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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Siemens Duales Studium Elektro-/Informationstechnik


Autor: Karl-Marx (Gast)
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Guten Abend- bitte um Informationen zum dualen Studium
Bei mir steht demnächst die Berufswahl an und so bin ich auf das Angebot 
von Siemens gestoßen. Studium an der HTWK Leipzig und Ausbildung zum 
Elektroniker für Betriebstechnik in Chemnitz. Daher mein Name 
"Karl-Marx" :).
Ich weiß,dass Siemens bis zum Schluss für diesen Studiengang sucht und 
auch welche unter dem geforderten NC von 2,5 genommen werden.
Mich interessiert, ob das Duale Studium noch stressiger ist wie ein 
"normales" Studium, ob es sich lohnt (710 Euro im ersten und zweiten, 
820Euro im dritten und vierten Jahr Vergütung).
Und vor allem wie hochwertig die Ausbildung bei Siemens ist.

Würde mich freuen, wenn sie Siemensianer :) melden würde, sowie 
Studenten oder Absolventen dieses Studiengangs.

Autor: Jubelperser (Gast)
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naja was heisst stressiger, du hast halt "bloss" 30 Tage Urlaub und 
sonst biste halt im Betrieb oder an der FH.

Der größte Pluspunkt ist das Geld + die Übernahmegarantie, was in der 
heutigen Zeit Gold wert ist.

Autor: staman (Gast)
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Das duale Studium ist deutlich zu dünn. Mit einer akademischen 
Ausbildung hat das nichts zu tun. Das Grundlagenwissen der Absolventen 
reicht nicht aus, um anspruchsvollere technische Zusammenhänge zu 
verstehen.
Wenn du dich jedoch ohnehin eher im Vertrieb bzw. in einer 
vertriebsnahen Aufgabe siehst, ist es sicherlich keine schlechte 
Alternative, wenn man nicht wirklich studieren will. Ein Studium ist es 
nicht, weder vom Anspruch, noch vom Umfeld.
Das ist meine Erfahrung mit Absolventen des dualen Studiums, nicht mehr 
und nicht weniger.

Autor: Matthias Müller (bachelor2009)
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staman schrieb:
> Ein Studium ist es
> nicht, weder vom Anspruch, noch vom Umfeld.

Das stimmt einfach nicht, was du schreibst!

Autor: staman (Gast)
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> Das stimmt einfach nicht, was du schreibst!

Das ist meine Erfahrung als jemand der in fast 15 Jahren als Ingenieur 
in der Entwicklung schon alle möglichen Werkstudenten, Diplomanden und 
Absolventen kennengelernt hat.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Also zunächst einmal:
1. Das duale Studium ist hier in Baden-Württemberg "der Renner". Wenn 
hier also ein potentieller Arbeitgeber Probleme hat, seine Studienplätze 
zu besetzen: Finger weg von diesem Unternehmen!!!

2. Das duale Studium ("Berufsakademie", inzwischen umfirmiert) gibt es 
hier seit über 30 Jahren. Die Unterschiede BA  FH  TU verwischen sich 
im Laufe der Berufstätigkeit - nach spätestens 10 Jahren ist das "egal".

3. Der Start im dualen Studium ist erheblich leichter als im normalen 
Studium.

Die Fragen
- "Wie organisiere ich mich mich und mein Studium"
- "Wie strukturiere ich meinen Tages-  Semster-  ... Ablauf"
- "Wie präsentiere ich meine Arbeitsergebnisse"
- ...

sind im dualen Studium von Anfang an abgedeckt - im normalen Studium 
irren viele Studenten einige Semester lang plan- und orientierungslos 
durch die Uni.

Diese Dinge hat meine Tochter (erst duales Studium, nach einigen Jahren 
Uni-Studium) sehr deutlich beobachten können.

Bernhard

Autor: Paul (Gast)
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>Das duale Studium ist deutlich zu dünn. Mit einer akademischen
>Ausbildung hat das nichts zu tun.

Das ist Unfug. Nicht verwechseln mit einem Studium an der 
Berufsakademie. Das Angebot beinhaltet den normalen Standard-Bachelor 
mit 6 Semestern an der HTWK Leipzig und obendrein eine verkürzte 
Facharbeiterausbildung. Gesamtdauer 4 Jahre.

>Das ist meine Erfahrung als jemand der in fast 15 Jahren als Ingenieur
>in der Entwicklung schon alle möglichen Werkstudenten, Diplomanden und
>Absolventen kennengelernt hat.

Was nützen Dir die 15 Jahre Erfahrung, wenn Du sie nicht mit dieser 
Ausbildungs-/Studienform gemacht hast. Die ist nämlich ziemlich neu.

Autor: Karl-Marx (Gast)
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Also seht ihr doch mehr Vorteile für ein duales Studium? Wenn man eine 
Ausbildung macht, hat man auch nur ca. 29 Tage Urlaub...

Wie ist der Lernstoff angepasst??

Autor: gast123 (Gast)
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Hallo,

ich habe vor zwei Jahren ein Duales Studium bei einem DAX-Unternehmen 
(mit drei Buchstaben) abgeschlossen. Das Programm bestand aus einem 
normalen FH Diplom Studium der Elektrotechnik (habe die selben 
Vorlesungen besucht wie jeder andere Student auch) + einer 
Berufsausbildung zum Elektroniker (IHK). Die Gesamtdauer war auf 5 Jahre 
ausgelegt. Erstes Jahr reine Berufsausbildung, danach Beginn des Studium 
(8 Semester) und in der vorlesungsfreien Zeit dann die Fertigstellung 
der Berufsausbildung bzw. Praktika in diversen Abteilungen (meist F&E).

Ich, genauso wie meine 7 Mitstreiter, empfanden den "Mehraufwand" als 
weniger störend. Ein ganz wichtiger Aspekt bei uns war die Teamarbeit. 
Innerhalb uns 8 Leuten hat jeder jedem geholfen. Sei es bei 
Klausurvorbereitungen oder bei den Laboren. Auch die Firma hat uns hier 
sehr gut unterstützt und z.B. Räume bereitgestellt in denen wir 
jederzeit uns zum Lernen treffen konnten. Das hat sich dann auch bei 
Noten widergespiegelt (keiner schlechter als 1,5 im Diplom).

Ein paar +/- Punkte die mir gerade eingefallen sind:

+ Studium + Ausbildung in relativ kurzer Zeit
+ Teamarbeit in der Gruppe (Jahrgang)
+ jeden Monat ein eigenes, wenn auch kleineres, Einkommen
+ Unterstützung durch die Firma z.B. Kopierernutzung, Bücherkauf, ...
+ sehr viel Praxis schon im Studiums
+ gute Chancen um Kontakte zu Knüpfen und "Netzwerk" aufzubuaen
+ ggf. Übernahmegarantie

- "nur" 30 Tage Urlaub
- leider teilweise neidische Kommilitonen die diese Unterstützung durch
  die Firma und das "Team" nicht haben
- ab und zu Abstimmungsaufwand wegen Klausuren in der vorlesungsfreien 
Zeit

Autor: Tecnologic (Gast)
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Moin,

Ich kann Gast123 nur zustimmen, ich mache selbst ein Duales Studium 
E-Tech.
Das schöne an der Art zu studieren ist das du 1. dir keine bis kaum 
Sorgen um Geld machen musst, das Einkommen reicht, es ist nicht viel 
aber man muss nicht noch einen Nebenjob anfangen. 2. wäre da die 
Motivation, einer meiner Kollegen hat damit ein gewisses Problem, aber 
weil er für das Studiumgeld bekommt fühlt er sich dem schon etwas 
verpflichtet. 3. Du kennst viele Leute in der Firma, das hat mir z.b. 
viel erleichtet, wenn es darum ging Projekte Umzusetzten, man sucht 
nicht nach Leuten die sich auskennen, man kennt sie schon..., Wer dann 
noch Privat gern Bastelt findet da auch ganz nützliche Verbindungen.

Als Nachteil würde ich noch ankreiden mangelde Flexibilität, klar kannst 
du Auslands Semester usw. mit der Firma reglen, aber dein Praktikum in 
einer anderen Firma zu machen geht z.b. nicht was ich gern gemacht hätte 
um auch andere Buden kennen zulernen. Weil ich immer höre, wie gut ich 
das in der Zigaretten Industrie hätte, aber ich kann dazu nichts sagen 
ich habe nie in einer anderen Brache gearbeitet.

Noch eine Sache mangelder Flexibilität, mein Chef hält einen Master für 
nicht Sinnvoll, ich würde aber gern den Master machen, da ich aber 2 
Jahre verpflichtet bin, muss ich die Zeit warten, und selbst dann stellt 
sich mir immer noch die Frage Berufserfahrung contra Zettel auf dem 
Master steht.


Gruß aus Hamburg

Achja Firma: Hauni Maschinenbau

Autor: Christian Aurich (cau) Flattr this
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Ich bin Student an der HTWK, allerdings bin ich nicht im dualen Studium, 
sondern in der regulären 3-jährigen Bachelor-Ausbildung.

Die Siemensleute hatten die ersten beiden Semester genau die selben 
Vorlesungen wie die anderen. Das 3. und 4. Semester ist jeweils 
irgendwie geteilt, so dass man für beides insgesamt 2 Jahre braucht und 
in der Zeit noch die Berufsausbildung macht.
Anschließend studiert man 5. und 6. Semester ganz normal weiter.

Nachteile:
-Prüfungen sind teilweise Semester später als für andere Studenten, die 
Vorlesungen sind aber gleichzeitig. (extremstes mir bekanntes Bsp: 
Messtechnik im 2. Semester Vorlesung, 1 Jahr nach Vorlesung erst die 
Prüfung!)
-man hat nicht mehr so viele freie Zeit (nur Urlaub lt. Arbeitsvertrag)
-zum größten Teil ist die Spezialisierungsrichtung schon von anfang an 
vorgegeben. Als "normaler" Student hast du reichlich 2 Semester Zeit dir 
das zu überlegen.
-wenn ich die Siemensianer richtig verstanden habe, können sie nach dem 
Bachelor nicht direkt den Master machen, da Siemens sie wohl gleich als 
Bachelor einsetzen will.


Die meisten Vorteile werden dir sicher selbst einfallen, aber das 
bedenkt man u.U. nicht direk:
Besonders was die Automatisierungstechnik angeht, lernst man bei Siemens 
offensichtlich sehr viel mehr, als es im Grundstudium sonst vermittelt 
wird.

Insgesamt ist sicher vieles gut an einer solchen Dualen Ausbildung. Es 
ist aber sehr vieles anders als bei einem regulären Studium, woran man 
sich gewöhnen muss.

viele Grüße
Christian

Autor: Oberpauker (Gast)
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Ich kapiere nicht, wieso Siemens solche Leute ausbildet. Genau die, mit 
diesem Kenntnislevel sind doch zur Zeit diejenigen, die abgebaut werden: 
Techniker mit geringen Theoriekenntnissen. Bei der miesen ERA werden die 
dann deutlich geringer bezahlt, als die jetzigen.

Die eigentlich interessanten Stellen in diesem Sektor werden 
zusammenreduziert und einem skill shift unterzogen. Da kommen einige 
wenige hochbezahlte Ingenieure hin, die Siemens aus den eigenen Reihen 
filtert.

Aber auch bei den Ingenieuren wird gesiebt: Alle kommen nur über 
Drittanbieter rein, die 20% Topleute werden zähneknirschend zu 
Supertarifen durchbeschäftigt, die unteren 30% ausgesiebt und aus den 
restlischen 50% so nach und nach die par mittelpreisigen 
herausgefiltert, die Siemensarschkriechkompatibel sind, um übernommen zu 
werden. Die dürfen dann die Lückenbüsser für die ausgeschiedenen in 
Altersteilzeit machen.

Bei Siemens gibt es nur 2 GLückliche: 1) hochkrarätige Uniabsolventen im 
Campusprogramm, die billig und willig sind und sich aufbauen lassen und 
2) hochqualifizierte Selbständige / Temporäre in hochbezahlten 
Schleudersitzpositionen, die Spitzenarbeit machen und dann wieder weg 
sind.

Dazwsichen gibt es nur Auszunutzende.

Autor: Adi A. (mateit)
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>Ich kapiere nicht, wieso Siemens solche Leute ausbildet. Genau die, mit
>diesem Kenntnislevel sind doch zur Zeit diejenigen, die abgebaut werden:
>Techniker mit geringen Theoriekenntnissen. Bei der miesen ERA werden die
>dann deutlich geringer bezahlt, als die jetzigen.

Das ist totaler Schwachsinn! Hochqualifizierte Youngprofessionals sind 
für die Zukunft von Unternehmen bestimmend!

>Bei Siemens gibt es nur 2 GLückliche: 1) hochkrarätige Uniabsolventen im
>Campusprogramm, die billig und willig sind und sich aufbauen lassen und
>2) hochqualifizierte Selbständige / Temporäre in hochbezahlten
>Schleudersitzpositionen, die Spitzenarbeit machen und dann wieder weg
>sind.

>Dazwsichen gibt es nur Auszunutzende.

Und ich dachte das Obige wären schon schlimm..



btt:

als Ergänzung zu Christian:
1. Semester -> HTWK
2. Semester -> HTWK
3. Semester -> 1. Hälfte -> HTWK (1. Hälfte des 3. Semesters)
               2. Hälfte -> SPE
4. Semester -> 1. Hälfte -> HTWK (1. Hälfte des 4. Semesters)
            -> 2. Hälfte -> SPE
5. Semester -> 1. Hälfte -> SPE
            -> 2. Hälfte -> 2. Hälfte des 3. Semesters (in dem 
nachfolgenden Matrikel)
6. Semester -> 1. Hälfte -> SPE
            -> 2. Hälfte -> 2. Hälfte des 4. Semesters
7. Semester -> reguläres 5. Semester
8. Semester -> reguläres 6. und letztes Semester

Wie du siehst, absolvieren Siemensianer exakt das selbe Studium wie alle 
anderen Absolventen auch! Dazu haben sie aber !!!neben!!! dem Studium 
noch eine Ausbildung abgeschlossen.
Daher sind Sprüche wie
>Techniker mit geringen Theoriekenntnissen.
absolut unangebracht... Denn wie gering wäre dann erst der Kenntnisstand 
von "normalen" Studenten?

Es klingt auch komplizierter als es wirklich ist.
Die Ansprechpartner helfen gern weiter!

Zu den Vorteilen des Dualen Studiums:
 * Geld (klar du wirst nicht reich, aber es reicht fürs Studium)
 * Ausbildung (nicht nur Praxis wie in einer Berufsakademie, sondern 
eine richtige Berufsausbildung mit IHK Abschluss (in Leipzig 
Betriebselektroniker für Automatisierungstechnik))
 * Übernahme
 * gute Verbindungen zu Industrie
 * Ansprechpartner
.
.
.

Nachteil und den will ich nicht verschweigen: Du musst (nach Absprache 
mit deinem jeweiligen Bereich) die Fachrichtung wählen, die gefordert 
wird.


//edit
>Und vor allem wie hochwertig die Ausbildung bei Siemens ist.
Ganz ehrlich? Höherwertiger geht es nicht. Absolut neue 
Industrietechnik, hochqualifizierte Dipl.Ing. bzw. Dr.Ing. 
Ausbilder(innen), die bei jeglichen Problemen helfen können.
Es gibt zahlreiche "Tag der offene Tür"-Tage über das Jahr verteilt. 
Einfach mal eine Mail an die SPE Leipzig schreiben.

Autor: Sunnyboy (Gast)
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Hi. Freu mich den Thread gefunden zu haben. Bin noch im Rennen um genau 
so ein duales studium... nun stellt sich die frage, ob es wirklich eine 
große chance ist oder bloß stress oder sogar nachteilig....

eventuell gibt siemens die fachrichtung vor und man kann nicht gleich 
den master hinterher machen. man hat keine ferien bis auf urlaub und ist 
firmengebunden.

andererseits gibt es geld (710 brutto-820 brutto), theorie und praxis 
sowie einblicke und hilfestellung bei siemens sowie als sicher geltende 
übernahme für ca. 2 jahre.


wie seht ihr das ganze??

Autor: Christian Aurich (Gast)
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kommt drauf an :-D

wenn du mit den Einschränkungen leben kannst, dann ist ein duales 
Studium eine sehr gute Wahl. Die Leute an der HTWK (siehe weiter oben im 
Thread) schneiden bei den Prüfungen im Durchschnitt einiges besser ab, 
als der Rest.

Außerdem weißt du ja vorher schon, auf welche Fachrichtung dich Siemens 
eicht... ich glaube bei uns gibt es in jeder Richtung Siemens Leute.

viel Erfolg!
Christian

Autor: Sunnyboy (Gast)
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Welche Einschränkungen sind das außer Zeit und Fachrichtung? :)

Du klingst, als wärst du bei Siemens? :)
Warum schneiden die von der HTWK besser ab?


danke voraus

Autor: Sunnyboy (Gast)
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Hab nochmal nachgelesen, hatte ich überlesen, sorry.

Die Homepage der HTWK ist leider ein wenig unübersichtlich... wegen 
Ausbildungsinhalten und dergleichen...

Autor: Lasse S. (cowz) Benutzerseite
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Ein weiterer Versuch, die guten Noten zu begründen:

Siemens und andere Firmen nehmen nicht jeden, sondern wählen sich die 
besten aus. Dann ist es klar, dass die auch überdurchschnittlich 
abschneiden.

Ob sie durch die nebenherlaufende Ausbildung besser abschneiden, als 
sie's ohne tun würden, ist längst nicht gesagt.



Ich bin zumindest froh, keine duale Ausbildung zu machen. So bin ich 
ungebunden und kann wirklich das studieren, was mir gefällt 
(Vertiefungsrichtung, Diplom, ...) und muss nicht mit dem Bachelor 
aufhören und mir eine Vertiefungsrichtung vorschreiben lassen.

Das Argument, dass man übernommen wird nach dem Studium ist auch nicht 
wirklich toll. Wenn man so gut ist, dass man in so ein duales Studium 
aufgenommen wird und folglich so oder so relativ gut abschneiden wird, 
dann bekommt man (in dieser, unserer Branche) sowieso einen Job.

Gruß
Lasse

Autor: Christian Aurich (Gast)
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Sunnyboy schrieb:
> Welche Einschränkungen sind das außer Zeit und Fachrichtung? :)

das sind schon die meisten... zu beachten ist auch, dass Siemens wohl 
auch gerne Wahlmodule vorschreibt, die man sich sonst frei aussuchen 
könnte. Aber auch das lässt sich vorher klären und ggf. mit der 
Arbeitsplatzwahl aussuchen.

> Du klingst, als wärst du bei Siemens? :)
nö, bin ich nicht. Ich finde das duale Studium nur eine ganz gute Sache.

> Warum schneiden die von der HTWK besser ab?
Die Siemensler schneiden besser ab - nicht dass du da was verwechselst.

Außer dem Grund, dass Siemens u.U. bessere Leute auswählt (was ich im 
Übrigen vollkommen so bestätigen würde), gibt es noch einen wichtigen 
weiteren Effekt: du hast schon ein Einkommen und musst nicht noch 
nebenher arbeiten gehen. Außerdem bietet Siemens scheinbar eine sehr 
gute Ausbildung in der Praxiszeit.
Natürlich kann eine gute vorherige Berufsausbildung oder starkes 
privates Engagement in der E-Technik zu ähnlichen Vorteilen wie die 
Siemensausbildung führen.
Ob das die wahren und einzigen Gründe sind, kann ich nicht beurteilen... 
selbst einige Profs sind über diesen Effekt verwundert.

Autor: Christian Aurich (Gast)
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Sunnyboy schrieb:
> Die Homepage der HTWK ist leider ein wenig unübersichtlich... wegen
> Ausbildungsinhalten und dergleichen...

ich hoffe, dass der Link geht:

http://portal.fbeit.htwk-leipzig.de/studierende/or...

Autor: Sunnyboy (Gast)
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Danke, Du bist gold wert. :)

Autor: Wkin (Gast)
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Worin bestehen denn die späteren Tätigkeitsunterschiede zwischen 
Bacherlor + Ausbildung, Bachelor und Master? Und welchen Nutzen bringt 
Master und Ausbildung, die bereiten doch auf verschiedene Aufgabenfelder 
vor.

Autor: Mike (Gast)
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Man hat eben die praktische Ausbildung enthalten, braucht sich 
warscheinlich nicht mehr um Praktika kümmern. Du erhälst Einblicke in 
diese Firma. Oft ist ein Studium mit anschließender Beschäftigung 
verbunden (vertraglich). Ob das nun alles Segen oder Flug ist, muss man 
für sich selber entscheiden!

Autor: Ernesto (Gast)
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Hallo,
Ich habe den Thread auch gerade erst gefunden, ich stehe vor einem 
ähnlichen Problem wie sunnyboy. Ich werde von Siemens wahrscheinlich für 
ein Duales Studium genommen (Abischnitt ca 1,7). Mir ist aber der 
Bachelor definitiv nicht genug, ich würde danach sehr gerne noch einen 
Master im Maschinenbau anhängen.
Ist das möglich und wird das evtl. sogar unterstützt oder geht das erst 
Mal gar nicht?
Gruß

Autor: WT (Gast)
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"Das Grundlagenwissen der Absolventen
reicht nicht aus, um anspruchsvollere technische Zusammenhänge zu
verstehen."

Was machen dann nur die STA Absolventen, Techniker und Diplom Ingenieure 
(BA)!?
So schlecht kann die Ausbilundg bestimmt nicht sein, sonst würde eine 
Firma nicht so viel Geld investieren.
Die mir bekannten Studenten solche eines Studiums sind recht zufrieden 
damit und sind optimistisch.

Autor: Paul (Gast)
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Hallo Ernesto,

Erst einmal wäre zu klären, ob Du mit dualem Studium die Kombination aus 
einem regulären Bachelor an einer FH oder Uni und einer Berufsausbildung 
meinst oder ein Studium an einer Berufsakademie.

Rein rechtlich ist jeder Bachelor, der einen bestimmten Notenspiegel 
geschafft hat, berechtigt ein Masterstudium aufzunehmen. Das ist die 
Idee hinter dem einheitlichen Hochschulraum lt. Bolognakonferenz.

Aber: Eine Berufsakademie bietet selber keine Masterstudiengänge an, Du 
müßtest dann an eine FH oder Uni wechseln. Hierbei könnte es je nach 
Standesdünkel Probleme geben, weil außer in BaWü die BA nicht als 
Hochschule überall anerkannt ist und deshalb ein Bachelor der BA an 
manchen Hochschulen nicht anerkannt wird (ist rechtswidrig).

Also ich würde aus diesem Grund auf jedenfall eine FH oder Uni 
vorziehen, um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen. Weiterhin mache 
erst mal den Bachelor, bevor Du den Master einplanst. Obwohl der 
Bachelor viel madig gemacht wird, ist dieser Abschluß kein 
Kindergeburtstag. Das Abi ist dagegen ein Spielspaß. Und von Anfang an 
solltest Du bemüht sein, den geforderten Schnitt für den Master (derzeit 
besser 2,5) zu schaffen.

Autor: Ernesto (Gast)
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Hallo,
bei mir wäre das ein Bachelor Studiengang an der HAW in Frankfurt und 
gleichzeitig einer Berufsausbildung.

Wie steht es dann aber mit dem Unternehmen die das duale Studium 
anbieten? Ich habe ja dann erstmal einen Vertrag mit ihnen, der mir das 
Studium doch erstmal nicht erlaubt.
Danke für eure Antworten

Autor: High Performer (Gast)
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>Das ist totaler Schwachsinn! Hochqualifizierte Youngprofessionals sind
>für die Zukunft von Unternehmen bestimmend!

Die werden aber mittel- und langfristig weder aus Deutschland kommen 
noch in Deutschland beschäftigt! Wenn ich Dich hier so lese, scheint 
mir, manche hätten den Schuss vor den Bug noch immer nicht gehört. 
Einerseits hauen die besten Ingenieure aus Deutschland ab, weil es für 
Ingenieure keine Zukunft in .de gibt, und andererseits haben anscheinend 
viele die dramatischen Entwcklungen noch gar nicht mitbekommen. Ich kann 
mich über eine derart naive Sichtweise nur wundern.

Autor: ... (Gast)
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Und es ist wie überall.. Jeder hat eine andere Meinung ;)

Autor: High Performer (Gast)
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Es geht nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Wie viele Fakten braucht 
ihr denn noch, um zu kapieren, dass uns die Felle unwiederbringlich 
davon schwimmen?

Autor: WT (Gast)
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Je nachdem wie man die Fakten selsbt interpretiert....

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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High Performer schrieb:
> Es geht nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Wie viele Fakten braucht
> ihr denn noch, um zu kapieren, dass uns die Felle unwiederbringlich
> davon schwimmen?

Beim "Davonschwimmen" bin ich ja noch d'accord. Es fehlt jedoch eine 
schlüssige Begründung, warum es unwiderbringlich sein sollte. 
Bisweilen wird manche Fehlentwicklung von der Politik ja tatsächlich 
korrigiert, zum Beispiel die zu geringe Regulierung der Zeitarbeit. Wenn 
man den Gerüchten Glauben schenkt, arbeitet unsere Frau 
Bundesarbeitsministerin daran.

Autor: Ing (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> Es fehlt jedoch eine
> schlüssige Begründung, warum es unwiderbringlich sein sollte.

Nichts einfacher als das!
Guck dir an wie gross unser Land und unsere Humanressourcen sind.
Langfristig kriegen wir einen ökonomischen Anteil an der globlen 
Wirtschaft, der proportional zu Erstgenannten ist.
Die fetten Zeiten für Europa sind vorbei. Wir werden uns hier auf einem 
Niveau knapp über China einpendeln. Ausser die oberen 10%, denen gehört 
jetzt schon fast Alles und das Kapital wird sich stetig mehren.

Autor: ... (Gast)
Datum:

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durch die Ausgliederung unserer Produktionen haben wir es zum Teil auch 
herausgefordert.

Autor: Zuse (Gast)
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Braucht man überhaupt noch einen Master in Elektrotechnik ? Wenn, dann 
würde ich doch gleich Physik studieren, da lohnt sich die Investition 
eher. Vorausgesetzt man ist mathe-affin.

Autor: Christian Aurich (cau) Flattr this
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Zuse schrieb:
> Braucht man überhaupt noch einen Master in Elektrotechnik ? Wenn, dann
> würde ich doch gleich Physik studieren, da lohnt sich die Investition
> eher. Vorausgesetzt man ist mathe-affin.

nach Informationen von Ausstellern auf diversen Messen (also insgesamt 
nur ein kleiner Überblick) habe ich die Erfahrung gesammelt, dass die 
Unternehmen den Bachelor zwar als berufsqualifizierend ansehen, aber 
doch meistens drastische Gehaltsunterschiede zwischen Bachelor und 
Master sind. Ferchau meinte sogar, dass die einen mit jedem Abschluss 
nehmen, aber als Bachelor ist die Bezahlung wohl eher dem eines 
Technikers gleichzusetzen.

Autor: High Performer (Gast)
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>aber als Bachelor ist die Bezahlung wohl eher dem eines
>Technikers gleichzusetzen.

Bei meinem alten AG hatten die Techniker das selbe Gehalt wie die 
Diplomingenieure. Also kann man doch damit zufrieden sein ;-)

Autor: Paul (Gast)
Datum:

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> dass die
>Unternehmen den Bachelor zwar als berufsqualifizierend ansehen, aber
>doch meistens drastische Gehaltsunterschiede zwischen Bachelor und
>Master sind. Ferchau meinte sogar, dass die einen mit jedem Abschluss
>nehmen, aber als Bachelor ist die Bezahlung wohl eher dem eines
>Technikers gleichzusetzen.

Also, daß es einen Gehaltsunterschied zwischen Master und Bachelor gibt, 
ist ja wohl auch legitim.

Ganz und gar nicht legitim ist die Einstellung mancher Unternehmen, den 
Bachelor mit einem Techniker gleich zu setzen. Hier geht es nur darum 
Qualifikation zu mobben, um Geld zu sparen. Die wissen ganz genau, 
welchen Qualifiaktionsvorsprung ein Bachelor gegenüber dem Techniker 
hat, wollen den aber nicht bezahlen.

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