100Euro (Mwst.:19Euro)an Aufwand, kannste die Mwst. der
Ausgaben mit der Mwst. die du in Rechnung stellst 
(Einnahmen)(z.B.1000Euro,Mwst.:190Euro) verrechnen, so, das sich eine
reduzierte Mehrwertsteuerabfuhr von 172Euro ergibt.
Deshalb heißt das ja auch MEHRWERTsteuer. Die Ersparnis ist dann um
so größer, je geringer die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben
sind, oder nicht?.
Irrtum vorbehalten.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Irrtum vorbehalten.

Bei mir ist 190-19=171...

>Hast du 100Euro (Mwst.:19Euro)an Aufwand, kannste die Mwst. der
>Ausgaben mit der Mwst. die du in Rechnung stellst

Wenn ich etwas für 119 Euro kaufe sind da i.d.R. 19Euro Umsatzsteuer 
drin.
Die bezahle ich mit (19 Euro Extra).
Dann schreibe ich eine Rechnung über 1190 Euro inkl. Märchensteuer.
Von den 190 Euro Mwst brauche ich nur 171 an das Finanzamt abgeben, weil 
ich die restlichen 19 Euro ja schon gezahlt habe.
Ich habe trotzdem die 19 Euro gezahlt, obwohl ich weniger Umsatzsteuer 
abführe... Oder habe ich da was nicht verstanden?
Das einzige, was ich mir vorstellen kann, was durch einen Gewerbeschein 
besser wird: Man bekommt bei Händlern andere Preise als der 
Normalkäufer.

Auch eine Interessante Rechnung wäre: ich kaufe etwas mit 19% Mwst und 
verkaufe etwas mit 7% Mwst mit dem gleichen Bruttobetrag. Dann bekomme 
ich etwas vom Finanzamt wieder...
(Kann sein, dass da noch ein Rechenfehler drin ist, aber ich hoffe, dass 
die "Rechnung" soweit klar ist).

Autor: Schwups.... (Gast)
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Ich schrieb von Einahmen und Ausgaben und nicht von Warenwert
oder Rechnungsbetrag zzgl.. Also 100 oder 1000 inkl. Mwst. meinte ich.
Mit runden Zahlen schien mir das etwas plausibler und leichter
nachvollziehbarer. Das mit den 171 ist richtig. Hatte mich vertippt.
Mein Taschenrechner zeigte das noch an von gestern.

Als Gewerbetreibender kannste die Mwst. die du gezahlt hast
als Vorsteuer wieder vom FA zurück holen oder mit der in Rechnung
gestellte Mwst.verrechnen. Eigentlich ganz simpel wenn man es
einmal verstanden hat.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Eigentlich ganz simpel wenn man es einmal verstanden hat.

Das habe ich verstanden, nur welchen Vorteil bringt es mir?
Die Mwst, die am Ende ans Finanzamt geht, ist die gleiche. Ob ich die 
nun direkt ans Finanzamt zahle oder über den Umweg eines anderen 
Händlers.

Autor: Arc Net (arc)
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STK500-Besitzer schrieb:
>>Eigentlich ganz simpel wenn man es einmal verstanden hat.
>
> Das habe ich verstanden, nur welchen Vorteil bringt es mir?

Vereinfachte Beispiele:
Ohne Vorsteuer:
Kasse: 0 €
Einnahmen: 200 €
Ausgaben: 100 € + 19 € USt
FA: 0 €
Kasse 71 €

Mit Vorsteuer:
Kasse: 0 €
Einnahmen: 200 € + 38 € USt
Ausgaben: 100 € + 19 € USt
FA: 19 €
Kasse: 100 €

Die Methode ohne Vorsteuer hätte nur dann einen Vorteil, wenn man vom 
Kunden mehr verlangen kann.

Kundenseite mit Vorsteuer:
Kasse: 200 €
Ausgaben: 200 € + 38 € USt
FA: -38 € (d.h. die 38 € kommen zurück)
Kasse: 0 €

ohne:
Kasse: 200 €
Ausgaben: 238 €
FA: 0 €
Kasse: -38 € (was dem Kunden wohl nicht gefällt)

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