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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Notstand bei den Ingenieuren ?


Autor: carsten (Gast)
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Gibt es diesen "Notstand bei den Ingenieuren"  - über den "Die Zeit" 
schreibt - wirklich ?

hier ist der LINK zum Artikel:
http://www.zeit.de/2009/45/C-Ingenieure?page=all

Autor: Gast XIV (Gast)
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Nun, bei einen funktionierenden Arbeitsmarkt würden die Gehälter 
steigen.

So aber sieht eher nach recruiting aus.

Wer als Studienanfänger einen Ing. Job anfängt (bei dem doch eher miesen 
Image dem hohen Männeranteil und der globalen Konkurrenz) muss diesen 
Bereich schon sehr lieben.

Autor: M. S. (bugles)
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Schöner Artikel. Besonders den Studiengang "Blue Engineering" find ich 
lustig. Da wissen gleich alle um was es sich handelt. Nicht wie bei 
Maschienenbau:

"Maschinenbau. Schon der Name birgt ein Problem in sich: Stampfende, 
schwere Dampfmaschinen aus dem 18. Jahrhundert und schmutzige Hände..."

Ich kanns nicht mehr hören. Evtl. wollen die Redakteure ihren Job retten 
indem sie 10000 mal im Jahr Artikel schreiben wie toll und sicher doch 
die Ingenieurjobs sind und wieviele es doch davon gibt.

Das alles wurde im Forum ja schon 1000 mal diskutiert aber ich raffe 
einfach nicht wieso die Presse immer wieder die gleichen Verbände zu 
wort kommen lässt.

Autor: $$$ (Gast)
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>Das alles wurde im Forum ja schon 1000 mal diskutiert aber ich raffe
>einfach nicht wieso die Presse immer wieder die gleichen Verbände zu
>wort kommen lässt.
Kurze, prägnante, richte Antwort: Ein paar Euros

Autor: franz (Gast)
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Pure Werbung.
Wenn ich mir die Grafiken hier anschaue

http://erikamann.com/assets/Dokumente2009/Frauenta...

würde ich sagen, die Anfängerzahlen steigen und sinken nicht.

Sieht das jemand anders?

Autor: Redegle (Gast)
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Ich bin einer derer die am Studieren sind und ich kann aus eigener 
Erfahrung sagen, dass die Anzahl der Studenten in den letzten Jahren am 
wachsen war.

Zumindest an meinem Studienort.
Haben sogar Rekordzahlen was die Anzahl der Studenten angeht.

Autor: $$$ (Gast)
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>würde ich sagen, die Anfängerzahlen steigen und sinken nicht.

>Sieht das jemand anders?
Siehst du richtig. Die miese Job- bzw. Lohnlage hat die Abiturienten 
schon seit Ende 2004 nach verheißungsvollen Studiengang-Werbebroschüren 
vorwiegend in die FHs getrieben/gelockt. Sieht man auch schön, dass 
neben den Pseudoingenieurstudiengängen der von der Lobby viel gepriesene 
Maschinenbau enorm profitiert hat. Muss man mal schauen, wie sich das 
bald auf die Abgängerzahlen auswirkt. Ich fürchte, da kommt aber ein 
sehr, gewaltiger Schweinezklus auf uns zu, dem gegenüber wird der in den 
90er Jahren wie ein Kindergeburtstag wirken.
ET-Technik ist zum Glück weitgehend von der Werbung und damit auch dem 
Ansturm der Abiturienten verschont geblieben. Auch der Frauennachwuchs 
war geringer als anderswo. Das kann man auch deuten, dass Frauen zu 
clever sind, einen solchen harten Studiengang zu belegen. Andererseits 
springen sie voll auf den Maschinenbau an. Haben sich also auch von der 
Lobby, den ach so traumhaften Perspektiven und den getürkten 
Jahresgehältern hinters Licht führen lassen. Das böse Erwachen kommt da 
auch noch.

Autor: Paul (Gast)
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Man muß doch bloß ins Gym schauen, dann braucht man sich über die 
geringen Zahlen nicht zu wundern. Alles, was mit Mathe oder Technik zu 
tun hat, wird möglichst abgewählt. Könnte ja schwerer sein, als manches 
"Sülzfach". Von diesen Abiturienten braucht man nun nicht zu erwarten, 
daß sie sich praktisch eine Stufe über dem Abi in Form der FH oder Uni 
wieder mit Mathe oder Physik beschäftige. Diese Fächer sind zu schwer, 
haben zu wenig Prestige. Geld gibts auch kaum und über 45 wird's schwer.

Schön ist auch, daß im Beitrag richtig recherchiert wurde, daß über 2/3 
der Ingenieure von der FH kommen, man aber die Uni zur Misere befragt. 
Schön auch, daß die Uni richtig erkennt, daß zumindest im Grundstudium 
der Praxisbezug fehle und deshalb viele abbrechen. Gleichzeitig werfen 
sie den Praxisbezug der FH als Manko vor.

Diese Welt wird immer komischer.

Autor: $$$ (Gast)
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>Schön ist auch, daß im Beitrag richtig recherchiert wurde, daß über 2/3
>der Ingenieure von der FH kommen, man aber die Uni zur Misere befragt.
>Schön auch, daß die Uni richtig erkennt, daß zumindest im Grundstudium
>der Praxisbezug fehle und deshalb viele abbrechen. Gleichzeitig werfen
>sie den Praxisbezug der FH als Manko vor.
Vor allem, weil viele Abbrecher ihr Glück dann noch mal bei FHs 
versuchen.
Zudem zahlt sich ein längeres und etwas schwereres Uni-Studium nur 
selten aus. Die Mittelstandskrauter, also die größten Arbeitgeber 
Deutschlands, sind nicht bereit, für Uni-Absolventen mehr auf den Tisch 
zu legen und benötigen auch so gut wie keine "Uni-Fähigkeiten". Der 
einzige Weg für einen Uni-Absolventen, den Abschluss in größeren 
Mehrwert umzuwandeln, ist einem Dax-Betrieb, in Forschungsinstituten 
oder öffentlichen Dienst anzuheuern. Da das aber viele wollen, muss man 
als Uni-Absolvent dann zur Speerspitze seines Abgangs zählen. Das ist 
sehr schwer.
Salopp gesagt:
FHs sind da für Ingenieurmassenware, die mal oft gebraucht wurde, und 
die Unis für die selten angeforderten/benötigten Ingenieur-Eliten.

Autor: Paul (Gast)
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Das liegt sicherlich auch daran, daß die Unis die Ingenieurausbildung 
gegenüber den früheren THen viel zu "ver Physikert" hat. Nur um sich 
deutlicher von der FHen abzuheben, als es eine TH konnte. Außerdem wird 
schlecht hingenommen, daß die Ausbildung eines Ingenieurstudenten 
vielleicht eine andere Lernform braucht, als jemand, der bspw. 
Kunstgeschichte studiert. Eine Verschulung ist beim Ingenieur 
notwendiger. Im Endeffekt haben die Unis den Run um die Abiturienten 
gegenüber der FH verloren.

Autor: UPB (Gast)
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Ich bin an der Uni Paderborn und dort wachsen eig. nur die Zahlen im 
Bereich Lehramt  Kulturwissenschaften  WiWi. Die Absolventenzahlen im 
Bereich ET sind eher mäßig.

Autor: Link zu (Gast)
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> würde ich sagen, die Anfängerzahlen steigen und sinken nicht.
> Sieht das jemand anders?
Lat deinem Dokument (Seite 2) bleiben sie seit 2004 stabil, der Knick 
(nach unten) 2006 sagt so nichts aus, deutet aber einen existierenden 
Anstieg an, der keiner ist.
Ansonsten müssen die nächsten Erhebungen (speziell dieses Jahr und wegen 
den Nachrückern auch noch nächstes) etwas gesondert bewertet werden, da 
in NDS (woanders auch?) dass Gymnasium zwei Abschlussjahrgänge auf 
einmal hat, da es jetzt das Abitur in 12 Jahren gibt und halt das letzte 
mit 13 Jahren.

Ich habe vor zwei Jahren abgeschlossen, da fühlte sich das alles von der 
Menge normal an, außer in einem Jahrgang, da gab es aber auch kaum 
Ausbildungsplätze und deswegen hatten wir einen regen Zulauf.

Autor: Gerald (Gast)
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> Man muß doch bloß ins Gym schauen, dann braucht man sich
> über die geringen Zahlen nicht zu wundern. Alles, was mit
> Mathe oder Technik zu tun hat, wird möglichst abgewählt.

Das kann man nur unterstreichen. Da kommen Leute an die FHs und wundern 
sich, dass sie rausfliegen, weil es ihnen zu theoretisch ist. Was oll 
der Unfug? Was erwarten denn die Studenten?

Wer nur Praxis haben will, der soll arbeiten gehen. Studieren heisst 
weiter Lernen. Und es heisst Mathe lernen!

Viele kapieren einfach nicht, dass der angebliche Praxisbezug Unfug ist. 
Es geht darum, sein Gehirn durch Erlernen komplexer Zusammenhänge zu 
trainieren.

Autor: Peter (Gast)
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Ich persönlich fand im Grundstudium ET1/2 eigentlich wesentlich arbeits 
intensiver als Mathe 1 und 2 ... (im Grunde ist FH Mathe auch nicht so 
schwer - wobei es da extreme unterschiede geben muss! so hat bei uns der 
papua oft nicht ausgereicht (wobei ich ihn recht hilfreich fand))

Autor: pustekuchen (Gast)
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Diese Marktschreier sollten mal an die Uni gehen und sich ansehen wie da 
geholzt (dropout-quote rund 50%) wird. Spätesten dann muss man sich 
fragen was da nicht zussammen passt, entweder die Ansprüche der 
Unternehmen bezüglich Wissen, Gehalt usw. oder die Propagenda der 
Verbände und ihrer Lobbyisten

Autor: lala (Gast)
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Bin auf einer kleinen FH.

Studiere Informatik. Nach dem Grundstudium (2 Semester) kann man sich 
zwischen Technischer- und Angewandter Informatik endscheiden.

2007 mit ca. 80 Leuten angefangen.. nach dem Grundstudium noch 30.. 
jetzt im 5 Semster sind noch 4 in der Technischen und 5-6 der 
Angewandten Richtung in der Regelstudienzeit, noch ein knappes dutzend 
macht ein paar extra Runden.
Der Reste ist weg... also kanpp 3/4 abgebrochen...

Dafür sind die Gruppen jetzt schön klein und die betreung mehr als gut.

Autor: Helmut S. (helmuts)
Datum:

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lala schrieb:
> Bin auf einer kleinen FH.
> ...
> Der Reste ist weg... also kanpp 3/4 abgebrochen...

Also bei einer so hohen Abbrecherquote stellt sich mir die Frage ob das 
Lehrpersonal überhaupt geeignet ist Leute auszubilden.
Es reicht nicht, dass die Lehrenden ihr Fach verstehen.
Das Wissen an die Studenten weiterzugeben erfordert mehr als nur Skripte 
vorzulesen die eventuell auch noch von schlechter Qualität sind.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

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Hochschuldozenten wurden noch nie nach pädagogischer Eignung 
eingestellt. Die ist auch gar nicht Bestandteil ihrer Ausbildung - 
leider.

Autor: Thome (Gast)
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> Also bei einer so hohen Abbrecherquote stellt sich mir die Frage
> ob das Lehrpersonal überhaupt geeignet ist Leute auszubilden.

Du hast REcht, aber bei 75% stellt sich mir diese Frage nicht mehr.
So schlecht ist kein Prof. Wir alle hatten mal miese Profs und haben 
trotzdem gelernt. In der Wirtschaft gibt es später auch schlecht 
erklärende Vorgesetze, Kunden und Lieferanten (siehe Altera 
Datenblätter)

DIE MUSS EIN INGENIEUR AUCH VERSTEHEN. Wer die infos nicht soweit selbst 
erfassen kann, dass er total auf den Erklärbär angeweisen ist, der hat 
unter Ingenieuren nichts zu suchen!

Die75% deuten eher daruaf hin, dass da viele dem Lockruf des Geldes 
folgten und mal E.Technik studiert haben. Frei nach dem Motto:

Probieren geht über Studien und einige haben es eben mal probiert.

Die kann keiner gebrauchen, also ArrivederLa SignoriI!

Autor: Paul (Gast)
Datum:

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>Also bei einer so hohen Abbrecherquote stellt sich mir die Frage ob das
>Lehrpersonal überhaupt geeignet ist Leute auszubilden.

Ich stelle mir eher die Frage, ob die Vorbildung ausreicht. Also, ob die 
Hochschulzugangsberechtigungen, die ja neuerdings nochmals gelockert 
wurden, überhaupt ausreichen. Interessant wären z. B. erste 
Erfahrungsberichte, inwieweit ein Meister an der Uni oder FH klarkommt. 
Außerdem sind die bsiherigen HZBen total heterogen. Man bekommt eine FHR 
an der FOS nach 2 Jahren, an der BOS nach 1 Jahr und nach der 
Technikerschule gleich mit oder nach Prüfung. Irgendwie scheint mir das 
bei gleichem Namen nicht so gleich zu sein.

Autor: yannik (Gast)
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"Man bekommt eine FHR
an der FOS nach 2 Jahren, an der BOS nach 1 Jahr und nach der
Technikerschule gleich mit oder nach Prüfung"

das ist BL abhänig
zB FOS B und BOS brauchen beide 1 Jahr für FOS (besitzten Ausbildung)
   FOS A braucht 2jahre (macht dafür im 1. Jahr viel Praktikum)
=dh die beiden formen gleichen sich aus

Tehniker braucht 2Jahre (hat praxis wie FOS B und BOS)
hat aber mehr Fachbezogenen Unterricht (+ etwas Deutsch,Philo(nicht FOS 
nievau)) am ende sollte die anzahl der FOS Prüfungsfächer (bis auf die 
Verteifung [wird beim Techniker ja durch die Fachtheoretischenfächer 
nachgewiesen]]in etwa FOS B entsprechen

dh insg. unetrscheiden sich die staatlichen möglichkeiten zum erhalten 
der FHreife inhaltlich (in einen BL) nicht allzu sehr
(eine Ausnahme ist die Möglichkeit mit den bestehen der 11. Klasse den 
theoretischenteil der FH-Reife zuerhalten...wobei inhaltlich dürfte das 
in etwa auch der FOS B entsprechen (nur ohne vertiefungs richtung und 
ohne prüfung))

Autor: $$$ (Gast)
Datum:

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>Also, ob die Hochschulzugangsberechtigungen, die ja neuerdings nochmals 
>gelockert wurden, überhaupt ausreichen.
Das hat nur wenig Auswirkung. Ein guter Ingenieur muss sowas schnell 
wegstecken können. Die Wahrheit ist, dass halt viele Anfänger genetisch 
nicht für diesen Beruf geeignet sind. Früher gab es auch nur wenige 
Ingenieure, die hatten es aber drauf und gingen durch eine knüppleharte 
Schule. Leider schreit man als nach Bildung als Schlüssel zum Erfolg und 
treibt zahllose Anfänger aus Perspektivlosigkeit und berechtigte Angst 
vor Billiglohn in die Hochschulen. Man kann nicht aus fast allen 
(Fach)Abiturienten Ingenieure machen, es sei denn, mann züchtet sich 
genetisch geeignete. Das heißt, Ingenieurmänner müssen sich mit 
Ingenieurfrauen sehr oft paaren, um die Chancen für eine Ingenieurrasse 
zu vergrößern.
Da ist die Politik gefragt. Die tönt auch die ganze Zeit rum, dass man 
in Deutschland selbst nur noch eine Chance als hochqualifzierter 
Naturwissenschaftler hat. Alle anderen sind Hartz oder arbeiten für 
maximal 10 Euro pro Stunde. That's the way it works in Germany.

Autor: Unlöschbar (Gast)
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Ingenieurmänner müssen sich mit
Ingenieurfrauen sehr oft paaren,


Ok aber letztere sind selten also bleibts wohl alles beim alten :)

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Genetisch Bedingt. Was für ein Käse. Studium ist eben zu einem großen 
Teil Plackerei. Wer sich nicht darauf einlassen will bricht ab. Die 2% 
des Jahrgangs für die alles vom Himmel fällt sind nicht die Regel. Hockt 
euch auf den Hosenboden und zieht den stecker zum Kindernet raus. Wissen 
kann man auch aus totem Holz beziehen.

Autor: oggy (Gast)
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ich muss zugeben, dass mir das studium leicht fiel. vor den klausuren 
paar tage lang beispiele rechnen, alles nachvollziehen, und man kommt 
überall durch. wir hatten aber eben auch ganz viele leute dabei, die 
geistig einfach ungeeignet waren, so hart das auch klingt.
die könnten jahrelang bücher über digitale signalverarbeitung, 
wellentheorie oder hf-technik lesen, die verstehen es einfach nicht. es 
reicht nicht.

bei uns haben sich schon die ersten 2 wochen viele verabschiedet, die 
sich einfach was anderes "vorgestellt" hatten oder ins blaue hinein 
studierten. darunter war ein geleckter schnösel (ja, haare nach hinten 
gegelt) mit mantel und herrenhandtasche, der wohl aus einer gut 
betuchten familie stammte. er hatte physik abgewählt und war eine niete 
in mathe. warum um himmels willen nimmt soeiner anderen den platz weg?!

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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oggy schrieb:
> bei uns haben sich schon die ersten 2 wochen viele verabschiedet, die
> sich einfach was anderes "vorgestellt" hatten oder ins blaue hinein
> studierten. darunter war ein geleckter schnösel (ja, haare nach hinten
> gegelt) mit mantel und herrenhandtasche, der wohl aus einer gut
> betuchten familie stammte. er hatte physik abgewählt und war eine niete
> in mathe. warum um himmels willen nimmt soeiner anderen den platz weg?!

Tut er ja dann nicht ;-)

Autor: oggy (Gast)
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nachtrag: wieso man mit einem jahr irgendeiner fos, bos oder wie auch 
immer auf eine hochschule darf wird sich mir nie erschließen. bei allem 
respekt, aber manche von den abgängern haben im ET-studium (!) das erste 
mal etwas von differentialrechnung gehört! ohne harte selbstständige 
nachholarbeit geht dann garnichts mehr.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@oggy:

> bei uns haben sich schon die ersten 2 wochen viele verabschiedet, die
> sich einfach was anderes "vorgestellt" hatten oder ins blaue hinein
> studierten. darunter war ein geleckter schnösel (ja, haare nach hinten
> gegelt) mit mantel und herrenhandtasche, der wohl aus einer gut
> betuchten familie stammte. er hatte physik abgewählt und war eine niete
> in mathe. warum um himmels willen nimmt soeiner anderen den platz weg?!

Keine Panik, der gegelte Mann verschwindet sicher in der Modebranche. 
Und verdient da sicherlich ordentlich Geld. Bei einem ehemaligen 
Arbeitskollegen, der die meiste Zeit in der Toilette vor dem Spiegel 
verbrachte, hatte das auch geklappt.

Autor: Redegle (Gast)
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>nachtrag: wieso man mit einem jahr irgendeiner fos, bos oder wie auch
>immer auf eine hochschule darf wird sich mir nie erschließen. bei allem
>respekt, aber manche von den abgängern haben im ET-studium (!) das erste
>mal etwas von differentialrechnung gehört! ohne harte selbstständige
>nachholarbeit geht dann garnichts mehr.

Das selbe könnte man auch über viele mit normelem Abitur sagen.

Also bitte nicht immer alles verallgemeinen.

Autor: blubb (Gast)
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So gut wie alle Studienanfänger haben vorher noch nie was von 
Differentialgleichungen gehört. Um die Grundlegenden Mathematischen 
Methoden mitzubekommen sind schließlich die Mathematikvorlesungen da. 
Und alles was man später braucht und nicht da vorkam, kann man sich 
zumindest mit dem Mathe Grundwissen erarbeiten.

Ich denke den meisten hier ist auch entgangen, wofür ein Studium 
tatsächlich gut ist. Es geht nicht darum, euch irgendwie auf den 
speziellen Nieschenberuf vorzubereiten. Es geht darum, euch soviel 
beizubringen, dass ihr euch in alles andere, was ihr später im Job 
vorgesetzt bekommt, selbst erarbeiten könnt.

So gut wie jeder Student der MINT Fächer ist mit einem brauchbaren 
Tutorial in der Lage sich die Mikrocontrollerprogrammierung 
beizubringen.

Autor: Redegle (Gast)
Datum:

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http://download.bildung.hessen.de/unterricht/lerna...

Das ist der Lehrplan Mathematik für das Gymnasium aus Hessen.
Such mal nach dem Stichwort Differential.

Das sollte normalerweise dort gelehrt werden. Es wird auch fast immer 
gelehrt die Frage ist nur, wie das Induvidium mit den beigebrachten 
Informationen umgeht.

Autor: blubb (Gast)
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Ableiten und Integrieren wird gelehrt. Differentialgleichungen stehen da 
nur als kann drinn. Und das sowohl in der 11. als auch in 13.2.

Glaub mir, ich mach jetzt schon länger die Mathematischen 
Vorbereitungskurse bei uns. Differentialgleichungen kennen da vielleicht 
10%, wenn überhaupt.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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blubb schrieb:
> So gut wie alle Studienanfänger haben vorher noch nie was von
> Differentialgleichungen gehört. Um die Grundlegenden Mathematischen
> Methoden mitzubekommen sind schließlich die Mathematikvorlesungen da.
> Und alles was man später braucht und nicht da vorkam, kann man sich
> zumindest mit dem Mathe Grundwissen erarbeiten.

Obacht beim Lesen:

Ich hab es auch zuerst als "Differentialgleichungen" gesehen und wollte 
schon losposten dass die doch gar nicht (bzw. noch nicht mal) im 
Lehrplan der Gymnasien drinstehen. Aber tatsächlich steht da 
"Differentialrechnung" (Beitrag von oggy), und die gibt es im Lehrplan 
sehr wohl; zumindest für Gymnasien bin ich mir da 100% sicher. Nicht mal 
die erste Ableitung einer einfachen Funktion hinbekommen wäre dann doch 
etwas heftig ;)

Autor: Rolf (Gast)
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Ich finde den Zeit-Artikel aehr zutreffend. Nur die Einleitung mit den 
Dampfmaschinen ist sehr weit hergeholt.
Tatsächlich hat das Grundstudium bei MINT meist keinerlei Bezug zur 
Praxis im Ingenieurberuf.

Autor: Redegle (Gast)
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Bin ET Stundent im ersten Semester und war auch bei diversen 
Brückenkursen dabei.

Das einzige was mir auffiel, was viele noch nicht hatten war 
Vektorrechnung. Bei den restlichen Sachen konnte man sagen. Die meisten 
hatten es schoneinmal gehöhrt aber haben es einfach vergessen.
Aber viele hatten 3 Jahre Berufsausbildung zwischen Gymnasium und 
Studienbeginn oder waren beim Bund etc.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@blubb:

>So gut wie jeder Student der MINT Fächer ist mit einem
>brauchbaren Tutorial in der Lage sich die
>Mikrocontrollerprogrammierung beizubringen.

Wo hast du das denn her?

Ein Mikrocontroller, mal ein paar bits verschieben, kann jeder: So einen 
Bullshit bekommst du auch erzählt, wenn du einen Job antreten willst. 
Als ob wir noch 1970 hätten, wo die Dinger wirklich nur aus ein paar 
bits bestanden.

Der einzige aus meinem Semester, der was von Mikrocontrollern verstand, 
war ich. Und das sogar noch aus dem Hobby. Da braucht sich die FH erst 
überhaupt nicht zu rühmen.

Da fast alle außer mir in Mikroprozessortechnik durchgefallen waren, hab 
ich mich mit denen erbarmt, und für Klausuren geübt, da ich ein wenig 
sozial bin.

Autor: blubb (Gast)
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>Wo hast du das denn her?

Erfahrungswerte aus unserem Praktikum. Das da dann später viel Erfahrung 
dazu gehört und man von einmal gesehen nicht gleich Experte wird ist mir 
auch klar. Wie du aber treffend feststellst, kann eine Vorlesung einem 
da auch nicht viel weiterhelfen. Das muss man selbst gemacht haben.

Und wirklich zu verstehen gibts da nicht viel. Wenn man mal die 
möglichen Architekturen kennt, ist der Rest Datenblatt lesen.

Deswegen ist es z.B. auch überhaupt nicht wichtig, wieviel 
Programmiersprachen etc. man lernt, sondern es ist wichtig zu lernen, 
wie man guten Code schreibt.

Bezüglich den Differentialgleichungen muss ich mich wohl entschuldigen. 
Hab das falsch gelesen. Das die Leute keine Differentialrechnung können 
wär mir aber nicht aufgefallen. Das das bei Leuten, die zuerst eine 
Ausbildung gemacht haben, etwas weiter weg ist, ist auch klar. Die 
kommen da aber auch wieder rein. Gerade dafür sind diese Vorkurse doch 
da.

Autor: oggy (Gast)
Datum:

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> Ableiten und Integrieren wird gelehrt. Differentialgleichungen stehen da
> nur als kann drinn. Und das sowohl in der 11. als auch in 13.2.

ich schrieb differentialRECHNUNG.
als tutor für physik hatte ich einige erstsemester von fachoberschulen 
und andere, von denen ich nicht weiß wie die hochschulqualifikation 
genau zustande kommt.
und ja: dort saßen leute die sich unter einem flächenintegral, einer 
riemannsumme oder der ersten ableitung als anstieg einer funktion nichts 
vorstellen konnten. na dann viel spaß im studium!

Autor: Zulu (Gast)
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Wir hatten Steigung und Differentialrechnung (klassische 
Optimierungsaufgaben, sowie Integrale) in der 11. Klasse im Abi. In der 
12. wurden einfache DGL gelöst und in der 13. waren es DGL 2. Ordnung 
mit Sinus als Lösung.

Autor: Realist (Gast)
Datum:

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"Da fast alle außer mir in Mikroprozessortechnik durchgefallen waren, 
hab
ich mich mit denen erbarmt, und für Klausuren geübt, da ich ein wenig
sozial bin."

Bei mir: während der Schulzeit bereits zum nebenher dazuverdienen bei 
Firma in der Nachbarschaft uC-Heizungssteuerungen mit uPD78310/78312 
(waren damals richtig nette Teile) entwickelt. Im Studium dann im Fach 
Mikrorechnertechnik: 1.0, Lernaufwand 2h (Script durchblättern). Das hat 
sich doch gelohnt ;-)

Wie kann man in einem solchen Fach durchfallen?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

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@Realist:

>Wie kann man in einem solchen Fach durchfallen?

Ja eben, das ist es ja gerade. Ich selbst, hatte mir die Dinge schon 
längst aus dem Hobby beigebracht.

Inzwischen, war ich schon in einer Firma, und habe z.B. CAN-Bus-Software 
für einen ARM7 entwickelt und integriert, und einige andere Dinge.

Und die Typen in meinem Studium waren nur auf Klausurnoten aus. Der 
Prof. war übrigens nicht schlecht. In einem persönlichen Gespräch mit 
dem, meinte der tatsächlich mal zu mir, ob seine Materie denn überholt 
wäre, da sich niemand mehr dafür interessiere...

Und sowas ist sehr wohl eine große Schande, da ich mich brennend für die 
Dinge interessierte, sogar wie man eine LED über ein kleines Programm 
zum blinken bekam.

Die Vorlesung war eben 8085 und Peripheriebausteine, auch schon 8048 und 
8051, und Assembler. Elementare Dinge, Grundlagen aus den Anfängen der 
Mikroprozessortechnik. Wie sollte etwas neueres und komplexeres besser 
zur Lehre sein? Die Internet- und Windows- verwöhnten Jungs haben da 
immer nur gegähnt...

Autor: Master Zulu (Gast)
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8085 hatten wir auch noch, wir haben auch auch C für Windows erlernt und 
OS9 uaf Motorla-Archtekturen. Alles easy, wenn man etwas talentiert ist.

Autor: Paul (Gast)
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Das ist das, was ich meine. Warum kann sich Dtl. nicht dazu durchringen, 
einen einheitlichen Lehrplan für die HZB herauszubringen.

Beispiel:
Gym einheitlich in allen Ländern mit vollem Programm ohne Abwählen.
FHR nach 2 Jahren mit auf den Studiengang bezogenenem vollen Programm 
des Gyms, also in Mathe auch Vektorrechnung. FHR nur nach einheitlicher 
Ausbildung und nicht nach 1, 2 Jahren oder manchmal als Spaltprodukt im 
Gym.

Da könnten sich die Hochschulen das 1. Semester Wiederholung zur 
Angleichung des unterschiedlichen Abiwissens sparen!.

Im Gegenteil werden jetzt erst aner tausende Schleichwege über 
Meisterprüfungen, Fachschulabschlüsse usw. aufgemacht, obwohl das Ziel 
ein einheitlicher Hochschulraum war. Zumindest beim Meister ist auch 
sehr fraglich, ob er genug Vorbereitung für ein Hochschulstudium 
mitbekommen hat.

Der nächste Schritt ist doch schon abzusehen: Die Hochschulen werden 
angewiesen, ihr Nivau so zu senken, daß auch Leute mit entsprechend 
geringerer Vorbildung eine reale Chance haben. Wenn das erst mal 
losgeht, sind wir wieder bei den höheren Fachschulen, die in den 70ern 
abgeschafft wurden.

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