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Forum: HF, Funk und Felder Loop Antenne Frequenz messen


Autor: Basti (Gast)
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Hi,

ich bastle grad meiner neuen Loop. Ich möchte sie gern abstimmbar 
machen, per µCOM. Der würde quasi immer im Sleep liegen, und dann per 
Ext. Interrupt "geweckt" und die Spannung für die Varicaps einstellen.

Nun möchteich allerdings die möglichkeit besitzen, den Controller Grob 
eine Frequenz einstellen zu lassen und am anderen ende nur feinregeln...

Kann ich das empfangene Signal verstärken und die Frequenz einfach so 
messen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Basti schrieb:

> Kann ich das empfangene Signal verstärken und die Frequenz einfach so
> messen?

Dazu müsstest du einen ziemlich dicken und reinen Sinus anliegen
haben.

Autor: Basti (Gast)
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Also ist Pegelmessung zB der ZF am Empfänger meine einzige Möglichkeit, 
abgesehen vom Eichen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du könntest auch einen kleinen Signalgenerator anschalten und
dann das Stehwellenverhältnis messen.  Das ist letztlich das, was
man beim Sendebetrieb als Abgleich macht.

Autor: Radiobastler (Gast)
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Hängt ein Sender an der Antenne, kann man einen "Lernmodus" in den 
Controller implementieren.
Der erste Abstimmvorgang dauert lange, bis der Controller den besten
Abstimmpunkt mit der aktuellen Frequenz ermitteln konnte. Dieser Punkt 
wird dann automatisch abgespeichert.
Anschließend werden zur Antennenabstimmung ersteinmal alle Speicher 
gescannt
und versucht, eine passende Anpassung zu finden.

Wird nur ein Empfänger verwendet, dann würde ich die Antwort von Jörg
aufgreifen. Damit lässt sich eine Antenne gut vorabstimmen.

Doch woher bekommt der Controller seine Information, auf welcher
Frequenz der Empfänger gerade abgestimmt ist, bzw. abgestimmt werden 
soll
um die Antenne nachzustimmen?

Autor: Michael M. (technikus)
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Basti schrieb:
> Also ist Pegelmessung zB der ZF am Empfänger meine einzige Möglichkeit,
> abgesehen vom Eichen?
Pegelmessung der ZF ist problematisch, da jeder bessere Empfänger den 
Pegel der ZF nachregelt. Wenn, dann Messung der Regelspannung. Die wird 
meist auch für die Feldstärkeanzeige (S-Meter) hergenommen und öfter als 
RSSI bezeichnet. Bringt aber auch nichts, wenn das empfangene Signal 
keine konstante Feldstärke hat. Selbst ein Radiosender mit Schwund 
(Fading) dürfte da ganz schöne Probleme machen. Vorab gespeicherte Werte 
sind da wohl effektiver.

Wenn Sendebetrieb angedacht ist, eignet sich der wohl besser zum 
Abstimmen. Da läßt sich auch die aktuelle Betriebsfrequenz dann schön im 
µC messen.

Radiobastler schrieb:
> Doch woher bekommt der Controller seine Information, auf welcher
> Frequenz der Empfänger gerade abgestimmt ist, bzw. abgestimmt werden
> soll um die Antenne nachzustimmen?

Mit etwas Glück spuckt der Empfänger die an einer Schnittstelle digital 
aus. Dann braucht man noch eine zusätzliche Steuerleitung vom Empfänger 
zum Abstimm-µC. Ansonsten entweder Empfänger-Modifikation oder einfacher 
eine manuelle Steuerung, bei der man die Frequenz der Antenne von Hand 
einstellt.

Autor: Basti (Gast)
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könnte ich ja so machen, dass ich das audion einfach ordentlich zum 
schwingen bringe, und so die frequenz messen kann, also übersteuern -> 
Knopfdruck ->messung...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael M. schrieb:
> Wenn Sendebetrieb angedacht ist, eignet sich der wohl besser zum
> Abstimmen.

Ich denke, das hat er eher nicht vor.  Er schrieb da was von
Kapazitätsdioden, mit denen das Teil abgestimmt wird.

Basti schrieb:
> könnte ich ja so machen, dass ich das audion einfach ordentlich zum
> schwingen bringe, [...]

Lieber nicht.  Das ist völlig unkontrolliert, und wenn du zu viel
Leistung draufhaust, knallt es dir am Ende womöglich noch die
Kapazitätsdioden durch.  (Vor 30 Jahren hieß es in Amateurfunkkreisen
scherzhaft, dass man, wenn man ein Audion mit einer EL12spezial
aufbaut, damit auch mehrere Kilometer überbrücken könne. ;-)

Ich dachte eher an einen kleinen durchstimmbaren Generator (eine PLL
oder vielleicht sogar eine kleine DDS, wenn du nur bis Kurzwelle
kommen willst, gibt's da inzwischen einige nicht allzu teure ICs
von Analog Devices, und die Qualität das Ausgangsfilters spielt für
diese Anwendung auch keine große Geige), den du über eine Richtkoppler
anschließt.  Das Ganze dann statt des Empfängers an die Antenne zum
Abstimmen, danach dann wieder umschalten auf den Empfängereingang.

Autor: Nils (Gast)
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Nur mal so ins Blaue:

Parallel zur selektiven Loop-Antenne könnte man ja einen simplen 
DC-Empfänger mit selben Frequenzbereich aufbauen, und mit einem 
Sägezahngenerator wobbeln. Das Rauschmaximum, bzw. Signalmaximum wäre 
dann die Abstimmfrequenz der Loop.
Ist mir grad so in den Sinn gekommen und ist noch nicht genau 
durchdacht. Da gibt es sicher ein paar Feinheiten wie:
- starke Ortssender, die ein stärkeres Signal als das Rauschmaximum 
erzeugen
- Optimierung der Anzeigegeschwindigkeit und Genauigkeit.
Evt. könnte man per Mikrocontroller + DA-Wandler + Varicaps in mehreren 
Schritten Wobbeln.

Gruß,
Nils

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