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Forum: Platinen Umgebung wichtig für Natriumpersulfat?


Autor: Christian Hunke (thunder2002) Benutzerseite
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Hi,

ich hab gestern meine ersten Schritte mit der Tonertransfermethode 
begonnen. Mal ein bisschen gedruckt, gebügelt und wiederholt um mal ein 
Gefühl für das ganze zu bekommen. Heute wollte ich quasi mit dem 
nächsten Kapitel fortfahren und "drauflosätzen". Habe meine Balkontür 
geöffnet, Plastikschale vorgestellt, 48g Natriumpersulfat reingestreut 
(eigentlich waren 40g für 200ml geplant) und dann gerade frisches ganz 
heißes Wasser aus der Küche drübergekippt, ca. 230ml.

Hab immer mal wieder alle paar Minuten mit der Pinzette die Platine 
bewegt und nach ca. 5-10 Minuten fing der Rand sich gaaaanz langsam 
aufzulösen. Genau das ist das Problem, weitere 10 Minuten später war 
nicht viel mehr passiert, ich ging also Einkaufen :D Nun sind ca. 50 
Minuten vorbei und gerade mal ca. die 5mm äußerer Rand der Platine sind 
geätzt.

Sind Gegebenheiten wie absolut ständige Bewegung oder die 40-50 Grad die 
man manchmal lesen kann so sehr wichtig? Ist nicht gerade warm da direkt 
vor dem Balkon aber eigentlich wollte ich auch draußen ätzen nur ist es 
dort zu dieser Jahreszeit meist leider zu dunkel wenn man zu Hause ist 
:(

Hatte mir diesen Part eigentlich viel einfacher vorgestellt, dem scheint 
ja wohl leider nicht so. Wollte schon mit Absicht ein langsameres 
Ätzmittel damit ich nicht jede Sekunde aufpassen muss, aber das jetzt...

Bitte um Praxistipps :)

MfG
Chris

Autor: Nils (Gast)
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Ich bin auch gerade dabei, mit dem Herstellen von eigenen Platinen 
anzufangen. Wichtig ist, dass die Ätzlösung bewegt wird, damit keine 
verbrauchte Lösung auf der Platine steht.

Ich habe einfach die Ätzlösung in einem verschließbaren Gefrierbeutel 
mit der Platine verschlossen. Das ganze unter heißem Wasser im 
Waschbecken und regelmäßig geknetet. Hat wunderbar funktioniert.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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hmm...

Bei mir funktioniert das eignetlich ganz gut. Ich nehm einfach einen 
Kochtopf mit Pi mal Daumen NaPS und Wärme ... geht echt gut... was 
benutzt du denn für Basismaterial?

Autor: min (Gast)
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Ganz heisses Wasser ist schlecht, da sich das Persulfat wahrscheinlich 
schnell zu sulfat zersetzt. Obwohl ich mit H2O2 und Hcl ätze, meine ich 
mal
gelesen zu haben, dass die Temperatur des Ätzbades 50-60 °C nicht 
überschreiten soll.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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ach was ... das geht im prinzip schon. Ich habs aber auch nich über 80°C

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Christian Hunke schrieb:
> Hi,
>
> ich hab gestern meine ersten Schritte mit der Tonertransfermethode
> begonnen. Mal ein bisschen gedruckt, gebügelt und wiederholt um mal ein
> Gefühl für das ganze zu bekommen. Heute wollte ich quasi mit dem
> nächsten Kapitel fortfahren und "drauflosätzen". Habe meine Balkontür
> geöffnet, Plastikschale vorgestellt, 48g Natriumpersulfat reingestreut
> (eigentlich waren 40g für 200ml geplant) und dann gerade frisches ganz
> heißes Wasser aus der Küche drübergekippt, ca. 230ml.

Also wenn Du mit Natriumpersulfat aetzt brauchst nicht gleich nen Abzug, 
das Zeug ist in der Hinsicht (Gase) weitgehend ungefaehrlich, so lange 
Du nicht angebrauchte Loesung in fest verschlossenen Behaeltern lagerst.


> Hab immer mal wieder alle paar Minuten mit der Pinzette die Platine
> bewegt und nach ca. 5-10 Minuten fing der Rand sich gaaaanz langsam
> aufzulösen. Genau das ist das Problem, weitere 10 Minuten später war
> nicht viel mehr passiert, ich ging also Einkaufen :D Nun sind ca. 50
> Minuten vorbei und gerade mal ca. die 5mm äußerer Rand der Platine sind
> geätzt.

1. Du musst fast immer irgendwie umwaelzen damit, deswegen verwendet man 
Membranpumpen, die durch Einpumpen von Sauerstoff die Fluessigkeit in 
Bewegung halten.

2. Unter 45 Grad passiert mit Natriumpersulfat wenig bis gar nichts 
mehr. Da Du die Fluessigkeit nicht beheizt hast und sie am Balkon 
schnell abgekuehlt ist ging nichts mehr (normal).

> Sind Gegebenheiten wie absolut ständige Bewegung oder die 40-50 Grad die
> man manchmal lesen kann so sehr wichtig? Ist nicht gerade warm da direkt
> vor dem Balkon aber eigentlich wollte ich auch draußen ätzen nur ist es
> dort zu dieser Jahreszeit meist leider zu dunkel wenn man zu Hause ist
> :(

Ich denke die Frage kannst Du Dir jetzt selber beantworten, oder? ;)

> Hatte mir diesen Part eigentlich viel einfacher vorgestellt, dem scheint
> ja wohl leider nicht so. Wollte schon mit Absicht ein langsameres
> Ätzmittel damit ich nicht jede Sekunde aufpassen muss, aber das jetzt...

Wenn man es richtig macht, kein Problem oO

lg,
Michael

P.S. Wenn Du so in der Art aetzen willst ist Eisen(III)-chlorid fuer 
Dich vielleicht die bessere Loesung.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>1. Du musst fast immer irgendwie umwaelzen damit, deswegen verwendet man
>Membranpumpen, die durch Einpumpen von Sauerstoff die Fluessigkeit in
>Bewegung halten.

Einfach Platine in eine dünnwandige Plastikdose legen (leere 
1,5l-Speiseeisplastikbox, (oh Gott, was für ein Wort...)), 1cm hoch 
Säure drauf und dann fortwährend durch wechselseitiges Absenken links 
und rechts die Box so kippen, daß von der auf dem Boden liegenden 
Platine die Säure abläuft und die Platine kurzzeitig an die Luft kommt.

Von Zeit zu Zeit die ganze Box in eine heißes Wasserbad tauchen, um die 
sich beim Schwenken abkühlende Säure warm zu halten.

Dann geht es ruckizucki! Am besten die Eisbox mit dem Deckel 
verschließen, damit du keine Dämpfe einatmest.

Kai Klaas

Autor: faustian (Gast)
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"Nun sind ca. 50
Minuten vorbei und gerade mal ca. die 5mm äußerer Rand der Platine sind
geätzt."

Japp, so ist das Zeug wenns kalt oder zu stark verduennt ist.

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