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Forum: PC-Programmierung Konsolenanwendung aus MFC-Applikation "fernsteuern"


Autor: Alexander I. (daedalus)
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Hallo,

es geht mal wieder um mein Interpreterprojektchen, dass ohne das Forum 
hier noch nicht so weit wäre. ;-)

ich habe:
Eine Visual C++ MFC-Dialogfenster-Applikation die einen 
vollfunktionsfähigen Interpreter (eine Klasse) enthält. Der Interpreter 
wird innerhalb eines Threads gestartet, der in der MFC-Anwendung läuft 
und z.B. Befehle aus einer Textbox ausführt, und Windows-PostMessages an 
die MFC zurück schickt, die diese wiederum in einem ListControl-Element 
aufbereitet, kategorisiert und anzeigt. Der Interpreter verwendet auch 
GUI-Einstellungen  aus der MFC-Anwendung z.B. welcher COM-Port für eine 
Aufgabe zu nutzen ist aus einer ComboBox, oder Filtereinstellungen für 
das ListControl.

ich möchte:
Den Interpreter komplett aus der MFC herauslösen und z.B. wie einen 
PHP-Interpreter per Konsole nutzen können. Die Befehle können dazu 
entweder direkt per STDIN im Konsolenfenster eingegeben werden, oder aus 
einer Datei kommen. Die Ausgabe erfolgt in STDOUT. Zusätzlich können 
z.B. Ein-/Ausgabe-Parameter per Kommandozeilen-Parameter bestimmt 
werden. Soweit alles kein Problem, da bekomm ich schon hin, aber:
Ich möchte die MFC-Applikation so umbauen, dass sie den Interpreter 
komplett fernsteuert und ich so weiterhin den Komfort einer 
Dialoganwendung nutzen kann aber auch die Option für die Kommandozeile 
habe (beispielsweise für einen automatisierten Testlauf). Also z.B. eine 
Textbox die STDIN ersetzt und per "Senden"-Button an den Interpreter 
schickt, das o.g. ListControl-Element die STDOUT und diverse Buttons, 
Checkboxen usw. die entsprechenden Kommandozeilenparameter setzen sowie 
die Interpreter-Anwendung generell, starten, stoppen, abbrechen, 
"abschießen" usw. können.

Wie gehe ich da am besten vor? Gibt's da eine gute Standardlösung? 
Bestimmt, oder?

Vielen Dank schonmal!

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Pipes könnten dir weiterhelfen.

Oft aber verpasst man solchen Subsystemen einfach einen Netzwerksocket 
an den sich eine beliebige Applikation andocken kann und Kommandos 
absetzen kann. Du könntest zb einen Telnet Server studieren und anstelle 
des Echo Teils der die Kommandos an die Shell weiterleitet, deinen 
Interpreter einbauen. Auch RPC wäre denkbar, oder CORBA

Autor: Alexander I. (daedalus)
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OK, Pipes könnten klappen. Funktionieren die anderen Methoden auch ohne 
jegliche Installation oder Adminrechte? Also einfach gesagt eine GUI.EXE 
und eine INTERPRETER.EXE die miteinander quatschen können ohne besondere 
Vorkehrungen oder Installationen zu tätigen? Wäre auch denkbar, dass die 
GUI einfach bei jedem Mal "senden"-Button drüclen den Interpreter 
startet, fernsteuert und dieser sich nach abarbeiten der empfangenen 
Aufgaben wieder beendet.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Alexander I. schrieb:
> OK, Pipes könnten klappen. Funktionieren die anderen Methoden auch ohne
> jegliche Installation oder Adminrechte? Also einfach gesagt eine GUI.EXE
> und eine INTERPRETER.EXE die miteinander quatschen können ohne besondere
> Vorkehrungen oder Installationen zu tätigen?

Hab das schon lange nicht mehr gemacht.
Im schlimmsten Fall kommt dir die Firewall in die Quere.

> Wäre auch denkbar, dass die
> GUI einfach bei jedem Mal "senden"-Button drüclen den Interpreter
> startet, fernsteuert und dieser sich nach abarbeiten der empfangenen
> Aufgaben wieder beendet.

In dem Fall würde ich den eigentlichen Interpreter in eine DLL 
auslagern. Deine GUI Anwendung lädt die DLL direkt. Eine kleine 
Konsolenanwendung kapselt die DLL mit einer zusätzlichen Kommandline für 
sonstige Benutzung (und zb einem Netzwerksocket)

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Vielleicht ist das hier hilfreich.
Es macht eigentlich nichts mysteriöses, sondern lässt ein
Programm ausführen (das wäre deine Konsolenapplikation)
und fängt vorher dessen stdin und stdout ab.
Mit einer selbstdefinierten Funktion, die als eigener Thread läuft,
wird stdin des Programms gefüttert, mit einer weiteren
das stdout abgefangen und nach Belieben verwurstet.
Das alles könnte man auch zu Fuß machen, aber so ist
es vielleicht bequemer.
Ein Beispiel ist mit dabei.

Nachtrag: Ich habe es schon lange nicht mehr angefasst;
falls es zickt, bitte Bescheid sagen.

Autor: Alexander I. (daedalus)
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Den Vorschlag mit der DLL finde ich gar nicht schlecht. Ich denke das 
werde ich morgen mal testen. Ich könnte mir vorstellen, dass das 
unproblematischer ist, als die Fernsteuerung und ich könnte mir den 
Umweg über STDIN und STDOUT sparen.

Danke auch für das Beispiel. Das werde ich mir auch mal ansehen.

Autor: Rene B. (themason) Benutzerseite
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@alexander

es gibt mehrere möglichkeiten. in einem aktuellen projekt nutze ich 
gleich 2 möglichkeiten :

 - mailslots
 - virtuelle schnittstelle (com0com auf sourceforge)

adminrechte dürften bei beiden wegen nicht unbedingt das problem sein 
(glaub ich jedenfalls nicht). bei der com0com (also eine virtuelle 
com-schnittstelle) - lösung dürfte es die allerwenigsten probleme geben 
(bis auf die installation des treibers, die kann nur von einem admin 
ausgeführt werden).
die com0com-lösung hat weiterhin den vorteil das sich die anwendung 
völlig transparent zu einer seriellen schnittstelle verhält, sprich wenn 
beispielsweise als zielsystem ein arm/avr/msp/irgendwas mit uart 
dahintersteckt verhält es sich durch die com-schnittstelle entsprechend 
gleich.
der mailslot ist für größere datenmengen geeignet (damit lassen sich 
ohne probleme mehrere kilobytes/ms hin und herschubsen). dabei wird ein 
mailslot (dieser kann nur empfangen) erstellt und über ein bestimmtes 
file "\\.\mailslot\xyz" werden daten abgeschickt (ganz normal per 
writefile) und im mailslot können die abgeschickten pakete direkt 
empfangen werden (auch die blockzuordnung lässt sich damit erhalten).
weiterhin kann man noch per post/sendmessage arbeiten (ist aber nicht 
unkritisch), memory-mapped-files (benötigt dann aber eine ringpuffer 
struktur) oder eben netzwerk-sockets. netzwerk-sockets sind elegant wenn 
man eben die anwendung verteilt laufen lassen möchte. allerdings ist der 
aufwand zu mailslot und dergleichen deutlich höher.

wenn du fragen zu mailslot hast kann ich dir gerne weiterhelfen.

Autor: Alexander I. (daedalus)
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Hallo,

eine Lösung mit einer Installation von Drittanbieter-Produkten ist für 
mich nicht akzeptabel. Ich habe es jetzt mit einer DLL realisiert. Die 
EXE-Datei startet einen Thread innerhalb der DLL der alles weitere 
managed. Das "Host-Programm" (entweder MFC GUI oder Konsole) startet 
außerdem einen Überwacherthread der den Zustand des Dll-Threads pollt 
und auswertet und entsprechend entweder PostMessages() für die GUI 
generiert oder mit der Konsole interagiert. Das funktioniert bis jetzt 
recht zufriedenstellend. Danke soweit.

Autor: zwieblum (Gast)
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na dann analysier' halt den fensterbaum, bis du das passende handle 
gefunden hast, und dann schickst tolle messages an das fenster. win32api 
läßt grüßen.

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