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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Aussteuerungs- / Pegelanzeige für Mischpult


Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi,

jetzt hab ich mir doch noch überlegt, dass eine einfache 
Aussteuerungsanzeige für mein Mischpult ganz net wäre.

Ich hab bei sound.westhost.com das hier gefunden:

http://sound.westhost.com/project60.htm

Ist das das sinnvollste? Ode gibts da noch andere Bausteine?

Lieben Gruß
Tom

Autor: Anja (Gast)
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ist auf jeden Fall die Standardlösung

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Sinnvoll wäre auch eine Übersteuerungsanzeige pro Eingangskanal.

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hallo Kai,

läßt sich das einfach realisieren??

Gruß
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich würde soetwas nur noch mit einem Controller machen. AVRs haben 
10-Bit ADCs, die eine theoretische Dynamik von 60db erlauben. Für ein 
Mischpult mehr als genug. 4-6 Kanäle kann man rein von der ADC-Sample- 
und Controller-Rechengeschwindigkeit mit einem einigen AVR erschlagen. 
Über Multiplexing und Ausgabe über Schieberegister kann man mit 
entsprechenden Treibern ULN... locker 24LEDs oder mehr pro Kanal 
ansteuern. In der Firmware kann man dann so lustige Dinge wie frei 
einstellbare Anstiegs- und Abfallzeiten mit Peak-Hold und Margin-Anzeige 
implementieren. Kommt entschieden dicker, als so ´ne 
uralt-Analog-LED-Balkenanzeige. Die Helligkeitssteuerung der 
LED-Anzeigen relativ zum Umgebungslicht läuft über PWM.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi Travel: Hört sich in der Tat spannend an. ich brauch aber nur eine 
ganz simple lösung die mir zeigt ob auch ein Signal anlieg oder nicht.

Aber aus interesse: Wie schließt Du ein Audiosignal an den ADC? Was 
machst Du mit den negativen Spannungsanteilen?

Gruß
Tom

Autor: Gast (Gast)
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PWM im Mischpult... juhuuu

Autor: Andy (Gast)
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Hallo Thomas.

ich habe für unsre Geräte mal eine einfache Aussteuerungsanzeige gebaut.
Die Anzeigewerte sind -10db, -5db, 0db, +3db und +6db

die 0db kann man da mit nem 10 Gang Poti sehr genau einstellen.
der gesamte Materialbedarf belief sich damals auf ca 3 Euro.
die Passende Platine hab ich damals auch gleich geätzt.
Ich schaue morgen nochmal in der Arbeit nach und versuch das Ganze dann 
hier einzustellen (wenn das als Gast geht).

Grüsse
Andy

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>läßt sich das einfach realisieren??

Zum Beispiel so wie im Anhang. Diese Schaltung ist wirklich sehr einfach 
und für die meisten Fälle sogar ausreichend genau.

Mit dem Poti kannst du die Ansprechschwelle etwas variieren. Bei deiner 
+/-5V Versorgung kannst du das Poti eventuell sogar ganz weglassen.

Die 220R begrenzen den Strom auf rund 15mA bei +Ub = 5V.

Kai Klaas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>PWM im Mischpult... juhuuu

Alles eine Frage des Layouts und der Spannungsversorgung.

>Aber aus interesse: Wie schließt Du ein Audiosignal an den ADC? Was
>machst Du mit den negativen Spannungsanteilen?

Der betreffende ADC-Pin wird mit einem hochohmigen Spannungsteiler auf 
Vcc/2 vorgespannt. Über einen Folienkondensator und ggf. einen 
Serienwiderstand zur Spannungsanpassung wird die Signalspannung an den 
ADC-Pin gleichspannungsfrei angekoppelt. Die Signalamplitude bewegt sich 
also von 512...1023 für die positive und von 511...0 für die negative 
Halbwelle. In der Firmware werden beide Halbwellen die Maximalwerte 
gegenüber des virtuellen Nullpunktes gebildet und damit dann 
weitergerechnet. Somit erspart man sich externe Präzisionsgleichrichter.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hmm, hört sich interessant an, damit ließe sich ja auch recht simple ein 
Voice-Over realisieren.

@Andy: Ja, das wäre total super

Gruß
Tom

Autor: Andy (Gast)
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Hallo Tom

hier hab ich mal alles zusammengepackt, was ich habe.
Den Nutzen musst Du dir selber erstellen, da meiner einen Fehler 
enthällt. (is auch nicht im rar file)

Auf den Widerstand R (siehe pdf) habe ich verzichtet, da ich die 
Schaltung nur an 5V betreibe und das wunderbar funktioniert.

viel Spass beim Basteln.

Gruss
Andy

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Der Vorteil des Controller-VU-Meters ist die volle Konfigurierbarkeit. 
Bei den analogen Lösungen hat man feste und nicht veränderbare 
Parameter. Zudem sind die analogen ICs nicht sonderbar genau und streuen 
von Exemplar zu Exemplar. Beim Controller-VU-Meter kann man 
Genauigkeiten besser 1% erwarten. Zudem sind Zusatzssteuerungen beim 
Überschreiten bestimmter Pegel machbar (Faderstart, Limiting...) oder 
Spreizungen des Anzeigebereichs für besonders relevante Pegel möglich.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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@Andy: vielen Dank!

@Travel: Meinst Du inetwas so? "MIC-LEVEL" geht an einen der ADCs des
AVR.

Gruß
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ja, so ähnlich. Den Serienwiderstand R99 würde ich auf 10k nehmen, damit 
er etwas nützt und der Kondensator C56 kann 1µF klein sein.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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@Travel: Ja, war mir schon klar, dass die Werte wahrscheinlich noch 
nicht so passen werden.

Ich werde aber trotzdem den AN6884 für einen Einfache Aussteuerung vor 
dem Master verwenden.

Hab ich den so richtig angeschlossen?

Gruß
Tom

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

du hast garnicht zu meiner Übersteuerungsanzeige Stellung genommen...

Kai Klaas

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>du hast garnicht zu meiner Übersteuerungsanzeige Stellung genommen...

Ganz schön niederohmig...

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kai Klaas schrieb:
> Hallo Thomas,
>
> du hast garnicht zu meiner Übersteuerungsanzeige Stellung genommen...
>
> Kai Klaas

Hallo Kai,

sorry, danke für den Vorschlag, ich hab auch verstanden wie es 
funktioniert.

Ich überlege gerade noch, ob ich sie einbaue.

Gruß

Tom

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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@Andi: Hab ich den AN6884 so richtig angeschlossen??

Wieso brauchen die LEDs eigentlich keine Vorwiderstände?

Gruß
Tom

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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@Kai: Sind das 220n oder 220µ??

Kann ich so wie angehängt zwei Kanäle zusammenfassen??

Gruß
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Wieso brauchen die LEDs eigentlich keine Vorwiderstände?

Konstantstromquellen-Treiber

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Sind das 220n oder 220µ??

220n.

>Kann ich so wie angehängt zwei Kanäle zusammenfassen??

Wenn du dem zweiten Kanal auch ein Poti und eine Diode spendierst und 
dann beide Kathoden zusammenhängst, ja.

Versteh mich nicht falsch. Ich wollte dir nicht das Ding aufschwatzen, 
sondern einfach nur wissen, ob du es gesehen hast.

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Wieso  brauche ich dafür getrennt einen Poti und Diode?
geht ja nur um linken & rechten Kanal des selben Eingangs

Gruß
Tom

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Wenn du es so machst, entsteht ein Monosignal daraus. Willst du das?

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Keine Angst, fühle mich Aufgeschwatzt. Hab es mir noch mal angeschaut 
und es ist ja wirklich sehr einfach.
Was sagst Du zu dem Kommentar bezüglich "ziemlich niederohmig?"

Gruß
Tom

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kai Klaas schrieb:
> Wenn du es so machst, entsteht ein Monosignal daraus. Willst du das?
>
> Kai Klaas

Geht mir ja nur darum zu wissen, ob auf dem Eingang zu viel Pegel 
reinkommt. Wäre nicht auch bei der Version mit zwei Potis + Dioden nicht 
genauer bestimmt ob ein oder der andere Kanal übersteuert?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Was sagst Du zu dem Kommentar bezüglich "ziemlich niederohmig?"

In der Schaltung, in der ich die Übersteuerungsanzeige einsetze, ist der 
Schleifer des 10k-Potis ziemlich weit unten, weswegen die Belastung 
nicht deutlich unter 10k geht.

Die LED zieht 15mA und der Transistor braucht schon ein wenig 
Basisstrom, um den Transistor voll durchzusteuern. Aber vielleicht 
kannst du ja das Poti und den 5k6 Widerstand etwas vergrößern?

Wenn du eine ultra-helle LED verwendest, könntest du den LEDstrom auf 
5mA drücken und dann auf jeden Fall Poti und 5k6 Widerstand etwas 
vergößern.

Die Schaltung sollte in jedem Fall von einem OPamp Ausgang direkt 
getrieben werden. So, wie du das geplant hast, also am Schleifer eines 
hochohmigen Potis, geht es leider nicht.

>Wäre nicht auch bei der Version mit zwei Potis + Dioden nicht
>genauer bestimmt ob ein oder der andere Kanal übersteuert?

Sorry, aber das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden...

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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>
> Die Schaltung sollte in jedem Fall von einem OPamp Ausgang direkt
> getrieben werden. So, wie du das geplant hast, also am Schleifer eines
> hochohmigen Potis, geht es leider nicht.
>
Ok, dann pack ich einfach noch einen OPV mit Verstärkungsfaktor 1 
dazwischen, bzw. Währe das dann ein Spannungsfolger?? dazwischen.

>>Wäre nicht auch bei der Version mit zwei Potis + Dioden nicht
>>genauer bestimmt ob ein oder der andere Kanal übersteuert?
>
> Sorry, aber das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden...
>
> Kai Klaas

Sorry, war unklar. Wenn Du jeden Kanal mit einem Poti und Diode dann auf 
den selben Transitor gibst, dann ist dass doch im Prinzip das selbe wie 
wenn ich die Signale davor zu einem Monosignal zusammenfasse, oder 
nicht??

Gruß & Danke
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Hey Thomas:

In der Zeit, wo Du hier diskutierst, hättest Du das LED-Meter schon 
locker in einen Mega16 auf´m STK500 ´reingehackt und die gelben Lumis 
hätten schon im Takt Deiner Musike geflackert. Man kann´s aber auch 
kompliziert machen und Unmengen an analoger Hardware auf dem Board 
verstreuen, über deren Anschluß noch weitgehend Unklarheit herrscht... 
sorry, aber das ging mir gerade durch den Kopf...

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi Travek,

leider hab ich kein STK500. Ich hab nicht mehr genug Pins frei um die 
Aussteuerungsanzeige auch noch über den AVR zu machen, außerdem soll das 
nur ne ganz pisselige kleine Anzeige sein. Ist ein auf mein Bedarf 
zugeschnittenes Mischpult.

Gruß
Tom

P.S.: Außerdem will ich ja auch was lernen

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Ok, dann pack ich einfach noch einen OPV mit Verstärkungsfaktor 1
>dazwischen, bzw. Währe das dann ein Spannungsfolger?? dazwischen.

Ja genau.

>Sorry, war unklar. Wenn Du jeden Kanal mit einem Poti und Diode dann auf
>den selben Transitor gibst, dann ist dass doch im Prinzip das selbe wie
>wenn ich die Signale davor zu einem Monosignal zusammenfasse, oder
>nicht??

Eigentlich nicht. Durch die Dioden bleiben beide Signale vollkommen 
getrennt.

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kai Klaas schrieb:

>>Sorry, war unklar. Wenn Du jeden Kanal mit einem Poti und Diode dann auf
>>den selben Transitor gibst, dann ist dass doch im Prinzip das selbe wie
>>wenn ich die Signale davor zu einem Monosignal zusammenfasse, oder
>>nicht??
>
> Eigentlich nicht. Durch die Dioden bleiben beide Signale vollkommen
> getrennt.
>
> Kai Klaas

Ja, aber sie addieren sich in Ihrer Wirkung dann doch am Transistor, 
oder nicht?
Gruß
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Das mit den Dioden funktioniert nicht. Du hast ein 
Wechselspannungssignal mit einer positiven und einer negativen Halbwelle 
gegenüber Masse. Wenn Du die Kanäle unbedingt zusammenfassen mußt (wieso 
eigentlich?) mußt Du 2 OVs als Spannungsfolger an jeden Eingang schalten 
und die Ausgänge der OVs mit je 2 Widerständen auf Dein 
Aussteuerungstrimmpoti schalten. So wie Du es anfangs gedacht hast. Im 
Übrigen ist der AN6884 ein Schätzeisen mit über 10% Streuung und 
Ungenauigkeit.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ja, aber sie addieren sich in Ihrer Wirkung dann doch am Transistor,
>oder nicht?

Ich weiß nicht was du mit "Addieren" meinst, Thomas. Die größere von 
beiden positive Halbwellen bestimmt, wie sehr sich der 220n Kondensator 
auflädt, wie hell und wie lange also die LED aufleuchet.

Das Zusammenführen von mehreren Kanälen auf eine einzige 
Übersteuerungsanzeige macht eigentlich keinen Sinn, da du ja im 
Übersteuerungsfall garnicht weißt, welcher der Kanäle zu laut ist und 
runtergedreht werden muß. Lediglich Stereosignale, bei denen die Pegel 
immer gleichzeitig beeinflußt werden (Stereopoti) lassen sich so 
zusammenfassen. Dazu hängst du an geeigneter Stelle im Signalpfad, 
direkt am Ausgang eines OPamp des linken Kanals ein 10k Poti nach Masse 
und führst den Schleifer über eine Diode zur Übersteuereungsanzeige. Mit 
dem rechten Kanal machst du das gleiche. Jeder Kanal hat also ein 10k 
Poti und eine Diode, wobei beide Kathoden der Dioden zusammengehängt 
werden und dann in den besagten 5k6 Widerstand und die anderen Bauteile 
münden.

@travel
>Das mit den Dioden funktioniert nicht.

Wie meinst du das?

Kai Klaas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Wie meinst du das?

Na, Du bekommst nur eine Halbwelle zu lesen. Es gibt aber Signale, die 
asymmetrisch gelagert sind, gerade bei elektronischer Musik oder bei 
oberwellenreichem Material. Du siehst auf Deinem Pegelmeter also grünes 
Licht, in Wirklichkeit kratzt aber die negative Halbwelle gerade an der 
Übersteuerungsgrenze und das Pult fängt an zu zerren. Man muß immer die 
Maxima der beiden Halbwellen in die Aussteuerungsanzeige miteinbeziehen, 
sonst kann man sich das auch sparen.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Man muß immer die Maxima der beiden Halbwellen in die >Aussteuerungsanzeige 
miteinbeziehen, sonst kann man sich das auch sparen.

Na, na, als Übersteuerungsanzeige ist das schon brauchbar, da du in der 
Regel die Schaltschwelle 6dB unter die Übersteuerungsgrenze legst.

Kai Klaas

Autor: Armin (Gast)
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mir ist nicht ganz klar, warum jemand musik so auslegen sollte, dass die 
positive und die negative Halbwellen in irgendeiner Phase der 
Musikproduktion verschiedene Amplituden haben.

Das entspricht einem Gleichspannungsoffset und den hört man nicht. Der 
beschäftigt nur die Speaker.

Im Notfall:
Es gibt Software, die einen solchen offset herausrechnen können...


Aber ob den ein Mischpult anzeigen muss? Ich weiß ja nicht...

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Ich denke auc, dass das als Übersteuerungsanzeige für mich vollkommen ok 
ist.

Ich werd jetzt doch linkem und rechten Kanal eine eigene LED gönnen, 
sind ja nciht viele Bauteile.

Danke & Gruß
Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>mir ist nicht ganz klar, warum jemand musik so auslegen sollte, dass die
>positive und die negative Halbwellen in irgendeiner Phase der
>Musikproduktion verschiedene Amplituden haben.

Sieh Dir elektronische Sounds mal auf dem Oszi an!

>Das entspricht einem Gleichspannungsoffset und den hört man nicht. Der
>beschäftigt nur die Speaker.

Nicht ganz. Das ist unter anderem auch Klang und nicht unbedingt ein 
simpler Offset

>Im Notfall:
>Es gibt Software, die einen solchen offset herausrechnen können...

Hilft in dem Fall gar nicht, weil es kein bleibender, sondern auf eine 
Wellenperiode begrenzter 'Offset' ist.

>Aber ob den ein Mischpult anzeigen muss? Ich weiß ja nicht...

Nein, man zeigt Signalspitzen, und zwar beider Halbwellen, in zeitlicher 
Verzögerung an, damit man das Pult immer im verzerrungsarmen Betrieb 
fahren kann.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kuckt mal, hab ich dass mit dem Spannungfolger so richtig gemacht?

Autor: J. S. (Firma: Telekomunikation Darmstadt) (juergenffm) Benutzerseite
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Was sollen denn die 100R in den Zuleitungen?

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Du meinst bei der Spannungsversorgung? Soll zusammen mit den 
Kondesatoren als Spannungssiebung wirken.

Gruß
Tom

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Kuckt mal, hab ich dass mit dem Spannungfolger so richtig gemacht?

Einwandfrei!

Du könntest bei dem Poti R29 noch von jedem Schleifer einen hochohmigen 
Widerstand nach Masse schalten. Das erzwingt einen kleinen Strom durch 
den Schleifer und bewahrt das Poti vor vorzeitigem Ausfall (-> Dry 
Circuit Problematik).

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Was ist die


Dry
Circuit Problematik ???
Gruß
Tom

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Was ist die
>
>Dry
>Circuit Problematik ???

Kontaktprobleme bei metallischen Übergängen, bei denen kein Strom durch 
den Kontakt fließt. Burr Brown empfiehlt bei ihren Trimmern 
beispielsweise einen Mindeststrom von 10µA, besser 100µA. Sonst können 
sie nicht garantieren, daß der metallische Kontakt vom Schleifer zur 
Widerstandsbahn einen niedrigen Übergangswiderstand hat.

Kai Klaas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hast Du ne Ahnung woher der kommt?
Gruß
Tom

Autor: Egal (Gast)
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Oxydationsschicht, die durch den kleinen Stromfluß durchbrochen wird.

Autor: Egal (Gast)
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-y +i

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Das sind ganz üble Vorgänge, die man bis heute noch nicht richtig 
versteht. Es handelt sich um komplizierte Passivierungsvorgänge, die 
meistens, aber nicht immer, durch eine Oxidschicht entstehen, wie mein 
Vorredner schon sagte.

Kai Klaas

Autor: Bernhard G. (thisamplifierisloud)
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Tssss... warum denn immer gleich den Compiler anwerfen ...

AN6884 LED-Aussteuerungsanzeige für 5 LEDs im SIL-Gehäuse.

Gibbes bei Reichelt für schwäbische 35 Cent.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kai: in meinem anderen Thread 
Beitrag "Review Layout Kuhschwanzschaltung"

Wurde mir empfohlen noch einen Buffer zwischenzuschalten. Was ist das? 
Und ist das wirklich notwendig?

Gruß
Tom

Autor: HildeK (Gast)
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>Wurde mir empfohlen noch einen Buffer zwischenzuschalten. Was ist das?

http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Op-s...
Muss natürlich nicht ein LM1458 sein.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Noch mal ein Spannungsfolger? reicht das Signal des OPVs davor nicht 
aus??

Gruß
Tom

Autor: HildeK (Gast)
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>Noch mal ein Spannungsfolger? reicht das Signal des OPVs davor nicht
>aus??

Ich habe dir oben nur den Begriff erklärt.
Wenn ich die Schaltung anschaue, sollte keiner notwendig sein, den die 
Last beträgt minimal mit R103/R116 5,6k. Es ist aber so, dass immer bei 
den Signalspitzen zusätzlich diese Last sichtbar ist - und das erhöht 
dann minimal die Verzerrungen. Ob es noch messbar ist, bezweifle ich. 
Der zusätzliche Buffer schafft hier einfach klare Verhältnisse und 
garantiert eine Abtrennung.

Direkt an der Basis der beiden Transistoren hätte ich noch einen 
Widerstand bevorzugt. Durch die BE-Strecke können sich die Cs 39/58 ja 
nur bis auf 0.7V aufladen und bei 0.6V ist die LED schon wieder fast 
dunkel. Mit dem Widerstand verlängert sich bei großer Übersteuerung und 
kurzen Spitzen die Leuchtdauer der LED, was zu einer besseren Anzeige 
führen sollte.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Dank Dir, ich setz also noch einen 072er rein.

Von der Basis wohin soll der Widerstand gehen?

Gruß
Tom

Autor: HildeK (Gast)
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>Von der Basis wohin soll der Widerstand gehen?
In Serie mit der Basis! Zwischen dem 220nF und der Basis.
Das soll einfach möglich machen, dass sich das C auch über die 0.7V 
aufladen kann und solange den Transistor offen hält, bis eben die 
Spannung am C wieder auf die 0,6 ... 0,7V gefallen sind.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Wie groß würdest Du so einen Widerstand denn dimensionieren? sind 10k 
ok, also etwa das doppelte wie der Widerstand der den C aufläd?

Autor: HildeK (Gast)
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Ja, 10k passen schon.
Aber ich würde den Quellwiderstand niederohmiger machen, so dass sich 
das C schneller auflädt. Es ist halt die Frage, wie lange ein großer 
Pegel anliegen soll/muss, bis er angezeigt wird. Manche wollen hier eine 
deutlich integrierende Wirkung haben.
Wenn du sowieso vorhast, einen Buffer als Entkopplung zu spendieren, 
dann mach das Poti vor den Buffer. So, wie es jetzt ist, ist ja nicht 
nur der 5k6-Widerstand für die Ladezeitkonstante verantwortlich, sondern 
auch das Poti. Und das verändert seinen Quellwiderstand je nach 
Potistellung von 0 ... 5k. Keine klaren Verhältnisse.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi Hilde,

hab ich gerade gegen den Buffer entschieden (siehe Layout-Thread), da 
Target mit nicht mehr PINs erlaubt, stoße schon knapp an die 700.

Ich kann dann ja einfach mal verschiedene Widerstandswerte ausprobieren. 
Aber ich habs verstanden, dass der vor der Basis auf jeden Fall größer 
sein muss als der vor dem Kondensator.

Danke und Gruß

Tom

Autor: Andy (Gast)
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@Andi: Hab ich den AN6884 so richtig angeschlossen??


ja.. sieht gut aus soweit (sorry für die späte meldung )

gruss Andy

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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>
> Direkt an der Basis der beiden Transistoren hätte ich noch einen
> Widerstand bevorzugt. Durch die BE-Strecke können sich die Cs 39/58 ja
> nur bis auf 0.7V aufladen und bei 0.6V ist die LED schon wieder fast
> dunkel. Mit dem Widerstand verlängert sich bei großer Übersteuerung und
> kurzen Spitzen die Leuchtdauer der LED, was zu einer besseren Anzeige
> führen sollte.


Hallo HildeK,

ich habs ausprobiert. Ohne Widerstand leuchtet die LED heller und ist 
besser zu sehen.

Gruß
Tom

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