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Forum: Offtopic Streit mit der Frau


Autor: Peter Funke (toto)
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Hi

Vielleicht könnt ihr mir helfen einen kleinen Disput mit meiner besseren 
Hälfte beizulegen.

Sie behauptet das es energetisch sinnvoller ist Salz, z.B beim 
Nudelkochen, erst hinzuzugeben wenn das Wasser bereits kocht.

Ich bin der Meinung das es egal ist.
Google spuckt folgendes aus.
http://www.zeit.de/2001/15/200115_stimmts_salzwass...

Der Siedepunkt wird also erhöht und die spez. Wärmekapazität sinkt.
Bei sofortiger Zugabe wird das Wasser nun schneller heiß, siedet aber 
erst bei höherer Temperatur.

Gleicht sich das aus? Bei höherer Temp. dürften aber auch die Nudeln 
schneller gar werden. Prinzip Schnellkochtopf.

mfg

Autor: Delete Me (skywalker)
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Ich verstehe die Frage irgendwie nicht. Du fragt ob es so oder so ist, 
gibst eine Quelle an, in der die Antwort (auf den ersten Blick) 
wissenschaftlich korrekt gegeben wird, dass es energetisch sinnvoller 
ist das Salz zu Beginn des Nudelkochens hinzu zu geben. Die 
Einschränkung, dass das nur für 20°C Umgebungstemperatur gilt, wird 
genannt.

Da aber die Rede von Bereichen um die 1% ist, ist die Frage praktisch 
gesehen irrelevant. Dafür lohnt es sich nicht mit Frauchen zu streiten, 
die im Zweifelsfalle sowieso Recht hat. ;)

Autor: Peter Funke (toto)
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Hi Martin
"Auf den ersten Blick" das ist hier die Frage. Ich will es nur mal genau 
wissen. Ich trau dem Artikel nicht so ganz.

Das ganze Programm. Wenn ich Salz in Wasser löse sinkt ja die Temp. Ist 
das in der Rechnung drin?

Keine Angst, ein Scheidungsgrund wird das nicht werden, ist mehr Spass. 
So was kann ich mir als Mann doch nicht bieten lasse. ;-)

Gruß

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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§1 Die Frau hat immer recht.
§2 Sollte die Frau einmal nicht recht haben, tritt automatisch §1 in 
Kraft.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Deine bessere Hälfte hat da mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen 
(Galileo oder so), dort wurde das Thema mal 'behandelt'.
Es ist nicht energetisch sinnvoller, das Wasser kocht (siedet) nur 
schneller, wenn man's ohne Salz heiß macht. Spart Zeit beim Kochen.
Das ist alles.

Autor: Peter L. (peterl)
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Sei glücklich, dass du eine Frau hast, mit der man über so etwas 
diskutieren kann und gib ihr Recht.

Autor: Nitram L. (nitram)
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Peter Funke schrieb:
> Sie behauptet das es energetisch sinnvoller ist Salz, z.B beim
> Nudelkochen, erst hinzuzugeben wenn das Wasser bereits kocht.
>

Hallo Peter,
es ist sinnvoller das Salz ins heiße Wasser zu geben.
Bei einer hohen Temperatur löst es sich schneller auf und bleibt
nicht auf dem Topfboden liegen wo es das Material angreift..

nitraM

Autor: Thilo M. (Gast)
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Im Übrigen ist das Salz (genau wie Öl) beim Nudelkochen absolut unnötig. 
;)

Autor: Nitram L. (nitram)
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Thilo M. schrieb:
> Im Übrigen ist das Salz (genau wie Öl) beim Nudelkochen absolut unnötig.
> ;)

Das Salz ist nicht unnötig, das Stichwort lautet: "Osmose"

Nudeln ohne Salz kochen - nee, das geht ja jarnicht...


nitraM

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Gib deiner Frau recht, du ziehst ohnehin den kürzeren.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Thilo M. schrieb:
> Im Übrigen ist das Salz (genau wie Öl) beim Nudelkochen absolut unnötig.
> ;)

Das ist falsch.

Wie schon genannt: Osmose

Außerdem haben die Nudeln mit Salz deutlich mehr Geschmack: 
Doppelblindtest wurde schon zu WG-Zeiten auf einer Party durchgeführt 
:-)

Öl ist beim Kochen selbst sicher nicht gut, da es die Wasseraufnahme der 
Nudeln behindert - sehr praktisch ist es aber, wenn man das Öl kurz vor 
dem Abschütten hinzugibt. Der Ölfilm verhindert in der Schüssel recht 
gut das Kleben der Nudeln.

Chris D. (Nudelfan)

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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> Der Ölfilm verhindert in der Schüssel recht gut das Kleben der Nudeln.

Und wie soll dann die Soße an der Nudel halten? Ich habe schon so genug 
Schwierigkeiten, mit weißem Hemd Nudeln zu essen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Im Übrigen ist das Salz (genau wie Öl) beim Nudelkochen absolut unnötig.
> ;)

Salzlos gekochte Nudeln? Sind ungenießbar.

Autor: Gerry E. (micky01)
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Rufus t. Firefly schrieb:
>> Im Übrigen ist das Salz (genau wie Öl) beim Nudelkochen absolut unnötig.
>> ;)
>
> Salzlos gekochte Nudeln? Sind ungenießbar.

Genau, so ähnlich wie Vollkornnudeln :-)

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Und wie soll dann die Soße an der Nudel halten? Ich habe schon so genug
Schwierigkeiten, mit weißem Hemd Nudeln zu essen.

Fuer Pasta habe ich ein extra Shirt, das Pastashirt. Das ist rot 
kariert. :-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Sowohl Salz und Öl sind wichtig:
Das Salz für den Geschmack.
Und das Öl verhindert das Zusammenbacken bzw. Anbacken am Topfboden.

Das Salz immer vorher hinzugeben. Das ist energetisch sinnvoller, da das 
Wasser dann später kocht und somit die Spaghetti heißer werden, d.h. 
schneller garen. Das Kochen entzieht ja die Wärme.
Auch ist die Einwirkzeit länger, d.h. man braucht weniger Salz.

Außerdem besteht bei Zugabe des Salzes in das bereits heiße Wasser die 
Gefahr des Siedeverzugs, d.h. man kann sich ordentlich die Finger 
verbrennen.


Peter

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein, das Öl ist wirklich unnötig. Zwei- bis dreimaliges Umrühren 
während des Kochens ist völlig ausreichend, um Zusammenkleben oder 
Ankleben am Topf zu vermeiden. Kurz nach dem 
in-das-kochende-Wasser-geben, etwa während der Mitte der Garzeit und 
kurz vor dem Abgießen.

Sowohl bei Hartweizengrießnudeln als auch bei Eiernudeln und auch bei 
selbstgemachten Dinkelspätzle, nie ist Öl erforderlich.

Ich mach das so seit bald drei Jahrzehnten.

Autor: A. S. (seacrash)
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>da das Wasser dann später kocht und somit die Spaghetti heißer werden

naja, eine Prise Salz dürfte den Siedepunkt wohl kaum merklich verändern 
und somit auch das Energieeinsparpotenzial deutlich in Grenzen halten. 
Sicherlich kann man deutlich mehr Energie einsparen, wenn man die 
Abzugshaube 10 sek. früher aus- bzw. später einschaltet.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Viel mehr Einsparpotential bietet in einer Küche üblicherweise ein ganz 
anderes Gerät - der Kühlschrank. Ich habe unlängst meine gerade 
20jährige Kühl-Gefrierkombination durch eine neue ersetzt. Es stellte 
sich heraus, daß das Qualiätsgerät von Liebherr (mit getrennten 
Kompressoren für Kühl- und Gefrierteil) nur etwa 700-800 kWh/Jahr 
verbrauchte, weil es der Ansicht war, im Tiefkühlbereich unter -35°C 
kühlen zu müssen. Was nicht weiter auffiel, da das im Gerät verbaute 
Thermometer schön die gewünschten -18°C anzeigte.

Dagegen ist jeder Versuch, am Kochvorgang zu sparen, ziemlich albern.
Wenn man die Chance hat, mit Gas zu kochen, sollte man sie nutzen, 
ansonsten sollte man Cerankochfelder oder besser Induktionsherde 
verwenden; die alten Kochplatten sind aufgrund des miserablen 
Regelverhaltens nur mit viel Aufwand effizient zu betreiben.

"Sparen" durch reduzierten Gebrauch der Dunstabzugshaube ist albern, das 
alternativ durchzuführende ausführliche Lüften geht --außer im Sommer-- 
mit mehr Energieaufwand durch die Raumbeheizung einher.

Bevor Leute über Spareffekte im einstelligen Wattstundenbereich 
nachdenken, sollten die größten Verbraucher bestimmt und deren 
Verbräuche berechnet werden. Neben den üblichen Verdächtigen 
Kühlschrank, Waschmaschine, Elektroherd/Backofen und Geschirrspüler sind 
das alle Formen der Warmwassererzeugung wie Durchlauferhitzer, 
Wasserspeicher oder Boiler.

Dazu kommen Geräte wie Haartrockner und Bügeleisen oder auch 
Staubsauger, die mit vollkommen abstrusen Motorleistungen schlechtes 
Gerätedesign kompensieren.
Und dann kann man das Thema Raumbeleuchtung auskippen und mal die 
Stromaufnahme eines Deckenfluters diskutieren.

Bringt euren Frauen/Lebensgefährtinnen mal bei, Gerätetypenschilder zu 
lesen! Und erklärt ihnen das Konzept der Einschaltdauer.

Ein heutiger Staubsauger verbraucht effektiv mehr als ein Backofen, 
auch wenn dessen Anschlussleistung größer ist als das des Staubsaugers.

Andere Geräte sind hingegen erstaunlich effizient; ein Brotbackautomat 
beispielsweise benötigt zum Backen eines 750g-Brotes gerade mal 0.4 kWh.
Auch ist der elektrische Wasserkocher ganz erheblich effizienter als der 
Wasserkessel auf dem Herd.

Und dann macht eine Vergleichsrechnung auf: Wieviel Geld kann man durch 
welches Verhalten einsparen?
Bringt das veränderte Kochwassersalzverhalten mehr als 20 ct/Jahr?

Was bringt es, auf eine elektrische Zahnbürste zu verzichten?

Autor: Claudio H. (bastelfinger)
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Zitat Rufus:
>Dazu kommen Geräte wie Haartrockner
Hier übertreibst du aber etwas. Es gibt doch nichts schöneres, als 
morgens aus der Dusche zu steigen, und sich mit dem Fön zu trocknen. Und 
weil der Spiegel danach beschlagen ist, muss ich den auch gleich 
trockenfönen. Leider habe ich beim Bad nicht auf beheizbare Spiegel 
geachtet.

Achso: das war ironisch gemeint!

Autor: A. S. (seacrash)
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>"Sparen" durch reduzierten Gebrauch der Dunstabzugshaube ist albern

Sicherlich, aber in meinen Augen deutlich realistischer als mit einer 
Prise Salz Energie zu Sparen. Zudem war es nur ein Vergleich.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Frag dochmal die Frau, wann der Fernseher mehr Strom verbraucht, bei 
einem Fußballspiel oder bei einer Seifenoper?


Peter

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Sicherlich, aber in meinen Augen deutlich realistischer als mit einer
> Prise Salz Energie zu Sparen.

Ja, wenn auch der Unterschied gar nicht so riesig sein dürfte; 
vergleiche die Leistungsaufnahme des Herdes mit der Leistungsaufnahme 
der Dunstabzugshaube. Da dürfte eine Zehnerpotenz anfallen.

Autor: A. S. (seacrash)
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Ich hab doch nicht mit dem Herd an sich verlichen, sondern mit dem delta 
Salz im Wasser.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Frag dochmal die Frau, wann der Fernseher mehr Strom verbraucht, bei
>einem Fußballspiel oder bei einer Seifenoper?

Röhrengeräte verbrauchen bei hellem Bild mehr, als bei dunklem. Bei 
Plasma ist es ähnlich. LCD-Geräte verbrauchen bei schnell bewegten 
Bildern mehr, als bei nahezu stillstehenden.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus t. Firefly schrieb:
> Nein, das Öl ist wirklich unnötig. Zwei- bis dreimaliges Umrühren
> während des Kochens ist völlig ausreichend, um Zusammenkleben oder
> Ankleben am Topf zu vermeiden. Kurz nach dem
> in-das-kochende-Wasser-geben, etwa während der Mitte der Garzeit und
> kurz vor dem Abgießen.

Ok, da hast Du zumindest mich mißverstanden :-)

Ich meinte die Zugabe direkt vor oder nach dem Abschütten - wenn die 
Spaghetti in der Schüssel sind, kleben die sonst leider nach ein paar 
Minuten zusammen.

@Bernd G.:
Hmm, bisher hielt die Soße eigentlich immer gut, obwohl die ja selbst 
auch meist ölhaltig ist.

Aber Spaghettiaufrollen muss man schon etwas üben - sonst gibt es 
tatsächlich Sauerei :-)

Chris D.

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Hallo,

> Was bringt es, auf eine elektrische Zahnbürste zu verzichten?

Hohe Kosten für Zahnersatz :-)

Gebt der Frau recht, macht ein paar Überstunden mehr und kauft Ihr was 
schönes ;-)

Und Übrigens:

> Nein, das Öl ist wirklich unnötig. Zwei- bis dreimaliges Umrühren
> während des Kochens ist völlig ausreichend, um Zusammenkleben oder
> Ankleben am Topf zu vermeiden.

das Olivenöl kurz(!!!) vor dem Rausnehmen der Nudeln gibt den Geschmack 
!

Gruß

Andreas

Autor: Rene H. (Gast)
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Deine Frau hat recht, kannst Du im Buch
"kulinarische Physik"
begründet nachlesen. Allgemein, ein gutes Buch für einen Ing. :-)

Autor: Peter Funke (toto)
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Danke für die vielen Antworten.
Das liebe ich so an diesem Forum, es entwickeln sich immer sehr 
interessante Diskussionen.
Ist schon klar dass das Problem rein theoretischer Natur ist.

@Rene
>begründet nachlesen.

Die da wäre? Also ist der verlinkte Artikel doch falsch?  Das Buch 
möchte ich mir nicht unbedingt kaufen, sonst muss ICH in Zukunft immer 
Kochen.

Gruß

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Frag dochmal die Frau, wann der Fernseher mehr Strom verbraucht, bei
>einem Fußballspiel oder bei einer Seifenoper?


Aber eine Kaffemaschine braucht weniger als eine Lichterkette. Da ist ja 
nur eine Lampe dran!

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