www.mikrocontroller.net

Forum: Platinen Schadstoffsammelstelle Tübingen weigert sich Ätzlösung anzunehmen


Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich würde gern meine verbrauchte NaPS Ätzlösung fachgerecht entsorgen. 
Also bin ich zur Schadstoffsammelstelle und der Kerl da mümmelte nur was 
von "nehm mer net" und drückte mir ein Blatt mit gewerblichen Entsorgern 
in die Hand. Das finde ich irgendwie frech. Nicht nur dass man hier für 
die Entsorgung von Metallschrott noch zahlen soll, nein, auch die 
Kupferlösung soll ich noch bezahlen? Was macht man denn nun? Mit NaOH 
aufarbeiten, filtrieren und wegschütten?

Autor: Bastler (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was möchtest Du mir damit sagen? Einfach als "unbekannter Stoff" 
deklarieren?

Autor: gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
warste im Entsorgungszentrum Dußlingen?

Autor: ... (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
JimBone schrieb:
> Was möchtest Du mir damit sagen?

Das du dir das durchlesen sollst:


Dußlingen - Entsorgungszentrum
Im Steinig 61

72144 Dußlingen

Tel.: 07072/9188-50



Bei der Problemstoffsammelstelle im Entsorgungszentrum werden auch 
Säuren und Laugen angenommen.

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eintrocknen, dann ist es schon viel weniger und ausserdem fest ;)

Autor: thorstendb (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Entsorgung von Metallschrott noch zahlen soll,
bringt man ja auch zum Wertstoffhändler, der zahlt dir noch ein paar 
Öcken.

Hab vor nem halben Jahr mal um die 20€ für alte Autobatterien bekommen 
:-)

Autor: thorstendb (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Eintrocknen, dann ist es schon viel weniger und ausserdem fest ;)
Ist die Lösung eigentlich hinüber, oder taugt die wieder, wenn man die 
blauen huppel abrupft?
Also, löst das Na2So4 nur, oder "verändert" sich das Zeug dabei?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da läuft eine chem. Reaktion ab  -> das Zeug verändert sich

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hehe des kenne ich irgend woher hier in HH kann man es auch abgeben 
meckern tuhen die trotzdem immer ka warum ich mach grundsätzlich des 
Sicherheit DB drauf weil die des immer so wollen aber irgendwie finden 
die immer nen Grund das nicht anzunehmen.

Hab mal als sie die Annahme verweigern wollten auf dem gulli vorm Tor 
gezeigt :P naja sachen wieder ins auto, zum gulli gefahren Kanister mit 
destillierten Wasser geschnappt denn ich immer im auto habe und den in 
den gulli gekippt die ham sau blöd geguckt da war richtig Arlam :P seit 
dem klappt des mit dem abgeben.

Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jo, ich war in Dußlingen. Ich muss das Zeug wegen Umzug loswerden. Evtl. 
kauf ich einfach einen Kanister und nehm es mit und arbeite es 
elektrochemisch auf. Kupfer kann man immer gebrauchen!

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Leider gibts auf solchen Sammelstellen immer mal wieder Leute
die einfach zu dumm sind und so einen Blech reden.
Im Zweifel besorgt man sich die Broschüre oder was die
Sammelstelle sonst so veröffentlicht und reibt das diesen Idioten
unter die Nase. Außerdem kann man sich ja an den seinen Vorgesetzten
wenden und sich nötigenfalls beschweren. Ich hab auch nichts
dafür übrig unsere Umwelt zu vergiften. Deshalb sind diese
Sammelstellen doch eingerichtet worden und wenn man sich gut
informiert und vorbereitet ist dann haben die das Zeug auch
anzunehmen und nicht dumme Sprüche zu machen, basta.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich sag mal spontan, das ist normal und bei mir einer der Gründe, dass 
ich vom Selberätzen die Nase voll habe.

Da will man sich umweltgerecht verhalten und bekommt einen Arschtritt. 
Lasse ich hingegen über irgendeine Firma fertigen, die wiederum in China 
fertigen lässt, dann mögen die die Brühe irgendwo hin kippen, aber ich 
habe das Zeug nicht man Hals. Prima, ganz prima.

Autor: S_me (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie wäre es, die Ätzlösung in eine alte, trockene Autobatterie zu kippen 
und diese dann abzugeben? Dann sollen die mal ihren Spaß haben.
Ansonsten eintrocknen lassen und ab damit in den (Sonder) Müll.
Mit Eisenwolle kann man da auch irgendwas reduzieren, ich meine mich 
sogar erinnern zu können, dass man es dann in den Gulli kippen darf.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Außerdem kann man sich ja an den seinen Vorgesetzten wenden

Der hat von seinem Vorgesetzen den Auftrag,
möglichst viele (berechtigte) Entsorger abzuwimmeln,
schliesslich kostet das Entsorgen die Kommune Geld.

Es ist immer wieder das Gleiche. Daher landen Kühlschränke
und Gartenabfälle im Wald.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei uns in Edmonton nimmt die Entsorgungstelle das Aetzmittel ohne 
Probleme ab.

Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hier in Tübingen ist die Müllentsorgung der Hass. Sperrmüll wird erst ab 
Juni abgeholt, Problemstoffe können im Januar nicht in den städtischen 
Sammelstellen abgegeben werden, Sperrmüll sind nur ganz wenige Sachen 
(kein Metall, Elektronik, Holz, blabla), der Biomüll wird mit 
Metalldetektoren einmal jährlich durchsucht und so weiter. Der Müll und 
die Ampeln in diesem Dreckshippiedorf könnten einen manchmal echt zum 
Amoklauf verleiten. ;-)

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ JimBone

Wenn du rausgefunden hast, wie man das verbrauchte Natriumpersulfat in 
Tübingen geschickt entsorgen kann, sag bitte bescheid. Ich hätte 
demnächst auch etwas loszuwerden.

Alex

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Alex

Auf manchen "Wertstoffhöfen" im Landkreis Böblingen (z.B. Böblingen 
Hulb) läßt sich das Zeug problemlos entsorgen. Dort gibt es einen 
"Stand" für derartige Stoffe - üblicherweise "Selbstbedienung".

Bei einem kleinen Ausflug in die "nähere Umgebung" wirst Du das Zeug 
also gut los.

Bernhard

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sehe ich das falsch dass bei wirklichem(!!!) Mangel an "gesegneten" 
Entsorgungsmöglichkeiten der beste Weg immer noch Eindampfen und ab in 
die MV ist? Wenn es darum geht möglichst wenig Schaden anzurichten und 
nicht darum möglichst regeltreu vorzugehen?

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kannst das Zeug im Kanister nachts vor deren Tor stellen ohne
dich erwischen zu lassen. Wenn die das dann morgens finden
haben die das Zeug und fertig.

@ Marwin
>Der hat von seinem Vorgesetzen den Auftrag,
>möglichst viele (berechtigte) Entsorger abzuwimmeln,
>schliesslich kostet das Entsorgen die Kommune Geld.

Das vermutest du nur, mehr nicht.
Das die für Ordnung sorgen müssen dürfte unstrittig sein aber
manche Mitarbeiter glauben es besser wissen zu müssen, z.B.
weil der Kaffee heute nicht geschmeckt hat. Auf solchen Stellen
sind nämlich gewöhnlich keine fachlich kompetenten Ingenieure
beschäftig sondern eher solche die es im Berufleben zu nichts
gebracht haben. Da darf man dann keine Fachkompetenz erwarten.

>Es ist immer wieder das Gleiche. Daher landen Kühlschränke
>und Gartenabfälle im Wald.

Ich vermute das es Leute sind die sich nicht auskennen und auch
nicht das Streben haben das abzuklären und dann passiert eben so was.
Dem normalem Bürger sind die Entsorgungsmöglichkeiten dagegen
hinreichend bekannt und wissen das auch zu nutzen.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nja des ist immer Bundesland abhängig in HH z.b. zahlt man dafür extra 
gebühren also kann man auch drauf bestehen Sachen abzugeben die nicht in 
die Tonnen sollen, ich würd an eurer stelle mal schauen was bei euch in 
den Gebüren drinnen ist z.b. die Entsorgung über die Recycling Höfe.

in Schliswig-holstein/Nordersteht ist des auch anders da gibst noch 
Sperrmüll also des raus stellen des Mülls...

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das sind 400e-Jobber. Keiner hat Ver/Entsorger gelernt.
Leider ist Müll heutzutage ein großes Geschäft, so daß es nicht genügt 
die horrenden Abfallgebühren zu bezahlen. Nein, man muß es den Dödeln 
auch noch vorbeibringen.
Was passiert eigentlich wenn das Zeug im Gulli endet?

Autor: Gebhard Raich (geb)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Was passiert eigentlich wenn das Zeug im Gulli endet?

Ziemlich sicher gar nix, solange man nicht fässerweise das Zeug so 
entsorgt.

Grüße

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In die Kanalisation ist wirklich übel, das wurde hier auch schon oft 
genug beschrieben. Hingegen hab ich zum Thema MV bisher nur 
verschwommene Hinweise gefunden dass Kupfer in der MV Dioxinbildung 
katalysiert, aber nicht in welchem Masse und in wie fern dies heutzutage 
ein wirkliches Problem darstellt oder eh im Filter landet....

Autor: Komiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Wenn es darum geht möglichst wenig Schaden anzurichten und
>nicht darum möglichst regeltreu vorzugehen?

Es geht aber nicht darum, möglichst wenig Schaden anzurichten, sondern 
darum, sich politisch korrekt und legal zu verhalten. Wenn Du möglichst 
wenig Schaden anrichten willst, kipp die Brühe einfach an den nächsten 
Straßenrand.

Wenn Du dagegen ein gesetzestreuer politisch korrekter umweltbewusster 
Mensch sein willst, fahr mehrere Kilometer zur nächsten 
Schadstoffannahmestelle und gib die Brühe dann in einem Plastiktopf ab, 
der mit riesigem Energieaufwand dann professionell entsorgt wird weil 
kein Mensch mehr weiß (geschweige denn sich dafür interessiert) was in 
der Brühe eigentlich drin ist und sie genauso entsorgt wird als wäre das 
hochgiftiger Quecksilberabfall. Und denk nicht drüber nach dass die 
Belastung durch die Entsorgung mehr ins Gewicht fällt als die paar 
abgestorbenen Mikroben am Straßenrand, denen besonders umweltbewusste 
Menschen jedoch sicherlich bittere Tränen nachweinen. Denk auch nicht 
drüber nach dass die schönen blauen Dächer von Kirchen und historischen 
Gebäuden dadurch entstanden sind, dass man solange Fässerweise 
Kupferlösung (in Essig) drübergekippt hat bis sich eine dicke Kruste aus 
basischem Kupfercarbonat durch Luft-CO2 gebildet hatte. Denk einfach 
nicht rational - das ist heute out. Sei lieber ein umweltbewusster 
Mensch :) Was zählt ist die gute Absicht (siehe Solarstromförderung), 
nicht was tatsächlich dabei rauskommt!

Autor: Komiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nachtrag: Wenn Du dann zur Schadstoffannahme fährst, kommst Du unterwegs 
vielleicht noch bei einem Wein- oder Obstbauern vorbei der grade eine 
Tonne Kupfersalzlösung als Fungizid (etwa Kupferoxychlorid oder 
Kupfertetramminhydroxid) über sein Feld verspritzt. Lass Dich davon aber 
nicht in Deiner umweltbewussten Gesinnung irritieren!

Und ja: Das Kupfer in der Müllverbrennung könnte die Bildung von 
Dioxinen katalysieren. Darüber sollten wir uns Gedanken machen!

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Gulli verdünnt es sich und fließt ungebremst durch einen
Ölabscheider und danach in den nächsten Fluß. Im schlimmsten
Fall könnten da ein paar Fische sterben oder bei Hobbyanglern
die ihre Beute selbst essen mit auf dem Teller gelangen. Vor
allem das Kupfer.
Wenn man es in den Ausguß kippt könnten schon geringe Mengen
zu einem Absterben der Bakterie-Kulturen in der biologischen
Reinigungsstufe im Klärwerk führen, was die Betreiber bestimmt
nicht amüsant finden. Könnte sein das die dann versuchen würden
den Verursacher ausfindig zu machen. Würde es unbemerkt bleiben
könnte der mit Kupfer verseuchte Klärschlamm dann vielleicht auf
dem Acker landen wo das Kupfer über die angebauten Pflanzen dann
wieder auf unseren Teller landen würde.
Mit den entsprchenden (teuren) Spurensuchgeräten können die
Klärwerke den Verursacher dann auch finden können. Wer mutig
ist kann es ja mal versuchen und die Zeche dann zahlen.

Autor: Komiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Wenn man es in den Ausguß kippt könnten schon geringe Mengen
>zu einem Absterben der Bakterie-Kulturen in der biologischen
>Reinigungsstufe im Klärwerk führen

Ach ja? Was sind denn "geringe Mengen"? Zehn Gramm? Zehn Kilogramm? Eine 
Tonne?

Solange mir niemand das Gegenteil beweist, behaupte ich mal ganz dreist 
dass noch nie ein Privatmann es geschafft hat mit irgendwelchen 
Schadstoffen ein Klärbecken zu vergiften. In den mir bekannten Fällen 
waren das Bauern oder Industrielle, die tonnenweise Schadstoffe 
freigesetzt haben. Das sind Fakten - etwa dass Bauern einen ganzen Tank 
abgelaufenes Spritzmittel haben in den nächsten Bach laufen lassen und 
dann die Kläranlage abgekackt ist.

Aber dass ein Privatmann mit den ihm zur Verfügung stehenden, 
vergleichsweise homöopatischen (man bedenke die Verdünnung!) Mengen an 
Schwermetallen oder sonstigen Giften sowas geschafft hätte ist m.W. noch 
nie passiert und schlicht unmöglich.

>Würde es unbemerkt bleiben könnte der mit Kupfer verseuchte Klärschlamm
>dann vielleicht auf dem Acker landen wo das Kupfer über die angebauten
>Pflanzen dann wieder auf unseren Teller landen würde.

Hoffen wirs! Denn Kupfer ist ein lebenswichtiges Spurenelement.

Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ihr meint also wenn ich es in den Neckar kippe besteht die Möglichkeit, 
dass es ein paar von den Tübinger Hobbyanglern essen? Das hat natürlich 
etwas Verlockendes!
Ne, ich glaub, ich elektrolysier das Zeuch nach meinem Umzug.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gebhard Raich schrieb:
> Ziemlich sicher gar nix, solange man nicht fässerweise das Zeug so
> entsorgt.

Kupfer ist ein sehr wirksames Pflanzengift, das auch in kleinen Mengen 
schon die biologische Klärung des Abwassers beeinträchtigt.

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Es geht aber nicht darum, möglichst wenig Schaden anzurichten, sondern
darum, sich politisch korrekt und legal zu verhalten."

Dem "legal" kann ich zustimmen, schlicht aus Selbstschutz - aber 
politisch korrekt? bah!

Autor: basti (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Als Tübinger habe ich auch schon öfters Kupersulfat zu entsorgen 
versucht, bislang ging es jedes mal gut, auch wenn ich mehrfach ziemlich 
schräg angeguckt wurde. Hab meine Flaschen einfach auf den Tisch 
geknallt und nach der kurzen Rückfrage wurden die Flaschen dann in 
irgendeinen großen Behälter geknallt, ehrlich gesagt zweifel ich massiv 
an der Kompetenz der Mitarbeiter.

Zum Thema Umweltschäden kann ich nur sagen, dass wir einen Brunnen im 
Garten haben und schon nach der Gabe weniger Gramm Kupfersulfat (aus 
Apotheke) sind alle grünen Algen schwarz geworden und abgestorben.

Traurig finde ich, dass Tübingen als einer der grünsten 
(Regierungstechnisch) Landkreise nicht in der Lage ist mir eine 
vernünftige Entsorgungsmöglichkeit zu stellen. Auf der einen Seite 
erklärt der Bürgermeister er verzichtet auf seinen Kühlschrank und auf 
der anderen wird man genötigt Chemikalien in den Aguss zu schütten.


unglaublich

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
basti schrieb:
> Hab meine Flaschen einfach auf den Tisch
> geknallt und nach der kurzen Rückfrage wurden die Flaschen dann in
> irgendeinen großen Behälter geknallt, ehrlich gesagt zweifel ich massiv
> an der Kompetenz der Mitarbeiter.
>
> unglaublich

ja ist hier auch sammel immer in 5L Kanistern da hängt auch 
grundsätzlich des Sicherheits db mit dran, trozdem wird der ganze Kram 
mit farben und co. zusammen gekippt finde des schon recht merkwürdig.

Weil wenn man weis was drinnen ist kann man es eigentlich leichter 
bearbeiten von den gefahren durch wildes zusammen kippen mal ganz 
abgesehen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Gebhard Raich schrieb:
>> Ziemlich sicher gar nix, solange man nicht fässerweise das Zeug so
>> entsorgt.
>
> Kupfer ist ein sehr wirksames Pflanzengift, das auch in kleinen Mengen
> schon die biologische Klärung des Abwassers beeinträchtigt.

Dann rechne doch mal hoch, wieviel Lösung du ins Abwasser kippen musst, 
damit bei einer Verdünnung von was weiß ich wieviele Milliarden zu 1, du 
die 'kleinen Mengen' erreichst. Wahrscheinlich leben im Klärbecken mehr 
Bakterien als du überhaupt Cu-Ionen in der Lösung hast. Für jedes 
Bakterium, dass du mit Cu-Ionen umbringst (vorausgesetzt das Ion findet 
sein Bakterium) entstehen an anderer Stelle im Becken zur gleichen Zeit 
2 neue Bakterien.
Gegen diese Verdünnung sind die kleineren homeopatischen Verdünnungen 
regelrechte Stoffüberschußlösungen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
basti schrieb:
> Auf der einen Seite
> erklärt der Bürgermeister er verzichtet auf seinen Kühlschrank und auf
> der anderen wird man genötigt Chemikalien in den Aguss zu schütten.

Das paßt doch: es wird Verzicht gepredigt und da das Basteln Vergnügen 
ist, muß den Bastlern eben auch das Leben schwer gemacht werden.

Da ist doch das völlig inkompetente Personal in den Annahmestellen eine 
Not, die man auch locker zur Tugend machen kann.

Davon abgesehen, würde der Herr Bürgemeister, täte er mal in der 
Annahmestelle Dienst, auch nicht durch übermäßige Fachkompetenz 
auffallen.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Auf der einen Seite
> erklärt der Bürgermeister er verzichtet auf seinen Kühlschrank und auf
> der anderen wird man genötigt Chemikalien in den Aguss zu schütten.

Nach meiner Erfahrung liegt das Problem bei der Abgabe viel eher an den 
Mitarbeitern vor Ort und nicht an einer "politischen Vorgabe" o.ä. Das 
ist vergleichbar mit dem Kauf von speziellen Flüssigkeiten (H2O2, H2SO4 
etc.) in Apotheken. Wenn du da nicht an die richtigen Leute die sich 
auskennen und motiviert sind gerätst, biste verloren und wirst vor 
versammelter Kundschaft als "merkwürdiger Hansel" dargestellt, der 
"etwas Komisches" kaufen möchte, dass 99,9 Prozent der Kunden weder 
kennen, noch wollen oder Angst vor haben. Früher war die Apotheke auch 
ein Ort für den Chemikalienhandel (das war in der Zeit als noch KMNO4 
Bestandteil der Chemikästen für den interessierten Nachwuchs waren). 
Heutzutage ist die Apo größtenteils ein Discounter für 
Lifestyle-Produkte mit angeschlossener Medikamentanausgabe, wo 400 Euro 
Kräfte das Tütchen mit den Husten-Schnupfen-Heiserkeitsmittelchen über 
die Theke reichen. ;)

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>> Hab meine Flaschen einfach auf den Tisch
>> geknallt und nach der kurzen Rückfrage wurden die Flaschen dann in
>> irgendeinen großen Behälter geknallt, ehrlich gesagt zweifel ich massiv
>> an der Kompetenz der Mitarbeiter.
>>
>> unglaublich

> ja ist hier auch sammel immer in 5L Kanistern da hängt auch
> grundsätzlich des Sicherheits db mit dran, trozdem wird der ganze Kram
> mit farben und co. zusammen gekippt finde des schon recht merkwürdig.

So ähnlich kenne ich's eigentlich auch. ;)

Autor: MartinK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rechnen wir doch einfach ein Beispiel durch:
Kupferfläche 10*10 cm macht bei einer Schichtdicke von 35µm =>0,35 cm3
Die Dichte von Kupfer beträgt 8,9 g/cm3, das wären dann 8,9*0,35 = 3,1g 
Kupfer in der Ätzbrühe.
Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht 
überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur 
Verdünnung.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:
>>> Hab meine Flaschen einfach auf den Tisch
>>> geknallt und nach der kurzen Rückfrage wurden die Flaschen dann in
>>> irgendeinen großen Behälter geknallt, ehrlich gesagt zweifel ich massiv
>>> an der Kompetenz der Mitarbeiter.
>>>
>>> unglaublich
>
>> ja ist hier auch sammel immer in 5L Kanistern da hängt auch
>> grundsätzlich des Sicherheits db mit dran, trozdem wird der ganze Kram
>> mit farben und co. zusammen gekippt finde des schon recht merkwürdig.
>
> So ähnlich kenne ich's eigentlich auch. ;)

Ja voraledem scheint die des auch nicht zu jucken was für lustige 
Verbindungen dabei entstehen.

Bin da mittlerweile auch Vorsichtig geworden hab mal nen Backofen mit 
MOC + Fettlöser vernichtet, ist auch sonen interessante Verbindung mit 
durchschlagender Wirkung.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
K. J. schrieb:
> Ja voraledem scheint die des auch nicht zu jucken was für lustige
> Verbindungen dabei entstehen.

So ähnlich haben die das früher in der Bonner Chemie an der Uni auch 
gehalten. Bis dann mal zufällig Aceton, H2O2 und Salzsäure in einem Faß 
landeten...

> ist auch sonen interessante Verbindung mit durchschlagender Wirkung.

Wo hast du denn deutsch gelernt?

Autor: Danke (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MartinK schrieb:
> Rechnen wir doch einfach ein Beispiel durch:
> Kupferfläche 10*10 cm macht bei einer Schichtdicke von 35µm =>0,35 cm3
> Die Dichte von Kupfer beträgt 8,9 g/cm3, das wären dann 8,9*0,35 = 3,1g
> Kupfer in der Ätzbrühe.
> Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht
> überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur
> Verdünnung.

Komm jetzt bitte nicht mit Fakten, denk doch mal an die Kind... ..ähm 
Umwelt! Wo kämen wir denn hin wenn es immer nur um die Fakten gehen 
würde und nicht um irgend eine Ökospinnerei.

Ironietags bitte selber setzen.

Autor: Alex H. (hoal) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernhard R. schrieb:
> @ Alex
>
> Auf manchen "Wertstoffhöfen" im Landkreis Böblingen (z.B. Böblingen
> Hulb) läßt sich das Zeug problemlos entsorgen. Dort gibt es einen
> "Stand" für derartige Stoffe - üblicherweise "Selbstbedienung".
>
> Bei einem kleinen Ausflug in die "nähere Umgebung" wirst Du das Zeug
> also gut los.

Danke für den Tipp! Als Student ohne eigenes motorisiertes Fahrzeug wird 
das allerdings ziemlich umständlich, wie so vieles hier in der Gegend.

Da Bastis Abgabe letztlich erfolgreich war, werde ich es einfach auch 
hier vor Ort versuchen.

Autor: Manuel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Rechnen wir doch einfach ein Beispiel durch:
> Kupferfläche 10*10 cm macht bei einer Schichtdicke von 35µm =>0,35 cm3
> Die Dichte von Kupfer beträgt 8,9 g/cm3, das wären dann 8,9*0,35 = 3,1g
> Kupfer in der Ätzbrühe.
> Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht
> überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur
> Verdünnung.

Was in entwa 60 Badewannen entspricht... Das Wasser darf dann aber nicht 
aus Kupferleitungen kommen... Da könnten sonst unter Umständen schon 
ohne die Brühe mehr Kuperionen im Wasser sein...

Autor: Komiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Rechnen wir doch einfach ein Beispiel durch:
> Kupferfläche 10*10 cm macht bei einer Schichtdicke von 35µm =>0,35 cm3
> Die Dichte von Kupfer beträgt 8,9 g/cm3, das wären dann 8,9*0,35 = 3,1g
> Kupfer in der Ätzbrühe.
> Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht
> überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur
> Verdünnung.

Dieser Grenzwert ist lächerlich, schon in normalem Leitungswasser hast 
Du teilweise höhere Konzentrationen:

http://www.umweltdaten.landsh.de/nuis/upool/gesamt...

In der Studie wurden bis zu 8,3 Milligramm/L Cu im Trinkwasser 
nachgewiesen.

Im Klärschlamm allein von Schleswig-Holstein sind pro Jahr(!) 40 Tonnen 
Kupfer enthalten!

Der größte Teil davon stammt aus Kupferrohren oder von Kupferdächern.

Über die Sinnhaftigkeit, sich hier über ein paar Gramm Kupfer noch 
länger den Kopf zu zerbrechen, möge jeder sein eigenes Urteil fällen ;)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es kommt ja nicht auf die absolute Menge, sondern auf die Konzentration 
an und die nimmt nun mal zu, wenn das Wasser verdampft.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Dieser Grenzwert ist lächerlich, schon in normalem Leitungswasser hast
> Du teilweise höhere Konzentrationen: ..

Mag ja alles sein, aber es gibt da noch einen anderen Aspekt den man 
sich vor Augen halten sollte. Sauerstofflieferanten wie NaPS oder H2O2 
sind ja wie bekannt nicht ganz unproblematische Stoffe*. Wir sollten 
schon deshalb auf eine saubere Entsorgung (der Kupfer-Ätzlösung) achten, 
um nicht einen womöglich willkommenen Vorwand (möchte das niemanden 
unterstellen, sondern nur mal als Anregung einwerfen) zu liefern mal 
über ein Verbot des Verkaufs an Privatleute solcher Substanzen 
nachzudenken. Da könnten schnell zwei, drei publizierte Auffälligkeiten 
willkommener Anlass sein, um "solchen Sauereien" per Gesetz ein Ende zu 
bereiten, natürlich alles unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes. 
Muss doch nicht sein, oder?

*Das Beispiel mit dem Laptop am Flughafen zeigt doch, was mittlerweile 
bei uns los ist. Oder glaubt einer daran, dass hier ein Anschlag 
vereitelt wurde, bloß weil ein Sensor mal was erspürt hat?

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser"

An welcher Stelle gemessen?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MartinK schrieb:

> Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht
> überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur
> Verdünnung.

So richtig biologisch wirksam werden diese 3,1g das erste mal im 
Klärbecken. Und das hat wieviele Liter?

Ich will hier auch nicht den 'is eh alles egal' Jünger spielen. Ich bin 
aber auch der Ansicht, man muss nicht päpstlicher als der Papst sein. 
Und die Ansicht, mann könne mit einer verbrauchten Ätzlösung eine 
Kläranlage in ernsthafte Schwierigkeiten bringen ist zwar im Ansatz ok, 
scheitert aber an der im Vergleich riesigen Menge Wasser, mit der die 
Ätzlösung in der Kläranalage verdünnt wird. Und das 
'Österreicher'-Argument "Wenn das alle tun würden" zählt nicht. Es tun 
es eben nicht alle.

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Der zulässige Grenzwert Kupfer im Abwasser darf 0,5 mg/Liter nicht
> überschreiten. Für 3,1g brauche ich also 6200 Liter Wasser zur
> Verdünnung.


Nur, gilt der Wert am Einleitungspunkt in die Kanalisation oder am 
Klärwerk?

Autor: elektronensparer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
der kategorische Imperativ:

KH Buchegger meint:
Und das 'Österreicher'-Argument "Wenn das alle tun würden" zählt nicht. 
Es tun es eben nicht alle.

Das ist ja wohl keine Rechtfertigung. Genau deswegen gibt es ja die 
Gesetze, damit es nicht alle tun. Jetzt zu sagen, wenn's alle nicht tun 
- kann ich ja...ist ja wohl voll daneben. Und sowas vom Moderator?

Das erinnert mich an meine Zeit im Labor, als die doofe TA mal den 
vollen Kanister Phenol-Cloroformabfälle aus der DNA-Extraktion in den 
Abfluss gekippt hat, den wir Doktoranden über ein Jahr lang gesammelt 
haben. "Ist doch nur ein bisschen organisches Lösungsmittel..."

Autor: JimBone (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gut, rechnen wir mal durch:

Tübingen Abwasser: pro Tag ca. 35.616 m3 = 36 mio. Liter. Nehmen wir 
einen biologisch akzeptablen Wert von 10 mg/l an, ergibt das ein 
Kupfergewicht von 360 kg pro Tag. Wenn meine Ätzbrühe 200 g Kupfer 
enthält, hochgegriffen, könnte man fast 2000 solche Gebinde pro Tag in 
die Kanalisation kippen. Sehr interessant...

Autor: basti (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
kleiner Tip wie ich meine Flaschen letztendlich losgeworden bin:

man fülle alles in einen Kanister oder eben PET-Flaschen und beschrifte 
(liest eh keine Sau, aber man hat ein ruhigeres Gewissen), dann fährt 
man wenn man eh auf die Deponie geht(war da wegen Umbauarbeiten sowieso 
alle 14 Tage oder Alternativ Grüngut) mit den Flaschen im Kofferraum 
rein.
Drinnen kann man die Flaschen dann auf den Tisch beim Sondermüllabteil 
legen, wenn jemand da ist dann erklärt man eben was der Inhalt ist und 
lässt sich dumm anschauen.
Am besten funktioniert die Methode wohl Samstags wenn eh die Hölle los 
ist und man im Gedränge untergeht (dürfte wohl im Frühjahr noch besser 
sein).

Warum man sich in einem führenden Industriestaat, als rechtschaffender 
und umweltbewusster Bürger ( etztendlich zahlen wir ja Steuerun und 
Müllgebühr gerade dazu, dass das Zeug entsorgt wird) wie der letzte 
Drogenschmugler verhalten muss bleibt mir aber unklar.

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Zweifelsfall kann man das doch als "Pflanzenschutzmittel, 
verunreinigt und daher unbrauchbar" abgeben, was ja noch nicht einmal 
wirklich gelogen ist!

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Basti
Wenn du dich so auf dem Wertstoffhof verhältst wie beschrieben
dann biste ja auch ein Drogenschmuggler, bloß das es eine
Ordnungwidrigkeit ist und auch so behandelt wird.
(Würde ich auch so machen bzw. hab ich schon gemacht).

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"bloß das es eine Ordnungwidrigkeit ist und auch so behandelt wird."

Er hat es doch zum Sondermüll gestellt - was ist daran illegal?

Autor: basti (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich kenn mich zwar nicht wirklich mit dem Recht aus, aber rein nach 
meinem Menschenverstand würd ich sagen ist daran nichts verwerfliches, 
die Flaschen waren sauber beschriftet (wenn die "Service-Mitarbeiter" 
das nicht lesen kann ich nicht helfen) und können NUR über die 
Schadstoffsammelstelle entsorgt werden (das ist deren Job).

Eine Ordnungswidrigkeit ist es in meinen Augen wenn ich das Zeugs 
einfach in den Schacht leere - mal davon abgesehen, dass ich nicht 
glaube, dass das Zeug sonderlich schädlich ist(zumindest in den Mengen).

Mag aber schon sein, dass ich mich rein aus juristischer Sicht mit 
meinem Verhalten daneben benommen habe (würde es aber wieder tun).


Aber mal ehrlich wenn wundert es da wenn man im Wald "private" 
Müllplätze findet, der letzte Teppichboden hat 35€ (!!!) zum entsorgen 
gekostet (war ein kleiner 750kg Anhänger), da überlegt der ein oder 
andere schon ob nicht zufällig mal was "vom Laster fällt" (nein ich habe 
es nicht vor).

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
basti schrieb:
> Ich kenn mich zwar nicht wirklich mit dem Recht aus, aber rein nach
> meinem Menschenverstand würd ich sagen ist daran nichts verwerfliches,
Was würdest du davon halten, wenn ich dir nen Kanister vor die Tür 
stellen würde?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aber besser, als das Zeug im Wald zu entsorgen, ist es allemal, wenn die 
Kerle nicht tun wollen, was ihre Aufgabe ist.

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Simon WENN Du eine Schadstoffsammelstelle bist die zur Annahme privaten 
Sondermülls verpflichtet ist, DANN hast Du da nichts von zu halten 
ausser der Klappe, oder?

(Absolut kein persönlicher Angriff beabsichtigt!)

Autor: S_me (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
elektronensparer schrieb:

> Gesetze, damit es nicht alle tun. Jetzt zu sagen, wenn's alle nicht tun
> - kann ich ja...ist ja wohl voll daneben. Und sowas vom Moderator?

Auch Moderatoren sind Menschen. Unfehlbar ist nur der Papst.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gerhard O. schrieb:
> Bei uns in Edmonton nimmt die Entsorgungstelle das Aetzmittel ohne
> Probleme ab.

Das funktioniert hier in Dresden auch, und wohl auch in vielen anderen
Städten dieses Landes.  Offenbar hat aber Tübingen da ganz besonders
fähige Kräfte installiert...

Man war mir sehr dankbar, dass ich auf den verschiedenen abgegebenen
Flaschen eine Beschriftung drauf hatte, die ungefähr die Inhaltsstoffe
ausgewiesen hat, während die Kollegen mächtig über eine große Tüte mit
diversem Zeug muffelten, die ihnen offenbar gerade jemand anders als
buntes Rätselspiel überreicht hatte.

Klar, was sie dann wirklich damit anstellen, liegt außerhalb meiner
Kontrolle.  Aber zumindest habe ich meiner Stadt damit die Möglichkeit
gegeben, dass sie das Zeug bestmöglich beiseite schaffen, statt dass
ich es ihnen kommentarlos in die Kläranlage kippe.

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Macht es doch einfach so:
http://www.tuf-ev.de/workshop/aetzen/EntsorgungAetzen.htm

Und wohin mit der Stahlwolle? Oder hat die sich aufgelöst?

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Und wohin mit der Stahlwolle? Oder hat die sich aufgelöst?

Stahlwolle stellt als Abfall kein Problem dar. Auch nicht wenn 
metallisches Kupfer an ihr abgeschieden wurde.

Autor: S_me (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Stahlwolle wird getrocknet und kommt dann zum Schrotti. Das ist 
reinster Metallschrott.
Wenn man Eisenteile in die gebrauchte Ätzlösung hält scheidet sich daran 
in einer exothermen Reaktion Kupfer ab. Bei längerem Kontakt wird Eisen 
zu Eisenoxyden umgesetzt.

Die Eisenhaltige Lösung stellt für den Ausguss kein Problem dar, Eisen 
ist kein Fischgift und in unserem Wasser zum Teil eh in sichtbarer Menge 
vorhanden.

Autor: bratz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Komiker:

>In der Studie wurden bis zu 8,3 Milligramm/L Cu im Trinkwasser
>nachgewiesen.

Die meisten Messungen in der von dir zitierten Studie liegen aber 
deutlich unter 1 mg/l.

>Im Klärschlamm allein von Schleswig-Holstein sind pro Jahr(!) 40 Tonnen
>Kupfer enthalten!

>Der größte Teil davon stammt aus Kupferrohren oder von Kupferdächern.

Sag' mal, trinkst du dein Wasser direkt aus der Dachrinne?

Die 40t Kupfer pro Jahr im Klärschlam von SH stammen von 3 Millionen 
Einwohnern. Das macht je Einwohner 13mg/Jahr. Möglicherweise versucht 
man, einen weiteren Anstieg von Kupferemmisionen ins Wasser einfach 
dadurch zu verhindern, dass man es nicht jedem Komiker erlaubt, noch 
mehr davon einzuleiten ...

>Über die Sinnhaftigkeit, sich hier über ein paar Gramm Kupfer noch
>länger den Kopf zu zerbrechen, möge jeder sein eigenes Urteil fällen ;)

In diesem Artikel geht es nicht um Kupfer, sondern um Umweltgifte ganz 
allgemein:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31107

... dass die Verhältnisse so sind, wie es in diesem Artikel beschrieben 
wird, liegt eben auch nur daran, dass wir alle nun mal diese Umweltgifte 
produzieren. Jeder ist nur für ein ganz kleines bisschen dafür 
verantwortlich. Und die Änderungen, die sich daraus ergeben, sind auch 
nur ganz, ganz langsame Prozesse. Immer erst dann messbar, wenn es zu 
spät ist ... es ist halt doch eine Frage der political correctness.

Aber wie du schon selbst sagtest:

>Möge jeder sein eigenes Urteil fällen ;)

Autor: Komiker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Hinweis auf kumulative Effekte ist sicher richtig bei Dingen wie 
Ölwechsel oder z.B. phosphathaltige Waschmittel. Die an für sich völlig 
irrelevanten Emissionen einer Einzelperson können sich dann 
millionenfach summieren und zum Problem werden.

Mit Blick auf die Frage, wieviel der 80 Millionen Deutschen wohl 
Platinen ätzen, erscheint dieser Hinweis jedoch wiederum völlig 
sinnfrei, findest Du nicht?

>Die 40t Kupfer pro Jahr im Klärschlam von SH stammen von 3 Millionen
>Einwohnern. Das macht je Einwohner 13mg/Jahr.

40t = 40*10^9mg

40*10^9 / 3*10^6 = 40/3 * 10^3 mg = 13g

Du kannst ja nichtmal rechnen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da fällt mir noch was ein.

Zumindest früher bekam man beim Kauf von Rosen für seine Liebste 
meistens ein Säckchen mit hellblauem Frischhaltemittel dazu. Das 
Hellblaue ist Kupfersulfat :-)

(allerdings konnte ich nicht rausfinden, in welcher Konzentration)

Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Die 40t Kupfer pro Jahr im Klärschlam von SH stammen von 3 Millionen
Einwohnern. Das macht je Einwohner 13mg/Jahr. Möglicherweise versucht
man, einen weiteren Anstieg von Kupferemmisionen ins Wasser einfach
dadurch zu verhindern, dass man es nicht jedem Komiker erlaubt, noch
mehr davon einzuleiten ..."

Was eine unfaire Ungleichbehandlung jedes Komikers darstellt, solange 
der Kupferdachbesitzer keinen Eimer unter sein Rohr stellen muss und den 
Inhalt zum Recyclinghof schleifen.

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Uhu Uhuhu.

>> Ziemlich sicher gar nix, solange man nicht fässerweise das Zeug so
>> entsorgt.
> Kupfer ist ein sehr wirksames Pflanzengift, das auch in kleinen Mengen
> schon die biologische Klärung des Abwassers beeinträchtigt.

Nö. In kleinen Mengen düngt es. Erst in großen Mengen tötet es ab......
Aber natürlich beeinträchtigt auch das Düngen die Kläranlage, da 
möglicherweise nicht der Mikrobenmix bevorzugt wird, den man gerne 
hätte.

Auf dem Acker fein verteilen wäre möglicherweise keine schlechte Lösung. 
Ich habe irgendwo einmal gelesen, das die viele Ackerflächen in 
Deutschland mit Kupfer eher unterversorgt sind.....vieleicht bekommt ja 
irgendwo ein Bodenchemiker bei Deinem Angebot glänzende Augen. ;O)

Letztlich ist Kupfer doch eher harmlos. Und in Erzlagerstätten liegt es 
in zig tausenden von Tonnen einfach so rum. (Auch wenn sie z.Z. nicht 
abbauwürdig ist, Deutschland hat eine der größten Kupfererzlagerstätten 
Europas (Kupferschiefer, Mansfelder Revier). Wir sollten alle 
Erzlagerstätten abbauen und als Sondermüll auf Deponien verbringen. ;O)

Jedenfalls ist Kupfer als Legierungsbestandteil in Eisen u.U. ein echtes 
Problem.....und umgekehrt auch.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende 
Wirtschaft auf Schiebung.

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Karl Heinz.

> Zumindest früher bekam man beim Kauf von Rosen für seine Liebste
> meistens ein Säckchen mit hellblauem Frischhaltemittel dazu. Das
> Hellblaue ist Kupfersulfat :-)

Die keramischen Schmelztigel (Fassungsvermögen 30-100kg) aus 
Bronzegießereien, die aus Sicherheitsgründen (zerspringen) nach 50-80 
Benutzungen nicht mehr verwendet werden, sind bei Blumenliebhabern (Es 
blüht darin wie irre) so begehrt, das sich aus dem Verkauf ein neuer 
Tiegel zu 5% finanzieren lässt. :-)

Zu Deinen Vorpostern:
Leute, lauft doch nicht jedem Umweltschutz Hype nach. Mittlerweile hat 
auch die Industrie gelernt, das man mit Umweltschutz Geld machen 
kann.....
und erzeugt über Lobbys die passende Stimmung zu IHREM jeweiligen 
Produkt. Ob damit ein tatsächlich existierendes Problem gelöst wird, 
oder nicht, oder ob man damit das nächste Problem schafft, ist selbst 
für Experten kaum zu durchschauen, weil es ja auch Experten sind, die 
den Hype schüren und den Nebel machen. :-(
Das gibt auch der Frage nach Legalität einen faden Beigeschmack. 
Rechtsstaatlichkeit lebt von Transparenz. Die Tranzparenz ist aber 
alleine aus der Komplexität des Themas heraus schon nicht mehr gegeben.
Was immer bleibt, ist nur ein neues Onanierverfahren für Bürokraten. :-(


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Bernd Wiebus

>Mittlerweile hat auch die Industrie gelernt, das man mit Umweltschutz
>Geld machen kann.....
>und erzeugt über Lobbys die passende Stimmung zu IHREM jeweiligen
>Produkt

Welche Industrie-Lobby ist denn jetzt genau für diesen Kupfer-Hype 
verantwortlich?

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Komiker.

> Mit Blick auf die Frage, wieviel der 80 Millionen Deutschen wohl
> Platinen ätzen, erscheint dieser Hinweis jedoch wiederum völlig
> sinnfrei, findest Du nicht?

Sehr richtiger Einwand.

Mein Einwand auf eine Abschlagung "....dann könnte ja jeder kommen" ist 
meistens "....es kommt aber nicht jeder, weil es den meisten zu mühselig 
ist". Die Reaktion darauf zeigt, das  "....dann könnte ja jeder kommen" 
entweder in Wirklichkeit bedeutet "ich habe keine Zeit/Böcke mich damit 
zu Beschäftigen" was je nach Situation verständlich sein könnte, oder, 
was ich absolut hasse, es bedeutet "Zahl mir ein Schmiergeld".

Manchmal meine ich, das restriktive Gesetzte nur geschaffen werden, 
damit eine Möglichkeit besteht, entweder Schmiergelder zu kassieren oder 
Leute gezielt in die Illegalität zu treiben, um sie besser unter Druck 
setzten zu können.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.

Autor: MartinK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Die 40t Kupfer pro Jahr im Klärschlam von SH stammen von 3 Millionen
> Einwohnern. Das macht je Einwohner 13mg/Jahr.

Das macht nach meiner Rechnung 13g pro Einwohner

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Backflow.

> Welche Industrie-Lobby ist denn jetzt genau für diesen Kupfer-Hype
> verantwortlich?

lach

Tatsächlich ist der "Kupfer-Hype" hier nur eine Überreaktion in diesem 
Forum auf einen vermutlich inkompetenten oder faulen komunalen 
Entsorgungsbetriebmitarbeiter.

Ansonsten beseitigen gerade Entsorgungsbetriebe gerne etwas für Geld, wo 
Du anderswo noch Geld für bekommst.....auch Komunen würde ich als eine 
eigene Industrie ansehen, die für Ihre eigene Existenzberechtigung sorgt 
statt sich Mühe zu geben, sich selber Überflüssig zu machen. :-) Welch 
bizarre Vorstellung auch.....:-)

Ansonsten hecheln viele Handwerksbetriebe und eine diese versorgende 
Industrie im Hintergrund danach, für viel Geld deine 
Kupferwasserleitungen aus der Wand zu reissen und durch 
Kunststoffleitungen zu ersetzten. In 20 Jahren wollen sie dann die 
Kunststoffleitungen herausreissen und wieder durch irgendetwas anderes 
ersetzten, weil die Kunststoffleitungen irgendwas hochgiftiges 
absondern......
Und so wurden in der Geschichte der Menschheit Holz- und 
Steinwasserleitungen wegen der Hygiene und Handhabbarkeit durch Blei 
ersetzt. Das Blei teilweise aus Preisgründen durch verzinktes Eisen. 
Beides wegen der Giftigkeit bzw. der Handhabbarkeit durch Kupfer.....und 
jetzt ist halt das Kupfer mit Giftigkeit an der Reihe.
Wie haben wir eigentlich bis heute überlebt? Warum ist die Menchheit bis 
heute nicht ausgestorben?
Tatsächlich haben wir das gegenteilige Problem: Überbevölkerung.

Wenn Du wirklich "öko" sein willst, müsstest Du anfangen, noch und 
nöcher Leute umzubringen. Und zwar so, das Hitler, Stalin, und Pol Pot 
blass um die Nasenspitzen werden. Und dann werden die Leichen zum 
Umweltproblem....:-)

Meine liebste Methode, Kupferlösung loszuwerden, war übrigens, sie in 
einer Schüssel auf dem Dachboden eintrocknen zu lassen und das Residuum 
dem Mitarbeiter einer Kupferhütte mitzugeben.
Dann habe ich sie einem Chemielehrer gegeben. Keine Ahnung, was der 
genau damit anstellte. Schulversuche....aber er hatte auch Weinstöcke im 
Garten......er kennt sich besser aus, schlieslich hat er mal Chemie 
studiert.
Nachdem der aber pensioniert ist, und nach Mallorca verzogen ist, und 
die Schule keinen Chemieunterricht mehr erteilt, gebe ich das ganze am 
gutbürgerlich am "Wertstoffmobil" ab.

Irgendwann, Ende der 90er, habe ich viel Sondermüll in Galvanikbetrieben 
geschaufelt. Da habe ich mal Mitarbeiter einer Firma kennengelernt, die 
kleine Wiederaufbereitungsanlagen für solche Galvanikabwässer 
kennengelernt. Schade, ich habe den Namen vergessen. Aber so eine Anlage 
kostete damals gut um 25000 DM. Also auch nichts für Kleinbetriebe.
Vieles lässt sich nicht sinnvoll recyceln, aber die Rückstände von 
Kupferätzanlagen waren wohl gut aufbereitbar.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>wo Du anderswo noch Geld für bekommst.....

na, das ist doch die ideale Geschäftsidee. Aber halt, die Behörden 
werden schon wissen wie sie ihre Pfründe sichern.

>für viel Geld deine Kupferwasserleitungen aus der Wand zu reissen und >durch 
Kunststoffleitungen zu ersetzten

Der Konzentrationsunterscheid zwischen reinem elementaren Kupfer und 
stark verdünnten Ätzlösungen ist Dir bekannt?

>Wie haben wir eigentlich bis heute überlebt? Warum ist die Menchheit bis
>heute nicht ausgestorben?

Kleiner hast Du es wirklich nicht? Also ab mit dem Altöl in die 
Kanalisation, die Menschheit wird schon nicht austserben. Käranlagen 
sind generell nicht notwendig. Fäkalien sind schließlich öko und die 
Menschheit wird schon nicht aussterben.

>Tatsächlich haben wir das gegenteilige Problem: Überbevölkerung.
>Wenn Du wirklich "öko" sein willst, müsstest Du anfangen, noch und
>nöcher Leute umzubringen.

Genau, und sterben müssen wir alle mal.

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Wenn Du wirklich "öko" sein willst, müsstest Du anfangen, noch und
>nöcher Leute umzubringen.

Soylent Green ist Menschenfleisch!

Autor: Hans (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ziemlich sicher gar nix, solange man nicht fässerweise das Zeug so
> entsorgt.
> Kupfer ist ein sehr wirksames Pflanzengift, das auch in kleinen Mengen
> schon die biologische Klärung des Abwassers beeinträchtigt.

>Nö. In kleinen Mengen düngt es. Erst in großen Mengen tötet es ab......

Bring es doch bei einem Ökobauern deines Vertrauens  vorbei.
Den Ökos ist die Verwendung von kupfer als Pestizid erlaubt, gemäss 
Öko-Verordnung und das besonders im Öko Weinanbau, den gibts doch bei 
Tübingen? Ist Dir noch nie aufgefallen warum die Öko-Weinstöcke immer so 
eine blaue Farbe haben  zur Ungezieferzeit  ? Kupfer ist nämlich etwas 
Natürliches im Gegensatz zu der ganzen Chemie!?
Jetzt weisst Du auch warum der Öko-Geist  immer so sauer schmeckt.
Die Erlaubnis ist im letzten Jahr unter anderem auf deutschen Druck der 
Landwirstschaftsministerin und gegen die EU-Fachbehörde EFSA wieder um 
10 Jahre verlängert worden.
Übrigens  3 kg Kupfer pro Hektar Öko sind erlaubt, und wenn der Ökobauer 
keine Zeit hat kannst du ihm ja helfen und es selbst verteilen.

Falls du jetzt meinst, dass das eine Persiflage ist, siehe:
http://bernd-stephan.de/wzartikel/200905/Kupfer-Pe...

Hans B.

Autor: Tübinger Müllproduzent (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
An den Threaderöffner:

ich komme auch aus Tübingen und habe auch noch keinen landkreis erlebt, 
der bei der Entsorgung von Haushaltsmüll so kleinlich und bürokratisch 
ist, wie der Landkreis TÜ. Ich frage mich nur, warum du deine Beschwerde 
hier postest und dich nicht direkt ans Landratsamt oder ans Bürgerbüro 
wendest? - habe ich auch schon mal gemacht, nachdem ich schön brav 
meinen Sperrmüll Stück für Stück bei denen zur Abholung angemeldet hatte 
und ich postwendend die Auskunft bekam, dass "Aquarien nicht zum 
Hausmüll zählen".

Ich gebe zwar zu, dass ich bis dato keine Antwort von denen erhalten 
habe, aber ich glaube, steter Tropfen hölt den Stein ... also bitte, 
schreib' auch du denen eine Beschwerde.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tübinger Müllproduzent schrieb:
> ich komme auch aus Tübingen und habe auch noch keinen landkreis erlebt,
> der bei der Entsorgung von Haushaltsmüll so kleinlich und bürokratisch
> ist, wie der Landkreis TÜ.

Es besteht natürlich kein Zusammenhang mit der Parteizugehörigkeit des 
Oberbürgermeisters.

Autor: Tübinger Müllproduzent (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Es besteht natürlich kein Zusammenhang mit der Parteizugehörigkeit des
> Oberbürgermeisters.

Nein, ich glaube, es liegt an der Mentalität der Leute hier.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Deswegen haben sie ja den OB gewählt ;-)

Autor: Tübinger Müllproduzent (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wenn's so wäre, lieber Uhu, würde ganz BaWü von Grünen regiert werden 
...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nee, nicht ganz BaWü wird von Tübingern bewohnt.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Jetzt weisst Du auch warum der Öko-Geist  immer so sauer schmeckt.

DAS liegt daran, weil die keinen zusätzlichen Zucker reintun.
Das nachzuckern ist nämlich in Deutschland bei sonstigem Wein erlaubt, 
üblich, und wegen der hier mangelnden Sonne wie du am Öko-Wein schmeckst 
auch nötig.
Glykol mag man ja nicht mehr...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> DAS liegt daran, weil die keinen zusätzlichen Zucker reintun.

Wobei Säure und Zuckergehalt zwei Paar Stiefel sind.

Autor: Weintrinker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was hat verbrauchte Ätzlösung mit Wein zu tun???

Ob die Schadstoffsammelstelle Wein annimmt???????

Oder gab es da nicht mal was bei anderen Müllwerkern
die durften doch auch nichts annehmen..........

Uups das war ja 'ne andere Baustelle.

Autor: g457 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Weintrinker schrieb:
> Was hat verbrauchte Ätzlösung mit Wein zu tun???
>
> Ob die Schadstoffsammelstelle Wein annimmt???????

Wenn $Bioweinbauer hinreichend viel Kupfer ins Land gesprüht hat, sodass 
selbiges auch im Wein so konzentriert ist, dass man selbigen nicht mal 
mehr in den Ausguss schütten mag, dann werden sie jenen wohl annehmen 
müssen. Als Sondermüll vermutlich.

SCNR

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.