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Forum: Markt Heizdraht / Widerstandsdraht


Autor: Andreas (Gast)
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Hallo, ich brauche einen Widerstandsdraht mit einer Länge con 210 cm 
(linear) den ich auf min 300 Grad mit "Schwachstrom" erhitzen mit. 
Welchen Widerstandsdraht nehme ich .. Ohm/Legierung etc. und welchen 
Trafo? Ich habe eine Maschine zum Kunststoff kanten, jedoch mit IR 
Strahlern und Wasserkühlung. Da die Kühlung in der Breite zuviel Platz 
einnimmt möchte ich "Heizdraht"-schienen einsetzten um somit die 
Schienen enger setzen zu können. Anmerkung: Ich habe die habe selber 
gebaut, habe aber von Widerstandberechnung, bzw. welchen Draht, welchen 
Trafo nun wirklich keine Ahnung mehr. Wäre nett wenn mir einer weiter 
helfen könnte. Danke

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Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Fuer einfache Anwendungen verwendet man Konstantandraht. Fuer erhoehte 
Anforderungen sucht man auf Gurgel nach Widerstandsdraht und findet zb 
Kanthal : http://www.kanthal.com/ da gibt es Draehte bis 2000 Grad.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Das Problem ist die Waerme vom Draht runter zu bekommen und 
gleichzeiting die isolation zu gewaehrleisten...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Schoener Tag heute schrieb:
> Das Problem ist die Waerme vom Draht runter zu bekommen und
> gleichzeiting die isolation zu gewaehrleisten...


Tja, aber dader TE Kunststoff kanten will, ist Letzteres wohl kein 
primäres Problem.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Das Problem bleibt, die Waerme vom Draht runter zu bekommen. Der Draht 
soll ja irgend welche Schienen zu erwaermen. die Schienen scheinen aus 
Metall zu sein. Dh man benoetigt eine Isolation zwischen Draht und 
Schiene.

Autor: Jens G. (jensig)
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Naja - Glasseide, Keramikperlen usw. - es gibt schon Möglichkeiten zum 
Isolieren.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Schoener Tag heute schrieb:
> Das Problem bleibt, die Waerme vom Draht runter zu bekommen. Der Draht
> soll ja irgend welche Schienen zu erwaermen. die Schienen scheinen aus
> Metall zu sein. Dh man benoetigt eine Isolation zwischen Draht und
> Schiene.

Nö. Die Schienen einer Biegebank halten die Kunststoffteile. Die 
Widerstandsheizung erwärmt das Material direkt.

Zumindest funktioneren die gängigen Geräte so, die ich gewartet habe.

Autor: MaWin (Gast)
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> Fuer einfache Anwendungen verwendet man Konstantandraht. Fuer erhoehte
> Anforderungen sucht man auf Gurgel nach Widerstandsdraht und findet zb
> Kanthal

Unsinn, der Mann will keinen auch bei Temperaturschwankungen präzisen 
Widerstand bauen, sondern heizen.

Da tut es billigster Eisendraht, und falls Rost ein Thema sein sollte 
vernickelter Draht bzw. Edelstahldraht.

Bei einer Länge von 2,10m wird die Längenausdehnung ein Problem, der 
Draht muss an einer Seite mit einer Feder gezogen werden. Als Schiene 
wird man wohl ein Alu-U-Profil verwenden, da es aber um Schwachstrom 
geht, wäre auch ein Kurzschluss kein Problem.

Ein 2,1m langer Draht von 0.2mm2 Querschnitt wird so 1 (Eisen) bis 10 
(Edelstahl) Ohm haben, also fliesst 0.1 bis 1 A pro Volt, bei 10V kann 
man mit bis zu 100 Watt rechnen. Da der Wärmewiderstand zur Umgebung 
unbekannt ist (er könnte ja in Vakuum sein :-) wird man ein regelbares 
Netzteil brauchen, z.B. ein Modelleisenbahnnetzteil. Wenn er nicht nur 
den Draht, sondern auch die Schiene bis 300 GradC erwärmen will, wird er 
mehr Leistung brauchen.

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo,
ersteinmal Dank an alle für die Antorten

@ Andrew
Richtig, die Schienen heizen nicht sondern kühlen bzw. grenzen die Hitze 
ein.

@ MaWin
Du bist mein Mann :-) Ich will einfach nur heizen! Aber Deine Berechnung 
.. für mich Bahnhof.. :-(

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich will mit einem Draht 
heizen.
Länge 200 cm, Temperatur ca. 300 Grad ( Bei einem Abstand von 15 - 20 mm 
sollten bein Material schon 200 Grad ankommen). Das ich Konstantandraht 
nehmen sollte hab ich schon gelesen, aber welchen und welchen Trafo? 
Schachstrom ist ein muß, da der Draht frei in der Maschine liegt. Ferner 
sollte die Sache auch halten, will ja nicht alle naselang den Draht 
austausch müssen.

Danke und Gruß Andreas

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Trafo ? Ist zuwenig einstellbar. Nimm ein Labornetzteil. Der Rest ist 
versuchen.

Autor: Thomas Strauß (Gast)
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Hallo Andreas,

ich kann den Draht ISACHROM 60 empfehlen. Den gibt es bei conrad. Die 
Rolle hat 10m und kostet 3,49€.

Autor: Flo (Gast)
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Thomas Strauß schrieb:
> Autor: Thomas Strauß (Gast)
>
> Datum: 17.11.2009 11:39
>
> Angehängte Dateien:
>
>
>
>
>
> 421201-da-01-de-WIDERSTANDSDRAHT_ISACHROM_60_10_METER.pdf
>
> 171 KB, 48 Downloads
>
>
>
>
>
> Hallo Andreas,
>
>
>
> ich kann den Draht ISACHROM 60 empfehlen. Den gibt es bei conrad. Die
>
> Rolle hat 10m und kostet 3,49€.



HEy ich hab ne frage zu dem draht. Was is wenn ich den mit 24V betreiben 
will und ihn nur auf ca 30° max 50° aufheizen will. Wie rechnet man sich 
das mit dem Datenblatt aus ??? ich blick da nicht ganz durch.

Danke schon mal

Autor: Jens G. (jensig)
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Die Temperatur kannste Dir kaum ausrechnen anhand von Datenblattangaben, 
sondern höchstens die umgesetzte Leistung für ein konkretes Stück Draht.
Mit dem spezifischen Widerstand (siehe Wiki), Durchmesser, Länge wird 
der konkrete Widerstand einen konkreten Stück Drahts ausgerechnet. Damit 
kannste dann bei gegebener Spannung den Strom oder die Leistung 
ausrechnen, oder bei gegebener Leistung die nötige Spannung bzw nötigen 
Strom. Wie hoch die Temperatur dabei wird, kannste nicht einfach 
ausrechnen, weil die Temperatur soweit ansteigen wird, bis zugeführte 
elektrische Leistung gleich abgeführte Wärmeleistung ist. Die zugeführte 
Leistung ist zwar bekannt, aber die abgeführte Leistung ist schwerer zu 
ermitteln (man bräuchte den thermischen Widerstand von Draht zur 
Umgebung wie bei IC's, um da was zu berechnen).
Am besten empirisch die nötige Leistung ermitteln.

Autor: Flo (Gast)
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OK wenn ich mir die Temperatur nicht ausrechnen kann dann werde ich hald 
einen Versuch starten und danach ne regelung bauen.

Aber danke für die Info

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Bei 24V musst Du schon recht dünnen Draht nehmen, wenn die Stromstärke 
im erträglichen Rahmen bleiben soll.
Wir haben damals (auch für Kunststofferhitzung) einfach einen dünnen 
Draht mehrfach hin und her geführt. Dann hat man den erforderlichen 
Widerstand und kann halbwegs normale (ungefährliche) 24V-Netzteile ohne 
"Monsterströme" verwenden - bei uns war es ein einfacher Trafo ohne 
Gleichrichtung :-)

Als Abstandhalter kann man eventuell Keramikperlen auffädeln. Oder man 
spannt straff genug (so wie wir ;-)

Für solche Temperaturen tut es noch normaler Edelstahldraht. Den gibt es 
für ein paar Cent von der Rolle.

Um die Wärmeausdehnung auszugleichen, sollte eine Seite mit einer 
ordentlichen Feder gespannt werden.

Regelung erfolgt über ein paar Temperatursensoren und 
Schwingungspaketsteuerung (ich meine mich an MOC3063 zu erinnern).

Das läuft bei einem unserer Kunden schon seit Jahren ohne irgendwelche 
Probleme.

Chris D.

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