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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frequenzgang dieses LCR-Filters?


Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Hallo, kann mir jemand sagen welchen Frequenzgang dieses LCR-Filter (ich 
vermute mal nach meinen recherchen das es eins ist) hat? Habe leider 
keine für mich verständliche Formel, bzw Zeichnung finden können? Das 
ist am Eingang eines Neumann Mikrofonvorverstärker verbaut. Vermute mal 
ein Tiefpass, nur mit welchen Eigenschaften? Was genau macht der 
Widerstand parallel zur Spule?
Danke
Gruß
K.

Autor: Praktiker (Gast)
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Am einfachsten wäre wohl nachmessen  :-)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Der Widerstand verringert die anscheinend ohne R zu hohe Güte der Spule. 
Ohne die Trafodaten zu kennen, kann man das nicht berechnen. Vielleicht 
kann dir ein alter Hase die Eckwerte einer solchen Schaltung nennen.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Der Widerstand verringert die anscheinend ohne R zu hohe Güte der Spule.

Genau! Da will wohl jemand verhindern, daß der Trafo auf der Primärseite 
in einem bestimmten Frequenzbereich eine zu hohe Quellimpedanz sieht, 
genau dort, wo die 330µH Drossel ihre Parallelresonanz hat. Bei dieser 
Frequenz würde die Primärseite des Trafos dann nicht niederohmig 
abgeschlossen erscheinen und empfindlich für Einkopplungen von 
Störfeldern reagieren. Üblicherweise hört man dann "Radio Moskau" oder 
eine ähnlichen AM-modulierenden Sender.

Kai Klaas

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Moin, danke schon mal für die Antworten!
Hätte ich es selbst ausrechnen können, hätte ich hier keine Frage 
gestellt...
Anbei noch ein paar weiter Informationen. Was es für ein Trafo ist kann 
ich gerade nicht herausfinden. Werde aber mal ein Preamp aufschrauben 
wenn die Session vorbei ist. Habe gesehen dass der Frequenzgang im 
"linearen" betrieb leider alles andere als Linear ist. Das möchte ich 
gerne ändern! Konkret möchte ich gerne wissen welche Bauteile ich 
entfernen muss um einen linearen Frequenzgang zu bekommen, bzw die 
Höhen-und Tiefensperre zu entfernen! In dem nun angehängten Schaltplan 
hat die Drossel am Eingang auch nur 33mh...
Es sind ja 5 Drosseln verbaut, haben die alle was mit dem Frequenzgang 
zu tun oder haben sie vielleicht andere technische funktionen?
Gruß
K.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Moin, danke schon mal für die Antworten!
Hätte ich es selbst ausrechnen können, hätte ich hier keine Frage
gestellt...
Anbei noch ein paar weiter Informationen. Was es für ein Trafo ist kann
ich gerade nicht herausfinden. Werde aber mal ein Preamp aufschrauben
wenn die Session vorbei ist. Habe gesehen dass der Frequenzgang im
"linearen" betrieb leider alles andere als Linear ist. Das möchte ich
gerne ändern! Konkret möchte ich gerne wissen welche Bauteile ich
entfernen muss um einen linearen Frequenzgang zu bekommen, bzw die
Höhen-und Tiefensperre zu entfernen! In dem nun angehängten Schaltplan
hat die Drossel am Eingang auch nur 33mh...
Es sind ja 5 Drosseln verbaut, haben die alle was mit dem Frequenzgang
zu tun oder haben sie vielleicht andere technische funktionen?
Gruß
K.

Autor: Ulrich (Gast)
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Die Schaltung bei hohen Frequenzen zu verbessern wird schwer. Ein Teil 
des Frequenzganges kann da von den Transformatoren kommen. Auch bei 
niedreigen Frequenzen machen irgendwann die Transformatoren Problem. 
Einfach durch Sättigung bei größeren Amplituden.  Man könnte bei tiefen 
Frequenzen eventuell was verbessern, wenn man sich die ELKOs ansieht, 
und da ggf was austauscht. Die können zum einen Gealtert sein und nicht 
mehr die Nennkapazität haben. Außerdem kann da auch mal ein größerer 
Elko helfen, den man früher einfach aus Kostengründen oder wegen der 
Baugröße nicht wollte. Heute ist das weniger ein probelm.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Das mit dem Trafo und dem Elko ist mir klar, aber ich würde gerne bei 
einem Preamp mal Testweise alles entfernen was die Herren damals EXTRA 
eingebaut haben um den Frequenzgang in einem bestimmten Rahmen zu 
halten. Die mussten sich ja an die Rundfunknormen halten. Das muss und 
will ich aber nicht. Hab kurz mal einen Preamp aufgemacht, der 
Eingangstrafo ist ein Haufe RK 370, der Ausgangstrafo ein Haufe RK 
300/1. Habe aber im Netzt nicts finden können...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Ah, habe vergessen was anzuhängen...
Hier sieht man schön den Frequenzverlauf und die "lineare" linie...

Autor: Kai Klaas (Gast)
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@Tilmann
>Habe gesehen dass der Frequenzgang im "linearen" betrieb leider alles
>andere als Linear ist.

Dieser Mikrofonverstärker ist mit +/-0,3dB zwischen 100Hz ud 10kHz sehr 
linear. Wenn du nur ein bißchen Ahnung hättest von Studiotechnik, dann 
wüßtest du, daß der Frequenzgang eines jeden Mikrofons um 
Größenordnungen welliger ist als der deines Mikrofonverstärkers. Allein 
der Nahbesprechungseffekt ist derart exorbitant, daß man von einem 
Frequenzgang eigentlich schon garnicht mehr reden kann. Und von dem 
welligen Frequenzgang einer Klangregelung wollen wir hier erst garnicht 
reden.

Wieso glauben immer gerade Anfänger, daß sie an einem bestehenden 
Spitzenprodukt noch Verbesserungen durchführen können? Glaubst du die 
Entwickler von Neumann waren alles Deppen?

>Das mit dem Trafo und dem Elko ist mir klar, aber ich würde gerne bei
>einem Preamp mal Testweise alles entfernen was die Herren damals EXTRA
>eingebaut haben um den Frequenzgang in einem bestimmten Rahmen zu
>halten. Die mussten sich ja an die Rundfunknormen halten. Das muss und
>will ich aber nicht.

Aha, was ist denn an den Rundfunknormen falsch?? Der eingeschränkte 
Frequenzgang ist erst einmal überhaupt nicht hörbar und zweitens sorgt 
er dafür, daß hochfrequente Störungen zuverlässig herausgesiebt werden, 
bevor sie in der Signalkette Unheil anrichten können. Das hat was mit 
Zuverlässigkeit zu tun. Glaubst du im Ernst, daß heutige studiotaugliche 
Mikrofonverstärker einen ganz anderen Frequenzgang haben??

Das Bandbreitenbergrenzung lebensnotwendig ist bei allen 
hochverstärkenden Systemen, ist für einen guten Entwickler mit etwas 
Erfahrung eine Selbstverständlichkeit, die er nicht mal im Traum 
anzweifeln würde. Das tun nur Anfänger, die keine Ahnung haben...

Kai Klaas

Autor: ... (Gast)
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dazu wäre noch zu ergänzen, dass gerade bei Mikrofonen ein 
Trittschallfilter lebensnotwendig für die Boxen ist.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Danke für die professionelle Belehrung!
Danach hatte ich nur nicht gefragt... Zurück zum Thema:
Mit extra eingebaut meine ich natürlich nicht den 2-fachen 
Trittschalter, sonder lediglich Schaltungsteile die man Heute nicht mehr 
so einbauen würde(eben um den Frequenzgang einzuschränken, zumindest 
nicht wenn man sich nicht an Rundfunknormen halten muss).
Danke

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Auf der einen Seite zeigst du deine offensichtliche Unerfahrenheit. Auf 
der anderen Seite die Unbekümmertheit eines Anfängers - allerdings mit 
einem frechen ordinären Unterton. Damit wirst du die <vor allem 
natürlicherweise nun schon älteren> Könner nicht ansprechen und bleibst 
damit auf dem Trockenen sitzen.

Laß die Schaltung wie sie ist! Das kannst du ohne intime Kenntnisse 
nicht verbessern. Am Ende hast du nur ein kaputtgepimptes tiefergelegtes 
verlötetes Platinchen - was dann auch keiner mehr kaufen will.

Mach erstmal einen Hörtest und dann wirste sehr ernüchtert dreinschauen.


Wenn du es ganz genau wissen willst, wende dich an den Hersteller. 
Vielleicht erbarmt sich einer der Entwickler in der Mittagspause deiner.

Autor: ... (Gast)
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Tilmann I. schrieb:
> zumindest
> nicht wenn man sich nicht an Rundfunknormen halten muss

Sorry, aber von welcher "Rundfunknorm" sprichst du?

Schau dir doch den Frequenzgang deines Mikrophonverstärkers genau an.

Der übertragene Frequenzbereich wird durch die untere Grenzfrequenz und 
die obere Grenzfrequenz eingegrenzt. Die Grenzfrequenz einer 
elektronischen Schaltung ist diejenige Frequenz, bei der eine 
Ausgangsgröße, z. B. die Spannung, auf einen Wert von 3 dB unter den 100 
%-Bezugswert, also auf 70,7 % gesunken ist. Dabei ist gleichzeitig die 
Leistung auf 50 % abgesunken.

Danach geht der Frequenzbereich deines Mikrofonverstärkers von 23Hz bis 
23KHz.
Das ist schon besser als die HiFi-Norm definiert.

So, und jetzt schauen wir uns mal den Übertragungsbereich eines 
typischen Gesangsmikrofons an: siehe Datenblatt.
Da sehen wir, dass die Ausgangsspannung des Mikrofons mal eben so um 
18dBV innerhalb des Übertragungsbereichs schwankt.

Jetzt frage ich mich, was dir das bringen würde, wenn dein Verstärker 
einen Frequenzbereich von 5Hz bis 100KHz hätte.

Autor: ... (Gast)
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... schrieb:
> innerhalb des Übertragungsbereichs

Übertragungsbereich: 80Hz bis 15kHz

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Ich versteh nicht warum man keine Antworten auf eine konkrete Frage 
bekommen kann...? Ich habe seit mehreren Jahren ein Neumann Mischpult 
und kenne den Sound sehr gut. Da aber alles was ich damit aufnehme immer 
einen leichten matten Schimmer hat (im vergleich zu Aufnahmen in anderen 
Studios, jaja, Akustikverhältnisse, etc..) frage ich eben nach genau 
solchen Dingen! Ich habe nie behauptet dass es daran liegen muss, jedoch 
würde ich es gerne mal ausprobieren einen Preamp zu "öffnen", indem ich 
die Frequenzgang einschränkenden Schaltungsteile entferne. Damit meine 
ich den Lo-und Hi-Cut den man ja im Frequenzverlauf erkennen kann! Nicht 
den Trittschallfilter. Neumann selbst gibt zu den alten Produkten keine 
Auskunft mehr. Mein "ordinärer Unterton" ist keinesfalls schwerwiegender 
als der meiner Vorredner! Natürlich hängt es noch von den Mikrofonen und 
mehreren anderen Faktoren ab, aber wenn in der Summe alle Teile fen 
Frequenzgang beschneiden nimmt man es irgendwann sehr wohl wahr! Das 
gleiche gilt ja für die Sampingfrequenz eines AD/DA Wandlers. Welchen 
Sinn würde es wohl machen mit mehr als 44.1 Khz aufzunehmen... Ist ja 
theoretisch auch nicht mehr im hörbaren Spektrum! Außerdem geht es ja 
nicht darum was Ihr mit einem Verstärker machen oder nicht machen 
würdet... Sollte sich jemand auf den Schlips getreten fühlen tut es mir 
Leid, aber es ist immer irgendwie dasselbe. Ich möchte doch nur meine 
Frage beantwortet haben!
Danke

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Ich würde es eben einfach mal hören wollen ob es einen Unterschied gibt! 
Und zwar einen hörbaren und nicht einen messbaren. Und weil ich 
mikrofone habe die einen Frequenzgang von 30Hz-50Khz haben! Nach meiner 
Hörerfahrung wirken jegliche Filter die in diesem hohen Frequenzband 
angesiedelt sind auch immer deutlich in das mittlere gut hörbare 
Frequenzband ein, und genau das wollte ich mal ausschliessen. Formuliere 
ich die Frage mal anders:
Was muss ich tun um das Hoch-und Tiefpassfilter zu entfernen?
Danke

Autor: ... (Gast)
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Tilmann I. schrieb:
> Ich versteh nicht warum man keine Antworten auf eine konkrete Frage
> bekommen kann...?

abgesehen davon, dass evtl. keiner möchte das du so einen guten 
Vorverstärker verhunzt.
Du kannst nicht einfach mal da einen Kondensator tauschen und da eine 
Spule. Das ist ein abgestimmtes System was an der Eingangsbuchse anfängt 
und an der Ausgangsbuchse aufhört.

Tilmann I. schrieb:
> Da aber alles was ich damit aufnehme immer
> einen leichten matten Schimmer hat (im vergleich zu Aufnahmen in anderen
> Studios, jaja, Akustikverhältnisse, etc..)

Genau da ist dein Problem. Sound ist subjektiv. Der Eine findet den 
toll, der Andere sagt, zu viele Bässe und der Dritte findet es matt.
Vielleicht hast du deinen Aufnahmeraum zu stark bedämpft? Der Nachhall 
geht direkt in die Präsenz ein. Es gibt viele Möglichkeiten.
Wenn dir dein Neumann-Mischpult nicht gefällt, dann leih dir doch im 
Musikfachhandel ein anderes aus und probier es damit. Wenn dir das dann 
besser gefällt, kannst du dein nicht verhunztes Neumann-Mischpult noch 
verkaufen.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Was muss ich tun um das Hoch-und Tiefpassfilter zu entfernen?

Das ist in dieser Schaltung nicht ganz einfach, weil das keine reinen 
Tiefpaßfilter sind. Das sind kunstvolle Frequenzgang-Entzerrer, die für 
einen möglichst linearen Frequenzgang berechnet sind und dabei auch 
Resonanzen und Frequenzgangfehler der Übertrager selbst kompensieren.

Erheblichen Einfluß diesbezüglich dürfte das Tiefpaßfilter mit der 22mH 
Spule und dem 4,7nF Kondensator haben. Hier gibt es eine Resonanzstelle 
bei 15,6kHz. Aber wie gessagt, dieses Filter kann eine gewollte 
Welligkeit aufweisen, die im hörbaren Bereich liegt und gerade einen 
anderen Frequenzgangfehler kompensiert. Entfernen dieses Tiefpaß-Filters 
kann dann eben bedeuten, daß der obere Mittel-Ton-Bereich völlig 
verfärbt wird.

Du müßtest also erst den Frequenzgang dieses Tiefpaß-Filters analysieren 
und wenn es lediglich die Höhen killt, könntest du es entfernen, obwohl 
ich das ausdrücklich nicht empfehlen möchte.

Ach ja, da gibt es noch die psycho-akustischen Effekte, die dich 
Veränderungen hören lassen, die gar nicht existent sind. Du solltest den 
Unterschied also im Blindversuch testen, d.h. eine zweite Person 
überbrückt das Filter, ohne dir mitzuteilen, was sie gerade macht und du 
sagst, ob es jetzt besser ist.

Kai Klaas

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wenn wir erst mal nur die 560 Ohm und die 270pf parallel zu 820 pF 
nehmen, ergibt sich eine Tiefpassgrenze, wenn ich richtig gerechnet 
habe, von 260kHz ( 1/(2*Pi*560*(270+820)*e-12)). Das liegt im 
Langwellenbereich und hat keinen Einfluß auf den Hörbereich. Der Trafo 
dürfte also alleine für die obere Frequenzgrenze verantwortlich sein.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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> abgesehen davon, dass evtl. keiner möchte das du so einen guten
> Vorverstärker verhunzt.
> Du kannst nicht einfach mal da einen Kondensator tauschen und da eine
> Spule. Das ist ein abgestimmtes System was an der Eingangsbuchse anfängt
> und an der Ausgangsbuchse aufhört.

Ob ich an dem Verstärker rumhunze ist allein meine Sache! Außerdem geht 
nichts davon kaputt wenn man Bauteile sorgfältig auslötet und aufbewahrt 
um sie ggf. wieder einzusetzen. Sollte es eine klangliche Verbesserung 
geben, prima dann hat der Verstärker nur gewonnen! Um den 
Originalzustand geht es mir schon lange nicht mehr. Das ganze Pult 
stammt ja aus einer Senderegie und das hat mit den Anforderungen eines 
modernen Aufnahme/Mischstudio relativ wenig zu tun. Insofern musste das 
Pult eh umgebaut werden. Noch eine konkrete Frage: Die kleine Schaltung 
am Eingang vor dem Trafo, was macht die genau? Es gibt ja auch andere 
Mikrofonvorverstäreker wo das Signal direkt auf den Trafo geht. Also 
scheinbar irgend ein Filter... Aber mit welchen Eigenschaften?
>
> Tilmann I. schrieb:
>> Da aber alles was ich damit aufnehme immer
>> einen leichten matten Schimmer hat (im vergleich zu Aufnahmen in anderen
>> Studios, jaja, Akustikverhältnisse, etc..)
>
> Genau da ist dein Problem. Sound ist subjektiv. Der Eine findet den
> toll, der Andere sagt, zu viele Bässe und der Dritte findet es matt.
> Vielleicht hast du deinen Aufnahmeraum zu stark bedämpft? Der Nachhall
> geht direkt in die Präsenz ein. Es gibt viele Möglichkeiten.
> Wenn dir dein Neumann-Mischpult nicht gefällt, dann leih dir doch im
> Musikfachhandel ein anderes aus und probier es damit. Wenn dir das dann
> besser gefällt, kannst du dein nicht verhunztes Neumann-Mischpult noch
> verkaufen.

Das Pult gefällt mir ja, und wenn ich andere Vorverstärker (Z.B API oder 
UA oder John Hardy) nehme meine ich dass es nicht so matt klingt! Darum 
bin ich ja darauf gekommen! Verkaufen kommt nicht in Frage, optimieren 
ist der Plan. Da ich leider kein studierter Elektronic-Ingenieur bin 
frage ich ja hier...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Danke lieber Christoph! Endlich mal eine sachliche Antwort die mir 
Informationen gibt! Aber was bewirkt die Spule in Verbindung mit den 
genannten Bauteilen?
K.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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@ Kai Klaas:
Sorry, hatte deinen letzten Beitrag übersehen!
Sehr informativ, warum nicht gleich so eine Antwort?
Werde ich mal ausprobieren, wenns gut klingt ist es ja eine 
Wertsteigerung (für mich im Nutzen), wenn nicht wird es eben wieder 
zurück gebaut. Ich will das Ding ja nicht verschrotten, sonder meine 
Aufnahmequalität steigern...

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Aber was bewirkt die Spule in Verbindung mit den genannten Bauteilen?

Die Spule bewirkt, daß der 560R Widerstand nicht schon im hörbaren 
Bereich wirkt, denn da würde er das hörbare Rauschen erheblich erhöhen.

Das ist letztlich ein RC-Tiefpaßfilter, dessen Funktion durch die Spule 
für den Audio-Frequenzbereich aufgehoben wird.

Kai Klaas

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Sehr informativ, warum nicht gleich so eine Antwort?

Weil deine Überheblichkeit nervt!

Kai Klaas

Autor: ... (Gast)
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Tilmann I. schrieb:
> Ob ich an dem Verstärker rumhunze ist allein meine Sache!

Ja, aber dann frag uns nicht nach einem Rat.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Ok, dann bleiben die Bauteile schon mal drin.
Werde es mal bei Gelegenheit ausprobieren und dann hier mal berichten.
Ich sehe in meinen Fragen und Antworten keine größere Überheblichkeit 
als in einigen Antworten der übrigen beteiligten hier! Die letzten 
Antworten beantworten genau meine Eingangsfrage,  was also spricht 
dagegen sie gleich zu geben? Stattdessen wurde ich erstmal als Vollidiot 
abgestempelt... Ich habe zwei gesunde, trainierte Ohren und kenne auch 
meine Akustische Umgebung. Daher ist mir ja auch der Unterschied 
aufgefallen!
Trotzdem Danke für die Infos...
K.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Nochmal zum Thema Überheblichket: Wenn ich in einen Baumarkt gehe und 
sage ich möchte auf meinen alten Teppich Laminat legen, dann möchte ich 
doch auch keinen Vortrag bekommen wie schön aber Teppich sei und ich das 
Laminat lieber nicht legen soll...! Sondern ich möchte dann Auskunft 
über verschiedenes Laminat.

...Hätte ich es selbst ausrechnen können, hätte ich hier keine Frage
gestellt...

Danach hätte ich wohl einen "Smiley" setzten müssen damit es verstanden 
wird.
K.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Die letzten Antworten beantworten genau meine Eingangsfrage,  was also
>spricht dagegen sie gleich zu geben? Stattdessen wurde ich erstmal als
>Vollidiot abgestempelt...

Tilmann, du weißt nicht einmal, welche Funktion diese kleine Spule hat, 
bist aber der Meinung an einem absoluten Spitzenprodukt vergangener Tage 
"Made in Germany" mit ein paar Seitenschneiderkniffen die Eigenschaften 
verbessern zu können. Dabei hast du nicht den geringsten Schimmer, was 
für ein präzises Stück Technik du da vor dir hast.

Das tut einfach weh, wie du jeden Respekt vermissen läßt, vor allem, 
wenn du dann auch noch patzige Antworten gibst.

Kai Klaas

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Richtig, ich hatte keinen Schimmer was diese Spule für eine Funktion 
hat!
Und genau deshalb habe ich gefragt, aber kaum vernünftige Antworten 
erhalten! Oder siehst Du das anders? Hätte man mir gesagt da und da 
musst Du den und den Kondensator/Widerstand, etc herausnehmen, dann 
fällt die Höhensperre bei 16,8356 Khz weg wäre ich zufrieden gewesen. 
Oder umgekehrt, da kannst Du nichts dran ändern weil Sonst Bauteil XY 
anfängt zu oszilieren und hierund da dann die impedanz nicht mehr 
stimmt, etc wäre das für mich auch ne Antwort gewesen! Stattdessen musst 
ich meine Frage zigmal widerholen um überhaupt eine Antwort zum Thema zu 
erhalten! Trotzdem Danke für die mühsam ergattertetn Infos, aber das 
hier weiter zu führen bringt ja wohl niemandem was. Frohes Fest und 
einen guten Rutsch allerseits!
K.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Frohes Fest und einen guten Rutsch allerseits!

Frohes Fest auch dir!

Kai Klaas

Autor: Eddy Current (chrisi)
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Naja, wenn das Pult aus einem Fernsehstudio stammt, mag man evtl. 
erhöhtes Interesse an der Unterdrückung der Horizontalfrequenz des 
TV-Signals haben, aber das ist jetzt reine Spekulation :-)

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Eddy,

>Naja, wenn das Pult aus einem Fernsehstudio stammt, mag man evtl.
>erhöhtes Interesse an der Unterdrückung der Horizontalfrequenz des
>TV-Signals haben, aber das ist jetzt reine Spekulation :-)

Damit liegst du völlig richtig! Das ist kein Zufall, daß die 
Parallelresonanz genau bei 15,6kHz liegt. Das Tiefpaßfilter müßte nicht 
so umständlich aufgebaut sein, nur um den von der Studionorm 
vorgegebenen Frequenzgang zu erfüllen...

Kai Klaas

Autor: ... (Gast)
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>erhöhtes Interesse an der Unterdrückung der Horizontalfrequenz des
>TV-Signals haben,

15625Hz, richtig, nur leider sieht man in dem Datenblatt des Herstellers 
(siehe Oben) bei der Frequenzgangkurve keinen Einbruch bei der Frequenz.
Um das genau sagen zu können müsste man mal den Frequenzgang aufnehmen.
Das wäre ein sinnvolle Betätigung des TEs. Ein PC mit guter Soundkarte 
reicht dazu aus.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Bei einem Hörtest beim Ohrenarzt fällt die 'Eckfrequenz' irgendwo bei 
10KHz. Nur junge Menschen können höhere Frequenzen wahrnehmen. Die 
Aussage bezieht sich natürlich auf einen brauchbaren Schalldruck. Mit 
erhöhtem Pegel geht auch mehr. Der bekannte Effekt, daß lautere Musik 
besser klingt. Wird ja heutzutage umfassend ausgenutzt. Bei der 
Zeilenfrequenz früherer Tage haben alle älteren Semester zerstörte 
Sinneszellen. Ich selbst kann mich noch an die Wahrnehmung dieser 
Frequenz erinnern.

Warum nun überhaupt den Frequenzgang weiter raus bügeln, wäre doch dann 
eh sinnlos? Darüber werden endlose Diskussionen bei den 
Audiofetischisten gewoben. Meiner Meinung nach ist es so: Zwar wird 
niemand bei 20KHz irgendwas großartig hören, vor allem nicht mit 
normalen Lautsprechern. Aber die sich runtermischende 
Verzerrungsprodukte (aus diversen Nichtlinearitäten) aus diesem oberen 
Frequenzbereich landen wieder im weit tieferliegenden Bereichen. Zwar 
mit erheblich niedrigerem Pegel, aber dennoch hörbar, da im optimalen 
Bereich ein gesunder Mensch gute 120dB Dynamik wahrnehmen kann.


Zu den erwähnten 44,1KHz möchte ich mich lieber nicht auslassen. 
Stichwort wäre Phasengang/Gruppenlaufzeit real realisierbarer Filter.


PS: Meine private Normierung ist KHz. Nicht das das mokiert wird.

PPS: Babys können bis ca. 40KHz wahrnehmen.

PPPS: Und die Mär das Katzen und Hunde wesentlich besser als Menschen 
hören, ist übrigens auch Blödsinn. Sie haben nur ein auf höhere 
Frequenzen getrimmtes Hörsystem. Allenfalls die beweglichen Orgen vor 
allem der Katzen bringen einige dB an Richtungshören.

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