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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Überqualifiziert


Autor: Dazulerner (Gast)
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Hallo,

ich bin Dipl.-Ing (FH) Nachrichtentechnik und gerade dabei weiter zu 
studieren (Fernuni). Ich habe mich für Mathematik entschieden (bin jetzt 
im 2 Semester), weil mich die Mathematik sehr interessiert. Ausserdem 
finde ich, dass der Mathestoff an der FH einfach nur auf Aufgabenrechnen 
und nicht auf Verständnis ausgelegt war und ich da einiges aufzuholen 
habe. Nun gut. Meine Frage lautet:

Werde ich später von Personaler als Überqualifiziert angesehen?

Mich würde später auch eine Stelle in der Forschung interessieren, aber 
festlegen möchte ich mich jetzt noch nicht. Ich will mir durch mein 
zusätzliches Studium nur nicht die Chance auf einen guten Arbeitsplatz 
verbauen. Was meint ihr?

Autor: Gast9 (Gast)
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Ich hätte an Deiner Stelle eher eine Promotion angestrebt. Ja, das geht 
inzwischen, je nach Uni, ggf. durch eine Zusatzqualifikation und einen 
Doktorvater, der das unterstützt.

Autor: Dazulerner (Gast)
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Hi Gast9,

so wie ich das von einigen Kommilitonen gehört habe ist es als FHler 
zwar theoretisch möglich, praktisch aber auch fast unmöglich zu 
promorieren. Das Problem liegt daran einen Doktorvater zu finden der 
dich nimmt.
Die andere Frage wäre ob ich mir das mit meinen heutigen Wissensstand 
überhaupt zutrauen würde (vor allem mathematisch :-))

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Wenn du bisher nicht ausgelastet warst und Interesse an Mathe hast,
dann mach das doch.
Das ist in dem Fall nicht überqualifiziert, sondern angemessen.

Autor: Johnny (Gast)
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Dann packst Du deine Sachen, gehst für 3 Jahre ins englischsprachige 
Ausland (UK, Australien, Canada oder USA) und machst dort deinen PhD. 
Ist alles möglich und einige Kommulitonen haben es auch so gemacht....

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Eine Ausbildung sollte man nicht auf die sofortige Wirkung im 
Arbeitsmarkt bewerten. Ein Matheabschluss ist immer gut zum Rumwedeln, 
auch wenn man schon fast alles vergessen hat. Es zeigt ein Leben lang, 
man hat sich fuer etwas interessiert, hat etwas drauf und hat es 
durchgezogen. Das ist eine signifikante Aussage. In dem Sinne, mach's.

Autor: Dazulerner (Gast)
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@ Klaus:

Ich werd den Weg mit Mathe auf alle Fälle weiter gehen. Ist einfach zu 
interessant um jetzt aufzuhören.

@ Johny:

Ich hab Familie, daher ist das nicht so einfach mit dem Umziehen. Ist es 
mit FH Diplom im Ausland einfacher seinen Doktor zu machen als hier? Ist 
das dann nicht wie ein Doktor 2. Wahl?

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

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Ausland immer interessant, aber nicht höchste Priorität (auch wenn
es oft so dargestellt wird).
Bevor die Familie kaputt geht, ist es das sicher nicht wert.

Solange sich 20 Bewerber mit sonst ähnlichen Qualitäten
um einen Job prügeln, ist Ausland gut, solange es ein
"Alleinstellungsmerkmal" ist.
Das ist es aber eh schon lange nicht mehr, und mit dem, was
du vorhast, spielst du nicht mehr in der Masse der
Standardabsolventen, also würde ich im Zweifelsfall
auf Ausland pfeifen, wenn es nicht für dich wichtig ist.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Dazulerner schrieb:
> so wie ich das von einigen Kommilitonen gehört habe ist es als FHler
> zwar theoretisch möglich, praktisch aber auch fast unmöglich zu
> promorieren.

Die Zahl der Promotionen durch FH-Absolventen ist in den letzten Jahren 
jedenfalls gestiegen. Soviel zum Thema "fast unmöglich".

Autor: Insider (Gast)
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Das Problem ist aber, daß die Ausbildung ständig mit dem Arbeitsmarkt
korreliert.
Betrachtet man das Verhalten der PAs über Jahre hinweg , scheint
Ausbildung per se kaum noch zu interessieren - vorallem nicht,
was wer in welcher Zeit geleistet hat .

Krass gesprochen hat man nicht nur heute nix besseres zu tun als
jede Lappalie zur Lohndrückerei bzw Abstempelung zu mißbrauchen.

Ein quasi verlängertes Mathestudium ist bei üblichen Jobs net
gefragt bzw schon ein Manko, weil man zu teuer erscheint.

Es ist natürlich schon richtig erkannt zu haben , daß eine FH einen
nicht zur Fachkraft macht. Aber braucht Germany sog Fachkräfte
wirklich ?!  - Anbetrahct der Mckinseyisierung selbst schon des
Arbeitsamts sage ich nein ... Gehe gleich ins Ausland !

Autor: Paul (Gast)
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>Es ist natürlich schon richtig erkannt zu haben , daß eine FH einen
>nicht zur Fachkraft macht.

Gratulation, Ellenbogen erfolgreich rausgehalten. Was ist man nach einem 
Hochschuleabschluß an einer FH denn? Hilfskraft? Und das mit dem 
zweithöchsten Bildungsabschluß in Dtl.

Im Ausland ist eine Promotion mit FH-Diplom wesentlich einfacher. Dort 
wird es als 4jähriger Bac. w/ honours gewertet und der ist 
promotionsberechtigt.
In Deutschland ist die Promotion mit FH-Diplom wesentlich einfacher 
geworden Mit einem interessanten Thema und guten Noten kann man einen 
Dr.-Vater finden. V. a. Ostdeutschland hat in den 
Hochschullandesgesetzen das kooperative Promotionsverfahren 
festgeschrieben. Z. b. HTW Dresden/HTWK Leipzig mit der TU Dresden. 
Viele Professoren an den FHen haben auch noch guten Draht zur TU, weil 
die FH früher selber TH waren.

Sorge Dich nicht, ob Du überqaualifiziert bist. Die Personaler legen 
jeden Mist aus Deinem Lebenslauf so aus wie sie es brauchen, nur um 
einen Grund zu finden, Dich nicht oder billig einzustellen. Was Du 
machst, es wird Dir als falsch angerechnet. Mache es für Dich.

Autor: Delete Me (skywalker)
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Die Frage nach dem überqualifiziert stellt sich doch eigentlich nur 
genau dann, wenn du dich auf eine Stelle bewirbst bei der von vornherein 
feststeht, dass die Tätigkeit deutlich unterhalb deiner Qualifikation 
ist. Wenn du nach dem Mathestudium sowieso mit einer Stelle im 
Forschungssegment liebäugelst, dann wirst du dafür sicher nicht 
überqualifiziert sein. Ganz im Gegenteil, gerade Personen, die sich in 
mehreren Richtungen vertieft haben, sind gefragt, eben weil sowas selten 
ist. Bewirbst du dich natürlich auf eine Stelle zum 
Handy-Zusammenschrauben (um es mal überspitzt zu formulieren) wird dir 
vielleicht schon gesagt werden, dass du dafür eigentlich 
überqualifiziert bist.

Autor: Dazulerner (Gast)
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Danke für eure zahlreichen Antworten.

Ich glaub ich werd jetzt erst mal in Ruhe weiter studieren und dann 
weiter schaun.

>Es ist natürlich schon richtig erkannt zu haben , daß eine FH einen
>nicht zur Fachkraft macht.

das wollt ich damit nicht sagen.
Ich finde, dass ich für 90% der Ingenieurjobs genug theoretisches Wissen 
habe um meine Arbeit gut zu machen.
Nachdem ich mir aber letztes Jahr ein gutes Mathebuch angeschaut habe, 
bin ich der Meinung, dass ich meine Arbeit mit fundierten 
Mathematikwissen (was an der FH nicht gegeben war) effektiver erledigen 
kann.

Autor: Paul (Gast)
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>Nachdem ich mir aber letztes Jahr ein gutes Mathebuch angeschaut habe,
>bin ich der Meinung, dass ich meine Arbeit mit fundierten
>Mathematikwissen (was an der FH nicht gegeben war) effektiver erledigen
>kann.

Ein Mathebuch für Mathematiker? Sorry, auch ein Uniingenieur hat nie die 
Tiefe in der Mathematik wie ein Mathematiker.

Autor: Insider (Gast)
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Hallo,

ne , ich habe nicht die Ellenbogen rausgehalten aus dem
Hamsterrad bin ich raus .

Der FH ist das, was diese gerne schon immer gerne raushängen
ließen. Man lernt dort für die Praxis  - Nur wofür lernt
man an einer Uni - etwa nicht für die Praxis ?

Also ein FH BA Bachelor ersetzt bestenfalls einen Techniker
aber für typische Positionen ab Gruppenleiter aufwärts sollte
keine Firma solche einsetzen.

Nur, wenn man sich heute umschaut in den Firmen erfolgt die
Stellenbesetzung zu oft durch solche Praktiker - was bei
raus kommt ist offensichtlich - zudem dito man nicht das
Ausbildungsfundament besitzt diesen "Beratern" die Stirn zu
bieten.

Hinzu kommt ,daß diese "Unterqualifizierten" dafür sorgen ,daß
der Firma nicht die Erstklassigen Kräfte bekommt ,die ansich nötg
wären -- eine der Hauptursachen des Fachkräftemangels schlechthin.

Nur wer gibt diese kollektive Fehlebesetzung zu ? . Das kaschiert
man liebr mit Kosteneinsparung die typischerweise der Sache den Rest
gibt

Bzgl Überqualifiziert .. Was für Kapazitäten in Weltfirmen
sitzen dazu dies :

man schreibt EINE Bewerbung  - es kommen ZWEI Absagen. Entscheidend
hierbei, daß bei der einen man ÜBER bei der anderen UNTERqualifiziert
sei ( wohlgemerkt für die gleiche Position... )

Bzgl TU --> FH  jaja Deutschland verostet, mittlererweile fängt der 
Osten
schon am Rhein an , nicht...

Autor: Paul (Gast)
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>Der FH ist das, was diese gerne schon immer gerne raushängen
>ließen. Man lernt dort für die Praxis  - Nur wofür lernt
>man an einer Uni - etwa nicht für die Praxis ?

Immer das Geschwafel mit Praxis. Weder an der FH noch an der Uni lernt 
man Praxis. Beide Hochschultypen sind verkopft, die Uni natürlich noch 
mehr. Mal ehrlich mit all dem, was man an der Fh an Theorie eingestopft 
bekommt oder gar an der Uni, ist man doch für die Bedürfnisse in der 
realen Welt weltfremd ausgebildet. In der Entwicklung kann man nicht 
gleich loslegen, weil all die Formeln und Methoden völlig weg der 
Ansprüche im Arbeitsfeld sind. Als Gruppenleiter braucht man das auch 
nicht. Praxis lernt man erst während der Arbeit oder in geringem Maße 
vorher als Bastlerkarriere.

PS.: DU behauptest zwar, du hälst den Ellenbogen nicht raus, 
gleichzeitig mobbst Du den Bachelor (Uni natürlich ausgenommen ;-)) auf 
Technikerniveau.

Autor: Paul (Gast)
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>Bzgl TU --> FH  jaja Deutschland verostet, mittlererweile fängt der
>Osten
>schon am Rhein an , nicht...

Verstehe die Aussage dahinter nicht, in der DDR gab es m. W. nur 2 TUen 
(Dresden, Karl-Marx-Stadt). FHen gab es überhaupt nicht.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Insider schrieb:
> Der FH ist das, was diese gerne schon immer gerne raushängen
> ließen. Man lernt dort für die Praxis  - Nur wofür lernt
> man an einer Uni - etwa nicht für die Praxis ?

Ganz genau, man lernt an der Uni zu einem guten Teil nicht für die 
Praxis, sondern für eine Berufslaufbahn die eher in der 
Grundlagenforschung liegt.

> Also ein FH BA Bachelor ersetzt bestenfalls einen Techniker
> aber für typische Positionen ab Gruppenleiter aufwärts sollte
> keine Firma solche einsetzen.

Es gibt internationale Großkonzerne die das anders sehen als Du. Könnte 
das daran liegen, dass Du keine Ahnung hast? :-)

> Hinzu kommt ,daß diese "Unterqualifizierten" dafür sorgen ,daß
> der Firma nicht die Erstklassigen Kräfte bekommt ,die ansich nötg
> wären -- eine der Hauptursachen des Fachkräftemangels schlechthin.

Was für ein gequirlter Blödsinn. Trink nicht so viel, das bekommt Dir 
nicht.

Autor: Insider (Gast)
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hallo,

es kommt natürlich drauf an ,was man unter "Praxis" versteht

Ich zB habe IMMER in der Entwicklung sofort losgelegt , sowohl
was die Verfahrenstechnik betrifft und Dank meinereiner zum Erfolg
geführt wurde als auch in der IT , wo man aus dem Stand erwartete,
schon kurzfristig ganze Projekte nebst Beseitigung gewisser
Kollateralschäden ( zufällig verursacht durch FH-ler ) zu beseitigen.

Dies geht natürlich nicht ,wenn man mit 22,5 quasi dem Kindergarten 
entsprungen ist bzw sein soll.

Hierzu benötigt man idealerweise ein Doppelstudium und Konzernerfahrung,
die man sich über Jahre nebenbei zum Studium  aneignet .

Also Dinge ,die in dieser Form heute gar nicht mehr möglich sind
und man schon seit längerem offenkundig sieht wie man auf gewisse
Dinge derzeit reagiert.

Bzgl Gruppen - oder sonstwas Leiter ( weil der das net braucht )

Oh doch , der braucht das , der muß ggfs den Quark auslöffeln können!


Was man in der Praxis lernen muß, ist natürlich mit gewissen
Kompetenzhaubitzen klarzukommen. Also Teamworkinfusionen anzulegen
Diese "Spezialisten" sind in praxi mit derartigen Salben geschmiert,
daß das Stören des Systems ( auch zum Wohle der Firma ) einem
zum Problem werden kann.

bzgl Großkonzern etc . Wir wissen ,was die Intention der Gk ist
mit diesen Bachelor , oder besser stark verschulten Soldateska-
lehrgängen.   Je flacher das Ausbildungsniveau effektiv ist , desto
kürzer ist der avisierbare Denkhorizont. Nur, was verwechselt wird
ist Postenkompetenz mit wirklicher Kompetenz.
Dieses learing by doing funktioniert nicht ausschließlich.

Ich kenne Großkonzerne, dort ist die Abteilung auf einen Mann
zusammengeschmolzen - der Dr.Ing leitet sich selbst und muß auch
noch die Arbeit machen, die seine Leutz früher gemacht haben.
Einer ist kurz vor karushi , so das bekannt ist ..
Alles Dank einer "weitsichtig" handelnden mckinseyoptimierten GF ...

das bestätigt eine gewisse Aussage oben ( Brandis Anzweiflung)

Bzgl Grundlagenforschung: das ist richtig, da gehört manches etwas
entschlackt- also gewisse Dinge nicht schon im Vordiplom zur
Erhöhung der DFQ ... sondern im Hauptdiplom nur und hier im Sinne
Vertiefer nur für wirkliche Forschertypen ( und nur die sollten
auch promovieren ) Somit kann man individuell vertiefen.

Für kritisch halte ich es ,wenn - wie auch bei mir geschehen - man
Topleute nur für Projektspitzen braucht - und genau derart sind
btw sehr viele Personalanzeigen formuliert .
Anschließend vermeintlich keinen Bedarf hat und nach nem 3/4 Jahr
wieder vom Fachkräftemangel schwafuliert.
Selbst heute redet man davon nur um - sagen wirs ehrlich - genug
Lohndrückervieh in den Unis zu haben.

Meine letzte Position in einem Gk war Bereichsleitung , ich weis
also genau , worüber ich spreche bzgl gewisser GL oder AL Posten.
Und natürlich, wer da so sitzt und was er bewirkt....


Insofern wiederhole die "Trinkeraussage" , daß typischerweise kein
AL GL einen reinholt ,dessen Qualifikation über einem liegt. Soetwas
touchiert das Standing der typischen Führungsperson .

btw ich vertrage keinen Alkohol noch rauche ich irgendwelches Kraut ;-)

( also mark brandis , genieße weiter deine Brandys ;-)  )

Nicht daß jetzt einer denkt , ich würde etwas im Sinne Eliteausbildung
a la francais propagieren.

Ich sage auch , daß es wenig zweckmäßig ist , daß eine zb v.d. Leyen
für den Ministerjob derzeit wirklich geeignet ist .  Dort sollte eher
einer/eine sitzen , die idealerweise mal 3 Jahre arbeitslos war
800 Bewerbungen quer durch deutschland verschickt hat und netterweise
am 24.12 gleich 5 oder mehr Absagen im Briefkasten findet -- und
zu guter letzt noch mit H-IV genötigt wird .... Also jemandem ,der
IN PRAXI das Arbeitssystem "kennengelernt" hat und damit genau
weis, wovon er spricht.


"insider" ist ja nicht ohne Hintergrund gewählt.

Autor: Christoph (Gast)
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> Nicht daß jetzt einer denkt , ich würde etwas im Sinne Eliteausbildung
> a la francais propagieren.

Welche Eliteausbildung? Wenn du die Grandes Ecoles in Frankreich meinst, 
kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen, dass diese mit guten 
deutschen Unis absolut vergleichbar sind (außer vielleicht was die 
Studiengebühren an Business-Hochschulen angeht...).

Autor: Gastino G. (gastino)
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> ich bin Dipl.-Ing (FH) Nachrichtentechnik und gerade dabei weiter zu
> studieren (Fernuni). Ich habe mich für Mathematik entschieden (bin jetzt
> im 2 Semester), weil mich die Mathematik sehr interessiert. Ausserdem
> finde ich, dass der Mathestoff an der FH einfach nur auf Aufgabenrechnen
> und nicht auf Verständnis ausgelegt war und ich da einiges aufzuholen
> habe. Nun gut. Meine Frage lautet:
>
> Werde ich später von Personaler als Überqualifiziert angesehen?

1. Meistens sind Personaler eigentlich Personalerinnen. Oft junge, 
hübsche Dinger, die vorformulierte Stellenanzeigen in das entsprechende 
Tool eingeben, Fragen der Bewerber am Telefon beantworten, die 
Bewerbungen an die suchenden Abteilungsleiter weiterleiten. Anschließend 
telefonieren sie hinter denen dann wochenlang hinterher, um deren 
Entscheidung für Einladungen und mögliche Termine für 
Vorstellungsgespräche zu erfahren. Dann vereinbaren sie Termine mit den 
Kandidaten, bereiten diese vor und nehmen dann daran teil. Wenn sich der 
Abteilungsleiter letztendlich für einen Kandidaten entschieden hat, 
teilt er das der Personalerin mit, die daraufhin den ganzen 
organisatorischen Kram um Arbeitsvertrag und Einstellung abarbeiten 
darf.
Wenn Du also wissen willst, wem Du bei einem Vorstellungsgespräch schöne 
Augen machen sollst: Die Personalerin ist es ebenso wenig wie der 
Pförtner am Eingang.

2. Die Leute, die über Deine Einstellung entscheiden - also Deine 
späteren, potentiellen Vorgesetzten - schauen vor allem darauf, dass Du 
auf die Stelle passt und dass Deine Angaben irgendwie ein sinnvolles 
Bild ergeben. Bewirbst Du Dich frisch nach dem zusätzlichen Mathestudium 
auf einen Projektleiterposten, wird das fragende Gesichter zur Folge 
haben und die Wahrscheinlichkeit einer Einladung oder Anstellung 
mindern. Bewirbst Du Dich hingegen auf eine Stelle in Forschungs- oder 
Vorentwicklungsabteilungen, dürfte Deine "Story" deutlich besser 
ankommen.

> Mich würde später auch eine Stelle in der Forschung interessieren, aber
> festlegen möchte ich mich jetzt noch nicht. Ich will mir durch mein
> zusätzliches Studium nur nicht die Chance auf einen guten Arbeitsplatz
> verbauen. Was meint ihr?

Die Ausbildung sollte man nie völlig losgelöst von dem machen, was man 
später beruflich anstrebt.
Da Du nicht näher spezifizierst, was Du unter einem "guten Arbeitsplatz" 
verstehst, kann man Dir kaum einen konkreten Rat geben.

Autor: Paul (Gast)
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>Was man in der Praxis lernen muß, ist natürlich mit gewissen
>Kompetenzhaubitzen klarzukommen.

Na Insider, mir kommt langsam der Gedanke, Du bist eine Haubitze, wenn 
auch keine Kompetenzhaubitze. Onkel Kapott ist nicht zufällig Dein Name?

Autor: Insider (Gast)
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Hallo,

@ Christoph . Korrekt - nur in F kommt man mit solchen Abschlüssen
  unter . Wenn ich meinen Kommilitionkreis so ansehe ,dann muß man
  sich schon fragen ,wieso man es sich "antun" muß eine Uni wie
  TU München oder RWTH Aachen zu absolvieren und die "schönen Dinger"
  (und nicht nur die ) effektiv keinen Plan haben .
  Statt Qualifikation zu achten , betreibt man effektiv das genaue
  Gegenteil dessen . Von der darwinistischen Tatsache ganz zu schweigen
  das ein Ing ab 35 schon verrostet sein soll....
  Solche Aspekte sollte man bei der Bildungsplanung berücksichtigen,
  also Dinge , die früher eher wenig relevant waren.

  Also ums knallhart zu sagen . man muß von 24-34 so viel Kohle
  gemacht haben ,daß es "reicht"  - und wieviele sind das ?
  ich kenne das nur in Investmentbankerkreisen.

@ Gastino , ich gebe dir im wesentlichen Recht, nur das mit dem
  "irgendwie sinvoll" , das scheinen an gewissen Positionen einige
  nicht begriffen zu haben.

  Da ich mitunter mit gewissen Leuten ins Gespräch komme - aber nicht
  auf der Bittstellerebene eines Kandidaten ,sind u.U. manche Punkte
  ansprechbar.  Und was man da so hört ist offenkundig wenig
  schmeichelhaft.

@ Paul . na Paul ,so ein Spruch war zu erwarten - ne mit OK hab ich
  ich nix zu tun . Ich firmiere hierimmer als  Insider -obwohl ich
  schon Namensvettern hier lesen konnte
  Was ich hier ansprche, das hat schon seine Berechtigung: Es soll
  natürlich Leute geben, die das net lesen wollen .

Meine Zielauffassung funktioniert und ist richtig kalibriert
Schon wäre ich :

1. Eine Geisel der bankster - sprich Kreditsklave
2. oder gar schon längst Pleite.

Autor: Gastino G. (gastino)
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Insider schrieb:
> @ Gastino , ich gebe dir im wesentlichen Recht, nur das mit dem
>   "irgendwie sinvoll" , das scheinen an gewissen Positionen einige
>   nicht begriffen zu haben.
>
>   Da ich mitunter mit gewissen Leuten ins Gespräch komme - aber nicht
>   auf der Bittstellerebene eines Kandidaten ,sind u.U. manche Punkte
>   ansprechbar.  Und was man da so hört ist offenkundig wenig
>   schmeichelhaft.

Was ich damit sagen wollte, ist eigentlich: Passt der Werdegang halbwegs 
zu der angestrebten Stelle oder wirkt das eher planlos?
Macht jemand eine bestimmte Weiterbildung oder gar ein zusätzliches 
Studium, werden 99,9% der Leser annehmen, dass er damit auch eine 
bestimmte Richtung einschlagen will. Passt die kurz darauf abgesetzte 
Bewerbung dann überhaupt nicht dazu, wirft das eben Fragen auf.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Insider (Gast)

>  Gegenteil dessen . Von der darwinistischen Tatsache ganz zu schweigen
>  das ein Ing ab 35 schon verrostet sein soll....

Darwinistische Tatsache, soso.

>  Also ums knallhart zu sagen . man muß von 24-34 so viel Kohle
>  gemacht haben ,daß es "reicht"  - und wieviele sind das ?

Mann, o, Mann! Wie sehr muss dich das System verarscht und brainwashed 
haben, um so einen Müll auszukotzen? Massenvedummung par exellance!

So krank denken doch nur die Manager in den Hype-Brachen ala Automitive, 
Handy und IT. Dort wird man mit viel geld, HighTec Spielzeug und weiss 
der Geier was angelockt und in ein paar Jahren Workaholic-Leben 
verheizt! Die Ostfront war ein Scheißdreck dagegen.

Mitleidige Grüße
Fa - nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird - lk

Autor: Insider (Gast)
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Hallo

tja Falk , wir können das darwinistisch auch weglassen . Tatsache
bleibt Tatsache  .

Die andere Sache ist die, wer hier wen "verarscht" . Den "Müll" wollen
halt einige nicht hören oder wahrhaben oder sie sehens/blickens einfach
net.  Ich mußte letztlich auch ne Firma gründen und konnte das zum Glück
weil ich u.a. nie den Konsumhype mitgemacht habe und mitmache
Nur. Es kann nicht sein ,daß zb Leutz wie ich zwar Unternehmer werden
können ( nachhaltig) aber offenbar gewisse Qualifikationen nicht
ankommen bei ner PA ...  Das ist doch was faul ?!

Schau dir doch jetzt mal den Koch an.... Lieber mit coolen Sprüchen
daherkommen anstatt mal richtig aktiv zu werden . Der sollte selbst
mal ne Schaufel in die Hand nehmen anstatt dummquark daherzureden und
sich sein geld mit redlicher Arbeit verdienen.

Wo nix gekocht wird , kann auch nix gegessen werden .

Ansonsten bzgl : so krank denken ...  Du da bleibt hierzulande net
mehr viel übrig

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