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Forum: Offtopic Riester-Sieg am EU-Gerichtshof


Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Toll, die Entscheidung heute vom EU-Gerichtshof, eine 
Verbraucherentscheidung.

Wenn es schon Recht ist, daß Arbeitnehmer per Entsendegesetz hunderte km 
für einen Arbeitseinsatz reisen und flexibel sein müssen und quer durchs 
Land gescheucht werden (und dabei nur eine rote Null verdienen): Da kann 
es doch nur billig sein, wenn Menschen ganz dem Land entflüchten.

Es kann doch in der globalen Welt nicht wirklich sein, daß private 
Renten- (Riester-) Leistungen über Nationalgrenzen hinaus blockiert 
werden???

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Naja, der Riestervertrag wird dadurch auch nicht attraktiver.

Die einzigen, die profitieren, sind die Versicherungen und nicht die 
Verbraucher.

Gruss
Axel

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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>Die einzigen, die profitieren, sind die Versicherungen und nicht
>die Verbraucher.

Nee, der Staat. Der verlangte bisher die Zuschüsse zurück.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

>>Die einzigen, die profitieren, sind die Versicherungen und nicht
>>die Verbraucher.
>
> Nee, der Staat. Der verlangte bisher die Zuschüsse zurück.


Ich zitiere die entscheidenden Stellen aus der Wikipedia:

"Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Publizist Diplom-Volkswirt 
Albrecht Müller stellt in seinem Artikel "Riester-Rürup-Täuschung - 
prüfen Sie selbst nach" dem Konzept der Riester-Rente insgesamt ein 
vernichtendes Urteil aus. Er kritisiert, dass die Riester-Rente aus 
Sicht des Allgemeinwohls betrachtet eine Verschwendung von Steuergeldern 
sei und begründet dies damit, dass das bisherige Umlageverfahren um 
vieles günstiger und effizienter sowie insgesamt sozialer sei. Die 
Förderung der Riester-Rente subventioniere hingegen die Finanz- und 
Versicherungswirtschaft, ohne dass dies zu einem Vorteil für die 
Gesellschaft führe. Zusammenfassend führt er aus: Man kann die 
Entscheidung für den teuren Umweg zur kapitalgedeckten privaten 
Altersvorsorge nur verstehen, wenn man fragt, wer daran verdient: Die 
Finanzwirtschaft, die an der Umstellung beteiligten Wissenschaftler und 
auch viele Politiker. Die Zerstörung der gesetzlichen Rente zugunsten 
einer privaten Altersvorsorge ist ein heutzutage leider typischer Fall 
von politischer Korruption. [11]"

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3182


Gruß,
  Michael

Autor: Arno R. (conlost)
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Gestern kam in den Nachrichten ein Bericht, das Obama
in den USA eine Sozialversicherung für alle einführen will,
weil ca. 40 Millionen Amerikaner keine Krankenversicherung haben.
Ich finde diese Idee sehr gut, nur die Amerikaner nicht.

Die Reaktion darauf fand ich irgendwie lustig, da wurde doch
gleich behauptet er wolle den Kommunismus einführen.

Irgendwie können die Amerikaner nicht ohne ihren Superkapitalismus.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Genau aus diesem Grund habe ich keine Riester-Rente abgeschlossen.
Meine Anlageberaterin hat mich dazu gedraengt, aber rein zufaellig habe 
ich Wind davon bekommen, dass bei der Hoehe der Auszahlungen der Wohnort 
D eine Rolle spielt.
Ich gehe immer noch davon aus, im Alter in ein Low-Cost Country zu 
ziehen.
Das war's dann mit Riester, dachte ich.
Jetzt schaut's ploetzlich anders aus ...

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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>Jetzt schaut's ploetzlich anders aus .

Dann rechne das aber sauber durch.

Nach meiner Meinung gehen die Riester Zuschüsse komplett in die Margen 
der Anbieter, somit ist eine Riester Rente für Dich nicht profitabler 
als eine normale andere Geldanlage.

Gruss
Axel

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Wer früh stirbt, für den ist die Riester-Rente am Ende ein 
Minusgeschäft. Nach Musterrechnungen von Dr. Klaus Jaeger, em. 
Univ.-Prof. für Wirtschaftstheorie an der Freien Universität Berlin, 
muss ein heute 30-jähriger Mann mindestens 92 Jahre alt werden, um seine 
eingezahlten Beträge samt Zinsen zurück zu bekommen. Tatsächlich besteht 
laut Statistischem Bundesamt nur eine Lebenserwartung von 78 Jahren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Riester-Rente

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jürgen G. schrieb:
> Wer früh stirbt, für den ist die Riester-Rente am Ende ein
> Minusgeschäft.

Aber nur, wenn man ein letztes Hemd mit Taschen hat...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@Arno R.:

>Ich finde diese Idee sehr gut, nur die Amerikaner nicht.

Welche Clientel ist denn das, die eine Krankenversicherung für alle 
nicht gut finden? Aber sicher nicht die Unversicherten?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@Jürgen G.:

>Wer früh stirbt, für den ist die Riester-Rente am Ende
>ein Minusgeschäft.

Nee, auch für mich, der weiter lebt, z.Zt. arbeitslos ist, und keine 
Ahnung hat, ob er jemals wieder einen einigermaßen bezahlten Job 
bekommt.

Liegt die Rentenhöhe etwa um oder unter Harz4, dann wird die 
Riester-Vorsorge davon voll abgezogen. Man hat bei schwierigen 
Lebensumständen auch noch umsonst gespart...

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Walter Riester:

>Neben seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter tritt er als Referent
>bei verschiedensten Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche in
>Erscheinung und ist Aufsichtsratsmitglied von ArcelorMittal Bremen.
>Zum 1. Oktober 2009 wird Walter Riester Aufsichtsrat des
>Finanzdienstleisters Union Asset Management Holding.

Für wen und zu wessen Nutzen die Riesterrente eingeführt wurde, wird 
klar, wenn man sieht, in wessen Diensten der Herr steht. Die 
Zerschlagung des staatlichen Rentensystems war das größte Geschenk aller 
Zeiten an die private Versicherungswirtschaft.

Frank

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Daß da manches Banane ist, ist schon klar.

Die Medien, trauten sich in der kürzeren Vergangenheit, immer mehr zu 
berichten:

Z.B. auch über das "schaffe, schaffe, Häusle baue"-Ländle, Stuttgart, 
zweitteuerste Wohnungsmieten in D, wo in einem Maschinenbau-Betrieb 50 
Hartzer im Blaumann malochen, um Chinesen Konkurrenz zu machen...

So wird der Steinmeier das im Wahlversprechen etwa meinen, die 
Arbeitslosenzahlen zu verringern???

Aber das war hier nicht das Thema.

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