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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Was bezahlen Dienstleister?


Autor: Mr X. (Gast)
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Was bieten euch denn so die Dienstleister?

Für einen Bachelor of Engineering (Elektrotechnik) 31, 4 Jahre im Beruf, 
will man 3150,- brutto + Kostenübernahmen Wohnung, Anfahrt und 
Verpflegungsmehraufwand zahlen. Das berichtet mir ein Jungkollege, der 
sich auf eine konkrete Stelle dort beworben hat, welche von uns! 
ausgeschrieben wurde. Er macht C-Entwicklung + digitale Hwardware.

Der Dienstleister berechnet uns 55,- die Stunde.

Liegt das so im Rahmen?

Autor: Mr X. (Gast)
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Ach so, falls jemand sich wundert:

1) Wir dürfen von der Konzernleitung nicht einstellen. Daher zur Zeit 
nur AÜ möglich.

2) Seit Kurzem müssen nach Konzernvorgaben alle Dienstleister ihre 
Verträge offenlegen, was sie den Mitarbeitern bezahlen. Somit soll dem 
Einkauf mehr Möglichkeit zum Verhandeln gegeben werden und wir werden 
vor Nieten geschützt.

Autor: MaWin (Gast)
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Es ist nicht unüblich, daß Firmen gut das doppelte für eine Arbeitskraft 
bezahlen, die sie über einen Dienstleister beziehen, als sie bezahlen 
müssten, wenn sie die Person selbst direkt anstellen würden, so war es 
auch bei unserer Sekretärin bis es raus kam.

Es gibt offensichtlich in Unternehmen auch in Krisenzeiten Geld ohne 
Ende, das besonders fliessig ausgegeben wird von Leuten denen es nicht 
gehört. Man kennt das von Politikern, die können auch nicht rechnen.

Nur ist man lieber bereit, das Geld denjenigen zu zahlen, die zu den 
Amigos gehören, als denjenigen, die die wirkliche Arbeit machen. Der 
entsprechend Mitarbeiter wird sich im Laufe seines Arbeitslebens 
entsprechend bedanken.

Autor: LeiderauchbeimDienstleister (Gast)
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Mr X. schrieb:
> Was bieten euch denn so die Dienstleister?
>
> Für einen Bachelor of Engineering (Elektrotechnik) 31, 4 Jahre im Beruf,
> will man 3150,- brutto + Kostenübernahmen Wohnung, Anfahrt und
> Verpflegungsmehraufwand zahlen. Das berichtet mir ein Jungkollege, der
> sich auf eine konkrete Stelle dort beworben hat, welche von uns!
> ausgeschrieben wurde. Er macht C-Entwicklung + digitale Hwardware.
>
> Der Dienstleister berechnet uns 55,- die Stunde.
>
> Liegt das so im Rahmen?

55 Euro kommt wohl hin. Das war genau der Stundensatz, den mein 
Arbeitgeber bei meinem letzten Einsatz dem Kunden berechnet hat. Mein 
Brutto ist zwar höher, aber da Wohnort = Arbeitsort, nix mit 
Kostenübernahme.

Autor: The Dude (Gast)
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Kann den Preis auch nur bestätigen. Wie heisst den die verleihende 
Firma?

Die Sache mit dem Verpflegungsmehraufwand lässt sich aber aus 
steuerlicher Sicht (soweit ich weiss) nur 3 Monate durchziehen, sonst 
dürfte es ein Problem geben.

Autor: Andreas F. (chefdesigner)
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> Für einen Bachelor of Engineering (Elektrotechnik) 31, 4 Jahre
> im Beruf, will man 3150,- brutto + Kostenübernahmen Wohnung,
> Anfahrt und Verpflegungsmehraufwand zahlen.

Für einen "richtigen" Dipl.-Ing. gibt es bis 10.000 fixum, wenn er 
Experte ist. Allerdings gilt das nur für die Absolutexperten im 
Ferneinsatz und es ist dann auch alles mit drin. Mir hat man zuletzt 
8500,- geboten, ebenfalls all inklusive.

Das hörte sich zunächst super an, entpuppte sich aber aber 1) als 
12er-Gehalt für 160h und wäre 2) auch nur für 6Monat gewesen. Ein Teil 
davon ist 3) steuerfreie Auszahlung, etwa 50,- am Tag. Die reduzieren 
daher den Betrag, den man von der Steuer an Kosten wieder abziehen kann.

4) hätte ich nach München gemusst und die Wohnungen, die man auf die 
Schnelle bekommt, kosten 1200,- aufwärts im Monat. Das wäre dann netto 
weg.

Als Selbständiger kann ich das brutto rechen, habe konstant meinen 
Verpflegungsmehraufwand und kann ALLE Fahrtkosten absetzen und nicht nur 
die Minipauschale. Ich habe ausgerechnet, dass ich da lieber selbständig 
bleibe. So wandern Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil nicht in die 
marode Deutsche Rentenversicherung sondern bleiben in meinem Säckel.

Autor: Gast (Gast)
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Jo,

die Deppen in der Personalabteilung zahlen lieber das doppelte für einen 
Mann von einem Dienstleister, der
1) schnell wieder verabschiedet werden kann....inklusieve Know How
   (der Wissensabfluß macht sich ja nicht gleich am nächsten Tag
    bemerkbar.)

2) Taucht der Externe nicht in der Personalstückzahl auf.
   Somit können die sagen, "Wir bauen den XYZ mit nur 5 Mann" und wollen
   nächstes Jahr 7 Mann entlassen. Sowas zieht immer bei Dax 
Unternehmen.
   Das dahinter noch 100 Externe werkeln, muß nirgens angegeben werden.

3) Taugt der Externe was, kann man ihn übernehmen. Taugt er 
nichts....und
   tschüß du Pfeife. (Um den darf sich dann im schlimmsten Fall der 
Staat
   kümmern.)



Fazit,

Die Großen fangen langsam an extrem lästig zu werden. Ihre Kapriolen 
können die Wirtschaft und die Gesellschaft  gefährden.

Menschen die sich ausgebeutet fühlen oder Angst um ihren Arbeitsplatz 
haben müssen, sind nicht die besseren.

Ist nur eine kleine Randnotiz. Der Mensch muß mit dem System rennen, das 
er installiert hat.


Ansonsten stimmt das mit den ca. 55Eur pro Stunde.
Der Dienstleister bekommt somit in einem Jahr
55Eur  222Arbeitstage  8h = 97680Eur/Jahr.

An den der Malocht gehen davon so ca. 45000Eur/ Jahr

Dat ist ein nach wie vor dolles Geschäft das seine Blütezeit noch vor 
sich hat.

Der Ausleiher hat Null Riesiko.
Wenn der Mann nix taugt, und tschüß.

Der Dienstleister hat Null Risiko.
Muß nichts tun und verdient prächtig.
Wenn der Mann nix taugt und tschüß.

Der Mann der Arbeitet hat das volle Risiko und ein verhältnismäßig 
niedrigen Lohn zu dem was er tut im Vergleich zu den anderen beiden 
Kaspernasen die arbeiten lassen.


Das sind dolle Zeiten für Arbeitgeber.


Abschließendes Fazit

Unterm Strich ist unser Saystem so nicht mehr effizient.
Oben werkeln die Spitzenkräfte und sind dank maschineller unterstützung 
hoch profitabel. Unten fallen immer mehr aus dem Arbeitsgefüge heraus 
und müssen über Staatshilfe doch mitversorgt werden.

Unterm Strich also viel gestrample und gezapple das verpufft.
Plus dem Nebenefekt, dass die die viel malochen müssen, überarbeitet 
sind und auch gewissermassen Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

Und die die aus dem Arbeitssystem rausgedrängt wurden auch unzufrieden 
sind, Zukunftsangst haben und den Staat belasten.



Gegenentwurf wäre alle an der Arbeitswelt teilhaben zu lassen und somit 
auf dauer zufriedenere und leistungsfähigere Milchkühe zu haben, die 
bessere und gesündere Milch geben.(Ähhh Arbeitnehmer meinte ich 
natürlich.)


Das will man aber nicht. Warum ????
Ihr wisst es.

Die Folgen ?????
Ihr kennt sie.

Hat die sogenante Elite noch eine Moral oder hatte sie die jeh?

Autor: Defiance (Gast)
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> Ist nur eine kleine Randnotiz. Der Mensch muß mit dem System rennen, das
> er installiert hat.

Das System wird von einer relativ kleinen Elite installiert, die Macht 
und Kontrolle über Medien, Geld, Politik und Waffen hat. Der Rest ist 
entweder hilflos und/oder unwissend. Nur so erklaeren sich die letzten 
Wahlergebnisse.

Autor: Gasti (Gast)
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>Nur so erklaeren sich die letzten Wahlergebnisse.

Er wählt sich seinen Schlachter lieber selber. Obwohl die Wahlergebnisse 
auch viel von der Gier des bürgerlichen Mittelstandes in Form von in 
Aussicht gestellten Steuerentlastungen getrieben worden sind. Dass die 
arbeitende, arme Unterschicht gar keinen Nutzen von 
Steuererleichterungen hat, drauf geschissen. Genauso wenig wie sie 
Arbeitslose interessiert. Denen ging es nur darum, sich die Fleischtöpfe 
zu sichern. Deshalb haben sie FDP gewählt. Zum Glück machen die aber 
Realpolitik bzw. werden in Zeiten knapper Kassen dazu gezwungen.
Genauso wie die internen Ingenieure sich einen Scheißdreck um die 
schlechter bezahlten Externen interessieren. Da geht eher noch die 
Einstellung um, dass die es verdient haben, da sie dümmer sind bzw. 
schlechtere Leistungen bringen.
In der Volkswagen AG sind einige Dipl.-Ing. Konstrukteure von Externen 
beschäftigt, die mit 2 Jahren Berufserfahrung noch immer weniger als die 
internen Fließbandarbeiter verdienen!

Autor: gast2 (Gast)
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"Ansonsten stimmt das mit den ca. 55Eur pro Stunde.
Der Dienstleister bekommt somit in einem Jahr
55Eur  222Arbeitstage  8h = 97680Eur/Jahr.

An den der Malocht gehen davon so ca. 45000Eur/ Jahr"

bei der rechnung wurden leider z.b. lohnnebenkosten vergessen.
ein ingenieursstundensatz von 55€ ist äusserst niedrig, gar will ich 
sagen nicht kostendeckend.
die herstellkosten (heisst tatsächlich auch für die ware mensch so) für 
eine ingenieursstunden, incl. overhead der über vertrieb, verwaltung, 
etc. zustande kommt, liegt bei 60-70€ (maßgeblich abhängig vom gehalt 
des dienstleistenden ingenieurs).
entsprechend stellt eine beauftragte firma zwischen 75-100€/h in 
rechnung (abhängig vom dienstleister).

die 55€ kann ich mir nur dann tatsächlich vorstellen, wenn die firma 
bereit ist drauf zu legen. gründe hierfür könnten sein, dass firmen das 
als dooropener nutzen oder auch verlustrealsierung betreiben. das 2. ist 
in der heutigen zeit natürlich sehr naheliegend und gängige praxis.

Autor: Onkel Kapott (Gast)
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Ich verstehe sowieso nicht, warum Unternehmen überhaupt die Dienst von 
Zeitarbeitsfirmen in Anspruch nehmen können. Warum stellen die nicht 
einfach direkt an oder geben Freiberuflern eine Chance?

Ich verstehe es einfach nicht. Bei der Einstellung wird mit den Geldern 
geknausert und für diese Trottel von den Zeitarbeitsfirmen ist genug 
Geld da. Mit den Trotteln meine ich die Personalabteilung und die 
Zeitarbeitsfirma als Ganzes, nicht die arme Schweine, die man von Firma 
nach Frima schickt.

Autor: MaWin (Gast)
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> bei der rechnung wurden leider z.b. lohnnebenkosten vergessen.

Nö.

Die gehen zwar von der Differenz 97680-45000 ab, lassen aber einen 
üppigen Gewinn übrig.

Ebenso wie Lohnnebenkosten wurden aber Krankheitstage und Urlaubstage 
nicht erwähnt, auch die zahlt der Sklaventreiber von seinen 52680. Kann 
er auch, es bleibt nämlich IMMER noch genug übrig.

Eine Firma fährt einfach viel schlechter mit einem Sklaven, als mit 
Angestellten, selbst wenn sie eine mögliche Abfindung bei Kündigung 
gleich hinzuzählt.

Das Problem in Deutschland sind die struzdummen Manager, da findet man 
Seiten im Internet, in denen ein Unternehmer über die ach so hohen 
Lohnnebenkosten jammert, die würden ja 120% ausmachen, also bei 1000 EUR 
Arbeitslohn satte 1200 EUR betragen, weil der strunzdumme Typ nicht 
schnallt, dass in der 120% Zahl die er irgendwo aufgeschnappt hat die 
100% Bruttolohn bereits mit drin sind und die Nebenkosten bei 20% 
liegen. Und von solchen Leuten weren wir gemanagt. Selbstredend wollen 
die beim Einstellungsgespräch einen gut ausgebildeten Spezialisten für 
1000 EUR.

Autor: jozi59 (Gast)
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Nach meiner Auffassung sind die 55€ die der Vermittler berechnet, zu 
niedrig.
Und Deine Rechnung geht auch nicht auf.

Ich würde die abzurechnenden Arbeitstage auf 210 Tage festlegen. Externe 
Mitarbeiter haben in der Regel etwas höhere Ausfallzeiten, wegen 
diverser Termine (Steuerberater, private Termine bei heimatfernen 
Einsätzen, etc.)

Damit komme ich dann auf 92400€ p.A.

In der Regel werden Vermittler ca. 30% auf den Stundensatz aufschlagen.
Der Vermittler wird also ca. 23000€ kassieren. Das sieht zunächste 
einmal nach viel aus, man darf aber nicht vergessen, das 
Kundenakquisition und Vertragsverhandlungen auch Kosten verursachen.

Dem Freiberufler blieben dann ca. 71000 p.A.

Davon muss man die Kosten abziehen:
Fahrt/Reisekosten: 10800€
Unterbringung vor Ort: 6000€
Steuerberater/Buchhaltung: 2400€
Büro, Telefon, etc.:  2300€
Weiterbildung:  ca. 3000€
Versicherung: ca. 1200€

Damit bleiben ca. 45400€ als Gewinn übrig.
Abzüglich Krankenkasse: 7500€
Rentenversicherung: 6000€
Steuern: ca. 10000€
Bleiben ca. 23400€ p.A. oder

Autor: jozi59 (Gast)
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Und aus dem Betrag müssen Ausfallzeiten überbrückt werden. Weihnachtgeld 
oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind auch nicht enthalten. 
Daneben fallen nicht abrechnungsfähige Tätigkeiten an, die aber durchaus 
auch als Arbeitszeit aufzufassen sind.

Autor: gast33 (Gast)
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in den von mir genannten HK von 60-70€/h sind jegliche anfallenden 
kosten (gehalt, verwaltung, vertrieb..) beinhaltet.
on top kommen dann noch gewinn- und risikozuschläge.
entsprechend ergibt sich dann ein VK von 75-100€.

für pro ANÜ gibt es viele gründe, wie flexibiltät des einsatz der 
arbeitskräfte als auch unkompliziertes abstellen sebliger, usw.

in der automobilindustrie haben einige einige konzerne verkürzte 
arbeitszeit. und das trotz massivem abbau von FAK´s.
hätte es diese nicht gegeben, wäre es zwangsweise zu massiven 
entlassungen in den konzernen gekommen.
das hätte abgesehen von hohen abfindungszahlungen auch ein negative 
presse gegeben.

ich selbst finde ANÜ auch oftmals unschön, allerdings gibt es aus 
wirtschaftlicher sicht eben viele dinge die dafür sprechen. in dem 
konzern in dem ich beschäftigt bin, ist ANÜ ein fester bestandteil der 
unternehmensphilosophie.

Autor: Sophie la Girafe (Gast)
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Was hat denn das alles mit der FDP zu tun? Die ist nicht schuld an der 
Misere, sondern die SPD. Die Sozialdemokraten beten einen Götzen an: den 
Arbeitnehmer. Es wird allerhand getan, dass die Arbeitnehmer, die schon 
eine Stelle haben, geschützt werden, sodass Neulinge keine Chance haben, 
in ein Unternehmen zu kommen. Leistungsschwachen darf nicht gekündigt 
werden, nein, es gibt dann eine "soziale Auswahl", zulasten des 
Unternehmens. Und die bösen Freiberufler oder soll ich sagen: die 
Scheinselbständigen. Die sind wie Arbeitnehmer, verzichten aber auf die 
Annehmlichkeiten von Arbeitnehmern und wählen bestimmt nicht SPD.

Das führt natürlich zu miesen Kompromissen. Die Unternehmen brauchen 
Flexibilität und die Gewerkschaften/Sozialdemokraten verabscheuen diese. 
Die ist ja so "neoliberal". Also einigt man sich: 
Arbeitnehmerüberlassung wird ausgeweitet, Freiberuflertum wird 
eingeschrankt. Ich sage: Zwei-Jahres-Frist. Die Leiharbeitnehmer sind ja 
klassische Arbeitnehmer, die zum IG-Metall-Tarif arbeiten und keine 
bösen Freiberufler. Dafür geben diese Menschen ihre Würde am Werkstor 
ab.

Meine Meinung dazu: Wir brauchen mehr Flexibilität, mehr unabhängige 
Beschäftigte, eine bessere Arbeitskultur. Die Strukturen mit ihrem 
Kündigungsschutz, von dem oft genug die faulen Arbeitnehmer profitieren, 
führen auch dazu, dass Mobbing als legitimes Mittel angesehen wird, 
Arbeitnehmer zur Kündigung zu bewegen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Bleiben ca. 23400€

Cool, nach Abzug von Allem,
von Krankenkasse, Rente, Steuern,
Essen, Wohnen, Auto

hat der Mann satte 2000 EUR jeden Monat die er nur für sein Vergnügen 
verprassen kann? Für Golfclub, Gleitschirmfliegen und Austern sammeln? 
Und das nennst du nicht gut bezahlt ?

Andere Leute haben schon Probleme, Essen und Miete gleichzeitig zu 
zahlen. Euch fehlt komplett der Massstab. Kann ich natürlich verstehen, 
wenn man sich in EdelItaliener nur mit Investmentbankern unterhält.

Autor: Michael O. (mischu)
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>Die gehen zwar von der Differenz 97680-45000 ab, lassen aber einen
>üppigen Gewinn übrig.

Habt Ihr bei eurer Rechnung nicht den Arbeitgeberanteil vergessen?
Mit 45k sind doch Arbeitnehmerbrutto gemeint?

@MaWin
Ich glaube von den 2000.- muss er noch seine andere Wohnung bei seinem 
Lebensmittelpunkt finanzieren, die Wohnung in der Liste ist die 
Zweitwohnung an seinem Arbeitsplatz.

Autor: MaWin (Gast)
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> die Wohnung in der Liste ist die Zweitwohnung
> an seinem Arbeitsplatz.

Find ich auch cool, eine Zweitwohnung auf Mallorca zu haben,
aber wenn ich die Rechnung von jozi59 sehe, ist doch klar,
dass der in einer völlig anderen Welt lebt:

> Fahrt/Reisekosten: 10800€

Arbeitsplatz in China, Wohnung in Deutschland, Wochenendpendler ?

Selbst eine BahnCard100, mit der er das ganze Jahr kostenlos
überallhin jeden Tag mit der Bahn fahren kann, kostet gerade
mal 1/3 dieses Betrags.

> Unterbringung vor Ort: 6000€

Macht 500 EUR/Monat, da ist selbst die Zweitwohnung teurer
berechnet, als die Erstwohnung nach Hartz4.

> Steuerberater/Buchhaltung: 2400€
> Büro, Telefon, etc.:  2300€
> Weiterbildung:  ca. 3000€
> Versicherung: ca. 1200€

Versicherung noch mal vom Auto, wo die Autokosten schon einmal
abgezogen wurden ?

Sorry, jozi59 vergreift sich meiner Meinung nach bei seiner
Berechnung um den Faktor 10. Sicher gibt es Leute, die so blöd
sind, so viel zu bezahlen, aber so jemand sollte dann nicht
Ingenieur werden, sondern Prinzessin eines alten Geldadels.

Autor: Experte (Gast)
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>> Unterbringung vor Ort: 6000€

>Macht 500 EUR/Monat, da ist selbst die Zweitwohnung teurer
>berechnet, als die Erstwohnung nach Hartz4.

Hast Du schon mal in Erlangen / Stuttgart oder München eine 
Projektwohnung gemietet?

Dort gibt es fast nichts, Wohnungen nicht unter 750,- warm - Pensionen 
mit 35,- aufwärts am Tag, oder Hotelzimmer für Wochenmietung zu 60,- die 
Nacht.

Die Reisekosten habe ich auch mit >10.000 drin. Das ist nämlich die 
Autoabschreibung. Geschäftswagen sind teuer in Versicherung und man kann 
nur den G-Anteil versteuern. Ich zahle schon 2000,- für Treibstoff!!!

Die Rechung von juzz59 ist insofern falsch, als dass die 90k das sind, 
was man als Umsatz hat. Der Vermittler kommt oben auf.

Nur: Die 90k sind nach Abzug der Kosten nur nch 72k, Dank fehlender 
Sozialleistungen nur 60k Brutto. Bei 10% Ausfall im Jahr durch Krankheit 
oder fehlender Projekte in der Krise sind es maximal 55k brutto.

Das ist viel zu wenig für einen Ingenieur.

Autor: XXX (Gast)
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Autor: Ja genau der (Gast)
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Kann jemand etwas über EVA Fahrzeugtechnik berichten?
Bevor ich mich dort bewerbe..

Autor: Wurst (Gast)
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Seriöse Dienstleister wie Ferchau zahlen ein gutes Gehalt nach IGM 
Tarifvertrag. Zusätzlich werden großzügige Qualifikationszuschüsse und 
Entfernungspauschalen gewährt.

Autor: Mag keine Dummschwätzer (Gast)
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Wurst schrieb:
> Seriöse Dienstleister wie Ferchau zahlen ein gutes Gehalt nach IGM
> Tarifvertrag.

Falsch. Der IG Metall Tarifvertrag und der Ferchau Tarifvertrag 
unterscheiden sich erheblich.

Autor: Wurst (Gast)
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Ich meinte den Tarifvertrag zwischen Ferchau und IG Metall.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Autor: Zu wenig (Gast)
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Wurst schrieb:
> Ich meinte den Tarifvertrag zwischen Ferchau und IG Metall.

Der bietet bescheidene Gehälter. Sicher nichts womit man werben kann.

Autor: Stefan (Gast)
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55 Euronen Stundensatz sind bei der Qual. absolut normal.

BSc: 55
Dipl.(FH)/MSc (FH): 60-65
Dipl.(Univ.)/MSc (Univ.)/Dr. Ing: 65-75
Das ganze ist natürlich ein Mittelwert mit erheblicher Streuung.

Bei Werkverträgen oder Dienstverträgen sind die Stundensätze im VK 
tendenziell etwas (2-4 EU) höher als bei AnÜ.

VK beim Dienstleister ist nicht zu verwechseln mit VK einer 
Ingenieurstunde gegenüber dem Endkunden (kann auch 300 Euronen 
betragen).
Gruß
St.

Autor: Wirtschaftskenner (Gast)
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Stefan schrieb:
> Dipl.(FH)/MSc (FH): 60-65
>
> Dipl.(Univ.)/MSc (Univ.)/Dr. Ing: 65-75

Diese Unterscheidung kannst du vergessen. Der Leiharbeitnehmer zahlt 
nicht nach Grad, sondern nach Kenntnisstand. Woher kommt solch ein 
Unfug?

Autor: Stefan (Gast)
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Aus der Praxis. Sogar bei MSc wird zwischen Uni und FH unterschieden.

Beitrag #1809825 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: ANÜ-Profiteur (Gast)
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Wer von euch arbeitet denn bei Ferchau und Brunel? Wer bei denen unter 
Vertrag ist, hat doch von vorne herein ein Makel im Lebenslauf.

Ich bekomme 6000,- Brutto + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld -> ca80k im 
Jahr. Ausserdem noch 750,- für die Wohnung und Anfahrten.

Beitrag #1809905 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: sumsim (Gast)
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Ich hab mal folgenden Fragen:

Bezahlen die Konzerne bei AÜ den Dienstleistern für die Einsteiger 
weniger Geld in der Probephase oder nicht?

Weiß jemand wie hoch die Vergütung für AÜ bei Bosch sei?

Gehört es bei Bosch zur Firmenpolitik die geliehenen Ingenieure bei 
Bedarf zu übernehmen? Wie lange müsste man dazu in jeweiligen Abteilung 
sein?

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Wurst schrieb:
> Seriöse Dienstleister wie Ferchau zahlen ein gutes Gehalt nach IGM
> Tarifvertrag. Zusätzlich werden großzügige Qualifikationszuschüsse und
> Entfernungspauschalen gewährt.

Die Sätze von Ferchau als gutes Gehalt zu bezeichnen, ist blanker 
Zynismus! Schau in den Tarifvertrag, da steht klar drin, dass ein 
Ingenieur im ersten halben Jahr bei Ferchau mit Einsatzgebiet 
Ostdeutschland nicht einmal 1700 Euro BRUTTO bekommt. Das ist der blanke 
Hohn, soviel verdient man als frischer Facharbeiter, aber bestimmt nicht 
nach einem mehrjährigen Studium.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Frank Bär schrieb:

>Das ist der blanke Hohn, soviel verdient man als frischer
>Facharbeiter, aber bestimmt nicht nach einem mehrjährigen
>Studium.

Vergiß nicht die Berufserfahrung der Ing., es sind nicht nur 
Absolventen.

Laut Tariftabelle rutscht man jeweils nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit 
auch noch in die nächst niedrige Klasse:

Ingenieur    --> Facharbeiter
Facharbeiter --> Hilfskraft

Autor: Wurst (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Die Sätze von Ferchau als gutes Gehalt zu bezeichnen, ist blanker
>
> Zynismus! Schau in den Tarifvertrag, da steht klar drin, dass ein
>
> Ingenieur im ersten halben Jahr bei Ferchau mit Einsatzgebiet
>
> Ostdeutschland nicht einmal 1700 Euro BRUTTO bekommt. Das ist der blanke
>
> Hohn, soviel verdient man als frischer Facharbeiter, aber bestimmt nicht
>
> nach einem mehrjährigen Studium.


Ich habe in einem Interview gelesen, dass Ferchau marktgerechte Gehälter 
zahlt. Sind 1700 Euro in Ostdeutschland marktgerecht?

Die sogenannten Dienstleister verdienen ihr Geld durch vermieten ihrer 
Mitarbeiter. Sollte Ferchau niemanden einstellen können, da sie zu 
niedrige Löhne zahlen, würden sie auch selbst nichts verdienen.

Anscheinend gibt es aber ausreichend Leute, die dort arbeiten. Wenn doch 
überall anders so viel gezahlt wird, warum arbeiten denn dann welche bei 
den Dienstleistern?

Meine Vermutung: Weils zunächst mal nix besseres gibt.

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Wurst schrieb:
> Ich habe in einem Interview gelesen, dass Ferchau marktgerechte Gehälter
> zahlt. Sind 1700 Euro in Ostdeutschland marktgerecht?

Sind 1700 Euro Brutto für einen Akademiker in irgendeiner Branche 
marktgerecht? Richtig, sind sie nicht. Als Beispiel kann hier 
ausnahmsweise mal der öffentliche Dienst herhalten, da bekommt man als 
studierter Mensch, egal in welcher Region, schonmal mindestens E9, d.h. 
ungefähr 2370 Euro Brutto.

> Die sogenannten Dienstleister verdienen ihr Geld durch vermieten ihrer
> Mitarbeiter. Sollte Ferchau niemanden einstellen können, da sie zu
> niedrige Löhne zahlen, würden sie auch selbst nichts verdienen.

Du kannst ja gern für 1700 Euro arbeiten, ich bestimmt nicht. Der 
Tarifvertrag von Ferchau ist in der Hinsicht aber unzweideutig, schau in 
die Gehaltstabellen, da steht es schwarz auf weiß.

> Anscheinend gibt es aber ausreichend Leute, die dort arbeiten. Wenn doch
> überall anders so viel gezahlt wird, warum arbeiten denn dann welche bei
> den Dienstleistern?

Interessante Frage. Vielleicht, weil sich auch viele von dem blenden 
lassen, was die Propagandamaschinen der Firmen in der Presse verlauten 
lassen.

> Meine Vermutung: Weils zunächst mal nix besseres gibt.

Mit einem ordentlichen Abschluss muss sich kein junger Ingenieur zu 
diesen Spottgehältern verkaufen. Ein wenig Selbstbewußtsein und 
Durchhaltevermögen gehört nunmal dazu. Die meisten Jung-Ingenieure 
hoffen wahrscheinlich nur, die Zeitarbeit als Sprungbrett in vernünftige 
Beschäftigung nutzen zu können.

Übrigens: selbst wenn man sich das Gehalt in den gammligen Bundesländern 
schönrechnet, dann kommen da anfangs trotzdem maximal 28k/a raus. 
Würdest du dafür als Ingenieur arbeiten gehen?

Richtig unfair sind solche Gehälter den Absolventen gegenüber, die 
Bafög-Schulden haben und zusätzlich mit neuer Wohnung + Kaution + 
Courtage + Erstausstattung finanziell weit überfordert sind. Man rechne 
350 Euro Kaltmiete für eine kleine eigene Wohnung, 2 KM Kaution, 1,19KM 
Courtage. Man kann sich selbst ausrechnen, dass nur dadurch das 
Nettogehalt des ersten Monats komplett aufgebraucht ist, von Kosten für 
die Ernährung oder die Anschaffung eines Bettes (!) wollen wir noch gar 
nicht reden.
Dass das bei einem Nicht-Absolventen unter Umständen nicht viel anders 
ist, zumindest was einen möglichen Umzug mit den entsprechenden 
Folgekosten angeht, möchte ich natürlich auch nicht unterschlagen.

Beitrag #1813214 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Warmweiß (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Du kannst ja gern für 1700 Euro arbeiten, ich bestimmt nicht. Der
> Tarifvertrag von Ferchau ist in der Hinsicht aber unzweideutig, schau in
> die Gehaltstabellen, da steht es schwarz auf weiß.

Wobei man sagen muss, dass Ferchau wohl, jedenfalls im Westen, schon 
2007 jedem Einsteiger gleich die Einstiegsstufe mit 25XX pro Monat 
gezahlt hat + zusätzliche Kleckerbeträge. Allerdings weiß ich nicht, ob 
die einen in der Probezeit niedriger einstufen, wie es in deren 
Vertragsschmonz festgehalten ist.
Wenn die Zeiten schlecht sind und es einen Ingenieurüberhang gibt wie 
jetzt gibt, dann könnte man schon die harte Rute anwenden.
Sprich erst niedriger einstufen und auch nur die vorgesehene Stufe 
zahlen.
Am Ende liegt es an den Ingenieuren selber. Wenn es schon keine 
Solidarität ingesamt gibt, müssen die wenigstens die armen 
Ingenieurschweine, die nur Durchschnitt sind, zusammenhalten und den 
Arbeitgebern im Kollektiv richtig Saures geben, falls Ausbeuterabsichten 
bestehen. You f*ck with me, I f*ck with you.
Leider ist dies nicht der Fall. Es scheitert an der Solidarität und an 
der nötigen Aggressivität/Hinterlist.
"Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und 
radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?"
Ja wir wollen. Auf ins (letzte) Gefecht, Kameraden.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Zuckerle schrieb im Beitrag #1813214:

>Wurst steht bei Perschau unter Vertrag !
>Der schreibt immer solche Gülle !

Du bringst es immer wieder auf den Punkt!

Leider kann niemand verhindern, daß solche erigierten Schwänze hier 
immer weiter posten.

Autor: jamest (Gast)
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Mal eine Frage an Leute die schonmal mit Ferchau zu tun hatten: Im 
Ferchau Vertrag steht doch was von Grundsatz + Qualifikationszuschuss. 
Bekommt man diesen Zuschuss nur, wenn man schon Berufserfahrung 
vorzuweisen hat? Also als Absolvent bekommt nur den Grundsatz(2500,- 
brutto)?

Autor: Philip (Gast)
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gast2 schrieb:
> An den der Malocht gehen davon so ca. 45000Eur/ Jahr"

Wobei das ein überdurchschnittliches Gehalt ist. Ich kenne kaum 
jemanden, mehr als 37k verdient.

Autor: Andreas F. (chefdesigner)
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37k? Das sind ja nur 3000! Das haben viele Sekräterinnen doch schon!

> > Autor: ANÜ-Profiteur (Gast)
> > Datum: 07.08.2010 21:09

> > Ich bekomme 6000,- Brutto + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld -> ca80k im
> > Jahr. Ausserdem noch 750,- für die Wohnung und Anfahrten.

> Da bleibt mir die Spucke weg ! Ist ja enorm !
> Erstaunlich was da so verdient wird im Bereich operative Dynamik

Dienstleister zahlen das nur, wenn sie jemanden unbedingt haben wollen. 
Das ist nicht die Regel. Die meisten Ingenieure, die als Spezialisten 
arbeiten, liegen bei etwa 70k - 75k. Die Kosten für die Wohnung werden 
aber in der Regel vom Dienstleister übernommen. Inklusive 
Sozialleistungen sind das etwa 90k. Wenn ein Selbständiger noch etwas 
aufschlägt und mehr Kosten hat, muss er 100k Umsatz machen, was mit 
1600h @60,- zu machen ist. Wenn man ein gutes Projekt hat und 1800h 
arbeitet, ist man als Selbständiger klar im Vorteil. Ich arbeite nicht 
unter 65,- die Stunde und suche immer etwas länger.

 Deshalb kriegt man ja kaum einen Guten in die Arbeitnehmerüberlassung. 
Siemens hat z.B. gewaltige Probleme, gute Leute zu bekommen, seit sie 
auf ANÜ umgestellt haben. Es ist eine Schande, dass sie immer wieder 
billige Neulinge einarbeiten, weil die älteren Eingearbeiten, die schon 
mal da waren, reihenweise abspringen.

Je nachdem, wie wichtig einem Dienstleister der Kunde ist, gehen die 
auch schonmal hin und arbeiten für einen symbolischen Gewinn von 1 Euro! 
Das macht Ferchau auch schon mal, wenn sie 3 Leute drin haben und 
verhindern wollen, dass ein anderer Dienstleister den Fuss in die Türe 
bekommt. Der 4. Mann ist dann besonders billig für den Abnehmer.

Autor: wurst (Gast)
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Die Dienstleister stellen üblicherweise nur jemanden ein, wenn für 
diesen auch schon ein Projekt vermittelt wurde. D.h. das beispielweise 
Ferchau den Absolventen erst dann einstellt, wenn Siemens denjenigen für 
die ANÜ haben möchte.

Die Kunden der Dienstleister erhalten in der Regel relativ unerfahrene 
Leute, da die Dienstleister vielfach Absolventen rekrutieren und zudem 
eine hohe Mitarbeiter-Fluktuation herrscht.

Die Bezahlung der Mitarbeiter erscheint mir angemessen, ansonsten würde 
man keine Mitarbeiter einstellen können. Letztlich regeln hier auch 
Angebot und Nachfrage den Lohn.

Autor: Anonymer Beobachter (Gast)
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Eigentlich bin ich hier im Forum angemeldet, aber um Rückschlüsse auf 
Firma und Dienstleister zu unterbinden, bleib ich anonym und habe alles 
relevante im Bild entfernt.

Habe in unserer Firma ein Schreiben gefunden (siehe Bild) was ein 
Dienstleister nimmt:

14,90€ / Std. zzgl Mwst für eine "Gewerbliche Hilfskraft"
Der Geliehene ist gelernter Elektroniker mit anschließender 
Berufserfahrung (habe seinen Lebenslauf gesehen). Er sagte mir, er 
bekommt 6,00€ / Std.
Wahnwitzig, da selbst die auf 400€-Basis angestellten Hilfskräft 9,00€ / 
Std. bekommen.

Autor: Ich (Gast)
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@Anonymer Beobachter

Heftig!

Aus welchem Jahr ist das Schreiben und aus welcher Gegend (Süd- oder 
eher Dunkel-Ostdeutschland?) stammt der Verleiher?

Autor: name (Gast)
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ich sags wieder alle zuhälter und entleiher von menschen gehörten mit 
nem seil an nen ast von nem baum gebunden

da ich nicht erwähnt habe an welches körperteil des parasiten ich das 
seil binden würde, gehe ich mal davon aus das der chinese das stehen 
lässt.

Autor: Michael S. (technicans)
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Wirf man den ersten Stein, wäre langsam Zeit dafür.

Kürzlich hatte man mir bis 10,77 Euro bei so ner ZA-Klitsche
angedeutet, aber die Stelle um die es ging und die in der
Jobbörse mit "sofort" beschrieben war würde sich noch nen
halbes Jahr hinziehen weil der Kunde Bedenkzeit verlangt.
Ich hab mal versucht herauszufinden ob es den Kunden
überhaupt gibt. Suche war erfolglos. Was soll man davon halten?

Jedenfalls hab ich mir vorgenommen, sollte doch noch Interesse
kommen, das ich mir auch ein halbes Jahr Bedenkzeit genehmige.
Da wird denen wohl die Kinnlade runter fallen.

Autor: Ich (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Kürzlich hatte man mir bis 10,77 Euro bei so ner ZA-Klitsche
> angedeutet, ...

Die Frage ist doch, welche Alternativen hast du?
Wenn du einen besser bezahlten Job hast, kannst du den Stinkefinger 
zeigen oder andere dummen Sprüche machen.
Die Kunden der ZAs wollen flexibel billige Arbeitskräfte, möglichst hoch 
qualifiziert.
Aber bitte nicht so flexibel, das diese Kräfte auch schnell selbst 
abhauen.

Habe diesen Monat wieder über einen Dienstleister nach Arbeitslosigkeit
angefangen, Bewerbungen gehen weiter.
Ich bekomme mehr als 10,77€/h, bin also Großverdiener.

Autor: Michael S. (technicans)
Datum:

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>Wenn du einen besser bezahlten Job hast, kannst du den Stinkefinger
>zeigen oder andere dummen Sprüche machen.
Oder Geld haben und nur aus Langeweile zu arbeiten, wäre ne Alternative.

Mal Scherz beiseite. Niemand muss sich so was gefallen lassen, egal
aus welchen Gründen er sich nach Arbeit umsieht. Arbeit wird ja auch
als gesellschaftliche Selbstverständlichkeit angesehen. Ansonsten
kann das Ansehen der Person drunter leiden.

Autor: Ich (Gast)
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Alternative zu arbeitslos bleiben - Hartz IV beziehen - Erspartes 
aufbrauchen ist erstmal ein ein eher besch.. Angebot annehmen (nicht 
deshalb umziehen etc.) und sich weiter bewerben.

Das hilft deinem Geldbeutel etwas, stärkt dein Selbstbewusstsein etwas 
und du kannst besser verhandeln, frecher auftreten.

Leider bewerben sich zu wenig Leute aus der Zeitarbeit weiter und 
wechseln.
Hire & Fire aus Arbeitnehmersicht. Vielleicht begreift dann auch die 
Kundenseite, das Zeitarbeit nicht die Lösung fast aller Personalprobleme 
ist.

Für 14,90€/h (Arbeitgeberkosten) bekommt man eben einen, der nur das 
notwendigste tut, denn für's Nachdenken wird er nicht bezahlt.

Autor: name (Gast)
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@ich

richtig so.
dienstleister sollten als das genommen werden was sie sind.
sprungbretter und klopapier.

doch wohin springen und erleichtern wenn kein markt da ist.

denke nicht an den wirtschaftlichen schaden, den dein weggehen 
anrichtet.
das hätten andere tun sollen. die denken aber nicht über deinen 
seelenfrieden, sondern nur über nen schnellen euro nach.

Autor: Ich (Gast)
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Es geht um mein Wohlbefinden, stimmt.
Geld, Work-Life-Balance und den Spass am Job müssen passen.

500€ mehr im Monat helfen mir nicht viel, wenn mich der Job ankoxxxx und 
ich so gut wie nie Freizeit habe.
Jeder hat da aber eigene Präferenzen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Der Arbeitsmarkt wandelt sich ja auch. Das tut er immer und nicht
jedem gefällt das. Man könnte sogar versucht sein zu behaupten, das
ganz besonders findige Experten diesen Wandel erdacht haben um
soziale Sicherheiten und Arbeitnehmervorteile wieder abzuschaffen,
weil führenden Unternehmen das einfach ein Dorn im Auge sind.
Globalisierung wird dann argumentativ gern vorgeschoben.
Vielen wäre wahrscheinlich sogar Zustände wie vor 100 Jahren ganz
recht und mit diesen modernen Instrumenten am Arbeitsmarkt will man
das bewirken. Ich glaube aber kaum, das wir dauerhaft nicht unter
vier Millionen Arbeitslose (3,3Mio.+ 1,5Mio versteckte Arbeitslose)
kommen werden. Ist doch klar das das der Volkswirtschaft schadet wenn
so viel Arbeitsleistung brach liegt.
Da müsste die Arbeit ganz anders verteilt werden, aber die Regierung
will sich ja nicht in die Personalpolitik der deutschen Wirtschaft
einmischen. Das gäbe auch Ärger mit den Gewerkschaften und das nicht
zu knapp.

Autor: Gästle (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Ich glaube aber kaum, das wir dauerhaft nicht unter
> vier Millionen Arbeitslose (3,3Mio.+ 1,5Mio versteckte Arbeitslose)
> kommen werden. Ist doch klar das das der Volkswirtschaft schadet wenn
> so viel Arbeitsleistung brach liegt.
> Da müsste die Arbeit ganz anders verteilt werden, aber die Regierung
> will sich ja nicht in die Personalpolitik der deutschen Wirtschaft
> einmischen. Das gäbe auch Ärger mit den Gewerkschaften und das nicht
> zu knapp.

Dazu kommen noch ca 9Mio(DLF) HartzIV Betroffene, und unsere Regierung 
lässt zu, das deutsche Konzerne die Produktion ins Ausland verlagert. 
(z.B. Daimler nach Tuscaloosa)
Statt auf den Arbeitslosen usw. einzudreschen sollte unsere Regierung 
mit Strafzöllen dafür sorgen das die Produktion im Lande bleibt, dann 
tut es auch nicht weh den Rest HartzIV mal eine Erhöhung zu Finazieren.

Autor: SAPBerater (Gast)
Datum:

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ich finde die Studenstätze im Ing Bereich, die ich hier so lese, aber 
echt extremst niedrig !

nur 55 Euro ? was sind das dann für Tätigkeiten ? wirklich 
anspruchsvolle ? falls ja, ist das echt Dumping ! oder gehts da nur um 
einfache Dinge wie Doku ?

im SAP Bereich sind 100 Euro / h und mehr völlig normal ! nicht nur für 
SAP Entwickler sondern auch für Berater ( Leute die das System nur nach 
Unternehmensprozessen konfigurieren ( über Parameter in Tabellen ) und 
NICHT programmieren, teilweise sind das sogar BWLer )

manche richtig guten SAP Berater verlangen 1500 - 2000 Euro am Tag. 
Üblich sind aber durchaus 800 - 1000 Euro / Tag für ganz normale SAP 
Berater.

55 Euro die Stunde, das verlangen Bauhandwerker wie Fließenleger, 
Installateure, Gipser usw. ja schon.

Teils zahlst schon für einen Mechaniker in einer freien Werkstatt 
mindestens soviel, in Markenwerstätten deutscher Hersteller wirst Du 
manchmal sogar 100 Euro die Stunde los !

im Vergleich dazu sind 55 Euro für einen Ingenieur wirklich sehr sehr 
wenig !

woran liegt das eigentlich ?

Autor: Anonymer Beobachter (Gast)
Datum:

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Ich schrieb:
> @Anonymer Beobachter
>
> Heftig!
>
> Aus welchem Jahr ist das Schreiben und aus welcher Gegend (Süd- oder
> eher Dunkel-Ostdeutschland?) stammt der Verleiher?

Ist aktuell vom Febraur diesen Jahres und in Niedersachsen.

Autor: Ich (Gast)
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@Anonymer Beobachter
Aua! Der Fachkräftemangel schlägt zu.

Autor: Freddy (Gast)
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> 55 Euro die Stunde, das verlangen Bauhandwerker wie Fließenleger,
> Installateure, Gipser usw. ja schon.

So ist es ja, aber ich kann Dir eine Medizintechnikfirma in der Nähe von 
Wertheim nennen, die für 57,- die Stunde eine bluetooth-Schnittstelle in 
ihr Medizingerät hineinentwickelt haben möchte und über eine 
Personalberatung angeblich schon 1Jahr einen sucht, der das macht.

Bedenkt man die Risiken, bei der Übernahme einer kompletten Entwicklung, 
besonders die rechtlichen Gefahren im Bereich Medizintechnik, dann 
programmiere ich lieber ein paar Softwaremodule in C für eine Grossfirma 
in Erlangen, auch wenn ich doppelt so weit fahren muss. Das ist 
ungefährlicher, weil die es abnehmen, selber in den Markt bringen und 
Testen. Nach 2 Wochen läuft die Gewährleistung ab und sie zahlen 
obendrein noch mehr Geld.

Beide wollen übrigens 100% vorort-Tätigkeit, weswegen ich ja noch eine 
Zusatzwohnung finanzieren muss.

Autor: wurst (Gast)
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jamest schrieb:
> Mal eine Frage an Leute die schonmal mit Ferchau zu tun hatten: Im
>
> Ferchau Vertrag steht doch was von Grundsatz + Qualifikationszuschuss.
>
> Bekommt man diesen Zuschuss nur, wenn man schon Berufserfahrung
>
> vorzuweisen hat? Also als Absolvent bekommt nur den Grundsatz(2500,-
>
> brutto

Die Qualifikationsergänzung wird meiner Meinung nach völlig unabhängig 
von Berufserfahrung oder Abschluss gezahlt, allenfalls damit begründet. 
Man wird vermutlich abhängig von der Region in der sich die 
Niederlassung von Ferchau befindet, die einen einstellt, mehr oder 
weniger bekommen.

Achtung: Gehaltssteigerungen beziehen sich nur aufs Grundgehalt. Bspw. 
Erhöhung +3% heißt nur der Grundsatz erhöht sich um 3 %.

Autor: Freddy (Gast)
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Und die Zulage wird genau um diesen Betrag gekürzt!

Autor: wurst (Gast)
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Freddy schrieb:
> Und die Zulage wird genau um diesen Betrag gekürzt!

Nur wenn diese nicht unwiderruflich gewährt wurde.

Autor: ulrich (Gast)
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ist in der Regel der Fall! Sie kann jederzeit geändert werden.

Autor: wurst (Gast)
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Wenn man einen Vertrag unterschreibt, muss man ihn schon lesen. Wenn 
irgendwelche Zulagen bis auf WIderruf gezahlt werden, dann hat man eben 
nur bis zum Widerruf einen Anspruch darauf. Das ist übrigens oft beim 
Weihnachtsgeld der Fall.

Autor: Dieter (Gast)
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Ferchau bietet für folgenden Job 53.000 (5 Jahre BE)

http://www.jobscout24.de/templates/StellenanzeigeD...

Entwicklung von elektronischen Schaltungen und Leiterplatten unter 
Verwendung von Microkontroller-, DSP- und FPGA-Bausteinen
Programmierung der FPGA-Bausteine unter VHDL und Erstellung von 
technischen Konzepten für elektronische Komponenten
Schaltungsentwurf der Komponenten unter Einbeziehung der notwendigen 
Berechnungen
Layouterstellung für die Leiterplatten
Betreuung und Abnahme von Testreihen sowie technische Abstimmung mit 
Lieferanten

Ich finde das unterirdisch.

Autor: Dieter (Gast)
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Und noch ein Schmankerl:

Der Personaldienstleister http://www.mixed-mode.de/ wirbt doch glatt:

Festangestellte Mitarbeiter – Ihr Wissen bleibt erhalten

Da lachen die Hühner! Kein Mitarbeiter ist so schnell weg, wie ein 
Zeitarbeiter, weil sie alle in Festanstellung bei einer echten Firma 
wollen. Dann lieber Selbständige, die kann man jederzeit wieder direkt 
anfragen und beauftragen, notfalls über eine Agentur.

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