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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Speichertiefe bei Oszilloskopen? Im Low- und Mid-End Bereich


Autor: Be Bo (bebo)
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Hallo,

mich würde mal interessieren, für welche Meßaufgaben welche 
Speichertiefen sinnvoll sind.
Ich stelle diese Frage vor dem Hintergrund, daß ich zum einen einen 
Logic-Analyser mit ausreichend Speichertiefe habe, also für rein 
digitale Signale kein Oszilloskop brauche und zeitens, daß mir 2 Kanäle 
vielleicht zuwenig seien könnten (brauche alledings im Augenblick auch 
nicht mehr). Hierbei möchte ich mich mal auf Oszilloskope unter 2000€ 
beschränken. Bei den 2-Kanal Oszilloskopen geht es da schon bis 1 
MSample während bei 4 Kanälen die Speichertiefen irgend wo bis 25 
kSamples liegt.
Rigol DS1102E (1 Kanal 1MPt; 2 Kanäle 500kPt)
Rigol DS1104B (2 Kanäle 16kPt; 4 Kanäle 8kPt)

Ich tendiere zwar von den Kanälen zu 4 aber von der Speichertiefe bin 
ich etwas enttäuscht.

Wieviel Speichertiefe ist für welche Meßaufgaben nun sinnvoll?

Grüße,
Bebo

Autor: Anja (Gast)
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Hallo,

solange Du nur periodische Signale messen willst ist Speichertiefe fast 
egal.
Wenn Du allerdings Problemen beim Einschalten eines Gerätes auf die 
Schliche kommen willst und dabei eine Zeit von 100ms bis eine Sekunde 
mit vernünftiger Auflösung (10us .. 1us) erfassen willst bist Du schnell 
bei Speichertiefen >= 100k Samples.
Dies stellt für mich die untere sinnvolle Grenze dar, für periodische 
Signale tuts auch ein preiswertes analoges Oszi.

Vorsicht:
Bei Billig-Oszilloskopen wird dann auch schnell mal der Gesamte 
Prozessor-Speicher als "Speichertiefe" deklariert auch wenn dieser gar 
nicht für die Signalaufnahme verwendet werden kann. (oder höchstens um 
1000 Signalformen a 1000 Punkte abzuspeichern).
Oft kann auch an den PC über die USB-Schnittstelle nur der 
Bildschirminhalt (256 Punkte) übertragen werden. D.h man müßte dann 4000 
mal zoomen um die gesamte Kurvenform am PC weiterzuverarbeiten.

Autor: hunz (Gast)
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wenns auch ein pc scope sein darf gibts massig samplebuffer bei den 
picoscopes (2ch, 32MS buffer, 1GS/s für 1.8k€)
hab hier allerdings auch ne sehr spezielle meßaufgabe (stromverbrauch 
von chips über einige ms messen)

Autor: Be Bo (bebo)
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Bei PC Lösungen bin ich sehr skeptisch. Ich habe mal den Hersteller 
meines Logic-Analyzers angeschreiben und gefragt, ob es denn dafür auch 
64 Bit Treiber gibt. Auf der Website wurde ja versprochen, daß das Ding 
mit XP und Vista laufen sollte (ohne Einschränkungen). Antwort des 
Supports: "Läuft nur mit den 32-bit Versionen von XP oder Vista.". 
Soviel zu PC-Lösungen. Natürlich wären die Picoscopes interessant, aber 
weiß ich, ob die mit XP, Vista, Windows 7 laufen. Und wenn ja, auch mit 
der 64 Bit Version. Bei Geräten dieser Preisklasse für privaten Gebrauch 
sollten die Teile schon ein paar Jahre länger nutzbar sein und nicht 
wegen Betriebssystemupdate unbrauchbar werden. Hatte ich schon zu 
genüge.

Das ich Zeitlich weiter auseinanderliegende Signale messen möchte, 
könnte ich mir schon vorstellen. Ist wahrscheinlicher, als daß ich 4 
Kanäle brauche. Dann wohl doch eher was mit 2-Ch und 1 MPt (bzw. 2x 500 
kPt).

Gibt's bei Oszilloskopen auch die Möglichkeit schon vor dem 
Triggerimpuls zu samplen?
Die andere Frage wäre, kann man bie DSOs auch die Zeit zwischen dem 
Triggerpunkt und einem beliebigen anderen Punkt ermitteln? Wird der 
Triggerzeitpunkt in der Ansicht dargestellt, so daß man diesen Zeitpunkt 
als Referenz für Zeitmessungen verwenden kann?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Nicht ganz im gegebenen Preisrahmen... Ich hab das MSO 4104. Das hat 10M 
Speichertiefe. Echt toll wenn man einmalige Ereignisse anschauen will 
und sich ueber den Trigger nicht so im klaren ist.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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die Möglichkeit vor dem Trigger zu samplen gibts, da die Scopes 
praktisch immer sampeln, wenn ein Trigger kommet wird sich die 
Speicherstelle minus des Pretriggerwertes gemerkt und nun wird der 
Speicher vollgeschrieben und bis zur der gemerkten Stelle alles 
überschrieben.

Ich erklärs nochmal anderst:
Das Scope zeichnet kontinuerlich auf, bei 40% des Speichers kommt der 
Trigger, Pretrigger ist z.B 10% nun wird einfach weiter aufgezeichnet am 
Speicherende gehts wieder bei 0% los und bei 30% wird die Aufnahme 
gestoppt.

Also egal an welcher Speicherstelle der Trigger kommt es sind schon 
vorher Daten im Speicher, die halt nicht alle gelöscht werten sondern 
nur soweit wie der Pretrigger eingestellt ist.

Autor: Be Bo (bebo)
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Gilt das mit dem PreTrigger für alle DSOs?

Autor: Thomas O. (kosmos)
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man muss ja vorher schon aufzeichen sonst fehlt einem ja der Bereich vor 
dem Triggern

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