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Forum: Haus & Smart Home Heizung mit Thermostat über AVR Net IO mit Relaiskarte (Pollin)


Autor: Andy M. (medix)
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Hi Bastelfreunde,

mich hats auch erwischt: 980,- Euro Nachzahlung Gas. Nun wird nicht 
gejammert sondern Lösungen müssen her :)

Also ich wohne in einem schönen alten Haus mit fast überall neuen 
Fenstern über 2 Etagen. Die Skizze zeigt den Aufbau unseres Hauses. Der 
dicke grüne Punkt im Wohnzimmer ist eine Linksys WRT54G. Cat5 - Kabel 
gehen von hier aus bereits in das Erdgeschoss ins Kinderzimmer jedoch 
sofort rüber in den Flur. Da steht das Kabelmodem + ein weiterer Router 
auf einem Regal knapp unter der Decke. Von der Linksys im Wohnzimmer 
geht über eine Mauerdurchführung zum Balkon dann übers dach rüber ins 
Schlafzimmer ebenfalls ein Cat5, welches in ein Schwitch geht.

Ich möchte nun meine Heizungen steuern. Dazu möchte ich zum einen das 
AVR NET IO nutzen sowie möglichst die bereits vorhandene Verkabelung, um 
nicht überall Funkthermostate zu benutzen. Als Temperatursensor hab ich 
die DS18S20 am AVR.

Die roten Dinger sind die Heizungen. Diejenigen, die ich gelb markiert 
habe, würde ich sehr gerne steuern.

Nun meine Fragen:

1. Reichen die vorhandenen Cat5, um die DS18S20 UND die regelbaren 
Thermostate anzuschließen OHNE den Netzwerkverkehr lahm zu legen. Es 
verbleiben ja an sich 4 freie Leitungen im Cat5. Die DS18S20 möchte ich 
nicht parasitär versorgen, d.h. ich bräuchte da 3 von den 4 Leitungen, 
oder?
Einen DS18S20 will ich zusätzlich nach draussen verlegen, dass die 
Heizungen bei bestimmter Aussentemperatur gar nicht erst öffnen. Das ist 
aber undramatisch, weil ich ja bereits eine Mauerdurchführung 30cm neben 
dem AVR habe.

2. Welche Thermostate eignen sich denn für mein Vorhaben?
Ist das Protokoll des Ventilantriebs FHT8V, ARR-Bausatz ( 
http://www.elv.de/Ventilantrieb-FHT8V,-ARR-Bausatz... 
) offen so dass ich das Kinderzimmer oben damit betreiben könnte? Was 
brauche ich dann da am AVR zum Empfang?

3. Welche Thermostate "mit ohne" Funk kommen in Frage? Wieviele Kabel 
brauche ich da zur Steuerung? Oder ist es besser, ALLE mit Funk zu 
betreiben?

Vielen Dank für Eure Mühe.

Andy

Autor: Andy M. (medix)
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Hatte den Grundriss vergessen

Autor: Ein lieber (Gast)
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Fang nicht mit utopischen Sachen an.
Kauf dir FHT8b als Set.
Achte drauf, dass du die B-Version bekommst.
Rüste dann auf mit 1Wire und anderen Dingen auf.
IPymcon ist ein Tipp. Verbindet dann deine 1Wire, FHT und andere Systeme 
zur Hausautomation.

Aber so hast du schon mit wenig Geld gleich messbare Erfolge.
Dann weiter machen. Steinwolle ist auch ein guter Tipp, braucht kein 
Strom!

Autor: Andy M. (medix)
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Sowas?
http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&de...

Da ist der FHT 80b dabei, meinst Du den?

Autor: Andy M. (medix)
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Hab jetzt erstmal 4 von den Komplettsets bestellt. Ist zwar leider nicht 
zentral mit der AVR zu steuern aber hauptsache, es funktioniert erstmal.

Danke für den Tipp

Autor: Visitor (Gast)
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Hallo,

ich mache mir seit einiger Zeit auch gedanken bzgl. einer "erweiterten" 
Heizungssteuerung. Da ich eine recht neue Heizungsanlage besitze 
(Vitodens 333 Bj2005) möchte ich weniger direkt im Bereich der Heizung 
sondern viel mehr im Bereich Einstellung/Nutzung etwas tun. 9 Stück 
Honywell HR20 Thermostate setze ich bereits ein.

Ich hatte im letzten Abrechnungszeitraum für 120m³ Wohnfläche ca. 
15.000kWh Gas verbraucht. Seit kurzem untersuche ich das Heizverhalten 
der Anlage bzgl. Einsparpotential. Die erste "sinnvole" Veränderung war 
das Absenken der Heizkurve (sprich : Vorlauftemperatur). Es zeigte sich, 
dass die Werkseinstellung von 1.4 für mein Gebäude viel zu hoch ist (=> 
d.h. zuviel unnötige Wärme bereitstellt). Mit einer Einstellung von 1.1 
bin ich sogar über die letzten "sehr kalten" Tage kommen.

Weiterhin habe ich mein Heizprofil verändert (alt : Heizung an : 5:00 - 
7:00 und 17:00 bis 23:00) nun habe ich zusätzlich nach jeweils zwei 
Heizzyklen von je 90min um 10:00 und 13:00 eingebaut, hierdurch kühlen 
die Räume nicht zu sehr aus, dies spart Energie beim Wiederanlauf der 
Heizung.

Als nächstes folgt eine Temp.-Überwachung (Vor/Rücklauf) der einzelnen 
Heizkörper (=> Hydraulischer Abgleich).


Was ich generell damit sagen will :

Die ganze zusätzliche Technik bringt nur etwas, wenn die Heizungsanlage 
auch einigermaßen optimal läuft. Und zusätzlich muss das eigene 
Wärmenutzungsverhalten angepasst werden.


Heizen ist (und war) schon immer notwendiger Luxus und somit teuer.

Autor: Andy M. (medix)
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Nun, wir haben seit 23.12. einen neuen Thermostat (diese große 
Zentraleinheit, wo Vorlauf usw eingestellt wird). Das "alte" (2 Jahre 
alt) war defekt und wir hatten 15,4°C in der Wohnung.

Nun hab ich das Gefühl, die Vorlauftemperatur ist viel zu hoch. Die 
Heizkörper (hab noch 3 mit manuellem Regler) kochen fast bei Stufe 2,5 
(von 5). Die elektronisch geregelten sind meist 0 bis 6% offen.

Da wird der Heizungsfritze nach den Feiertagen wohl nochmal antanzen 
müssen. Derzeitige Vorlauftemperatur: 67°C, Rücklauf keine Ahnung

Hab 130m² zu beheizen, Verbrauch letztes Jahr sagenhafte 34417 KWh. Und 
das, obwohl die Wohnung selten über 19°C warm wurde - tja, Thermostat 
war wohl da schon futsch. 980,- Euro Nachzahlung - autsch.

Nun hab ich schon ganz gut Fortschritte mit meinem Bastelprojekt, nur 
die Anbindung der rfm12 - Funkmodule ist gerade sehr knackig.

Autor: Visitor (Gast)
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Hi,

67°C Vorlauftemperatur scheinen mir aktuell viel zu hoch zu sein. Hier 
bei uns (Raum Dortmund) fährt meine Anlage z.Z. ca. 55°C bei einer 
Aussentemperatur von ca. 4°C und einer Soll-Raumtemperatur von 20°C. 
Diese erreiche ich auch (hab sogar noch etwas Reserve!)

Letztes WE bei ca. -11°C hatte ich eine Vorlauftemp. von ca. 63°C

Tip : Schau mal an deinen Heizkörpern nach, ob das Einlassventil 
komplett offen ist oder evtl. eingedrosselt und somit dem Heizkörper der 
Heizkörper gar nicht richtig durchspült wird. Das Einlassventil ist das 
Ventil auf dem das Thermostat geschraubt wird i.d.R. kann hier in 1 bis 
5 (oder6) Stufen der Hub justiert werden (Werkseinstellung meistens 5 
bzw. 6 = voll AUF).

Da mein Gebäude Anfang der 60er Jahre gebaut wurde und ungedämmt ist und 
noch diverses Optimierungspotential bietet würde ich sagen, dass bei 
deinen 130m² noch ne Menge rauszuholen ist, ohne großartig in die 
Elektro-Trickkiste zu greifen. Prüfe lieber einmal nach, ob die Leistung 
der Heizkörper ausreichend ist und lass dir ggf. noch ein/zwei 
zusätzliche Heizkörper anbringen (=> Heizen nach dem Lagerfeuerprinzip, 
sprich mit einem großen Heizkörper ist oft schlechter als mit mehreren 
kleinen und ggf. sogar mit weniger Einzelleistung)

Fazit : Mit der Enegie welche du im letzten Jahr verbraucht hast sollten 
130m² in den Wintermonaten locker auf 20-21°C (evtl. sogar höher!) 
beheitzt werden können. D.h. entweder du heizt mit offenen Fenstern 
(glaub ich aber nicht!) oder deine Anlage läuft vollkommen suboptimal 
(glaub ich eher). Die Elektroniksteuerung würde ich zwar realisieren, 
sie wird aber nur etwas bei der Feinoptimierung (Komfort) bringen, daher 
zuerst deine Anlage in Frage stellen und hier (sinnvolle) 
Einstellmaßnahmen ergreifen.

Autor: Andy M. (medix)
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Die Vorlauftemperatur heute war 73°C :( Der Installateur hatte eine 
Raumtemperatur von 26,5°C eingestellt. Oh mann!

Nun hab ich diese erst einmal auf 22,5°C gesenkt und nun ist die 
Vorlauftemperatur bei 59°C relativ konstant bei 0°C Aussentemperatur. 
Werde nun schrittweise im 0,5er mich der Grenze nähern, wo ich die 20°C 
hin bekomme - mehr brauchen wir nicht zum wohl fühlen. Tagsüber sind uns 
19°C ausreichend, nur abends wenn man rumlümmelt ... ;)

Hab zu meinen 4 Komplettsets FHT noch 2 weitere plus eine FHZ1000 
bestellt. So hat mein Bastelprojekt einiges an Zeit gewonnen. Wenns denn 
mal läuft hab ich schon einen begeisterten Interessenten für meine 
jetzige Anschaffung.

Ohne Zeitdruck bastelt sichs viiieeeel entspannter.

Autor: Visitor (Gast)
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Autor: tom-2940 (Gast)
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Hallo  Andy,

Das mit der FHZ ist genial.

So habe ich auch angefangen. Schau doch mal nach FHEM (Google)

Inzwischen leite ich die Werte der Stellantriebe an meinen NetIO und 
regle darüber die Vorlauftemperatur.
Vorlauf früher: >50 C bei -5 Aussentemperatur.
Vorlauf heute: ca 32 C bei -5 Aussentemperatur.
Abschaltung der Heizkreispumpe wenn alle Ventile < 15%


Nächster schritt ist dann die FHT's direkt mit dem NetIO anzusprechen.


Gruß,
Tom

Autor: Visitor (Gast)
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@ tom-2940

Kann es sein, dass du eine Fussbodenheizung hast ? Denn 32°C Vorlauf 
deuten nicht auf konventionelle Wandheizkörper hin ! Oder heizt du 
zusätzlich noch mit einem Kaminofen, d.h. die Wandheizkörper werden 
eigendlich gar nicht benötigt und arbeiten i.d.R. mit sehr geringem 
Durchfluss (Ventil fast ZU).

Weil eines kann die FHZ nicht, nämlich die Physik aushebeln. D.h. für 
ein gewisses Raumvolumen wird eine gewisse Wärmemenge benötigt, da 
Wandheizkörper im Vergleich zur Fussbodenheizung wesentlich weniger 
Fläche bieten und weniger Wärmespeicher (nur das Medium! satt des Bodens 
(Beton/Estrich etc)) muss auch mehr Wärme in der Heizung zur Verfügung 
gestellt werden (=> Vorlauftemperatur) .

Ich möchte nicht deine Werte anzweifeln, ich denke nur dass deine 
Anlage/Haus nicht direkt vergleichbar mit dem von Andy ist und u.U. 
falsche Hoffnungen hervorruft.

Autor: tom-2940 (Gast)
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Hallo  Visitor ,

Nein, ich habe überall die Kermi's an der Wand hängen.


Gruß,
Tom

Autor: Ruedi Heimlicher (Firma: prim) (ruediheimlicher)
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Eine einfache Möglichkeit, die FHT8 zu steuern:
Ich habe die Ventilantriebe von ELV montiert. Die Steuerung ist 
anscheinend sehr wirksam. Um sie noch einfacher steuern zu können, habe 
ich die FHT8 an meine Hausbus angeschlossen.
Dazu habe ich die FHT8 geöffnet und beim Temperatursensor, der oben aus 
der Platine herausschaut, einen Widerstand angebracht, den ich von 
aussen aufheizen kann. Einfach ein Stück  Lochrasterplatine auf die 
freie Stelle aufgeklebt und den Widerstand angelötet. Er liegt neben dem 
Fühler (=SI-Diode?). Drüber habe ich ein Stück Schrumpfschlauch 
gestülpt.
Der Wert ist 4k7, kleine Ausführung, und ich heize ihn mit einer sehr 
einfachen PWM mit 5V auf. Bei 30% Einschaltdauer wird die für den Regler 
wirksame Temperatur um etw 2°C erhöht und damit die Raumtemperatur um 
das gleiche Mass abgesenkt. 60% erhöhen um ca 4°C, damit wird der 
Heizkörper praktisch abgestellt.
Die Steuerung ist für den ganzen Tag auf eine konstante Temperatur von 
20°C  eingestellt. Mit dem Hausbus regle ich die Heizkörper während 
meiner Abwesenheit zurück. Funktioniert einwandfrei. Die Aufheizzeit 
beträgt etwa 15 Min, abgekühlt ist nach ca 30 Min.
Ruedi Heimlicher

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