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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Was macht diese Schaltung?


Autor: Kapitän Nuss (Gast)
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Ich blick nich ganz durch, warum 2 Kondensatoren?
100n und 1µF.

Würde nicht auch ein Kondensator reichen und die Komparatoren mit 
Spannungsteiler auf unterschiedlichen Spannungen legen?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Kapitän Nuss schrieb:
> Ich blick nich ganz durch, warum 2 Kondensatoren?
> 100n und 1µF.

Mehrere Möglichkeiten gibt es:

Weil man beim anlegen der Betriebsspannung ein definiertes Verhalten 
haben will (weil's der Entwickler so möchte.).


Weil man damit Störimpulse unterdrückt.


Etc.

>
> Würde nicht auch ein Kondensator reichen und die Komparatoren mit
> Spannungsteiler auf unterschiedlichen Spannungen legen?

Es kommt halt darauf an was Die Schaltung letztlich machen soll. Erst 
wenn man das festgelegt hat (s.o.) kann man sich über die Beschaltung 
einigen.

Autor: Blaubeuren (Gast)
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ein helleres Blau gabs nicht?

Autor: Kapitän Nuss (Gast)
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Blaubeuren schrieb:
> ein helleres Blau gabs nicht?

Im Prinzip schon, hab ich nur nicht hingekriegt.
Hatte den Schaltplan als HPGL-File vorliegen.
Habe ihn mit Viewplot eingelesen und als Screenshot in Paint 
weiterbearbeitet: Farben umkehren, (Original war rot auf Schwarz) 
Ausschnitt wählen, Namen der Firma und Label entfernen.

Autor: Blaubeuren (Gast)
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Ohne die 2 Cs würden die 2 OPs gleiches Vehalten zeigen, sie schalten 
bei der Schaltschwelle U/2 (1k||1k), oder sie flattern ohne eine 
Kopplung.
Mit Cs bekommen sie eine dynamische Komponente.

Autor: MaWin (Gast)
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> Mit Cs bekommen sie eine dynamische Komponente.

Bessere wird's dadurch aber auch nicht.

Man muss einfach erkennen, daß manche Entwickler auch Mist bauen.

Autor: Mike J. (Gast)
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Du hast am negativen Eingang eine Spannung von 2.5V und am positiven 
Eingang kannst du eine Gleichspannung ranlegen, Sinus oder auch PWM ... 
irgend ein Signal jedenfalls welches je nach Signalform das Vermögen hat 
den Kondensator auf <2.5V oder >2.5V zu bringen.

U Kondensator > 2.5V | Ausgang vom OpAmp ist High.

U Kondensator < 2.5V | Ausgang vom OpAmp ist Low.

Es ist hier eigentlich egal ob der Kondensator nach + oder GND geht.

C9 ist größer als C10 also wirken sich Schwankungen schneller auf C10 
aus.


Kommt echt auf die Bedingungen drum rum an.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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> Was macht diese Schaltung?
ich würde sagen an 230V~ explodiert sie und versengt dir die barthaare.

ich denke es ist immer eine frage der externen bedingungen. die 
verschiedenen kondensatoren haben z.b. auch ein verschiedenes verhalten 
bei gleicher frequenz des eingangssignal.

Autor: Eddy Current (chrisi)
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Interessenaterweise ist das geometrische Mittel der beiden 
Grenzfrequenzen genau 1.0 Hz. Was sagt uns das?

Autor: HildeK (Gast)
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>Würde nicht auch ein Kondensator reichen und die Komparatoren mit
>Spannungsteiler auf unterschiedlichen Spannungen legen?
Nein.
Jetzt produziert die Schaltung zwei zeitversetzte Pulse, der im oberen 
Zweig ist etwas später dran als im unteren aber beide sind weitgehend 
gleich lang.
Bei deinem Vorschlag wäre ein Puls kürzer als der andere.


Welche Art von Signale liegen überhaupt an (Frequenz, Form)?
Je nach Art könnte die Erklärung auch anders lauten müssen.

Autor: Kapitän Nuss (Gast)
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Also der Eingang (R9 & R10) dort liegt die meiste Zeit High Pegel an.
Dann gibt es zwei Sorten von (low) Impulsen ca. 100ms lang und ca. 1s 
lang.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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ach na gugg mal einer an.

dann wird diese schaltung wohl feststellen können wie lang dieser impuls 
war und den entsprechenden ausgang aktivieren.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ich blick nich ganz durch, warum 2 Kondensatoren?
>100n und 1µF.

Erstens einmal ist es unmöglich die Funktion zu analysieren, ohne den 
Rest der Schaltung zu kennen. (Aus welchem Roman stammt dieser Halbsatz: 
"...und sagte darauf..."??)

Zweitens sehe ich zwei Komparatoren ohne Hysterese, die am Eingang 
zusätzlich so stark abgebremst wurden, daß sie wild schwingen können, 
wenn die jeweiligen Eingangsspannungen gleich groß sind. Einen 
Komparator schwingen zu lassen ist niemals eine gute Idee, auch wenn 
ausgangsseitig Maßnahmen zur Unterdrückung der überflüssigen Flanken 
getroffen werden.

Also, mit einem Wort: Murks!

Kai Klaas

Autor: Kapitän Nuss (Gast)
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Kai Klaas schrieb:
> Zweitens sehe ich zwei Komparatoren ohne Hysterese, die am Eingang
> zusätzlich so stark abgebremst wurden, daß sie wild schwingen können,
> wenn die jeweiligen Eingangsspannungen gleich groß sind. Einen
> Komparator schwingen zu lassen ist niemals eine gute Idee, auch wenn
> ausgangsseitig Maßnahmen zur Unterdrückung der überflüssigen Flanken
> getroffen werden.
>
> Also, mit einem Wort: Murks!

Der Komparator braucht eine minimale Änderungsgeschwindigkeit (sollte im 
Datenblatt des LM393 stehen) der Spannung pro Zeiteinheit. Diese ist 
hier @2,5V vorhanden.

Es wurde schon alles zur Funktion dieser Schaltung gesagt:

>Also der Eingang (R9 & R10) dort liegt die meiste Zeit High Pegel an.
>Dann gibt es zwei Sorten von (low) Impulsen ca. 100ms lang und ca. 1s
>lang.

>dann wird diese schaltung wohl feststellen können wie lang dieser impuls
>war und den entsprechenden ausgang aktivieren.

Eigentlich könnte dieser Thread jetzt geschlossen werden, aber halt noch 
nicht, da fehlt ja noch die Optimale Superschaltung von Kai Klaas die 
wir alle sehnsüchtig erwarten!

Autor: Manfred von Antenne (dipol)
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> ..da fehlt ja noch die Optimale Superschaltung von Kai Klaas die
>wir alle sehnsüchtig erwarten!

Was hast du gegen Kai Klaas?
Er ist einer der fähigsten hier. Immer(?) defensiv in seiner 
Argumentation, immer sehr kompetent.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Der Komparator braucht eine minimale Änderungsgeschwindigkeit (sollte im
>Datenblatt des LM393 stehen) der Spannung pro Zeiteinheit. Diese ist
>hier @2,5V vorhanden.

Ja, aber du vergißt, daß der Komparator beim Schalten durch 
Laststromänderungen Störungen auf der Versorgungsspannung produziert, 
die ihn zum Schwingen anregen können. Auch interne Veränderungen beim 
Umschalten können ihn instabil machen. Außerdem können seine 
Ausgangsflanken beim Umschalten durch Streukapazität auf den "-" 
Eingängen rückkoppeln. Deswegen sollte die Referenzspannung an den 
Eingängen auch eigentlich entkoppelt werden, was hier auch nicht der 
Fall ist.

Eine Hysterese beseitigt üblicherweise diese Probleme, indem die 
positive Rückkopplung die Ursache des Schaltvorgangs verstärkt und den 
Komparator schnell und sicher aus dem Schaltbereich herausholt.

Kai Klaas

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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tjo muß man sagen da hat er recht.
eine kleine hysterese sollte schon sein.

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