www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 3xNIMH laden, mit nur 5V Betriebsspannung


Autor: Basti (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

ich habe vor, eine Selbstbau-Uhr mit 3x NiMH Akkus abzupuffern. 
Mittlerweile gibt es ja schon AA zellen jenseits von 3000mA, daher 
dürften auch die 20mA für den AVR nicht den Akku in 24 Stunden etc 
leerziehen...

Die Schaltung bekommt ein Steckernetzteil, das 5V liefert. NIMH hat 
ladeschlussspannung von 4.5V, sollte also mit einem Transistor lösbar 
sein, oder?

Gedacht hatte ich, den Akku mit PWM zu laden, und mit dem ADC die 
Akkuspannung zu messen, nur kann ich so einen genügend hohen Ladestrom 
erreichen, sagen wir 300-500mA?

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das mit den über 3000 mAh vegiss mal ganz schnell wieder.
Die Angabe der Schuhgröße auf solchen garantiert dir, dort solche in der 
Größe auch reinzubekommen.
Bei Akkus ist das nicht anders, nur dort ist die Entnahme der 
entscheidende Faktor, nicht das was man vornweg reinstecken (Laden) muß.
Und probier es vllt. vornweg selber mal aus, mit einem entsprechenden 
Ladegerät. Dann wirst du es auch selbst glauben.
Werbeangaben verpflichten nicht zur Einhaltung.

Autor: Ben (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
PWM ist so eine sache, ich weiß nicht ob es die akkus mögen wenn sie 
ständig 5V impulse abbekommen. außerdem werden die hohen spitzenströme 
die versorgungsspannung ordentlich versalzen.

ich würd das mit einem logik-level-mosfet probieren. den FET würd ich 
aber nicht direkt mit dem PWM signal betreiben, sondern analog mit einer 
vom PWM-verhältnis abhängigen gleichspannung (RC-tiefpass). meine idee 
wäre ein p-kanal-FET in der plusleitung zu den akkus und in der 
masseverbindung ein stromshunt. der AVR kann dann die akkuspannung 
(ladeende) und den strom durch den akku messen und den FET entsprechend 
steuern.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lege zwischen FET und Akkus einfach einen Strombegrenzungswiderstand von 
meinethalben 10 Ohm und miß, während die PWM kurz abgeschaltet wird, die 
Spannung über den Akkus. Wird die Ladeschlußspannung erreicht oder geht 
die Spannung über den Akkus wieder zurück (-DeltaU) reduziere die PWM in 
Richtung 0%.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>eine Selbstbau-Uhr mit 3x NiMH Akkus abzupuffern.

warum so kompliziert für diese Anwendung?
Akku und Netzteil mit Dioden entkoppeln und die Akkus über einen 
Widerstand mit C/100 ständig laden
MfG

Autor: Bensch (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> warum so kompliziert für diese Anwendung?
Akku und Netzteil mit Dioden entkoppeln und die Akkus über einen
Widerstand mit C/100 ständig laden

Das ist die einfachste Methode- aber zugleich auch die sicherste, um die 
Lebensdauer möglichst klein zu halten.....

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Basti schrieb:
> ich habe vor, eine Selbstbau-Uhr mit 3x NiMH Akkus abzupuffern.
> Mittlerweile gibt es ja schon AA zellen jenseits von 3000mA, daher
> dürften auch die 20mA für den AVR nicht den Akku in 24 Stunden etc
> leerziehen...

20mA ist ja recht heftig, man muß den AVR doch nicht unbedingt bei 
5,5V/20MHz laufen lassen.

Die meisten AVRs können T2 mit nem Uhrenquarz im Power-Down laufen 
lassen.
Ich habs nicht länger getestet, aber mit nem 1F Goldcap lief Die Uhr 
nach eine Woche immer noch.

Ich würde auch sagen, Hochleistungsakkus haben generell keine lange 
Lebensdauer. Da lohnt sich also keine aufwendige Ladeschaltung.


Peter

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> NIMH hat ladeschlussspannung von 4.5V

NiMH hat keine Ladeschlusspannung, das macht die Erkennung des 
Ladeeendes bei NiMH ja so kompliziert.

Such mal nach Ladekontroller-ICs wie MAX712 von maxim-ic.com, dann 
siehst du, dass es deutlich komplizierter ist.

Aber du musst nicht schnell laden, das ist dein Vorteil.

Schau mal ins Datenblatt deines Akkus (ach je, No Name, keine 
Datenblatt? Versuch's mal mit 2800mAh Akkus von namhaften Herstellern 
wie GP), da steht dann was drin, wie, dass mit C/20, also 140mA locker 2 
Jahre lang geladen werden darf, ohne dass die Akkus Schaden nehmen. 
Dauerladung ist bei NiMH zwar lebensdauerverkürzend (20 Jahre halten sie 
dann nicht mehr), aber bei geringem Strom nicht so schädlich.

Das vereinfacht deine Ladeschaltung:

5V --10R--+--> 2.7 bis 4.8V zum AVR
          |
        Akku
          |
         GND

Der AVR sollte ohne Spannungsregler mit den 2.7 bis 4.8V laufen. Eine 
Umschaltung kann man sich ggf. sparen, wenn der Strom über R gross genug 
ist, um auch den AVR mitzuversorgen (140mA sind weit mehr als 20mA, wenn 
du also 20mA Strom selbst im ungünstigsten Moment (Akku hat 4.8V) 
fliessen lässt, reicht es (um ungünstigsten Moment, Akku hat 2.7V, 
fliessen dann 230mA, das ist nicht so schlimm weil der Akku eh leer ist, 
bei 3.6V fliessen 140mA, davon 20mA für den AVR anziehen, das ist nach 
Datenblatt in Ordnung selbst als Dauerladestrom).

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.