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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltregler verbauen - welche Spule?


Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Hallo alle miteinander,

ich möchte gerne den LM 2575 T5,0 verbauen um mir eine stabiliserte 5V 
Spannung aus einem nicht-stabilisierten 12V Netzteil zu ziehen. Nun 
steht im Datenblatt, dass ich bei 5V Ausgangsspannung eine Induktivität 
mit 330µH verwenden sollte. Also mal schnell bei Reichelt geschaut, die 
haben nur zwei Induktivitäten im Angebot, welche noch dazu maximal 190mA 
bzw. 500mA vertragen. Ich würde das Ganze jedoch gerne so dimensionieren 
dass der maximale Strom möglich ist, d.h. 1A -> die Induktivitäten 
sollten mindestens 1.15 A vertragen. Besteht wirklich keine Möglichkeit 
derartige Induktivitäten (o.ä.) über Reichelt zu kriegen? Fände es etwas 
nervig wenn ich nun nur deswegen woanders bestellen müsste :(

: Verschoben durch Admin
Autor: A. K. (prx)
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Man kriegt alles dazu auch bei Darisus und dort gibt's ordentliche 
Ringkerndrosseln.

Bei R müsste man mangels passender Drossel auf die höherfrequenten 
Switcher umsteigen.

Autor: BMK (Gast)
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Biddeschön, 1,9A sollte doch wohl reichen
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=B51...

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Ou...

dankesehr. Ich hatte nach "330 µH" gesucht. Blöd nur, dass die bei 
vielen Induktivitäten scheinbar nur ein "µ" verwenden. Mit "330 µ" 
kriege ich mehr Treffer.

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Könnte ich auch die hier verwenden?

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=B51...

Die würde mir besser passen als SMD.

Autor: A. K. (prx)
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Ist keine Speicherdrossel sondern eine Entstördrossel. Wird wohl 
funktionieren, aber evtl. mit höheren Verlusten und vor allem dem 
massiven Streufeld einer Stabkerndrossel.

Keine Sorge, nicht für alle SMD-Bauteile benötigt man eine Lupe. Die ist 
fast 2cm lang und fliegt auch in vorgerückterem Alter des Löters nicht 
so schnell vom Tisch. ;-)

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Naja, mein "Problem" ist, dass ich mich gerade erst in die ganze 
Thematik reinfräse. D.h. ich habe in dem Bereich theoretische Erfahrung 
(Studium besteht zu 75% aus Elektrotechnik), aber ich möchte jetzt auch 
mal ein wenig was praktisch machen. Aus dem Grund habe ich ich im moment 
nur ein großes Steckbrett und ein paar Loch- und Streifenrasterplatinen. 
Wobei ich mir ja, denke ich, auch ein Adapter basteln könnte, über 
welches ich die SMD-Induktivität auch auf dem Steckbrett nutzen 
könnte...

Autor: A. K. (prx)
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Steckbrett und Schaltregler harmonieren nicht sonderlich gut.

Autor: MaWin (Gast)
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Reichelt hat so schon hunderte von Ringkernen, der kann nun nicht noch 
jede Windungsanzahl draufwicklen, das wären ja zehntausende Artikel.

Nimm nen T80-26 und wickle (mehrlagig) 84 Windungen mit 0.6mm drauf. Das 
sind die Daten die ein Berechnungsprogramm [1] ausspuckt, vermutlich 
wird der Kern dabei warm aber nicht heiss, sprich er ist gut 
ausgelastet.

1) http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/abw_smps.html
mit Daten aus: http://www.amidon.de/katalog.pdf

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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A. K. schrieb:
> Steckbrett und Schaltregler harmonieren nicht sonderlich gut.

Genauer gesagt wirst du damit vermutlich nur Probleme haben :-) Es gibt 
gewisse Design-Regeln für Schaltregler. Bestimmte 
Leitungen/Leitungskreise müssen niederinduktiv und/oder niederohmsch 
sein. Beide Anforderungen kann das Steckbrett pauschal nicht erfüllen.

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Hm, ok, dann werde ich wohl den Lötkolben schwingen müssen, danke für 
den Hinweis :)

Wieso klappt das denn nicht gut? Wegen der schlechten Kontakte?

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Ok, vielen Dank für die Erklärung :)

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Hallo,

ich wühl den Thread nochmal raus weil mir gerade etwas unklar ist.

Ich habe hier das Datenblatt vom LM 2575-5.0, das bin ich grad nochmal 
durchgegangen um die tatsächlich benötigte Induktivität zu ermitteln. 
Aus dem entsprechenden Diagramm lese ich nun ab, dass ich je nach I_out 
bei 12V V_in zwischen 220 und 1000µH benötigt. Ich frage mich jetzt nur, 
was mache ich, wenn ich noch überhaupt nicht weiß, wieviel Strom die 
nachfolgende Schaltung zieht? D.h. ich möchte jetzt eben einfach erstmal 
einen Schaltregler haben, den ich bis maximal 1A belasten kann. Das 
würde dann bedeuten, dass ich nur eine Induktivität von 220µH benötigt. 
Wie verhält sich die Schaltung aber dann wenn ich weniger Strom daraus 
ziehe, z.B. nur 0.5A oder 0.2A? Denn so wie ich das verstehe kann die 
Spule bei hohen Strömen kleiner sein weil sie schneller "geladen" werden 
kann. WÜrde das dann bedeuten, dass ich bei 200µH und 0.2A eine 
unsaubere Spannung erhalte? Und wie ließe sich sowas vermeiden?

Autor: A. K. (prx)
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Der kleine Balthasar schrieb:

> bei 12V V_in zwischen 220 und 1000µH benötigt. Ich frage mich jetzt nur,
> was mache ich, wenn ich noch überhaupt nicht weiß, wieviel Strom die
> nachfolgende Schaltung zieht?

Auf den Maximalstrom dimensionieren. Irgendeine Daumenpeilung musst du 
haben, denn der LM2575 geht nur bis 1A, für mehr musst du einen anderen 
Regler verwenden. Wenn du dich also für den LM2575 entscheidest, dann 
dimensioniere das für 1A und gut ist.

> Wie verhält sich die Schaltung aber dann wenn ich weniger Strom daraus
> ziehe, z.B. nur 0.5A oder 0.2A?

Bei geringer Teillast, frag mich nicht wann, läuft der Regler im 
diskontinuierlichen Modus, d.h. der Strom durch die Spule sinkt in der 
Abschaltphase auf 0, was dort zu hochfrequenten Oszillationen führt. Das 
ist weiter kein Problem für die Ausgangsspannung, kann aber zu 
EMV-Problemen (Funkstörungen) führen.

> Denn so wie ich das verstehe kann die Spule bei hohen Strömen
> kleiner sein weil sie schneller "geladen" werden kann.

Ja. Aber eigentlich wird andersrum ein Schuh draus. Eine niedrige 
Induktivität führt zu höherem Maximalstrom durch die Spule, weshalb die 
Sättigungsgrenze darauf ausgelegt sein muss. Wird der Regler für 
niedrigeren Strom mit höherer Induktivität dimensioniert, dann ist im 
der Maximalstrom entsprechend geringer und die Sättigungsgrenze der 
Spule darf entsprechend niedriger ausfallen (führt zu kleinerer 
Bauform). Allerdings werden dann bei relativer Überlastung ggf. die 
Spule und Regler überhitzt.

> WÜrde das dann bedeuten, dass ich bei 200µH und 0.2A eine
> unsaubere Spannung erhalte?

Nein.

Autor: Der kleine Balthasar (Gast)
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Vielen Dank für die Erklärung, dann werde ich die Spule für 1A auslegen 
und mich ein wenig mit EMV beschäftigen... irgendwann muss man ja mal 
anfangen es zu lernen :)

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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...und lass' Dich von so'n bisschen SMD nicht abschrecken. Man kann auch 
damit sehr leicht und schnell Prototypen aufbauen (siehe Bildchen - 
rechts z.B. mit Regler im SO8 (unter dem KK)).

Alles was man braucht ist ein bisschen Platinenmaterial, ein Dremel 
(o.ä.) mit kleinem (Kugel-)Fräser und etwas Mut.

Autor: Tiesto (Gast)
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Als Speicherdrosseln für SMD empfehle ich generell die IHLP* - Typen. 
Die lassen sich extrem hoch aufladen, ohne zu sättigen. Haben 
unglaubliche Strombelastbarkeit für die Größe. Sind halt etwas teurer, 
aber allemal ihr Geld wert!
Mit Entstördrosseln ist praktisch nie was machbar, diese gehen trotz 
meist sehr hoher Induktivität sofort in Sättigung!

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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...wie der Name für des Lesens kundige eben schon vermuten lässt:
SPEICHERdrossel: optimiert für die möglichst verlustarme Speicherung von 
Energie
ENTSTÖRdrossel: optimiert für das "Vernichten" höherfrequenter Anteile 
des durchfließenden Stroms (wirken da resistiv, daher stehen im 
Datenblatt* Angaben wie 2200 Ohm bei 100MHz)


*) Ich weiß, es scheint heutzutage etwas aus der Mode da mal 
reinzuschauen.

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