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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu Heizungsverbrauch (kwh)


Autor: JKL (Gast)
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Hallo,

ich hoffe dass ich hier richtig bin. Wenn die Frage in der falschen 
Rubrik ist oder gar überhaupt nicht ins Forum passt, bitte ich dies zu 
Entschuldigen.

Um was es geht ist folgendes: Ich lebe in einer WG, wir sind zu dritt. 
In der Wohnung gibt es 3 Nachtspeicheröfen und in meinem Zimmer ist nur 
eine mobile Heizung auf Rollen, die bestimmt schon 20 Jahre alt ist 
(Strom betrieben).

Vor einer Woche kam die Jahres Abrechnung: Wir haben in 12 Monaten 
augenscheinlich 12 000 kwn Strom verbraucht. Somit folgte auch eine 
Nachzahlung über 1300 € =(.

Folglich habe ich mir ein Strommessgerät gekauft, und an diverse Geräte 
angeschlossen. Die mobile Heizung in meinem Zimmer verbraucht laut 
diesem Gerät 2 kwh (eine Stunde lang gemessen). Die Leistung lag 
zwischen 1900 und 2200 Watt. Da mein neues Notebook unter Volllast weit 
unter 100 Watt anzeigt, denke ich mir, dass die Heizung vllt schon so 
veraltet ist, dass eine neue Besserung / Einsparungen bringen würde.

Wie kann ich als nun heraus finden, wieviele kwh eine Heizung Steckdosen 
betriebene Heizung verbraucht?

Sind die kwh analog zur Watt Anzahl? Wenn ich nach einer Stunde messen 
bei durchschnittlich 2000 Watt also 2 kwh auf der Anzeige stehen habe, 
hätte ich bei 500 Watt (neuere, kleinere Heizung) dann einen kwh 
Verbrauch je Stunde von nur einem viertel, also 0.5 kwh?

Was ich eben nicht verstehe: Wenn ich das Messgerät anschließe, zeigt es 
mir sofort an, wieviele kwh seit dem Nullen des Geräts verbraucht 
wurden. Wenn ich als nach 10 min drauf schaue, steht zb 0,3 kwh drauf. 
Nach 30 min dann 0,9. Aber wie kann es sein, dass ich in 10 min = 0,3 
kilowattSTUNDE verbrauch und in 30 min 0,9 kilowattSTUNDE verbrauche?

Ich habe bei den kwh einen Denkfehler, oder? Stet die Stunde am Ende gar 
nicht für den Verbauch pro Stunde?


Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel und vor allem nicht zu 
kompliziert. Über Antworten wäre ich sehr dankbar...

Gruß
JKL

Autor: Dennis Keipp (dkeipp)
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Der Stromverbrauch, besser Energieverbrauch, wird in kWh gemessen. Wenn 
du deine Heizung mit 2kW (2000Watt) eine Stunde blokkern lässt, hast du 
für 2kWh Strom (Energie) verbraucht. Wenn du eine halbe Stunde heizt, 
eben nur 1kWh. 15min = 0,5kWh.

Bei Heizgeräten ist es so, dass die gesamte Energie in Wärme gewandelt 
wird. Stellst du dir eine Heizung hin mit nur 500Watt, verbrauchst du 
zwar weniger Energie, aber es wird länger geheizt um die gleiche 
Temperatur zu erreichen. Also wirst du dadurch nicht Sparen können. 
Spartipps geb ich keine, da findet sich genug im Netz.


Gruß
Dennis

Autor: mhh (Gast)
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>Wenn ich als nach 10 min drauf schaue, steht zb 0,3 kwh drauf.
>Nach 30 min dann 0,9. Aber wie kann es sein, dass ich in 10 min = 0,3
>kilowattSTUNDE verbrauch und in 30 min 0,9 kilowattSTUNDE verbrauche?

10min * 6 (für 1h) = 1,8 kWh
30min * 2 (für 1h) = 1,8 kWh

Passt eigentlich, wenn die Heizung läuft.

Autor: Horst Hahn (horha)
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Hallo,

Kwh Stunde ist eine Einheit Arbeit und KW für Leistung.

Leistung x Zeit => Arbeit.
Wenn die Heizung eine Leistungsaufnahme von 2 KW hat und eine Stunde 
läuft sind das 2 Kwh.
Läuft sie von einer  Stunde nur 6 min ( 1/10 Std) sind das entsprechend 
0,2 kWh.
Man bezahlt dem EnergieVersorgungsUnternehmen= EVU  nur die 
geleistete/erbrachte Arbeit.

Deine Wohnung verliert bei bei konstanten Temperaturverhältnissen innen 
und aussen eine konstante Leistung P_min an Wärme.
Um zu heizen, brauchst Du also minimal eine Heizung die das schafft.
Eine zu kleine Heizung macht es nicht warm in der Bude.
Da deine elektrische Heizung meist einen Temperaturregler hat, ist die 
Anschlußleistung eigentlich egal, sie schaltet ja entsprechend ab, wenn 
es zu warm wird. 2KW oder 500 W setzen die gleiche Arbeit um, nur läuft 
die 500 W Heizung 4 mal länger.
Elektroheizungen können nicht veralten, denn Wärme ist die niedrigste 
Energieform, der Wirkungsgrad war da schon immer nahe 100% .
Bessere Regler bringen vielleicht etwas, aber wenn die Heizung schön 
unter dem Fenster steht, geht es auch mit einem billigem 
Zweipunktregler.

Es gibt fast nichts teuereres, als mit Strom zu heizen.
Da hilft nut isolieren, neue Fenster, vernünftig stoßweise lüften, keine 
Fenster auf Kipp, ( lieben Gruß an meine Schwiegermnutter gtrrr )

Gruß Horst

Autor: JKL (Gast)
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Hallo,

OK, danke euch schonmal für die guten Erklärungen. Das hab ich nun 
soweit verstanden.

Dann bleibt bei mir aber die Frage, wie es sein kann, dass bei der 
Heizung die Watt Anzahl direkter Indikator für den Verbrauch (kwh) ist, 
bei einem Kühlschrank aber nicht.

Ich habe zb einen mit 200 Watt gesehen, der weniger kwh (pro Jahr) 
verbraucht hat als einer mit 250 Watt (laut Herstellerangabe). Dessen 
Energieeffizienzklasse war zwar besser, aber warum geht dass dann nicht 
auch bei Heizungen?

Danke nochmals!

Grüße
JKL

Autor: mhh (Gast)
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>Ich habe zb einen mit 200 Watt gesehen, der weniger kwh (pro Jahr)
>verbraucht hat als einer mit 250 Watt (laut Herstellerangabe)

Der Kühlschrank ist einfach besser isoliert. D.h. der Energieaufwand, um 
die Temperatur niedrig zu halten, ist geringer.

Einen Kühlschrank mit einer Heizung zu vergleichen macht keinen Sinn.

Autor: JKL (Gast)
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[quote]
Der Kühlschrank ist einfach besser isoliert. D.h. der Energieaufwand, um
die Temperatur niedrig zu halten, ist geringer.

Einen Kühlschrank mit einer Heizung zu vergleichen macht keinen Sinn.
[/quote]


OK, dann hab ich das verstanden. Danke euch!

Autor: Sascha Weber (sascha-w)
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@JKL

wenn du die Heizung mit einem Kühlschrank vergleichst, dann mußt du zu 
deinem Heizgerät auch die Wohnung dazuzählen!

**Kühlschrank
>Verdichter (z.B. 200W) sorgt dafür, das die Wärme aus der Kühlzelle raus kommt
>Kühlzelle nimmt wider Wärme von außen auf - bessere Isolation -> weniger Verlust 
-> bessere Energieeffizienz

**Wohnung
>Heizer (z.B. 2000W) gibt Wärme an die Wohnung ab
>Wohnraum gibt die Wärme durch Wände, Türen, Fenster wieder an die Umwelt 
(draußen) ab - bessere Isolation -> weniger Verlust -> bessere Energieeffizienz

an der Heizung (wenn elektrisch) kann man da nichts machen.

Sascha

Autor: MaWin (Gast)
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> an der Heizung (wenn elektrisch) kann man da nichts machen.

Eben.

Strom ist die teuerste Art zu heizen.

Wenn eine elektrische Heizung nur noch 1kW statt 2kW zieht, heizt sie 
auch nur halb so doll, man braucht also 2.

Um die Heizkosten zu reduzieren, hilft es, eine niedrigere Temperatur 
einzustellen, besser zu dämmen, die Türen und Fenster zu schliessen, 
nuir zu heizen wenn man da ist, aber vor allem:

Den in der Anschaffug zwar billigen aber im Verbrauch extrem teuren 
elektrischen Mist rauszuwerfen und eine richtige Heizung (Gas, 
Ffernwärme, Öl, Pellets, Solar...) einzubauen.

Da muss natürlich der Vermieter machen, als Mieter empfehle ich Umziehen 
in eine ordentliche Wohnung aktuellen Energiestandards (ein Nagelneubau 
also, denn der Standard hat sich gerade verändert) oder ein Passivhaus.

Autor: JKL (Gast)
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@ MaWin :

Ja, du hast natürlich Recht. Das Haus wurde eben 1911 erbaut, die Miete 
ist sehr günstig, die Lage gut.

Es sind drei Zimmer, zwei davon haben auch eine richtige 
Nachtspeicherheizung, die mit günstigem Nachtstrom geladen werden.

Mein Zimmer galt wohl früher als Schlafzimmer oder Abstellkammer, ich 
bin aber natürürlich auch tagsüber darin, die anderen beiden Zimmer sind 
ja von meinen Mitbewohnenrn gemietet.

Meine Verwunderung rührt halt daher, dass die Angaben im I net für einen 
3 Personen Haushalt bei einem Viertel oder Drittel von dem liegen, was 
wir verbraucht haben (12 000 kwh / Jahr).

Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob das die Heizung alleine ausmachen 
kann. Seit der Abrechnung habe ich die Heizung eigtl nur noch 2 - 2,5 
Stunden am Tag an, trotzdem steigt der Nacht udn Tagzähler manchmal 40 - 
50 kwh (jeweils) innerhalb von 24 Stunden - das kann doch nicht sein!? 
Vor allem, da der dritte Mitbewohner nur sporadisch anwesend ist, da auf 
Montage.

Wisst Ihr, ob man eventuell man den Wasserboiler im Bad unter die Lupe 
nehmen sollte?

Was auch erwähnenswert wäre: Vor einem knappen Jahr wurde eine der 3 
Nachtspeicheröfen ausgetauscht, da keinem Wärme rauskam. Trotz Einbau 
vom Fachmann hat sich dies aber nicht verbessert, wir beließen es aber 
dann dabei, da der Mitbewohner kaum da war und es schon wärmer wurde. 
Letzte Woche kam der Vermieter und hat ein Teil ausgetauscht - jetzt 
kommt wunderbar warm raus. Könnte es unter Umständen sein, dass die 
Heizung auf Grund eines Defekts dauern Strom (!?) gezogen hat und mit 
für den hohen Verbrauch verantwortlich ist?

Danke nochmals für die Hilfe!

Autor: Bernd (Gast)
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Nachtstomöfen haben einen Stromsondertarif, der meist der Hälfte des 
Standardpreises ist.
Bei einer vernünftigen Steuerung (Aufladen nicht zum teuren Tagstrom mit 
Aufladeregler über Außentemparatur, bei Raumbenutzung mit dem 
Raumtermostat und Lüfter auf Wunschtemparatur bringen und ansonnsten 
Absenktemparatur durch Strahlwärme nutzen.)
ist diese Art der Heizung nicht teurer als eine andere.
Nachheizen mit Gegäten für die Steckdose sollte man vermeiden, da der 
Normalstrom doppelt so teuer wie der Nachtstrom ist.
PS. sollte nur 1 Zähler für beides vorhanden sein (SP01 Anlage)
wird der gesamte Strom (auch kühlschrank und Waschmaschine) zu einer 
gewissen Zeit billig abgerechnet.

Gruss Bernd

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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> Meine Verwunderung rührt halt daher, dass die Angaben im I net für einen
> 3 Personen Haushalt bei einem Viertel oder Drittel von dem liegen, was
> wir verbraucht haben (12 000 kwh / Jahr).

naja, rechne mal 1200 KWh pro Person pro Jahr, ONHE Heizung und OHNE 
Warmasser per Strom.

Großzügig gerechnet habt ihr gegenüber einem derartigen Bespielhaushalt 
ca. 8000 KWh Mehrverbrauch.

---->

> Wisst Ihr, ob man eventuell man den Wasserboiler im Bad
> unter die Lupe nehmen sollte?

wenn das ein 21 KW Gerät ist, kannst du dir ja ausrechnen was du an 
Energie verbrätst:

Bei 6 Minuten duschen und 21 KW macht das ca. 2 KWh Stromverbrauch pro 
Duschvorgang.

jetzt nehm ich mal an, daß ihr 3 Personen zusammen ca. 1000 
Duschvorgänge im JAhr hattet. Macht also schon mal  2000 Kwh an 
Warmwasser-Energiekosten aus.



---> also 2000 KWh kannst du mal als Warmwasser-Energiekosten abziehen. 
Bleiben noch ca. 6000 KWh an "versickerter" Energie.

Bei 3 strombetriebenen Heizgeräten je 2 KW scheint es mir aber nicht 
unwahrscheinlich zu sein, daß eine derartige Menge an Strom verbraucht 
wird.

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