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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hysterese für Komparator


Autor: spooker (Gast)
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Hallo, ich baue einen Messverstärker für der bis max. 10V verstärkt. Der 
Komparator hat eine Übersteuerungs-LED bei 9,5V und eine 
Untersteuerungs-LED bei 0,5V (siehe Bild).
Ich hätte jedoch noch gerne eine kleine Hysterese eingebaut, weil ich 
nicht ausschließen kann ob der Komparator so anfängt zu schwingen. Alle 
meine Bemühungen mit Spannungsteilern zu arbeiten, hat nicht den 
gewünschten Erfolg gebracht.
Kann mir vielleicht einer einen Tip geben, wie ich die Hysterese 
realisieren kann?
Zudem hab ich grad gelesen, dass der LM393 ja Open-Collector-Ausgänge 
hat, quasi kann ja so garnicht funktionieren, oder?
Reicht das dann, wenn ich einen Pullup-Widerstand einmal zwischen 
Ausgang ICa und -V lege, bzw. einen zwischen ICb und +V?
Danke schon mal...

Grüße
sp

Autor: MaWin (Gast)
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Schau doch einfach mal ins Datenblatt des LM393.

Da steht schön drin, wie man durch einen Widerstand zwischen Eingang und 
Ausgang eine Hysterese einbaut,

und dass an den Ausgang ein Pull-Up Widerstand kommt, damit man ein 
high-signal bekommt.

Hey, Datenblätter sind echt cool...

Autor: Ralli (Gast)
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Hallo sp,

erst mal stolpere ich über deine Widerstands-Werte:

Willst du E96 (1%) nehmen? Da gibts zwar 28k, aber keine 655 Ohm. Noch 
dazu ist es schnurz und piepe, ob eine LED mit 655 oder 680 Ohm 
Vorwiderstand an 15 Volt betrieben wird, den Unterschied kann man kaum 
erkennen - die Exemplarstreuungen bei der Helligkeit von LEDs haben 
einen stärkeren Effekt.

Eine Diode mit Anode am oC-Ausgang eines Komparators ist logisch ein 
NEVER-Gate: Egal was in den Komparator reingeht, es kommt NICHTS raus.

Der Komparator-Ausgang kann entweder Strom durch eine LED von V+ über 
einen Vorwiderstand ziehen (Ausgang = Low), oder eben (Ausgang = High) 
nicht.

Das Verhältnis 1:29 für 0,5 Volt aus 15 Volt bzw. von 19:11 für 9,5 Volt 
aus 15 Volt lässt sich mit erforderlicher Genauigkeit auch mit jeweils 2 
Widerständen aus der passenden E-Reihe erzeugen. Will man unterhalb von 
E96 bleiben (eine Preisfrage), helfen auch Trimm-Potis.

Schönen Gruß,
Ralli

Autor: spooker (Gast)
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Hi ,

@ Ralli:

Ja die Vorwiderstände der LEDs hatte ich hier noch nicht auf E96 
berechnet.
Die Dioden hatte ich gesetzt weil ich diese Schaltung vorher als mit 
OPVs simuliert hatte (siehe Bild). Hier hat die Schaltung die 
gewünschten Eigenschaften, die ich haben wollte, nur die Hysterese 
fehlt. Auch der Strom durch die LEDs passt. Kannst du mir hier 
vielleicht noch nen Tip geben, wie ich die Hysterese (ca 0,1V) in beiden 
Bereichen hinkriege?

Gruß
sp

Autor: Schwups.... (Gast)
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>Ja die Vorwiderstände der LEDs hatte ich hier noch nicht auf E96
>berechnet.
Was willste denn da rechnen?
Berechnet wird der Widerstand in der Schaltung und dann ein
annähender Wert aus der E96 Liste ausgewählt.

>Die Dioden hatte ich gesetzt weil ich diese Schaltung vorher als mit
>OPVs simuliert hatte (siehe Bild). Hier hat die Schaltung die
>gewünschten Eigenschaften, die ich haben wollte, nur die Hysterese
>fehlt.
Deine Schaltung, so wie du die gezeichnet hast, kann nicht funktionieren
weil die doch erheblich von deiner Simulationsschaltung abweicht.

>Der Komparator-Ausgang kann entweder Strom durch eine LED von V+ über
>einen Vorwiderstand ziehen (Ausgang = Low), oder eben (Ausgang = High)
>nicht.

Mit D5 und D6 wird das aber nichts. Die würden dann in Sperrrichtung 
betrieben.

Das man mit der Betriebsspg. direkt auf den Nicht-invertierenden Eingang
eines OP geht hab ich auch noch nicht gesehen. Da macht man gewöhnlichen
einen Widerstand zwischen.

>...nur die Hysterese fehlt
Im Motorola Datenblatt
http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/motorola...

Seite 5 Figure. 11 findest du eine Hystereseschaltung was Mawin
wohl meinte.

Autor: HildeK (Gast)
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Also:
erstmal den R4 durch 1k ersetzen und dann einen Widerstand vom +E zum
Ausgang von U2. Über diesen neuen Widerstand ergibt sich zusammen mit
dem Ausgangshub die Hysterese. Die Quelle V3 habe ich als niederohmig
vorausgesetzt.

Beim U1 liegt am +E schon ein Quellwiderstand von knapp 1k, auch hier
einen neuen Widerstand vom Ausgang des U1 zum +E hinzufügen. Etwa
gleicher Wert wie bei oben.

Die neuen Widerstände (man kann es rechnen, aber so mit 100k liegst du
schon mal nicht ganz falsch) bilden einen Spannungsteiler vom Ausgang
über R4 oder der Parallelschaltung aus R7/R8 und verschieben so das
Potential geringfügig. Damit hast du die Hysterese.

Autor: spooker (Gast)
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Herzlichen Dank, hat geklappt!

Autor: Jens G. (jensig)
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Wieso ist die Graetz-Brücke am Eingang kurzgeschlossen? Soll das einen 
Sinn haben?

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